Womo

El Palmar , die Surfermeile vom 04.01.2018 – 07.01.2018

El Palmar liegt nur etwa 14 Kilometer von Conil entfernt.

Hier sind aber die Wellen um einiges höher als in Roche oder Conil und so ist aus dem kleinen Dorf ein Surferparadies entstanden. Es gibt eine ca. 3 Kilometer lange Promenade mit unzähligen Surfschulen , kleinen Lokalen und Klamottenläden. Außerdem jede Menge Stellplätze. Die meisten haben aber jetzt im Winter geschlossen. Wir finden aber ganz am Anfang der Promenade einen freien Platz und machen uns sofort auf den Weg zu einer kleinen Bar, welche gut besucht ist und ca. 1,5 Kilometer entfernt ist. Während Bernd sich noch andere Schuhe anzieht und das Mobil abschließt, mache ich mich schon einmal auf den Weg. Ich halte das jedesmal für eine sehr gute Idee, denn dann kann Bernd auch einmal in seinem Tempo laufen, jedenfalls bis er mich eingeholt hat. Bernd regt sich aber jedesmal fürchterlich darüber auf. So auch heute. Irgendetwas ruft er mir zu, aber ich kann ihn erst verstehen, als er bei mir ist. Es geht um sein Handy. Er dachte, ich hätte es mitgenommen. Habe ich aber nicht und so trabt er noch einmal sehr schlecht gelaunt zurück zum Wohnmobil. Ich denke, man kann auch einmal eine Stunde ohne Handy durchhalten, aber Bernd hat Angst, dass im Wohnmobil eingebrochen wird und jemand sein Handy mit all seinen Kontakten klaut. Nun ja, ich gehe unterdessen schön gemütlich weiter und komme zu einer Bar. Das ist zwar nicht die, zu der wir ursprünglich wollten, aber sie ist gut besucht und ein junger Spanier spielt Gitarre. Schnell ergatter ich den letzten Tisch und warte auf Bernd, der 6 Minuten später im Dauerlauf eintrifft. Die Bewegung scheint ihm wirklich gut getan zu haben, denn er hat jetzt sehr gute Laune und es gibt sogar ein Küsschen. Wir bestellen uns jeder ein Bier und hören dem spanischen Gitarristen zu.

Wir kennen kein einziges Lied, aber das spanische Publikum singt begeistert mit. Wir finden es auch toll und als er 3 Lieder später von Tisch zu Tisch geht und Geld einsammelt, schmeißen auch wir etwas in den Hut. Dann macht er leider eine etwas längere Pause und wir bestellen das zweite Bier. Endlich geht es weiter. Zwar kennen wir den Text nicht, aber verstehen immer dos Cervezas, was auf Deutsch 2 Bier heißt und gröhlen dies lautstark mit. Die Folge ist, dass uns die Kellnerin noch 2 Bier bringt. Nun macht sich erst einmal etwas Panik breit. Haben wir genug Geld dabei?? Gott sei Dank, hat Bernd in seiner Handytasche immer einen Schein für Notfälle. So auch diesmal und wir entspannen uns wieder. Schon macht der Sänger wieder Anstalten eine erneute Pause einzulegen und ich frage Bernd,ob ich nicht einmal fragen könne, ob er ein Lied spielen darf. Wie immer will er nicht. Das heißt, wie immer will er, ziert sich aber. Doch dann gibt er doch sein ok und ich frage den Musiker, ob Bernd seine Gitarre kurz haben darf. Er darf und Bernd spielt. Das Publikum ist begeistert. Singt und tanzt ausgelassen mit und Bernd läuft zu Höchstform auf. Auch der Chef kommt raus und filmt mit seinem Handy. Wenn er nicht für diese Saison den Musiker hätte, würde er Bernd engagieren, sagt er uns. Bernd soll auf jeden Fall seine Nummer da lassen.
Nun wird es Zeit zu gehen und g e m e i n s a m, in Bernds Tempo machen wir uns auf den Rückweg. Kaum sind wir beim Wohnmobil kommt die Polizei und vertreibt uns. Wir finden aber keine 100 Meter weiter einen anderen Stell-Parkplatz auf dem wir eine ruhige Nacht verbringen.

04.01.2018

Heute morgen haben wir bis halb 10 geschlafen und überraschenderweise ist das Wetter schlecht. Nicht das es regnet, aber die Wolkendecke ist geschlossen und das bleibt auch den restlichen Tag so. Angesagt waren heute 9 Stunden Sonne und ich fühl mich etwas betrogen. Zwar sind es 17 Grad, aber da die Sonne nicht scheint, kommt es uns empfindlich kalt vor und das erste Mal seit Ewigkeiten steigen wir in langärmelige Klamotten und setzen sogar unsere Mützen auf.

Gleich nach dem Frühstück holt Bernd die Fahrräder vom Gepäckträger und wir machen eine kleine Radtour. Dabei fällt uns ein viel schönerer Stellplatz ins Auge, als der auf dem wir stehen und wir beschliessen zurück zum Wohnmobil zu fahren und dieses dorthin zu holen. Gesagt getan und nun stehen wir hier zwischen unzähligen Bullis von jungen Surfern und auch einigen „Weiss“-Wohnmobilen.

Der Platz ist riesig und nur weil Winter ist, ist er kostenlos. Auch sind noch jede Menge Plätze frei. Im Sommer muss hier die Hölle los sein und wir sind froh, dass es Winter ist.

Im Wasser sind jede Menge Surfer und die Wellen sind scheinbar ideal, denn alle stehen wirklich sehr lange auf den Brettern. Die meisten sind richtige Könner und fansziniert schauen wir zu. Gegen 16 Uhr mache ich Hähnchengeschnetzeltes mit Gemüse und Nudeln. Vorher gab es noch den letzten Wrap. Bernd lobt mich über den grünen Klee und langsam glaube ich, eine gute Köchin zu sein. Bernd bietet sich an den Abwasch zu erledigen. Nach dem Essen telefoniere ich eine geschlagene Stunde mit meiner Lieblingsschwester Elke. Ich habe zwar nur eine, aber es könnte ja auch meine dööfste sein. Dann machen wir noch dick eingemummelt einen kleinen Spaziergang. Der Himmel beim Sonnenuntergang sieht heute besonders toll aus und ich versuche die Simmung mit der Kamera des Handys einzufangen.

Zurück beim Wohnmobil spielt Bernd noch Gitarre und ich spiele im Internet etwas Karten. Der Fernseher bleibt heute aus.

05.01.2018   Endlich buchen auch wir mal Urlaub 🙂

Heute war es den ganzen Tag bedeckt und die Sonne nicht zu sehen. Wie gut, dass wir solange bei Toni am Strom standen denn so sind unsere Batterien noch immer randvoll und wir können ein paar Tage ohne Sonne auskommen. Gott sei Dank ist es nicht kalt. Jedenfalls nicht in unserem Mobil. Draußen ist es seit dem Mittag sehr windig bei 16 Grad. Bernd macht irgendwann einen langen Spaziergang, aber ich bin viel zu faul und surfe im Internet. Auf dem Ozean gibt es einige Kidesurfer. Alles Profis und vom warmen Wohnmobil schaue ich zu.
Mir fehlt die Sonne und als ich mit meiner Mutter telefoniere, die mit meinem Vater im Februar für 4 Wochen nach Gran Canaria fliegt, buche ich uns kurzerhand 2 Flüge vom 03.03.-10.03.2018. Die Flüge kosten für uns beide nur 100 Euro und zwar hin und zurück. Das können wir uns geradeso eben noch leisten. Das Wohnmobil dürfen wir für 2 Euro die Nacht bei Toni stehen lassen. Unser Flug geht von Sevilla und es gibt verschiedenste Möglichkeiten dorthin zu kommen. Die günstigste ist über die Mitfahrzentrale und dort werden wir zu gegebener Zeit unser Glück versuchen. Wer hätte gedacht, dass wir noch einmal Urlaub haben werden??? Wir jedenfalls nicht. Nun freuen wir uns sehr. Gran Canaria ist, wie wir von früheren Besuchen wissen, echt toll und wir dürfen mit bei meinen Eltern im Apartement der Amfianlage wohnen. Das haben wir früher auch schon öfter einmal gemacht und es war immer ganz prima. Natürlich freue ich mich auch, meine Eltern nach 6 Monaten wieder zu sehen.
Gegen Abend wird der Wind heftiger und entwickelt sich zu einem regelrechten Sturm. Fernsehen ist deshalb gestrichen, denn der Wind würde uns die Schüssel vom Dach reißen. Wir hören unser Hörbuch weiter. Leider bin ich beim letzten Mal schon sehr früh eingeschlafen und Bernd muss alles noch einmal anhören. Zwischendurch schubst er mich mit den Worten: Nicht schnarchen!, an. Verflixt, bin ich doch schon wieder eingeschlafen!! Irgendwann wache ich nachts auf. Der Regen prasselt nur so auf unser Dach. Die Spanier wirds freuen. Uns weniger. Naja, nachts macht es uns auch nichts aus, aber morgen soll es den ganzen Tag so weiter gehen. Da wird dann spanisch spanisch und noch einmal spanisch geübt!!! Frustriert merke ich, dass ich schon wieder den Anschluss an das Hörbuch, welches Bernd mittlerweile schon lange ausgestellt hat, verpasst habe. Bernd liegt tief schlafend neben mir und so leid es mir tut, muss ich ihn ersteinmal wecken. Ich muss zur Toilette und Bernd dafür seine Beine anziehen, sonst komme ich nicht raus. Brr, ziemlich kalt im Wohnmobil und ich bin froh wieder im warmen Bett liegen zu können.
2 Stunden später, gegen 6 Uhr, stehe ich aber endgültig auf und schicke eine halbe Stunde whats up Nachrichten mit Kim (meine kleinste Tochter) hin und her. Sie hat noch kurz Ruhe, bevor sie sich und die Kinder für Uni und Kindergarten fertig machen muss. Wie ich sehe, ist auch meine Mutter schon online und auch mit ihr wird geschrieben. Dann muss ich Bernd nocheinmal wecken und den PC aus dem Schlafzimmer holen. Mit diesem hatten wir ja gestern das Hörbuch gehört und nun will ich Blog schreiben. Wie immer queitscht die Schlafzimmertür beim Öffnen gewaltig und Entschuldigungen murmeln, schnappe ich mir den PC. Bernd guckt mich mit großen Augen an, aber bevor er etwas sagen kann, bin ich schon wieder draußen, nicht ohne die Tür noch einmal gewaltig quietschen zu lassen. Ganz in Ruhe schreibe ich jetzt Blog, denn Bernd schläft noch bis 9 Uhr . Mittlerweile ist es hell und der Regen hat aufgehört. Auf unserem Platz sind aber überall riesige Pfützen und es ist echt kalt. Ca. 11 Grad. Heute werden wir die Heizung anmachen, denn es sind im Wohnmobil nur 15 Grad.

06.01.2018

Den gestrigen Tag habe ich ausnahmslos im Wohnmobil verbracht, denn das Wetter war wirklich nicht schön. Die Heizung mussten wir dann aber doch nicht anmachen. Wir haben fleißig spanisch geübt und Bernd hat angefangen spanische Lieder auf der Gitarre zu üben. Das Spielen bereitet ihn überhaupt keine Probleme, aber die spanischen Texte sind für uns, die wir in unserem Kurs erst bei Lektion 14 sind, natürlich echt schwer.
Als es gerade einmal nicht regnet macht Bernd einen einstündigen Spaziergang. Ich bin dazu viel zu faul und freue mich den PC für mich zu haben. Bis zum Abend halte ich Diät und mich mit 6 Scheiben Knäckebrot über Wasser. Am Abend wird die Diät beendet und ich hole alles nach, was ich am Tag versäumt habe. Zwischendurch wird auch mal wieder geduscht und am Abend gibt es noch einmal unser Hörbuch, da es immer noch außerordentlich windig ist. Ich habe aufgegeben bei dem Hörbuch mit zu kommen, weil ich jedesmal nach wenigen Minuten einschlafe. Bernd erzählt mir aber am nächsten Tag alles wesentliche und so bin ich trotzdem einigermaßen up to date. Hoffentlich wird das Wetter morgen besser, denn 2 Tage im Wohnmobil reicht eigentlich.

07.01.2018

Total ausgeschlafen wachte ich heute morgen erst um 8 Uhr auf. Draussen war es mit 7 Grad bitterkalt aber trocken. Bernd döste noch bis 9 Uhr vor sich hin und stand erst auf, als das Frühstück auf dem Tisch stand. Im Wohnmobil war es dank unserer Heizung muckelig warm und wir genossen das opulente Mahl. Gegen 10 Uhr heizte die Sonne, welche durch unsere Fenster schien, unser Wohnmobil so richtig schön auf. Wir hatten dort 25 Grad und konnten die Heizung wieder ausschalten. Draussen waren es nur 12 Grad, aber es war absolut windstill und die Sonne hat hier so eine enorme Kraft, dass es richtig warm ist. Schnell wechsel ich meine Klamotten von siebirisch auf Hochsommer.

Man tut ja alles um seine Bräune zu erhalten und Bernd fragt mich über eine Stunde unser erlerntes Spanisch ab. Heute bin ich in Hochstimmung und habe supergute Laune. Das kann nur an der Sonne liegen!!! Wir bleiben den ganzen Tag draussen, geniessen das schöne Winterwetter und spielen Scrabble. Bernd gewinnt. Am späten Nachmittag zieht Wind auf, wir ziehen uns wärmer an und machen einen Spaziergang. Nach 20 Minuten kommen wir zu der Kneipe „La Torre“. Dort ist mächtig was los. In einem Zelt, dass mit der Kneipe verbunden ist, spielt eine klasse Liveband und wir werden natürlich magisch angezogen.

Das Zelt, sowie die Kneipe sind brechendvoll.

Auch noch vor der Kneipe wimmelt es von Menschen. Alle sind bester Laune und so zieht es uns in das Zelt. Die Musik ist ohrenbetäubend laut, aber wirklich gut und wir sind begeistert. Was mir auffällt ist, dass alle ein Lächeln im Gesicht haben und ordentlich mitmachen. Irgendwie sind die Spanier besser drauf als die Deutschen. Muss wohl am Wetter liegen. An der Theke holen wir uns jeder ein kleines Bier. Das wiederholen wir dann noch ein paar mal.

Zwischendurch wechselt die Band und nun wird etwas Rockebilly gespielt, bevor die erste Band wieder das Zepter an sich reißt. Immer wieder kommen Leute aus dem Publikum auf die Bühne, schnappen sich ein Mikrofon und singen lautstark mit. Die Stimmung ist echt toll und wir bleiben bis die Musik Feierabend hat. Danach geht es zurück zum Wohnmobil. Zum Abendbrot essen wir nur ein paar „Glücks“-Kekse und Salzstangen. Fernsehen gibt es auch heute nicht, denn es ist wieder sehr windig geworden.

08.01.2018

Seit 4 Uhr heute morgen hat es ohne Unterbrechung geregnet und gewittert. Ich bin um 7 Uhr aufgestanden und habe ersteinmal die Heizung angeschaltet, denn es sind nur 14 Grad im Wohnmobil. Jetzt ist es gleich 9 Uhr und Bernd wird bald aufstehen. Gerade hat der Regen nachgelassen und ich halte Ausschau nach dem dicken Hund. Dieser hatte es sich in den vergangenen Tagen immer auf meinem Campingstuhl bequem gemacht, sobald ich auch nur kurz aufgestanden war.

Glaubt mir, es war gar nicht so einfach ihn von dort wieder runter zu bekommen. Er ist wirklich sehr gut genährt, um nicht zu sagen fett, trägt aber kein Halsband und hat ein total zotteliges ungepflegtes Fell. Bisher konnten wir nicht ausmachen zu wem er gehört. Heute morgen gegen sieben, als ich am Blog schreiben war und es wie aus Kübeln schüttete, stand er vor meinem Fenster und weinte herzerweichend. Er hatte scheinbar Licht gesehen und wollte nun rein. Immer wieder sprang er zum Fenster hoch und kratzte ans Auto. Natürlich war der arme Kerl pitschenass und mein Mitleid groß, also ließ ich ihn rein. Mein Gott, wie kann ein nasser Hund nur so stinken??? Ich befahl ihm auf einem Handtuch Platz zu nehmen. Anscheinend verstand er Deutsch, denn er wusste sofort was ich von ihm wollte.
Um 8 Uhr hörte der Regen auf und ich schmiss ihn wieder raus. Nun war Lüften angesagt und es wurde wieder ungemütlich kalt. Das Wetter soll heute unbeständig bleiben und wir werden weiterfahren. Wir haben nichts mehr an Essen, müssen also einkaufen und sind einstimmig der Meinung, hier nun lange genug gestanden zu haben. Gleich nach dem Frühstück, welches ich nun zubereite, soll es losgehen……  weiter Richtung Osten.

 

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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