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Lingen-Baccum 26.08.2017 – kulinarische Western-Night mit B&B-Country `n` friends

Wir kamen pünktlich in Baccum, wo Bernd nebst Band einen Auftritt auf dem Kirchengelände hatte. 450 Karten waren schon verkauft worden und 50 noch zu haben. Das Wohnmobil konnten wir vor Ort abstellen und Bernd fing sofort an seine Instrumente zur Bühne zu schleppen. Wie üblich war er leicht nervös, weil wie üblich seine Bandkollegen nicht ganz pünktlich waren. Bernd baute seine Sachen auf und als er fertig war, kam auch der Rest der Band. Nun ging die Arbeit erst richtig los, denn Erwin, der Stealgitarrist, war gleichzeitig für die PA zuständig und es dauert immer ewig, bis alles aus dem Hänger geladen ist und an seinem Platz steht und noch länger bis alles angeschlossen und abgenommen ist. Der Organisator bekam auch schon leichte Beklemmungen, weil A) die Zeit knapp wurde und B) der Pastor eine Whats app Nachricht geschickt hatte, in der er darum bat keinen Sound Check zwischen 16 und 17 Uhr zu machen, da er eine Trauung hätte. Bernd flippte fast aus. Erwin widerrum sah alles ganz gelassen und meinte nur sie würden keinen Soundcheck benötigen. Erwin hat immer die Ruhe weg und hat soweit ich das sehe, noch nie in seinem Leben Stress empfunden. Er ist halt ein richtiger Ostfriese und seit ich ihn kenne, weiß ich, dass bei der Jeverwerbung im Fernsehen, nicht übertrieben wird. Irgendwann stand aber alles. Die Leute strömten nur so auf den Platz.

Dieser war wunderschön auf Western und Country dekoriert und auch die Gäste kamen fast ausnahmslos im Cowboyoutfit. Ich holte mir ersteinmal etwas zu essen. Die Baccumerfrauen hatten sich selbst übertroffen und tolle Salate und andere Beilagen gezaubert, die nun in großen Schüsseln auf einem riesigen Tisch standen. Zwei Männer schnitten verschiedene Sorten Fleisch und jeder durfte für 5 Euro seinen Teller so voll hauen, wie er wollte.

Es schmeckte wunderbar und ich war fast fertig, als ich Liane mit ihrem Hund auf mich zukommen sah. Wir hatten Liane 2 Monate zuvor am Dieksee, wo wir ja ein paar Monate standen kennen- und sofort auch lieben gelernt. Eines Tages kam sie mit ihrem Wohnmobil dort vorgefahren und wollte uns kennenlernen. Sie hatte den Bericht über uns in der Zeitung gelesen und war nun neugierig geworden. Wir unterhielten uns stundenlang und Bernd und ich kamen aus dem Lachen gar nicht wieder herraus. Liane ist (glaube ich) 72 Jahre. Sie hat immer 2 geflochtene lange graue Zöpfe und ist alles andere als alt oder langweilig. Seit wohnt in Lingen, ist aber seit 16 Jahren immer wieder mit ihrem Wohnmobil unterwegs. Das Wohnmobil muss man gesehen haben. Sie hat es sehr individuell eingerichtet und neben zahlreichen bunten Beleuchtungen sogar eine Discokugel. Wie sie sagt, gegen Depressionen. Die ersten Jahre hatte sie auf ihrem Fahrradgepäckträger, neben ihrem Fahrrad zusätzlich noch ein Herrenfahrrad befestigt.Zur Sicherheit, wie sie uns mitteilte. Keiner sollte denken, sie wäre allein unterwegs. Aus diesem Grund hatte sie auch immer ein Paar Herrenschuhe in Größe 46 vor dem Wohnmobil stehen und zusätzlich einen zweiten Campingstuhl. Sie kennt sich irrsinnig gut mit sämtlichen modernen Kommunikationsgeräten aus, macht alles mit PC oder Handy und liebt das Computerzeitalter. Sie fährt einen Mitsubishi Pajero, in dem sie sich silberne Pedale hat einbauen lassen und besitzt einen Thermomix in dem sie köstliche Marmelade herrstellt und noch köstlicheren Erdbeerlikör, etikettiert mit ihrem Konterfei.Noch Fragen??? Liane ist einfach klasse und es war echt eine Freude sie zu sehen.

Bernd stellt noch Fotos von dem Abend ein, die Liane gemacht- und uns liebenswürdigerweise geschickt hat.

Der Abend verging, wie immer sehr schnell und nachdem ich mich von Liane verabschiedet hatte ging ich schon mal ins Bett. Bernd kam erst 2 Stunden später, da er ja alles abbauen musste. Der Veranstalter war voll des Lobes und Bernd fiel dann auch irgendwann total erschossen ins Bett.

… der Blick aus dem Schlafzimmer am Morgen „danach“… man merkt es wird bald Herbst … mit Nebel etc. Der schöne Ford-Explorer gehört übrigens Bennet … AMI-natürlich … wenn wir schon keinen mehr fahren 🙁

Nach einem ausgedehnten Frühstück am nächsten Morgen, verabschiedeten wir Bennet, der mal wieder im Hubbett geschlafen hatte und wollten losfahren. Aber was war das??? Der Fahrersitz ließ sich keinen Millimeter nach vorne bewegen und Bernd kam, trotz seiner langen Beine nicht ans Gaspedal. Egal wie ich auch von hinten schob, der Sitz rührte sich nicht.Wir wechselten die Position und nun schob Bernd von hinten, währrend ich den Hebel hochzog, der eigentlich für die Bewegung zuständig ist. Erfolglos. Langsam machte sich Panik breit, denn wir wollten doch los. Ich klemmte mich hinter den Sitz um unter diesen gucken zu können, konnte aber nichts sehen, weil es zu dunkel darunter war. Bernd gab mir eine Taschenlampe und ich versuchte mein Glück zum zweiten Mal. Irgendwann war ich mir sicher, dass der Sitz hinter die Absperrung von der Schine gesprungen war und Bernd und ich hebelten ihn mit Schraubenziehern nach oben. Erfolglos. Nun versuchte Bernd sein Glück, aber er passte noch schlechter vor dem Sitz. Immer war die Handbremse oder der Schaltknüppel im Weg. Es war wahnsinnig heiß und der Schweiß lief uns in Strömen vom Gesicht. Bernd ging zur Garage um noch mehr Werkzeug zu holen. Unterdessen sah ich mir den Beifahrersitz an und bemerkte, dass dieser eine Feder hatte und diese beim Fahrersitz keinen Kontakt zu dem Schiebebügel hatte. Ich hatte überhaupt keine Lust noch einen weiteren Tag in Lingen zu bleiben, damit der Wagen am Folgetag (Montag) in die Werkstatt konnte. Das würden wir aber müssen, denn so konnten wir auf keinen Fall eine längere Strecke fahren. Ich versuchte irgendwie die Feder mit dem Bügel zu verbinden. Gelang mir nicht und lautstark bestellte ich im Universum, dass der Scheißsitz wieder heile sein sollte. Das ist der Tip meiner Mutter. Jedesmal wenn sie etwas will, bestellt sie es im Universum und bekommt es prompt geliefert. Auch ich hatte in der Vergangenheit so manches dort bestellt und auch alles bekommen. Diesmal schien es aber nicht zu funktionieren. Ich erzählte Bernd von meiner Beobachtung und wir wechselten wieder die Positionen. Nun versuchte Bernd erfolglos sein Glück, während ich die Taschenlampe hielt. Nach 1,5 Stunden gaben wir mit der Erkenntnis auf, das wir zwar ein gutes Team sind, aber erfolglos. Bernd versuchte noch Julian, unseren Ivecomenschen, zu erreichen, stellte aber fest, dass er die Privatnummer nicht hatte. Die Werkstatt hatte natürlich geschlossen, weil Sonntag war. Wir entschlossen uns zum Schwimmbad auf dem Stellplatz zu fahren. Ich wollte auf keinen Fall wieder zum Dieksee und so stopfte ich Bernd 2 große Kissen hinter seinen Rücken und wir fuhren los. An der Tankstelle hielten wir kurz und ich sprang rein um Tabak zu holen. Als ich wieder raus kam und ins Wohnmobil kletterte, sagte Bernd dass die Kissen zwar prima wären, aber nun nicht mehr benötigt würden. Ich sah in total verständnislos an und Bernd erklärte, dass mit dem Sitz alles wieder in Ordnung wäre. Zur Demonstration fuhr er mehrmals vor und zurück und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus und bin bis heute davon überzeugt, dass das Universum seine Hände im Spiel hatte. Bernd glaubt zwar nicht an soetwas, hatte aber auch keine andere Erklärung. Mit bester Laune fuhren wir dann los und kamen 2 Stunden und 12 Umleitungen später in Bad Essen an.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Ein Gedanke zu „Lingen-Baccum 26.08.2017 – kulinarische Western-Night mit B&B-Country `n` friends“

  1. Liane sagt:

    Hallo ihr beiden,
    ich fand es auch total nett mit euch in Baccum. Endlich habe ich mal die ganze Band gehört. Ich bin richtig begeistert. Da ich im Moment mit meinem Womo in Bückeburg am Schloss stehe und dort schreibe, habe ich Bernd ja immer bei mir! Schließlich hängt sein Plakat direkt über meinem Tisch. Er begleitet mich überall hin. Tja, wir haben halt einen Fanclub gegründet, Finja und ich, da gehört so ein Plakat dazu. Ich habe auf dem Fest auch ehemalige Kollegen von der Stadt Lingen getroffen, die sich doch sehr wunderten, dass ich alleine mit meinem Hund das Countryfest besuchte. Stolz habe ich erzählt, dass ich euch kenne und nur deshalb hier bin. Es war ein sehr schöner Abend und du Ines, hast mir schließlich Gesellschaft geleistet. So war keiner alleine. Und vielen Dank, dass du so nett über mich geschrieben hast, ich kann das mit der Sympathie nur so zurückgeben. Tschüss

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