Womo

Familientreffen auf Gran Canaria 02.11 – 12.11.2019

Am Nachmittag des 02.11. ging es für uns nach Gran Canaria. Ich hatte 2 günstige Flüge von jeweils 64 Euro gebucht und Alex war so nett uns zum Flughafen nach Sevilla zu fahren. Die Fahrt verging irre schnell und Alex ließ uns direkt vor den Abflugsterminals raus und fuhr schnurstraks wieder nach Hause. Eingecheckt hatten wir schon via Internet und so konnten wir direkt zur Passkontrolle durchgehen.

Die WoMo-Cowboys auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub !! 🙂

Unser Gepäck wurde durchleuchtet und Bernd musste seinen Koffer öffnen. Da er der einzige war, der morgens Zucker in seinem Kaffee trank, hatte er eine halbe Tüte auf mein Geheiß hin mitgenommen. Diese wurde nun herausgefischt und utersucht. Da es wirklich kein Rauschgift war, durften wir sie kurze Zeit später aber wieder in Empfang nehmen. Die Wartezeit bis zum Abflug war so kurz, dass ich mir noch nicht einmal, wie sonst üblich, pfundweise mordsmäßig teure Antfaltencreme, aus dem Probierdosen im zollfreien Einkaufsladen,  ins Gesicht hauen konnte. Sie reichte aber mich im Vorbeigehen, mit mindestens 10 unterschiedlichen Düften einzusprühen,. Da wir keine Plätze reserviert hatten (hätte 16 Euro gekostet), saßen Bernd und ich getrennt. 16 Sitzreihen lagen zwischen uns, worüber Bernd mehr als froh war, musste er mich jetzt doch nicht mehr riechen. Die Maschine startete pünktlich und der Flug war wunderbar ruhig. Nach 2 Stunden und 15 Minuten landeten wir auch schon wieder. Wir marschierten zur Bushaltestelle und fuhren dann nach Aguineguin, wo meine Geschwister mit Ehepartnern und meine Eltern schon auf uns warteten. Der Anlass für unser Treffen , war eigentlich eine Gewichtsabnehmwette, die mein Bruder vor 5 Jahren, ebenfalls auf Gran Canaria mit mir und meiner Schwester abgeschlossen hatte. Eigentlich hätte nun der Verlierer, in diesem Fall zwei, nämlich meine Schwester und ich, diesen Urlaub für alle zahlen müssen, aber wir hatten unglaublich Glück, denn das übernahmen meine Eltern. Sind die nicht klasse????

Nach einer guten halben Stunde Busfahrt erreichten wir unser Ziel und stiegen direkt vor der wunderschönen und rieigen Anfi-Ferienanlage aus. Wir schnappten unseren Koffer und marschierten zur Rezeption, wo meine Mutter auf erwarten wollte. Von ihr aber weit und breit nichts zu sehen. Wie sich herrausstellte, waren wir an der falschen Rezeption. Die Hotelanlage ist nämlich so riesig, dass sie über drei verfügt. Nun lag noch einmal ein fast 15 minütiger Fußmarsch vor uns. Am Ende erreichten wir aber unser Ziel. Mittlerweile war es allerdings auch schon 22 Uhr. Freudig begrüßten wir meine Familie.

Thats the „dream-family“ … oder 1 Ingenieur meets 7 Hoteliers 🙂

Diese waren alle schon ziemlich müde und so gingen wir schon kurze Zeit später ins Bett, denn so ein Anreisetag ist echt immer anstrengend.

Ein Traum-Ausblick von unserem Appartement-Balkon auf die Herz-Insel (isla delcorazon)
… unsere Yacht könnt Ihr hier nicht sehen, da die Anlegeplätze für unsere „Saloon-Yacht“ hier zu klein waren; wir ankerten vor der Küste! 🙂

Am nächsten Morgen gingen meine Schwester Elke, Bernd und ich mit meinem Vater zum Meer, um dort schon vor dem Frühstück zu schwimmen. Mein obersportlicher und sportsüchtiger Bruder (wenn ich davon doch nur etwas abhätte) und meine ebenso sportliche Schwägerin Tanja, absolvierten ihr eigenes Fitnessprogramm, welches gefühlsmäßig schon zwei Stunden früher seinen Anfang nahm. Mein Schwager Rainer, hielt so gar nichts von Sport und war deshalb jeden Morgen für den Einkauf zuständig, während meine liebe Mama den Frühstückstisch für uns alle deckte. Nach 20 Minuten intensiven Schwimmens, ach war das herrlich, ging es an den liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Dieser ließ keine Wünsche offen und allesammt hauten wir ordentlich rein.
Nach dem Frühstück machten wir eine Bootsfahrt nach Mogan, unter Kennern auch gern klein Venedig genannt.

Ines Bruder Bernd entspannt hier als Galionsfigur.
… und Rainer „wühlt das Meer auf“.

Das war herrlich. Die Sonne lachte vom Himmel und wir mit ihr. In Mogan bummelten wir durch die schönen Gassen und später aßen wir dann alle gemeinsam in einem schönen Lokal am Hafen.

Hier trinken wir noch später ne` Kleinigkeit. Fotos von dem schönen Restaurantbesuch habe ich leider nicht … generell haben wir diese Mal sehr wenig Fotos gemacht, da die anderen Familienangehörigen gerne und viel fotografiert haben. Die ganzen Fotos befinden sich aber in einer Cloud und ich habe sie nicht.

Die Stimmung war prima und jedes Mal, wenn wir mit unseren Gläsern anstiessen, stimmten wir, unser vor 5 Jahren selbstkomponiertes Lied, anlässlich der goldenen Hochzeit meiner Eltern an. Text wie folgt:

Mama, Papa, ihr seid wunderbar…. wir sind wieder mit euch auf Gran Canaria!!!!

Melodie : Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen.

Die goldene Hochzeit von den beiden hatten wir nämlich auch auf Gran Canaria eine Woche lang gefeiert.

Sonnenbrillen-Gesichter bei 32 -Grad 🙂

Der coole Rainer aus „Emden“ mit meinem Sonnenhut und meiner „rundlichen“ Sonnenbrille, die meine liebe Ines ihm gerade für „5 €“ verkauft hat. Warum ? Sie war immer der Meinung „rund steht mir nicht“ ??

Später fuhren meine Eltern und Rainer, (mein Schwager der faule Sack) mit dem Boot zurück. Wir anderen fuhren mit dem Bus nach Puerto Rico und liefen von dort aus nach Hause. Ich hatte ganz vergessen, dass es auf den Weg 180 Treppenstufen gab, die den Berg hochführten. Obwohl Bernd, mein Bruder, mich die ganze Treppe hochschleppte, war ich fix und fertig, als wir oben ankamen.

Nachdem die „Treppenstufen“ gemeinsam geschafft waren, wurde die arme Ines mit unserer letzten Wasserreserve (Trinkflasche) wieder auf normale Betriebstemperatur abgekühlt!! — Foto des Jahres 🙂

Kurz durfte ich mich ausruhen, da drängte es meine sportliche Familie weiter. Kurz vorm Erreichen unseres Hotel fing völlig spontan mein Bauch an zu zwicken. Untrügliches Zeichen für bevorstehenden Durchfall. Ohje, die Toiletten waren noch ziemlich weit entfernt und ziemlich schnell verfiel ich in Panik. Ich informierte meinen Bruder. Dieser erkundigte sich, ob ich schon Wehen hätte. Ich bejahte es. Übrigens fand ich diesen Vergleich sensationell und absolut treffend. Mein Bruder machte ein sehr ernstes Gesicht und wir wechselten in den zweiten Gang. Mir wurde immer mulmiger und ich sagte zu meinem Bernd, er solle schon mal vorrennen und nach einer Toilette Ausschau halten. Das tat er dann auch. Nach 2 Minuten kamen wir bei dem großen Hotelkomplex an. Bernd stand schon vor dem Haus und wies mir den Weg zu den Toiletten. Höchste Eisenbahn. Ich stürmte auf die Tür zu und???….. Verschlossen!!!! Ich ließ mich auf einen Sessel vor der Toilettenstür plumpsen und war den Tränen nahe. Wenn ich jetzt aufstehe, geht es in die Hose, wimmerte ich. Meine Geschwister lachten sich fast tot. Mein Ehegatte aber verfiel wie ich in noch größere Panik. Anscheinend gingen die Toiletten hier nur mit passender Zimmerkarte auf und da wir in einem anderen Teil des riesigen Hotels untergebracht hatten, passte unsere halt nicht. Bernd rannte abermals los und kam in Rekordzeit mit einer fremden Frau im Schlepptau zurück. Diese verstand sofort den Ernst der Lage, zückte ihre Zimmerkarte und Simsalabim, die Tür öffnete sich. Ich sprang vom Sessel auf und mit zusammengekniffenen A-Backen, zusäßlich eine Hand vor eben diesen gepresst, sprintete ich zum Klo. Hose öffnen und hinsetzten war eins und ich ließ dem Schicksal seinen Lauf. Huijujui, wenn das in die Hose gegangen wäre……. Unterdessen hörte ich die ganze Zeit meine Familie auf dem Flur, die sich vor Lachen kaum einbekamen.

Liebe Leute , morgen geht`s weiter !!  🙂

Tja, wieder nicht dazu gekommen, aber wir haben hier immer soviel zu tun. Tut mir ehrlich leid.

Mit dem Segelboot von Puerto Rico nach Mogan

  

Am Folgetag hatten meine Eltern dann ein Segelboot für uns ganz allein gechartert. Die Crew und Bootsbesitzer bestanden aus einem wahnsinnig netten polnischen Pärchen. Das Wetter war herrlich und schon um 9 Uhr 30 wurden wir von unserem Hotel abgeholt und mit dem Auto ging es dann nach Puerto Rico. Dort am Hafen lag das Boot. Auf den Weg dahin unterhielt ich mich prächtig mit der Betreiberin auf spanisch. Naja, ich erzählte jede Menge, was ganz gut funktionierte und bei den Antworten tat ich dann immer so, als ob ich etwas verstehen würde, machte ein intelligentes Gesicht und nickte zustimmend. Das klappte ganz gut und ruck zuck waren wir dann auch schon da. Wir nahmen Platz und ließen uns den Ablauf erklären. Dann ging es los. Natürlich dauerte es nicht lange, bis mein Bruder das Steuer übernahm. Ich machte es mir vorne auf dem Boot bequem und ließ mir den Wind um die Nase wehen. Ach, war das herrlich.

Tanja genießt auf Deck das sanfte Schaukeln

Wir alle genossen die Fahrt sehr und zu späterer Stunde durften wir dann noch in einer geschützen Bucht schwimmen gehen.

Zurückgelassen in der einsamen Bucht … Ines & ich

Während wir schwammen, wurden leckere Wraps für uns zubereitet, die wir dann mit großem Appetit verspeisten.

Noch ein letzter misstrauischer Blick …. dann wurden die leckeren Wraps in Rekordzeit verspeist !

Der Kapitän geht als letztes von Bord (vom nicht gesunkenen Schiff)

Viel zu schnell verging der Tag. Am Abend gingen wir dann noch einmal ganz lecker essen.

Unsere gemeinsame Woche ging ratz fatz vorrüber und meine Geschwister mit ihren Partnern mussten abreisen. Wir blieben noch 3 weitere Tage, in denen Bernd dann tatsächlich richtig Doppelkopf spielen lernte und wir viel Spaß hatten.

Mama, Papa, dieser Urlaub war einfach toll und ganz wunderbar!!!!!! Vielen vielen Dank von uns allen!!!! Klasse, dass gerade ihr unsere Eltern seid!!!!!!!

 

Womo

Uns geht es prächtig! 23.09. – 02.11.2019 – Roche und El Soto

21.11.2019

Es ist wirklich lange her, dass wir etwas von uns haben hören lassen  – Irgendwie fehlte mir total die Motivation!!
Die Tage waren so kurz und ich dachte so bei mir, ist eh langweilig für Euch, da ihr Roche, wo wir waren und El Soto wo wir jetzt sind ja schon ausgiebig kennengelernt habt. Das scheint aber nicht so zu sein, wie ich seit dem gestrigen Checken meiner mails  gemerkt habe. Das tue ich ja bekanntlich nicht so besonders oft und ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen, als ich die vielen Nachrichten von Euch las, in denen ihr Euch erkundigt habt, ob es uns gut geht, uns mitgeteilt habt, dass ihr unseren Blog vermisst und einfach wissen wollt, wie es bei uns weitergeht. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass es sooo viele Leute da draußen gibt, denen es zur lieben Gewohnheit geworden ist, mit uns zu reisen , von unseren Erlebnissen zu lesen und dieses nun schon so lange vermissen.  Auf diesem Wege, ganz lieben Dank an euch!!! Jede einzelne mail hat dazu beigetragen, dass der Elan jetzt wieder da ist und es jetzt endlich weitergeht; auch wenn ich nicht jeden Tag schreiben werde. Vielen Dank dafür!!!

Die meist gestellte Frage, ob es uns gut geht, kann ich nur bejaen. Uns geht es prächtig!! Ich versuche mal, dort anzuknüpfen, wo mich vor fast 2 Monaten die Muse verlassen hat.

Als wir in unserem geliebten Roche ankamen, sahen wir gleich, dass ein neues Schild aufgestellt worden war, auf dem es hieß, dass alle Wohnmobile abgeschleppt werden würden. Wir waren richtig frustriert, ist doch Roche unsere zweite Heimat. Wir parkten trotzdem erst eimal und verschafften uns einen Überblick. Tatsächlich sahen wir ein einziges Mobil auf der riesigen Fläche.

Supi, wir konnten wieder auf unserem Lieblings-Stellplatz am Strand stehen! „In der Woche“: Platz satt !!

Kurze Zeit später, stellten wir fest, dass es das von Jan war. Ein Pole, der allerdings über 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und nun Rentner war. Jan hatten wir schon letztes Jahr kennen gelernt und nun wurde er erst einmal interviewt. Er stünde hier nun schon 3 Wochen, teilte er uns mit und ja, die Polizei wollte ihn am Anfang wegschicken, aber nachdem er sie davon in Kenntniss gesetzt hatte, dass die Saison doch jetzt vorbei wäre und er wirklich nicht stören würde, durfte er bleiben. Das wollten wir hören und stellten uns sogleich neben ihn. Um es vorweg zu nehmen, die Polizei kam, genau wie im letzten Jahr fast jeden Tag , sah nach dem Rechten und verschwand wieder und so nach und nach gesellten sie auch andere Wohnmobile zu uns.

Ist dieser Blick und das Wetter nicht ein Traum??? Nur 10 m entfernt von unserem Saloon fotografiert.

Da wir diseses Jahr schon Ende September in Roche ankamen, waren sogar noch ein paar Strandbars (chiringuitos) aufgebaut und in Betrieb. Teilweise waren die Strände auch noch sehr gut besucht und die umliegenden Hotels ausgebucht.

Gleich am zweiten Tag lernten wir Miguel aus Nordspanien kennen. Dieser wollte so gerne einmal unseren Saloon von innen sehen. Natürlich durfte er das und weil ich gerade Erbsensuppe gekocht hatte, luden wir ihn kurzerhsand dazu ein. Am Abend dann revangierte er sich und wir aßen gemeinsam Honigmelone mit dem unglaublich leckeren iberischen Schinken.

An Miguel konnten wir dann endlich einmal unsere Spanischkenntnisse anwenden und waren positiv überrascht, wieviel wir mitlerweile schon verstehen konnten. Miguel blieb noch eine ganze Woche und dazu gesellten sich Manuela und Thorsten. Diese beiden waren ein super lustiges Pärchen aus Deutschland, die nach Spanien geflogen waren und sich hier ein uraltes Wohnmobil geliehen hatten, womit sie nun durch Spanien gondelten. Auch sie liebten Roche, blieben länger als geplant und kamen am Ende ihres Urlaubes sogar nocheinmal zurück. Jan, Miguel, Thorsten, Manuela , Bernd und ich wurden eine richtige Clique und verbrachten so manchen schönen Abend miteinander.

„Action-Foto“ mit Manuela und Jan 🙂
Auch ein „spanischer Schönling“ (Junge) gesellte sich zeitweise zu uns, bevor er mit seinen amigos surfen ging. Alle unsere „Mädels“ (Frauen) waren hin und weg! 🙂 … und er konnte sogar noch etwas Gitarre spielen & singen 🙂

Dann lernten wir noch ein frisch verheiratetes junges Pärchen kenn, welches seine Flitterwochen in einem nahe gelegenes Hotel verbrachte verbrachte und es bei und mit uns viel schöner fand. Auch sie wurden mit in unserer Clique aufgenommen und im nächsten Jahr wollen wir uns zur selben Zeit am selben Ort alle wiedersehen. Leute, es war toll mit euch!!!

… und so „verabschiedeten“ wir wieder jeden schönen Tag.

Miguel verließ uns als erster. Die Arbeit rief und er musste heim. Dicke Tränen kullerten über sein Gesicht, als er uns verließ. Noch heute haben wir über whats-app Kontakt. Ja, Abschiede sind immer traurig. Alle müssen irgendwann wieder los, weil die Arbeit ruft, nur wir bleiben immer übrig. Naja, es gibt weitaus Schlimmeres!! 🙂

Als alle weg waren, kam uns Sarah mit den Zwillingen am Strand in Roche besuchen. Mein Gott, waren die zwei groß geworden.

… und sofort wurde vor unserem Saloon wieder das „Spieleparadies“ aufgebaut.

Sie krabbelten mit einer sagenhaften Geschwindigkeit durch die Gegend und steckten sämtliche Kieselsteine in den Mund, lutschten den Sand ab und spuckten sie wieder aus. Sofort krabbelten sie auf uns zu. Mein Emilio zu mir und Bernd,s Tiago zu ihm. Wir konnten sie sofort auf den Arm nehmen und sie strahlten uns an. Fast könnte man meinen, sie kannten uns noch. Ach, es war sooo herrlich wieder hier zu sein.
Das Wetter war ebenfalls bombastisch und das Wasser noch richtig warm. Wie immer war schwimmen schwierig, denn die Wellen waren gewaltig. Wen kümmert,s?? In den Wellen hopsen macht auch Spaß.

Ab dem 03.10. ging es wieder ab nach ????   … El Soto

Insgesamt blieben wir 12 Tage in Roche, dann ging es nach El Soto.

Unser Lieblings-Parkplatz in El Soto

Mein Sohn David hatte sich dort mit 3 Freunden eine von den Apartamentos gebucht und natürlich wollten wir ihn unbedingt sehen und so machten wir uns auf den 35 Kilometer langen Weg zu “ Soul casas“, so heißen die Fincas nun.

„Mutter & Sohn“ wieder vereint. Und David hat natürlich seine Drohne dabei!!
Eine echt tolle „Hamburger-Freundes-Clique!“

Gebt doch einfach mal den Namen“ Soul casas in Vejer „bei google ein, dann könnt ihr sehen, wo wir uns so rumtreiben. Ihr werdet begeistert sein !!! Auch das letzte Apartement ist nun fertig

und Sarah hat einmal mehr außerordentlich guten Geschmack bewiesen. Es sieht, ebenso wie die anderen beiden einfach traumhaft aus!! Und dann erst der Garten!! Alles blühte und war wahnsinnig gewachsen. Im Paradies konnte es nicht schöner sein und wir freuten uns wieder hier zu sein.


Kurzfristig hatte sich auch Norbert, ( ein ehemaliger Arbeitskollege von Bernd) nebst seiner Frau Margret, hier eingebucht.

In der Sanddüne von Punta Paloma genießen die beiden die wohlverdiente Urlaubssonne.

Da David und auch Norbert beide Samstags ankommen würden, die einen Abends, die anderen Nachts, boten wir an für alle einzukaufen. Dankbar nahmen alle das Angebot an und schickten uns via whats up ihre Einkaufslisten. Auch wir brauchten eine Menge und als auch Sarah uns bat einige Sachen für sie mitzubringen, verbrachten wir den halben Tag bei Lidl und belagerten zum Schluss mit 2 prallgefüllten Einkaufswagen die Kasse. Anscheinend hatte ich mal einen guten Tag, denn ich meisterte diese Aufgabe ausnahmsweise einmal fast ohne getresst zu sein und war auch nicht, wie sonst, einer Ohnmacht nahe. Auch Bernd kam ohne größere Anschnauzereien davon und war mehr als happy. Zurück auf der Finca, machte ich mich sogleich ans Kochen und verbrachte etliche Stunden damit. Um es kurz zu machen…… Es war eine wunderbare Woche. Das Wetter meinte es ausnahmslos gut mit allen.

Okay, nicht im Schatten, aber trotzdem ganz schön heiß !!

Ich freute mich meinen Sohn mal wieder zu drücken und war ganz begeistertvon seinen beiden Freunden und seiner besten Freundin, die die Männer wirklich sehr gut im Griff hatte und eine Seele von Klavier war. Wie schade, dass sie schon vergeben ist!! Auch mit Norbert und Magret war es prima.

Wir hatten soooooviel Spaß zusammen! Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder in der Sonne Spaniens.

Die beiden waren ganz begeistert von der Finca und machten tagsüber jede Menge Ausflüge. Abends aßen wir immer gemeinsam und hatten wirklich immer viel Spaß. Viel zu schnell war die Woche um und es hieß Abschied nehmen. Oh mann, wie ich so etwas hasse!!!! 

In unserer „Freizeit“ haben auch wir dann einen Ausflug ins wunderschöne Vejer de la Frontera gemacht.

Mittlerweile sind wir noch immer hier, haben offiziell die Stelle des Gärtners übernommen und gemeinsam mit Alex alles zurück geschnitten, was es zum Zurückschneiden gab. Das war eine Menge Arbeit, aber wichtig, da sonst irgendwann das Paradies hier zuwuchern würde. Ach ja, so ganz ohne Arbeit ist es irgendwie auch scheiße und ich liebe dieses Feierabendgefühl!!!!!

Nicht nur süss und hübsch, sondern auch noch: ALMOST PERFECT !!?

Außerdem ist es so schön, wenn man sieht, was man geschafft hat. Bernd geht es ebenso. Wir sind eben nach wie vor so richtig typisch deutsch.

In der prallen Sonne die Pool-Umrandung streichen!! Wow, das hat Spass gemacht 🙂

„Wir haben fertig“!!!! … und mit Ines „natürlich“ in Vossen`s Rekordzeit 🙂
Auch Gwen und ihre Freundin haben sich als tolle Künstlerinnen an das Gerätehäuschen ran gemacht!!

Da zwischenzeitlich Alex, Sarah und die Kinder für 10 Tage in Deutschland waren, wir zugesagt hatten, dass wir uns in dieser Zeit um die Finca, Hunde, Katzen, Hühner und Gäste kümmern, lohnte es sich nicht für uns großartig weg zu fahren. Als die drei dann wiederkamen, lohnte es sich dann auch nicht, weil 4 Tage später ging es für uns dann für 10 Tage nach Gran Canaria. Davon erzähle ich euch aber beim nächsten Mal. Großes Indianereherenwort!!! Bis dahin, machts gut und bleibt gesund!

Hier noch ein paar lustige Fotos … einfach so!

Zwei Strahlemänner: Alex & Tiago
Emilio nimmt derweil im Hunde-Wasser-Trog platz und öffnet dabei den Wasserhahn.

 

Das 1. Bobby-Car – Rennen; echt cool „men“
Und plötzlich gab es auf der Finca Besuch von einer Schildkröte ….
… und einer prächtigen Gottesanbeterin.

xx

Womo

Bei Freunden in Galicien und weiter durch die Extremadura

Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuss getrennt auf den Weg zu Andys Eltern. Ich bekam das i-phone mit, damit ich mich nicht verlief und Bernd startete eine Stunde später. Mein Gott, ich wusste ja vom letzten Jahr, dass die 4 Kilometer zu dem Haus in den Bergen steil sein würden……. aber das es sooo steil war und das über die fast gesammte Strecke, hatte ich wohl verdrängt. Wie schön, dass ich „mein“ Tempo gehen konnte.

Hoch in den Bergen …

Trotzdem rann mir der Schweiß in Bächen über mein Gesicht und es brannte in meinen Augen wie Hulle. Kurz vor der ersten richtigen Anhöhe hupte es hinter mir. Es waren Andy und Armin, die gerade vom Einkaufen kamen. Wir fielen uns erst einmal zur Begrüßung um den Hals. Die Freude war riesig und tapfer schlug ich das Angebot der beiden aus, mich mit dem Auto hoch fahren zu lassen. Unterwegs bereute ich es ein ums andere Mal. Als ich jedoch endlich oben ankam war ich mächtig stolz auf mich, auch wenn ich keinen trockenen Faden mehr am Leib hatte. Heute war es wirklich mächtig warm und sonnig. Draußen vorm Haus kam mir schon Georg entgegen. Der war gerade unterwegs zum Haus gegenüber, wo seine 95 jährige Mutter lebt, um nach dem Rechten zu sehen. Schon seit ein paar Jahren konnte sie das Haus nicht mehr verlassen und wird aufopferungsvoll von Georg gepflegt und bekocht. Auch wir umarmten uns herzlich und tauschten sofort ein paar Neuigkeiten aus. Dann ging es ins Haus. Dort warteten schon Armin und Andy und wurden noch einmal umarmt. Nun war Conny dran (Andys Mutter und Georgs Frau). Conny war leider seit geraumer Zeit krank und lag im Bett. Seit dem letzten Jahr hatte sie fürchterlich abgenommen und keine Kraft mehr aufzustehen. Trotzdem war sie super drauf. Ich setzte mich auf einen Hocker zu ihr und wir ließen das letzte Jahr Revue passieren. Conny hatte zwar immer mächtig Appetit, aber sie litt unter unglaublichen Geschmacksirritationen, die bewirkten, dass nichts schmeckte, wie sie es aus der Erinnerung kannte. Zudem konnte sie nicht viel bei sich behalten. Schmerzen hatte sie aber “ Gott sei Dank“ nur selten und ihre unglaubliche Lache, die identisch mit Andys ist, hatte sie noch immer. Auch ist sie immer mitten im Geschehen, da die Schlafzimmertür ständig offen steht und dieses ans Wohnzimmer mit der offenen Küche grenzt. So kann sie sich in jede Unterhaltung mit einbringen und ihr entgeht nichts.
Momentan wohnt auch Jens ( Georgs Sohn) bei den beiden. Er ist tatsächlich mit dem Fahrrad von Deutschland bis hierher gefahren, um seinen Vater etwas zu helfen.

Jens, Armin und Andy … best friends on the road !

Der hat aus besagten  Gründen alle Hände voll zu tun und darum wollen auch  Bernd und ich uns etwas nützlich machen und helfen.

Am nächsten Tag wanderte ich mit meiner Spezialfensterputzausrüstung wieder den Berg hoch und putze oben alle Fenster. Natürlich wird auch Staub gewischt, gewienert und geschrubbt. Herrlich!!! Erwähnte ich schon, dass ich gerne putze??? Bernd machte sich derweil im Garten zu schaffen und dank einer elektrischen Motorsense, bekam er diesen auch ganz gut in den Griff. Jens half ihm. Zur Belohnung gab es dann ein hervorragendes Gulasch. Andy hatte es gestern in stundenlanger Arbeit in seinem Wohnmobil (den Dicken) gezaubert und Armin hatte dazu total leckere Spätzle von Hand gemacht. Wir hauten mächtig rein und pappsatt und zufrieden wanderten Bernd und ich gemeinsam den Berg wieder hinunter.
Mittlerweile waren wir auch mit unserem Stellplatz sehr zufrieden, denn nach dem Wochenende konnten wir in die erste Reihe vorrücken. Dort war der Boden gerader und Bernd konnte mit den Hubstützen und ein paar Steinen unter den Hinterrädern unseren Saloon nun waagerecht ausrichten.

Damit funktionierte dann auf einem Mal auch unser Absorber-Kühlschrank wieder ordentlich.
Wir waren schon drauf und dran gewesen zu Armin und Andy auf den Campingplatz umzusiedeln.

Hier auf dem schönen Campingplatz stehen Andy & Armin it ihrem amerikanischen „Dicken“ (mehr als 12 m lang)

Der war wirklich schön und mit 12 Euro auch sehr günstig, aber 2 Nächte zuvor, war dort oben ein Brand und am Tag der Besichtigung roch es schon wieder nach Feuer. Das war uns zu gefährlich. Auch konnten wir von dort aus nicht die Delfine sehen, die , genau wie im Jahr zuvor in großen Mengen, dicht am Strand herumschwammen.

Langeweile habe ich nie !!! Hier demontiere ich einige blues-harps, um sie zu reinigen und damit wieder alle Töne erklingen. Fummelarbeit,  geht nur mit guter Lesebrille!

Am vierten Tag hatte ich eine Blase am Fuß und konnte ab dato nicht mehr wandern. Auch meine Orthesen drückten wie blöde und so war nichts zu machen. Das Wetter war nun auch schlechter geworden. Kalt und nebelig und zwischendurch nieselte es sogar.

Nebel, Nebel !!! „The fog, Nebel des Grauens“

Zeit unsere Zelte hier abzubrechen. Jens, Armin und Andy kamen noch zum Abschied hinunter zu uns und mit dem Versprechen uns bald in Andalusien wieder zu treffen, ging alsbald die Fahrt für uns weiter. Andy und Armin, es war toll mit euch, aber viel zu kurz! Grüßt nochmal Georg, Conny und Jens ganz herzlichst von uns. Wir haben uns wieder superwohl bei ihnen gefühlt!!

Wir fuhren immer der Sonne entgegen und stoppten nach 400 Kilometern in der Stadt Allariz. Wir hatten Glück und fanden einen Schlafplatz an dem Fluß, der sich um den Ort schlängelte.

Der Ort selber war sehr hübsch und von den Spuren der Römer geprägt. Wir gönnten uns ein paar Tapas und schliefen anschließend ganz wunderbar.

21.09.2019  Salamanca

Am nächsten Morgen führte uns die Fahrt weiter durchs Land nach  Salamanca.

Und schon wieder Nebel , hier in ca. 1200 m üNN.

Diese Stadt wollten wir unbedingt sehen und hatten Glück, dass auf dem Parkplatz unter der großen Brücke noch ein Plätzchen für uns frei war.

Der Blick von der Brücke auf das Dach unseres Hauses.

Von hier aus, waren es nur 15 Minuten Fußmarsch in die historische Altstadt. Schon von weitem konnten wir die 2 imposanten Kirchen sehen, die zwar aus verschiedenen Jahrhunderten stammten, aber nun vereint waren und gut zueinander passten. Alles war unglaublich groß und alt. Besonders gefallen hat mir die Universität. Es ist eine der ältesten Spaniens und wirklich imponierend. Ein Gebäude war älter als das andere und die Jahrhunderte schmolzen zu einem Nichts zusammen.

Imposant, diese riesige Menge an Handarbeit.

Angekommen an der Plaza Major, die beeindruckentste die ich je gesehen hatte, versammelten sich gerade hunderte von Menschen.

Aus der Seitenstraße kamen nun 20 Personen, die Trauben von grünen Luftballons bei sich hatten und verteilten.

I have a green baloon !!! 🙂

Wir verstanden zwar nicht worum es ging, nahmen aber auch einen. Nun gingen Leute mit einer Spendenbüchse umher und auch wir spendeten bereitwillig. Die nette Dame erklärte uns dann auf Nachfrage seitens Bernd, dass es um den Kampf gegen Alzheimer ging. Wir hatten uns schon gedacht, dass es nichts mit Umwelt zu tun haben konnte, denn wie der Wind stand, würden die zighunderte von Ballons irgendwann im Meer landen. Genau um 19 Uhr ließen alle Leute ihre Ballons los und es war ein irres Bild, als sie davonschwebten.

Eine nette Darbietung von diesen jungen Damen.
Über das „Bild“ dieser quitschenden Blaskapelle konnte ich mich echt kaputt lachen. Sorry !! 🙂 🙂

Wir erkundeten dann noch den Rest der Stadt und gönnten uns ein Stück sehr teuren Kuchen. Dann ging es heimwärts zum „Saloon“.

Auch diese Brücke stammt noch von den Römern. Wo sind „die“ eigentlich nicht gewesen ??

22.09.2019  Rio Tajo

Am nächsten Morgen regnete es leicht und wir machten das wir loskamen. Zuvor mussten wir aber noch tanken. Im Internet hatte ich eine Tankstelle gefunden, wo der Liter Diesel nur 1,12 Euro kosten sollte. Diese war nur 3 Kilometer von uns entfernt und wir fanden sie auf Anhieb. Leider konnte man nur via Kartenzahlung tanken und Bernd und ich sind scheinbar zu doof für so etwas. Wir versuchten es an die 5 Male, aber es funktionierte nicht. Aus der Scheiß-Zapfsäule kam kein einziger Tropfen. Ein freundlicher Spanier hatte Mitleid und bot uns seine Hilfe an. Er erklärte uns, dass wir auf dem Zahlenfeld die Literanzahl eingeben mussten und nicht wie wir die PIN unserer Mastercard. Das konnte ja nicht funktionieren. Wir machten es jetzt genauso, wie der Spanier es anordnete, aber anscheinend hatten wir den Pin zu oft eingegeben. Weder die eine, noch die andere Karte funktionierte und frustriert brachen wir ab und fuhren zur nächsten Tanke, wo es einen Tankwart gab und der Liter 1,20 Euro kostete. Wir fuhren dann solange bis das Wetter besser wurde und fanden einen schönen surrealen Platz an einem stillgelegten Bahnhof beim Rio Tajo.

Ein alter Hochwasserbehälter … das Wasser haben wahrscheinlich früher die Dampflokomotiven für ihre Kühlung aufgenommen.

Dort waren wir ganz alleine und freuten uns endlich einmal wieder sommerliche Temperaturen zu haben. Erst mal raus aus den Winterklamotten und scrabblen. Bernd machte dann noch eine Wanderung. Meine Füße fühlten sich dazu aber noch immer nicht in der Lage und so sonnte ich mich. Abends übte Bernd ein neues Lied auf seiner Gitarre und ich sah fern.

23.09.2019

Gleich nach dem Frühstück ging es weiter. Unterwegs wurde es immer wärmer und als wir die Grenze zu Andalusien passierten, hatten wir satte 32 Grad. Unser Auto, welches sich zuvor über die Berge der Extremadura gequält hatte, meisterte auch die andalusischen Berge mit Bravour. Um Sevilla herum wurde es ziemlich voll auf der Autobahn. Wo wir zuvor fast die ganze Zeit alleine waren, gab es hier ein mächtiges Verkehrsaufkommen und Bernd musste tüchtig aufpassen. Von hier aus waren es jetzt nur noch ca. 150 Kilometer bis Roche und dahin zu kommen, konnten wir es gar nicht abwarten, ist es doch am Atlantik unser allerliebster Platz. Hoffentlich ist dort alles wie zuvor und wir dürfen dort wieder stehen. Die Befürchtung hatten wir auch im letzten Jahr. Damals war sie grundlos gewesen. Hoffentlich auch heute………

Womo

Ab durch Frankreich und endlich wieder in Spanien – 08.09.2019

Tja Leute, entgegen allen Ankündigungen sind wir nun doch wieder in Spanien gelandet. Wir hatten wirklich ernsthaft geplant über Österreich nach Italien zu fahren und von da aus dann nach Spanien, weil das nunmal unser Lieblingsland ist. Von anderen Wohnmobilisten hatten wir aber gehört, dass man als „Durchreisende im Sommer“ in Österreich die Maut-Autobahn nicht verlassen und keine Landstraßen fahren darf, dazu hatten wir keine Lust ?! (und ich hatte „dieses Jahr“ keine Lust extra die blöde Go-Box zu besorgen, etc. um durch Österreich zu fahren)  Auch wird man dort auf den Autobahnen angeblich gewogen, was fatal wäre, weil wir natürlich ordentlich überladen sind. Nachdem mein Vater auf ARTE einen großen Bericht über Italien gesehen hatte, aus dem hervor ging, dass die Italiener radioaktiven Müll in die Meere kippen, ersparten wir uns auch das und so landeten wir mal wieder in Spanien.

Darüber war ich überhaupt nicht böse, denn ich liebe dieses Land und die Leute. Außerdem haben wir hier mittlerweile viele Freunde, die wiederzusehen wir es kaum abwarten können. Und der dritte gute Grund ist, dass mein Sohn David nebst ein paar Freunden  im Oktober eine Finca bei Sarah angemietet hat. Eine gute Gelegenheit ihn wiederzusehen, denn das ist in Deutschland etwas zu kurz gekommen. Und last not least, wollen wir natürlich unsere Zwillinge wiedersehen, die mittlerweile schon alleine stehen können und uns bestimmt nicht wiedererkennen.

Unsere „schnelle“ Fahrt durch Frankreich

Durch Frankreich sind wir nur so durchgerauscht. Bernd ist super gefahren (3 Tage a`ca. 500 km und je ca. 6-7 h).
In einem kleinen Dorf im Baskenland haben wir am Straßenrand übernachtet und in einem kleinen Gasthof etwas gegessen. Die Leute dort konnten wir überhaupt nicht verstehen, weil alle ausnahmslos baskisch gesprochen haben und das keinerlei Ähnlichkeit mit spanisch hat. Auch war es dort ziemlich kühl. Bernd und ich haben aber trotzdem nach dem Essen draußen vor dem Gasthof gescrabblet. Nachts hat es dann sogar geregnet und wir machten uns schleunigst ans Weiterfahren. Wir schafften an die 500 Kilometer. Via App hatte ich einen guten kostenlosen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung gefunden, zu dem ich Bernd am späten Nachmittag navigierte.

Die Stellplätze in FR sind echt toll, da es hier fast immer auch eine Ver- und Entsorgung gibt.
Unseren Saloon „über“ die Mauer geparkt!! Wir sind in der Regel einfach die „Längsten“.

Außer uns stand dort nur noch ein Wohnmobil aus England. Die beiden Bewohner saßen draußen auf den Picknickbänken und Bernd leistete ihnen sofort Gesellschaft. Ich machte derweil Spaghetti Bolognaise. Nach dem Essen machten wir noch einen schönen Spaziergang. Nach der ganzen Sitzerei tat das wirklich gut.
Am nächsten Morgen reinigten wir gleich nach dem Frühstück unseren Fäkalien- und Abwassertank. Das wurde nötig mal wieder Zeit. Danach ging es wieder auf die Straße. Ohne Pause fuhr Bernd 6 Stunden durch. Dann hatten wir beide keine Lust mehr und nahmen den erstbesten Stellplatz, der sich uns bot. Welch eine Überraschung!! Es war zufälligerweise genau der Platz, wo wir im letzten Jahr ebenfalls gestanden hatten und zwar, weil er so schön war, gleich 2 Tage. Hier gab es kostenlos Wasser und Entsorgung und so duschten wir erst einmal ausgibig.

Mein altes „Musiker-Waschbrett“ muss mal wieder herhalten für die Handwäsche 🙂

Das Wetter war warm genug, so dass wir noch 2 Stündchen draußen sitzen konnten.

Über San Sebastian nach Spanien und ab zu den Stieren nach Pamplona

Am nächsten Morgen ging es dann aber weiter. Irgendwie hatten wir uns irgendwann einmal in einer Baustelle verfahren und landeten dann zufällig auf dieAutovia Richtung Pamplona. Eigentlich lag diese tolle Stadt gar nicht auf unserer Route.
Diese Stadt, bekannt dadurch, dass einmal im Jahr jede Menge Stiere durch die Stadt rennen, vor denen wagemutige Männer (vielleicht auch Frauen ?!) davonrennen, wollte ich immer schon einmal kennenlernen. Nur schade dachte ich mir, dass heute Sonntag war, denn dann ist hier sicher nichts los. Falsch gedacht, denn als wir nach gut 2 Kilometern Fußmarsch in der Altstadt eintrafen, wimmelte es nur so von Menschen.

Zufällig fand hier gerade ein Mittelaltermarkt statt. In sämtliche Strassen der historischen Altstadt, hatten Händler ihre Buden aufgebaut und es gab ja sooo viel zu sehen und zu staunen. Besonders toll fand ich einen Mann, der aus einem Klumpen Ton tolle Gefäße für die Kinder formte.

Diese durften mitmachen, wobei sie ebenfalls ihre kleinen Hände an den Tonklumpen legen durften und wie durch Zauberhand entstand dann eine Vase, eine Schüssel oder ein Becher, während sich die Töpferscheibe unermüdlich drehte. Zum Schluss durften die Kinder ihr jeweiliges Geformte mitnehmen und zuhause in den Ofen stellen. . Überhaupt wurde hier viel für die Kinder geboten. So gab es eine ganze Strasse voller Sachen, mit denen die Kinder umsonst spielen durften. Auch gab es kleine Pferdchen, auf denen sich die Kinder durch rythmische Bewegungunen fortbewegen konnten und sich so Rennen lieferten.

Es gab ein klitzekleines Holzriesenrad, dass noch per Hand gedreht wurde und jede Menge Gaukler und Hofnarren.

So niedlich! Diese kleinen Gondeln mit den kleinen Stöpkes!
Die Beiden waren schon ziemlich angsteinflössend!!
Ines auf dem Weg zum Scheiterhaufen !!! Aber ich konnte sie zum Glück wieder befreien 🙂

Beeindruckend war eine junge Frau, die sich permanent und ausschließlich auf einem großen Ball fortbewegte und dort auch noch Kunststückchen machte.

Mit ihr im Gefolge ein Jongleur und ein dubios aussehender Mann, der mit einem merkwürdigem Dreirad durch die Gegend fuhr und für allerhand Spass sorgte. Auch eine kleine Musikkapelle hatten sie dabei. Man wurde wirklich in eine andere Welt katapultiert und des öfteren bekam ich vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Wie gut, dass wir uns verfahren hatten!!

Auf diesem Platz am Fusse der Altstadt werden die Stiere wohl „geparkt“, bevor die wilde Jagd durch die Gassen von Pamplona beginnt.

Irgendwann bekamen wir Hunger und weil der Tag so schön war, wollten wir heute mal nicht kochen, sondern irgendwo in den zahlreichen Restaurants eine Kleinigkeit essen. Da wir uns anfangs nicht einig werden konnten und Bernd schon richtig schlechte Laune hatte, das hat er immer, wenn er Hunger bekommt (und ich hatte keinen Snickers dabei) landeten wir letztendlich bei Mr. WOK. Ein riesiges chinesisches Restaurant, wo es Büffet gab. Also, all you can eat. Das war echt lecker und ließ keine Wünsche offen.

Der Laden war sehr gut besucht und es gab Gäste, die wie wir anhand der Schalen sehen konnten, an die 20 Langusten verzehrt hatten. Na, wenn das mal leinen Eiweißschock gibt. Nachdem wir pappsatt waren, ich mir zum Abschluss sogar 2 Eis gegönnt hatte, liefen wir gemächlich zurück zu unserem Saloon und fuhren weiter.

Da es schon 16 Uhr war, kamen wir natürlich nicht mehr so besonders weit, fanden aber einen echt tollen Platz bei einer kleinen Kapelle, mitten in der Natur. Hier wollten wir 2 Tage pausieren.

Einsam und wunderschön! Wir lieben die endlosen Weiten Spaniens.

Bernd hatte vom langen Sitzen nämlich schon Popo-Schmerzen und wir sind ja auch nicht auf der Flucht.  Hier war es herrlich und der Platz lud wirklich zum Verweilen ein, aber auch zum Wandern, was wir am nächsten Tag taten. Zuerst war es mehr eine Klettertour, die ich dank Bernds, immer wieder helfender Hand, aber gut meisterte.

Über diese 100m tiefe Schlucht für nur diese schmale, geländerlose alte Brücke!!

Über uns kreisten die Geier und Adler und zwar so tief, wie wir es nie vorher erlebt hatten.

Das Wetter war zwar etwas diesig, aber doch sonnig und auch warm genug, um anständig ins Schwitzen zu geraten. Nun hatte die Kletterpartie ein Ende und wir kamen zu einem breiten geteerten Weg. Schilder wiesen uns darauf hin, dass es nicht befugten Personen untersagt war, diesen zu betreten. Wir kümmerten uns nicht darum, zumal vor uns ebenfalls ein Pärchen, diesen gegangen war. Nun kamen wir an eine große Staumauer, hinter dem wir natürlich einen großen See vermuteten.

Sehen konnten wir ihn aber nicht. Der Weg war nun zuende, dafür gab es aber jede Menge Stufen, die zu betreten auch verboten war. Ich hasse Stufen, wollte aber wissen, wie der See aussah. Also schleppte ich meine Kilos eine Stufe nach der anderen hoch und zählte in Gedanken mit.

Zum Lautzählen reichte die Pust nicht, aber ohne Pause erreicht ich nach 189 Stufen das Ende dieser gigantischen Treppe. Kurz vorm Ende stellte Bernd fest, dass es hier dank der Staumauer, ein  dreifaches Echo gab. Natürlich wurde das ausgiebig getestet. Endlich waren wir oben und wurden mit einer sagenhaften Aussicht auf den Stausee belohnt. Wir gingen dann noch etwas weiter, pflückten leckere Brombeeren und machten eine lange Pause, bevor es wieder an den Rückweg ging.

Mittlerweile war es so richtig sonnig geworden und zurück beim Saloon, bemerkte ich mehrere Leute mit leeren Wassergallonen. Irgendwo musste hier dann wohl eine Quelle sein, dachte ich mir und machte mich sogleich auf den Weg. Und richtig, gleich nach der kleinen Kapelle hörte ich es plätschern. Wie in einer großen Badewanne hatte sich das Wasser gesammelt und sprudelte in einem großen Schwall über die Kante des Beckens.

Das Wasser war glasklar und eiskalt. Das ließ mich aber nicht davon abalten dort ein Bad zu nehmen. Ich hielt exakt 4 Sekunden durch. Brrr, war das eisig, aber herrlich erfrischend!! Wenn ich die Temperatur schätzen sollte, würde ich sagen maximal 12 Grad. Ich nahm noch eine Gießkanne Wasser mit und ging zurück zu Bernd, der unser Wohnmobil von außen wienerte und schon großen Hunger hatte. Schnell machte ich uns ein paar leckere Pfannekuchen. Mit dem Brunnenwasser wusch ich später alles ab.

Am nächsten Morgen war die Temperatur tatsächlich auf ca. 9 Grad gefallen.

…und plötzlich winterliche Temperaturen für 1 Tag. Ja, so ist es in den Bergen manchmal; wir sind schließlich auf ca. 1.300 m Höhe.

Zu allem Überfluss regnete es auch noch.

Da es hier heute weder wärmer noch trockener werden sollte, beschlossen wir doch schon weiterzufahren. Bernd, der Warmduscher duschte im Wohnmobil mit heißem Wasser. Ich badete noch einmal in dem saukalten Brunnen. Danach war ich hellwach und es dauerte ca. 5 Stunden, bis ich wieder warme Füsse bekam.

Wir fuhren weiter und fast während der gesammten Fahrt machte ich unseren Saloon pikobello sauber. Danach begann ich Blog zu schreiben. Wir werden jetzt noch ca. 20 Kilometer fahren und bei einem Bergsee bei Ponferrada halt machen, wo Bernd mit Hilfe der Park-4-night-app einen anscheinend tollen Übernachtungsplatz gefunden hat. Mittlerweile haben wir 18 Grad und Sonnenschein mit einigen Schönwetterwolken. Donnerstag fahren wir vorraussichtlich bis Luga.

Euch liebe Leser wünschen wir einen tollen Tag!

10.09.2019 Congosto bei Ponferrada

Der Platz war wirklich ein Traum, aber wenn in der App gestanden hätte, wie hoch er liegt und wie steil die schmale Straße war, die dorthin führte, wäre Bernd nie im Leben dort hingefahren. An die 3 Kilometer ging es nur serpentinenmäßig bergauf und die Steigung war echt enorm. Wendemöglichkeiten gab es keine und so blieb nur eins. Gasgeben, Gasgeben und nocheinmal Gasgeben!!!

Dieses Bild entstand zwar bei der „morgigen“ Mountainbike-Tour, aber es zeigt gut, welche ordentliche Steigung die Strasse über ca. 3 km zu unserem Stellplatz hat.

Wenn jetzt von vorne ein Auto gekommen wäre und wir in eine der Nothaltebuchten hätten halten müssen, wären wir niemals wieder in Fahrt gekommen. Teilweise betrug die Steigung satte 12 Prozent und das ist für unseren Saloon Höchststrafe. Wie so oft war das Glück mit uns und Gegenverkehr blieb aus. Bernd verlagerte sein ganzes Gewicht in seinen rechten Fuß und trat fast den Boden durch. Wir schwitzen Blut und Wasser. Unser heißgeliebtes Wohnmobil ließ uns aber nicht im Stich und wohlbehalten, wenn auch mit Herzrythmusstörungen, kamen wir zu dem ausgewiesenen Platz, der immerhin 1200m hoch lag. Hier gab es nur ein Hotel, eine Kirche und einen Parkplatz. Hinter der Kirche war eine  ca. 2000 qm2 große Wiese, die mit einer hohen Mauer umsäumt war. Das sollte unser Platz sein, denn hier war es augenblicklich mehr als windig und die Mauer bot den idealen Schutz.

Und wie schön!! Ein Baum. der Schatten spendet … ideal für meine Siesta.
Ein Blick vom Dorf Congosto auf das Hotel und auf die Kirche, welche sich auf dem Gipfel befinden, wo auch unser Saloon steht.

Verbotsschilder gab es keine und so fuhren wir durch das Tor und suchten uns den allerbesten Platz.  Bernd hatte ein richtig gutes Händchen gehabt, denn hier war es unglaublich idyllisch und extrem ruhig. Was für eine Wohltat, nach dem Krach im Wohnmobil. Erwähnte ich schon, dass wir immer mit Ohrenstöpsel fahren?? Unser Saloon ist nämlich wirklich irre laut. Um so schöner war jetzt die absolute Ruhe.

11.09.2019

Ich wachte früh auf und stellte sofort fest, dass der mächtige Wind von gestern komplett verschwunden war. Ein Blick auf die Wetterapp sagte mir, dass wir 24 Grad bei strahlendem Sonnenschein bekommen sollten und ich beschloss für mich wandern zu gehen. Gleich nach dem Frühstück ging es los. Ich schnallte meine Stelzen um und machte mich schon mal auf den Weg. Bernd hatte noch sein großes Geschäft zu verrichten und musste dann noch den Saloon sichern. Kurz gesagt, er folgte mir 15 Minuten später. Wir hatten beschlossen weiter hoch zu gehen um so den nächsten Berg zu erklimmen. Da es zwischendurch immer mal wieder Abzweigungen gab, malte ich mit einem Stock Pfeile auf den Weg. So konnte Bernd mich besser finden. Das war wichtig, denn wer mich kennt, weiß ja, wie ausgesprochen schlecht mein Orientierungssinn ist. Ich würde niemals zurück zum Wohnmobil finden, soviel war klar. Nachdem ich ca. 25 Minuten unterwegs war und es noch immer keine Spur von Bernd gab, wurde es mir langsam mulmig und ich fing an zu rufen. Ganz leise hörte ich eine Antwort und beschloss daraufhin zu warten. Wie erstaunt war ich, als er schon kurze Zeit später um die Ecke kam. Gemeinsam bewunderten wir die tolle Aussicht auf die wunderschöne Natur und das riesige Wasserreservoir, welches sich wie gemalt durch die Landschaft schlingerte.

Der Weg führte uns höher und höher und plötzlich standen vor uns Picknicktische mit dazugehörigen Bänken. Von hier aus war die Aussicht noch grandioser und wir legten eine Trinkpause ein. Danach wurde es unwegsamer und zum Teil wieder ziemlich steil. Wie gut, dass an den Seiten Geländer angebracht waren. Dort jagte ich mir zwar einen Splitter in die Hand, aber was soll´s??? Im Unterholz fand Bernd dicke Äste, die innen hohl waren. Die nahmen wir auf dem Rückweg mit, denn wie wir in Pamplona gesehen hatten, konnte man sie toll bepflanzen. Ein toller Zeitvertreib für eventuelle stürmische Tage.

Hier ein Foto von einer bereits „entschälten“ Korkeiche. Dünnere Äste, welche auf den Boden fallen werden wohl liegen gelassen und vertrocknen von innen, so dass dann fast nur die Rinde als Hohlraum (wi ein Rohr) übrig bleibt. Und daraus wollen wir dann auch Blumengeschenke für Freunde basteln.

Als wir den höchsten Punkt erklommen hatten, machten wir kehrt. Man soll es ja nicht übertreiben und meine Schuhe fingen auch schon leicht an zu drücken. Der Rückweg gestaltete sich erheblich schneller als der Hinweg. Ging es doch nun immer nur bergab. Trotzdem war es anstrengend und wir waren froh, wieder beim Wohnmobil angekommen zu sein. Weil es hier mal wieder so schön war, beschlossen wir Lugo das nächste Mal zu besuchen und hier noch 1,5 weitere Tage zu verbringen.

Das taten wir dann auch. Ich machte am nächsten Tag alleine eine Wanderung. Sicherheitshalber die gleiche, wie am Vortag. Bernd baute sein Mountainbike zusammen und fuhr damit runter in die Stadt. Total erschöpft und mit übersäuerten Beinen kam er 2 Stunden später zurück.

Alt, älter am ältesten !!!??? In dem Dorf Congosto (und Nachbardorf) findet man so alte Gebäude mit diesen markanten Balkonen. Irgendwie fühlt man sich hier sofort um hunderte Jahre zurückversetzt.

Er war mit dem Rad dieselbe Strecke hochgefahren, wie wir 2 Tage zuvor mit dem Womo. Natürlich musste er sein Rad über weite Strecken schieben.

Wie schön, dass wir noch genug Wasser für eine kalte Dusche hatten. Der Tag hätte perfekter nicht sein können, wenn unser Kühlschrank nicht Maleschen gemacht hätte. Zufällig stellten wir nämlich fest, dass es im Gefrieschrank nur 5 Grad hatte. Wohlgemerkt Plus!!! So ein Scheiß, denn wir hatten jede Menge eingefroren und auch Speiseeis an Bord. Das konnten wir nun in die Tonne hauen. Der Kühlschrank selber hatte 15 Grad, was auch nicht gerade kühl war. Vielleicht lag es daran, dass das Auto etwas schief stand?!  Also parkte Bernd um, fuhr die Hunstützen mit untergelgten Felssteinen maximal aus, um möglichst in Waage zu stehen. Doch auch nach 3 Stunden wurde das verfluchte Ding nicht kühler. Wieso muss soetwas immer passieren, wenn er randvoll ist??? Nun langte es mir und die gute alte Kühlbox, die meine Mutter uns geschenkt hatte wurde aktiviert. Im Nu war sie kalt und die Sachen wurden umgepackt. Zwar passte nicht alles hinein, aber der größte Teil fand Platz. Am nächsten Tag lief dann unser Kühlschrank, als wäre nie etwas gewesen (angeblich trennt sich das Wasser-/Ammoniakgemisch des Absorberkühlschrankes nicht wiedr, wenn man mehr als 4 % Schräglage hat ). Blödes Teil!!!

13.09.2019

Heute mussten wir los, denn wir wollten unsere Freunde Armin und Andi in Galicien besuchen.Und natürlich freuten wir uns auch besonders Georg und Conny ( Andys Eltern) wiederzusehen. Im letzten Jahr hatten wir dort unglaublich tolle Tage verbracht und alle 4 waren uns so richtig ans Herz gewachsen. Da die Fahrt nur etwa 200 Kilometer betrug, machten wir noch eine kleine Wanderung.

Als wir wiederkamen kam ein nettes Pärchen angeschlendert. Sie war Spanierin, er Franzose. Die beiden wohnten in Frankreich und verbrachten 3 Wochen Urlaub hier in der Nähe. Wir unterhielten uns prächtig auf Spanisch und da der Mann so interessiert an Bernds Musik war, spielte Bernd ihm noch 3 Songs vor. Der Mann war total begeistert, aber nun mussten wir los.
Wir sattelten die Hühner und ab ging es. Mit angezogener Handbremse und Motorbremse fuhr Bernd ganz langsam den Berg hinunter. Puh, geschafft! Zuerst noch schnell ein paar Getränke in Perferrada bei Lidl geholt und ab ging die Post. Die Landschaft hier war der Traum und alles war irre grün.

Unterwegs an den atlantik nach Galicien. Leider sind noch einige Fotos von Ines auf Ihrem i-pad, welches ich gerade nicht zur Hand habe. Aber die nunmehr grüne Landschaft kann man hier auch schon erkennen.

Ich machte mit meinem neuen Tablett ( ein Geschenk von meinem Lieblingsbruder) tolle Filme und Fotos von unterwegs. Im Auto war es unglaublich heiß, denn selbst draußen hatten wir über weite Strecken 34 Grad. Kurz hinter Santiago de Compostela sahen wir dann das erste Mal das Meer. Es ist immer wieder toll und beeindruckend und wir sind jedes Mal von neuem begeistert. Nun dauerte es nur noch eine knappe Stunde und wir erreichten Xeno. Hier, hoch oben in den Bergen leben Andys Eltern. Unser erstes Ziel war die Tankstelle. Unser Tank war fast leer und Wasser hatten wir nun keinen Tropfen mehr. Alles wurde befüllt. Das dauerte geraume Zeit. Endlich waren wir fertig. Mittlerweile war es schon nach 19 Uhr. Bernd hat “ Gott sei Dank“ ein gutes Orientierungsgefühl und wusste noch haarscharf, wo wir letztes Jahr gestanden hatten. Aber was war das??? “ Unsere Wiese“, auf der wir letztes Jahr so herrlich gestanden hatten, war gesperrt und das Gras meterhoch. Und was jetzt??? Bernd fuhr weiter und kurze Zeit später fanden wir einen anderen Platz. Der war aber viel kleinerund schon von Surfern gut frequentiert. Trotzdem fanden wir ein Plätzchen. Allerdings stehen wir hier wieder sehr schief und Platz, um Stühle rauszustellen gibt es auch nicht. So richtig glücklich sind wir nicht, aber vorerst bleiben wir hier. Morgen gehts dann zu Fuß den steilen Berg hoch zu Andys Eltern. Wir freuen uns wahnsinnig.

 

 

 

Womo

August 2019 – Termine, Termine und viele tolle Begegnungen

Ja, nun ist der August fast rum und ich habe bisher kein einziges Mal Blog geschrieben, dabei haben wir Unmengen erlebt!!
Leider ist es in Deutschland aber tatsächlich so, dass wir hier kaum Internet haben (wenn überhaupt 3 G und trotzdem keine Verbindung). Jedenfalls immer dann nicht, wenn ich mal Lust zum Schreiben verspüre, was zugegebenermaßen nicht ganz so oft vorkam, denn wir waren sehr viel unterwegs und leben nur hier in Deutschland nach dem Kalende.

3 Tage Emden a la Carte und ein „Ständchen für OTTO Walkes“

Wie auch schon im letzten Jahr hat Bernd wieder 3 Tage lang von morgens bis abends bei “ Emden a la Carte“ Gitarre gespielt und ich bei dem Essenstand meiner Schwester an der Kasse gestanden und die Bestellungen aufgenommen.

Der Freitag war eine einzige Katastrophe, denn es hatte wie aus Kübeln gegossen und demzufolge war das Geschäft eher schleppend, denn die Leute wollten nicht nass werden. Ganz anders die Otto Walkes Fans am Freitag bei strömenden Regen. Diese hatten sich aufgemacht, um ein Autogramm von Otto zu ergattern und standen stundenlang Schlange vor dem Ottohus, wo er an dem Tag eine „Autogrammstunde“ gab. Die meisten hatten einen Regenschirm dabei und alle sehr viel Geduld, denn wie wir beobachten konnten, war die Schlange kilometerlang und immer neue Fans kamen hinzu. Um 19 Uhr schloss dann der Laden. Otto aber ließ seine, immer noch auf ein Autogramm wartenden, Fans nicht im Stich und arbeitete sich in strömenden Regen durch die immer noch stattliche verbliebene Menge und malte für jeden seinen Ottifanten und gab seine heißbegehrte Unterschrift. Die Security war nicht begeistert, aber Otto war der Meinung, dass wären doch alles seine Fans und die würden ihm doch nichts tun. Damit lag er absolut richtig und danach ging es für ihn und seiner Crew und Freunden zum „“Hotel Goldener Adler“, dem Hotel meiner Schwester und meines Schwagers, um abermals seinen Geburstag dort zu feiern.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo 150 geladene Gäste seinen 70zigsten Geburtstag mit ihm feierten, aßen sie dort heute aber nur im kleinen Kreis.
Nach dem Essen holte meine Schwester dann Bernd vom Emdener Marktplatz (wo er den ganzen Tag spielte) und nahm ihn mit zu Otto. Dort spielte er ihm dann ein Geburtstagsständchen. Wer Bernd kennt, weiß, dass es nicht bei einem Lied belässt und schob gleich noch zwei hinterher. Otto klatschte und sang begeistert mit. Zum Schluss nahm Bernd dann seinen Cowboyhut ab und sagte zu Otto:“ Guck mal, ich habe schon fast dieselbe Frisur wie du!“ Dabei spielte er natürlich auf seine Haarlänge an und nicht auf den kreisrunden Haarverlust mitten auf dem Kopf. Hoffe ich zumindest. Danach gab er dann Otto noch eine Autogrammkarte von sich und beeilte sich wieder auf den Marktplatz zu kommen, um dort seinen Job fortzusetzten. Oh Bernd, du leidest wirklich nicht unter mangelndem Selbbewußtsein.

Am nächsten Tag (Samstag) war das Wetter dann besser, wenn es auch zwischdurch immer mal wieder Schauer gab. Das ließ die Emder aber nicht davon abhalten, trotzdem zahlreich zu erscheinen und sich den Bauch mit den erlesensten Speisen vollzuschlagen.

Das mega-freundliche Team vom Stand: Goldener Adler … wie immer (fast) in bester Laune.

Am Sonntag dann endlich war das Wetter super und es war brechend voll. Uns konnte dies aber nichts anhaben, denn wir waren super eingespielt und keiner musste länger als 20 Sekunden auf sein Essen warten.

Mein Arbeitsplatz täglich von 11:00 – 22:00 Uhr !!!

Um 18 Uhr war dann Feierabend und schnell wurde abgebaut. Danach gingen meine Nichte, Schwester, Schwager, Bernd und ich noch etwas essen in einer Pizzaria. Da wir aber alle wirklich K.O waren, wurde der Abend nicht lang und wir gingen zeitig zu Bett.

Am nächsten Tag besuchten wir mit Elke und Rainer das Landesmuseum, wo Otto eine Ausstellung hatte. Ich war wirklich überrascht, wie toll er malen konnte und seine Bilder sind genauso lustig, wie er selbst. Auf keinen einzigen Bild fehlt der Ottifant und selbst die Namen der Bilder sind oberwitzig.

Doch Ines!! Hier hat „Heino“ den Platz vom Ottifanten eingenommen 🙂 Der Schrei !!

So heißt z.B. ein Bild mit Marilyn Monroe, bei dem ein Ottifant mit seinem Rüssel Wind unter ihrem Rock pustet, ostriesischer Fön. Falls ihr mal inEmden seid, müsst ihr dort unbedingt hingehen. Es lohnt sich wirklich. Natürlich wurden auch von anderen Künstlern Bilder ausgestellt, aber diese ließen wir Kunstbanausen links liegen und gingen stattdessen lieber Kuchen essen.
Am nächsten Tag bettelte ich meine Schwester so lange an, bis sie mir erlaubte, bei ihr zuhause die Fenster zu putzen. Erwähnte ich schonmal, dass ich putzen liebe???  Wir blieben dann noch bis Donnerstag in Emden, weil Elke uns noch zu ihrem Stammtisch eingeladen hatte, bei dem es ein  4 Gänge “ OTTO Menü“ gab.

Wow, war das lecker !!!

Dafür hatte mein Schwager extra Otto interviewt und ihn gefragt, was denn seine Leibgerichte waren. Diese, beginnend mit einer Emder Krabbensuppe, wurden dann serviert. Lecker war es und ich muss sagen, Ottos Geschmack deckt sich voll mit meinem. Bernd war auch hier wieder für die Musik engagiert und spielte zwischen den Gängen.

Für den Abend extra ne` OTTO-Capi mit Ottifanten und Engelsflügelchen „selbst gebastelt“ … wofür das Panzerband eines Wohnmobilisten alles herhalten muss!!

Mein heutiger „kleiner“ Arbeitsplatz

Erst um 1 Uhr lagen wir dann im Bett.
Am folgenden Tag nach dem Frühstück, machten wir uns dann mal wieder auf den Weg nach Westerstede, weil wir dort einen Impftermin hatten. Der Abschied von meiner Schwester fiel dann doch sehr schwer, aber schon im November werden wir uns auf Gran Canaria zu einem Familientreffen wiedersehen. Liebe Elke, lieber Rainer, es war sehr sehr schön bei euch und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!!! Bis dahin, haltet die Ohren steif!!

In Westerstede besuchten wir als erstes meine Eltern. Meiner Mutter ging es noch immer nicht so gut. Das Antibiotika hatte sie auf Anraten eines Arztes abgesetzt, weil sie es überhaupt nicht vertragen konnte. Sie war so lichtempfindlich, dass sie überall Brandblasen hatte. Besonders schlimm war es an den Händen und den Füßen, aber auch auf ihren Lippen hatten sich Blasen gebildet und es muss wirklich unglaublich schmerzhaft gewesen sein. Arme Mama!! Der nächste Arzt, war dann der Meinung, dass Antibiotika zur Heilung der Borreliose aber doch immens wichtig wäre und da sie es vom Magen so schlecht vertragen konnte, überwies er sie ins Krankenhaus nach Oldenburg. Dort sollte sie es dann intravenös bekommen. In Oldenburg angekommen, schickte man sie aber wieder nach Hause. Nun sollte sie wiederum ins Westersteder Krankenhaus. Mit gepackter Tasche kam sie dort an und bekam sofort ein Zimmer. Gemacht wurde vorerst aber nichts, denn erst musste der Arzt sie ansehen. Der Chefarzt vom letzten Mal war leider im Urlaub. Meine Mutter wartete bis 16 Uhr und als bis dahin noch immer nichts passiert war, ging sie zur Schwester und sagte, wenn nichts gemacht werde würde, würde sie gleich nach Hause gehen. Daraufhin bequemte sich dann doch ein Arzt zu ihr. Dieser besah sich ihre Brandblasen und sagte dann zu ihr, dass wenn sie seine Mutter wäre, er ihr kein Antibiotika mehr verabreichen würde. Super, oder??? Jeder Arzt sagt etwas anderes und zum Schluss weiß ein normal sterblicher Mensch überhaupt nicht mehr was richtig ist. Meine Mutter jedenfalls ging nach Hause und ich hoffe das dies die richtige Entscheidung war.

Am nächsten Tag gingen Bernd und ich zum Impfen und anschließend verabschiedeten wir uns von Bernd und Tanja. Zuvor hatte mir mein Bruder einen Wok-Kochkurs gegeben. Wir machten 3 verschiedene Gerichte und ich durfte alles mitnehmen. Auch einen WOK schenkte er mir und ich werde jetzt eine Super-Köchin werden.
Doch nun brauchte ich erstmal eine lange Zeit nicht zu kochen, denn auch meine Schwester hatte uns jede Menge Hummersuppe und Rouladen mitgegeben. Ach wie ist es schön, Geschwister mit Hotels und Restaurants zu haben!!! Danke euch, ihr seid die Besten!!!!! Wir werden euch sehr vermissen und Mama und Papa, euch auch!!!

STOP in Lingen und B&B-Country bringt das PÄNG zum Kochen.

Jetzt ging es wieder nach Lingen, wo Bernd mit Bennet, genau wie im letzten Jahr im Päng spielen sollte. Geparkt wurde gegenüber und die beiden bauten schon am Nachmittag alles auf. Gespielt wurde aber erst ab 21 Uhr. Schon gegen 19 Uhr 45 Uhr trafen unsere ersten Freunde zum Vorglühen ein. Allen voran Susanne und Gottfried, denn die beiden kamen mit dem Zug aus Osnabrück und würden bei uns schlafen. Zeitweise waren wir 12 Leute im Womo und die Stimmung war wirklich sehr ausgelassen.

… zulässiges Gesamtgewicht von 6,5 to bestimmt überschritten !! 🙂

Dabei hatten wir sie vor nicht allzu langer Zeit schon alle in Hilter, bei unserem alljährlichen Coutryfestival, gesehen und mal wieder viel Spass gehabt. Dort war dieses Mal sogar meineSchulfreundin Katrin mit dabei gewesen und schlief bei uns im Hubbett. Auch meine Nichte Janika hatte uns dort besuchte und ebenfalls bei uns geschlafen. Wie gut, dass unser Saloon so groß ist und wie klasse, dass man sich so toll auf unsere Freunde verlassen kann und alle gekommen sind.
Pünktlich um 21 Uhr gingen wir dann rüber ins PÄNG. Heute sollte auch Christian, genannt Mr. D, auf seiner Bloothhard (ne Ines: blues-harp  !!) mitspielen.

Sowas von „affengeil“ ! Christian an der blues-harp mit B&B ! Eine neue Formation am Sternenhimmel der guten Live-Music ??!

Die 3 hatten schon in Hilter stundenlang gespielt und es hörte sich kolossal  an. Das PÄNG war schon gut besucht und kurze Zeit später war es brechend voll. Eigentlich passen nur ca. 50 Personen in die kleine Kneipe, aber heute waren es mindestens 80 und der Laden krachte fast aus allen Nähten.

Frische Luft gab es nur Draussen … und dort war auch noch ein wenig Platz.

Ausnahmslos alle hatten extrem gute Laune. Bei der Musik, aber auch echt kein Wunder. Die 3 heizten den Laden so richtig ein und spielten, was das Zeug hielt. Die Stimmung war gewaltig und wurde durch den steigenden Alkoholgenuss immer ausgelassener. 28 unserer Freunde waren gekommen, darunter auch z.B. unsere alten Nachbarn vom Reiherhorst und unsere Flüchtlinge aus Syrien. Sogar Ritchie, den wir in Spanien kennengelernt hatten, war gekommen.

… und hat sich ganz lieb um Ines gekümmert (in der Zeit wo ich auf der Bühne beschäftigt war) 🙂

Ich muss schon sagen, auf unsere Freunde kann man sich echt verlassen!! Zu späterer Stunde sang dann sogar noch Paul, wie jedes Jahr, sein Lied von Garth Brooks und wie jedes Jahr war ich hin und weg.

Auch Christian ließ es sich nicht nehmen mal wieder Hey Boss, ich brauch mehr Geld zu schmettern. Das er dem Publikum, dabei immer nur seine Kehrseite presentierte, machte überhaupt nichts. Man, haben wir gelacht. Dieses Mal war es wirklich besonders schön, was bestimmt auch mit der Bloothhard ( 🙂  blues-harp)  zusammenhing. Auf jeden Fall merkte man den Jungs auf der Bühne ihren Spass an und alle ließen sich mitreißen. Es war einfach herrlich!!!  Laden voll, Gäste voll, Stimmung toll, was will man mehr??

Hier noch ein paar Fotos mehr:

Strahlemann und weltbester Drummer (Trommler) Nebenbei spielte er auch noch Flöte und Querflöte !!
Es gab lecker Chili con carne. Und dieses mal war bereits um ca. 24:00 alles ausverkauft und der „Koch“ sehr zufrieden !!
Und wer ist diese Partymaus???

Der nächste Tag war geprägt von Katerstimmung. Bernd und Bennet bauten die Musik ab und ich schleppte eine Kanne Wasser nach der anderen aus dem Päng und füllte unseren Vorrat auf.

Danach ging es für 3 Tage zum Dieksee.

Für mich hieß es erst einmal meine „Texte-Box“ reparieren, da bei dem Regen in Emden mein Monitor den Geist aufgegeben hat. Also einen „neuen Alten“ einbauen… dazu musste ich der Kiste etwas mit der Stichsäge, etc. zu Leibe rücken.
Fertig !! Passt und läuft wieder !

 

Sehr zu meiner Freude, besuchten uns sämtliche Leute, bei denen ich früher geputzt hatte. Alle brachten ihre Kinder mit und es war irre, wie groß diese in den 2 Jahren, in denen ich sie nicht gesehen hatte, geworden waren. Es war toll mit allen, aber viel zu kurz und so werden wir dieses nächstes Jahr wiederholen. Durch die Bank weg, sind das wirklich alles großartige, nette, liebe und sympathische Menschen mit tollen Kindern.

Am Mittwoch waren wir dann bei Mr. D und seiner Frau zum Grillen eingeladen. Wir staunten nicht schecht, als wir das rieige Anwesen sahen und fühlten uns total wohl.

Unter einem riesigen Baumdach saßen wir gemütlich am Lagerfeuer ! Einfach toll.
Ach ja, zu den 60 Stk. Grillfleisch gab es auch noch „etwas“ zum Trinken 🙂

 

Insgesammt waren wir zu sechst und Christian hatte 60 Stücke Fleisch eingekauft. Dazu gab es von Gozka, Christians Frau, selbstgemachte Salte und Dips. Natürlich schmeckte es hervorragend und mittlerweile habe ich mein Höchstgewicht erreicht. Da die beiden am nächsten Tag wegfahren wollten, gaben sie uns sämtliche Reste mit.
Tja, wie bitteschön soll man da sein Gewicht halten, geschweige denn abnehmen?

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Gronau;  aber davon erzähle ich Euch das nächste Mal  und ab dem 01. September geht es dann wieder gen` Süden zur nächsten Überwinterung.

23.08 – 29.08.2019    Tanzband-NORDLICHT-Treffen am Dreiländersee

Gegen Nachmittag kamen wir auf unserem allerliebsten Stellplatz in Gronau in Deutschland an und staunten nicht schlecht, wie voll es hier war.

Das Wetter war endlich einmal so richtig toll und heiß. Wir fanden ein nettes Plätzchen an einer Stromsäule, die genau wie die Nummer 4, die wir sonst immer bevorzugen, auch kaputt war und nun zum Nulltarif eine Flatrate hatte.

Wir stellten uns schon `mal quer in den Hintergrund, damit Ludwig und Alfred mit ihren Mobilen dann mit uns zusammen ein „U“ bilden konnten 🙂

Als erstes lud ich meine Fahrradakkus auf, denn auf dem Hinweg waren wir bei dem Fahrradhändler in Uelsen vorbeigefahren, bei dem wir mein e- bike vor 2 Wochen abgegeben hatten. Es war der vierte Händler, bei dem wir unser Glück versuchten, alle vorherigen, hatten das Rad für tot erklärt und zwar, ohne es auch nur ein einziges Mal anzusehen, geschweige denn anzufassen. Einer bot uns „netterweise“ an, den Motor abzubauen, dann würde es ja leichter zu fahren sein, wie er meinte, aber da hatte er die Rechnung ohne Bernd gemacht. Der machte erst einmal den Geschäftsführer rund und sah gar nicht ein, dass so ein teures Rad schon nach 3 Jahren kaputt sein sollte und hat dann mit sämtlichen Fahradhändlern der Marke MC in Norddeutschland telefoniert.
Einer (der Händler in Uelsen) hatte sich bereit erklärt, es sich zumindest einmal anzusehen und falls es an der Systemsteuerung, was wir vermuteten, liegen sollte, hätte er sogar die passende da, meinte er. Sollte es am Display oder am Motor liegen, hätte er ebenfalls Ersatzteile auf Lager. Das hörte sich nicht nur super an, sondern war es auch, wie ich nach einer längeren Probefahrt vor Ort feststellte. Mein Rad lief besser als je zuvor. Der Fachmann hatte gleich alles ausgetauscht, so dass wir letztendlich immer noch nicht genau wussten, woran es nun wirklich lag, dass der Motor manchmal ansprang, meistens aber nicht. Uns war es jetzt aber auch egal und die 280 Euro Reparaturkosten waren, sollte es jetzt auf Dauer funktionieren, echt ein Schnäppchen.

Nun ging es zur Abkühlung in den See. Ach, war das herrlich. Wir genossen unsere Zweisamkeit, denn damit war es am nächsten Tag auch schon wieder vorbei, denn Ludwig ( Bernds Bruder) und Claudia (seine Frau) stießen schon am Morgen zu uns.

Ludwig &Claudia sind gerade mit ihrem Mobil angekommen und werden nun für die richtige Position eingewiesen.

Der Frühstückstisch war schon gedeckt und die beiden hatten leckere Brötchen mitgebracht, die wir uns nun schmecken ließen. Anschleßend ging es nahtlos zum Sekt über, der bei der Hitze natürlich direkt ins Blut ging.

Am Abend wollten wir grillen, warteten aber noch auf Alfred und seine Frau Birgit. Bernd, Ludwig und Alfred hatten als Jugendliche die Tanzband Nordlicht gegründet und 12 Jahre fast jedes Wochenende zusammen auf Veranstaltungen gespielt. Zeit, diese alten Zeiten wieder aufleben zu lassen, dachten wir uns und so wurde dieses Treffen anberaumt  (eigentlich war es immer noch „die Fahrt ins Blaue, die Ludwig & ich vor nunmehr 26 Jahren Birgit & Alfred zur grünen Hochzeit geschenkt …  aber nie eingelöst hatten)  Alfred und seine Frau kamen erst gegen 20 Uhr, dafür aber mit großem Appetit und so wurde der Grill angeschmissen. Schon am Nachmittag hatten Claudia und ich Salate gemacht, die nun ebenfalls aufgetischt wurden. Kräuterbaguettes fehlten ebensowenig, wie frisches Gemüse. Kurz gesagt, wir sündigten mal wieder.

Hier kam nun auch mal meine bunte 6-Euro-LED-Lichterkette von LIdL zum Einsatz … man braucht nur ne` Aussensteckdose und Tesafilm 🙂 🙂

Es gab ja sooo viel zu erzählen und erst um 24 Uhr fielen wir in unsere Betten. Das Wetter hielt das ganze Wochenende und weil es so wunderschön war, versprachen wir uns am Sonntag beim Abschied, dieses im nächsten Jahr zu wiederholen. Ludwig und Claudia mussten schon Sonntag gegen 12 Uhr wieder zurück, die anderen beiden dann um 17 Uhr. Irgendwie Scheiße, wenn die Arbeit ruft, dachte ich so bei mir.

Gestern haben sie es erst bekommen … das neue Wohnmobil von Birgit & Alfred. Toll und allzeit gute Fahrt !!!
Ciao!!! Es war ein tolles Wochenende… bis zum nächsten Jahr.

Wir blieben noch bis Donnerstag. Da wir noch soviele Aufbackbrötchen übrig hatten, luden wir unsere neuen Nachbarn jeden Morgen dazu ein, was diese sehr freute. Auf der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gewitterte es so heftig, dass ich, immer wenn ich nach draußen sah, dachte, ich müsse erblinden. Ein Blitz jagte den nächsten und das Donnern hörte sich zeitweilig an wie Kanonenkugeln. Der Regen prasselte nicht einfach nur auf unser Dach, sondern man hatte den Eindruck, irgendjemand schüttete eine Badewanne nach der anderen aus. An Schlaf war nicht zu denken. Am nächsten Tag ging es an den Felixsee in Greven.

Dort holten wir den Schlaf nach und ich schwamm sogar. Das Wasser war pisswarm.

Am nächsten Abend ging es dann zur Abschiedsparty von Veronica und Hannes nach Greven. Die beiden hatten ihr tolles Haus verkauft, weil es nach Auszug der beiden Kinder einfach zu groß geworden war und würden in geraumer Zeit umziehen. Sie hatten sich 77 Kilometer entfernt ein Grundstück gekauft und wollen dort 2 Hausmodule draufsetzten. Zuvor aber sollte es für Freunde, Nachbarn und Familie morgen noch eine Party geben. Bernd hatte sich bereit erklärt dort Musik zu machen. Pünktlich zum afrikanischen Abendessen waren wir dort. Netterweise durften wir nebenan auf dem Parkplatz eines Steuerbüros stehen.

… aus unserem Schlafzimmer konnten wir dann sogar über die Mauer in Veronicas Garten schauen!!

Veronica kam, als sie uns kommen sah, gleich angelaufen und begrüßte uns überschwenglich. Ihre Schwägerin Imke, kam dann auch noch hinzu und gemeinsam mit ihrem Mann Hannes genossen wir das afrikanische Essen. Es gab Squasches. Ein afrikanisches Kürbisgemüse, welches extrem lecker war. Hier in Deutschland ist es nicht zu kaufen, aber jedesmal, wenn jemand aus der Verwandschaft in Afrika war, brachte er Samen mit. Da ihr Vater als junger Mann nach Süd- West -Afrika ausgewandert war, dort ihre Mutter kennen- und lieben gelernt hatte, war Veronica dort geboren und erst im Alter von 12 Jahren, wegen der politischen Unruhen nach Deutschland gekommen. Direkt in meine Klasse. Seitdem kennen wir uns und haben uns vor mittlerweile 3,5 Jahren durch Zufall wiedergefunden. Seit dieser Zeit haben wir schon jede Menger schöner Wochenenden und Stunden gemeinsam verbracht, was toll und unkompliziert ist, da sich die beiden letztes Jahr ebenfalls ein Wohnmobil angeschafft haben. Nach dem Essen wurde noch etwas palavert, aber wir übertrieben es nicht, denn wir wollten ja morgen fit sein.

31.08.2019 Abschiedsparty von Veronica und Hannes

Gleich nach dem Frühstück bereiteten wir alles für die Party, welche um 16 Uhr beginnen sollte, vor. Tische wurden aufgestellt, Fenster und Böden geputzt, Bäder gewienert, Teller und Bestecke zusammen gesucht und  und  und …  Bernd baute im Garten seine Musikanlage auf … es war ja für den ganzen Tag super-Sonnenwetter vorausgesagt!

4 Senderanlagen mit Zusatzmisch-Pult und jede Menge Kabel hinter der PA-Box versteckt.

Zwischendurch durfte ich schnell noch unsere Wäsche waschen und Bernd hing sie im Garten auf. Da es echt wieder sehr heiß war, trocknete sie im Nu. Leider hatte ich schon seit dem gestrigen Abend kolosale Rückenschmerzen. Die Nacht hatte diese nur verstärkt und am Morgen bin ich kaum aus dem Bett gekommen. Dementsprechend schwer fiel mir nun das Mithelfen. Jede Bewegung war mit echt großen Schmerzen verbunden, was natürlich auch Veronica nicht verborgen blieb. Veronica hatte mir bereits gestern von ihrer Nachbarin erzählt, die angeblich nur durch Handauflegen in der Lage war, sämtliche Schmerzen verschwinden zu lassen. Na, an so einen Hokuspokus glaube ich ja nun überhaupt nicht. Wie es aber der Zufall so wollte, kam eben genau diese Nachbarin kurze Zeit später um die Ecke und bot mir ihre Hilfe an. Wenn ich auch nicht daran glaubte, konnte es aber auch nicht schaden, dachte ich und so unterbrach ich das Fensterputzen und setzte mich wie geheißen auf einen Stuhl. Das Handauflegen dauerte keine Minute und wirklich. Wie durch ein Wunder waren die Schmerzen fast ganz verschwunden. Um es vorweg zu nehmen. Am Nachmittag machte sie es noch einmal und anschließend war ich völlig schmerzfrei. Ich konnte es gar nicht glauben und den gesammten Tag horchte ich immer wieder in mich hinein, doch der Schmerz blieb verschwunden. Irre, oder????

Pünktlich um 16 Uhr trudelten die über 60 Gäste ein. Sogleich gab es Kaffee und Kuchen. Jeder fand ein Plätzchen ( Ines meint hier nun einen Platz zum Sitzen) und wer Glück hatte sogar im Schatten.

Mit 32 Grad war es irre warm und so kam schnell der große Pool zum Einsatz. Wer von den zahlreichen Kindern nicht mit dem, von Hannes, vor Jahren selbst gebauten Kaufmannsladen spielte, sprang im Pool herum. Eine Haushaltsleiter diente als Sprungbrett und die Kinder hatten sichtlich Spass.

Die zukünftigen Besitzer waren ebenfalls gekommen und man merkte ihnen an, dass sie es kaum abwarten konnten in dieses tolle Haus mit dem wunderschönsten aller Gärten ziehen zu können. Ein bißchen mussten sie sich aber noch gedulden. Der Kuchen, von einigen Nachbarinnen selbst gemacht, schmeckte fantastisch.  Danach ging es dann zu den alkoholischen Getränken über.
Bernd sollte eigentlich erst ab 21 Uhr spielen, ließ es sich aber nicht nehmen schon am Nachmittag einige Lieder zu spielen.

Der ganze Garten erinnerte an einen Biergarten, nur viel viel schöner und der Clou war, der kleine Wagen mit Bierzapfanlage.

Die Jugend hielt sich fast ausnahmslos dort auf und war so mitverantwortlich, dass gegen 1 Uhr 30 die 2 großen Fässer leer waren. Bis dahin aber hatten wir viel Spaß. Unsere Freundin Katrin mit Mann kam sogar auch noch dazu und zusammen mit Veronica tranken wir 3 Mädels einen Ouso nach dem anderen.

Lachen mit Ouzo … Veronica & Katrin 🙂

Allerdings erst nachdem Veronica ihre Rede gehalten hatte. Dafür brauchte sie anscheinend einen kühlen Kopf und sie meisterte es mit Bravour.
Als Bernd nach einer kurzen Pause wieder spielen wollte, versagte die Anlage und Bernd lief rum, wie ein Huhn ohne Kopf und tat mir richtig leid. Zum Glück hatte er noch einen Behelf im Womo. Sein kleiner 30-Watt-Verstärker wurde schnell geholt und ein netter Gast holte von sich zuhause noch eine Karaoke-Box mit Mikrofon. Dieses Mikro hielt er dann vor Bernds kleinen Verstärker …  und schon war eine kleine „Ersatz-Anlage“ gebastelt.

Der freundliche Nachbar und Mikro-Halter! Danke für die tolle Hilfe!!  Nach dem Funktionstest habe ich dann aber noch einen Mikroständer aus dem Saloon geholt und der nette Kollege konnte weiterfeiern 🙂

Plötzlich wurde der Himmel dunkel und nur ein paar Minuten später regnete es in Strömen. Bernd hatte zuerst schon seine defekte große Anlage abgebaut und nun zog er mit seiner Ersatz-Anlage ins Wohnzimmer, in dem die Terassentüren weit geöffnet wurden.

Not-Equipment und einsame Bühne im Trockenen. Ich hasse die deutschen Wettervorhersagen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mit dem Regen stieg die Stimmung. Kann aber auch am Ouso gelegen haben. Veronica, Katrin und ich tanzten jedenfalls pausenlos. Mit uns der Chef des Steuerbüros, auf dessen Parkplatz wir stehen durften. Dieser gab mir später noch tolle Tips hinsichtlich unserer Krankenversicherung.
Erst um 2 Uhr lagen wir im Bett und ich erwachte gegen 9 Uhr mit einem ausgewachsenen Brummschädel. Wir frühstückten gemeinsam mit Veronica und Hannes und während Bernd seine nunmehr im gesamten Haus verstreutes Musik-Equipment zusammensuchte und wieder alles in unserem Saloon verstaute, räumte ich den Garten mit auf und wusch die Gläser. Als alles erledigt war, verabschiedeten wir uns.

Endlich konnte unsere Fahrt in den Süden beginnen!!  Zuvor mussten wir aber noch bei einer Werkstatt in Sankt Wendel im Saarland halt machen, denn von dort kam Bernds Anlage und die galt es zu reparieren. Telefonisch hatten wir bereits einen Termin vereinbart. Allerdings erst für übermorgen und so fuhren wir zuerst nach Flörsheim am Main.

Oh, ein Binnenschiff! Das muss hierwohl der Main sein 🙂

Direkt am Fluß fanden wir eine super Parkgelegenheit und verbrachten hier noch den gesamter nächsten Tag.
Bernd hatte mal wieder einen Reparaturauftrag zu erledigen und musste ein Fensterrollo mit „Bordmitteln“ reparieren.

Am Abend fuhren wir dann weiter zum Standort der besagten Werkstatt der Firma HK-Audio.

Die Nacht verbrachten wir dort auf einem Parkplatz unweit der Werkstatt und so konnte Bernd die defekte Anlage gleich am nächsten Tag zu Fuß hinübertragen. Die Reparatur dauerte dann doch bis zum Nachmittag, verlief aber zu Bernds Zufriedenheit auch noch recht günstig.
Viel Strecke konnten wir heute nicht mehr machen und so übernachteten wir auf einem großen Parkplatz ca. 50 Kilometer vor der französischen Grenze.

 

 

Womo

22. Juli- 27. Juli 2019 Alle meine Enkelkinder sind da

22 Juli -26.07.2019

Schon früh am Morgen fuhren wir von Westerstede zur Ponderosa nach Grabstede. Meine Eltern hatten uns alle zum Frühstück eingeladen. Mit uns allen meine ich meine Schwester, meinen Schwager, meinen Bruder, meine Schwägerin, Jorick, Imke und uns beide. Wir hatten schon meinen fast 14 jährigen Enkel Kilian im Gepäck und kamen pünktlich um 10 Uhr dort an. Das Wetter war leider gar nicht gut und deshalb hatte meine Mutter schon 2 Mal den Frühstückstisch von drinnen nach draußen gedeckt und umgekehrt. Da es kurz zuvor sogar etwas geregnet hatte, sollten wir jetzt drinnen sitzen. Eine große Tafel war dort nun für 11 Personen gedeckt und auf der überdachten kleinen Terasse war ein Büfett aufgebaut, welches keine Wünsche offen ließ. Natürlich aß man mal wieder viel zu viel, aber es schmeckte auch herrlich. Danach holte ich meine neuerworbene Angel aus dem Mobil. Die hatte ich einen 14 jährigen Jungen in Schacht- Audorf abgekauft. Jorick holte seinerseits seine Angel und half mir beim Zusammenbauen, denn ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung. Wie sich einige Zeit später herausstellte war meine Angel kaputt, denn die Spule funktionierte nicht. Was bedeutete, dass wenn tatsächlich mal ein Fisch anbeißen würde, ich ihn nicht aus dem Wasser bekäme. Toll!!! Und dafür hatte ich nun 80 Euro bezahlt. Ich versuchte dann mein Glück mit Joricks Angel, aber ständig vertüdelte sich das Band. Auch trieb der Wind, ständig den Köder bis zum Wasserand zurück. Nach relativ kurzer Zeit, war mir klar, dass Angeln nichts für mich ist. Ständig dieses auseinandertüdeln der Schnur…… Ne ne, dazu fehlt mir wirklich die Geduld!! Dann holen wir uns eben weiterhin Fischstäbchen. Die muss man auch nicht ausnehmen!!

Am Nachmittag hatte sich meine jüngste Tochter Kim, nebst Mann und ihren 3 Kindern angesagt. Wir hatten uns ewig nicht gesehen und ich war total aufgeregt. Pünktlich gegen halb 4 erschienen die 5 dann.  Kim sah super aus. Der Schlafmangel war ihrem Gesicht in keinster Weise anzusehen und sie hatte schon wieder eine Topfigut. Eigentlich müsste sie chronisch müde sein, denn der kleine Janosch ist gerade mal 4 Monate alt. Ein süßes pausbäckiges Baby, mit jede Menge Speckringen, das sobald man ihn anlacht, ebenfalls lauthals mitlacht. Momentan wird er noch gestillt und das, wenn man Kim Glauben schenken darf, fast rund um die Uhr. Beim direkten Vergleich mit den Zwillingen auf der Finca, wiegt er ca. 1, 5 Kilo mehr als die Zwillinge von Sahra und Alex, als sie im selben Alter waren. Auch kann er sich schon alleine drehen und nimmt rege am Geschehen seiner Umwelt teil. Selbst greifen bekommt er schon zielsicher hin. Kurz gesagt, ein Wunderkind, der ganz nach seinem Vater kommt. Daniel hat nämlich vor nicht allzu langer Zeit seinen Doktor gemacht, mit unglaublichen 29 Jahren. Ja ja, Kim, du bist natürlich auch nicht doof, konntest du doch schon vor der Schule lesen und rechnen. Die Buchstaben beherrschtest du bereits mit 4 Jahren und mit 5 fragtest du mich dann: “ Mama, wie geht eigentlich lesen?“  Ich erklärte es dir indem ich dir sagte, dass du die Buchstaben ganz schnell hintereinander sprechen müsstest. Ich malte ein A und ein B auf ein Blatt Papier und bat sie darum, es zu versuchen. Ganz schnell sagte Kim dann A und B, A und B, A und B. Verzweifelt sah sie mich dann an, denn es hörte sich nicht nach lesen an. Ich sagte ihr, sie müsse einfach das“ u n d“ zwischen den Wörtern weglassen. Das tat sie dann auch und seit dieser Stunde konnte sie lesen. Genauso schnell ging es damals mit dem trocken werden. Sie war noch keine 2 Jahre alt, da erklärte ich ihr, dass sie Pipi auch auf dem Töpfchen machen könnte. Das tat sie dann auf Komando und wurde überschwenglich gelobt. 2 Stunden später, stolperte sie verzweifelt auf mich zu und schrie:“ PIPI!!!“ Verflucht, wo war das Töpfchen?? Jessica und David, ihr beiden älteren Geschwister suchten auch mit und Kim konnte es kaum noch aushalten. Ganz hinten im Garten fand Jessica dann den Topf,  gerade noch rechtzeitig. Seit dieser Stunde hat Kim nie wieder in die Windel gemacht. Rechnen konnte sie auch schon mit 4 Jahren wie ein Weltmeister. Immer wieder musste ich ihr Aufgaben stellen. Die hörten sich wie folgt an: Kim, wenn du 7 Bonbons hast und ißt 4 auf, wieviele hast du dann noch?. Dann ging ihr Blick in die Ferne und kurze Zeit später kam dann das richtige Ergebniss. Eines Tages sollte ich ihr wieder eine Aufgabe stellen. Ich fragte sie also in alter Manier. Kim, wenn du 5 Äpfel hast und ich lege noch 3 dazu, wieviel hast du dann?? Sie sah mich voller Verzweiflung an und meinte:“ Mit Äpfeln kann ich das nich!“ Bis sie 3,5 Jahre alt war, hatte sie eine komplett eigene Sprache. Natürlich konnte ihr Vater, ihre Geschwister und ich sie verstehen, aber niemand anders, was manchmal sehr schwierig war. Ich fragte sie dann mal, wann sie denn richtig sprechen wollen würde. Ihre Antwort war:“ Wenn ich in den Kindergarten komme!“ So war es dann auch. Kaum war sie eine Woche dort, redete sie ganz normal. Ich fragte sie, wie es ihr denn im Kindergarten gefallen würde.  Nicht schön, antwortete sie, aber was soll ich machen? Nun hast du mich ja hier angemeldet. Später dann gefiel es ihr aber prima. Kaum war sie 6 Jahre alt, kam sie zur Schule. Zwar war sie bei der Schuluntersuchung für nicht schulreif erklärt worden, sie könne nicht so lange still sitzen und sich konzentrieren, hieß die Begründung, aber ich schickte sie trotzdem hin,zumal sie es unbedingt wollte.  Auch  konnte sie sehr wohl still sitzen und stundenlang malen oder mit ihren Teddys spielen. Das bestätigte auch Bärbel, ihre Kindergärnerin. Vom ersten Tag an war sie eine super Schülerin. Zwar musste sie erst lernen, ihren Klassenlehrer Herrn Hinrichs nicht jedes Mal mit Drücken und Küsschen zu verabschieden, aber auch das ging schnell. Nur auf ihre Stofftiere konnte sie nicht verzichten und diese begleiteten sie bestimmt bis zur vierten Klasse. Puppen allerdings hat sie gehasst. Später dann übersprang sie sogar eine Klasse auf dem Gymnasium. Wenn ich also so darüber nachdenke, könnte Janosch die Intelligenz auch von ihr haben. Vom Aussehen her aber ist er ganz der Vater.

Ich schweife ab, also zurück zum besagten Nachmittag. Die kleine Paulina mit fast 7 Jahren und unglaublich süß, ist die älteste Tochter. Sie hat wunderschönes langes blondes Haar und blaue Augen und ist einfach nur lieb und ganz große Schwester. Sie hat total viel Ähnlichkeit mit ihrer Tante, also meiner ältesten Tochter Jessica. Dann kommt die 4 jährige Elisa, ebenso lange Haare, aber in dunkel und eher bräunliche Augen, aber ebenso süß. Sie hat mit Kim noch am meisten Ähnlichkeit, wenn sie auch ganz anders aussieht. Beide sind eher dunkle Typen. Ich hatte Knetgummi mit allerhand Förmchen gekauft und fast den ganzen Nachmittag spielten die zwei einträchtig damit. Zuvor wurde die Knete aufgeteilt. Das war Paulinas Idee, denn sie wollte die leuchtenden Farben der Knete erhalten. Elisa durfte sich ihre Farben zuerst aussuchen und ebenso ihre Förmchen. Paulina gab sich mit dem übrigen zufrieden. Es dauerte keine 5 Minuten, da hatte Elisa ihre Farben zusammengemanscht und nun ein Einheits lilagrün. Paulina aber achtete streng darauf, nichts zu vermischen. Später dann holte Bernd seine Gitarre und die beiden sangen uns von der Hexe im Pfefferkuchenhaus vor. Das war sooo süß, dass ich kaum gucken konnte, vor lauter Rührung. Kim und Daniel hatten Kuchen mitgebracht und den verputzten wir jetzt. Ich glaube, die Kinder hatten gar keinen Kuchen, denn später hatten sie mordsmäßigen Hunger. Die Uroma, also meine Mutter, ging mit ihnen in die Küche, um ihnen  Brote zu machen. Auf die Frage, welche Wurst sie darauf haben wollten, antworteten beide, sie äßen keine Wurst, weil sie Vegetarier wären. Paulina hatte sich vor 2 Jahren freiwillig dazu entschlossen und nun vor nicht allzu langer Zeit auch die kleine Elisa. Beide wollen nicht, dass Tiere für sie sterben. Natürlich gehen auch hier die Eltern mit gutem Beispiel voran. Kim ist seit sie 14 Jahre ist Vegetarierin und Daniel nun auch schon seit ein paar Jahren. Seitdem kommt er auch mit seinem Rheuma viel besser zurecht! Der Nachmittag ging leider viel zu schnell vorüber. Die ganze Zeit konnten wir draußen verbringen, denn das Wetter hielt sich und am späten Nachmittag kam die Sonne raus . Gegen 20 Uhr verabschiedeten sie sich dann von uns. Ein paar Tage sind sie noch im Wohnwagen in Marx, bevor es wieder zurück nach Leipzig geht. Liebe Kim, es war wunderschön mit euch und ihr habt wirklich tolle Kinder!!!!!

Wir verabschiedeten uns dann auch am nächsten Morgen und fuhren nach Zetel an ein Naturschwimmbad. Dort machten wir eine wunderschöne Radtour nach Dangast, wo wir ein leckeres Fischbrötchen aßen uns später noch Crepes mit Zimt und Zucker. Ausnahmsweise war sogar mal das Wasser da und schön windig war es dort auch, denn die Temperaturen waren, wie in ganz Deutschland mächtig angestiegen. Am nächsten Tag hatten wir dann hier sogar 36 Grad und hielten uns den ganzen Tag im Freibad auf. Hier war es sooo schön und das Wasser noch angenehm kühl, so dass wir es am nächsten Tag gleich wiederholten. Der See ist wahrhaftig toll angelegt. So gibt es hier einen tollen Spielplatz, eine sehr große Liegewiese, Umkleidekabinen, Duschen und eine Imbissbude. Der Eintritt beträgt lediglich 2 Euro für Erwachsene. Auch jetzt am 26.07. werden wir uns gleich wieder auf den Weg machen und zur Abkühlung ins Wasser springen, denn wir haben schon wieder eine Temperatur von 35 Grad und im Wohnmobil ist es kaum auszuhalten. Mit dabei, natürlich unser Kniffelspiel. Am Abend geht es dann noch einmal zur Ponderosa und morgen dann zurück nach Westerstede. Dort wird nichts aufregendes passieren, darum dauert es jetzt etwas, bis ihr wieder etwas von uns hört. Und in 5 Wochen geht es endlich wieder Richtung Süden. Dieses Mal nach Österreich und Italien. Danach natürlich wieder nach Spanien, denn wir lieben dieses Land. Also, Freunde, haltet die Ohren steif!!!!

 

Womo

20. Juli 2019 Hans und Beate zu Besuch in Westerstede

Kaum war Mama aus dem Krankenhaus entlassen, meldete sich Besuch an. Hans und Beate kamen extra aus Aachen. Eigentlich wollten sie bei “ Westerstede a la carte“ dabei sein, aber wegen des Personalmangels zur Zeit in ganz Deutschland, fiel die Veranstaltung leider aus. Wir trafen uns vor dem Restaurant Vossini. Hans kam mit seiner dicken 3 räderigen Harly Davidsen angerauscht. Was für eine Maschine!!! Elke saß hinten drauf und ebenfalls im Gepäck die kleine Lady. Ein ganz süßer Hund, der Trike fahren ebenso liebt wie sein Menschenrudel. War das eine Freude, die beiden wieder zu sehen. Hatten wir doch in Spanien so schöne Tage zusammen verbracht. Bei Kuchen und anschließendem Essen erzählten und erzählten wir. Es war ja soviel passiert in der Zwischenzeit. Ein Sohn von den beiden, war gerade in Afrika angekommen, wo er bei den Ärzten ohne Grenzen, arbeitet. Beate war sichtlich stolz auf ihre sozial engagierten Söhne, denn auch der andere kümmert sich in seiner Freizeit liebevoll um einen jungen Mann im Rollstuhl. Das können die beiden nur von ihren Eltern haben, denn vor etlichen Jahren, nahmen sie die kleine Tochter von Hans Schwester bei sich auf, die gestorben war, als das kleine Mädchen noch ein Baby war. Beate kümmerte sich aufopfernd, denn ihre kleine Ziehtochter hatte ebenfalls ein Handycap. Die Ärzte waren damals sogar der Meinung, dass sie nie sprechen oder laufen würde können. Dank Beates Einsatzes, die von Bewegungs- bis Hippotherapie nichts unversucht gelassen hatte, kann sie jetzt aber ein fast selbstständiges Leben führen. Sie kann sich nicht nur wunderbar ausdrücken und laufen, sondern sogar sehr gut schreiben. Da sieht man mal, wie Liebe und Ausdauer belohnt werden können. Beate hat aber auch wirklich gekämpft wie eine Löwenmutter. Wenn es sein musste bis zur letzten Gerichtsinstanz. Eine bessere Familie hätte Alina gar nicht finden können und wenn die echte Mama runter auf die Erde sieht, dann wird sie mit Sicherheit glücklich dasselbe denken.

Am nächsten Tag trafen wir uns zum Kaffee und selbstgebackenen Stuten bei meinen Eltern auf der Ponderosa. Die 4 verstanden sich auf Anhieb und der Stuten schmeckte wunderbar. Danach gab es noch einen riesigen Teller mit allen erdenklichen Obstsorten. Während wir restlos alles verputzten, unterhielten wir uns prächtig. 2 Tage später trafen wir 4 uns dann noch auf dem Campingplatz in Westerstede, wo sie ihr Wohnmobil abgestellt hatten. Beate begrüßte mich mit Sekt und Hans und Bernd tranken jeweils ein Bier. Nach dem zweiten Glas, hatte ich schon einen leichten Glimmer. Zeit zum Griechen zu gehen, der sein Lokal auf dem Stellplatz hat. Das Essen schmeckte wunderbar, war aber so viel, dass zumindest ich es nicht schaffte. Den Rest aß Bernd dann 2 Tage später. Erst als es kühl wurde verabschiedeten wir uns. Da wir uns aber unbedingt in Spanien wiedersehen wollen, waren wir nicht allzu traurig. Hans und Beate, es war mal wieder sehr sehr schön mit euch!!!

Womo

Silberhochzeit Bernd und Tanja 08.07.2019

Hallo ihr Lieben,

Wir hinken mit dem Blog völlig hinterher und es wird wirklich Zeit dies zu ändern. Ich war Bernd echt dankbar, dass er den letzten Bericht geschrieben hat, denn ich hatte wirklich überhaupt keine Zeit. Den Grund erfahrt ihr aber erst im nächsten Beitrag. Alles schön der Reihe nach….

Am 07.07. kamen wir am Abend in Westerstede an und parkten auf dem kostenlosen Stellplatz hinter der Gemeinde. Dort standen auch schon meine Schwester Elke mit ihrem Mann Rainer, ebenfalls mit dem Womo.  Kurze Zeit später kam dann auch mein Sohn David dazu und wir versammelten uns alle bei uns, denn wir hatten Großes vor. Anlässlich der morgigen Silberhochzeitsparty meines Bruders Bernd und seiner Frau Tanja, wollten wir ein Lied für und über die beiden dichten und es ihnen vortragen. Natürlich mit Bernds Begleitung auf der Gitarre. Viel Zeit hatten wir ja nicht mehr und so mussten wir eigentlich konzentriert arbeiten. Das wiederum gestaltete sich als sehr schwierig, denn ständig kamen whats-up Nachrichten von dem ganzen Rest der Familie, die sich alle bei meinem Bruder zum Essen versammelt hatten und uns unbedingt dabei haben wollten. Mit der Begründung wir wären viel zu kaputt, wimmelten wir einen nach dem anderen ab. Natürlich fanden es alle unisono  blöd von uns, nicht eben rüber zu kommen. Uns brachte es immer wieder total raus aus unserer künstlerischen Dichtungsphase und wir brauchten ewig für lächerliche 3 Strophen. Die allerdings waren echt gut. Jedenfalls unter dem Gesichtspunkt der erschwerten Bedingungen betrachtet.

Nun ging es daran den Gesang zu proben. Bernd schnappte sich die Gitarre und hatte wie immer viel zu tun, mir und meiner unmusikalischen Familie beizubringen, nicht ständig die Tonart zu wechseln und generell den Ton zu halten. Nur Rainer machte seine Sache wirklich gut, aber der ist ja auch nur angeheiratet. Trotz der widrigen Umstände hatten wir eine Menge Spass und trennten uns erst, als das Lied wirklich richtig saß. Das war gegen 24 Uhr.

Am nächsten Tag war dann Bernd und Tanja`s großer Tag und pünktlich um 16 Uhr 45 standen wir alle in unseren allerbesten Klamotten auf dem Marktplatz vor der Kirche, die wir kurz darauf im Klang der Glocken betraten.

Ines mit „Papa“ vor der Kirche (PS: die graue Strickjacke war nur für den Notfall, falls es in der alten Steinkirche eventuell zu kalt gewesen wäre !)

Die beiden hatten nämlich beschlossen vor der Party einen Kirchgang einzulegen, der ihre Dankbarkeit für die 25 gemeinsamen Jahre unterstreichen sollte. Mein Gott, voller hatte ich die evangelische Kirche höchstens zu Weihnachten gesehen. Fast alle 140 Gäste, die später mit uns feiern wollten, waren ebenfalls in der Kirche anwesend. Alle erhoben sich feierlich, als dann das Silberpaar, begleitet von Orgelmusik, durch das Kirchenschiff zum Altar schritt.

Hier werden die beiden Hübschen vom Pastor vor dem Einzug begrüßt.
V.I.P. – Gäste … also in der 1. Reihe !!

Ich hatte natürlich sofort wieder Tränen in den Augen und konnte kaum etwas erkennen. Nur soviel, die beiden sahen toll aus und strahlten nur so um die Wette. Selbst jetzt, wo ich dieses schreibe sind meine Augen schon wieder ganz blank. Die beiden setzten sich auf zwei Stühle, direkt vor dem Altar und der Pfarrer begann mit der Zeremonie. Das hat er echt großartig gemacht. Der ganze Gottesdienst war total auf Bernd und Tanja abgestimmt und teilweise wirklich sehr sehr lustig. Wir schmetterten die Lieder nur so mit und es war wirklich wunderschön. Nach einer guten dreiviertel Stunde war es dann auch schon wieder vorbei und nach dem Brautpaar schritten alle aus der Kirche.

Nach dem Durchgang durch den „Rosenspalier“, der Begrüßung der Reiter und Tanja`s Pferd trug Bernd seine Tanja durch dieses von Bernd ausgeschnittene „Herz“ (Ich freue mich schon heute auf „meine Silberhochzeit!)

Dort hatte mein Bruder einige Pagodenzelte aufgebaut, wo es leckere exquisite Häppchen gab. Unter anderem Jacobsmuscheln und Garnelen mit einem irre leckeren Mangochutney.  Ebenfalls zur Wahl standen 3 verschiedene Aperifs, allesamt hochprozentig, was zur Folge hatte, dass alle Gäste schon 20 Minuten später in allerbester Feierlaune waren.

Hallo!, wer bekommt denn jetzt die Geschenke ?
Glücklich und zufrieden … meine hübsche Ines!

Zwar war das Wetter nicht so, wie wir es den beiden für ihre Sommerparty gewünscht hatten, aber jedenfalls regnete es nicht. Mit 15 Grad, war es zwar nicht gerade heiß, aber dank der ganzen Heizpilze und Wärmelampen musste keiner frieren. Eine mobile 3 Mann Band spielte tolle Songs und wechselte beständig ihren Standort, damit auch wirklich jeder etwas von der tollen Musik mitbekam und sorgte ebenfalls für tolle Stimmung.

Die „Alsterperlen“ aus Hamburg. Ein echt tolles Akkustik-Trio (die hatten auch auf Otto Walkes 70en aufgespielt)

Die Gäste verteilten sich dann im Restaurant Vossini und draußen und amüsierten sich allesammt prächtig. Als ich zufällig irgendwann Bernd traf, stellte ich fest, dass das Mangochutney auf seinem blütenweißen Hemd gelandet war und zwar 3 Mal. Naja, störte eigentlich keinen. Unser Lied wollten wir nach Kathlyns ( meine Nichte und Tochter von Bernd und Tanja)  Rede vortragen und dazu versammelten wir uns im Keller, in der hauseigenen Wäscherei, um es noch einmal zu proben. Obwohl es noch recht früh war, hatten wir schon alle leicht einen sitzen. Das ging ,glaube ich, sämtlichen 140 Gästen ebenso, denn man hatte sein Glas noch nicht ganz ausgetrunken, da stand schon ein neues dort. An dieser Stelle einmal ein außerordentliches Lob an das superaufmerksame Personals des Schokoladenhotels Voss!!!
Unsere Probe gelang ganz anständig und nun gingen wir alle wieder nach oben, um die Rede von Kathlyn nicht zu verpassen. Zuvor hatte ich sie gefragt, wo sie ihre Rede hätte. Daraufhin klopfte sie auf ihre Brust. Verstehend nickte ich und fragte:“ Im Herzen?“ “ Nee“, antwortete sie,“ im BH“. Ich hab mich beinahe totgelacht. Die Rede dann war echt der Hammer und Kathlyn hat es ganz toll vorgetragen. Dank dem Mikrofon war es auch draußen gut zu hören und während Kathlyn über die Besonderheiten und Begebenheiten der letzten 25 Jahre erzählte, standen einem ständig die Tränen in den Augen, entweder vor Lachen und vor Rührung. Kathlyn, dass hast du echt klasse gemacht.
Natürlich waren auch meine Eltern da und meine Mutter sah man ausnahmslos mit dem Handy in der Hand, wo sie alles filmte und zusätzlich noch 800 Fotos schoss. Nun waren wir dran. Bernd stimmte seine Gitarre und wir stellten uns im Kreis auf, um kurz darauf loszuschmettern. Das war zwar nicht schön, aber dafür laut und Bernd und Tanja haben sich auch darüber sehr gefreut.

Nun ging es mit der Tanzerei los. Natürlich gab es zuerst einmal einen Ehrentanz. Der konnte sich sehen lassen, denn die beiden machen seit Jahren alle erdenklichen Tanzkurse.

Der Ehrentanz …
… und als „Profis“ der Tanzschule legten sie im Foyer auch noch ne` flotte Sohle aufs Parkett (äh, ne: Teppich)

Nun stürmten auch wir auf die Tanzfläche und obwohl, wie wir später anhand der Fotos sehen konnten, es draussen noch hell war, war die Stimmung schon auf dem Höhepunkt.

Dort blieb sie auch bis zum Schluss. Essen konnte jeder wann er wollte, denn an jeder Ecke gab es etwas, fast den ganzen Abend lang. Die Küche hatte sich, wenn man den Gästen Glauben schenken durfte, selbst übertroffen, nur ich verpasste es irgendwie, was meiner Figur sicher nicht geschadet hat.

Apropos Figur .Fast alles was ich mir mühsam in Spanien abgeschwommen hatte, habe ich mittlerweile wieder drauf. Ist das nicht echt fies??

Gegen 4 Uhr war diese einmalig tolle Feier dann zuende. Wo waren bloß die Stunden geblieben? Ich räumte noch die Tische mit ab und war selbst am meisten erstaunt, dass nichts zu Bruch ging. Bernd half noch meinem Bruder die Küchenstation vor dem Haus abzubauen und dann schwankten wir todmüde nach Hause zu unserem Saloon. Blöderweise hatte ich meine Tablette bis dato nicht genommen und die Quittung bekam ich dann sofort. Mein Restless Legs liefen zur Höchstform auf und dank des Alkoholgenusses wirkte die nun eingeworfenen Tablette überhaupt nicht. Also spielte ich Doppelkopf im Internet. Dabei musste ich allerdings immer ein Auge zukneifen. Gegen 8 Uhr ging es dann einigermaßen und ich konnte endlich ins Bett gehen. Schlafen konnte ich aber noch immer nicht, denn jetzt war mir schlecht, was eindeutig an den Pernod-Colas lag, die ich den ganzen Abend getrunken hatte. Bernd stand um 10 Uhr auf und ging zum Frühstück ins Hotel. Dort hatten sich etliche Gäste vom Vorabend versammelt und frühstückten jetzt gemeinsam. Ich lag unterdessen noch im Bett und bekam erst einmal nichts mit von dem Drama, welches sich jetzt abspielen sollte.

Dazu demnächst mehr………
Liebe Tanja, lieber Bernd, nocheinmal unseren herzlichsten Dank für diese tolle Feier!!! Es war wirklich einmalig schön!!

09.07.2019

Kurz darauf kam Bernd dann vom Frühstück zurück und da ich nun tatsächlich eingeschlafen war, weckte er mich und zwar mit den Worten, ich solle mich jetzt nicht aufregen. Sofort saß ich senkrecht im Bett und herrschte ihn an. “ Was ist los???“  Bernd sagte nur: „Ganz ruhig ,“ was mich noch nervöser machte. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Man ich hasse es, dass man ihm die Worte manchmal so aus der Nase ziehen muss und seine Ruhe machte mich nur nervöser. Endlich rückte er mit der Sprache raus. Meine Mutter war es heute morgen nicht gut gegangen und man hatte sie mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Genaueres wusste er aber auch nicht. Mit einem Satz war ich aus dem Bett. Anziehen dauerte keine Minute und schon stürmte ich aus dem Saloon und im Stechschritt eilte ich zum Frühstücksraum zum Hotel. Dort waren exakt noch 8 Leute. Unter ihnen auch mein Bruder.  Ohne  “ Guten Morgen “ zu sagen, fragte ich ihn, was mit Mama los wäre. Ja, was war passiert???

Meine Eltern waren gestern nach der Hochzeit gegen 24 Uhr nach Hause gegangen und sofort ins Bett gefallen. Meine Mutter übrigens stocknüchtern. Mein Vater erwachte morgens gegen halb neun. Meine Mutter schlief noch, was völlig untypisch war. Normalerweise steht sie immer schon gegen 6 Uhr auf, als weit vor meinem Vater. Sie liebt es morgens in Ruhe bei einer guten Tasse Kaffee die Zeitung zu lesen. Mein Vater war zwar auch etwas erstaunt, dass sie noch neben ihm lag, dachte sich aber nichts weiter dabei, ging nach unten und machte sich als erstes einen Kaffee. Gegen 9 Uhr erwachte dann meine Mutter, bemerkte dass es ihr irgendwie gar nicht gut ging und begab sich ebenfalls nach unten. Mein Vater hatte unterdessen seinen Kaffee ausgetrunken und war schon beim morgendlichen großen Geschäft auf der Toilette angelangt. Das dauert immer geraume Zeit, weil er währenddessen mindestens 6 Seiten seiner aktuellen Klolektüre liest. Meine Mutter wollte sich nun ebenfalls einen Kaffee machen und obwohl die beiden eine Hightec Kaffeemaschine haben, bei der man zwischen mehreren Kaffeeversionen wählen kann, indem man nur auf dem entsprechenden Knopf drücken muss, bekam sie es nicht hin. Wahllos drückte sie auf alle Knöpfe und irgendwann kam auch Kaffee heraus, allerdings nur ganz wenig. Wahrscheinlich hatte sie auf den Espressoknopf gedrückt, realisierte dies aber nicht, merkte allerdings schon, dass ihr sehr mulmig zu Mute war. Nun war auch mein Vater endlich fertig und kam ebenfalls in die Küche. Meine Mutter meinte dann zu ihm, dass es ihr gar nicht gut gehen würde und sie vermutlich etwas frische Luft bräuchte. So ging sie dann barfuß durch den Garten, aber auch danach fühlte sie sich keinesfalls besser. Mein Vater fragte, was denn los wäre, aber als Mama es erklären wollte, fehlten ihr plötzlich die Worte. Sie versuchte zwar zu sprechen, doch als mein Vater sagte, sie solle nicht so nuscheln, brach sie hilflos ab. Auf Nachfragen seinerseits sagte sie nur immer wieder: “ Ich weiß nichts mehr.“ Nun wurde es Papa ziemlich mulmig und er rief bei meinem Bruder an. Mein Bruder reagierte blitzschnell und forderte sofort einen Krankenwagen an, bevor er sich auf den Weg zu meinen Eltern machte. Kurz vor dem Krankenwagen war er da und versuchte aus Mama etwas heraus zu bekommen. Das war mehr als schwierig, denn immer wenn sie antworten wollte, hatte sie die Wörter dafür vergessen. Nun kam der Krankenwagen und der Notarzt stellte nun seine Fragen. Was sie gestern gemacht hätte, wollte er wissen. Das wusste meine Mutter erstaunlicherweise genau und konnte auch antworten. Erst als er fragte, wie alt sie denn wäre und wann geboren, wurde ihm der Ernst der Lage bewusst, denn meine Mutter wusste weder das eine noch das andere. Ebenfalls hatte sie vergessen, wo sie wohnte. Nun war Eile angesagt und sie wurde in den Krankenwagen verfrachtet. Währenddessen sollte mein Vater ein paar Klamotten für sie zusammensuchen, wusste aber anscheinend nicht, wo er suchen sollte. Oh oh, Papa, sowas weiss man doch!!  Nun riss mein Bruder alle Schränke und Schubladen auf und packte das Notwendigste ein. Mit Blaulicht und Tatütataaa ging es jetzt in die Ammerlandklinik. Dort ging man zuerst einmal von einem Schlaganfall aus und ein MRT wurde gemacht. Ihr Bludruck war bei über 200 zu 90 und sie kam auf die Überwachungsstation. Fragen über Fragen wurden ihr gestellt, aber sie konnte fast keine beantworten. Sie wusste nicht einmal mehr, wie ihre Eltern gehießen hatten. Nun sollte sie etwas lesen, aber auch das klappte nicht, denn die Buchstaben hatte sie ebenfalls vergessen. Sie wurde dann so richtig auf dem Kopf gestellt und jede Menge Untersuchungen standen an. Mein Bruder fuhr unterdessen nach Hause. Am frühen Nachmittag fuhren dann David ( mein Sohn) und Elke (meine Schwester) zu ihr. Da eigentlich immer nur 2 Leute als Besuch erlaubt waren, mein Vater aber keinen Zentimeter von ihrer Bettkante wich, hatte ich den beiden den Vortritt gelassen, denn David wollte danach eigentlich zurück nach Hamburg und meine Schwester, die gerade ein paar Tage wohlverdienten Urlaub hatte, mit ihrem Mann mit dem Wohnmobil nach Holland. Sie waren kaum eine dreiviertel Stunde dort dort, wurde ihnen anscheinend Angst und bange, denn unabhängig voneinander bekam ich erst eine Whats up Nachricht von meiner Schwester und nur eine Minute später einen Anruf von David. Beide sagten dasselbe aus. Ich sollte unbedingt herkommen. Ich schwang mich aufs Rad und mit einer Geschwindigkeit, die keiner mir zugetraut hätte, war ich 4 Minuten später dort. Ich fragte mich bis zu ihrem Zimmer durch und stürmte hinein. Meine Mutter saß angelehnt in ihrem Bett und sah rasend gut aus. Mit den Worten: “ Na, du machst ja Sachen,“ begrüsste ich sie. Sie sah mich nur mit großen Augen an. Nun kam auch mein Bruder wieder und fragte sie, ob sie denn wüsste wie sein Name wäre. Wusste sie nicht und das war schon wirklich erschreckend. Ein ums andere Mal sagte sie voller Panik in der Stimme: “ Alles weg!“ und “ Ich bin soooo doof, ich weiß nichts mehr!“ Ich sprach beruhigend auf sie ein und meinte, dass kommt alles wieder. Aus irgend einem Grund, beruhigte sie das etwas, denn der Blick wurde etwas entspannter. “ Wirklich „, fragte sie und ich bejahte.  Komisch, dachte ich, sie hört doch sonst nicht besonders auf mich. Für mich war klar, dass es sich um einen Schlaganfall gehandelt hatte. Auch die Ärzte waren vorerst noch dieser Meinung und sagten zu uns, dass meine Mutter nach dem Krankenhausaufenthalt in die Reha müsste. Egal, dachten wir, Hauptsache sie wird wieder. Nun kam das Ergebnis vom MRT und merkwürdigerweise war das unauffällig. Nun gingen die Ärzte von einer Gehirnhautentzündung aus und wollten Gehirnwasser aus dem Rückenmark punktieren. Dieses wurde meiner Mutter dann auch erklärt. Die hatte danach scheinbar nur einen Gedanken und ein ums andere Mal fragte sie nun ängstlich: “ Was machen die denn jetzt mit mir?“ und  “ Tut das weh?“ Ich erklärte es ihr wohl an die 20 Mal, aber sie fragte trotzdem alle 2 Minuten erneut. Was man dazu wissen muss, meine Mutter hat unglaubliche Schiss vor Spritzen allgemein und vor Krankenhäusern, Operationen usw. im Besonderen. Darum vermeidet sie, so gut es geht auch jeden Arztbesuch und geht wirklich erst zum Arzt, wenn sie es vor Schmerzen gar nicht mehr aushält. Und Leute, ich sag euch, sie ist wirklich hart im nehmen. So wurde ihr quasi vor etlichen Jahren in einer Notoperation die Gallenblase entfernt und vor nicht allzu langer Zeit der Blindarm. der kurz vorm Durchbruch stand. Als ich 16 Jahre alt war, ging es ihr auch mal sehr schlecht, trotzdem arbeitete sie weiter, bis sie vor dem Tisch eines Gastes ( meine Eltern hatten ja, das Hotel Voss, welches jetzt mein Bruder führt) zusammenbrach. Mein Onkel, der ebenfalls manchmal dort mithielf, sah das Elend scheinbar kommen, und konnte sie damals gerade noch auffangen. Sofort verfrachtete er sie in sein Auto und brachte sie ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten eine Lungenembolie fest und sie war dem Tod mal gerade so von der Schippe gesprungen. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, sich selbstständig zu entlassen, um bei meinem Abschlussball von der Realschule, teilzunehmen.  So ist meine Mutter. Frei nach dem Motto, nur die harten kommen in den Garten. Aber zurück zum 09.07. Als meine Mutter zum 21 zigsten Mal fragte : “ Was machen die denn jetzt“?, sagte mein Bruder kurz und bündig: “ Blut abnehmen!“  Wir versuchten mit Fragen, irgendwie das Gedächnis von Mama wieder in Schwung zu bringen, aber es gelang uns überhaupt nicht, was meinen Vater zu der hoffnungsvollen Frage verleitete, ob sie denn auch seine Macken vergessen hätte?. “ Nee, die weiß ich noch!“ antwortete meine Mutter. Da mussten wir innerlich dann doch grinsen. Nun kam eine Schwester rein und gab meiner Mutter eine “ Scheißegal Tablette“ und kurze Zeit später wurde sie aus dem Zimmer zur Punktion des Gehirnwassers gerollt. Wir gingen dann nach Hause, denn die Schwestern waren eh sauer, dass wir so viele waren und ließen schon vermerken, dass wir hier nicht auf dem Busbahnhof wären.

10.07.2019

Eigentlich wollten mein Bruder und Tanja ( seine Frau) schon gestern auf einen 4 tägigen Urlaubstrip gehen. Quasi zweite Flitterwochen, aber dadurch, dass es Mama ja so schlecht ging, waren sie hier geblieben. Nun war mein Bruder Bernd, gleich morgens als erstes bei meiner Mutter und schrieb in die Gruppe, dass es Mama wieder besser gehen würde. Auch wenn sie noch ein paar Wortfindungsschwierigkeiten hätte, wusste sie doch wieder alles und wir waren mehr als erleichtert. Nun machte auch ich mich wieder auf dem Weg zum Krankenhaus, aber meine Mutter war nicht auf ihrem Zimmer, sondern bei irgendwelchen Untersuchungen. Ihre Schwester und Schwager waren ebenfalls gekommen und gemeinsam warteteten wir dann fast eine Stunde. Mir wurde es nun zu blöd und ich beschloss erst einmal wieder nach Hause zu fahren und später wieder zu kommen, zumal eh immer nur 2 Leute zu ihr rein durften. Beim Rausgehen traf ich dann auf David, Elke (meine Schwester) und Rainer( ihrem Mann). Ich berichtete, dass Mama gerade nict da war und Elke gab einen Kaffee aus. Danach versuchten Elke und David dann ihr Glück und Rainer und ich warteten draußen. Nach einer dreiviertel Stunde kamen die beiden wieder und waren sehr vergnügt.“ Wie geht es Mama“?, fragte ich. “ Super,!“ antworteten die beiden. Allerdings kämen doch noch nicht alle Wörter so raus, wie sie gehörten. Als nämlich meine Mutter sagen wollte, dass die Ärzte echt nett wären, sagte sie versehentlich, sie wären echt lecker. Das war so lustig, dass wir alle lauthals lachen mussten. Nun ging ich zu meiner Mutter. David im Schlepptau. Der hatte seinen Aufenthalt wegen seiner heißgeliebten Oma hier in Westerstede verlängert und wich nun nicht mehr von ihrer Seite. Meiner Mutter ging es tatsächlich viel besser, wenngleich sie, wie sie mir berichtete wohl doch einen kleinen Schlaganfall gehabt hätte. Vom gestrigen Tag wusste sie noch alles, hatte aber  gestern, nicht nur unsere Namen nicht gewusst, sondern uns nicht einmal erkannt, als wir alle um ihr Bett standen. Auf meine Frage, was sie denn gedacht hätte, wer wir alle seien, antwortetet sie: “ Ärzte.“ Kein Wunder, dass meine gestrige Aussage hinsichtlich zum Zurückkommen ihres Gedächnis sie beruhigt hatte. Für eine Ärztin hat mich bis dato tatsächlich noch niemand gehalten.

Eigentlich wollten meine Eltern 10 Tage später für 4 Wochen mit dem Schiff nach Grönland fahren. Um genau zu sein, wollte es eigentlich nur meine Mutter und die Reise war gebucht. Natürlich hätte Papa mit gemusst.  Jetzt hatte sie aber Angst, dass dem ersten Schlaganfall, ein zweiter folgen würde und sie wollte nun auch nicht mehr reisen. Wie gut, dass mein Vater mit meines Bruders Hilfe gestern schon alles storniert hatte, denn die Reise war wirklich teuer gewesen. Meine Mutter sagte zu mir: “ Wahrscheinlich hat dein Vater im Universum bestellt, dass wir nicht nach Grönland müssen und deswegen hatte ich den Schlaganfall.“ Da muss ich wirklich heute mal meinen Vater fragen. Ich blieb noch ca. 4 Stunden bei ihr und fuhr dann nach Hause. 2 Stunden später kam auch David und Papa zu uns und ich kochte eine Kanne Tee. Danach verabschiedeten sich beide. Papa fuhr nach Hause und David, lief zu Fuß zum Hotel, Sein Auto ließ er auf bei uns stehen, denn er wollte etwas frische Luft schnappen, nach dem ganzen Tag im Krankenhaus.

Mittlerweile war es 21 Uhr und ich machte michbereit für Fernsehen im Bett. Plötzlich klingelte Bernds Handy. Er redete nur kurz und übergab dann mir den Hörer. Dran war meine Mutter. Völlig aufgelöst, sagte sie mir, dass es ihr sehr schlecht gehen würde. Auf meine Frage hin, ob sie nach der Schwester geklingelt hatte, bekam ich nur die Antwort, dass das Portemonai unter der Fernsehzeitung liegen würde. OH, weia, dachte ich, versuchte kurz sie zu beruhigen, merkte aber schnell, dass dieses Unterfangen hoffnungslos war, legte auf und rief bei David an. Er solle sofort kommen und uns zum Krankenhaus fahren. Sein Auto stand ja noch immer bei uns, war aber ein Firmenwagen, mit dem wir nicht fahren durften. Mit dem Wohnmobil zum Krankenhaus würde zu lange dauern. Dann rief ich bei meinem Vater an, sagte, dass es Mama sehr schlecht gehen würde und wir ihn abholen kämen. Dann sprangen wir ins Auto und fuhren zum Anfang des Parkplatzes. Da kam auch schon David angerannt und Bernd wchselte auf den Beifahrersitz. Mit quietschenden Reifen fuhr David nun zu meinem Vater, der schon an der Hauptstrasse auf uns wartete. Unterwegs rief ich im Krankenhaus an, um mich zu vergewissern, ob meine Mutter es geschafft hatte eine Schwester zu benachrichtigen. Gestern hatten wir ein Kärtchen mit der Telefonnummer vom Arzt bekommen und mein Bernd, hatte diese abfotografiert und nun im Handy gespeichert. Leider war es aber nur die Nummer von der gestrigen Intensivstation und nicht von der Station in die sie heute morgen verlegt worden war. Die Schwester dort, wusste auch nicht wohin meine Mutter verlegt worden war und so sollten wir bei der Zentrale anrufen. Das erübrigte sich dann aber, denn wir waren bereits am Krankenhaus angekommen. Keine 6 Minuten waren seit dem Anruf meiner Mutter vergangen. Wir rannten zum Fahrstuhl, der ausnahmsweise schon auf uns wartete. Oben angekommen rannten Bernd, David und Papa zu Mama und ich zur Schwester.

Wie es weiterging erfahrt ihr morgen. Versprochen!!

Die Schwester saß in ihrem Stationszimmer und war so richtig blöd. Als ich ihr aufgeregt schilderte, wie schlecht es Mama ging, winkte sie nur ab und meinte, alles wäre in Ordnung. Ich war keinesfalls beruhigt und da ich Angst vor einem zweiten Schlaganfall hatte, wollte ich, dass sie einen Arzt rief. Das tat sie zwar auch, setzte mich aber davon in Kenntnis, dass ein Schlaganfall ausgeschlossen wurde. Auch regte sie sich darüber auf, dass wir mit 4 Leuten hier angetanzt waren. Dumme Kuh!! Ich eilte zu Mama. Diese lag im Bett und zitterte am ganzen Körper. Es ging ihr wirklich rasend schlecht und auf meine Frage, ob sie denn heute wüsste, wer ich war, sagte sie: “ Ja, Bernd!“ Ohje, mein Bruder und ich haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit, aber trotzdem kann man uns gut unterscheiden. Mama war total verzweifelt und die Tränen liefen ihr nur so runter. Vorsichtig setzten wir ihr die Brille ab. Auch klagte sie darüber, dass es entsetztlich laut im Zimmer wäre und sie diesen Krach nicht aushalten könne, weil sie unglaubliche Kopfschmerzen hätte. Laut war es zwar nicht, aber die Lampe, die in der Wand hinter ihrem Bett eingebaut war, knackte immer mal wieder leise vor sich hin. Also sorgte ich dafür, dass sie ausgeschaltet wurde. Mama war kaum ansprechbar und wenn sie etwas sagte, hatte es weder Hand noch Fuß. Als sie dann auch noch fragte, ob die Leute noch da wären, reichte es mir. Papa fragte, welche Leute sie meinte und sie antwortete darauf, die,die gerade gegessen haben. Die sind schon weg, sagte ich und Papa klingelte nach der Schwester, um ihr noch einmal eindringlich zu verstehen zu geben, dass der Arzt endlich kommen sollte. Die war natürlich wieder genervt, aber tatsächlich kam der Arzt dann endlich 3 Minuten später. Er begrüßte meine Mutter mit den Worten, dass sie kerngesund sei und ich hätte ihn dafür beinahe getreten.
Nun mussten wir erst einmal alle das Zimmer verlassen. Auf dem Flur hörten wir aber durch die geschlossene Tür, dass er ihr wahrscheinlich in den Mund gesehen hatte, denn es kamen laute Würgegeräusche. Das allerdings ist bei ihr normal. Deshalb kann sie auch immer nur unter Vollnarkose beim Zahnarzt behandelt werden. Kurze Zeit später kam dann der Arzt zu uns und meinte, er würde noch einmal den Kopf röntgen und ihr ein Beruhigungsmittel geben, ebenso etwas für den Blutdruck, denn der war schon wieder über 200. Er versprach uns, auf sie aufzupassen und schickte uns, während meine Mutter aus dem Zimmer gerollt wurde, nach Hause. Papa rief dann noch zwei Mal während der Nacht im KK an. Wir alle dachten irgendwie, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen. Sie übrigens auch.
Am nächsten Morgen waren wir schon vor 9 Uhr wieder bei ihr. Zwar ging es ihr wieder besser, aber diesmal trauten wir dem Frieden nicht. Gegen 10 Uhr fuhr mein Vater mal kurz los. Ich glaube zum Zahnarzt. Gerade da kam der Chefarzt. Endlich einmal eine kompetente Person. Er hatte schon von dem Vorfall in der Nacht gehört und gab ehrlich zu, dass er ziemlich ratlos wäre. Einen Schlaganfall hatte meine Mutter nämlich wirklich nicht gehabt und auch das punktierte Nervenwasser war unauffällig, wenn es auch zur weiteren Untersuchungen noch in ein Speziallabor geschickt worden war. David, der auch da war, und ich hatten uns aber Nachts schlau gemacht und außerdem gab ich dem Arzt die Gesundheitsakte meiner Mutter in die Hand. Die hatte mein Vater von Beginn an mit ins KK gegeben, aber hineingesehen hatte bis dato noch niemand. Auch mein Bruder hatte schon angerufen und gesagt, ich solle den Arzt auf die schlechten Nierenwerte von Mama hinweisen. Das konnte er nun selber lesen. David, der selbst nur eine Niere hat und weiß, dass der Blutdruck dann ansteigen kann, fragte, ob es sein kann, wenn man so einen hohen Blutdruck hätte, es zu solchen Ausfallerscheinungen kommen könnte. Ich meinerseits hatte längst meine eigene Diagnose mittels Google erstellt und fragte ob es nicht Notfall-Blutdruck sein könnte. Natürlich gab es dafür auch einen lateinischen Begriff, den hatte ich allerdings vergessen. Der Arzt aber wusste ihn und sagte, dass er nun diese Vermutung auch hätte. Bis dahin war ich davon ausgegangen, dass mein Vater oder meine Mutter ihm schon längst mitgeteilt hatten, dass meine Mutter selbstständig ihre Blutdrucktabletten abgesetzt hatte. Hatten sie nicht, wie ich feststellte, als ich es ihm sagte. Mein Vater war nämlich seit Monaten in Behandlung bei einer Heilpraktikerin und verzichtete nun fast vollständig auf herrkömmliche Medizin. Das bekam ihm ausnehmend gut und so dachte sich anscheinend meine Mutter, dass es bei ihr genau so wäre. Blöd nur, dass sie die homöopathischen Mittel, die mein Vater nahm, nicht oder kaum nahm, weil sie auch beim Tablettenschlucken immer mit Würgereiz zu kämpfen hatte und deshalb anstatt 6 Tabletten, wie mein Vater, nur eine nahm. Der Arzt war jetzt im Bilde, ordnete an, dass Mamas Nephrologin auch einen Blick auf Mama warf und stellte einen neuen Medikamentenplan für sie zusammen.

Morgen geht es weiter!!!

Ab da an ging es endlich bergauf. Zwar ging jeden Mittag gegen 12 Uhr 30 der Blutdruck wieder rapide nach oben, aber mit den Notfalltabletten hatten die Ärzte es gut im Griff. Nach einer Woche sollte sie dann entlassen werden. Das war der Montag. Da mein Vater wieder einen Zahnarzttermin hatte, sollte ich sie abholen. Gegen 9 Uhr schrieb sie dann in unserer Familien-whats-app-Gruppe, dass sie nun wieder eine neue Krankheit hätte und nicht entlassen werde. Sofort schwang ich mich aufs Fahrrad und raste hin. Mein Vater war auch schon da und hatte den Arzttermin sausen lassen. Das Labor, zu welchem ihr Nervenwasser geschickt worden war, hatte festgestellt, dass ihr ganzer Körper voller Borreliosebakterien war. Besonders im Kopf. In so einem Ausmaß hatte es der Chefarzt noch nie zuvor gesehen und wir waren natürlich wieder mal sehr besorgt. Mein Bruder und mein Sohn, gaben aber Entwarnung und waren beide der Meinung, dass bei diesem Krankheitsbefund hochgradig Antibiotika eingenommen werden muss und die Bakterien dann absterben. Der Arzt, der jetzt kam, meinte dasselbe. Er redete ihr auch noch einmal wegen ihres katastrophalen Blutdrucks ins Gewissen und sagte ihr, dass es wirklich wichtig wäre, ein paar Kilo abzuspecken. Kaum war er draußen, fragte mein Vater: “ Sei mal ehrlich, deine Mutter sieht doch super aus und überhaupt nicht dick, oder???“ Kennt einer von euch den Film “ Schwer verliebt?“ Falls ja, wisst ihr bescheid. Ich jedenfalls funkelte Papa etwas böse an und erzählte ihm dass ihr BMI bei 37 lag und dass das lebensgefährlich wäre. Er, der ja bei den beiden fürs Kochen zuständig ist, sollte nun Diät kochen. Das gefiel ihm zwar nicht sonderlich, denn ohne Fett und Sahne schmeckt ja alles nicht soooo gut, aber er versprach es. Nun setzte der Arzt meine Mutter davon in Kenntnis, dass sie gleich abgeholt werden würde zu einem Test. Sofort brach meine Mutter in Panik aus. Alzheimertest?? , fragte sie und der Arzt meinte: So etwas ähnliches. Damit verließ er uns und meine Mutters Panik wuchs unaufhaltsam. Hätte jetzt jemand ihren Blutdruck gemessen, wäre er bestimmt erschrocken gewesen. Meine Mutter erklärte uns voller Verzweiflung, dass sie nicht wüsste, wann Adenauer geboren war. Ich versuchte sie zu beruhigen, indem ich ihr sagte, dass soetwas garantiert nicht gefragt werden würde. Sie müsse da wahrscheinlich eine Uhr malen. Das könne sie, sagte sie, wirkte aber keinesfalls erleichtert.“ Und wenn ich jetzt auch noch Alzheimer habe?“, fragte sie. “ Dann kommst du ins Heim!“ antwortete mein Vater, wie aus der Pistole geschossen. Na, das ist ja mal ne Ansage, dachte ich. Kurze Zeit später wurde sie abgeholt und da der Test 1,5 Stunden dauern sollte, fuhren Papa und ich erst einmal nach Hause. Wir bestellten vorsorglich im Universum, dass alles wieder gut werden sollte und das tat es dann auch. Zwar saß sie wie ein Häufchen Elend auf dem Stuhl in ihrem Zimmer, als ich wiederkam (Papa war auch schon wieder da), denn sie war felsenfest davon überzeugt durchgefallen zu sein, aber der Arzt gab kurze Zeit später Entwarnung. Sie hatte kein Alzheimer und wir alle waren mehr als erleichtert, durfte sie doch jetzt weiter zuhause wohnen. Am nächsten Tag wurde sie dann endlich entlassen. Wir waren echt froh und erleichtert. Bernd hatte jetzt auch wieder mehr von mir, weil ich jetzt nicht mehr 8 Stunden im Krankenhaus verbrachte. Am nächsten Tag machten wir noch einmal 7 Stunden die Ponderosa ( Ferienhaus am See meiner Eltern) fertig. Bernd schnitt alle Hecken und Sträucher zurück, mähte den Rasen, begradigte die Kanten, zupfte Unkraut und fegte. Ich brachte die beiden Häuschen auf Vordermann und putze die Fenster. Endlich einmal wieder etwas Bewegung, freuten wir uns. Danach gingen wir zu meinen Eltern zum Essen.

Womo

03.07. – 07.07. und Sommer-(Regen)-Fest in Schacht-Audorf

03.07.2019  Besuch von der netten Polizei

(Ach ja, hier eine kleine Vorinformation!  Diesen Beitrag hat jetzt nicht Eure liebe Ines geschrieben, sondern ich – ihr Wohnmobilfahrer, Navigator, etc.  – Bernd !  🙂
Wir haben hier in Deutschland viel zu tun, so dass wir nicht so oft zum Schreiben kommen oder uns auch einfach die Inspiration, gepaart mit fehlender Sonne, fehlt.
Aber den nächsten Beitrag gibt es wieder wie gewohnt von Ines!!  Versprochen !)

Eigentlich wollten wir ja nach der Kieler Woche und dem Besuch von Claudia & Nico den schönen Platz am Nord-Ostseekanal verlassen und noch an die Ostsee fahren. Vor allem deswegen, weil ich dort noch auf einem Campingplatz einen Musiktermin vereinbart hatte. Diesen musste ich dann leider absagen, da ich für 2 Tage zu meiner Tochter gefahren bin, um bei Ihr zu sein wenn ihr 15-jähriger Hund eingeschläfert werden musste. Als ich dann wieder zurück war, waren es auch nur noch 5 Tage bis zum „Sommerfest in Schacht-Audorf“, wo ich ebenfalls als Musiker gebucht war. Deswegen entschlossen Ines und ich uns, doch noch solange auf dem wunderschönen Plätzchen am Nord-Ostseekanal zu verbleiben.
Ja, und dann kam der Mittwoch. Ich war gerade dabei mein (Ines isst ja gewöhnlich nichts … wie Ihr wisst) Mittagessen zu kochen, als Ines sagte: “ Oh, da kommt ein Polizeiwagen!“ Na klasse!  Ich drehte also erst einmal die Gasflammen vom Herd ab und ging hinaus, wo ich freundlich die beiden uniformierten „Gesetzeshüter“ begrüsste.  „Sie stehen hier schon mehrere Tage, oder?“, begrüßte mich einer der Beiden. Ich antwortete freundlich: „Ja, es ist ja auch ein wunderschönes Plätzchen“.  … was dieser mit einem Blick auf die schöne Aussicht auf den Kanal und die angrenzenden Maisfelder auch lächelnd bestätigte.  Dann sagte er uns, dass „jemand“ bei der Polizei angerufen hat und angeblich behauptete wir hätten hier Ärger;  bzw. würden Abwässer hier auf dem Platz entsorgen. Das konnten wir nicht nachvollziehen, denn erstens hatten wir ausnahmslos sehr nette Begegnungen mit den Menschen, die hier kurzzeitig parkten, um mit ihren Hunden am Kanal spazieren zu gehen und zweitens haben wir nichts „entsorgt“.
Da es sich bei dem Plätzchen hier um keinen offiziellen Stellplatz, etc. handelt, habe ich natürlich gesagt, dass wir dann den Platz verlassen werden (nachdem wir gekocht und gegessen haben). Einer der beiden Beamten inspizierte dann noch den Platz um unseren Saloon herum und sagte dann so etwa:  „Das sieht ja alles gut aus, sie machen ja auch einen ganz vernünftigen Eindruck“ !?  Nach einem weiteren kurzen Smal-talk verabschiedeten sich dann die Beiden freundlich und fuhren über den Feldweg wieder in die Zivilisation.
Ines & ich schauten uns an und waren im Grunde froh und dankbar, dass wir hier nun schon mehrere schöne Tage verbracht hatten und waren eigentlich verwundert, dass sich nicht schon vorher ein „korrekter, pflichtbewusster, einsamer, deutscher Erdenbürger“ über uns bei der Polizei beschwert hat 🙂  !!!
Was ich nicht ahnte? :  Ich sollte die Polizisten schon in kurzer Zeit wiedersehen!!

03.07. – 04.-07.  Stellplatz in Schacht-Audorf

Also verliessen wir nun am Mittwoch nachmittag den Platz und fuhren zum nahegelegen offiziellen Stellplatz am NO-Kanal, wo es nun auch noch freie Plätze gab. Das Wetter war mittlerweile nicht mehr gut und die Wetter-apps prophezeiten auch für die nächsten Tage und Wochen nichts Gutes. Da ich am Samstag in Schacht-Audorf meinen Auftritt hatte, lohnte es sich bei dem Wetter auch nicht noch weiter Richtung Ostsee zu fahren.

Auf dem Stellplatz angekommen war der Kampf um die Plätze in der 1. Reihe (am Kanal) bereits beendet, also alle belegt und so stellten wir uns brav in die 2. Reihe. Dort bemerkte dann auch Ines schnell, dass es aufgrund der Bäume hier keinen Fernsehempfang geben wird. Also:  scheiß Wetter und kein Fernsehen …  dass konnte ja heiter werden mit Ines dachte ich mir 🙁  .  Aber meine Ines war ganz enstpannt und legte sich die meiste Zeit hinten ins Bett und las ein „gutes Buch“ oder surfte im Internet.

2 „alte“ Musiker und Emsländer unter sich

Wir standen gerade 5 Minuten, da sah ich einen älteren Mann, der vor seinem Wohnmobil stand und interessiert zu uns rüber sah. Dann sah ich, dass sein Mobil ebenfalls das Kennzeichen EL (also Emsland) aufwies und er mir durch meine Frontscheibe zuwinkte. Also was macht ein gut erzogener emsländischer Junge?  Klar, er geht raus und begrüßt seines gleichen. Das das dann in ein Gespräch von ca. 2 Stunden ausartet ist nicht normal, hatte aber folgende Gründe:
1. Der Mann namens Hans-Theo (ca. 76 Jahre) aus Börger war echt nett.
2. wie sich sehr schnell herausstellte war auch er zeitlebens nebenbei musikalisch als Schlagzeuger unterwegs und hat in verschiedenen Tanzbands im Emsland gespielt. So gab es kaum einen Saal oder Gasthaus, in dem er nicht gespielt hatte. Sogar im Hotel Voss von Ines Eltern war er früher als Musiker eingekehrt. Seine Frau, die ebenfalls sehr nett ist, berichtete daher auch, dass sie die meisten Silvesterabende, etc. meist alleine mit den Kinder und „Schwiegereltern“ verbracht hatte. Dafür sind sie als Ausgleich aber auch damals schon viel gereist und hatten schon viel von der Welt gesehen  (im Gegensatz zu meiner Wenigkeit).
3. Da Hans-Theo in seinem Leben aber auch in der emsländischen Politik sehr engagiert war (er war z.B. auch Bürgermeiter), stellte sich schnell heraus, dass wir auch hier viele gemeinsame Bekannte aus der Vergangenheit hatten.

So verging die Zeit also schnell und wir hätten bestimmt noch viele Stunden zusammen quatschen können;  aber aufgrund des bescheidenen Wetters sind die Beiden am nächsten Tag weiter gefahren (in das nächste norddeutsche Regengebiet?!). Wir verabschiedeten uns herzlich uns sehen uns vielleicht ja nochmal irgendwo wieder.

Der Stellplatz hier war nicht schlecht, kostete aber auch 12,50 € pro Tag ohne irgendwelche Extras. Also rief ich noch am gleichen Tag „Rainer“ an, bei dem das Sommerfest in Schacht-Audorf standfindet. Er hatte uns sowieso angeboten wir könnten jederzeit kommen und bei ihm stehen. Und so wurde vereinbart, dass wir nun am Donnerstag Abend zu ihm fahren.
Plötzlich, es regnete mal wieder, fuhr ein Polizeiwagen an unserem Mobil vorbei und als ich wenig später unseren Abfalleimer entleeren ging, stand der Polizeiwagen immer noch auf dem Platz und ein Polizist diskutierte mit 2 Männern und machte Fotos von einem großen Wohnmobil, welches wohl irgendwie Schaden genommen hatte. Beim Näherkommen erkannte ich den Polizisten wieder und er mich auch und wir grüssten uns freundlich. Auf dem Rückweg vom Müllcontainer sprach ich ihn noch einmal an und sagte: “ Schön ist es hier ja auch, aber vieeeel teurer!“  Mit einem Grinsen gingen wir auseinander  🙂

05.07.-07.07.  Bei Jenny, Rainer, Jacqueline und Kevin …  „Sommer-Regen-Fest“

Rainer hatte für uns bei seinen netten Nachbarn einen tollen, befestigten Stellplatz besorgt wo wir bei dem schlechten Wetter nun gut stehen konnten.
Am nächsten Morgen (Freitag) schauten wir uns dann das „Festgelände“ für die Party am Samstag an, welches sich in Rainers Garten befand.

Kevin, wie immer gut gelaunt. Es hat aufgehört zu regnen und sogar der „Eiswagen“ ist angekommen.

Mann, wow, was Jenny und Ihr Team hier alles in den letzten Tagen, Wochen auf die Beine gestellt hatten war wahnssinnig. Die aufgebauten Zelte boten bestimmt Platz für mehr als 200 Personen. Dazu waren schon zusätzlich aufgebaut:  eine Cocktailbar, ein Spielewagen für Kinder, eine Tanzfläche, etc.

Jenny steht auf dem Shirt … und sie ist es; hier in der Cocktail-Bar mit dem Barkeeper ! Übrigens: es gab abends auch noch eine Pommes-Bude, einen Crap-Stand und einen großen Toilettenwagen.
Der fertige Spielewagen (für Kinder) mit: Dosenweren, Glücksrad, Pfeilewerfen, Popcorn-Maschine und tollen Gewinnen!

Nur das Wetter wollte einfach nicht mitspielen und es regnete den ganzen Tag immer weiter. Die Wetter-app zeigte erst für Samstag-Nachmittag leichte Besserung (also keinen Regen mehr) an. Der Festplatz war vom vielen Regen mittlerweile schon aufgeweicht und alles sehr naß und klamm. Ich half am Freitag so gut ich konnte noch mit und habe am Vormittag (wo die anderen ja noch ihrem Beruf nachgeghen mussten) „Regenrinnen“ zwischen die einzelnen Zelte gebastelt, damit das Regenwasser nach Außen und nicht auf die Sitzbänke abläuft. Am Nachmittag war dann die gesamte Mannschaft vor Ort und es gab noch viel zu tun, bevor die Party am nächsten Tag steigen sollte.
Ines „Fachwissen“ wurde hervorragend in der Cocktail-Bar gebraucht. Dort wurden jetzt versuchsweise verschiedene Cocktails gemischt und ausprobiert (Pinacolada, Sex on the beach, etc.) Nachdem ich ca. 3 -5 mal verschiedene Mischungen testen durfte (musste) ging es mir sehr gut und mir war „eigentlich schon wieder alles egal“ (Spruch meines Schwiegervaters).
Abends fielen wir dann totmüde ins Bett und bestellten im Universum noch einmal gutes Wetter für morgen.
PS: Fotos vom Fest schieben wir später mal nach, da wir selber (aus arbeitstechnischen Gründen ) ja keine machen konnten. Aber Jaqcueline sendet mir in den nächsten Tagen bestimmt wieder tolle Fotos.

Samstag   –  ein tolles Fest,  aber von Sommer und 200 Leuten nichts zu sehen

Als wir morgens aufwachten, wie sollte es anders sein, regnete es weiterhin Bindfäden. Um 11:00 Uhr rief dann mein Sohn Bennet an, der heute ca. 400 km aus NRW anreist um mich als Schlagzeuger zu unterstützen. Ines hatte schon beim ADAC-Fest so von Bennet und mir als B&B-Country-Duo geschwärmt, dass Jenny als Veranstalterin unbedingt Bennet dabei haben wollte. Bennet hatte dann auch zugesagt „ohne Gage“ zu spielen, wenn die PKW-Kosten übernommen werden. Problem ist und war, dass Bennets Auto momentan defekt ist und er somit einen Leihwagen brauchte. Zuerst war Jennys Plan Bennet samt Schlagzeug aus NRW abzuholen und dann auch wieder nach Hause zu fahren;  das wären in der Summe ca. 1600 km gewesen !!!  Ja, was tut man nicht alles um Bon Jovi einfliegen zu lassen 🙂  Letztendlich hat Bennet sich aber um einen preiswerten (nagelneuen) Leihwagen bemüht und dem Veranstalter hat es so incl. Spritkosten nur 160€ gekostet.

Gegen 17:00 Uhr begann dann der offizielle Teil des Sommerfestes, welcher den Kindern gewidmet war. Dazu wurde extra ein Kinderliedermacher engagiert. Dieses Duo verstand es hervorragend die Kinder, aber auch die anwesenden Eltern lustig zu unterhalten! (das tolle bei Kindern ist ja, die brauchen nicht erst 1 – 2 Promille im Blut, um aus sich herauszukommen und mitzumachen 🙂  …  oder haben die auch Cocktails bekommen??  Leider waren aber am Nachmittag nur wenige Kinder und wenig Publikum gekommen.

Ich glaube, er hieß: Lieder-Lucas ! Echt toll gemacht.
Leider vieeeeeeeeeeeel zu wenig Gäste  am Nachmittag.  🙁

Das sollte sich dann am Abend leider auch nicht großartig ändern. Dafür gab es leider mehrere Gründe. 1. gab es noch zwei Gegenveranstaltungen ganz in der Nähe (eine davon war ein Konzert der Gruppe Torf-Rock), 2. war die vorherige Werbung wohl nicht ausreichend, trotz Flyer etc. und 3. na klar, war ein Grund: das besch……  Sommerwetter!  Jenny und ihr Team taten uns echt mega leid!

Doch das spornte Bennet & mich nur noch mehr an, heute Abend für das anwesende Publikum alles zu geben, damit alle bei dem Fest eine gute Laune haben. Ab 18:00 Uhr bauten wir dann unser Musik-Equipment auf und schlossen alle Instrumente und Mikros an die professionelle Sound-Anlage (PA) von Rainer an, die in seinem Zelt installiert war  (Dafür noch einmal herzlichen Dank mein Freund!!)

Bennet gut gelaunt wie immer , beim Aufbau seiner Schießbude.
… that`s true !!
… fast fertig mit dem Aufbau

Kurz vor 21:00 Uhr starteten wird dann unsere Show und die anwesenden Gäste machten von Anfang an super mit. So gab es von uns natürlich Country-music,  Oldies, Rock`n-Roll und einige Evergreens. Wie immer gab es bei uns (mir) kein festgelegtes Programm – das kann auch nicht funktionieren. Ich finde es einfach bemerkenswert, wie toll es mit Bennet am Schlagzeug als Duo immer wieder  klappt, obwohl wir das letzte Mal im August 2018 (vor unserer letzten Überwinterung) zusammen aufgetreten sind — wir sind halt Vater & Sohn !

15 Minuten zusammen üben, dann müssen die 2 neuen „Spass-songs“ sitzen 🙂

Jenny, Jaqcueline & Co. staunten nicht schlecht, als wir dann zu fortgeschrittener Stunde (nach einigen alkoholischen) Getränken dann besonders für die „Thekenmannschaft“ die beiden aktuellen Party-Kracher-songs:
Thekenmädchen (von Versengold) und Cordula Grün spielten. Eigentlich so gar nicht meine Musik;  aber für unsere Freunde hat es doch einfach Spass gemacht und das ganze Zelt hat mitgesungen (mitgegröhlt)  🙂
Natürlich konnte ich mir es nicht nehmen lassen, am Vorabend beim Proben des songs „Thekenmädchen“ noch einmal den Refrain zu ändern und vorher anzukündigen, dass das Lied eigentlich „Bühnen-Cowboy“ heißt und aus „meiner“ Feder stammt:
Verliebt Dich nie, nie, nie, niemals nie in den Cowboy auf der Bühne,
verlieb Dich nie, nie, nie, niemals nie in den Cowboy mit der Gitarr(e),
egal wie schöne er auch ist, egal wie durstig Du bist, es ist sein Job, dass er Dich mag,
Gibt er Dir auch mal ein aus,  er geht zu Ines nach Haus,
Mädel eins sei Dir gesagt:
Verlieb Dich nie, nie, nie in den Cowboy mit der Gitarr !!!

Anstatt bis 24:00 Uhr haben wir dann mit Zugaben gerne noch bis 01:00 Uhr gespielt, bevor es mit DJ-Musik auf der Tanzfläche noch wild weiterging.
Liebe Freunde von Schacht-Audorf !!!  Es war eine ganz tolle Fete und Veranstaltung  und wir wünschen Euch für das nächste Sommerfest mindestens 200 – 300 Gäste … Ihr habt es unbedingt verdient.

Sonntag

Den Sonntag können wir kurz stichwortmässig abhandeln:
Aufgewacht; totmüde; Kater; kurzes Frühstück mit Bennet, der bei uns im WoMo geschlafen hat; Ines kauft vom Sohn x vom Vater Y noch schnell eine „Angel“ ab, was sie gestern mit dunem Kopp wohl abgemacht hat (na Ines, dann Petri Heil) :-);  gesamtes Musik-Equipment wieder verstaut, Bennet macht sich auf die 400 km Rückreise; wir wollen uns verabschieden, doch alle Schacht-Audorfer sind schon wieder auf irgend einem Frühschoppen.
Am Mittag machen wir uns dann auch auf den 290 km langen Heimweg nach „Westerstede“, da wir dort morgen die Silberhochzeit von Ines Bruder Bernd & Tanja feiern.
Nach 5-stündiger Fahrt mit natürlich mehreren langen Staus um Hamburg herum (ich hasse es) kommen wir dann totmüde in Westerstede an.

Und wie es dort dann weiter geht???  Na, das schreibt Euch dann hoffentlich wieder meine liebe Ines !!!

Macht es gut und haltet die Ohren steiff …  wir freuen uns auf jeden Fall schon auf Ende August, bzw. den 1. September, wo es für uns wieder Richtung Süden und Sonne gehen kann.

 

 

 

 

 

 

Womo

Kiel 20.06.2019- 22.06.2019 – ADAC-Treffen bein Kieler Woche

19.06.2019

Gegen 18 Uhr kamen wir endlich in Kiel an und wurden schon sehnsüchtig von Rainer und Kevin erwartet.

Ines total „happy“ mit Kevin.

Die beiden organisieren seit Jahren das ADAC- Treffen in Kiel und wir hatten sie hier im letzten Jahr kennengelernt und viel Spass miteinander gehabt. Endlich hörte es auf zu regnen und wir setzten uns zu Rainer unter die Markise seines Wohnwagens. Die beiden waren noch genauso nett, wie wir sie vom letzten Jahr in Erinnerung hatten und über Rainers lustige Sprüche ,schütteten wir uns immer wieder aus vor Lachen.

Jeder Gast bekam ein Willkommensgeschenk vom ADAC … toll!!  Den Picollo mit den 2 Sektgläsern hat Jaqueline für jeden Gast einzelnd als Geschenk verpackt 🙂 

Bernd freute sich schon auf den morgigen Auftritt und wir gingen recht früh zu Bett.

20.06.2019

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich beim Aufbau des Zeltes und der Getränkebude helfen, aber als wir gegen 8 Uhr 30 erwachten, war alles schon fertig. Selbst die professionelle Musikanlage von Rainer stand schon und so brauchte Bernd am Abend nur seine Gitarre einstöpseln. Um 19 Uhr ging es dann los.

Ich hatte mir vorgenommen für Stimmung zu sorgen und trank mir dafür erst mal Mut mit zahllosen Lakritzschnäpsen an. Oh man, waren die lecker. Hinter der Theke standen, genau wie letztes Jahr Jenny ( Rainers Tochter) und Jaqueline  (Kevins Freundin). Die beiden strahlten um die Wette und auch hier gab es viel zu erzählen.

Päuschen an der Theke mit Ines & Jenny

Da ich Rainers Freundin am Abend zuvor kennen gelernt hatte, setzte ich mich zu ihr an den Tisch. Wir verstanden uns auf Anhieb und nach jedem weiteren Lakritzschnaps besser.

Bernd fing pünktlich an zu spielen und nach jedem Lied gab es Begeisterungspfiffe und Beifall. Jaqueline machte unzählige Videos mit ihrem Handy, die sie uns später schickte. Das war toll, denn sonst ist es immer mein Job. Ich konnte mich also in aller Ruhe aufs Trinken konzentrieren. Die Stimmung war gewaltig und Bernd spielte echt super alles von Country, Oldies, Rock`n-Roll bis Stimmungslieder für das gemischte Publikum.

 

Bei „Griechischer Wein“ hakte ich Rainers Freundin ein und fing an zu schunkeln. Es dauerte nicht lange und das komplette Festzelt machte ebenfalls mit. Bernd gefiel dies anscheinend ganz gut, denn gleich im Anschluss gab es “ Die kleine Kneipe“.  Kevin stand hinter dem Grill und machte für alle leckere Bratwürste. Zwischendurch sorgte auch er immer für gewaltig Stimmung, indem er lautstark mitsang und die Leute animierte im Takt mitzuklatschen. Damit waren wir ja schon zwei und auch Jenny und Jaqueline machten ordentlich mit. Das riss natürlich auch all die anderen mit und es wurde ein rundherum gelungener Abend. Bernd gab sogar noch Zugaben und erst gegen 1 Uhr fielen wir ins Bett.

21.06.2019

Der nächste Tag war (für Ines) fürchterlich. Ich hatte einen wirklich ausgewachsenen Kater. So schlimm, wie seit meiner Jugend nicht mehr und blieb den ganzen Tag im Bett. Bernd aber war fit wie ein Turnschuh und als Rainer und Kevin fragten, ob er am Abend noch einmal bereit wäre ein Stündchen zu spielen, sagte er mit Freuden zu. Auch an diesem Abend hatten alle viel Spass und Bernd kam erst gegen Mitternacht zurück zum Saloon, wo ich schon längst schlief. Am nächsten Morgen erzählte er mir, dass beim letzten Lied (My way  von Frank Sinatra) gestern alle an die Bühne gekommen wären, wo sie einen Halbreis um ihn gebildet hatten und ihm „standing ovations“ gaben. Bernd war richtig gerührt.

Danke an das tolle und liebe Publikum  …  und natürlich an die tollen Gastgeber!!

Wir frühstückten gemütlich zusammen und genossen die leckeren Brötchen, die der ADAC gesponsert hatte. Danach machten wir uns langsam startklar. Wasser wurde noch aufgefüllt und hier gab es sogar eine Entsorgungsmöglichkeit, die wir natürlich ebenfalls in Anspruch nahmen. Danach ging es ans Verabschieden, denn wir waren heute mit Nico und Claudia verabredet. Mit den beiden hatten wir vorletzten Winter eine tolle Zeit in Frankreich, Portugal und Spanien gehabt und da sie ganz in der Nähe wohnten, wollten wir uns unbedingt wiedersehen. Der Abschied von Kevin, Rainer und Co fiel uns nicht so besonders schwer, werden wir uns ja schon am 06.07. in Schacht- Audorf wiedersehen, wo Bernd für das Sommerfest, welches Rainer organisiert hatte, spielen wird.

Gegen 13 Uhr rollte unser Wohnmobil vom Platz. Erstes Ziel: Lidl. Hier wurden unsere Vorräte aufgefüllt und dann ging es weiter zu den Stellplätzen am Nord- Ostseekanal, deren Adressen uns Claudia geschickt hatte. Das Wetter hätte nicht besser sein können und es war Samstag. So war es nicht weiter verwunderlich, dass sämtliche Stellplätze rappelvoll waren. Bernd bekam richtig schlechte Laune und irrte mit unserem Saloon ziellos umher. Endlich fanden wir dann doch noch eine Parkpmöglichkeit an einem Sportplatz. Dieses war zwar nur ein Parkplatz, aber mitten im Grünen und an sich nicht schlecht, wenn nicht der Verkehrslärm der Autobahn, die direkt daneben verlief  gewesen wäre. Bernd weigerte sich aber weiter zu suchen und so warteten wir dort auf Nico und Claudia. Lange mussten wir dies nicht, denn rund 20 Minuten später bogen sie mit ihrem Dickschiff um die Ecke. Die Freude meinerseits war riesig. Bernd hatte noch etwas den Kaffee auf, weil die richtigen Stellplätze besetzt gewesen waren. Zum Glück fand dann aber Claudia mittels google einen anderen Platz. Wir schickten die beiden vor, um zu sehen, ob man da wirklich stehen konnte und bingo!!
Keine 10 Minuten später erreichten uns die ersten Fotos. Wir fuhren also auch dorthin und waren total begeistert. Direkt am Nord- Ostsee- Kanal gelegen, mit einem Superblick auf alle vorbeifahrenden Schiffe und zudem absolut ruhig.

„Ein Bett im Maisfeld, das ist immer frei …“
Hier über den Nord-Ost-Seekanal schippern unter anderem unzählige Frachtschiffe mit den Seecontainern. Diese bringen uns Deutschen all die Sachen, die wir zB. bei AMAZON , ebay und Zalando und Co. bestellt haben. ?!

Da hatte Claudia wirklich einen Geheimplatz entdeckt und Bernd hatte schlagartig wieder gute Laune. Hier war Platz genug für unsere Mobile und die 3 Hunde von den beiden, konnten ungehindert und ohne Leine umherlaufen, da sich der Platz in einer Sackgasse befand, wo so gut wie kein Verkehr herrschte.

Da stehen die beiden nun wieder eng beieinander: der Deeeeeethleffs und der Concorde !  Nico hat sein fahrendes Zuhause aufgebockt, damit es ja größer aussieht als der „weisse Riese“ 🙂

Lediglich ein paar andere Hundebesitzen kamen hierher, um mit ihren Tieren Gassi zu gehen. Einfach herrlich!!! Sofort wurden Tisch und Stühle herausgestellt und bis tief in die Nacht geklönt.

Wie immer gute Laune der Nico … denn er „hat die Haare schön!“ 🙂  (wie er alle 5 Minuten behauptete!?)
PEACE!! Claudia liebt den Schatten
Baily und Filou (2 der 3 Hunde) warten an der Tür zu unserem Saloon … ob es nicht wieder Leberwurstbrot gibt.

Zwischendurch wurde gegrillt und wir hatten einen wirkich tollen Tag. Nach Alkohol war mir aber noch längst nicht wieder. Die beiden blieben bis Dienstag, dann rief die Arbeit und sie mussten nach Hause. Bernd und mir gefiel es aber so gut, dass wir hier noch weitere Tage verbringen wollten.

Guten Morgen!!! … und unser Blick aus dem Schlafzimmer (nach Sonnenaufgang „um 9:00“ 🙂

Wir entdeckten sogar eine Badestelle, wo man ungehindert ins Wasser kam und schwimmen konnte.

Das war eine klasse Abkühlung, war es doch mit 33 Grad sehr heiß.