Womo

Walldürn 20.08 -22.08.2018 bei der Firma Goldschmitt

Bei der Firma Goldschmitt in Walldürn

Gleich um 7 Uhr 30 fuhr Bernd unser WoMo ins Tor 5 der Werkstatt.

Und schaut, am Anreisetag zuvor habe ich noch schnell die „Saloon“-Aufkleber bearbeitet und ans Wohnmobil angebracht. Danke an Carina & Simon, die diese Aufkleber entworfen und für uns besorgt haben.

Da das Einbauen der neuen Systemsteuerung unserer Hubstützen  6 Stunden dauern sollte, hatte ich zuvor meine Orthesen angeschnallt und wir machten uns zu Fuß auf den Weg nach Walldürn. Die Orthesen drückten heute weniger als sonst und deshalb waren wir ziemlich flott unterwegs.

Eine tolle alte Eisenbahnbrücke

Walldürn scheint ein Wallfahrtsort zu sein, denn überall hingen Jesus- und Marienbilder. Zum Teil stammten diese noch aus dem Mittelalter, wie wir aus den Inschriften entnehmen konnten. Damals dachten die Leute anscheinend, wenn sie diese aufstellten, wäre ihnen ein Platz im Himmel sicher. Vielleicht ist es ja auch so, wer weiß? Walldürn hat eine riesige katholische Basilika, die Bernd und ich besichtigten.

Auch wir verweilten eine kurze Zeit in dieser prunkvollen Kirche; toll, wie das Sonnenlicht über dem Hochaltar in den Kirchenraum schien.

Vor der Kirche gab es ein Hinweisschild zum Märzenbrünnlein. Da dieser nur ca. 3 Kilometer entfernt war, wir sowieso wandern wollten und nichts besseres zu tun hatten, begaben wir uns also auf diesen Weg. Unterwegs gab es unzählige Apfel- und Pflaumenbäume, die sich alle unter der reifen Last bogen. Bernd und ich kamen nicht umhin unsere Taschen zu füllen.Scheinbar wurde hier nichts geerntet, denn auf dem Boden lagen schon Unmengen reifer Früchte.  Das Wetter war wie immer klasse und der Weg führte uns alsbald in einen Wald. Dieser war anscheinend ein Pilgerweg, denn am Waldesrand waren alle paar Meter Bilder von der Kreuzigung Jesus aufgestellt. Bernd, der ja kirchlich sehr bewandert ist, erklärte mir alles, was nicht selbsterklärend war und ich nicht wusste. Nach etwa 3 Kilometern kamen wir dann wirklich zu dem Brünnlein, das seinen Namen durch die Miniaturgröße alle Ehre machte.

Ines an der „Quelle“. Na, mit dem bischen Wasser würde es ewig dauern unser Wohnmobil aufzufüllen!

Gleich in der Nähe war eine kleine Kapelle aufgestellt worden und auf einer Bank vor eben dieser setzten wir uns und redeten über Gott, Glaube, Kirche und den Papst.

Nach einer geschlagenen Stunde machten wir uns auf den Rückweg. Bernd hatte schon wieder Zahnschmerzen und so kauften wir in einem Geschäft Nelken (also:  keine Blumen, sondern hier sind die Gewürz-Nelken gemeint). Diese sollen ja, laut meines Vaters, betäubend wirken, und so schob Bernd sich gleich drei in den Mund und redete von da an kein Wort mehr mit mir. Ich indessen redete die ganze Zeit und bat Bernd ab und an mal den Kopf zu schütteln oder zu nicken, damit ich sichergehen konnte, dass er auch zuörte.
Als wir wieder bei der Firma Goldschmitt ankamen, war unser Auto noch nicht fertig

Alle Mann an Bord!!? Zeitweise waren sogar 5 Monteure mit unserem Saloon beschäftigt … hier war jedes Fachwissen gefragt, aber die Profis haben alles mit einer bewundernswerten Ruhe hinbekommen.

und so spielten wir vor der Rezeption Scrabble.

Ines hatte mal wieder Hilfe beim Spiele … diese Hummel hat ihr direkt geholfen. Vorne H dann U dann M … also Hummel ! RICHTIG liebe Ines!

Puh, wir saßen in der prallen Sonne und es war unglaublich heiß. Als Bernd mal wieder nach unserem Auto sah kam Herr Goldschmitt auf ihn zu. Seine Firma hatte er zwar verkauft, war aber immer  noch für sie tätig. Er hatte uns schon gesucht, weil er in unserem Blog gelesen hatte, dass wir zu ihm unterwegs sind. Erstaunlich, wer alles den Blog liest, oder? Die beiden unterhielten sich prächtig und vielleicht kann Bernd im nächsten ja dort einmal spielen. Von einem Mitarbeiter bekam er dann noch die Adresse eines guten Zahnarztes. Bei dem klappte es am Folgetag auch sofort mit einem Termin. Die Mechaniker machten Übersunden und gegen 18 Uhr war unser Mobil fertig. Anstandslos fuhren die Hubstützen nun auf Knopfdruck wieder rein und raus und obwohl viel mehr Zeit beansprucht wurde, kostete es nicht mehr als abgmacht. Wir waren erleichtert. Überhaupt ist die Firma Goldschmitt ein toller Laden mit absolut kompetenten und freundlichen Mitarbeitern. Zudem gibt es dort sogar einen firmeneigenen Stellplatz mit Entsorgung und Wasser. Selbst Gas kann man dort tanken. An der Rezeption gibt es eine Kaffeemaschine, in der die Bohnen frisch gemahlen werden. Der Kaffee dort ist kostenlos und schmeckt prima. Außerdem gibt es dort ein tolles Gästeklo, welches wir sehr oft nutzten. Das nenne ich mal Kundenorientiertheit. Uns jedenfalls gefiel es so gut, dass wir gleich noch eine Nacht dranhingen. Am nächsten Tag ging es dann schon morgens für Bernd zum Zahnarzt. Dieser stellte eine Zahnfleischentzündung fest und spritzte Bernd irgendein Zeug. Danach waren die Schmerzen weg, aber der Arzt meinte, Bernd müsse vorsorglich in eine Zahnklinik, weil er der Meinung war, dass auch ein nicht rausgewachsener Weißheitszahn für die Beschwerden verantwortlich sein könnte. Die Zahnklinik war in Mosbach und da Bernd am folgenden Tag dort einen Termin hatte, fuhren wir dort hin. In einem Wald, direkt am Waldfreibad gab es einen Stellplatz für 8 Euro. Darin enthalten war der Eintritt ins Schwimmbad. Da es mit 31 Grad immer noch sehr heiß war, verbrachten wir einige Stunden dort. Anschließend gingen wir zu Fuß in das kleine Örtchen und gönnten uns eine Pizza. Wir schafften sie nur bis zur Hälfte und nahmen den Rest mit nach Hause, wo ich sie ganz alleine am nächsten Tag verdrückte, da Bernd nicht kauen konnte. Er war um 8 Uhr mit dem Rad zur Zahnklinik gefahren und mit einer dicken Backe, aufgeplatzten Lippen und jeder Menge Blut im Mund kam er gegen 9 Uhr30 zurück. Tatsächlich hatte man ihm den Weißheitszahn gezogen. Schmerzen hatte er nicht, denn noch war alles betäubt. Die würden aber kommen und so verfrachtete ich ihn erstmal ins Bett, wo er döste bis die Betäubung raus war. Wie gut, dass der Chirurg ihm Schmerzmittel mitgegeben hatte. Als der große Hunger kam, machte ich ihm Tee, in dem er Kekse einstippen konnte und anschließend noch eine Dose Karotteneintopf. Die Hackbällchen darin wurden von mir dermaßen bearbeitet, dass kein Kauen mehr nötig war. Im 10 Minutenrythmus wurden die Kühlpads getauscht und am nächsten Tag sah er zwar wie ein Hamster aus, hatte aber kaum noch Schmerzen. Kommt wohl auch nicht so häufig vor, dass die eigenen Kinder ihre Weißheitszähne vor dem Vater herausoperiert bekommen, oder? An dem rausgezogenen Zahn klebte auch eine Ziste, die vorsorglich eingeschickt wird. Der Arzt meinte aber, wir müssen uns keine Sorgen machen.

Liebe Leser, der Bericht war ursprünglich viel viel länger, aber der blöde PC hat mal wieder nichts gespeichert und ich bin gerade etwas demotiviert, wünsche euch aber einen tollen Tag!

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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