Womo

Papenburg – 12.09.2017 – Bernds Dankes-Runde

Von Lotte fuhren wir am nächsten Tag über Emsdetten nach Papenburg. In Emsdetten ließen wir nun doch unseren Stromgenerator ausbauen, weil er nur manchmal ging und manchmal nicht.Er soll repariert werden und am Montag fertig sein. Prima, denn eigentlich wollten wir am Samstag endlich los in den Süden. Nun mussten wir am Montag schon wieder ganz nach Emsdetten. Wenn das so weitergeht, schaffen wir es nie aus Deutschland rauszukommen. Darum war ich dagegen und natürlich auch wegen der Kosten. Bernd meinte aber, wenn man schon so ein Teil hat sollte es auch funktionieren. Meiner Meinung war Solar für die Stromgewinnung genug. Außerdem muss so ein Generator regelmäßig laufen, sonst geht er kaputt. Das widerrum heisst, er muss auch angeschmissen werden, wenn es gar nicht nötig tut und das ist für mich Benzinverschwendung. Leider konnte ich mich aber nicht gegen Bernd durchsetzten.  (Anmerkung Bernd:  Gut so!!!  Eine Erklärung dazu würde den Text hier noch länger machen…  Hinweis:  über technische Sinnhaftigkeiten diskutiere ich mit Ines nicht gerne …  dann komme ich nie in meinem Austeigerleben an 🙂 )Das einzige was für mich zu tun übrig blieb war im Universum zu bestellen, dass es unter 100 Euro blieb. Ergebnis teile ich euch mit, wenn wir das Ding wieder abgeholt haben. Von Emsdetten fuhren wir dann bei dem miesesten Wetter, welches man sich vorstellen kann weiter. Es war dermaßen windig und es regnete so sehr, dass Bernd auf einem Parkplatz anhalten musste. Das Wasser kam sogar durch unsere Frontpanoramascheibe. Ob das wohl normal ist???? Echt scheiß Wetter in Deutschland und wehmütig sah ich mir den französischen und spanischen Wetterbericht an. 28 Grad in Frankreich und in Spanien sogar 33. Hoffentlich bleibt das noch etwas so.

Als der Regen eine kurze Pause machte ging es weiter nach Nordhorn. Dort stand seit gut 5 Monaten mein altes e-bike. Natürlich war es mitlerweile repariert worden, auch wenn der Fahrradhändler Korth in Lingen gesagt hatte, dass der Motor kaputt ist. Der hatte uns dann noch großzügig eine kostenlose Entsorgung angeboten.  Da der gute Mann mich aber schon mehrfach beschissen hatte, hatte ich seinerzeit Bernd angefleht dass Rad nach Nordhorn zu bringen. Bernd tat es, fluchte aber fürchterlich, weil sich dass Auto, beim Einladen einige Kratzer zugezogen hat. Damals hatte ich von diesem Montagsfahrrad dermaßen die Schnautze voll, dass ich mir bei ebay Kleinanzeigen ein neues gebrauchtes für 1500 Euro zugelegt hatte. Der Händler in Nordhorn stellte fest, dass nur ein Kabel gebrochen war und machte „das alte Rad“ für 54 Euro wieder flott. Also volle 10 Sterne für Fahrrad Kamps!! Bis dato bot sich für uns aber keine Gelegenheit das Fahrrad abzuholen und das wollten wir jetzt nachholen. Bernd parkte unseren Concorde am Strassenrand, ca 200 Meter vom Laden entfernt und während Bernd im Auto wartete machte ich mich auf den Weg. Nach 15 Minütigen Fußmarsch war der Laden immernoch nicht in Sicht und ich ging in eine Bäckerei, um zu fragen, wie weit es wohl noch wäre. Die nette Verkäuferin beschrieb mir den Weg. Ich hätte als ich aus dem Wohnmobil ausstieg, links rum gehen müssen und nicht rechts rum, wie ich es getan hatte. Also zurück. Auf Höhe vom Wohnmobil sprang ich schnell rein und teilte Bernd mit, dass es noch etwas dauern würde und ich mich quasi jetzt erst auf die Socken mache. Bernd war wieder einmal erschüttert über meinen Orientierungssinn. (Anmerkung Bernd:  Vielleicht sollte ich auch mal was im Universum bestellen … aber ich glaube, da helfen nur eine katholische Wallfahrt mit tagelangen Gebeten 🙂  … und dazu habe ich gerade keine Zeit und auch keine Lust).  Nun ja, jedenfalls hatte ich mich so mal etwas bewegt. Ohne weiteren Zwischenfall brachte ich dann das Fahrrad zum WOMO und mit vereinten Kräften trugen wir es hinein und Bernd band es, weil es hinten auf dem Gepäckträger nicht mehr drauf passte, in der Küche fest. Dann ging unsere Fahrt weiter nach Papenburg.
Bernd besuchte dort Pfarrer Weusdorf und seinen ersten Chefs, um sie noch einmal zu sehen und auch um sich bei beiden zu bedanken. Beide, um die 78 Jahre, freuten sich sehr. Sein alter Chef, der damals auch Bürgermeister von Papenburg war, war einer der ersten der sich mit Recycling beschäftigt hatte und ein echter Visionär. Bernd hat viel von ihm gelernt. Der gute Mann hatte sich seit damals überhaupt nicht verändert. Immer noch voller Tatendrang und als er Bernd wiedersah, wollte er sofort die alte Truppe benachrichtigen und zusammen trommeln und diese sollte dann mit ihm und Bernd dort weitermachen, wo sie seinerseits aufgehört hatten. Er rief am nächsten Tag sogar noch einmal an, um Bernd zu involvieren; aber wie ihr ja wisst, haben wir zur Zeit  andere Pläne. Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung fuhren wir zum Stellplatz nach Papenburg. Mittlerweile war es dermaßen stürmisch, dass wir absolut keinen Bock hatten weiterzufahren. Der Stellplatz in Papenburg ist auf dem Kirmesgelände. Teilweise Schotter und überwiegend Gras. 50 Mobile finden dort mit Sicherheit Platz. Es ist ein reiner Stellplatz, ohne alles und kostenlos.

Unser Tresor wird eingebaut

Nach einer regenreichen Nacht mit unglaublich viel Wind fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Augustfehn zu Helga und Rudi;  meiner Tante und meinem Onkel. Im Vorweg hatten wir angefragt ob Rudi, der handwerklich hochbegabt ist, sich einmal unseren Tresor ansehen. Diesen hatten wir von meinem Bruder und meiner Schwägerin geschenkt bekommen, aber hatten es bis dato noch nicht geschafft ihn einzubauen. Das lag zum großen Teil daran, dass wir nicht das passende Werkzeug hatten ( Schweissgerät, Flex, Eisensäge usw), aber zum nicht minder großen Teil auch an unseren handwerklichen Fähigkeiten. Die waren ja nicht soooo besonders ausgeprägt. Rudi sah sich alles an und beschloss dann, es sofort zu erledigen. 2 Stunden sollte es dauern. Zuerst aber gab es ein zweites Frühstück. Nach 4 Stunden dann eine leckere Käsesuppe und selbstgemachten Marmorkuchen und nach 6 Stunden war der Tresor bombensicher mit unserem Wohnmobil verbunden. Daaaaaannnnke Rudi!!! Wir werden uns auf jeden Fall revangieren!  Und danke Helga, dass ich nun schon wieder 1,5 Kg mehr drauf habe. Bernd hatte die Arbeit mit Rudi sichtlich Spass gemacht und da sie von Erfolg gekrönt war, fuhren wir mit blendenster Laune durch den Sturm nach Westerstede. Wir hatten mittlerweile Windstärke 12 und unterwegs sahen wir immer wieder mal Feuerwehrleute, die umgeknickte Bäume von den Strassen  entfernten. Bernd hatte alle Mühe dass Wohnmobil gerade zu halten. In Westerstede fuhren wir erst einmal zu Jessica. Ihr wollte ich mein e-bike schenken. Da sie aber bei der Arbeit war luden wir es nur aus und stellten es in ihre Garage. Anschließend fuhren wir zum Wasser auffüllen zum Campingplatz und dann, wie immer zum Albert- Post – Platz. Dort gibt es 5 kostenlose Stellplätze und wir besetzten mit unserem Geschoss drei davon. Dann schlenderten wir zum Hotel meines Bruders und klönten noch mit ihm und meiner Schwägerin. Relativ früh gingen wir ins Bett. Am nächsten morgen besuchten wir dann, bewaffnet mit frischen Brötchen, meine Eltern. Die beiden hatten den Frühstückstisch schon liebevoll gedeckt und luden uns sogleich zum Abendessen ein. Da gab es dann gaaaanz leckeres Hühnerfrikassee. Eines meiner 3 absoluten Lieblingsgerichte. In der Zwischenzeit hatten wir noch so allerhand zu tun. Ich musste zum allerletzten Mal meinen Tablettenvorrat aufstocken, damit ich über die Monate im Ausland komme. Das heißt, zuerst zum Arzt und das Rezept ausstellen lassen. Danach zur Apotheke und Nachmittags nocheinmal zur Apotheke, weil die Tabletten, wie immer, nicht vorrätig sind. Dann zur Gemeinde um dort meinen neuen Reisepass und Personalausweis abzuholen. Kostete ein Vermögen. Anschließend haben wir noch gewählt. Die Wahlbenachrichtigungen waren mit der Post bei meinen Eltern angekommen und diese machten uns gefühlte 25 Mal darauf aufmerksam auch ja zur Wahl zu gehen. Also Mama und Papa: Wir haben die richtige Partei gewählt!!! (Die, die Mama auch wählt;-)  Als das erledigt war,gab es wieder einmal Berge von Wäsche zu waschen. Ich bin ja sooo froh, dass mein Bruder große Waschmaschinen und einen großen Trockner hat. So ist immer alles in einer Stunde erledigt. Dann wurden endlich einmal wieder unsere Betten bezogen. Dann fuhren wir mit unserem Concorde zum Hotel. Dort waren mittlerweile Parkplätze frei und wir stellten uns direkt neben das Schwimmbad. Netterweise durften wir auch an den Strom und ich konnte mit dem Staubsauger vom Hotel endlich einmal wieder richtig Staub saugen. Dann schwang ich mich aufs Fahrrad und kaufte noch einige lebensnotwendige Utensilien bei Rossmann. Wimpernfärbemittel, Antifaltencreme und Haartönungen. Da ich jedesmal, wenn ich in den Spiegel sehe, das Gefühl habe, ich hätte Lametta auf dem Kopf, war besonders letzteres sehr wichtig für mich. Anschließend zu Aldi. Wir brauchten unbedingt noch Radierschwämme. Trotz intensiven Suchens nicht auffindbar, also weiter zu Famila. Die hatten nur noch eine Packung und die auch noch völlig überteuert. Ich habe sie trotzdem mitgenommen, weil Bernd und ich auf diese Dinger schwören. Mit nichts anderem bekommt man die Schlieren vom Wohnmobil weg und die Dinger sind Gold wert. Gott sei dank, schenkte mir meine Mutter am nächsten Tag noch eine große Packung mit 6 Stück. Denn ob es die in Spanien gibt, ist ungewiss. Zum Schluss putze ich noch das Wohnmobil sehr gründlich und dann war auch schon wieder Abend und wir machten nachdem wir vom Essen bei meinen Eltern wieder zurück waren noch einen Saunagang im Hotel. Herrlich!!!! Endlich einmal wieder ausgiebig duschen!!!!

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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