Womo

Conneforde am Bernsteinsee und „zuhause“ am Dreiländersee

3 Tage am Bernsteinsee mit dem lieben Kilian

Im Vorfeld Sorry, dass es hier kaum Fotos gibt! Wir waren nämlich meistens am, bzw. im See – mit Kakjak und ohne- und hatten so das Handy vorsichtshalber im Wohnmobil gelassen… was ich normalerweise ungern tue.

Da es uns letztes Jahr, trotz strömenden Regens,  so gut mit Kilian am Bernsteinsee in Conneforde gefallen hatte, wollten wir dort wieder hin. Kilian war einverstanden und so brauchten wir nur gut 15 Auto-Minuten und waren da. Auf dem Campingplatz war bis Mitte August alles ausgebucht, aber auf dem Stellplatz auf der gegenüber liegenden Seite war noch jede Menge Platz. Er kostete nur 9 Euro die Nacht und sogar der Eintritt zum See war inclusive. Was will man mehr!?

Kilian wurde von „Oma“ Ines eingecremt … aber leider erst nach dem Sonnenbad 🙁

Zeitgleich mit uns kam ein Renterpärchen mit 3 Enkelkindern an. Das war super, denn Kilian wollte sofort ins Wasser, wir aber nicht. Und da wir nur eine Campcard hatten und wir diese brauchen würden, um an den See zu kommen, fragte ich kurzerhand, ob Kilian mit ihnen und ihrer Campcard reingehen könnte. Das wäre kein Problem, meinten unsere Nachbarn und machten sich kurze Zeit später auf den Weg. Kilian hatte einen Mordsspass, was sicher auch daran lag, dass ein Tretboot für die 4 Kinder gemietet wurde. Außerdem gab es im Wasser ein riesiges Trampolin, was natürlich auch zum Toben einlud.
Bernd und ich scrableten erst einmal und machten uns dann auch auf den Weg, um unserer Aufsichtspflicht nach zu kommen. Wir schwammen mit Kilian um die Wette und als sich bei ihm der Hunger meldete gingen wir zurück und ich wärmte Essen auf. Anschließend spielten wir 4 Runden Mensch ärgere dich nicht, in denen Kilian immer gewann.

Nun kamen auch unsere Nachbarn wieder und ich gab für alle ein Eis aus. Jetzt war ich dran mich mit den Kindern zu beschäftigen und wir spielten Boddga. Kilian ging anschließend wieder zum See und tobte noch geschlagene 3 Stunden im Wasser rum.
Am nächsten Tag baute Bernd unser Kajak auf und ließ auch unsere Nachbarn damit fahren. Kilian durfte natürlich auch, hatte aber nicht wirklich Lust zum Paddeln und ließ sich von Bernd über den See fahren. Der faule Sack! Ich schwamm unterdessen 45 Minuten, in der Hoffnung endlich mal etwas abzunehmen. Apropos abnehmen. Kilian hatte seit dem letzten Jahr ordentlich zugelegt und schon damals war er ziemlich moppelig. Figurtechnisch kommt er ganz nach seiner Oma. Letztes Jahr haben wir in der Woche, in der er bei uns war, gemeinsam Diät gehalten. Das wollte er (und Bernd)  aber in diesem Jahr unter keinen Umständen . Tja, kann man ihm nicht wirklich verdenken. Einmal aßen wir jeder eine riesige Giros Pita mit ganz viel Tzasiki und Krautsalat und noch mehr Fleisch. Ich schaffte nur knapp etwas über der Hälfte. Auf meine Frage, ob jemand den Rest essen wollte, winkte Bernd ab, denn auch er war pappsatt. Nicht so Kilian. Mühelos vertilgte er auch noch meine Pita und mit den Worten, dass wäre als Vorspeise super gewesen, wollte er wissen, was es als Hauptgang geben würde. Dann ging es mit vollem Bauch wieder ins Wasser. Am Freitag abend wurde Kilian dann von seinem Papa abgeholt und wir beschlossen noch einen Tag dran zu hängen.

Der Zufall wollte es, dass wir Leute trafen, die auch letztes Jahr schon mit uns hier waren und diese fragten, ob Bernd nicht etwas auf seiner Gitarre spielen könnte. Natürlich konnte er! Und so verbrachten wir den Abend in lustiger feuchtfröhlicher Gesellschaft.

Vom „deutschen WM-Bier“ gab es noch jede Menge und musste vernichtet werden.
Ines erzählt unsere Erlebnisse und unterhält die Gesellschaft … wenn die Gitarre schweigt 🙂

Am Sonntag Morgen ging es dann wieder ab nach Westerstede. Das war eigentlich nicht unser Plan, aber Bernd hatte seit 2 Tagen tierische Zahnschmerzen und musste in Westerstede am Montag einen Zahnarzt aufsuchen. Dort bekam er eine Wurzelbehandlung verpasst. Mit einem Termin war es aber nicht erledigt und so müssen wir am 08. 08. noch einmal nach Westerstede. Der ganze Spass kostet 160 Euro. Mal sehen, ob die Zahnversicherung etwas dazu zahlt. Bernd jedenfalls war sehr glücklich, dass der gröbste Schmerz erst einmal weg war.
Am Nachmittag fuhren wir dann noch einmal nach Grabstede zum Ferienhaus meiner Eltern. Diese hatten uns zum Essen eingeladen. Es gab super leckeres Nasi Goreng von dem wir uns den Rest noch mitnahmen. Jubel, am nächsten Tag brauchte ich mal wieder nicht zu kochen. Bernd beschnitt noch ein paar Büsche zum Dank und dann fuhren wir wieder nach Westerstede, weil Bernd dort ein defektes Alu-Teil in einer Metallbaufirma schweißen lassen wollte.  Aus dem einen Tag  wurden dann doch zwei, weil wir versäumten das reparierte Teil vor Geschäftsschluss um 16 Uhr 30 abzuholen. Natürlich war ich Schuld, wer auch sonst. Am nächsten Morgen ging es dann bei brütender Hitze mal wieder nach Lingen. Auch dort hatten wir noch etwas zu erledigen, schafften es aber recht schnell und fuhren dann weiter nach Gronau zu unseren Lieblingsplatz.

Gronau – Dreiländersee 24.07.2018

Dort war es ziemlich voll, aber wie durch ein Wunder war unser Lieblingsplatz noch frei. Leider aber unsere Strom-Flatrate-Säule nicht. Wie üblich keiften Bernd und ich uns solange an, bis das Wohnmobil richtig stand. Das ist bei uns merkwürdigerweise immer so, verwandelt sich aber in pure Harmonie, sobald das Auto steht und die Stühle und Tische draußen sind (und Ines aus dem „toten Winkel“ verschwunden ist).   So auch diesmal. Uns lief der Schweiß nur so von den Köpfen, denn mit 36 Grad im Schatten war es irre heiß. Wir verzichteten auf unser heißgeliebtes Scrabble und gingen zum See. So voll hatten wir es dort noch nie gesehen. Schnell schlüpften wir aus unseren Klamotten. Wir konnten es nach der Schwitzerei im Auto gar nicht abwarten ins kühle Nass zu kommen und rannten ins Wasser. Sofern man bei mir von rennen reden kann. Das Wasser war alles andere als kühl und erinnerte eher an eine Badewanne, als an einen See. Trotdem war es schön und mit 26 Grad Wassertemperatur, immerhin noch 10 Grad kälter, als die Luft. Man musste nur lange genug drin bleiben, dann stellte sich fast so etwas wie ein Erfrischungsgefühl ein. Leider hielt es aber nach dem Rausgehen nicht besonders lange an und so waren wir eine Stunde später schon wieder im Wasser.
Auch am nächsten Tag war es nicht kühler und wir kamen kaum mit dem Trinken hinterher. Wir hatten uns vorgenomen gegen Abend eine Fahrradtour zu machen, aber als unser Nachbar sagte, dass laut seiner Wetterapp ein Gewitter im Anmarsch wäre, verzichteten wir darauf und machten statttdessen einen Spaziergang. Den Himmel behielt Bernd dabei immer im Auge, um im Notfall rechtzeitig wieder zum Wohnmobil zurück zu kommen. Ich fand das etwas lächerlich, denn laut unserer Wetterapp würde es keinen Regen geben und der vertraute ich vorbehaltslos. Bernd ist aber ein vorrauschauender, vorsichtiger und mitdenkender Mensch, was er auch liebend gerne immer wieder betont und so bewegten wir uns ellipsenförmig um unseren Saloon. Falls es tatsächlich regnen sollte, wären wir auf jeden Fall rechtzeitig zuhause und falls noch Sturmböen dazu kommen sollten, wäre Bernd vor Ort, um die Markise reinzufahren. Man weiß ja nie und sicher ist sicher. In Rekorgeschwindigkeit absolvierten wir unseren Gang und dieses Mal konnte ich richtig gut mithalten, denn ich hatte mich in meine Orthesen geklemmt.

Ines, wie oft habe ich Dir schon gesagt: „Nimm die Füsse vom Tisch“! 🙂

Wahnsinn, ich kann es immer noch nicht fassen, wie leichtfüßig ich mich damit fortbewegen kann und wie unanstrengend scheinbar das Laufen für normale Menschen ist. Blöde ist nur, dass die Dinger spätestens nach 45 Minuten drücken wie Sau und ich das Gefühl habe, meine Füße würden in Schraubklemmen stecken. Heute aber war alles gut, denn schon nach 35 Minuten waren wir zurück.

Zwar war der Himmel etwas dunkler geworden, aber so richtig nach Regen sah es nicht aus. Also wurde mal wieder gescrabblet. Wir hatten unser Spiel noch nicht einmal bis zur Hälfte gespielt, da bestätigte sich, dass die Wetterapp unseres Nachbarn (und auch Bernd) Recht gehabt hatte, denn der Himmel öffnete seine Schleusen und unter Blitzen und Donnern prasselte der Regen auf unsere Markise, die Bernd vorsichtshalber schnell abspannte. Fasziniert beobachteten wir das Schauspiel und unter der Markise sitzend (alle anderen Nachbarn /Camper auf dem Stellplatz hatten ihre Markisen eingefahren und sich schon längst nach Innen verzogen) stellten wir fest, dass diese nicht ganz dicht war. (Stimmt leider nicht liebe Ines. Die Markise ist dicht und ich stelle diese bewußt zu einer Seite schräg, damit das Wasser dann dort schneller ablaufen kann). Weil das Wasser in Sturzbächen über diese rann und am tiefsten Punkt niagarafallmäßig auf den Boden klatschte stellte Bernd einen Eimer darunter.

VOLL !!!! Entweder war der Eimer zu klein oder es war zuviel Regen!

Schließlich sollte sich dort kein See bilden. Der Eimer war aber heute in Nulla komma nichts randvoll. Klasse, so hatte ich umsonst Wasser zum Abwaschen und bräuchte dieses nicht einmal zu entsorgen, sondern nach getaner Arbeit einfach vor die Tür kippen. Gesagt getan und so war die nächste Idee geboren. Endlich einmal Wasser im Überfluss. Jetzt war Duschen im Regen angesagt. In Unterhose und BH ließ ich mich nassregnen und wusch meine Haare. ( Natürlich mit biologisch abbaubaren Shampoo).

Hier ein kleines Duschvideo!      IMG_2358

Anschließend ging es schnell ins Womo unter die Dusche um mich ganz kurz abzuspülen. Mein Gott, war das Wasser dort warm und das, obwohl wir nicht einmal Gas angestellt hatte und demzufolge das Wasser nicht erwärmt war. Anscheinend hatten die Tage in dieser brütenden Hitze auch dazu geführt, dass sich unser Wassertank aufgeheizt hatte. Vielleicht war aber auch nur der Regen so kalt, dass mir dass Leitungswasser dagegen warm erschien. Wie dem auch sei, ich trocknete mich ab, putze mir dann noch die Zähne und schlüpfte schon mal in mein Schlaf- T-Shirt. Als ich wieder raus kam, traute ich meinen Augen nicht. Fast der ganze Stellplatz war überflutet und mittendrin stand unser Wohnmobil.

Das Wasser war mittlerweile knöcheltief und nun weiß ich auch, was es für ein Gefühl ist in einem Hausboot zu wohnen.

An den Rädern der Nachbarn sieht man auch schön, wie das Wasser steigt.

Nach 2 Stunden ließ der Regen dann nach. Bernd hatte mittlerweile auf dieselbe Art wie ich geduscht und war jetzt auch sauber.

Und die Stromsäule mitten drin !!! Da habe ich dann erst mal die Sicherungen/Schutzschalter vom Netz genommen… denn (nicht nur unsere) Kabeltrommel stand mittlerweile unterm WoMo in einem See.

Nun kamen unsere Nachbarn wieder. 3 Pärchen, die zusammen essen gewesen waren. Fassungslos standen sie in sicherer Entfernung von ihren Mobilen entfernt und starrten entsetzt auf den großen See, der sich gebildet hatte. Als ihnen nach geschlagenen 10 Minuten klar wurde, dass das Wasser keine Fata Morgana war und wohl auch nicht so mir nichts dir nichts verschwinden würde, erwachten sie aus ihrer Starre zogen die Schuhe aus, kermpelten die Hosen auf und wateten zu ihren Mobilen. Mittlerweile hatte sich oberhalb der überfluteten Wiese auch eine Gruppe Schaulustiger versammelt und beobachtete sehr interessiert, wie wir wohl mit der Situation umzugehen gedächten. Die wollten wir auf keinen Fall enttäuschen. Bernd holte kurzerhand seine Gitarre raus und wir beiden sangen lautstark  “ Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ von Rudi Carell.

Und Ines singt als Chorleiterin kräftig mit:  IMG_2378

Anschließend noch:“ I´m standing in the rain“ und“ lalala bamba. “ Ich tanzte dann noch im Regen und inspirierte damit die anderen Leidensgenossen es mir gleich zu tun und schon hatten wir eine Mordgaudi, welche von den Schaulustigen mit donnernden Applaus gewürdigt wurde.

Langsam haben wir wieder ablaufendes Wasser (Ebbe) und Ines (echten) Füsse sind wieder zu sehen.

Am nächsten Morgen war nichts mehr da von dem Wasser und es wurde genauso warm, wie in den voherigen Tagen. Jetzt hatten wir auch unsere Stromflatrate wieder, denn die Leute, es waren übrigens haarscharf dieselben wie im letzten Jahr, die “ Unsere Säule“ in Beschlag genommen hatten, waren abgereist, nicht ohne uns , genau wie im letzten Jahr, Bescheid zu geben, dass wir sie nun haben könnten. Echt klasse!!! Nun können wir gegen Abend mal die Klimaanlage laufen lassen und schlafen dann hoffentlich etwas besser. Ich habe nämlich festgestell, dass bei einer Innenraumtemperatur von 29 Grad am Abend an Schlaf kaum zu denken ist.( Am Tag haben wir 34 Grad im Mobil  – bei einer Außentemperatur von 38 Grad im Schatten, bzw. 50 Grad in der Sonne) Das macht aber rein gar nichts, ich finde diesen Sommer trotzdem extrem super!

So, nun bleiben wir hier noch ein paar Tage, denn am Wochenende werden uns Birgit und Alfred mit ihrem Wohnmobil besuchen und Dienstag kommen dann noch einmal Veronika und Hannes, ebenfalls mit ihrem Wohnmobil. Anschließend fahren wir nach Hilter zum Rodeo- und Countryfestival. Das hatten wir letztes Jahr verpasst, weil wir zu der Zeit bei Emden a la carte gearbeitet haben. Dort treffen wir dann viele unserer Freunde wieder. Bernd hatte sie schon alle im Mai getroffen, als er und Bennet im“ Päng“ gespielt hatten. Ich aber, war zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus und freue mich jetzt umso mehr. Ja und dann geht es auch schon bald wieder Richtung Süden. Stichpunkt ist der 20. August. Die Zeit rast nur so dahin. Sobald wir wieder im Ausland sind, werde ich wieder öfter schreiben. Hoch und heilig versprochen!!!!!

28.07.2018

Es ist jetzt 5 Uhr morgens und ich bin schon wach. Auch die letzten beiden Tage war es brütend heiß und obwohl die Klimaanlage den ganzen Tag läuft ist es im Saloon selten unter 32 Grad.Bernd und ich halten uns den ganzen Tag im Schatten auf, was für mich als Sonnenanbeter eigentlich noch nie da gewesen ist. Bei bis zu 38 Grad im Schatten ist es aber in der Sonne echt nicht auszuhalten. Eigentlich müssten die Pfunde nur so wegschmilzen, aber na ja…..hält sich bei mir in Grenzen. Bernd allerdings entwickelt sich so langsam zum Adonis. Frechheit, denn er ißt mehr als das doppelte als ich und schwimmt auch nur 2 mal täglich 10- 15 Minuten. Ich hingegen jeden Tag mindestens eine Stunde. Damit er nicht ganz vom Fleisch fällt, bekommt er augenblicklich 2 Mal am Tag warme kalorienreiche Mahlzeiten von mir serviert. Trotzdem wir er nicht fett. Eine Hoffnung habe ich ja noch, denn Mitte des Monats geht er zum Handauflegen, weil er sich mal wieder das Rauchen abgewöhnen will. Ich hoffe doch sehr, dass es ihm das ein oder andere Kilo bescheren wird. Ja, ich hab nen echt fiesen Charakter! Ich könnte jetzt noch etwas von Dick und Doof schreiben, lasse es aber. Das Handauflegen kostet 50 Euro. Ein Schnäppchen geradezu. Die Hypnose beim letzten Mal hat 200 gekostet. Allerdings hat er damals tatsächlich 1,5 Jahre nicht geraucht. Da sieht man mal wie beeinflussbar er ist. Um die 50 Euro zu sparen habe ich Bernd angeboten das Handauflegen persönlich zu übernehmen, aber das will er nicht.

Gestern ist Bernd noch mit dem Fahrrad losgezogen um einzukaufen, denn heute kommt Alfred ( ein Bandkollege von Bernd, mit dem er früher 12 Jahre Tanzmusik gemacht hat) mit seiner Frau Birgit. Die beiden hatten vor nicht allzu langer Zeit Silberhochzeit und uns bei dieser Gelegenheit erzählt, dass Bernds Bruder und Bernd ihnen neben einem Deckenfluter auch eine Fahrt ins Blaue zur Hochzeit vor 25 Jahren geschenkt hatten. Da die Fahrt ins Blaue bis dato nie stattgefunden hatte, war die Idee die beiden nach Gronau zu locken schnell geboren. Da unser Kühlschrank durch das Erhalten von Bernds Gewicht aber so gut wie leer war, musste Bernd gestern los. Getränke hatten wir auch fast nicht mehr, denn bei der Hitze geht ganz schön was durch. Ich schrieb also einen Einkaufszettel und Bernd arbeitete diesen dann ab. Vollbeladen und mit jeder Menge Grillgut kam er dann wieder. Ich schwamm unterdessen noch eine Runde und passte es gerade so ab, dass ich die Einkäufe nicht verstauen musste. Man bin ich faul!!! Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass ich immerhin entsorgt und gesaugt hatte. Selbst dabei lief mir der Schweiß nur so den Körper runter. Auch Bernd war völlig durchgeschwitzt, als er wiederkam und ich schickte ihn erst mal zwecks Abkühlung zum See. Dieser hat übrigens mittlerweile 29 Grad und riecht schon ein klein wenig moderig. Egal, wir sind hart im Nehmen. Später haben wir dann beim Spanisch lernen noch etwas Gehirnschmalz verbraten und Bernd hat zusätzlich noch stundenlang Mundharmonika geübt. Das klingt mittlerweile echt klasse und wird sicher zum Einsatz kommen, wenn Bernd in 2 Wochen bei Emden a la carte spielt. Wieso kann ich soetwas eigentlich nicht??? Aber ihr wisst ja, im nächsten Leben!! Da bin ich dann musikalisch, habe eine Traumfigur und nen vernünftigen Gang!! Und wehe nicht!!! Und da werde ich mich dann frühzeitig auf die Suche nach Bernd machen, der dann klein, dick und unmusikalisch ist und wir werden mindestens 3 süße Kinder mit ganz vielen Locken haben, die Bernd dann täglich bekocht! Alles schon im Universum bestellt. Spass beiseite, unser Leben im hier und jetzt ist nämlich schon ziemlich grandios und fast jeden Tag sagen wir uns, wie gut wir es doch haben. Das Leben im Wohnmobil ist wirklich wirklich herrlich und wir könnten uns nichts anderes mehr vorstellen. Klar, kracht es auch mal, auch mal lauter, aber bei unserer Verschiedenartigkeit wäre es ein Wunder, wenn es anders wäre. Gott sei Dank sind wir beide aber doch sehr harmoniesüchtig und jeder Streit wird schnell beendet. Naja, mehr oder weniger schnell. Langweilig wird es jedenfalls bei uns nie.

Ich schweife schon wieder mal ab. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, Alfred und Birgit kommen heute Nachmittag. Voller Entsetzten habe ich gesehen, dass mit ihnen auch der Regen kommen soll. Das ist echt blöd. denn wir wollen doch grillen. Hoffentlich gießt es nicht wieder so wie vor 3 Tagen, als wir Land unter hatten, denn dann müssten wir bei 33 Grad Innentemperatur im Saloon sitzen und schwitzen, weil unsere Markise etwas undicht ist. Bisher ist vom schlechten Wetter noch nichts zu sehen, aber ab 15 Uhr soll es losgehen. Warum denn gerade heute?? Egal, wir werden trotzdem einen schönen Tag mit den beiden haben.  So, jetzt werde ich noch etwas Karten im Internet spielen und darauf warten, dass mein Göttergatte erwacht. Euch liebe Leser wünsche ich einen tollen Tag!!!

02.08.2018

Im Moment sitzen wir im Wohnmobil auf der Fahrt nach Hilter. Dort treffen wir uns mit unseren Countryfreunden beim Westernfestival. Gestern sind wir von Gronau gekommen, wo wir herrliche Tage verbracht hatten. Das Treffen mit Birgit  , Alfred und ihren beiden Hunden war super

und immer wieder schwelgten die beiden Männer in alten Zeiten, wo sie 12 Jahre (1981 – 1993) zusammen in der Tanz-Band „Nordlicht gespielt“ hatten.

Abschiedsfoto 1993 für unsere Eltern „nach“ 12 Jahren Tanzmusik … und wir sahen immer noch aus wie KInderkekse 🙂
2015 ein Spassfoto zu Alfreds 50ten Geburtstag im „alten“ Nordlichtoutfit mit meiner alten E-Gitarre: Gibson SG

Am Abend gab es dann noch zweistimmigen Gesang. Es gab unglaublich viel zu erzählen und es wurde und wurde nicht langweilig.

Am 2. Tag bereiteten Birgit und Alfred eine leckere und gesunde Mahlzeit zu.

Alfreds beiden Hunde: RAMBO und ???? Name vergessen. Manchmal waren sie ein Herz und eine Seele 🙂

Am Folgetag kam dann auch Carina dazu. Und auch David war wieder mit dabei. Er war extra 400 Kilometer gefahren um 2 Tage mit uns zu verbringen. Mein Gott, ich kann mich nicht erinnern, wann ich ihn das letzte Mal so häufig gesehen habe. Er muss noch ein Kind gewesen sein. Carina und David verstehen sich prächtig und fügten sich nahtlos in unsere kleine Gemeinschaft ein.

Pausenlos gab es Getränke und auch das Essen kam natürlich nie zu kurz. Zwischendurch ging es immer mal wieder in den großen See zwecks Abkühlung. Nachdem alle wieder abgereist waren, nicht ohne festzumachen, dass dieses Treffen unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden muss, hatten Bernd und ich einen Tag an dem wir alleine waren.

Dann kamen auch schon Veronika und Hannes.

Dieses Mal war auch Wolfgang, Veronikas Vater dabei. Darüber hatten wir uns mächtig gefreut, denn er kann prima erzählen und hat unglaublich viel erlebt. So hatt er alleine 5 Gesellenbriefe im Laufe seines Lebens erworben und gut 25 Jahre in Afrika gewohnt, wo auch Veronika geboren ist. Im Moment steht seine Hauptaufgabe darin sein Leben zu Papier zu bringen und bis zur Hälfte ist er schon fertig. Sein erstes Buch, einen wirklich dicker Wälzer hat er gleich mitgebracht und ich darf es in kalten Winternächten lesen. Das wird bestimmt wahnsinnig interessant. Hannes hatte Geburtstag und es war ja wohl Ehrensache, dass er ein Ständchen bekam.

Die größte Überraschung war dann, dass mein Bruder mit Frau, Sohn und dessen Freund auch noch in Gronau vorbei schneiten. Sie kamen gerade mit ihrem geliehenen Wohnmobil aus Frankreich.

Bernd Voss am Steuer des Carthago-Mobils

Dort hatten sie vor über 25 Jahren mal gearbeitet und nun quasi eine Reise in die Vergangenheit gemacht. Überrascht stellten sie fest, dass die Hotels, in denen sie gearbeitet hatten sich überhaupt nicht verändert hatten. Mit den beiden Jungs hatten sie viel Spass gehabt und auch ein Besuch im Disneyland durfte nicht fehlen. Schnell wurden Tische und Stühle zu unseren gestellt und schon waren alle miteinander im Gespräch.
Anlässlich Hannes Geburtstages schenkte meine Schwägerin uns allen Sekt ein. Wie wir kurze Zeit später feststellten, war er korkig. Mir machte das überhaupt nichts aus und ich trank ihn natürlich trotzdem. Die Wirkung hatte durch den Korkgeschmack jedenfalls nicht gelitten und in null komma nichts hatte ich einen Schwips. Am Abend wechselte dann die Gesellschaft. Mein Bruder nebst Anhang musste uns verlassen, denn der Urlaub war vorbei und es kamen Veronikas Kinder mit Anhang.
Nun wurde gegrillt. Es gab leckere Steaks und viele Salate, dazu wurde dann noch eine super leckere selbstgemachte Knoblauchbutter gereicht. Nach dem Essen holte Bernd dann nocheinmal die Gitarre raus und Wolfgang, Veronikas Vater, klopfte mit den Händen den Takt dazu. Am späteren Abend veraschiedeten sich die Kinder und nahmen auch Veronikas Vater mit, der mit seinen 84 Jahren doch lieber in seinem eigenen Bett schläft. Am nächsten Tag hieß es für uns Abschied nehmen, denn wir mussten nocheinmal wegen unserer Markise, die ständig klemmte zur Werkstatt und anschließend nach Lingen zum Dieksee, wo wir mit einer Zeitungsreporterin der NOZ verabredet waren. Der Termin bei der Werkstatt verlief reibungslos und war erfolgreich. Mal sehen wie lange. Nun machten wir noch einen Abstecher zu Declathon nach Rheine, wo sich Bernd ein Bodyboard und einen Neoprenanzug kaufte. Ich blieb derweil im Auto sitzen. Es dauerte eine Ewigkeit bis Bernd endlich wiederkam. Das Board und den Anzug hatte er nicht dabei, denn für seine Größe musste es extra bestellt werden und wurde dann gleich zu meinen Eltern geschickt. Bernd war scheinbar völlig beeindruckt über seine (überaus gute) Figur im Neoprenanzug und erzählte es mir heute und in den Folgetagen öfters.

Am Abend waren wir dann mal wieder am Dieksee. Ein großes Schild warnte vor dem Baden. Der ganze See war voller Blaualgen und deswegen bestand beim Baden Vergiftungsgefahr.

Wenn es weiterhin so heiß bleibt, werden sicher noch etliche Seen folgen. Wie schön dieser Sommer auch ist, so brauchen wir doch jetzt in ganz Deutschland endlich einmal wieder Regen. Das Wasser wird langsam knapp und in den Leitungen wurde gebietsweise schon der Druck herabgesetzt. Wir merken das auch ganz deutlich, denn es dauert an Trinkwasserversorgungsstellen ewig bis unser Wassertank voll gelaufen ist. Auch sterben wegen des Algenbefalls viele Fische. Ersteinmal soll aber das Wetter so bleiben und wir sind den ganzen Tag mit trinken beschäftigt, um unseren Wasserhaushalt ständig aufzufüllen. Trotzdem schlafen wir Nachts recht gut, denn es kühlt gegen 22 Uhr immer ordentlich ab.

Wie gesagt, sind wir jetzt unterwegs nach Hilter. Vorher habe ich noch schnell ein letztes Mal ein Rezept von meinem Arzt in Lingen geholt. Nun habe ich für ein ganzes Jahr genug gebunkert und mir kann nichts mehr passieren. Bei der Postenbörse war ich auch noch und habe jede Menge Radierschwämme geholt. Nur mit denen bekommen wir uns Highwayhotel einigermaßen sauber. Als ich abgekämpft (mein Akku fürs e-bike hatte mich die letzten 10 Kilometer mal wieder im Stich gelassen) endlich wieder beim Wohnmobil ankam erwartete mich schon Bernd und teilte mir mit, dass die Zeitungstante in einer halben Stunde hier eintreffen würde. Fabelhaft!!! Ich sah aus wie ein verschwitztes rosa Schwein und laut fluchend verschwand ich ins Bad um mich aufzustylen und umzuziehen. Schließlich ist man ja nicht alle Tage in der Zeitung. Jessica, die Reporterin, kam überpünktlich und machte mit uns ein Interview. Am Samstag erschien es dann auch schon in der Lingener Tagespost und ich muss sagen, sie hat einen guten Job gemacht.   ->einfach auf den folgenden Link drücken!!

Pressetext und Fotos in Word

Nun ging es endlich los nach Hilter. Zuvor aber wurde noch eingekauft. Hauptsächlich Alkohol !!!

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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