Womo

Wohnmobilkoller!!!

Guten Morgen alle zusammen. Heute ist endlich der 01.02. und wir haben wieder Datenvolumen.

Die letzten 4 Tage war das Wetter ausnahmslos richtig beschissen. Zum ersten Mal seit unserem Ausstieg haben wir quasi tagelang nicht das Wohnmobil verlassen und für mich war das echt hardcore -Bernd fand es dagegen nicht sehr schlimm. Ich kann ja so schlecht Hunger von Langeweile unterscheiden. Es hat ununterbrochen nur gestürmt. Zwar gab es keinen Regen und es war auch nicht sonderlich kalt, aber wir hatten fast ständig Windstärke 10-11. Da mag man dann wirklich nicht hinausgehen. Faulheit kommt natürlich auch noch hinzu. Vorgestern hatte ich dermaßen Rückenschmerzen vom Rumsitzen, dass ich tatsächlich einen einstündigen Spaziergang gemacht habe. Das war bei dem Wind echt alles andere als ein Vergnügen. Der Nachteil unseres Lieblingplatzes hier ist, dass er wirklich sehr einsam ist und wir nicht mal eben so einkaufen oder in eine Kneipe gehen können. Zwar ginge es mit den Rädern, aber bei dem Wind hat man dazu natürlich überhaupt keine Lust. Stattdessen saßen wir wirklich nur im Wohnmobil rum. Natürlich haben wir die Zeit genutzt spanisch zu lernen, aber mehr als eine Lektion alle 2-3 Tage ist nicht drin, weil unsere Gehirne nicht soviel aufnehmen können. Ich habe mir aus lauter Langeweile die Arbeit gemacht und einen großen Spanischtest vorbereitet. Ich habe 100 spanische Sätze aufgeschrieben und alle nummeriert. Dann habe ich auf anderen Blättern, ebenfalls nummeriert, die deutsche Übersetztung dazu geschrieben. Das hat Stunden gedauert! Am nächsten Tag haben Bernd und ich dann die deutschen Sätze vor uns ausgebreitet und jeder hat so gut er konnte übersetzt. Danach wurden die Blätter getauscht. Ich hatte also Bernds Geschreibsel und er meins. Anhand der im Vorweg von mir geschriebenen spanischen Sätze konnten wir dann kontrollieren. Ich glaube, alles in allem waren wir über 3 Stunden damit beschäftigt. Bernd hatte 26 Fehler und bekam eine 3- und ich hatte 20 Fehler und bekam eine glatte 3. Diesen Test können wir jetzt so oft wiederholen, wie wir wollen und nach jeder Lektion ergänzen. Einmal haben wir in den Tagen auch gescrabbled, aber ansonsten haben wir echt nichts gemacht und besonders ich, hatte wirklich schon einen Lagerkoller. Erschwerend kam hinzu, dass wir tagelang nicht einmal Fernsehen konnten, da es uns bei dem Sturm, die Schüssel von Dach gerissen hätte. Das einzige Highlight war, dass wir duschen durften. Da das ja auch nie länger als 5 Minuten sein darf, ging der Tag deshalb aber auch nicht wirklich schneller um. Allerdings hatte Bernd danach etwas zu tun, denn die Dusche lief nicht richtig ab, war irgendwie verstopft und Bernd durfte reparieren. Neid! Mein Fazit: Im Wohnmobil leben ist toll, aber bei mehr als 3 Tagen Scheißwetter alles andere als das. Man ist dann doch schon sehr auf seinem Sessel begrenzt und das verursacht dann irgendwann höllische Rückenschmerzen. Außerdem ißt man aus purer Langeweile mehr als einem gut tut. Dieses Thema will ich jetzt aber nicht wieder aufgreifen. Wie dem auch sei. Der Sturm ist überstanden. Heute Nacht wurde es wesentlich weniger mit dem Wind und jetzt, wo ich hier sitze und schreibe ist gar nichts mehr von ihm zu spüren. Sprich; Das Wohnmobil wackelt nicht. Laut Wettervorhersage soll es heute auch endlich wieder sonnig werden. Juchhu!!! Leider aber auch kühler. Wir hoffen, dass sich das noch ändern wird, denn am Samstag kommen ja Carina und Simon und da wäre es echt toller, wenn wir hier mehr als 11 Grad hätten. Habe ich auch schon im Universum bestellt, hoffe es hat mich gehört.

schau mal Ines, sieht doch ganz gut aus, wenn auch etwas kühl wird, aber in der Sonne ist`s dann ja immer wärmer!!

Wenn nicht, müssen wir halt das Beste daraus machen. Zur Not haben wir dann das Auto und können Städtetouren machen. Dann sehen Bernd und ich auch mal etwas von Spanien;-) Wenn die beiden weg sind, fahren wir eventuell noch einmal nach Portugal, aber das ist noch nicht sicher und wetterabhängig. Nun ist es gleich halb 8. Bernd muss heute einmal eher aufstehen, da wir Wasser holen- und einkaufen müssen. Wäsche waschen steht auch auf dem Programm. Das machen wir heute aber im Waschsalon. Wir möchten nicht das Risiko eingehen, dass der Generator wieder schlapp macht und wir die Wäsche dann nicht aus der Maschine bekommen. Euch allen wünsche ich schon einmal einen tollen Tag!!! Eure Ines

03-02.2018

Die Wäsche ist noch immer nicht gewaschen. Das hat heute aber oberste Priorität! Unser Wassertank ist randvoll und der Kühlschrank auch. Gestern habe ich schon einen riesigen Braten vorbereitet und auch sonst einiges. So brauche ich in nicht ewig in der Küche zu stehen, wenn unser Besuch kommt. Heute abend ist es nämlich soweit. Carina und Simon kommen. Dann sind wir zu viert im Wohnmobil. Die beiden schlafen in unserem Hubbett, welches man bis zu unserem Tisch runterziehen kann. Das bedeutet, ich werde morgens, dann wohl keinen Blog schreiben können. Oh Graus, dann muss ich mich tatsächlich im Bett aufhalten. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung, wie auch das Leben zu viert. Normalerweise ja überhaupt kein Problem, da man eh den ganzen Tag draussen ist. In unserem Fall allerdings, hat sich die Wettervorhersage, die Bernd so vorschnell unter meinen Bericht gesetzt hat, komplett geändert. Und das, obwohl ich im Universum Wetterbesserung bestellt habe. Irgendetwas hatdas Universum daran anscheinend überhaupt nicht verstanden. Ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Nun wäre uns die Temperatur egal, wenn nur überhaupt mal die Sonne scheinen würde. Aber nein, es ist auch noch Regen angesagt. Gestern haben wir bestimmt 15 Mal die Wettervorhersage auf dem Handy angesehen und es wurde von Mal zu Mal schlechter. Wir haben uns sogar überlegt, dort hinzufahren, wo die Prognosen besser sind. Laut unserer Wetterap ist es momentan aber in ganz Spanien nicht toll. Der totale Kälteeinbruch und zusätzlich bedeckt und teilweise auch Regen. Natürlich freuen wir uns trotzdem sehr auf die beiden. Rein wettertechnisch ist es aber schon sehr sehr schade, denn gestern schien die Sonne 10 Stunden und heute sieht es genau so aus. Wir hätten gerne Regen in Kauf genommen und den Sonnenschein dann für später aufgespart. Geht aber leider ja nicht. Da hilft nur eins. Positiv denken, viele Ausflüge machen und das Wohnmobil anständig heizen. Trotzdem werde ich noch einmal ein ernstes Wort mit dem Universum sprechen. Vielleicht hatte ich mich beim letzten Mal nicht klar genug ausgedrückt. Sahra und Alex, die ja dem Sturm entflohen – und nach Portugal gefahren sind, sind noch nicht wieder hier. Deren Wohnmobil ist noch immer in unserer Obhut, denn sie sind ja mit Sahras Kastenwagen unterwegs. Dafür haben wir seit 2 Tagen Cornelia und Andreas als neue Nachbarn. Die beiden sind nur ca. 4 Jahre älter als wir und müssen auch nicht mehr arbeiten. Im Gegensatz zu uns haben sie aber ihr Haus noch und müssen öfter mal zurück um den Garten zu bepflegen. Gestern abend, wir wollten gerade mit einer neuen Lektion spanisch beginnen, klopfte es. Es war Andreas, der uns auf eine Flasche Wein einladen wollte. Sofort wurden unsere Lernpläne über den Haufen geschmissen. Da unser Wohnmobil aber größer ist, haben wir uns dann darauf verständigt, dass die beiden zu uns kommen. Das taten sie dann auch und wir verbrachten einen netten Abend miteinander. Mit Wein kann man uns zwar jagen, aber nach ewig langer Zeit tranken Bernd und ich mal wieder Whiskey- Cola. Um genau zu sein, jeder 2,5 Gläser und ich hatte mächtig einen im Tee. Ansonsten verbrachten wir endlich einmal wieder den ganzen Tag draussen und  haben ordentlich Farbe bekommen. Natürlich scrabbleten wir mal wieder und Bernd gewann. Nachmittags setzte ich dann tatsächlich meinen Luxuskörper in Bewegung und ging die paar Meter runter zum Strand. Bis zu den Knie watete ich durch den eiskalten Atlantik und wenn ich Badesachen drunter gehabt hätte, wäre ich geschwommen. Naja, man muss nicht alles glauben, was ich so schreibe. Es war einfach herrlich. Meine Füße waren danach so taub, dass ich barfuß den steinigen Weg zurück zum Mobil laufen konnte. Das kann ich sonst nie, weil ich extrem schmerzempfindliche Füße habe. Danach haben Bernd und ich dann geduscht, denn wir wollen möglichst nicht stinken, wenn unser Besuch kommt. Die beiden haben wir schon instruiert und davon in Kenntnis gesetzt, das tägliches Duschen ausfällt. Wie Carina uns telefonisch mitteilte, hat Simon schon etwas Not bezüglich der Geräuschendwicklung beim morgendlichen Klogang. Wir werden also genauestens zuhören und gegebennenfalls lautstark applaudieren. Ich kann seine Ängste gut nachvollziehen, denn mir geht es auch immer so. Darum jagt bei mir, wenn ich auf dem Thron hocke, auch immer ein Hustenanfall den nächsten. Damit versuche ich alles andere zu übertönen. Bernd für sich kennt diese Problematik überhaupt nicht. Nicht mal außerhalb der Toilette. Er lebt ganz nach dem Motto: Aus einem verkniffenen Arsch, kommt nie ein fröhlicher Furz. Ok, das wolltet ihr wahrscheinlich gar nicht wissen….

Mittlerweile ist es schon 9 Uhr. Bernd war eben mal kurz aufgestanden, hat sich aber wieder hingelegt. Wahrscheinlich wartet er auf die gute Fee, die das Frühstück macht. Da es diese nur im Märchen gibt, werde ich mich gleich erbarmen. Ich bin der Meinung, Bernd hat wirklich Glück mit seiner Frau, auch wenn ich gestern versehentlich auf seine Ohrstöpsel getreten bin. Es hätte ihn doch wirklich wesentlich schlimmer treffen können, oder?? Mittlerweile ist es dank der Heizung recht warm geworden und ich kann mich gleich aus meiner Kühlhausjacke und diversen Decken schälen, um mich an die Arbeit zu machen. Gleich nach dem Frühstück werden wir mit unseren Rädern zum Waschsalon, der 4 Kilometer entfernt ist fahren und unsere 15 Kilo Schmutzwäsche in eine der großen Maschinen werfen. Zuvor werden natürlich die Betten abgezogen, damit auch diese wieder frisch sind. Im Moment haben wir draussen exact 7 Grad, aber die Sonne scheint schon, so dass wir auch heute wieder in kurzen Sachen den Tag verleben können. Nun möchte ich an dieser Stelle einmal meine jüngste Tochter Kim, die in Leipzig wohnt und ein treuer Leser ist, grüßen. Liebe Kim, ich hofffe es geht euch gut und ihr kommt auch mal!!! Was macht das Studium??? Sie studiert Mathe. Mein damaliges absolutes Alptraumfach, kam noch vor Französisch.

Gestern haben wir noch mit Dagmar telefoniert. Sie wohnt ja hier in Conil und wollte netterweise Sachen für uns, die wir bei Amazon bestellt hatten von Deutschland aus mitbringen. Natürlich hätten wir sie auch nach Conil liefern lassen können, aber dubioserweise kommen Amazonpakete hier nur sehr selten an. Das Risiko war uns zu groß und so nahmen wir Dagmars großzügiges Angebot sehr gerne Angebot an. Da sie sich in Deutschland ein neues Auto gekauft hatte und dieses mit einer Spediton hierher gebracht werden sollte, wurden unsere Sachen kurzerhand mit in dem Auto verstaut. Dagmar flog dann zurück. Das war im November. Seitdem warten wir alle auf das Auto, welches, wie sie uns gestern mitteilte, nicht mehr auffindbar ist. Verschwunden, einfach so. Sachen gibt es, die gibt`s gar nicht. Die Versicherung wird sich freuen. Sie wusste auch zu berichten, was es mit dem gestrigen Polizeieinsatz auf sich hatte. Denn gestern waren hier mehrere Polizisten, die aufgeregt am Strand umherliefen und dann ein spanisches Auto, in dem 2 Personen saßen, komplett auseinandernahmen. Wir haben das Schauspiel natürlich mit großem Interesse verfolgt, konnten uns aber keinen Reim daraus machen. Der Grund war folgender. Immer wieder werden in Marokko Drogen in Plastikbehältern in den Atlantik geworfen. Anhand der Strömung können dann die Dealer scheinbar ausrechnen, wo das Paket in etwa ankommt und es dann aus dem Meer fischen. Diesmal kam es allerdings nicht in Roche an, sondern im 8 Kilometer entfernten Hafen in Conil. Die Polizei sucht dann im Umkreis nach verdächtigen Leuten. Ob die Personen, die friedlich im Auto saßen, nun damit etwas zu tun hatten, können wir nicht sagen. Tja so ist immer etwas los. Nun will ich wirklich Frühstück machen und Bernd aus dem Bett schmeißen. Liebe Grüße nach Deutschland.

PS. Bernd hat Frühstück gemach. Sehr sehr lieb. Nicht nur er hat eine gute Frau, nein, auch ich habe einen tollen Mann.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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