Womo

Mal wieder in Roche!! und bei unserem Freund „Toni“ 11.01.2018 bis 19.01.2018

Ja, wir sind mal wieder hier. Hier ist es aber auch so außergwöhnlich schön, dass wir fast das Gefühl haben, wieder nach Hause zu kommen. Gestern Abend hatten wir oberhalb unseres alten Platzes geparkt, aber nun war es unten nicht mehr so matschig und wir fuhren zu unserem alten Platz. Das Wetter war fantastisch bei 15 Grad und ich wechselte um 11 Uhr 30 von Winterklamotten auf Bikini. Es war fast windstill und in der Sonne sicher 24 Grad. Was tut man nicht alles für seine Bräune.

Vorher schmiss ich aber erst einmal alle Teppiche raus, denn die waren wirklich dreckig.  Voller Lehm und rotem Sand. Bis ich sie ausgeklopft, gebürstet und geschrubbt hatte, verging sicher über eine Stunde, aber danach waren sie wieder richtig sauber. Komisch, dass auch unter den Teppichen jedesmal so viel Sand ist, aber auch dem wurde mit Handfeger und Schippe zu Leibe gerückt. Derweil sammelte Bernd den Müll, der aus den randvollen Mülltonnen, die am Rande des Platzes stehen, geweht war, wieder  ein und warf diese in einen großen Müllcontainer, der hier auch steht. Ein sicheres Indiz, dass während wir weg waren, hier wohl mächtig Betrieb war. Anschließend machten wir es uns vor dem Wohnmobil gemütlich, lauschten dem Meeresrauschen und fragten uns gegenseitig das erlernte Spanisch ab. Dabei wurde jede Menge Gehirnschmalz verbraten und bevor wir scrabbleten legten wir erst einemal eine halbstündige Pause ein.

Unterdessen war ein Auto gekommen, aus dem 3 junge Männer und eine Frau kamen, die sehr abenteuerlich aussahen.

Diese gingen doch tatsächlich schwimmen. Brrrrrr, das Wasser hatte ungefähr 15 Grad und windiger war es mittlerweile auch wieder geworden. Später kam Bernd lachend auf mich. Er hatte beobachtet, dass alle Vier im Kreis standen und ihre Zähne mit Zahnseide bearbeiteten. Anschließend wurden Zahnbürsten geholt und gemeinsam im Quartett geputzt. Bernd fand das scheinbar sehr spannend und gesellte sich zu ihnen. Diese waren jetzt fertig mitihrer Körperpflege und unterhielten sich mit ihm.  Zu viert waren sie mit dem kleinen PKW (!ein Opel Corsa !?) unterwegs, in denen nachts auch zwei von ihnen schliefen. Die anderen zwei schliefen im mitgebrachten Zelt. Sie kamen aus der ganzen Welt,hatten sich irgendwie gefunden und beschlossen, den Weg erst einmal gemeinsam weiter zu gehen. Einer kam aus Neuseeland, einer aus Australien, einer aus England und woher die junge Frau kam, weiß ich nicht. Bernd war anscheinend richtig froh, mal wieder Leute um sich zu haben, mit denen er sich unterhalten konnte und damit das so blieb wollte ich ihnen ein Bier ausgeben. Bernd hatte dieselbe Idee und dankbar nahm das Quartett die Biere an und kam mit zu uns, neben das Wohnmobil. Dort war es nicht so windig. Wir prosteten uns zu und plötzlich verschwanden sie wieder um kurz darauf mit Gitarren und Klarinette wieder zu kommen. Nun kamen wir in den Genuss eines Privatkonzertes.

Die vier waren ein eingespieltes Team und spielten fantastisch. Singen konnten sie nicht, wie wir später feststellten. Brauchten sie allerdings auch nicht, denn es klang auch ohne Gesang sensationell. Wir waren hin und weg und ich holte noch eine zweite Lage Bier, ebenso den restlichen Tequila, den wir seit Deutschland mit uns rumschleppten. Dazu spielten die 4 gleich den richtigen song …..hört und seht selbst!  Toll, so läßt es sich gut leben!  … einfach den folgenden link anklicken!! 🙂      IMG_9538

Zu meinen Eltern, die aus unverständlichen Gründen immer Angst haben, dass ich zum Alkoholiker werde, sei gesagt: Ich habe nichts mitgetrunken! Natürlich holte etwas später auch Bernd seine Gitarre raus und alle waren ganz aus dem Häuschen. Die Zeit verging und ich ging rein, um Bernd´s Gericht, welches er eigentlich machen wollte, zu kochen. Das Fleisch musste verarbeitet werden und Bernd war froh, dass er noch eine weitere Stunde mit den vieren musizieren konnte. Später aßen Bernd & ich gemütlich im WoMo. Ich habe aus den Zutaten zwar nicht das gezaubert, was Bernd kochen wollte, aber es schmeckte trotzdem richtig gut. Pünktlich um 20 Uhr 15 lagen wir im Bett vor dem Fernseher, sahen noch einen etwas merkwürdigen Tatort an und schliefen dann schnell ein.

13.01.2018

Gestern war das Wetter den ganzen Tag bedeckt und hin und wieder gab es auch den ein oder anderen Schauer. Uns störte es keinesfalls, konnten wir uns doch nun ausgiebig unserer SpanischCD widmen.Tatsächlich sind wir bei Lektion 16 und stellen fest, dass die Hersteller dieser CD scheinbar irgendwann die Lust verloren haben. Wir sind mit unseren Spanischkenntnissen so weit vorangekommen, dass wir immer häufiger irgendwelche Fehler vermuten. Da wir uns natürlich nie ganz sicher sind, muss erst einmal alles bei google geprüft werden. Leute, ich kann euch sagen: Das dauert……. Egal wir haben ja Zeit!

Mittags kamen dann 2 neue „grüne“ Wohnmobile. Die Besitzer kannten wir schon, denn vor Wochen waren sie mit ihren 4 Hunden schon einmal hier.

Sie kamen direkt aus Bolonia, was von hier ca. 40 Km entfernt ist. Dort ist momentan auch Miroslav, erfuhren wir und schon wieder hat sich eine Frau in ihn verliebt. Junge, Junge….der hat scheinbar echt Schlag bei den Frauen.

Erst am späten Nachmittag kam die Sonne raus und ich machte einen einstündigen Spaziergang alleine. So konnte ich wunderbar in meinem Tempo gehen. Ich fand noch 2 schöne Stellplätze hier in der Nähe,direkt am Meer. Sie liegen jeweils in Sackgassen. Genug Platz wäre dort und Verbotsschilder habe ich keine entdecken können. Der Vorteil ist, sie sind auf befestigten Strassen und man kann sich bei Regen nicht festfahren. Unser Platz hier, ist natürlich das non plus ultra, aber falls es einmal länger schütten sollte, doch sehr sehr matschig. Januar ist hier der Monat, in dem es am häufigsten regnet. Laut Statistik 7 Tage. Auch morgen soll es regnen und damit sind dann die 7 Tage um. Juchhu!!! Ein Kontrollblick auf die Wettervorhersage bestätigt, das ab übermorgen nur noch mit Sonnenschein zu rechnen ist und zwar täglich 9 Stunden bis zum Ende des Monats. Was will man mehr??

me marida Ines, muy muy bien !!!

Mittags bekamen wir dann unerwarteten Besuch von Angelika, die wir ja bei Toni kennengelernt hatten. Das war eine willkommene Abwechslug und ein guter Grund die Paukerei zu unterbrechen. Leider hatte sie es etwas eilig und schneller als uns lieb war, büffelten wir weiter. Die Heizung lief den ganzen Tag und es war mal wieder urgemütlich bei uns. Um 20 Uhr 15 sahen wir dann noch eine Komödie, bei der ich mal wieder das Ende verpasste, weil ich schon gegen 22 Uhr einschlief. Bernd ist danach aber noch einmal aufgestanden und hat sich mit seiner Musik beschäftigt und ist erst gegen 23 Uhr 30 wieder zu mir ins Bett gekrochen.

„hässliches Foto“,  aber Bernd hat sich die Finger auf seiner 12-saitigen Gitarre schwarz-gespielt und Hornhaut antrainiert 🙂 ja, Musiker haben einen harten Job!!

Davon habe ich allerdings nichts mehr mitbekommen.

14.01.2018

Gegen 4 Uhr heute morgen fing es an zu regnen und das blieb den ganzen Tag so. Ist halt Januar, der Monat in dem es durchschnittlich 6 Tage regnet. Unser ganzer Platz war dermaßen matschig, dass selbst wenn wir gewollt hätten, wir  nicht weggekommen wären. Wieder einmal verbrachten wir den kompletten Tag im Wohnmobil und schafften es, uns eine komplett neue Lektion, unseres Spanischkurses rein zu ziehen. Wenn das Wetter noch einen Monat so bleiben würde, würden wir nach diesem Monat wahrscheinlich, sprechen wie die Einheimischen. Ich bin immer wieder überrascht, wie gut Bernd und ich uns auf so engem Raum verstehen und wieviel Spaß wir miteinander haben. Natürlich muffeln wir uns auch mal an, aber das ist eher die Ausnahme. Ganz ehrlich?? Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Wir sind ja doch eher unterschiedlich, aber wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an:-) . Jedenfalls wird uns nie langweilig miteinander und auch sonst gibt es im und am Wohnmobil immer etwas zu tun, so dass auch sonst keine Langeweile aufkommt. Heute zum Beispiel, stellte ich beim Kochen fest, dass der Himmel über der Küche nass war. Irgendetwas an dem Abzugsfenster ist undicht und Bernd muss sich darum kümmern, sobald es endlich einmal aufhört zu regnen.

Am Platz gibt es zwar Mülltonnen, diesewerden aber leider oft überfüllt oder nachts von Katzen geplündert. Bernd als „Entsorgiungsexperte“ sammelt morgens dann öfter den Müll auf und überführt einige Müllsäcke in den große Conteiner, der ja auch hier steht.

15.01.2019

Auch heute regnete es gewaltig und es war saukalt draussen. Gegen 14 Uhr hörte es mit einem Mal auf und die Sonne kam raus. Sofort wurde es bullig warm und wir wechselten zu kurzen Hosen. Schon heute Morgen hatte ich voller Entsetzten festgestellt, dass das Gefrierfach aufgetaut war. Mist, denn wir hatten es randvoll mit vorgekochten Sachen. Nun war alles aufgetaut und würde verderben, denn ,wir wir bald darauf feststellten tat es der Kühlschrank auch nicht mehr richtig. Nun hatten wir schon 2 Baustellen. Wie gesagt, Langeweile kommt nicht auf, aber darauf hätten wir wirklich wunderbar verzichten können. Erst einmal blieb uns aber nichts anderes übrig, als den Kühlschrank ein paar Mal an und aus zu stellen. Nützte aber rein gar nichts. Bernd holte also wieder einmal sein Werkzeug raus und schraubte die Verkleidung von außen ab. Dabei stellte er fest, dass die Flamme anging. Eigentlich ein gutes Zeichen, aber was nützte es, wenn das Scheißding nicht kühlte? Ich konnte rein gar nichts tun, packte mir meine Strandtasche und ging in die Dünen, wo ich ein windgeschütztes Plätzchen fand und las in meinem spannenden Buch. Der Himmel war mittlerweile wolkenlos und es war ungewöhnlich warm.

2 Stunden später kam dann auch Bernd zu mir.

Der Kühlschrank ging scheinbar immer noch nicht und wir beratschlagten, was zu tun wäre. Soviel war schon mal klar: Ein neuer Kühlschrank kostet ein Vermögen, nämlich gut und gerne 2500 Euro und unsere Laune war nicht die allerbeste. Bernd sonnte sich dann etwas und ich ging zurück um das Essen vorzubereiten. Aufgetaut war ja alles und ich brauchte es nur noch zu erwärmen und Kartofelln dazu kochen. Kaum war ich fertig, da kam auch schon Bernd. Draußen vorm Wohnmobil ließen wir uns die leckeren Frikadellen, die Bernd vor einigen Tagen gemacht hatte schmecken. Dazu gab es eine ausgesprochen leckere Zigeunersoße, die ich gemacht hatte und die bereits erwähnten Kartoffeln. Es schmeckte fantastisch und roch wohl auch so, denn 2 Hunde ließen uns und unser Essen nicht aus den Augen. Ich schaltete den Kühlschrank nun auf höchste Kühlstufe und siehe da, er funktionierte wieder. Verlässlich ist das aber nicht und über kurz oder lang werden wir einen neuen benötigen.

16.01.2018

Heute war es den ganzen Tag superwarm und windstill. Wir standen extra früh auf, wollten wir mit unserem letzten Wasser noch eine Waschmaschinenladung Wäsche waschen. Sobald diese getrocknet war, wollten wir nach Cadiz fahren und mal wieder etwas Stadtluft schnuppern. Soweit unser Plan. Die Realität sah dann wieder einmal ganz anders aus. Zuerst lief alles wie gewünscht. Ich sammelte die schmutzige Wäsche ein und bereitete die Waschmaschine vor. Bernd stellte das Wohnmobil schräg, dass falls die Maschine einmal auslaufen sollte, nichts in die Garage läuft, sondern alles nach draußen und stellte die Wasserzufuhr an und ich die Pumpe. Dann wurde der Generator angeschmissen, der zum Wäschewaschen zwingend erforderlich ist und die Maschine konnte angestellt werden. Soweit so gut und zuerst klappte auch alles ganz wunderbar. Nach exact 11 Minuten ging dann allerdings der Generator aus und die Waschmaschine ebenso. Auf dem Display stand :Low engine. Mist!!! Wir starteten den Generator noch einige Male, aber sobald die Waschmaschine dazu geschaltet wurde, ging er wieder aus. Wir konnten uns das überhaupt nicht erklären, hatte es doch in der Vergangenheit immer super geklappt. Und alles war wie immer, außer das der Generator nun einen neuen Auspuff hatte. Konnte das der Grund sein? Oder stand das Auto zu schräg? Oder war die Waschmaschine zu voll?? Letzteres konnte ich ausschließen, denn unsere Waschmaschine war immer voll, somit also keine Veränderung. Bernd entfernte die Schellen vom neuen Auspuff und entfernte diesen. Nun war der Generator wieder genauso laut wie früher. Erneut versuchten wir unser Glück. Nun klappte es, war aber mittlerweile so spät, dass die Wäsche nicht mehr trocknen würde. Planänderung! Wir werden es morgen noch einmal versuchen. Bis dahin bleibt die Wäsche in der Maschine und wird morgen weiter gewaschen. Es ist sowieso unmöglich sie herauszubekommen, weil sich der Deckel erst öffnen lässt, wenn das Programm abgeschlossen ist. Morgen dann etwas früher aufstehen und Daumen drücken, dass der Generator nicht wieder aus geht. Ja, so ist immer etwas, aber wie sagt man so schön: Es nützt nichts, sich über Sachen aufzuregen, die man eh nicht ändern kann. Das Leben ist auch zu kurz dafür und das Wetter zu herrlich, also nahmen wir ein ausgiebiges Sonnenbad. Am späten Nachmittag scrabbelten wir und ich gewann mal wieder:-) Dann bekamen wir neue Nachbarn mit einem Flair. Gegenseitig begutachteten wir die Innenausstattungen unserer Mobile und müssen einmal mehr feststellen, dass der Flair auch ganz schön ist.

Bernd trinkt noch ein Bier bei unseren Nachbarn und ich lege mich vor den Fernseher um kurze Zeit später einzuschlafen.

17.01.2018

Gleich nach dem Aufstehen, noch vor dem Frühstück, wollten wir die Wäsche zuende waschen. Also dieselbe Prozedur wie gestern. Auto schräg stellen…….. und und und. Ihr kennt das ja inzwischen. Beim Versuch den Generator anzuschmeissen, orgelte dieser nur vor sich hin, sprang aber nicht an. Wir versuchten 20 Minuten unser Glück, brachen dann aber ab, um unsere Nachbarn nicht noch mehr zu nerven. Einen Ausflug nach Cadiz konnten wir vergessen, denn wir mussten nun zwingend an ein Stromnetzt um den gestern angefangenen Waschgang zu beenden. Ich rief bei Toni an, den ich über Facebook kennengelernt hatte und der in Conil ein Häusscheh mit Garten hat. Den Garten bietet er als Stellplatz an und über Sylvester hatten wir schon außerordentlich gut dort gestanden und viel Spass gehabt. Nun wollten wir wieder zu ihm und tatsächlich hatte er noch Platz für uns. Ohne Frühstück machten wir uns auf den 9 Kilometer langen Weg und waren kurze Zeit später auch schon dort. Toni erwartete uns bereits am Tor und wir fuhren mit unserem Geschoss vorsichtig in seinen Garten. Überrascht stellten wir fest, dass wir hier diesmal nicht alleine sind. Im Garten, gleich neben dem Hühnerstall, stand schon ein fast 12 Meter langes amerikanisches Wohnmobil!!

Toni begrüsste uns freudestrahlend und sogleich lernten wir die Besitzer des Amismobils kennen. Andi mit seinem Freund Armin, die im Schwarzwald ebenfalls ihr Haus verkauft hatten und nun im Wohnmobil lebten. Armin war eher der ruhige Vertreter, aber das machte Andi mindestens 3fach wieder wett. Er war zum totlachen und nachdem wir uns am Strom angeschlossen hatten, damit unsere Wäsche endlich fertig wurde, das Wohnmobil auf Hochglanz gebracht- und endlich gefrühstückt hatten, stellten wir unsere Stühle zu ihnen und leisteten den beiden Gesellschaft. Toni war ebenfalls mit von der Partie und nach einiger Zeit kam noch Fernando, ein Freund von Toni.

Fernando war Spanier, aber in Deutschland geboren und da er die ersten 22 Jahre dort gelebt hatte, sprach er natürlich genauso gut Deutsch wie wir. Mit 22 Jahren war er ausgewandert und hat als Animateur auf den kanarischen Inseln gearbeitet. Nun kümmert er sich um seinen 80 jährigen Vater, der ebenfalls in Conil wohnt, noch wunderbar alleine zurecht kommt und jeden Monat eine recht ansehnliche Rente  aus Deutschland bezieht. Von dieser kann auch Fernando gut leben kann, wie er uns freimütig erzählte. Fernando war außerordentlich witzig, ebenso wie Andi und wir kamen aus dem Lachen überhaupt nicht mehr raus. Toni schleppte beinahe im 5 Minutentakt Bier nach draußen und wir amüsierten uns königlich. Klasse, nun hat Toni auf seinem privaten Stellplatz sogar einen Animateur. Neben uns stand Tonis Auto, welches mit seinem Radio für tolle spanische Musik sorgte. Die Tür stand offen und es dauerte gar nicht lange, da huschten in einem unbemerkten Augenblick, die 2 Hunde von Toni hinein. Der kleinere von beiden, stand nun auf seinen Hunterpfoten und mit den Vorderpfoten am Lenkrad. Fernandos Kommentar dazu: Toni zieh die Schlüssel ab, die Hunde wollen eine Spritztour machen und haben keinen Führerschein. (leider ist das Foto hiervon nichts geworden 🙁  ) Das kam so trocken und ernst, dass ich vor Lachen fast am Boden lag. Und wirklich sah es so aus, als wollten die beiden einen kleinen Ausflug machen. Fernando hatte das Herz am richtigen Fleck, zwar nannte er Andi immer Heidi, aber dieser konterte in seiner ebenso urkomischen Art, dass ich vor Lachen fast vom Stuhl gekippt wäre. Andi erklärte mir toternst, dass er sich keine Namen merken könne und deshalb immer Brücken bauen muss. Zu meinem Namen fiel ihm allerdings keine ein, da er außer mir keine einzige andere Ines kannte. Kurzentschlossen machte er nun dieses zu seiner Brücke und nannte mich von da an nur noch Ines die einzigartige. Wir waren wirklich eine illustre Gesellschaft. Am späten Nachmittag kam tatsächlich noch ein Wohnmobil. Gott sei Dank aber ein kleines, denn noch so ein Kabennsmann hätte nur schwerlich in den kleinen Garten gepasst. Es war ein junges Pärchen, die aber anscheinend dachten, wir hätten nicht mehr alle Latten am Zaun und sich nicht zu uns gesellten. Gerade als Fernando gehen wollte, weil er unbedingt mit seinem Hund Gassi gehen musste, holte Bernd seine Gitarre raus. Fernando setzte sich mit den Worten: Soll der Hund doch in den Vorgarten schei……. sofort wieder hin und war hingerissen von Bernds Gespiele. Allen anderen waren auch begeistert und sangen lautstark mit.

Ich verzog mich derweil ins Wohnmobil und machte alle Schubladen unserer Küche mal wieder vernünftig sauber. So richtig mit ordentlich viel Wasser. Wir saßen hier ja direkt an der Quelle. Ein herrliches Gefühl, einmal nicht ständig auf die Wasseranzeige sehen zu müssen. Das Wetter war so bombastisch, dass wir tatsächlich eine zweite Ladung Wäsche waschen konnten und auch diese noch trocken wurde. Nach einer Stunde ging ich wieder raus zu den anderen. Mittlerweile war es dunkel und Toni machte in einer Eisentonne ein Feuer. So merkten wir von der Kälte, die ja bekanntlich sofort eintritt, wenn die Sonne weg ist, nichts mehr und es hatte etwas von Lagerfeuerromantik. Nun musste Fernando aber wirklich los und auch Armin und Andi verschwanden in ihrem Wohnmobil. Bernd, Toni und ich unterhielten uns noch ein Stündchen, bevor auch wir totmüde ins Bett fielen. Fazit: Wieder einmal ein herrlicher Tag!!!

 

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*