Womo

Bad Essen 27.08-28.08.2017

Unser Ziel war Pullmann City im Harz, aber da wir ja alle Zeit der Welt hatten machten wir einen Zwischenstop in Bad Essen. Wir wurden sofort von der freundlichen Platzwirtin in Empfang genommen und beim Bezahlen (9 Euro) teilte sie uns mit, dass heute noch bis 18 Uhr der Historische Handwerkermarkt in Bad Essen sei. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und schnell wuchtete Bernd die Fahrräder runter und wir radelten in die Stadt. Das Wetter konnte gar nicht besser sein und nach 2 Kilometern hatten wir unser Ziel erreicht. Die wirklich tolle und sehenswerte historische Altstadt hatte sich in eine Fressmeile verwandelt und überall gab es etwas zu sehen. Korblechter, Musikbands, Frauen an Spinnrädern, historisches Holzspielzeug und ein Mann im Zylinder schob seine Drehorgel durch die Gegend. Das Wetter war immer noch toll und Bernd und ich schlenderten staunend durch den Ort. Die Gerüche verleiteten uns dazu eine Pizza zu bestellen, dann noch eine riesige Portion Bratkartoffeln und zu guter Letzt auch noch einen Crepe. Scheiß was auf Diät, dachte ich und wir ließen es uns schmecken. Auf dem Marktplatz spielte ein tolles Blassorchester aus Nortrup.

Wir ließen uns auf die davor aufgebauten Stühle sinken und begeistert hörten wir uns die Songs von Udo Jürgens, Abba und anderen Interpreten an. Die ca. 25 Bläser/innen und Drummer verstanden es wirklich uns in ihren Bann zu ziehen und erst nach dem letzten Stück, erhoben wir uns von den Stühlen und schlenderten zurück. Mittlerweile war es 18 Uhr und das Städtchen leerte sich rasant. War es vor einer Stunde noch ein Geschiebe und Gedränge, konnten wir uns nun wieder völlig frei bewegen und steuerten unsere Fahrräder an. Nachdem Bernd sie losgekettet hatte, fuhren wir zurück zu unserem Womo.

Am nächsten Tag sollte es weitergehen und zwar nach Rinteln.

Good morning … in Bad Essen – Stellplatz Falkenburg … nur 2 Nachbarn rechts und ein alten abgestelltes WOMO
Womo

Lingen-Baccum 26.08.2017 – kulinarische Western-Night mit B&B-Country `n` friends

Wir kamen pünktlich in Baccum, wo Bernd nebst Band einen Auftritt auf dem Kirchengelände hatte. 450 Karten waren schon verkauft worden und 50 noch zu haben. Das Wohnmobil konnten wir vor Ort abstellen und Bernd fing sofort an seine Instrumente zur Bühne zu schleppen. Wie üblich war er leicht nervös, weil wie üblich seine Bandkollegen nicht ganz pünktlich waren. Bernd baute seine Sachen auf und als er fertig war, kam auch der Rest der Band. Nun ging die Arbeit erst richtig los, denn Erwin, der Stealgitarrist, war gleichzeitig für die PA zuständig und es dauert immer ewig, bis alles aus dem Hänger geladen ist und an seinem Platz steht und noch länger bis alles angeschlossen und abgenommen ist. Der Organisator bekam auch schon leichte Beklemmungen, weil A) die Zeit knapp wurde und B) der Pastor eine Whats app Nachricht geschickt hatte, in der er darum bat keinen Sound Check zwischen 16 und 17 Uhr zu machen, da er eine Trauung hätte. Bernd flippte fast aus. Erwin widerrum sah alles ganz gelassen und meinte nur sie würden keinen Soundcheck benötigen. Erwin hat immer die Ruhe weg und hat soweit ich das sehe, noch nie in seinem Leben Stress empfunden. Er ist halt ein richtiger Ostfriese und seit ich ihn kenne, weiß ich, dass bei der Jeverwerbung im Fernsehen, nicht übertrieben wird. Irgendwann stand aber alles. Die Leute strömten nur so auf den Platz.

Dieser war wunderschön auf Western und Country dekoriert und auch die Gäste kamen fast ausnahmslos im Cowboyoutfit. Ich holte mir ersteinmal etwas zu essen. Die Baccumerfrauen hatten sich selbst übertroffen und tolle Salate und andere Beilagen gezaubert, die nun in großen Schüsseln auf einem riesigen Tisch standen. Zwei Männer schnitten verschiedene Sorten Fleisch und jeder durfte für 5 Euro seinen Teller so voll hauen, wie er wollte.

Es schmeckte wunderbar und ich war fast fertig, als ich Liane mit ihrem Hund auf mich zukommen sah. Wir hatten Liane 2 Monate zuvor am Dieksee, wo wir ja ein paar Monate standen kennen- und sofort auch lieben gelernt. Eines Tages kam sie mit ihrem Wohnmobil dort vorgefahren und wollte uns kennenlernen. Sie hatte den Bericht über uns in der Zeitung gelesen und war nun neugierig geworden. Wir unterhielten uns stundenlang und Bernd und ich kamen aus dem Lachen gar nicht wieder herraus. Liane ist (glaube ich) 72 Jahre. Sie hat immer 2 geflochtene lange graue Zöpfe und ist alles andere als alt oder langweilig. Seit wohnt in Lingen, ist aber seit 16 Jahren immer wieder mit ihrem Wohnmobil unterwegs. Das Wohnmobil muss man gesehen haben. Sie hat es sehr individuell eingerichtet und neben zahlreichen bunten Beleuchtungen sogar eine Discokugel. Wie sie sagt, gegen Depressionen. Die ersten Jahre hatte sie auf ihrem Fahrradgepäckträger, neben ihrem Fahrrad zusätzlich noch ein Herrenfahrrad befestigt.Zur Sicherheit, wie sie uns mitteilte. Keiner sollte denken, sie wäre allein unterwegs. Aus diesem Grund hatte sie auch immer ein Paar Herrenschuhe in Größe 46 vor dem Wohnmobil stehen und zusätzlich einen zweiten Campingstuhl. Sie kennt sich irrsinnig gut mit sämtlichen modernen Kommunikationsgeräten aus, macht alles mit PC oder Handy und liebt das Computerzeitalter. Sie fährt einen Mitsubishi Pajero, in dem sie sich silberne Pedale hat einbauen lassen und besitzt einen Thermomix in dem sie köstliche Marmelade herrstellt und noch köstlicheren Erdbeerlikör, etikettiert mit ihrem Konterfei.Noch Fragen??? Liane ist einfach klasse und es war echt eine Freude sie zu sehen.

Bernd stellt noch Fotos von dem Abend ein, die Liane gemacht- und uns liebenswürdigerweise geschickt hat.

Der Abend verging, wie immer sehr schnell und nachdem ich mich von Liane verabschiedet hatte ging ich schon mal ins Bett. Bernd kam erst 2 Stunden später, da er ja alles abbauen musste. Der Veranstalter war voll des Lobes und Bernd fiel dann auch irgendwann total erschossen ins Bett.

… der Blick aus dem Schlafzimmer am Morgen „danach“… man merkt es wird bald Herbst … mit Nebel etc. Der schöne Ford-Explorer gehört übrigens Bennet … AMI-natürlich … wenn wir schon keinen mehr fahren 🙁

Nach einem ausgedehnten Frühstück am nächsten Morgen, verabschiedeten wir Bennet, der mal wieder im Hubbett geschlafen hatte und wollten losfahren. Aber was war das??? Der Fahrersitz ließ sich keinen Millimeter nach vorne bewegen und Bernd kam, trotz seiner langen Beine nicht ans Gaspedal. Egal wie ich auch von hinten schob, der Sitz rührte sich nicht.Wir wechselten die Position und nun schob Bernd von hinten, währrend ich den Hebel hochzog, der eigentlich für die Bewegung zuständig ist. Erfolglos. Langsam machte sich Panik breit, denn wir wollten doch los. Ich klemmte mich hinter den Sitz um unter diesen gucken zu können, konnte aber nichts sehen, weil es zu dunkel darunter war. Bernd gab mir eine Taschenlampe und ich versuchte mein Glück zum zweiten Mal. Irgendwann war ich mir sicher, dass der Sitz hinter die Absperrung von der Schine gesprungen war und Bernd und ich hebelten ihn mit Schraubenziehern nach oben. Erfolglos. Nun versuchte Bernd sein Glück, aber er passte noch schlechter vor dem Sitz. Immer war die Handbremse oder der Schaltknüppel im Weg. Es war wahnsinnig heiß und der Schweiß lief uns in Strömen vom Gesicht. Bernd ging zur Garage um noch mehr Werkzeug zu holen. Unterdessen sah ich mir den Beifahrersitz an und bemerkte, dass dieser eine Feder hatte und diese beim Fahrersitz keinen Kontakt zu dem Schiebebügel hatte. Ich hatte überhaupt keine Lust noch einen weiteren Tag in Lingen zu bleiben, damit der Wagen am Folgetag (Montag) in die Werkstatt konnte. Das würden wir aber müssen, denn so konnten wir auf keinen Fall eine längere Strecke fahren. Ich versuchte irgendwie die Feder mit dem Bügel zu verbinden. Gelang mir nicht und lautstark bestellte ich im Universum, dass der Scheißsitz wieder heile sein sollte. Das ist der Tip meiner Mutter. Jedesmal wenn sie etwas will, bestellt sie es im Universum und bekommt es prompt geliefert. Auch ich hatte in der Vergangenheit so manches dort bestellt und auch alles bekommen. Diesmal schien es aber nicht zu funktionieren. Ich erzählte Bernd von meiner Beobachtung und wir wechselten wieder die Positionen. Nun versuchte Bernd erfolglos sein Glück, während ich die Taschenlampe hielt. Nach 1,5 Stunden gaben wir mit der Erkenntnis auf, das wir zwar ein gutes Team sind, aber erfolglos. Bernd versuchte noch Julian, unseren Ivecomenschen, zu erreichen, stellte aber fest, dass er die Privatnummer nicht hatte. Die Werkstatt hatte natürlich geschlossen, weil Sonntag war. Wir entschlossen uns zum Schwimmbad auf dem Stellplatz zu fahren. Ich wollte auf keinen Fall wieder zum Dieksee und so stopfte ich Bernd 2 große Kissen hinter seinen Rücken und wir fuhren los. An der Tankstelle hielten wir kurz und ich sprang rein um Tabak zu holen. Als ich wieder raus kam und ins Wohnmobil kletterte, sagte Bernd dass die Kissen zwar prima wären, aber nun nicht mehr benötigt würden. Ich sah in total verständnislos an und Bernd erklärte, dass mit dem Sitz alles wieder in Ordnung wäre. Zur Demonstration fuhr er mehrmals vor und zurück und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus und bin bis heute davon überzeugt, dass das Universum seine Hände im Spiel hatte. Bernd glaubt zwar nicht an soetwas, hatte aber auch keine andere Erklärung. Mit bester Laune fuhren wir dann los und kamen 2 Stunden und 12 Umleitungen später in Bad Essen an.

Womo

wieder Gronau und Bad Bentheim – 21. – 26.08.2017

Am Sonntag wachte ich mit einem riesigen Kater wieder mal in aller Herrgottsfrühe auf. Bennet ( Bernds Sohn) schlief im Hubbett, weil die beiden ja bis tief in die Nacht Musik gemacht hatten. Ich versuchte mich leise zu beschäftigen, was mir allerdings nicht so wirklich gelang. Die Hubstützen des Wohnmobils waren nicht rausgefahren und so wackelte das ganze Ding hin und her, was zur Folge hatte, dass Bernd und Bennet um 7 Uhr 30 auch hellwach waren.

… dieses Werbeplakat stand direkt neben unserem WOMO … suchen wir ne` Arbeitsstelle? Ne!!! .. aber der Rest vom Plakat passt auf uns!

Gott sei Dank. Ich machte also Frühstück und nachdem das Hubbett mit vereinten Kräften von Bernd und Bennet wieder unter der Decke hing, auch Ordnung. Dann verabschiedeten wir Bennet und fuhren wieder nach Gronau. Wir stellten uns exakt an diesselbe Stelle vom letzten Mal und ich kontrollierte sofort ob die Stromsäule Nummer 4 frei war, denn die war ja defekt, wie wir in der letzten Woche festgestellt hatten und man hatte dort unendlichen Strom. Natürlich war sie besetzt, aber 2 Tage später hatten wir sie dann endlich wieder und nutzten die Gelegenheit Wäsche zu waschen. Wir machten herrliche Radtouren, nach Ochtrup und Bad Bentheim. Von Ochtrup haben wir nicht viel gesehen, dafür aber jede Menge Carthago Wohnmobile, denn dort war ein Händler. Bernd und ich waren uns absolut einig, dass ein solches Wohnmobil nie in Frage käme. Schweineteuer, überall Plastik, überhaupt keine Ausstrahlung und selbst der größte viel zu klein. Ich bekam richtig Platzangst und war echt froh, dass Bernd sich damals durchgesetzt hatte und auf ein großes Wohnmobil bestanden hatte und nicht auf mich gehört hatte, die nur ein 5,99m Ding wollte. Am nächsten Tag fuhren wir mit unseren Rädern nach Bad Bentheim. Dort waren wir noch nie und total überrascht wie gebiergig es dort war.

Bernd musste ganz schön strampeln. Bei mir hielt es sich dank Elektrorad in Grenzen. Bad Bentheim hat eine sehr beeindruckende riesige Burg und rund umzu sind viele süße und beschauliche Restaurants und kleine Cafes. Es war irgendwie so, wie wir uns Süddeutschland vorstellen und wir hatten das absolute Urlaubsfeeling. Nachdem wir uns die Burg

 

und das nette Städtchen angesehen hatten, gönnten wir uns jeder noch eine Tasse Kaffee und ein großes Stück Apfelkuchen, natürlich mit Sahne. Lecker!! Dann fragte ich einen Mann, der vor einer Kneipe saß und schon eine ordentliche Fahne um 1 Uhr mittags hatte, ob er wüsste, wo hier der Womostellplatz wäre. Er wusste es, denn wie es der Zufall so wollte, war er der Platzwart. Er erklärte uns den Weg und Bernd und ich machten uns sofort auf die Socken.

 

 

 

 

Bernds neuer Job als „Burgwächter“ … mit 1,96 m Körperlänge hätte er 1681 bestimmt den Job bekommen !!!

Der Stellplatz hat ca. Platz für 30 Mobile und ist auf einem Parkplatz direkt unter der Burg, also mitten in der Stadt. Angrenzend ist sofort ein toller Park, dass man wenn man Glück hat, und einen Seitenplatz erwischt, mitten im Grünen sitzt. Er kostet 9 Euro und irgendwann einmal werden wir hier mit Sicherheit einmal landen.

Anschließe

nd machten wir uns auf den Rückweg. Wir verbrachten noch ein paar schöne Tage in Gronau und lernten viele nette Leute kennen.

… für dieses tolle Foto hat sich der Heißluftballon extra direkt über Ines Sonnenstuhl positioniert 🙂 … zum Glück hat niemand von oben was runter geworfen !

Am Samstag Mittag fuhren wir zurück nach Lingen, weil Bernd in Baccum einen Musikauftritt hatte. Diesmal mit der ganzen Band.

Womo

Lingen und WESTERN-Abend im PÄNG – 16.08.2017 – 20.08.2017

Da unser Auto einen neuen Zahnriemen bekommen sollte, hatten wir für 8 Uhr einen Termin in unserer Iveco Wekstatt bei Julian, dem Mann unseres Vertrauens. Unser Wecker klingelte uns um 8 Uhr aus dem Bett. Bernd verleibte sich eine große Schüssel Cornflakes mit Haferflocken ein. Nach dem gestrigen Besuch bei Mc Donalds , machte mir meine Waage unmißverständlich klar, dass es für mich heute kein Frühstück geben würde. Scheiß Mc Donalds! Nachdem mein über alles geliebter Mann genußvoll seine Schüssel geleert hatte, setzten wir uns mit unserem Gefährt in Bewegung und waren kurze Zeit später auch schon da. Julian hatte unsere Ankunft bemerkt und nahm uns mit den Worten, dass ich schon lange nichts mehr in unseren Blog geschrieben hätte, schon beim Aussteigen freudestrahlend in Empfang. Ein treuer Leser also und an dieser Stelle viele Grüße an ihn. Da er in Kürze Vater einer  Tochter werden sollte, überreichten wir ihn zur Begrüßung , einen Gefrierbeutel  mit Babybekleidung.  Seitdem wissen wir, dass das, was in der Garage aussieht wie Geschenkpapier, bunte Fackeln zum in die Erde stecken sind. Bernd fuhr unser Wohnmobil in die Werkstatt und sogleich wurde mit den Austausch des Zahnriemens begonnen. Wir sammelten unsere dreckige Wäsche zusammen und machten uns mit den Fahrrädern auf zu Alamo. Alamo ist einer der beiden syrischen Flüchtlingen, die  bei uns 16 Monate gewohnt haben. Wir hatten ihm, als wir ins Wohnmobil zogen, unsere Waschmaschine vermacht, dürfen sie aber immer benutzen, wenn wir mal in Lingen sind. Praktisch, oder?? Alamo freute sich sehr uns zu sehen und während ich die Waschmaschine in Gang schmiss, machte er uns mit unserer früheren Kaffeemaschine einen leckeren Kaffee.Ich hatte ihn seinerzeit eine niedliche kleine Wohnung mit einer großen Dachterasse besorgt und diese sah aus wie Sau, also mußte ich erst einmal wieder schimpfen. Alamo ließ es mit einem Grinsen und jeder Menge Ausreden über sich ergehen und erzählte, wie es ihm die letzten Wochen so ergangen war. Morgen wollte er von Hamburg aus nach Spanien fliegen. Mein Sohn David lebt ja in Hamburg und wollte ihm dort bei seiner Arbeitsstelle einen kostenlosen Parkplatz freihalten. Außerdem erklärte er sich bereit ihn bei der Straßenbahn, die ihn zum Flughafen bringen würde, abzusetzen. Alamo war schwer begeistert, denn so würde er 70 Euro Parkgebühren sparen. Alamo erzählte und erzählte. Wie immer gab er entsetzlich an.  Unter Minderwertigkeitskomplexen hat er noch nie gelitten. Als ich es nicht mehr ertragen konnte, ließ ich Bernd mit ihm auf der Dachterasse sitzen und machte seine Wohnung picobello sauber. Der Vorher- Nachhereffekt war gigantisch und ich rundherum zufrieden mit dem Ergebnis. Nach vollbrachter Tat sammelte ich unsere natürlich noch nicht getrocknete, aber immerhin saubere Wäsche und Bernd ein und wir radelten zu Bernds ehemaligem Büro. Es gab ein großes Hallo und wir aßen alle zusammen Pizza im Besprechungszimmer. Anschließend fuhr ich zum Arzt, um mir noch ein Rezept gegen meine Restless Legs, abzuholen. Meine letzte Packung, war zwar noch nicht einmal angebrochen, aber ich hortete schon für unsere Überwinterung in Spanien. Ohne diese Tabletten, ist es für mich unmöglich zu schlafen. Unser Blog würde dann wahrscheinlich den Titel haben: Mit roten Augen und Tränensäcken genervt um die Welt. Dies galt es natürlich zu verhindern und so stand ich abwechselnd bei meinem alten Hausarzt in Lingen und meinem neuen in Westerstede vor der Tür, denn keiner von beiden wollte mir mehr als eine 3 Monatspackung verschreiben. Danach radelte ich zum Dieksee, wo wir unser Wohnmobil kostenlos abgestellt hatten. Bernd nahm mich dort in Empfang und versuchte mein e-bike zu reparierten. Es war nass geworden und funktionierte mal wieder nicht. Ein echtes Schönwetterrad also!!! Ich war total genervt von allen e-bikes dieser Welt und verkündtete laut und eindrucksvoll, dass mein nächstes wieder ein ganz normales sein würde und das man sich auf diese Scheißdinger einfach nicht verlassen könne. Bernd meinte nur, dass das absoluter Käse wäre und arbeitete indessen kontuniielich und konzentriert weiter. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass er irgendetwas bewirken könnte und das erzählte ich ihm auch pausenlos lautstark. Nach einer Stunde aber die Überraschung. Es lief wieder!!!!!! Zwar waren nicht alle Funktionen wiederhergestellt, aber der Motor tat es. Mein Mann war also ein Universalgenie und ich kam aus dem Loben gar nicht wieder raus. Nun konnten wir uns auf den Weg zu unseren Freunden machen, die 6 Km entfert vom Dieksee wohnten. Mein Fahrrad lief astrein und Bernd hängte sich an meinen Arm und ich zog ihn die halbe Strecke, da wir schon spät dran waren. Ohne Zwischenfälle erreichten wir deren Haus und klingelten. Mario öffnete uns die Tür und konnte sich die Bemerkung, dass ich die Haare schön hätte, nicht verkneifen. Er hatte in unserem Blog, den Beitrag über meinen Friseurbesuch gelesen. Also, noch ein treuer Leser. Nachdem wir auch Natalie begrüßt hatten, gab es Kaffee und Kekse im Wintergarten. Obwohl Bernd und ich uns vorgenommen hatten, die beiden auch einmal etwas erzählen zu lassen, kämpften wir beide mal wieder um Gesprächsanteile und wie immer kamen die beiden kaum zu Wort. Nachdem Mario unser Problem mit dem e-bike gehört hatte, wollte er sich deren annehmen und zusammen mit Bernd, montierte er alle Schalter ab um es trocken zu fönen und untersuchte alle Kabel. Ich saß derweil gemütlich mit Natalie im Wintergarten. Irgendwann waren dann die beiden Männer fertig,und das Rad wieder zusammengebaut. Das Display zeigte wieder sämtliche Funktionen an .Wir verabschiedeten uns herzlichst voneinander, schwangen uns aufs Rad und starteten die Rücktour. Nach 20 Metern bemerkte ich, dass zwar das Display strahlte, wie ein Wiehnachtsbaum am Heiligabend, der Motor aber keinerlei Unterstützung lieferte. Na fabelhaft. Ich strampelte schlechtgelaunt und völlig außer Atem hinter Bernd her. Nachdem wir wieder bei unserem Wohnmobil angekommen waren, rief Bernd bei einem Fahrradhändler in Ochtrup an. Ochtrup war nicht allzu weit von Gronau entfernt und da wollten wir am Sonntag wieder hin. Mein Fahrrad bekam einen Termin für Dienstag. Ich machte uns noch irgendetwas zu essen und dann legten wir uns ab.

Bernds Musikauftritt im Päng

Bennet, Bernds Sohn und sein persönlicher Drummer (Schlagzeuger) wollte am nächsten Morgen um 11 Uhr zum Frühstück kommen. Wer Bennet kennt, weiß das er niemals pünktlich ist. Irgendetwas kommt immer dazwischen. Meistens verschläft er. Manchmal steht er aber auch im Stau oder musste dringend vorher noch einkaufen und oder tanken, sein Auto waschen, oder im Winter  freikratzen womit er nun gar nicht gerechnet hatte usw. Da uns das klar war, warteten wir gar nicht erst auf ihn, sondern frühstückten wie immer in trauter Zweisamkeit. Für Bennet schmierten wir 4 Brötchenhälften und deckten Frischhaltefolie drüber. Wir wurden nicht enttäuscht. Bennet kam gegen 13 Uhr. Diesmal musste er vorher unbedingt noch einmal zur Arbeit, weil irgend etwas mit seinen Proben nicht stimmte. Er ist Chemielaborant. Hungrig machte er sich über die Brötchen her und trank einen großen Becher Kaffee dazu. Wir machten unterdessen unser WOMO startklar und nachdem Bennet zuende gefrühstückt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Päng. Da es mittlerweile Samstag Nachmittag war, konnten wir direkt gegenüber, vor einer Versicherung, die geschlossen hatte, parken. Die beiden bauten ihre Musikequickments für den Abend auf und ich machte Frikadellen und Bratkartoffeln für später. Dann durfte ich noch Bennets Auto für einen Gr0ßeinkauf, natürlich bei Lidl, benutzen. Welch ein Luxus. Als ich mit allem fertig war, saßen Bernd und Bennet gemütlich vor dem Päng und waren schon gut angeheitert. Spielen sollten sie ja erst um 21 Uhr und kurze Zeit später gelang es mir mit den Bratkartoffeln und den Frikadellen, die Promillezahl wieder nach unten zu katapultieren. Um 20 Uhr, ich kam gerade aus dem K und K Markt, weil ich mal wieder beim Großeinkauf, die Hälte vergessen hatte, standen Benedikt( Bernds Nachfolger bei der ARU) und Lisa (Projektleiterin und Sekretärin, jetzt von Benedikt) vor unserem Wohnmobil. Ich bat sie rein und schnell war die Flasche Whiskey zum Vorglühen auf dem Tisch. Alle waren blendender Laune und nach 2 oder 3 Drinks gingen wir gemeinsam ins Päng. Dort stiegen wir drei um auf Bier und Bernd und Bennet fingen an zu spielen. Sie schafften es innerhalb von Minuten, eine Bombenstimmung zu erzeugen und es machte einfach irre Spaß den beiden zuzusehen.

… Fussball-Fans in Mega Laune und soooooooo laut !!!

Für mich immer wieder erstaunlich, wie perfekt die beiden miteinander harmonieren. Ganz ehrlich? Ich habe noch nie so ein tolles Duo erlebt. Völlig egal, ob Bennet singt,oder Bernd oder beide. Instiktiv weiß Bennet immer was Bernd als nächstes spielt und die beiden brauchen wirklich kein Programm, weil Bennet sich sofort auf Bernd einstellen kann. Einfach unbeschreiblich.

Benedikt fing irgendwann an Sambuca für uns zu bestellen und danach waren alle Dämme gebrochen und eine Runde jagte die nächste. Ich glaube, es erübrigt sich eine Beschreibung meines Befinden des folgenden Tages abzugeben. In einem Wort: Grauenhaft!!!! Irgendwann, ich bestellte gerade wieder das Teufelszeug, sah ich Zwillinge, die mir zwar bekannt vorkamen, aber irgendwie schienen sie nicht nach Lingen zu passen. Sie sahen absolut identisch aus und bewegten sich auch so. Völlig synchron. Ich merkte, irgendetwas stimmt nicht und kniff ein Auge zu. Wie durch ein Wunder, verschwand der eine Zwilling und der andere war nun allein. Und da fiel der Groschen. Es war Petra, dank meines Alkoholmißbrauchs hatte ich sie doppelt gesehen. Wir hatten sie und ihren Mann Peter 15 Monate zuvor beim Countryfestival in Schortens kennengelernt und uns auf Anhieb verstanden. Seitdem hatten wir sie aber nie wieder gesehen und heute wollten die beiden uns überraschen und sind spontan für 2,5 Stunden extra aus Gandekersee gekommen. Nun kam auch Peter. Ich fiel den beiden mindestens 5 mal um den Hals und war vor Freude völlig aus dem Häuschen. Sie hatten von Bernds Auftritt bei Facebook gelesen. Auch Bernd freute sich tierisch, konnte aber kaum mit ihnen reden, weil er ja ständig am spielen war.

Später am Abend verabschiedete wir die beiden mit dem Versprechen, sie möglichst bald zu besuchen. Dann kamen noch Angelika und Olli mit ihrem Sohn.

Die drei hatten wir auch ewig nicht gesehen und als dann auch noch Dan, mit seiner neuer Freundin kam, waren wir echt überwältigt.

… PÄNG-Chef „Matze“ musste natürlich auch einen song singen … und hatte mega Laune und mega Umsatz 🙂

Es war ein toller Abend und endete gegen 2 Uhr nach etlichen Zugaben, seitens Bernd und Bennet. Während die beiden noch ihren Musikkrams wieder abbauten, torkelte ich zum Wohnmobil und fiel Augenblicklich ins Koma.

Womo

Gronau am Dreiländersee – 12.-16.08.2017

Nach 180 Km , viel Regen und jeder Menge Staus waren wir in Gronau in Nordrhein Westfalen angekommen. Wir lieben diesen Stellplatz und waren mindestens schon 10 Mal hier. Da Bernd am Samstag den 19. August in Lingen im Päng spielen muss und Gronau nur 50 Km von Lingen entfernt liegt, waren wir uns absolut einig hier ein paar Tage zu verbringen.  Der Stellplatz ist echt einmalig auf einer großen grünen Wiese gelegen. Es gibt keine Parzellen und jeder kann stehen wie er will. Mittlerweile wissen wir auch, wie wir das Wohnmobil parken müssen um möglichst zu jeder Tageszeit Sonne zu haben ( Wenn sie denn mal scheint). Es sind immer extrem nette Leute hier und Strom gibt es auch.

Dauerstromluxus

Mit unseren Solarpanelen auf dem Dach sind wir eigentlich stromunabhängig. Trotzdem ist es für unser Auto gut, ab und zu am Strom zu hängen. Darum sehen wir immer als erstes nach, ob noch Reststrom an irgendeiner Säule ist, den wir dann kostenlos aufbrauchen können. Die Säule Nummero 4 hatte noch 2 KW drauf und schnell verband Bernd diesen Anschluss mit unserem Auto. Automatisch schaltet dann der Kühlschrank von Gas auf Strom und wir können dann auch mit gutem Gewissen unseren Akkustaubsauger aufladen. Ebenso die Fahrradakkus und elektrischen Zahnbürsten. Zusätzlich schaltete ich dann die Warmwasserversorgung an. So können wir abwaschen und duschen ohne Gas zu verbrauchen. Außerdem haben wir so Außenstrom, was bedeutet, dass ich den Pc auch draußen nutzen kann und das ist super, weil ich dort viel lieber schreibe, als im Wohnmobil. Hat etwas damit zu tun, dass ich rauche;-) Nach gut einer Stunde kontrollierte ich, wieviel Strom jetzt noch an der Säule war und stellte verblüfft fest, dass es immer noch 2 KW waren. Komisch und eigentlich unmöglich. Nun kontrollierte ich im 20 Minutentakt und nichts veränderte sich. Jubel, irgendetwas war kaputt und wir hatten nun  Dauerstrom. Quasi eine Flatrate. Dieser blieb uns auch tatsächlich erhalten bis wir 4 Tage später wieder abreisten. Und völlig ungeniert ließen wir den ganzen Tag das Radio dudeln.Ich würde sogar den Backofen benutzen können und endlich einmal wieder etwas mit überbackenen Käse machen. Für jemanden, der ganz normal in einem Haus lebt, ist so etwas ja selbstverständlich, aber ich war geradezu euphorisch und freute mich 4 Tage ununterbrochen. Da sieht man einmal mehr, wie sich die Prioritäten bei veränderten Lebensbedingungen verschieben und wie wenig man benötigt um glücklich zu sein. Früher habe ich mich kein einziges Mal in meinem Leben gefreut den Backofen zu benutze , ganz zu schweigen über warmes Wasser. Heute empfinde ich es als Luxus, der nur schwer zu toppen ist. Am ersten Tag hier hat Bernd das erste Mal gekocht. Es gab Nundeln in Sahnesoße und Lachs. Zum Würzen hatte er einige Fragen, sonst hat er alles ganz allein gemacht. Der Fisch war etwas zu lange in der Pfanne, aber es hat wirklich prima geschmeckt. Bernd hat dann auch ganz allein die Küche wieder sauber gemacht und fühlte sich wie Graf Koks. Allen Personen auf dem Stellplatz, mit denen wir Kontakt hatten, hat er erzält, er wäre fürs Kochen zuständig. So So!

Neue Frisur

In letzter Zeit war ich ständig mit meinen Haaren unzufrieden und so beschloss ich mich zu einer neuen Frisur. Im Internet sah ich mir mindestens 2000 Frisuren an, konnte mich aber nicht entscheiden. Bernd hatte dann die geniale Idee und lud eine App runter. Dann fotografiert er mich und ich konnte mich mit 500 verschiedenen Frisuren betrachten. Man haben wir gelacht. Es ist wirklich sensationell, wie Haare einen Menschen verändern. Manchmal habe ich mich selbst nicht erkannt und auf einigen Beispielen, sah ich mindestens wie 60 aus. Klar, dass ich das auf keinen Fall wollte. Ich nahm dann 4  Kurzhaarfrisuren als Favoriten in die engere Auswahl. Leider hatte Bernd einen total anderen Geschmack und die, die ich am Besten fand, fand er schrecklich. Meine Angst war auch, dass es nachher dann doch ganz anders aussehen könnte, als auf dem Animationsbild. Wir lernten dann noch ein nettes Pärchen kennen und ich erzählte der Frau von meinem Vorhaben und das ich eine Frisur haben wollte, mit der ich 20 Jahre jünger aussehen wollte. Sie sagte daraufhin, kurze Haare machen immer wesentlich älter und ich war total verunsichert. Egal,zum Friseur wollte ich trotzdem und zwar sofort. Leider war Montag und es hatten nur 2 Friseure auf. Bei einem hieß die Inhaberin Martha und ich entschied mich spontan für den anderen. Bernd wollte mich begleiten und dort absetzen. Er traute mir absolut nicht zu den Laden allein zu finden. Hätte ich auch nicht. Wir fuhren durch Wald und Wiesen und Bernd navigierte mit seinem Handy. Nach 8,5 Km waren wir am Ziel. Bernd stellte mein Fahrradnavi für den Rückweg ein. Diesen sollte ich allein bewältigen und fuhr zum Baumarkt um irgendwelche Sicherungen fürs Wohnmobil zu kaufen. Tat er auch. Waren allerding die Falschen.(Nachtrag auf Bernds Befehl: Er hat auch noch andere Sachen eingekauft) Nach 10 Minuten Wartezeit kam ich dann an die Reihe. Mittlerweile hatte ich aber soviel Schiss vor Veränderungen, dass ich ziemlich kleinlaut sagte: Bitte nur die Spitzen. Die Friseurin sagte, dass meine Haare ziemlich kaputt seien und etwas mehr runter wäre besser. Ich legte dann mein Leben vertrauensvoll in ihre Hände. Während sie schnitt, berichtete sie mir von dem unglaublich Gerät, dass Spliss (von dem hatte ich reichlich) wie durch Zauberhand verschwinden lassen würde. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Würde aber 40 Euro kosten, setzte sie mich in Kenntnis. Egal! Vorher müßten zwingend die Haare gewaschen werden, welches natürlich zusätzlich kosten würden. Auch egal! Wenn schon, denn schon. Schließlich war ich schon 5 Jahre nicht mehr bei einem Friseur gewesen und bis zum nächsten Besuch würden wahrscheinlich eben soviele ins Land gehen. Sabine machte sich also an die Arbeit und mit einem speziellen Shampoo, welches angeblich sämtliche Rückstände aus den Haaren bekam, wusch sie mir gleich zweimal die Haare. Dann drückte sie mir einen Fön in die Hand und ich sollte sie selbst trocknen, was ich auch sogleich tat. Danach kam sie mit der Wundermaschine und Strähne um Strähne befreite sie meine Haare vom Spliss. Stolz wie Oscar, zeigte sie mir, indem sie die Maschine aufklappte, wieviel Haarfusseln nun dortdrin lagen. Ich machte ein beeindrucktes Gesicht und entschied mich dann spontan noch mehr Geld auf den Kopf zu hauen und mir meine Wimpern und Augenbrauen färben und letztere auch zupfen zu lassen. Eigentlich hatte ich gar keine Augenbrauen, beziehungsweise waren diese so hell, dass man sie mit bloßen Auge nicht erkennen konnte und nachdem meine älteste Tochter mir einmal gesagt hatte, ich sähe immer so aus, wie nach einer Chemotherapie, malte ich sie mir mindestens 4 mal am Tag an. Ich durfte meinen Kopf zurücklegen, schloss meine Augen und die Friseurin trug mir die Paste mit den Worten, meine Augen die nächsten 20 Minuten auf keinen Fall zu öffnen, auf. Prompt döste ich ein. Das merke ich immer daran dass mein Mund aufgeht und mein Unterkiefer nach unten fällt. Da Bernd es anscheinend liebt, mich in diesem Zustand zu fotografieren, (im Flugzeug, Auto usw) weiß ich ganz genau, wie bescheuert ich so aussehe. Unermüdlich versuchte ich mich mit geschlossenem Mund wach zu halten. 20 Minuten können so grausam lang sein und immer wieder merkte ich, wie mein Unterkiefer erneut wegsackte. Ich war richtig dankbar, dass sich nun meine Restless Legs bemerkbar machten. Nun war ich zwar am um mich treten. Das sah sicher auch merkwürdig aus, aber mit Sicherheit nicht so behumpst, wie dazuliegen,als wäre man gerade gestorben. Endlich wurde die Paste abgewaschen. Irgendwann einmal in der 20 minütigen Einwirkzeit hatte mein Augenlid gejuckt hat und ich habe ganz vorsichtig gekratzt. Die Friseurin machte mich darauf aufmerksam, dass ich nun pechschwarze Finger und auch ein Augenlid in der selben Farbe habe und es mindestens 3 Tage so bleiben würde. Na fabelhaft. Dann wurde noch gezupft und ich verkroch mich in den Friseurstuhl auf diesselbe Weise, wie ich es beim Zahnarzt immer tue. Man waren das Schmerzen. Ich fühlte mich, wie auf einem Folterstuhl. Endlich war auch das überstanden und ich fertig. Die Friseurin drehte mir noch 2 Packungen Wundermittel für meine Haare an und ich durfte für alles zusammen 91,50 Euro bezahlen. Mein Mund wurde ganz trocken und ich mußte ersteinmal Spucke sammeln um 3 Mal zu schlucken. Dann stammelte ich 95 Euro und verließ den Laden. Alles im allem war ich mit meiner neuen Frisur aber sehr zufrieden. Was wahrscheinlich daran lag, dass sie aussah wie meine alte. Nach Aussage der Friseurin, hatte ich aber nun wieder gesunde Haare und das ist doch auch schon einmal etwas. Ich befestigte meinen Fahrradnavi am Fahrrad und machte mich ganz allein auf den Weg zu unserem Stellplatz. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel und ich konnte nichts auf dem Display erkennen. Also anhalten und das Gerät in die Hand nehmen. Weiter gehts. Während der Fahrt versuchte ich zu lesen, wo ich hin muss, hatte aber keine Brille dabei und konnte immer noch nichts erkennen. Glücklicherweise piepte das Gerät jedesmal wenn ich zu weit gefahren war oder hätte abbiegen müssen. Jedesmal wenn ich diesen Ton hörte, stieg ich also ab um zu sehen, was jetzt wieder verkehrt war und wie es weitergeht. Nach 6 Km war der Wohnmobilstellplatz endlich ausgeschildert und ich konnte die letzten 2 Km mit beiden Händen am Lenkrad fahren und kam heil an. Bernd war schon da, konnte keine großartige  Veränderung an meinem Kopf feststellen, freute sich aber dass ich zufrieden war und wir verbuchten die 95 Euro unter Luxus. Er in seinem Handy, ich in meinem Ausgabenheft. Was es damit auf sich hat, beschreibe ich im nächsten Artikel.

Dann spielten wir noch eine Runde Scrabble. Dieses Spiel lieben wir. An diesem Tag gewann ich. Abends spielte Bernd noch etwas Gitarre und als es zu kühl wurde gingen wir mit einer Tüte Flips und einer Tafel Schokolade ins Bett und sahen noch fern. Ich schlief natürlich wieder nach 15 Minuten ein um gegen 5 Uhr am Morgen aufzuwachen, rauszugehen und an diesem Blog weiterzuschreiben. Die Zeit hier vergeht viel zu schnell und leider müssen wir heute abend los nach Lingen, zwecks Zahnriemenwechslung

Nachtrag

Mit dem Kochen im Backofen wurde es leider nichts. Kaum hatte ich das das ganze geschnittene Gemüse zum Garen in den Ofen getan und tatsächlich den richtigen Knopf zum Anstellen gefunden, sprang die Sicherung aus der Kabeltrommel. Beim Wiederreindrücken seitens Bernd ging der Knopf kaputt und es war nichts mehr mit Strom. 2 Stunden war Bernd, der Musiker, damit beschäftigt es zu reparieren. Unterstützung erhielt er von Manfred. Manfred und seine Frau Gaby waren auch Concordefahrer und wir hatten sie hier in Gronau kennen gelernt. Beide waren Rentner, viel unterwegs und total nett. Manfred war wundersamerweise Elektiker. Er konnte zwar die chinesische Kabeltrommel auch nicht wieder heil bekommen, half Bernd aber sie so weit in Ordnung zu bringen, dass wir wieder an unsere Flatrate konnten. Dank der beiden kann unsere Sicherung jetzt nie wieder rausspringen und ich hoffe nicht, dass aus diesem Grund irgendwann einmal unser Haus auf Rädern abfackelt. Ist man dann dagegen versichert?? Manfred gab uns auch noch viele wertvolleo Tips aus seinem unerschöpflichen Erfahrungsvorsprung. Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit den Beiden und Bernd spielte noch etwas Gitarre bei etwas regnerischem Wetter. Am folgenden Tag, war es aber wieder sonnig. Wir verbrachten noch einen letzten wunderschönen Tag dort.

Um 20 Uhr, nachdem wir sogar noch im Dreiländersee schwimmen waren, brachen wir unsere Zelte ab und fuhren nach Lingen. Dort holten wir uns noch etwas von MC Donalds und übernachteten auf dem dazu gehörigen Parkplatz.

Womo

Ditzum am Dollart – 09-10.08.2017

Ich hatte bei Promobil gelesen, dass Ditzum am Dollart einen Top Stellplatz hatte und der kleine Ort recht schön sein sollte. So fuhren wir dorthin. Das Wetter war echt grauenhaft. Irgendwie ist dieser Sommer echt scheiße und wir können es kaum erwarten die letzten Termine hinter uns zu bringen und endlich am 16. September loszufahren Richtung Frankreich. Langsam wird es auch peinlich, dass uns Ostfriesland scheinbar so im Griff hat. Auf der anderen Seite lohnt es auch nicht wirklich zwischen Bernds Musikauftritten weit zu fahren und ehrlich gesagt haben wir auch keinen Bock. Nun sind wir schon fast 6 Wochen raus aus unserem Hamsterrad und fast 4 Monate raus aus unserem Haus. Gestern stellten wir gemeinsam und überraschend fest, dass wir noch kein einziges Mal wieder an unser Haus gedacht. Als wir aber 2 Nächte im Hotel meines Bruders übernachtet haben, vermissten wir schon unser Wohnmobil. Die Arbeit fehlt uns überhaupt nicht. Naja, zwischendurch hatten wir ja auch immer genug zu tun. Unterwegs fragen uns öfter Leute, ob das Zusammenleben auf so engem Raum, nicht manchmal problematisch ist. Dazu kann ich nur sagen, dass das Leben mit Bernd meistens echt easy ist. Klar manchmal geht er mir schon auf den Geist. Größtenteils find ich ihn einfach toll. Und Bernd akzeptiert das ich nicht perfekt bin und auch nicht vorhabe es zu ändern. Jedenfalls meistens;-) Letztens ist er aber einmal richtig ausgeflippt und ich dachte, er bekommt einen Herzinfarkt. Ich habe mich lieber im Klo eingeschlossen und mich erst nach 30 Minuten wieder rausgetraut. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was ich gemacht habe……. Verrat ich nicht, aber ich mach es nie wieder!!!! Versprochen !!!!;-) Ansonsten streiten wir nie und es stört ihn irgendwie auch nicht, dass ich seit Weihnachten 10 Kilo abnehmen wollte und immer noch 13 Kilo fehlen. Na wenn das nicht Liebe ist…???? Ich schweife ab…. Zurück zu Ditzum. Also ich persönlich fand den Stellplatz überhaupt nicht toll. Das kleine Örtchen ist aber wirklich einen Besuch wert. Ein schöner Hafen, so gut wie kein Tourismus, niedliche kleine Häuser, eine sehr schöne Mühle in der man Andenken kaufen kann (alles Handarbeit)  und tolle Restaurants mit leckerem frischen Fisch.

Wir waren tatsächlich einmal essen und haben zusammen sage und schreibe 20 Euro bezahlt.Und es war echt lecker. Jetzt beim Schreiben, bekomme ich schon wieder Apetit. Wir machten einen wunderschönen Spaziergang. Es war allerdings saukalt. 14 Grad!!! Das war exakt die Temperatur, die wir Weihnachten 2015 hatten. Wir fühlten uns echt fröstelig und instinktiv wählte ich im Restaurant einen Platz an der Heizung. Die war natürlich aus. Wir hatten schließlich August und nicht Dezember. Nach dem Essen gingen wir schnurstraks zurück zum Stellplatz, sahen uns noch irgendeinen Film an und schliefen dann schnell ein. Am nächsten Tag regnete es wieder und wir beschlossen nach Gronau in Nordrhein Westfalen zu fahren.

Womo

Emden – 03.08.-07.08.2017

Nach einem gemütlichem Frühstück putzten und wienerten wir erst einmal unser heißgeliebtes Wohnmobil von außen. Ich bin für den unteren Part bis dahin wo ich mit ausgestreckten Armen drankomme zuständig und Bernd für den Rest. In Zahlen ausgedrückt, mache ich also gut 2 drittel sämtlicher Flächen, Bernd 1 drittel und zusätzlich das Dach. Logisch, dass die unteren 2 drittel viel sauberer sind, oder? Erwähnte ich an schon, dass ich echt sensationell im Putzen bin?  Bernd verlor auch nach einer Seite und dem Dach die Lust und wir entschieden uns aufzubrechen und uns in Emden ein Quartier zu suchen.

Stellplatzsuche in Emden – wohin mit unserem „Dickschiff?“

Ich rief beim Stellplatz am Hafen (am Delft) an und der Platzwart meinte, es wäre noch genug frei. Nachdem wir im Wohnmobil alles startklar gemacht hatte, machten wir uns auf die 15 km lange Reise um bei der Ankunft festzustellen, dass nun doch alle Plätze belegt waren. So ein Mist. Wir wollten es dann am Theater probieren. Dort waren angeblich 4 kostenfreie Plätze. Bernd, der ewige Pessimist, war sich sicher, dass dort auch kein Platz mehr frei wäre und vereinbarte mit einem netten Wohnmobilisten, der einen schönen Platz am Hafen hatte und am nächsten Tag weiterfahren wollte, dass er diesen für uns frei halten sollte. Sie machten eine Uhrzeit aus, wurden aber ständig von seiner meckernden Frau unterbrochen. Diese konnte überhaupt nicht verstehen, dass jemand so ein großes Wohnmobil hat und hatte auch keinen Verständnis dafür, dass ihr Mann uns helfen wollte. Trotz der keifenden Frau machten die beiden Männer eine Uhrzeit aus. Bernd bedankte sich beim Abschied höflich und an die Frau gewand sagte er mit seinem strahlendsten Lächeln: “ Sie haben einen sehr netten Mann! “ Die Frau sah daraufhin noch verkniffener aus, aber der Mann konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wir fragten dann den Platzwart nach der Adresse, des anderen Stellplatzes, gaben diese in das Navi ein und fuhren die Rund 1,5 Km. Dort angekommen waren wir freudig überrascht, denn es waren sogar noch 2 Plätze frei. Der Platz lag an einer Schule und an einem Thermalbad und war recht groß. Er hatte sogar Strom, welchen wir aber so gut wie nie brauchen, allerdings keine Entsorgung. Das war uns aber schnuppe, denn wir würden sowieso nur zum Schlafen dort sein. Bernd bockte das Auto auf und nahm die Räder vom Gepäckträger. Mit diesen fuhren wir dann an den Delft.

Emden a la carte

Dort sollte ab morgen “ Emden a la carte“ stattfinden.Als wir ankamen, herrschte schon emsiges Treiben. Tische und Stühle wurden aufgestellt. Es sollten Sitzplätze für 700 Personen hergerichtet werden. Genau wie bei “ Westerstede a la carte“ hatten sich die Emder Hotelliers und Restaurantbesitzer, 8 Stück an der Zahl, zusammen getan um aus Emden eine kulinarische Meile zu machen. Jeder Gastronom hatte ein eigenes Pagodenzelt und in diesem sollten ab morgen allerlei Köstlichkeiten zubereitet werden. Meine Schwester, die den „Goldenen Adler“ in Emden betreibt und auch einen Stand dort hatte fanden wir gleich im ersten Zelt. Sie war fast fertig mit der Vorbereitung und gemeinsam mit ihrem Mann und Jannika, meiner Nichte, gingen wir in die Stadt und aßen einen leckeren Rollo. Dann radelten wir zurück zu unserem Stellplatz und legten uns früh schlafen um fit zu sein für den nächsten Tag.

Und wieder ruft uns die Arbeit!

Ich schlief total schlecht. Meine „restless legs“ hatten mich mal wieder fest im Griff und um halb fünf konnte ich es im Bett nicht mehr aushalten. Ich schrieb etwas in unserem Block, las etwas, putze ein wenig, aber alles nur halbherzig. Es dauerte ewig bis es endlich 8 Uhr 30 war und ich Bernd aus dem Bett schmeißen konnten. Wir machten uns stadtfein und fuhren dann zum “ Goldenen Adler“ um dort zu frühstücken. Natürlich nahm ich auch unsere dreckige Wäsche mit, denn der Adler verfügt über eine Waschmaschine und sogar einen Trockner. So eine Gelegenheit lässt man sich ja nicht entgehen. Nach dem leckeren Frühstück, lieh Bernd sich von Rainer, meinem Schwager, das Auto, fuhr zurück zum Wohnmobil und packte seine Musikanlage und Gitarren ein. Er sollte 3 Tage bei “ Emden a la carte“ Musik machen und war wie immer etwas aufgeregt. Ich machte mich auf zu dem Stand meiner Schwester. Schon vor Monaten hatte ich ihr versprochen, bei der Veranstaltung das Bonieren (= Kasse machen )zu übernehmen. Nun hatte sich meine Schwester aber anders entschieden und ich sollte für die Pasta zuständig sein. Nun ja,ihr kennt ja mittlerweile mein Verhältnis zum Kochen. Mir wurde richtig schlecht bei der Vorstellung. Das konnte doch nur ins Auge gehen. Ich überzeugte meine Schwester wortreich und verzweifelt, dass ich für diesen Job auf keinen Fall die geeignete Person wäre. Mit Erfolg. Puh, das war knapp. Ich durfte also doch Kasse machen und ließ sie mir erst einmal gründlich erklären.

Das Wetter spielte, anders als in Westerstede, mit. Zwar war es sehr windig, aber trotzdem sonnig. Regen sollte es nicht geben und so machten wir uns auf einen Ansturm von Gästen bereit. Bernd baute seine Musik genau gegenüber unseres Essenszeltes auf. Das war ganz prima, denn so hatte ich ihn immer im Blick.

Man weiß ja schließlich nie….. Nachher kommt da noch so ein gutaussehender weiblicher Fan und macht ihm schöne Augen….. Nicht, dass ich ihm nicht vertraue und Gott sei Dank ist er ja auch so katholisch……aber irgendwie doch beruhigend ihn in Sichweite zu wissen:-) Meine Schwester Elke mutierte, wie immer bei solchen Veranstaltungen zur Oberzicke und war hochgradig nervös. Kein Wunder, denn sie hat ja die alleinige Verantwortung und die Nerven lagen blank. Janika, die auch mit im Stand arbeitete und ich sahen uns nur vielsagend an, hielten unseren Mund und versuchten uns möglichst unsichtbar zu machen. Aus Erfahrung wußten wir, dass ist gesünder. Zeitgleich mit Einsetzen von Bernds Gesang kamen die ersten Essen-Bestellungen. Es war unglaublich wie hungrig Emden war und wir hatten allerhand zu tun. Alles klappte wunderbar und  Elke verwandelte sich wie durch Zauberhand vom Oberboss zurück in meine liebenswerte kleine Schwester. Allen Gästen schmeckte es ausgezeichnet und immer wenn die Zeit es zuließ sangen janika, Elke und ich lautstark mit und schunkelten hinter dem Tresen. Bernd gab alles und bei Musik lässt es sich eindeutig besser arbeiten. So ging es 3 Tage. Am Samstag und Sonntag war es dermaßen voll, dass ich kaum mit dem Bonieren hinterherkam und irgendwann nicht mehr rechnen konnte.

Zusätzlich hatte ich  echte Wortfindungsschwierigkeiten. Nachdem meine Schwester mich aber jeweils eine rauchen geschickt hatte, ging es aber wieder. Der Wettergott meinte es mit Emden wirklich gut und die Veranstaltung hätte nicht besser laufen können. Bernd bekam viel Applaus und hatte einen regelrechten Fanclub und auch ich machte einen super Job.

Bernds Finger waren fast blutig und meine Füße und Knöchel waren dermaßen angeschwollen, dass ich kaum noch in meine Schuhe passte, aber wir würden es sofort wieder machen, weil es solchen Spass gemacht hat. Am Montag morgen, als alles vorbei war, rief meine Schwester an und lud uns zum Frühstück in die Stadt ein. Natürlich waren Rainer und Janika, nebst Sohn auch dabei und es war wirklich schön mit den vieren.

Dann wurde es Zeit uns zu verabschieden und wir machten uns wieder auf den Weg nach Grabstede.

Zwischstopp machten wir in Westerstede. Dort begaben wir uns zu  einem Großeinkauf zu Lidl. Wohin auch sonst. Mein Gott, wie soll es bloß im Ausland werden? Oder gibt es dort auch Lidl? (Natürlich !! – Anmerkung von Bernd) Ich muss mich beizeiten einmal informieren. Dann entsorgten wir noch, füllten unsere Wasservorräte auf und kamen gegen 16 Uhr wieder einmal bei dem Ferienhaus meiner Eltern in Grabstede an. Wir wollten noch einmal meinen Eltern etwas Arbeit abnehmen und den Garten machen. Das Wohnmobil parkten wir am Strassenrand. Ich machte uns noch etwas zu essen.Anschließend  lasen wir noch etwas in den zahlreichen Geos, die dort so rumlagen und gingen ziemlich erschöpft ins Bett. Nicht ohne vorher ausgiebig zu duschen. Das war in Emden wegen Zeitmangels etwas zu kurz gekommen und wurde jetzt doppelt und dreifach nachgeholt.

Am nächsten Morgen, wachte ich wie üblich um halb 5 auf und fing sogleich an zu fegen und Unkraut zwischen den Steinen herrauszuziehen. Danach putze ich noch einmal alle Scheiben des Rondells von innen und außen. Das hatte ich zwar erst vor 3 Wochen gemacht, aber sie waren schon wieder ziemlich schmutzig. Erwähnte ich schon, dass ich es liebe Fenster zu putzen??? Echt,ohne Witz!!! Nach 4 Stunden war ich fertig.

Das „Rondel“ = Pavillion ist blitzeblank

Bernd war inzwischen auch aufgewacht und deckte den Frühstückstisch im Rondell. Das Rondell war direkt auf dem Steg angebracht worden und wenn man darin saß, hatte man das Gefühl auf einem Schiff zu sein. Bernd hatte sogar Eier gekocht und bei Kaffee und Tee ließen wir es uns schmecken. Danach ging es wieder an die Arbeit. Bernd schrubbte 4 Stunden das Holzhaus ab, wobei er ein Stück ausließ um meinen Eltern das Vorher Nacherergebnis zu demonstrieren.

Ich machte dasselbe mit dem anderen Holzhaus, da es rot ist, sah man aber nicht diesen Effekt wie bei der Hütte, die Bernd bearbeitete.

Dann putze ich noch einmal die Fenster. Das hatte ich zwar auch schon vor 11 Tagen gemacht, aber Bernd hatte ziemlich viel mit Wasser rumgekleckert und so machte ich es halt noch einmal. Wie gesagt, ich liebe Fensterputzen. Zwischendurch regnete es immer wieder einmal. Es war aber warm und so arbeiteten wir emsig weiter. Bernd mähte noch den Rasen und schnitt die Kanten. Dann machte ich mich im Haus zu schaffen. Dort war  alles sehr sauber. Nur der Kühlschrank stand etwas unter Wasser, weil das kleine Ablaufloch versopft war. Kurzerhand räumte ich alles raus und schrubbte ihn. Weil es so schön war, machte ich gleich beim Gefrierfach weiter und als letztes nahm ich mir noch den großen Kühlschrank vor, der draußen auf der Veranda stand. Zum Abschluss nahm ich mir noch das Schlafzimmer vor. Da das Häuschen so ländlich gelegen ist, gibt es immer wahnsinnge Anzahlen von Spinnen dort. Und die scheinen Tag und Nacht zu arbeiten. Da uns Bernds Tochter Carina, nebst Freund am nächsten Tag besuchen wollten und diese unsagbare Panik vor Spinnen hat, saugte und fegte ich jeden Winkel. Sogar die Decken ließ ich nicht aus. Und ich würde mich sehr wundern, wenn auch nur eine überlebt hätte. Bernd machte noch die Dachrinnen sauber, ich saugte zum Abschluss noch den Pavillion. Mittlerweile war es schon wieder Abend geworden und ich machte uns noch eine Tiefkühlpizza. Die teure von Wagner. Wir wollten uns auch einmal etwas gönnen. Nach dem Essen gingen wir in unser Wohnmobil, welches jetzt direkt am See stand, sahen noch etwas fern und schliefen fest ein.

Carina & Simon besuchen uns in Grabstede

Am nächsten morgen fegte ich noch einmal und bereitete das Frühstück für Carina, ihren Freund Simon  und uns vor. Die beiden kamen dann etwas verspätet und waren hingerissen von dem Rondell.

Der Tag plätscherte so dahin. Wir und auch die beiden hatten viel zu erzählen. Bernd baute irgendwann noch das Kanu auf und Carina und Simon probierten es aus, während Bernd ein paar Runden schwamm.

Ich sorgte den ganzen Tag für das leibliche Wohl aller, kriegte beim Kochen für 4 Personen, fast einen Nervenzusammenbruch und war gefühlmässig pausenlos am Abwaschen. Abends spielten wir noch Tick Tack Bombe und um 22 Uhr fielen wir wieder ins Bett. Am nächsten Tag kamen meine Eltern zum Frühstückund brachten Brötchen und Kuchen mit. Stolz wie Oscar führten wir sie rum und ließen uns loben. Wir verbrachten einen weiteren Tag im Rondell, wechselten auch mal zu anderen Sitzgelegenheiten und als sich am späten Nachmittag alle verabschiedet und gefahren waren, kamen noch mein Bruder und meine Schwägerin und ich machte zum allerletzten Mal an diesem Tag Tee. Da die beiden noch einen Termin hatten, blieben sie nicht lange und ich saugte zum Abschluss noch einmal alles durch. Wir gingen früh zu Bett und am nächsten Tag fuhren wir bei strömenden Regen nach Ditzum.

Womo

Kein Internet

Hallo ihr Lieben

Eigentlich wollte ich täglich etwas schreiben, aber ich hänge total hinterher. Das liegt hauptsächlich an Ostfriesland. Wir haben hier fast nie Internet und können nicht einmal sehen wie das Wetter wird. Die Verbindung beim Telefonieren ist auch grottenschlecht und Whats ap ( wie wird das eigentlich geschrieben???) dauern bis zu 8 Stunden, bevor sie rausgehen. Ab 10. August verlassen wir diese Gegend und dann hau ich wieder richtig in die Tasten. Sorry about.

Womo

21.07. – 02.08. 2017 Conneforde (Bernsteinsee) und Großes Meer

Conneforde hat einen wirklich schönen Stellplatz für 8 Euro die Nacht.Darin enthalten ist der Eintritt zum wunderschönen  Bernsteinsee. Man muss nur eine Straße passieren und schon ist man dort.

… leider war das Wetter am Anreisetag von Gewittern durchzogen
… Kilian hungrig nach gefühlten 4 Stunden Schwimmen und Tauchen im Bernsteinsee

Wir waren echt erstaunt wie klar der See ist und für Kinder gibt es dort 2 Spielplätze eine Wasserrutsche und ein Trampolin im See. Einfach paradiesisch und Bernd und ich verbrachten den ganzen Tag dort am Strand. Da es dort so kinderfreundlich war, beschlossen wir unseren Enkel Killian kommen zu lassen. Ich rief also bei Hung an, mit der Bitte ihn zu uns zu bringen. Vorher sollte er noch schnell bei Lidl reinspringen und uns 12 Brötchen mitbringen. Worauf er etwas verständnislos fragte, ob wir denn nicht wüßten, dass heute Sonntag  und Lidl geschlossen ist? Nee, wußten wir nicht!!! Unser Zeitgefühl war uns total abhanden gekommen und ich sagte etwas frustriert zu Bernd: So ein Scheiß, man freut sich ja gar nicht mehr auf´s Wochenende. Bernd sah mich verdrossen an und erwiderte: Und Urlaub haben wir auch keinen mehr. Ihr seht also, Aussteigen hat auch gravierende Nachteile. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt, aber wir müssen damit jetzt leben. Hung erklärte sich sofort bereit Killian zu bringen. Er ist Killians Vater und ein Vietnamese. Killian verbringt immer einen Großteil der Ferien bei ihm. Wenn die Beziehung zu meiner Tochter nicht relativ schnell in die Brüche gagangen wäre, wäre er mein Schwiegersohn geworden. So ist der Kelch aber an ihm vorrüber gegangen und ich glaube, er macht jeden Tag 3 Kreuze. Eine Stunde später traf Killian bei uns ein. Er wird demnächst 12 Jahre alt und liebt es “ Mensch ärgere dich  nicht“ und Mau Mau mit uns zu spielen. Nach 7 Runden “ Mensch ärgere dich nicht“ und 14 Runden Mau Mau, entschied ich spontan den Stellplatz zu verlassen und auf den Campingplatz zu wechseln. Der war zwar entschieden teurer, aber es gab dort jede Menge Kinder und nicht nur Rentner wie auf unserem Stellplatz. Gesagt getan. Wir bekamen einen tollen Platz und Killian war rund um die Uhr beschäftigt. Das Wetter war allerdings mehr als beschissen. Es regnete tagelang ununterbrochen bei 16 Grad. Killian verbrachte trotzdem die meiste Zeit im Wasser und tobte mit seinen neuen Freunden. Als wir ihn nach 5 Tagen wieder zu Hause in West erstede ablieferten, war er richtig traurig und wir auch.

Bernd und ich blieben 2 Tage in Westerstede.

Endlich mal wieder etwas arbeiten.

Danach fuhren wir wieder einmal nach Grabstede um uns dort noch einmal um den Garten meiner Eltern zu kümmern und dort die Fenster zu putzen. Hat richtig Spaß gemacht und mit dem guten Gefühl, etwas getan zu haben fuhren wir weiter. Wir wollten Richtung Emden, weil dort unser nächster Einsatz war, mußten aber noch 5 Tage überbrücken und so entschieden wir uns für das Große Meer an. Es liegt nur 15 km von Emden und man kann dort wunderbar Boot fahren.

Großes Meer (flaches Meer) im Südborookmerland

Ohne Probleme kamen wir am späten Nachmittag dort an. Gott sei Dank waren trotz Ferien in allen Bundesländern noch genügend Stellplätze frei. Wir entschieden uns für einen in der ersten Reihe, weil das die größten waren und wir mit unserem Geschoss auch nicht wirklich eine andere Wahl hatten. Der Stellplatz liegt ca. 2 Minuten vom Meer entfernt , hat aber keinen Meerblick. Es gibt ein wirklich tolles Sanitärgebäude, indem alles vorhanden ist, was der Mensch so braucht. Die Duschen sind kostenlos und das haben wir dann auch wirklich ausgenutzt. Herrlich, endlich einmal wieder so richtig lange Duschen. Der Stellplatz hat eine vernünftige Größe und kostet 9 Euro pro Tag.  Wir lernten sogleich 2 nette Pärchen kennen und gesellten uns zu ihnen. Bernd ließ sich zum Gitarrenspiel überreden und wir verbrachten ein paar nette Stunden bei strömenden Regen. Um 23 Uhr 30 lagen wir dann endlich im Bett. Wir schliefen herrlich und ich weckte Bernd am nächsten Morgen mit einem feudalen Frühstück. Dann suchten wir den Platz meiner Schwester. Sie und ihr Mann hatten hier seit neuesten einen Dauerstellplatz für ihren Wohnwagen. Obwohl wir durch sämtliche Gassen gingen, konnten wir ihn aber nicht finden.  Auch die Leute, die wir befragten, konnten uns nicht weiterhelfen und so gingen wir dann zum großen Meer. Wir hatten wunderbares Wetter, aber Windstärke 8. Deshalb waren unzählige Windsurfer auf dem Meer. Es waren wirklich die idealsten Vorraussetzungen für diesen Sport und es machte echt Spaß ihnen zu zusehen. Zum Kanufahren war es aber zu stürmisch und so machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang. Ich war ganz beeindruckt von den schönen Häusern, die am Kanal lagen und konnte mich gar nicht satt sehen. Dann beschlossen wir kurzerhand noch zu schwimmen. Ratzfatz rein in die Badeklamotten und ab ins Wasser. Das Wasser war angenehm warm, aber egal wie weit wir reingingen, es war nie tiefer als maximal 40 cm. Schwimmen war unmöglich. Ich schrammte nur unaufhörig mit meiner Oberweite über den Grund und Bernd hatte dasselbe Problem mit seinen langen Beinen. Egal, erfrischend war es trotzdem und für kleine Kinder traumhaft. Beim Anziehen entdeckte ich 2 große Holzfässer. Ich vermutete Saunen darin und besah sie mir etwas genauer. Da fiel mir ein Wohnwagen mit Emder Kennzeichen ins Auge und neugierig ging ich hin. Bingo, ich hatte den Wohnwagen meiner Schwester gefunden. Direkt am Wasser. Natürlich war sie nicht da. Anständige Leute arbeiten zu dieser Tageszeit. Ich rief sie an. Sie war schon von unserer Mutter informiert worden, dass wir dort waren und versprach am späten Nachmittag zu kommen.

Kochen im Wohnmobil

Genug Zeit also noch Rouladen zu machen und gemütlich vor unserem Wohnmobil zu essen. Kochen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken und ich glaube Bernd hat echt Angst, dass ich eines Tages das Wohnmobil abfackel, oder warum sagt er jedesmal, troz dem wir einen Feuerlöscher an Bord haben, dass wir unbedingt noch eine Löschdecke bräuchten?? Nach dem Essen muss dann das Schlachtfeld beseitigt werden. Keine Ahnung wie andere Leute es schaffen, die Küche beim Kochen immer sauber und ordentlich zu halten. Bei mir sieht es regelmäßig nach dem Kochen so aus, als hätte jemand eingebrochen und dabei  frustriert, weil er kein Geld gefunden hat, sämtliche Lebensmittel aus den Schränken genommen und in der Küche und auf der Erde verteilt. Und als wäre dies nicht schon genug zum Schluss noch sämtliche Klappen, Fronten und Griffe mit Senf, Gehacktem,Kartoffelstärke oder ähnliches eingeschmiert. Dieses variiert von Gericht zu Gericht. Bernd ist immer ziemlich fassungslos, wenn er das Chaos sieht. Mittlerweile verkneift er sich aber jeglichen Kommentar und rastet nur aus, wenn er sich mal wieder den Kopf stößt, weil ich irgendwelche oberen Klappen aufgelassen habe.  Wenn alles erledigt ist, fühl ich mich, als hätte ich einen Marathon unter 2 Stunden gelaufen. Bernd meint aber, die Sache mit dem Kochen wird immer besser. Ich glaube das stimmt, denn mittlerweile ess ich mein Gekochtes schon manchmal selbst. Ich hatte mich noch nicht ganz vom Kochen erholt, da klingelte meine Schwester durch. Sie und mein Schwager Rainer, waren endlich eingetroffen und wir sollten nun zu ihnen kommen. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg und nach ca 4 Minuten waren wir auch schon am Ziel angekommen. Rainer und Elke wollten uns unbedingt zum Essen einladen. Ein Nein ließen sie nicht gelten und ich beschloss morgen einmal nicht auf die Waage zu gehen. Wir gingen zum Hotel Landhaus. Luftlinie 40 Meter vom Wohnwagen entfernt war. Der Besitzer des Hotels hat noch jede Menge anderer Hotels und Restaurant in Emden und ihm gehörten auch die Holzfässer in denen ich die Saunen vermutet hatte. Man konnte diese mieten und darin übernachten. Das kostet pro Person 30 Euro und ist ideal für 2 Personen . Man steht direkt am Wasser und hat noch einen kleinen Balkon. Ich fand es total romantisch, bis Elke mir erzählte, dass ganz Emden und Umgebung diese Fässer als Bumsfässer betitelt. Man sieht dann die Leute, die auf den kleinen Balkonen sitzen mit ganz anderen Augen, besonders wenn 3 Leute vor dem Fass sitzen. Nach dem Essen machten wir noch einen Verdauungsspaziergang von 40 Metern zurück zum Wohnwagen und spielten stundenlang das geniale Spiel Tick Tack Bombe, welches uns unsere Freundin Liane besorgt hatte, die wir kurz vor unseren Ausstieg in Lingen kennengelernt hatten. An dieser Stelle ganz liebe Grüße an dich Liane. Deine Marmelade war superlecker und den Rest von deinem Erdbeerlikör hüten wir wie einen Schatz!!!!!! Gegen 24 Uhr gingen wir zurück zu unserem Wohnmobil, nicht ohne die beiden für den nächsten Tag zum Frühstück einzuladen und fielen todmüde ins Bett.

Bernd erspielt uns ein Essen und Frei-Getränke

Meine Schwester und mein Schwager mussten nachdem sie bei uns gefrühstückt hatten, ersteinmal für 4 Stunden zurück nach Emden und arbeiten. Es war zwar ihr freier Tag, aber Schwund ist überall. Irgendwann am Nachmittag rief sie an um Bernd zu fragen, ob er nicht Lust hätte morgen abend 2 Stunden im Landhaus zu spielen? Gage wäre freies Essen und Getränke satt. In Emden hatte sie den Besitzer der Holzfässer und des Landhotels getroffen und von uns berichtet. Bernd meinte daraufhin: Warum nicht? Und so war es beschlossene Sache. Am Abend kamen Elke und Rainer dann wieder. Ich hatte gekocht für uns alle vier!!!!! Echt Hardcore!!!! Nach dem Essen holte Bernd, natürlich animiert von mir, die Gitarre raus und fing an zu spielen. Nach kurzer Zeit rief auf einmal jemand seinen Namen. Es war Thomas Kümper (auch ein Musiker). Er hatte Bernd sofort an der Stimme erkannt, obwohl die beiden nur Facebookfreunde sind und sich persönlich erst einmal gesehen hatten. Er hatte den Tag mit seiner Freundin und deren Tochter am Strand vom großen Meer verbracht und sie waren jetzt auf dem Heimweg. Daraus wurde aber die nächsten 3 Stunden nichts, denn Bernd drückte Thomas eine von seinen Gitarren in der Hand und die beiden spielten um die Wette.

Es war ein toller Abend, den unsere Nachbarwohnmobilisten beendeten, weil sie gegen 24 Uhr dann auch mal schlafen wollten. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander und fielen wieder todmüde ins Bett.Am nächsten Tag machten wir noch eine tolle Kanufahrt

Bernd holte das Kajak vom Großen Meer zum stellplatz zurück… wozu unser 25 ltr. mobiler Notfäkaltank doch alles herhalten kann… Boottransport, Ersatzsitzmöglichkeit (mit Kissen drauf), etc. etc. 🙂 Not macht halt erfinderisch

und abends gingen wir dann gemeinsam zum Restaurant (Hotel Landhaus) in dem Bernd spielen sollte und bestellten uns ersteinmal etwas zu Essen.

Bernd nahm einen Pulled Pork Burger mit Pommes und ich mein obligatorisches Schnitzel mit Pommes. Dazu 2 Apfelschorlen. Es schmeckte super. Das Wetter war herrlich und weil ja alles umsonst war, tranken wir hinterher noch Pernod Cola und einen Friesengeist. Bernd hatte seine Anlage schon am Nachmittag aufgebaut. Pünktlich um 19 Uhr fing er an zu spielen. Das Restaurant war gut besucht und sogar 6 Leute von unserem Stellplatz waren gekommen und lauschten verzückt Bernds Gesang. Die Stimmung war toll und auch der Besitzer ließ es sich nicht nehmen kurz reinzuschneien und 2 Bier zu trinken, bevor er wieder an die Arbeit mußte. Die Bedienungen waren hin und weg und filmten unendwegt mit ihren Handys. Bernd erfüllte einige Musikwünsche und ruckzuck waren die 2 Stunden um.

IMG_7298     Video Hym…..

Danach kümmerte sich Bernd noch um seine Fans, verteile ein paar Autogramme, trank noch einen Friesengeist und zum Abschluss aßen wir noch ein leckeres Stück Kuchen. Dann machten wir uns auf den Heimweg. Es war mal wieder ein wunderschöner Tag. Unser letzter am großen Meer, denn morgen wollten wir nach Emden.

Womo

Westerstede a la carte

Einmal im Jahr ist in Westerstede die Veranstaltung Westerstede a la carte. Mehrere Gastronomen aus Westerstede und dieses Jahr auch meine Schwester aus Emden tuen sich zu diesem Zweck zusammen. Jeder Betrieb hat ein Zelt, in dem live gekocht wird und der Marktplatz verwandelt sich in eine Gourmetmeile mit 600 Sitzplätzen.

… der Marktplatz war 3 Tage lang „rappelvoll“ mit hungrigen Gästen aus Nah und Fern

Mein Bruder Bernd Voss  hatte dort natürlich auch einen Stand

Chefkoch Bernd in seinem Gourmet-Zelt voll im Einsatz … alle ca. 3 Sekunden ging ein Essen raus … Wahnsinnsleistung!!!

und als Schwester bin ich natürlich immer gerne bereit ihm zu helfen. In diesem Jahr durfte ich die Kasse bedienen. Ich hatte mächtig Schiss, weil in meiner Gegenwart meist alle technischen Geräte versagten. 4 Tage dauert dieses Event und damit Bernd sich in dieser Zeit nicht langweilte, baute er kurzerhand seine Anlage auf dem Marktplatz auf und spielte was das Zeug hielt.

… gut, dass ich als Musiker ab und zu mal Pause habe und Zeit für ein Selfi 🙂

Leider regnete es am Freitag, wie aus Eimern. Dafür war es dann am Samstag richtig schön und ich kam mit dem bonieren kaum hinterher. Sonntag regnete es wieder und es war echt zum Kotzen. Jedes Mal, wenn wieder trockene Tischdecken aufgelegt wurden kam der nächste Guss und dasselbe Spiel begann von Neuem. Am Montag war das Wetter dann wieder gut und alles in allem waren die Gastronomen dann einigermaßen zufrieden. Wir fuhren dann am Dienstag weiter nach Grabstede, wo meine Eltern ein kleines Ferienhaus mit einem wunderschönen Garten direkt am See haben. Nun war das Wetter traumhaft und wir schwammen und sonnten uns ausgiebig. Unser Wohnmobil konnten wir unauffällig in der Nähe abstellen und wir beschlossen noch einen Tag dran zu hängen und uns mal etwas nützlich zu machen. Bernd mähte bei meinen Eltern den Rasen, schnitt Kanten ….

... das war war es dann mit den schönen, gepflegten „Gitarristen-Fingernägeln“ der rechten Hand

und ich tat das, was ich am besten konnte und putzte.


Es machte richtig Spaß und meine Eltern freuten sich als wir es ihnen präsentierten. Mein Vater machte uns zum Abschied noch ein leckeres Steak und dann verabschiedeten wir uns und fuhren tatsächlich 17 Kilometer bis nach Conneforde.