Womo

Emden a la carte 10.08- 12.08.2018

Am Freitag morgen ging es für mich um 8 Uhr 30 los. Mit Klaus, einem Freund von Rainer war ich für den Fetakäse im Speckmantel zuständig. Dieses war eines der 6 Gerichte, die in dem Speisezelt von Elke und Rainer angeboten wurden und bedurfte der Vorbereitung. Während Klaus Unmengen von Fetakäse in Streifen schnitt, umwickelte ich diese mit Speck. So mussten sie später in dem Zelt nur noch gebraten werden. Nach geschlagenen 2 Stunden waren wir endlich fertig und ich ging zum Festgelände am Delft.
Hier sei noch mal erwähnt, dass wir leider nur sehr wenige Fotos machen konnten, da Ines und ich die 3 Tage ja rund um die Uhr voll im Einsatz waren.
Dort war Elke schon voll in Action. Sofort bekam ich den Auftrag Bestecke in Servietten zu wickeln. Das war super, denn dabei konnte ich sitzen. Aus Erfahrung wußte ich, dass man noch lange genug stehen muss und so nahm ich jede Gelegenheit war, um meine Füße zu schonen, denn blöderweise hatte ich mir durch das Stehen bei Westerstede a la carte einen Fersensporn zugezogen, der höllisch schmerzte. Deshalb hatte ich schon gestern und auch heute vor der Arbeit ständig meine Füße in einem Eimer mit Wasser und jeder Menge Eiswürfeln gekühlt (welche der arme Ehemann regelmäßig aus der Eismaschine des Hotels aus dem Kellergewölbe geholt hatte!).  Wahrscheinlich hatte ich schon leichte Erfrierungen, denn meine Füße waren leicht blau angelaufen und völlig gefühllos, was immernoch besser war als diese ätzenden Schmerzen. Ich wickelte also 200 Messer und Gabeln in die Servietten und als ich damit fertig war, kamen auch schon die ersten Leute zum Essen. Schnell nahm ich meinen Platz hinter der Kasse ein und bonierte wie ein Weltmeister.

Da viele Besucher dachten Ines würde an diesem Tisch und Computer das Mischpult für meine Musik bedienen … mußte schnell das Schild mit der Aufschrift „Kasse – Bitte hier bestellen“ her. Ab dann lief der Laden !!

Die Gäste bekamen ihren Bon mit der gewünschten Speise in die Hand gedrückt, gaben diesen 5 Sekunden später bei meiner Schwester ab und hatten spätestens nach 30 Sekunden ihr Essen. Das Geschäft lief gut an, aber leider nur kurz, denn es gab plötzlich einen kräftigen langanhaltenden Regenguss, der die Leute in die Zelte strömen ließ. Nach einer halben Stunde kam die Sonne wieder raus und schnell wurden alle 500 Plätze wieder trocken gewischt. Diese füllten sich auch sofort wieder und wieder hatten wir mächtig zu tun. Leider abermals nur eine halbe Stunde, denn dann regnete es erneut. Wir waren echt frustriert, denn es ging den ganzen Tag so weiter.

Das Team am Stand vom Goldenen Adler … frustriert sieht aber anders aus !!! Zum Start gab es erst mal ein Glas Sekt … dann war Ines schon wieder fein gestellt.

Unterdessen spielte Bernd gegenüber von uns unermüdlich auf seinen 2 Gitarren. Wenn allerdings der Regen zu kräftig wurde, suchte auch er Schutz in einem der Zelte. Vorher mußten aber jeweils die Instrumente unter dem großen „Sonnenschirm“ enger zusammengerückt und die Verstärkeranlage mit „Mülltüten“ abgedeckt werden.  Das machte ihm nun auch nicht gerade Spass.

Oh. ein Gast! …ne, das ist ja Ines. Das Foto Foto habe ich wohl vor Spielbeginn am 2. Tag gemacht. Das zerfledderte Plakat und die Handtücher zeugen noch vom verregneten Vortag.

Gegen Abend beruhigte sich dann das Wetter endlich und wir verkauften noch etliche Essen. Janika, meine Nichte und Elkes und Rainers Tochter arbeitete ebenfalls im Stand. Blöd nur, dass sie sich vor einigen Tagen einen 2fachen Bänderiss zugezogen hatte und als ob das nicht schon reichen würde, waren zusätzlich noch die Sehnen in Mitleidenschaft gezogen worden. Arbeiten tat sie aber trotzdem und humpelte im Zelt hin und her, um unzählige Pasta im Parmesanleib herzurichten.

Zum Glück hatten Janikas lieben Kollegen ihr im Hintergrund einen Stuhl hingestellt, auf dem sie und ihr lediertes Bein sich ab und zu mal ausruhen konnten.

Klaus und Birk kochten in der zweiten Reihe, ebenfalls bei uns im Zelt und brieten pausenlos Kalbsschnitzel und den Fetakäse. Eigentlich stand meine Kasse draußen auf einem Stehtisch. Durch den Regen bekam ich dann aber ebenfalls einem Platz in dem Zelt, wenn auch ganz vornean. Darüber war ich mehr als froh, denn es steht sich viel viel besser auf Holzfußboden, als auch Stein. Wir hatten viel Spass und immer wenn gerade mal nichts zu tun war, stimmten Janika und ich lautstark in Bernds Gesang mit ein. Plötzlich sah ich bei Bernd ein bekanntes Gesicht. Das war doch Harrald, den wir in Schortens beim Countryfestival kennen gelernt hatten. Seine Frau hatte er auch gleich mitgebracht und da es mal wieder regnete, nutzte ich die Zeit um ihnen Hallo zu sagen. Meine Schwester spendierte ein paar Getränkebons, denn die beiden waren extra aus Nienburg angereist und übernachteten in Emden. Schnell war die Idee geboren, Harald mit auf die Bühne zu holen. Natürlich hatte er seine Gitarre und Texte dabei, musste sie aber erst noch aus dem Hotel abholen. Als er wiederkam spielte Bernd mit ihm zusammen einige Lieder. Sogar das Friesenlied, welches er in Schortens gedichtet hatte kam zum Einsatz und die beiden hatten sichtlich Spass.
Pünktlich um 22 Uhr war Feierabend und nach einem Absacker ging ich zurück ins Wohnmobil um abermals meine Füße in Eiswürfel zu tauchen. Kurze Zeit später kam auch Bernd. Dem taten fürchterlich die Finger weh und vom vielen auf dem Hocker sitzen auch der Hintern. Was für ein Luxusproblem. Wir ließen noch kurz die Glotze flattern, weil ich in der Regel dabei besser einschlafen kann. Heute half es aber nichts.

Samstag – Tag 2
Dank meiner Restless legs schlief ich nur maximal eine Stunde und völlig gerädert quälte ich mich um 7 Uhr 30 aus dem Bett. Bernd durfte noch liegenbleiben. Schnell wusch ich mich und dann ging es zu einem kurzen Frühstück in den „Adler“. Kaum aufgegessen ging es wieder ans Fetakäse einrollen. Anschließend wieder ans Bestecke einwickeln. Heute war das Wetter besser und schon um 11 Uhr strömten die Menschenmassen auf das Festgelände. Natürlich war unser Stand, der erste der bereit war, Essen zu verkaufen, denn die anderen waren längst noch nicht fertig. Bernd hatte seine Anlage auch schon aufgebaut und die ersten Klänge schallten über den Platz. Da es um diese Uhrzeit ausnahmslos alte Menschen gab, spielte Bernd zum Auftakt einige Lieder aus den sechzigern. Das kam gut an, denn unsere Gäste sangen alle mit, wenn auch nicht so laut wie Janika und ich. Janika war heute auch wieder mit im Stand und genau wie ich hatte auch sie sehr schlecht bis gar nicht geschlafen, denn ihr Fuß hatte die ganze Nacht höllisch geschmerzt. Ich konnte mir die Bemerkung, dass er, wenn er weiter so belastet wird, wahrscheinlich amputiert werden müsse, worauf meine Schwester erwiederte: Aber nicht vor Montag, denn bis dahin brauchen wir Janika noch!  Pausenlos wurden Essen rausgegeben und es war bis zum letzten Platz alles besetzt.

Da am Samstag-Abend mehrere internationale Künstler bei der Emder-Museumsnacht im Museum auftreten sollten kamen diese plötzlich am Sa-Nachmittag auf unserem Festplatz. Dort sollten diese „als Werbezweck“ ein paar ihrer songs vorspielen. Da aber der Veranstalter noch die Musiker eine Beschallungsanlage mit hatten, habe ich die 4 Künstler nacheinander über meine PA spielen lassen und abgemischt. Darüber haben sich diese dann sehr gefreut und bedankt.

Hier ein Duo aus Australien !!!

Diese kleine Mädel war keine Künstlerin aber ein echter, niedlicher „anhänglicher“ Fan von mir. Sie war mit Ihren Eltern sogar an 2 Tagen da.

Auch heute war pünktlich um 22 Uhr Feierabend.
Und auch die kommende Nacht schliefen Janika und ich wenig bis gar nicht. Meiner Schwester erging es wohl auch nicht anders, wie ihre Schlafapp auf dem Handy anzeigte.

Sonntag – Tag 3
Endlich war der Sonntag gekommen und somit der letzte Tag. Am Morgen wurde wieder einmal Feta gerollt und auch sonst ähnelte es den Tagen zuvor. Am Nachmittag kamen meine Eltern und Janika, Bernd , Elke und ich wechselten uns ab ihnen Gesellschaft zu leisten. Allerdings nur kurz, denn die Arbeit rief pausenlos und wenn nur ein Mann weniger am Stand war, merkte man es deutlich. Der Tag ging so dahin und wir hatten mächtig zu tun. Ganz zum Schluss kamen dann noch so richtig bekloppte Gäste. Der Mann bestellte ein Kalbsschnitzel, einmal Feta im Speckmantel und einmal Pasta. Dann fiel ihm ein, dass es auch noch eine Krabbensuppe geben sollte und bestellte auch die. Kaum ausgesprochen stand das Schnitzel auch schon auf der Anrichte und der Mann regte sich fürchterlich auf. Es wäre ja wohl eine Frechheit, sagte er, denn er wollte die Suppe schließlich als erstes essen. Das hatte er vorher mit keinem Wort erwähnt und ich erklärte ihm, dass er dann die Suppe hätte als erstes bestellen müssen und das folgende erst, wenn er sie aufgegessen hätte. Oder aber mir das hätte sagen müssen und zwar vorher, denn dann hätte ich die anderen Gerichte erst später abgerufen. Der Typ regte sich fürchterlich auf und meinte dann auch noch, dass er schon des Öfteren im „Adler“ gegessen hätte, aber nie die Suppe zeitgleich mit dem Hauptgericht bekommen hätte. So ein Scherzkeks!!! Ich versuchte noch ihm zu erklären, dass dies nicht vergleichbar wäre, da hatte meine Schwester die Schnautze voll. Ines, wies sie mich an, geb dem Herrn das Geld zurück, er kann woanders essen, bei uns gibt es für ihn nichts mehr. Ich tat, wie mir geheißen und gab dem Mann sein Geld zurück. Der guckte ziemlich dumm aus der Wäsche, seine Begleitleute ebenfalls. Ich wandte mich dem nächsten Gast zu. Der bestellte einmal Pasta und eine Suppe. Grinsend sagte er: Bitte zusammen! Wir lachten und meine Schwester schenkte ihn dann noch das Schnitzel von diesem Idioten. Der Mann freute sich wie ein kleines Kind, konnte nun aber nicht mehr alles tragen. Bereitwillig bot ich ihm meine Hilfe an. Wenn ich gewusst hätte, wie weit ich gehen musste, hätte ich mir das sicher noch einmal überlegt. Es war buchstäblich am anderen Ende des Festplatzes. Er stellte mich seiner Schwiegermutter und Frau vor und bekam sich vor Freude über das Schnitzel mit dem selbst gemachten Kartoffelsalat kaum ein. Lachend verabschiedete ich mich von den dreien, natürlich nicht ohne vorher einen guten Appetit gewünscht zu haben und trat den Rückweg an.
Nun war es bald Feierabend und wir fingen mit dem Saubermachen an. Ich trug einige Sachen zum Adler und hatte gegen 18 Uhr 30 Feierabend.

Ach ja, Bernd hatte dann natürlich auch um 18:00 Uhr Feierabend und in den 3 Tagen dann „28 Stunden“ Musik gemacht … natürlich incl. der Pausen. Und so sahen zum Schluß die Fingerkuppen seiner linken Hand aus!!

Kurze Zeit später kamen dann noch Kai, Janika , Birk und Elke zum Wohnmobil und Elke lud uns ein auf dem Marktplatz noch eine Pizza zu essen und einen Absacker zu trinken. Das wurde natürlich gern angenommen.
An dieser Stelle vielen Dank an euch, Elke und Rainer. Es hat mal wieder irre viel Spass gemacht!!!! Ihr seit ein tolles Team!!!!!!!

17.08.2018

Am Montag , direkt nach Emden a la carte mussten wir schon um halb 7 aufstehen, da wir unser Wohnmobil wegfahren mussten. Bisher durften wir direkt beim Nachbarhaus stehen, welches Elke und Rainer gekauft hatten, um ihr Hotel zu vergrößern. Seit einiger Zeit befindet sich nun dieses Haus in der Umbauphase und nun sollte ein Gerüst aufgestellt werden und demzufolge mussten wir verschwinden. Man waren wir müde und kaputt. Deshalb fuhren wir auch nur 50 Kilometer nach Stickhausen zu einem Stellplatz. Dort kamen wir schon um 8 Uhr 30 an , stellten unseren Saloon ab und fielen sofort wieder ins Bett. Ich schlief tatsächlich noch einmal bis um 12 Uhr, aber auch danach war ich noch immer gerädert und der Tag plätscherte so dahin. Ehrlich gesagt waren wir froh, als endlich wieder Abend war und wir wieder ins Bett fallen konnten. Diese Nacht schliefen wir beide dann ausgesprochen gut und am nächsten Tag fuhren wir abermals nach Westerstede. Da nun unser Abschied von Deutschland wieder bevorsteht, wollte ich noch einmal mit meiner Familie zusammen sein. Auch Bernds Bruder Ludwig besuchte uns dort. Das Wetter war gar nicht mal schlecht und so konnten wir fast immer draußen sitzen. Mein Enkel Kilian hat am 15. September Geburtstag und da wir dann weg sein würden, ging ich mit ihm shoppen und er bekam so sein vorträgliches Geschenk, welches aus einer Hose, einen T-shirt, einer Jacke und mehreren Pullovern bestand. Etwas Bargeld gab es auch noch und dann wurde mal wieder Mensch ärgere dich nicht gespielt. Scrabble findet er leider doof. Gemeinsam mit ihm waren wir bei meinen Eltern zum Gulasch essen. Dort weinte er dann ganz bitterlich. Nicht weil wir wegfahren, sondern weil er seit der 3.ten Klasse drei mal die Woche ganztags Schule hat. Völlig verzweifelt klagte er uns sein Leid. Es wäre dort so unerträglich langweilig und wenn er gegen 16 Uhr endlich nach Hause käme, wären alle seine Freunde bereits verabredet und für ihn hat dann keiner mehr Zeit. Lernen würde er dort auch nichts, weil es halt nur eine Betreuung ist. Außerdem war er in seiner Klasse, der einzige, der dort seinen Nachmittag verbringen müsse und er war davon überzeugt, dass sein Vater dieses nur anordnet, weil er ihm keinen Spass gönnt, was natürlich Quatsch ist. Trotzdem hatte ich tiefstes Mitleid und fragte meine Mutter, ob Kilian nach der Schule nicht zu ihnen kommen könnte. Dort könne Kilian dann essen, Hausaufgaben machen und gegebenenfalls mit meinem Vater, der äußerst intelligent ist, für die nächste Klassenarbeit lernen. Gegen 14 Uhr 30 hätte er dann Freizeit und könne sich verabreden. Kilian war Feuer und Flamme aber überzeugt, dass sein Vater dies niemals erlauben würde. Ich versprach mich darum zu kümmern und zauberte endlich mal wieder ein Lächeln auf sein Gesicht. Leider erreichte ich Huong, so heißt der Papa von Kilian, telefonisch nicht und so blieb mir nichts andere übrig, als eine Sprachnachricht zu schicken, in der ich Kilians tiefes Leid schilderte und meinen genialen Einfall vorschlug. Die Antwort kam dann ein paar Stunden später und zwar rigoros. Nichts zu machen. Alles bleibt, wie es ist und das, obwohl Kilian versprochen hat, sein Zeugnis zu verbessern und falls dies nicht der Fall sein würde, er freiwillig wieder zur Ganztagsschule gehen würde. Tja, da kann man als Oma leider nichts ausrichten und wenn ich dieses heute Kilian mitteilen muss, wirds mit Sicherheit wieder Tränen geben.

In 3 Tagen werden wir nach Walldüren fahren, wegen dieser Scheiß Systemsteuerung unserer Hubstützen. Diese hat nämlich ihren Geist aufgegeben und ohne fahren die Stützen nicht raus. Der Spass wird uns 2200 Euro kosten und ich hoffe, dass die Werkstatt es hinbekommt. Denn nur mit Hubstützen steht unser Auto wirklich gerade. Es sei denn, wir stehen auf absolut geradem Untergrund, was im Ausland beim Freistehen, in den seltesten Fällen der Fall ist. Nun mag ja der ein oder andere denken, dass es nicht so wild ist, schief zu stehen, aber es ist wirklich dramatisch. Das fängt schon beim Duschen an. Das Wasser läuft dann nämlich nicht ab und wir müssen immer Pausen einlegen, in denen wir mit dem Abzieher das Wasser zum Abfluss leiten, weil sonst die Dusche überläuft. Nun ja, Duschen tun wir ja nicht soooo oft, das wäre also noch zu verkraften. Mit dem Kochen allerdings ist es echt nervig, denn das Fett sammelt sich nur an einer Seite in der Pfanne und dann zu braten ist echt Hardecore. Wo ich doch sowieso so gerne koche;-). Erschwerend kommt zusätzlich noch hinzu, dass die Schubladen immer aufgehen. Vom Laufen im schiefen Womo will ich gar nicht erst reden. Ihr seht, wir haben es auch nicht immer leicht. Bevor wir uns aber auf den Weg nach Süddeutschland machen , sind noch einige Besuche fällig. So geht es heute zur Zwischenahner Woche bei der Bernd nocheinmal spielen wird. Und morgen geht es dann nach Lotte bei Osnabrück. Dort werden wir dann noch einmal Carina und Bennet sehen. Sonntag sind wir dann in Billerbeck bei Paul und Martina. Martina ist eine gute Freundin von Bernd und mit ihr und ihrem Mann hatten wir schon viel Spass und wir freuen uns schon sehr, die beiden wiederzusehen.

Gestern Abend hatten wir noch einen netten Abschiedesabend mit meinen Bruder, meiner Schwägerin und Jorick bei uns im Wohnmobil, bei denen Bernd und ich uns mal wieder so richtig in die Klamotten bekommen haben. Dazu reichte schon die Aussage seitens Bernd, dass wir unsere Tour noch planen müssen. Wenn ich das Wort Plan höre, gehen immer alle Lampen an. Keine Ahnung warum das so ist. Außerdem hatten wir schon öfters darüber geredet und waren uns einig über Süddeutschland nach Frankreich zu fahren, von dort aus nach San Sebastian und dann nicht mitten durch Zentralspanien wie letztes Jahr, sondern rechts  die Westroute nach Portugal. Ich finde das ist Plan genug. Was soll man denn sonst noch darüber reden? Etappenziele finde ich doof, denn dann kann man nicht spontan sagen: Oh, lass uns hier bleiben, hier ist es schön. Bernd aber ist Planer durch und durch und das wird sich auch nie ändern. Seinen Einwand, dass wir uns die Route ansehen müssten, wegen der Maut, die wir möglichst umgehen wollen, schmetterte ich ab, mit dem Hinweis, dass man ja einfach die Funktion: Mautstrecken vermeiden ins Navi eingeben könne und fertig. Da muss man sich ja wohl nicht stundenlang hinsetzten und planen, oder? Schon kam Bernds nächster Einwand. Ja aber, was ist, wenn wir eine Stadt besichtigen wollen? Ich sagte daraufhin, wir fahren sicher durch viele Städte und wenn wir dann das Bedürfnis bekommen, parken wir halt irgendwo und besichtigen was. Ich meine, ich kenne mich in Frankreich nicht aus und ich bin auch nicht so ein Städtemensch. Ich mag lieber Landschaft und Natur, aber bin durchaus bereit mit Bernd Städte zu besichtigen. Klar würde ich vielleicht gerne mal den Eifelturm sehen. Ich meine, von Paris hat man ja schließlich schon viel gehört, aber da hat Bernd keinen Bock drauf, weil er dort schon war und wie er mir gerade mitteilte ständig nur mit der U- Bahn unterwegs war. Und andere Städte sagen mir jetzt nicht großartig was. Mir ist es echt egal, ob ich jetzt in Nantes, Lille oder sonstwo bin, denn die Sprache versteh ich nirgendswo und Kirchen gibt es auch überall. Bernd kennt von Frankreich auch nichts, möchte gerade deshalb unbedingt planen. Nur zu. Ich habe ja nichts dagegen, aber ich möchte halt nicht mitplanen.,Das ist für mich so sinnlos, wie für Kilian der Nachmittagsunterricht und verschenkte Zeit. Bernd kann ich das aber nicht begreiflich machen, er versteht einfach nicht, wie man nur so drauf los fahren kann und denkt tatsächlich, dass, wenn ich das Ruder in der Hand hätte, wir uns immer nur im Radius von 20 Kilometern bewegen- und ich ständig im Kreis fahren würde. So ein Käse. Er aber ist sich dessen absolut sicher. Gerne würde ich ihm das Gegenteil beweisen, aber ich darf ja das Wohnmobil nicht fahren. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das auch lieber nicht will, denn Bernd macht das echt klasse. In einem sind wir uns aber einig, wir freuen uns tierisch wieder in den Süden zu kommen, obwohl man sagen muss, dass es hier in Deutschland auch toll war. Der Sommer war super und natürlich haben wir uns auch gefreut all unsere Lieben wieder zu sehen. Nun aber reicht es auch und wir sind voller Vorfreude. Da Spanien so groß ist und wahrscheinlich unser Lieblingsland bleiben wird, wir außerdenm dort tolle Freunde gefunden haben und wir auch unbedingt die Zwillinge von Alex und Sahra sehen möchten, die Ende November geboren werden, haben wir beschlossen wieder in dieses tolle Land zu fahren. Auch möchten wir natürlich unsere neuerworbenen Sprachkenntnisse anwenden. Natürlich möchten wir auch andere Länder kennenlernen. Nicht umsonst heißt es ja, mit dem Wohnmobil durch Europa, aber da wir alle Zeit dieser Welt haben, machen wir uns keinen Stress. Vorraussichtlich werden wir bis April in Spanien bleiben und von dort aus dann nach Schottland und Irland fahren. Diese Länder stehen ganz oben auf unserer Wunschliste und wir werden dann bis Juli dort die Gegend unsicher machen. Im Juli geht es dann wieder nach Deutschland, zur Silberhochzeit von Bernd und Tanja.

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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