Womo

Sanlucar de barrameda – und keine Zigaretten mehr !! 23.11.2017

Ich schlief fast die ganze Nacht nicht und war froh als es endlich morgens war. Bernd war um 8 Uhr wach und wir machten uns sofort auf den Weg. Unser Ziel war Sanlucar de barrameda, aber zuvor mussten wir unbedingt einkaufen, denn wir hatten nicht einmal mehr etwas zum Frühstück. Zigaretten hatten wir auch keine mehr und das war noch schlimmer. Bernd hatte mithilfe seines i.phones mühevoll einen Lidl gefunden, den wir unterwegs ansteuern wollten. Er lag außerhalb von Sevilla, wo wir übernachtet hatten. Auf der Fahrt dorthin, sahen wir zwar auch andere Supermärkte, aber Bernd war immer zu schnell daran vorbei und umdrehen war schwierig. An Tabakläden kamen wir gar nicht vorbei und unsere Nerven lagen echt blank. Wir motzten uns in einer Tour an und es wurde so schlimm, dass als wir endlich einen Mercadoner gefunden hatten (keinen Lidl) ich zu Bernd sagte: “ Kauf du deine Sachen ein, ich kaufe meine!!! Ich brauch mal etwas Abstand!“ So machten wir es dann auch. Jeder fuhr mit seinem Einkaufswagen einsam durch die Gänge, beflissentlich darauf bedacht, nur nicht einander zu begegnen. An der Kasse trafen wir uns dann aber doch und sortierten das doppelt gekaufte wieder weg. Beim Einsortieren ins Wohnmobil gifteten wir uns in einer Tour weiter an und schmissen uns allerhand Unfreundlichkeiten an den Kopf. Gefrühstückt wurde nicht und wir fuhren weiter und während der Fahrt ging der Streit in die nächste Runde. Auf einmal entdeckte ich am Straßenrand 2 Bauarbeiter und schrie Bernd an, dass er sofort anhalten sollte. Der trat augenblicklich auf die Bremse und kam direkt neben den beiden zum Stehen. Ich schob das Seitenfenster auf und fragte, wo es den nächsten Tabakladen gäbe. Gott sei Dank, es gab einen in der Nähe und ich sprang aus dem Auto und kaufte eine Monatsration Tabak und Hülsen. Kaum wieder im Auto, stopfte ich uns jeden gleich 2 Stück und wir führten unseren Körper und Geist das heiß ersehnte Gift zu. Auf Schlag beruhigten sich unsere Nerven und wir hatten uns wieder ganz doll lieb.
Die Fahrt konnte weitergehen. Zwischendurch mussten wir Diesel tanken, aber weil es mit 1,20 Euro sehr teuer war, beließen wir es bei 30 Litern. Nach 30 Kilometern fanden wir eine Tankstelle, wo der Liter nur 1,11 Euro kostete und tankten voll. Nun war es nicht mehr weit nach Sanlucar de Barremeda. Ich hatte im Internet einen Stellplatz gefunden, den es aber, wie wir feststellten, nicht mehrt gab. Wir fuhren weiter zum Strand. Da durfte man anscheinend parken, denn es standen schon ein paar Mobile dort. Allerdings war es sehr dreckig und gefiel uns überhaupt nicht. Dann versuchten wir noch den Stellplatz, den Bernd rausgesucht hatte zu finden, aber auch das war erfolglos. Wir fuhren wieder zurück und parkten auf einem großen leeren, dreckigen Platz und frühstückten ersteinmal. Dann duschte ich und war gerade fertig und noch im Morgenmantel, als die Polizei kam und uns mitteilte, dass man hier nicht stehen dürfte. Tja, irgendwie war das überhaupt nicht unser Tag und zum dritten Mal fuhren wir durch den Ort, der übrigends sehr schön ist. Wir hatten nun aber die Schnautze voll und ich war sowieso viel zu müde um die Stadt zu besichtigen und so fuhren wir weiter nach Rota. Dort sollte es einen Stellplatz mit Wasser geben. Diesen fanden wir auch, wenn auch nicht auf Anhieb. Der Platz war aber für unser Wohnmobil viel zu klein und so luden wir nur unseren Wasservorrat auf. Da der Wasserkran dort aber kein Gewinde hatte, mussten wir unseren Wassertank mit der Gießkanne befüllen, dass dauerte gut und gerne 45 Minuten. Aber endlich war auch das geschafft und wir fuhren einfach zu einer nahe gelegenen Parkbucht um dort die Nacht zu verbringen.

… im Hintergrund der kleine offizielle Stellplatz, der für unser Schiff aber zu klein war.

Bernd machte noch einen kleinen Spaziergang und fand tatsächlich einen anderen Stellplatz ganz in der Nähe – auch nur 200 m entfernt !! Dort wollten wir morgen hinfahren, denn jetzt hatte keiner von uns beiden mehr Lust auf weitere Veränderungen. Wir studierten sorgenvoll unsere Wetterapps. Die versprachen nichts Gutes. Maximal noch 2 sonnige Tage, dann war für 12 Tage Regen angesagt. Ich war so müde, dass ich schon um 19 Uhr 45 vorm Fernseher einschlief.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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