Womo

Mietersuche zweiter Versuch, Krankenkasse und Geldanlage

Nachdem unsere ersten Fastmieter abgesprungen waren, mussten neue her und so gab ich, bei einer Immobilienuntergruppe von Facebook, ein neues Inserat auf. Keine 5 Minuten später, klingelte auch schon das Telefon und so ging es den ganzen Tag weiter. Sage und schreibe 22 Interessenten bewarben sich um unser Haus und am Folgetag war schon die erste Wohnungsbesichtigung. Ein sehr sympathisches junges Pärchen, beide geschieden und mit insgesamt 3 Kindern. Sie wohnten noch getrennt und suchten händeringend, ein gemeinsames Häuschen. Sie wollten unbedingt einen 3 Jahresvertrag, was uns sehr entgegenkam und flehten und bettelten, dass wir doch bitte sie nehmen sollten. Mir war es sehr recht, denn sie wollten unsere Garderobe und Wohnzimmerregale übernehmen und ich hatte auch echt keinen Bock, auf 22 weitere Besichtigungen. So sagten wir ihnen zu. Der einzige Nachteil, für Bernd war war, dass sie unbedingt, schon am 15.März, einziehen wollten, wir aber noch bis zum 1.Juli arbeiten mussten.Ich sah darin nun überhaupt gar kein Problem. Ziehen wir halt schon vorher in unser Wohnmobil. Mir konnte es gar nicht schnell genug gehen. Dann hätten wir weniger Stromkosten und Gaskosten und würden uns die Grundsteuer und auch die Wasserkosten komplett sparen. Vor allen Dingen aber, musstte ich dann den Garten nicht mehr frühlingsfertig machen.Bernd flippte fast aus, als ich mit meinen Argumenten kam. Er wäre Geschäftsführer und kein Penner und überhaupt, wie sollte er es seinen Mitarbeiter erklären, dass wir in einem Wohnmobil lebten? Die wussten bis dato immer noch nichts von unserem geplanten Ausstieg. Lediglich sein Gesellschafter war involviert, bat aber noch um Stillschweigen, um keine Unruhe im Betrieb aufkommen zu lassen. Mein Gegenargument lautete, dass sie ja nicht zu wissen bräuchten, denn schließlich besuchte uns von denen eh nie einer. Bernd war aber der Meinung, so etwas kommt immer raus und er wollte nicht wie ein Penner leben. Hallo!!!!!! Tickte der nicht mehr richtig??? Wir hatten ein so tolles Wohnmobil, ein anderes mittlerweile. Wie es dazu kam erzähle ich euch im nächsten Beitrag und Bernd verglich uns mit Pennern. Der hatte sie ja nicht mehr alle. Diesmal setzte ich mich durch und wir gaben den zukünftigen Mietern die Zusage, und gingen auf all ihre Wünsche ein. Das hatte zur Folge, dass sie in den kommenden 2 Wochen fast täglich, bei uns auf der Matte standen und alles ausmaßen und sich gedanklich schon einrichteten. 3 Wochen nach der Zusage, unterschrieben sie den 3 jährigen Mietvertrag, den sie ja unbedingt haben wollten. Die junge Frau, hatte inzwischen einen Nachmieter,für ihre Wohnung gefunden und zog nun, mit ihrer 6 jährigen Tochter zu ihrem Freund, in die, für 5 Leute, viel zu kleine Wohnung. Und wir fingen an, unseren gesamten Hausstand, bei ebay zu verscheuern. Schließlich hatten wir nur noch 8 Wochen , bis wir aus unserem Haus raus mussten und die Zeit rannte.Nach 2 Wochen hatten wir kein Bett und auch keinen Kleiderschrank mehr.Diverse Schränke, unser Lowboard und eine Kommode, waren auch schnell verkauft und bei uns sah es aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Denn alles, was ehemals in den Schränken war, flog nun im ganzem Haus rum. An Ordnung war nicht mehr zu denken und es wurde recht unwohnlich bei uns. Deshalb kam uns unser, schon seit Monaten gebuchter und redlich verdienter Urlaub, nach Teneriffa, gerade recht. Wir ließen also erst einmal alles hinter uns und flogen voller Vorfreude und mit den Gefühl, alles im Griff zu haben, los. Als Bernd, nach der Landung sein Handy wieder aktivierte, hatten wir eine Nachricht von unseren Mietern, mit der Bitte, sie doch einmal anzurufen. Wir sahen uns an, und dachten beide: Ach du Scheiße, die springen bestimmt ab. Und so war es dann auch. Das 2 wöchentliche zusammen leben der Beiden, hatte die Beziehung nicht verkraftet und sie hatten sich getrennt. Na, toll!!! Die zweiten Mieter weg und wir standen wieder ganz am Anfang, nur dieses Mal ohne Möbel. Ich hatte so etwas von die Schnauze voll, aber nützte ja nichts. Im Hotel angekommen, schrieb ich als erstes, wieder bei Facebook Immobilien. HAUS ZU VERKAUFEN!!!!!! Ich wollte keine Mieter mehr und Bernd auch nicht. 20 Minuten später kam eine SMS von Thomas und Anne. Ein nettes Paar, mit zwei ganz süßen Kindern,bei denen ich jeden Donnerstag putzte. Deren Cousine und ihr Mann, suchten schon so lange ein Haus und wollten nun unseres. Sie besichtigten das Haus, als wir wieder zuhause waren. 2 Wochen später wurde der Vertrag beim Notar unterschrieben. Sehr zu Bernd´s Freude, wollten die beiden, erst zum 1.Mai einziehen und wir durften noch etwas, in unserem total ungemütlichem Haus ,verweilen. Na super. Das Gute war allerdings, dass wir noch bis Juli, also der Tag unserer Abreise ,in unserem Wohnmobil, noch neben unserem Haus stehen  bleiben durften.Dafür hatten wir, bezüglich Hausverkaufspreis mit uns handeln lassen. Das war schon einmal eine Sorge weniger. Es blieb aber noch genug zu tun. Ich hatte den Auftrag, mich bei der Krankenkasse zu informieren, wie hoch denn unser Beitrag wäre, welchen ich auch gewissenhaft ausführte. Monatlich waren wir zusammen, mit round about, 200 Euro dabei. Das war weniger als wir dachten. Dann rief ich beim Arbeitsamt an. Zwar hat man keinen Arbeitslosengeldanspruch, wenn man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, aber trotzdem sollte man sich auf jeden Fall arbeitslos melden, da man sich somit 4 Jahre seinen Anspruch sichert. Wer weiß denn jetzt schon, ob wir es  auch wirklich, über 4 Jahre, auf so engem Raum, miteinander aushalten, und ob uns das Vagabundenleben tatsächlich gefällt. So steht man auf der sicheren Seite und Bernd hatte schließlich 35 Jahre in die Arbeitslosengeldkasse eingezahlt und auch nicht gerade wenig. Ich bekam sowieso nichts. Dann brauchten wir noch ein neues Konto und zwar ohne Kontoführungsgebühren und mit möglichst kostenlosen Bargeld Abhebungen im Ausland. Wir tendieren zur IKB Bank. Als nächstes die Überlegung unserer zukünftigen Meldeadresse, denn ohne Meldeadresse in Deutschland, keine Krankenkasse. Meine Eltern erklärten sich bereit, uns provisorisch aufzunehmen und auch, sich um unsere Post zu kümmern. Dann brauchten wir unbedingt einen günstigen Handyvertrag und Internet. Darum will sich mein Sohn, er arbeitet bei der Telekom, kümmern. Nächste Frage, wo legen wir unser Geld vom Hausverkauf an?? Wir stecken ja gerade in so einer beschissenen Niedrigzinsphase. Meine Tendenz ging zu einem Auszahlplan, bei dem man 1,4 Prozent bekommt.Nicht gerade rosig, aber nur durch Weltsparen zu toppen. Unsere hart verdiente Kohle ins Ausland zu transferieren, machte uns aber kein gutes Gefühl und so werden wir dies, auf keinen Fall tun. Dann gab es da noch meinen Bruder, er heisst auch Bernd, wie auch mein EX-Mann und mein Mann. Ich hätte mir den Namen ruhig tätowieren lassen können. Mit seinem einzigartigem, sehr gut laufenden und tollen Schokoladenhotel Voss in Westerstede,welches er von meinen Eltern vor über 20 Jahren übernommen hatte und mit meiner Schwägerin Tanja betrieb, konnte er eigentlich immer Geld gebrauchen. Denn er baute ständig um und an, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ich bot ihm unser Geld für 2 Prozent an. Sein Kommentar: das ist ja Wucher und ich benötige im Moment auch nicht. Beim nächsten Anruf bot ich ihm 1,85 Prozent an. Das selbe Resultat. Beim letzten Telefon, bei 1,7 Prozent hat er dann zugeschlagen und wir wissen unser Geld in den allerbesten Händen. Hoffentlich bleibt er weiterhin gesund und munter;-)

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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