Womo

Las Negras 01.04.2018

Gott sei Dank waren es nach Las Negras nur 10 Km und Polizei war nicht in Sicht. Ansonsten wäre ich wohl in Zukunft die Fahrerin geworden. Da hätte dann mit Sicherheit der Spass aufgehört. Trotzdem hatte es die Fahrt in sich und ich fühlte mich etwas wie in einer Achterbahn. Zuerst ging es mit ca 35 Km/h eine enorme Steigung von 10 Prozent hoch.

Als wir den höchsten Punkt erklommen hatten ging es plötzlich genauso steil den Berg wieder hinunter. Die Motorbremse war pausenlos im Einsatz und Bernd schwitze Blut, Wasser und Alkohol. Ich krallte mich an meinen Armlehen fest und kniff die Augen zusammen, denn rechts neben mir ging es steil den Abhang hinunter und sonderlich breit war die Straße nicht.

Irgendwie erinnerte mich die Situation an meine Besuche beim Zahnarzt, denn dort sitze ich immer exakt genauso auf dem Stuhl. Bernd fuhr trotz des Alkoholkonsums sehr souverän und es dauerte auch nicht lange und wir waren in Las Negras.
Der Stellplatz war voll bis obenhin, aber wir fanden eine Schotterfläche wo wir gut parken konnten.

Der Übernachtungsplatz ist nicht schön, aber zentrumsnah, umsonst und kein Kuschel-Camping 🙂
Unser Blick von der Schotterfläche auf die Verkehrsinsel und dahinter geht es ab in die kleine Stadt.

Es dauerte auch gar nicht lange und ein anderes Wohnmobil gesellte sich zu uns. Wir waren also in bester Gesellschaft und Verbotsschilder waren auch keine da. Las Negras ist ein ganz kleines Fischerdorf, welches direkt am Mittelmeer liegt und viel Charme hat. Kaum hatten wir das Mobil verlassen, hörten wir laute Musik. Natürlich war unser Intresse groß und wir folgten den Klängen, die durch das ganze Dorf zu hören waren. Je näher wir kamen, desto voller wurde es. Unser Ziel war eine kleine schmale Gasse, in der eine Liveband Raggaemusik spielte. Die Gasse war bis zum Bersten voll von fast ausnahmslos jungen Menschen.

Alle waren in Bewegung und bewegten sich zur Musik. Die einen mehr, die anderen weniger, aber keiner stand still. Wir waren ehrlich fasziniert und beobachteten das Spektakel eine ganze Weile. Überall roch es nach Joints und die jungen Leute waren extrem gut drauf. Die angrenzende Bar machte an diesem Tag wahrscheinlich 80 Prozent ihres Jahresumsatzes und der Wirt war mit Sicherheit sehr zufrieden. Nach 20 Minuten fielen uns fast die Ohren ab und wir erkundeten den Rest dieses  kleinen Örtchens. Der Strand war nicht besonders groß, hatte aber seinen ganz eigenen Charme. Überall lagen Fischerboote im nicht gar so weißen Sand. Besonders viele Häuser gab es nicht, aber sehr viele Lokale und noch mehr Wohnmobile. Ein besonderer Blickpunkt war eine kleine alte weiße Mühle.

Bei uns setzte allmählich Katerstimmung ein und wir gingen alsbald zurück zum Wohnmobil um unseren Rausch auszuschlafen. Da die Wettervorhersage für den nächsten Tag Bewölkung ansagte, wollten wir weiterfahren und Strecke machen, aber es kam dann doch anders….

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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