Womo

Wedel und Nico & VClaudia in Hitzhusen 09.06- 15.06.2018

Wir haben wirklich ereignisreiche Tage hinter uns  und die Tage waren so verplant, dass zum Schreiben keine Zeit blieb. Ich gelobe aber ernsthaft Besserung! Wir sind gerade losgefahren Richtung Roststock und ich habe nun Zeit die vergangene Woche zu Papier zu bringen, bzw. auf den Laptop.

Von unserem tollen Stellplatz in der Nähe von Delmenhorst fuhren wir nach Wedel bei Hamburg um uns mit meinem Sohn David zu treffen. David wohnt direkt in Hamburg. Da dort die Stellplätze aber extrem eng, teuer und hässlich waren entschieden wir uns für Wedel. Dieses war nur 24 Km von Davids Wohnung entfernt , also ein Katzensprung. Der Stellplatz war super und mit 10 Euro die Nacht wirklich nicht teuer. Das Wetter war noch immer schön und so freuten wir uns auf David, der auch bald kam. Allerdings brauchte er für die 24 Km durch den Feierabendverkehr tatsächlich 1,5 Stunden. Unglaublich, oder??? Was hält Menschen nur dort? Für uns Landeier unbegreiflich. Sofort nach der Begrüßung wurde der Grill rausgeholt und es gab jede Menge zu erzählen. David arbeitet für eine bekannte Telefongesellschaft und was er tagtäglich dort erlebt, würde glatt ein abendfüllendes Programm bei einer Comedyshow werden. Wir jedenfalls amüsierten uns köstlich.

Am nächsten Tag war es so heiß, dass wir zur Elbe gingen, die nur einen Kilometer entfernt lag und sogar einen Badestrand hatte. Dank Davids Drohne fanden wir den Strand sofort und verbrachten dort einen herrlichen Tag.

Am Abend war es so schwül, dass unzählige Gewitterfliegen unterwegs waren und wir es vorzogen im Wohnmobil zu bleiben. Zuvor aber brachten David und ich Bernd das Ramschen bei. Eine Skatvariation. Bernd verstand es recht schnell und stand am Anfang gar nicht mal so schlecht da. Beim letzten Spiel aber verlor er Dank Schieben und Kontra haushoch mit mehr als 1500 Minuspunkten und hat nun erst einmal genug von uns Zockern. Am Folgetag wurde David verabschiedet. Ich konnte gar nicht aufhören ihn zu drücken, denn vorraussichtlich würden wir ihn erst nächstes Jahr nach unserer Überwinterung wiedersehen. Ich war ganz schön traurig und wir machten uns auf den Weg Richtung Hitzhusen. Dort wollten wir Nico und Claudia besuchen. Mit den beiden hatten wir ja unzählige Wochen im Süden verbraucht und Nico hatte Bernd angeboten 3 neue Solarplatten auf unser Dach zu montieren. Nico ist nämlich in technischen Sachen total versiert und es gibt nichts was er nicht kann. Jedesmal wenn wir irgendein technisches Problem haben und Bernd sich den Kopf zerbricht, sage ich zu im, dass er doch bitteschön erst einmal Nico anrufen soll. Bernd regt sich dann meist fürchterlich auf und äfft immer: Nico, Nico!!! Letztendlich tut er es dann aber doch immer und Nico weiß auf alles eine Antwort.
Da wir erst am Folgetag mit den beiden verabredet waren und ihnen auch nicht schon vorher auf den Sack fallen wollten, übernachteten wir in einem Wald bei Bad Bramstedt sehr idyllisch an einem kleinen Fluß gelegen.

Wir spielten dann noch eine Runde Srabble und gingen früh zu Bett. Gegen 5 Uhr am nächsten Morgen wurden wir unsaft aus unseren Träumen gerissen. Mit Getöse meldete sich völlig unerwartet unsere Hubstützenanlage und fuhr diese selbstständig aus. Bernd sprang wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett und versuchte dem Treiben Einhalt zu gebieten. Unser Wohnmobil stand zwar jetzt gerade, aber die Anlage schaltete sich nicht aus. Bernd drückte panisch auf allen Knöpfen des Displays, konnte aber nichts ausrichten. Die Anlage summte in gehöriger Lautstärke weiter vor sich hin und egal welche Knöpfe Bernd betätigte, es hörte nicht auf. Einfahren ließen sich die Hubstützen auch nicht mehr und wir warteten schon förmlich darauf, dass unser Wohnmobil in Flammen aufgehen würde, denn es war nur eine Frage der Zeit, dass die Anlage dermaßen heiß gelaufen sein würde, dass sie Feuer fangen würde. Plötzlich und ohne Ankündigung schaltete sie sich dann aber doch aus. Wahrscheinlich irgend ein Notstromschalter, der endlich seinen Dienst versah. Bernd und ich waren erst einmal erleichtert. Die Erleichterung währte allerdings nicht allzu lange, denn wir bemerkten schnell, dass wir machen konnten was wir wollten, unsere Stützen würden nicht mehr einfahren. Leider ist es aber so, dass man mit herausgefahrenen Stützen nicht fahren kann und Bernd sagte nur: „Na prima, dann werden wir jetzt wohl hier überwintern müssen. Naja, jedenfalls stehen wir gerade!“ Mir war auch sofort klar, dass dieses Problem sehr teuer werden würde und das, wo wir doch auch schon einen neuen Kühlschrank bräuchten, weil unser alter nicht mehr bereit ist, mehr als auf 15 Grad runter zu kühlen. Ja, so ist es doch immer, wenn etwas kommt, dann nie alleine. Erst einmal gingen wir aber wieder ins Bett. Denn es war noch viel zu früh irgend eine Fachwerkstatt anzurufen, die sich mit diesen Problemen auskannte. Das tat Bernd dann 2 Stunden später. Aber egal, welche Tipps er via Telefon auch bekam, die scheiß Hubstützen bewegten sich keinen Millimeter nach oben. Die Werkstätten, waren dann auch mit ihrem Latein am Ende und gaben uns den Tipp, die Stützen per Hand hochzudrehen. Bernd und ich legten uns also unter das Auto und mit vereinten Kräften versuchten wir die Stützen manuell nach oben zu bekommen. Wir gaben wirklich alles, aber nach 14 Jahren der Nichtbenutzung, war alles so zusammengegammelt, dass wir nach 30 scheißtreibenden Minuten aufgaben. Ich hatte die Schnautze nun gestrichen voll und rief endlich bei Nico an. Angemeldet waren wir dort ja sowieso, er würde also Zeit haben und auch zuhause sein. Und so war es dann auch. Nico setzte sich fast sofort in sein Auto und fuhr die 10 Kilometer zu uns. Wir freuten uns natürlich unglaublich unseren ehemaligen Lieblingsnachbar aus Roche wieder zu sehen. Nachdem die Begrüßungszeremonie dann beendet wurde, nahm Nico sich unseres Autos an. Das war auch für ihn eine harte Nuß und genau wie die Leute am Telefon, war auch er der Meinung, dass die Systemsteuerung unwiederbringlich kaputt wäre. Ganz toll!!! Und wie sollten wir hier nun jemals wieder wegkommen??? Jedenfalls nicht mit dem ADAC, soviel bekamen wir schon mal raus. Nico wäre aber nicht Nico, wenn er schon aufgegeben hätte und tatsächlich gelang es ihm nach gut 2 Stunden in Zusammenarbeit mit Bernd die Hubstützen soweit zu bekommen, dass sie noch ein letztes Mal ihren Dienst verrichteten und automatisch einfuhren. Man, was waren wir froh!!!! Nun konnten wir endlich losfahren und fuhren langsam hinter Nico her.

Dort angekommen wurde Claudia begrüsst und Bernd und Nico bereiteten alles für die Montage der Solaranlage vor.

Nico der Solarmeister mit einer der 3 neuen, zusätzlichen Solarpaneelen.

Dafür mussten Löcher durch die Decke gebohrt werden, welches Nico übernahm. Bernd hatte dabei die wichtigste aller Aufgaben durchzuführen, nämlich den Staubsauger unter die Bohrmaschine zu halten. Das tat er auch ganz gewissenhaft. Nico fing also an zu bohren, hörte aber nach einer Minute mit den Worten auf:“ Bernd, du musst den Staubsauger doch auch anstellen!“ Man haben wir gelacht!!!! (ja,  aber die Bohrmaschine war so laut, dass man den Staubsauger doch sowieso nicht gehört hätte —??? )
Ich wollte mich auch irgendwie nützlich machen und entfernte das Unkraut auf der Terasse und rund ums Haus. Anschließend putzte ich im Erdgeschoss alle Fenster und zwar von innen und außen. Wer mich kennt, weiß dass ich Fensterputzen liebe und hier konnte ich mich endlich mal wieder richtig austoben.

Ja, Ja, austoben mit dem süssen Filou … o.k., das war natürlich nach professioneller Erledigung der Reinigungsarbeiten !!

Am nächsten Tag nahm ich mir dann noch die Fenster nebst Rolladen im Obergeschoss vor. Claudia und Nico waren ganz begeistert und mir machte es ernsthaft irrsinnigen Spaß. Netterweise durften wir dann noch unsere Wäsche bei den beiden waschen und auch die Dusche mehrmals benutzen.
Abends saßen wir gemütlich zu viert beisammen und aßen gemeinsam. Am ersten Abend wurde gegrillt, was schon außerordentlich lecker war und am zweiten Abend bekochte Claudia uns so toll, dass Bernd sie spontan umarmen musste. Das Anbringen der Solaranlage klappte auf Anhieb und wir haben jetzt so viel Strom, dass wir jetzt sogar etwas davon verkaufen könnten und wahrscheinlich nie wieder an die Steckdose müssen.

Nico hat anscheinend für jede Tätigkeit auch das passende „Werbe-Outfit“ ?!

Ich sag doch:“ Nico ist ein Genie!!!“““ Danke Nico!!!!   (…  über ein kleines Danke an mich hätte ich mich auch gefreut … aber so ist das halt, wenn man „nur“ der Ehemann ist…  schließlich war ich doch Nicos Geselle und habe mit verklebt, gesägt, Kabelbahnen angebracht, usw. 🙁  …)
Claudia kam dann auf die Idee gemeinsam zur Kieler Woche zu fahren und das taten wir dann auch!!!!

… aber davon berichte ich dann im nächsten Beitrag!

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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