Womo

Lingen und WESTERN-Abend im PÄNG – 16.08.2017 – 20.08.2017

Da unser Auto einen neuen Zahnriemen bekommen sollte, hatten wir für 8 Uhr einen Termin in unserer Iveco Wekstatt bei Julian, dem Mann unseres Vertrauens. Unser Wecker klingelte uns um 8 Uhr aus dem Bett. Bernd verleibte sich eine große Schüssel Cornflakes mit Haferflocken ein. Nach dem gestrigen Besuch bei Mc Donalds , machte mir meine Waage unmißverständlich klar, dass es für mich heute kein Frühstück geben würde. Scheiß Mc Donalds! Nachdem mein über alles geliebter Mann genußvoll seine Schüssel geleert hatte, setzten wir uns mit unserem Gefährt in Bewegung und waren kurze Zeit später auch schon da. Julian hatte unsere Ankunft bemerkt und nahm uns mit den Worten, dass ich schon lange nichts mehr in unseren Blog geschrieben hätte, schon beim Aussteigen freudestrahlend in Empfang. Ein treuer Leser also und an dieser Stelle viele Grüße an ihn. Da er in Kürze Vater einer  Tochter werden sollte, überreichten wir ihn zur Begrüßung , einen Gefrierbeutel  mit Babybekleidung.  Seitdem wissen wir, dass das, was in der Garage aussieht wie Geschenkpapier, bunte Fackeln zum in die Erde stecken sind. Bernd fuhr unser Wohnmobil in die Werkstatt und sogleich wurde mit den Austausch des Zahnriemens begonnen. Wir sammelten unsere dreckige Wäsche zusammen und machten uns mit den Fahrrädern auf zu Alamo. Alamo ist einer der beiden syrischen Flüchtlingen, die  bei uns 16 Monate gewohnt haben. Wir hatten ihm, als wir ins Wohnmobil zogen, unsere Waschmaschine vermacht, dürfen sie aber immer benutzen, wenn wir mal in Lingen sind. Praktisch, oder?? Alamo freute sich sehr uns zu sehen und während ich die Waschmaschine in Gang schmiss, machte er uns mit unserer früheren Kaffeemaschine einen leckeren Kaffee.Ich hatte ihn seinerzeit eine niedliche kleine Wohnung mit einer großen Dachterasse besorgt und diese sah aus wie Sau, also mußte ich erst einmal wieder schimpfen. Alamo ließ es mit einem Grinsen und jeder Menge Ausreden über sich ergehen und erzählte, wie es ihm die letzten Wochen so ergangen war. Morgen wollte er von Hamburg aus nach Spanien fliegen. Mein Sohn David lebt ja in Hamburg und wollte ihm dort bei seiner Arbeitsstelle einen kostenlosen Parkplatz freihalten. Außerdem erklärte er sich bereit ihn bei der Straßenbahn, die ihn zum Flughafen bringen würde, abzusetzen. Alamo war schwer begeistert, denn so würde er 70 Euro Parkgebühren sparen. Alamo erzählte und erzählte. Wie immer gab er entsetzlich an.  Unter Minderwertigkeitskomplexen hat er noch nie gelitten. Als ich es nicht mehr ertragen konnte, ließ ich Bernd mit ihm auf der Dachterasse sitzen und machte seine Wohnung picobello sauber. Der Vorher- Nachhereffekt war gigantisch und ich rundherum zufrieden mit dem Ergebnis. Nach vollbrachter Tat sammelte ich unsere natürlich noch nicht getrocknete, aber immerhin saubere Wäsche und Bernd ein und wir radelten zu Bernds ehemaligem Büro. Es gab ein großes Hallo und wir aßen alle zusammen Pizza im Besprechungszimmer. Anschließend fuhr ich zum Arzt, um mir noch ein Rezept gegen meine Restless Legs, abzuholen. Meine letzte Packung, war zwar noch nicht einmal angebrochen, aber ich hortete schon für unsere Überwinterung in Spanien. Ohne diese Tabletten, ist es für mich unmöglich zu schlafen. Unser Blog würde dann wahrscheinlich den Titel haben: Mit roten Augen und Tränensäcken genervt um die Welt. Dies galt es natürlich zu verhindern und so stand ich abwechselnd bei meinem alten Hausarzt in Lingen und meinem neuen in Westerstede vor der Tür, denn keiner von beiden wollte mir mehr als eine 3 Monatspackung verschreiben. Danach radelte ich zum Dieksee, wo wir unser Wohnmobil kostenlos abgestellt hatten. Bernd nahm mich dort in Empfang und versuchte mein e-bike zu reparierten. Es war nass geworden und funktionierte mal wieder nicht. Ein echtes Schönwetterrad also!!! Ich war total genervt von allen e-bikes dieser Welt und verkündtete laut und eindrucksvoll, dass mein nächstes wieder ein ganz normales sein würde und das man sich auf diese Scheißdinger einfach nicht verlassen könne. Bernd meinte nur, dass das absoluter Käse wäre und arbeitete indessen kontuniielich und konzentriert weiter. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass er irgendetwas bewirken könnte und das erzählte ich ihm auch pausenlos lautstark. Nach einer Stunde aber die Überraschung. Es lief wieder!!!!!! Zwar waren nicht alle Funktionen wiederhergestellt, aber der Motor tat es. Mein Mann war also ein Universalgenie und ich kam aus dem Loben gar nicht wieder raus. Nun konnten wir uns auf den Weg zu unseren Freunden machen, die 6 Km entfert vom Dieksee wohnten. Mein Fahrrad lief astrein und Bernd hängte sich an meinen Arm und ich zog ihn die halbe Strecke, da wir schon spät dran waren. Ohne Zwischenfälle erreichten wir deren Haus und klingelten. Mario öffnete uns die Tür und konnte sich die Bemerkung, dass ich die Haare schön hätte, nicht verkneifen. Er hatte in unserem Blog, den Beitrag über meinen Friseurbesuch gelesen. Also, noch ein treuer Leser. Nachdem wir auch Natalie begrüßt hatten, gab es Kaffee und Kekse im Wintergarten. Obwohl Bernd und ich uns vorgenommen hatten, die beiden auch einmal etwas erzählen zu lassen, kämpften wir beide mal wieder um Gesprächsanteile und wie immer kamen die beiden kaum zu Wort. Nachdem Mario unser Problem mit dem e-bike gehört hatte, wollte er sich deren annehmen und zusammen mit Bernd, montierte er alle Schalter ab um es trocken zu fönen und untersuchte alle Kabel. Ich saß derweil gemütlich mit Natalie im Wintergarten. Irgendwann waren dann die beiden Männer fertig,und das Rad wieder zusammengebaut. Das Display zeigte wieder sämtliche Funktionen an .Wir verabschiedeten uns herzlichst voneinander, schwangen uns aufs Rad und starteten die Rücktour. Nach 20 Metern bemerkte ich, dass zwar das Display strahlte, wie ein Wiehnachtsbaum am Heiligabend, der Motor aber keinerlei Unterstützung lieferte. Na fabelhaft. Ich strampelte schlechtgelaunt und völlig außer Atem hinter Bernd her. Nachdem wir wieder bei unserem Wohnmobil angekommen waren, rief Bernd bei einem Fahrradhändler in Ochtrup an. Ochtrup war nicht allzu weit von Gronau entfernt und da wollten wir am Sonntag wieder hin. Mein Fahrrad bekam einen Termin für Dienstag. Ich machte uns noch irgendetwas zu essen und dann legten wir uns ab.

Bernds Musikauftritt im Päng

Bennet, Bernds Sohn und sein persönlicher Drummer (Schlagzeuger) wollte am nächsten Morgen um 11 Uhr zum Frühstück kommen. Wer Bennet kennt, weiß das er niemals pünktlich ist. Irgendetwas kommt immer dazwischen. Meistens verschläft er. Manchmal steht er aber auch im Stau oder musste dringend vorher noch einkaufen und oder tanken, sein Auto waschen, oder im Winter  freikratzen womit er nun gar nicht gerechnet hatte usw. Da uns das klar war, warteten wir gar nicht erst auf ihn, sondern frühstückten wie immer in trauter Zweisamkeit. Für Bennet schmierten wir 4 Brötchenhälften und deckten Frischhaltefolie drüber. Wir wurden nicht enttäuscht. Bennet kam gegen 13 Uhr. Diesmal musste er vorher unbedingt noch einmal zur Arbeit, weil irgend etwas mit seinen Proben nicht stimmte. Er ist Chemielaborant. Hungrig machte er sich über die Brötchen her und trank einen großen Becher Kaffee dazu. Wir machten unterdessen unser WOMO startklar und nachdem Bennet zuende gefrühstückt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Päng. Da es mittlerweile Samstag Nachmittag war, konnten wir direkt gegenüber, vor einer Versicherung, die geschlossen hatte, parken. Die beiden bauten ihre Musikequickments für den Abend auf und ich machte Frikadellen und Bratkartoffeln für später. Dann durfte ich noch Bennets Auto für einen Gr0ßeinkauf, natürlich bei Lidl, benutzen. Welch ein Luxus. Als ich mit allem fertig war, saßen Bernd und Bennet gemütlich vor dem Päng und waren schon gut angeheitert. Spielen sollten sie ja erst um 21 Uhr und kurze Zeit später gelang es mir mit den Bratkartoffeln und den Frikadellen, die Promillezahl wieder nach unten zu katapultieren. Um 20 Uhr, ich kam gerade aus dem K und K Markt, weil ich mal wieder beim Großeinkauf, die Hälte vergessen hatte, standen Benedikt( Bernds Nachfolger bei der ARU) und Lisa (Projektleiterin und Sekretärin, jetzt von Benedikt) vor unserem Wohnmobil. Ich bat sie rein und schnell war die Flasche Whiskey zum Vorglühen auf dem Tisch. Alle waren blendender Laune und nach 2 oder 3 Drinks gingen wir gemeinsam ins Päng. Dort stiegen wir drei um auf Bier und Bernd und Bennet fingen an zu spielen. Sie schafften es innerhalb von Minuten, eine Bombenstimmung zu erzeugen und es machte einfach irre Spaß den beiden zuzusehen.

… Fussball-Fans in Mega Laune und soooooooo laut !!!

Für mich immer wieder erstaunlich, wie perfekt die beiden miteinander harmonieren. Ganz ehrlich? Ich habe noch nie so ein tolles Duo erlebt. Völlig egal, ob Bennet singt,oder Bernd oder beide. Instiktiv weiß Bennet immer was Bernd als nächstes spielt und die beiden brauchen wirklich kein Programm, weil Bennet sich sofort auf Bernd einstellen kann. Einfach unbeschreiblich.

Benedikt fing irgendwann an Sambuca für uns zu bestellen und danach waren alle Dämme gebrochen und eine Runde jagte die nächste. Ich glaube, es erübrigt sich eine Beschreibung meines Befinden des folgenden Tages abzugeben. In einem Wort: Grauenhaft!!!! Irgendwann, ich bestellte gerade wieder das Teufelszeug, sah ich Zwillinge, die mir zwar bekannt vorkamen, aber irgendwie schienen sie nicht nach Lingen zu passen. Sie sahen absolut identisch aus und bewegten sich auch so. Völlig synchron. Ich merkte, irgendetwas stimmt nicht und kniff ein Auge zu. Wie durch ein Wunder, verschwand der eine Zwilling und der andere war nun allein. Und da fiel der Groschen. Es war Petra, dank meines Alkoholmißbrauchs hatte ich sie doppelt gesehen. Wir hatten sie und ihren Mann Peter 15 Monate zuvor beim Countryfestival in Schortens kennengelernt und uns auf Anhieb verstanden. Seitdem hatten wir sie aber nie wieder gesehen und heute wollten die beiden uns überraschen und sind spontan für 2,5 Stunden extra aus Gandekersee gekommen. Nun kam auch Peter. Ich fiel den beiden mindestens 5 mal um den Hals und war vor Freude völlig aus dem Häuschen. Sie hatten von Bernds Auftritt bei Facebook gelesen. Auch Bernd freute sich tierisch, konnte aber kaum mit ihnen reden, weil er ja ständig am spielen war.

Später am Abend verabschiedete wir die beiden mit dem Versprechen, sie möglichst bald zu besuchen. Dann kamen noch Angelika und Olli mit ihrem Sohn.

Die drei hatten wir auch ewig nicht gesehen und als dann auch noch Dan, mit seiner neuer Freundin kam, waren wir echt überwältigt.

… PÄNG-Chef „Matze“ musste natürlich auch einen song singen … und hatte mega Laune und mega Umsatz 🙂

Es war ein toller Abend und endete gegen 2 Uhr nach etlichen Zugaben, seitens Bernd und Bennet. Während die beiden noch ihren Musikkrams wieder abbauten, torkelte ich zum Wohnmobil und fiel Augenblicklich ins Koma.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

2 Gedanken zu „Lingen und WESTERN-Abend im PÄNG – 16.08.2017 – 20.08.2017“

  1. Liane sagt:

    Hallo ihr Beiden,
    ich weiß gar nicht, warum kaum Kommentare zu lesen sind und traue mich nicht so richtig zu schreiben. Aber ich möchte wirklich gerne sagen, wie toll die Berichte immer zu lesen sind. Es macht so viel Spaß und ich kann mir auch alles gut vorstellen. Jeden Tag gucke ich nach, ob es wieder was Neues gibt. Es freut mich auch sehr, dass euch Tick Tack Bumm noch immer gefällt und ihr es mehrmals schon gespielt habt. In Gesellschaft mit etwas „Allohol“ macht es Bombenstimmung. In Ditzum war ich mit meiner Freundin vor ein paar Wochen auch, nämlich als es so irre heiß war. Der Platz am Deich war zwar voll, aber wir standen an der Seite mit Blick auf die weite „Gegend“. Das war super und man konnte die Wohnmobile alle wegdenken. Den berühmten Tante-Emma-Laden haben wir auch besichtigt und dort eingekauft. Es wurden uns sogar die Taschen zum Wohnmobil getragen, das war Klasse. Und in den Fischlokalen gegessen haben wir auch jeden Abend. Und über etwas in deinen Berichten Ines bin ich sehr erstaunt, du hast Restless Legs, genau wie ich. Damit plage ich mich seit der Schulzeit rum. Aber mit den entsprechenden Tabletten habe ich es im Griff, du anscheinend ja auch. Aber morgens um 5 Uhr aufstehen, das käme mir nicht in den Sinn. Ich bin dann zwar auch wach und zappele furchtbar rum, aber irgendwann schlafe ich wieder ein, manchmal bis 9 Uhr. Aber ich kann auch zappeln, denn ich schlafe ja alleine. So Frühaufsteher bewundere ich schon sehr. Meine Sonnenaufgänge kann ich an einer Hand abzählen, obwohl sie immer einmalig waren, aber halt wenige. Oje, jetzt schreibe ich so viel, entschuldige. Irgendwie möchte man auf jeden deiner Sätze eingehen, so ansprechend sind sie geschrieben. Ich hoffe, euch morgen in Baccum zu treffen und freue mich schon sehr darauf. Weiterhin nur das Beste für euch.

    1. Ines & Bernd Hoormann sagt:

      Hallo Liane,
      Es war sehr schön dich in Baccum gesehen zu haben und danke für die tollen Fotos. Auch Stefanie hat sich sehr gefreut. Wir sind momentan in Rinteln, haben aber fast keine Gigabites mehr und so kann ich erst im nächsten Monat weiterschreiben.Bleib wie du bist!!!! Du bist genial und wir freuen uns dich kennen gelernt zu haben.
      Ganz liebe Grüße Ines und Bernd

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