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Huntlosen und Büren bei Osnabrück 18.08.2018 -19.08.2018

 

Unsere kleine Farm in Huntlosen 18.08.2018

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit meinem Bruder, Tanja und Kilian mussten wir nun Westerstede verlassen. Zuvor spielten Kilian und ich aber noch 2 Runden Mensch-ärgere-dich nicht auf dem Parkplatz vor unserem Wohnmobil. Heute sollte es nach Büren bei Osnabrück gehen, wo Gottfried und Susanne in ihrer Stammkneipe einen Countryabend organisiert hatten. Kurz vorm Aufbruch rief meine Freundin Katrin an und bat uns, doch noch kurz auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen auf ihrer“ kleinen Farm“ in Huntlosen vorbeizukommen. Bernds Meinung nach hatten wir eigentlich keine Zeit, aber als ich ihm versprach, dass der Abstecher nicht mehr als 15 Minuten dauern würde, erklärte er sich einverstanden. Nach Huntlosen mussten wir sowieso, denn dort wollten wir Bennets Freundin Fine abholen, die mit uns nach Lotte-Büren fahren wollte, um Bennet, der dort mit Bernd zusammen einen Musik-Gig hatte, endlich einmal wiederzusehen. Da sich Fine schon auf der “ kleinen Farm“ eingefunden hatte, konnten wir sie von dort aus gleich einsacken. Das Verkehrsaufkommen war ziemlich hoch, was wahrscheinlich daran lag, dass in Vechta Stoppelmarkt war und viele Menschen an diesem Spektakel teilnehmen wollten; zudem gibt esauf allen Autobahnen unzählige Baustellen. Bernd wurde unterwegs zunehmend nervöser, was ich nun überhaupt nicht verstand, denn es war mal gerade 14 Uhr und spielen mussten die beiden schließlich erst um 20 Uhr 30. Ab 18 Uhr würden dort zwar schon einige Linedancegruppen auftreten, diese tanzen dann aber zur „Musik aus der Konserve“ , welche über Bennets Anlage laufen würde. Also, wo war das Problem??? Es gab keins, aber Bernd war trotzdem hochgradig nervös, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass er seit 3 Tagen nicht mehr rauchte. Dazu war er extra zum Handauflegen gegangen. Dieser Spass hatte ihn oder besser gesagt uns 50 Euro gekostet und angeblich sollte man nach der Sitzung kein Verlangen mehr nach Zigaretten verspüren. Bei Bernd hatte dies aber augenscheinlich nicht gewirkt, denn er war bereits am Abend nach der ersten Handauflegeaktion unausstehlich, so dass ich ihm am Folgetag gleich noch einmal dorthin jagte. Diese zweite Sitzung war kostenlos. Nun hatten wir Tag 3 seiner Abstinenz und er führte sich schon wieder auf, wie eine Dramaqueen, versprach aber sich bei Katrin von seiner besten Seite zu zeigen. Um es vorweg zu nehmen,es gelang ihm auch ganz gut. Die Pferdefarm war der Hammer und Katrin erwartete uns schon. Idyllisch unter schattigen Bäumen durften wir Platz nehmen und konnten die zahlreichen grasenden Pferde bewundern, die es hier einfach paradiesich hatten. Eigentlich der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen, wenn, ja wenn Bernd es nicht so eilig gehabt hätte. Ich freute mich riesig Katrin noch einmal zu sehen und wir lernten nun auch endlich einmal ihren Mann kennen. Fines Mutter Verena und Fine waren ebenfalls dort und bei Wasser und Kuch unterhielten wir uns großartig. Das heißt, ich verzichtete aus bekannten Gründen auf die Kalorienbombe und hielt mich an Wasser. Leider konnten wir aber wirklich nur kurz bleiben und so nahmen wir Fine mit und machten uns wieder auf die Socken.
Liebe Katrin, nächstes Jahr wird der Besuch mit Sicherheit viel viel länger!!!!! Da sind Bernd und ich uns einig, aber wir hoffen, dass wir uns vorher in Andalusien sehen werden, wenn ihr uns besucht!!!

Kaum im Auto Platz genommen informierte Bernd sich via Navi über den Verkehr. Als dort dann von einem Stau berichtet wurde, ging Bernd schon wieder hoch, wie das legendäre HB Männchen. Mit den Worten, dass Bernd wohl einen Snickers bräuchte, sah ich Fine an und verdrehte die Augen gen Himmel. Sie verstand sofort, dass ich auf die Werbung anspielte und wir lachten lauthals. Der Stau hatte sich übrigens schon wieder aufgelöst und unbehelligt kamen (mit 1,5 h Verspätung) wir nach Büren. (Das stimmt natürlich überhaupt nicht! Ich habe den Stau dann umfahren … selbst das hat die liebe Ines gar nicht mitbekommen 🙂 ; und ja, der liebe Bennet hatte die komplette PA-Anlage und sein Schlagzeug aufgebaut … super !!!)

Country- und Westernabend in Büren

Die griechische Kneipe, wo das Event stattfinden sollte, fanden wir Dank unseres Navis problemlos.

Gleich gegenüber konnten wir unser Wohnmobil abstellen, Gottfried und Susanne hatten mit Silvia alles perfekt organisiert. Das sahen wir auf den ersten Blick, denn draußen auf der Außenterasse war alles westernmäßig hergerichtet.

Die Tische waren liebevoll nach amerikanischen Style gedeckt. Überall hingen amerikanische Flaggen und vor der Bühne hatten sie einen, eigens dafür angefertigten, Linedance Tanzboden ausgelegt.

Gottfried war, wie fast immer, als Marshall unterwegs, aber auch Susanne hatte sich in ihr bestes Westernkleid geworfen.

WICHTIG !! Gottfried ist kein Sheriff sondern ein Marshal !

Silvia hatte sich zur Feier des Tages ebenfalls einen Colt angelegt und überschwenglich wurden wir von den dreien begrüsst. Stolz berichteten sie uns von ihrer Werbeaktion für diese Veranstaltung.
Von Haus zu Haus waren sie gegangen und hatten Flyer verteilt. Überall hatten sie Plakate angeklebt, um Leute hierher zu locken. Zusätzlich konnten sie einige Linedanceclubs gewinnen, die mit ihren Tänzen dafür sorgen wollten, dass die Gäste etwas zu sehen hatten. Und last not least hatten sie sogar eine Vielzahl der ansässigen Geschäftsleute dazu bewegen können, diese Veranstaltung zu sponsern. Sie hatten wirklich ganze Arbeit geleistet und nun mussten nur noch die Gäste erscheinen. Die Sorge, dass zu wenig Leute kommen würden, war unbegründet, denn kurz vor 18 Uhr füllten sich die Plätze und gegen 19 Uhr war quasi jeder Stuhl besetzt. Ich hatte mich bereit erklärt unendgeltlich hinter der Theke mitzuhelfen.

Dieses artete schon sehr schnell in echter Arbeit aus und Jenny( die Thekenkraft) und ich kamen mit den Getränken kaum hinterher. Alle Gäste waren blendenster Laune und der Abend wurde ein voller Erfolg.
Leider konnte Fine erst ab 22 Uhr daran teilnehmen, denn sie hatte urplötzlich einen Migräneschub bekommen und sich bis dahin in Bennets Auto zum Schlafen gelegt. Der Schlaf hatte ihr gut getan und so war sie um 22 Uhr wieder fit. Endlich konnten Carina und Simon, die extra mit dem Rad aus Osnabrück gekommen waren, um uns noch ein letztes Mal zu sehen, bevor wir wieder ins Ausland abdüsen würden, sie kennenlernen. Alle verstanden sich auf Anhieb. Da machten auch 2 von Bennets Kumpeln keine Ausnahme, die ebenfalls gekommen waren, weil, wie ich vermute, sie sehr neugierig auf Bennets Freundin waren und diese unbedingt in Augenschein nehmen wollten. Das taten sie dann auch. Die beiden waren unglaublich witzig und als ich mir selbst gegen 23 Uhr Feierabend gab, weil meine Füße schon wieder qualmten, gesellte ich mich zu den jungen Leuten und lag vor Lachen fast unter dem Tisch. Das lag vor allen Dingen an der Spontanität der beiden, aber auch an der Schlagfertigkeit von Fine. Ich versuche mal etwas wiederzugeben, kommt wahrscheinlich nicht so witzig, als wäre man dabei gewesen, aber ihr bekommt einen kleinen Eindruck. Julian sagte nach der Vorstellung zu Fine: Orginalton: Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommst du eine 6. Worauf Fine erwiderte: Du solltest mich erst einmal nackt sehen. Anderes Beispiel: Nach jedem Lied setzten Bennets Freunde zu einem sich reimenden Sprechgesang an, der da lautete: Wir sind keine Countryfans, wie sind Countryhulligans. Als Bennet in einer Musikpause zu uns an den Tisch kam und stolz berichtete, dass er einem jungen Mädchen ein Autogramm gegeben hat, schrie sein Kumpel Daniel, der seit kurzen mit Bennet in einer WG lebt auf: Ich lebe mit einem Promi unter einem Dach!!!!! Man haben wir gelacht. Als Bennet dann wieder auf der Bühne stand und sein Kumpel Julian rief: Bennet, ich liebe dich und will ein Kind von dir, gab es kein Halten mehr. Carina und ihr Freund Simon hatten auch mächtig Spass, was sicher auch mit an den ganzen Pfefferminzschnäpsen lag. Simon ging es jedenfalls am nächsten Tag sehr schlecht, wie uns Carina kichernd verriet, als sie am nächsten Morgen noch einmal mit dem Auto vorbeischneite, um sich ein allerletztes Mal zu verabschieden.

Pausenlos wurden wir von Gästen gefragt, was denn das nächste Ziel unserer Tournee wäre. Das lag an Gottfried, denn der hatte auf allen Bandpostern von Bernd und Bennet, letzter Auftritt vor der Europatournee, geschrieben. Ja ja, der Gottfried. Er hatte sich doch tatsächlich in den Kopf gesetzt, Bernd mit allen Mitteln berühmt zu machen.

Die Bühne von Bennet & Bernd sah echt country-like aus, toll!

Gegen 24 Uhr30 hatten meine beiden Jungs dann Feierabend, weil ab 24 Uhr Nachtruhe war und nette Anwohner nichts besseres zu tun hatten, als die Polizei zu rufen. Nun konnten sich die beiden zu uns gesellen und wir ließen sie an unserem Spass teilhaben. Bernd war auch plötzlich die Entspannung pur, dass wie ich schnell sah, an der Zigartette lag, die er sich genüsslich zum Mund führte.
Der Abend war wirklich gelungen und ich denke, so viel Umsatz wie an diesem Tag hatte der Wirt noch nie, was ihn natürlich nicht davon abhielt, trotzdem am nächsten Tag rumzujammern. Wahrscheinlich war er in einem früheren Leben Bauer. Die jaulen ja auch immer. Grund zum Klagen hatte er weiß Gott nicht, denn Gottfried hatte ordentlich  Sponsorengeld eingesammelt, welches  am Höhepunkt des Abends feierlich dem Wirt übergeben wurde.

Gottfried und der griechische Herr des Hauses

Zum Dank gab der griechische Wirt uns dann zu späterer Stunde tatsächlich einen OUZO aus. Danach wurde es wirklich Zeit ins Bett zu fallen, denn wir waren mal wieder die Letzten und mittlerweile war es fast halb 4. Es war eine wirklich tolle Veranstaltung und auf diesem Wege noch einmal ein ganz großes Lob an das Organisationsteam. Das habt ihr echt klasse hinbekommen!!!!!!

Am nächsten Morgen, ich hatte keine Sekunde geschlafen, waren Gottfried, Susanne und Silvia schon wieder auf den Beinen und bereiteten auf der Kneipenterasse ein orpulentes Frühstück zu. Bernd kochte für alle Mann Kaffee wie ein Weltmeiser. Wie gut, das wir gestern von Verena einen Kaffeeaufbereiter geschenkt bekommen hatten. Von dem Teil sind wir echt angetan und möchten uns auf diesen Wege noch ganz lieb bei dir bedanken, Verena!!! Nach dem Frühstück ging es ans Verabschieden. Es wurde gedrückt, geknuddelt, geküsst und geherzt und zu guter letzt bekamen wir noch frische Tomaten und Gurken aus dem Garten von Susanne und Gottfried und sechs übrig gebliebene Bratwürstchen von Silvia mit auf den Weg. Dann setzte sich unser Highwayhotel in Bewegung. Nächstes Ziel Billerbeck.

Ich glaube, wir brauchen bald einen Fotographen, da wir bei solchen Veranstaltungen ja selber nicht zum Fotografieren kommen … oder einen Zustand erreicht haben, der der Farbe dieser Sätze entspricht 🙂

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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