Womo

Santiago de Compostela 10.09.2018

Kathedrale von Santiago de Compostela. Beeindruckend, oder?
Kathedrale von Santiago de Compostela. Beeindruckend,oder? … und auch Bernd hat, wie man sieht, mit letzten Kräften den Jacobsweg überstanden und das Ziel erreicht.

Um 14 Uhr erreichten wir Santiago de Compostela und parkten unseren Saloon auf einem großen bewachten Parkplatz für 3,50 Euro. Nun aber nichts wie raus und die Pilgerstadt besichtigen. Orthesen angeschnallt und los ging es in die 2,1 Kilometer entfernte Altstadt. Nach einem Kilometer hörten wir laute Musik. Hier wurde irgendwo live gesungen und interessierte Bernd natürlich ganz brennend. Kurzerhand verließen wir unsere Route und folgten der Musik. Es ging stetig aufwärts und mal wieder schwitzte ich Blut und Wasser. Nach ca. 500 Metern waren wir am Ziel. Zwischen 2 hohen Häuser-Blogs fand ein Straßenfest statt.

Ich muss schon sagen, dass es zu unseren Straßenfesten wirklich ein Unterschied ist, denn wer hat bei uns schon eine Lifeband und ne Musikanlage zur Beschallung von 10.000 Leuten? Davor tummelten sich ca. 60 Leute, die allesamt in Partylaune waren. Hier hatten wir nichts verloren und  so machten wir uns wieder davon.

20 Minuten später erreichten wir dann die beeindruckende Altstadt von Santiago de Compostela, der nordwestlichen Hauptstadt  der Region Galicien. Bekannt ist sie vor allem als Endpunktes des Jacobsweg und als vermeintlichen Begräbnisort des biblischen Apostels Jacobus, dessen sterbliche Überreste in der 1211 eingeweihten riesigen Kathedrale liegen, die innerhalb der mittelalterlichen Mauern steht. Die Kathedrale ist riesig und wahnsinnig beeindruckend. Sie ist so groß, dass es uns unmöglich ist, sie in der Gesammtheit auf ein Foto zu bekommen. Bernd und ich staunen um die Wette und fühlen uns zurückversetzt ins Mittelalter.

Die gesamte Plaza besteht aus uralten Gebäuden und irgendwie habe ich mir so immer den Vatikanstaat vorgestellt. Echt toll. Die Stimmung katapultiert uns erst recht ins Mittelalter, als plötzlich Dudelsackmusik ertönte. Mir lief echt eine Gänsehaut über den Rücken. Überall auf der Plaza sitzen Leute auf der Erde und es gibt unzählige Pilgerer, die just in diesem Moment erschöpft aber glücklich eintreffen.

 

 

 

 

Ein buntes Treiben und Bernd und ich setzten uns erstmal auf eine Bank und lassen dieses auf uns wirken.

 

Ja, uns geht`s gut und wir haben Spass!

Alles ist so friedlich. Von Hektik, die man sonst von großen Städten kennt, keine Spur. Unzählige Leute stehen vor der Kathedrale Schlange, aber keiner drängelt. Wir saugen die unvergesslichen Bilder in uns auf und bleiben ziemlich lange auf diesem Platz. So lange bis wir zu der Erkenntnis gelangen, dass der Dudelsack Dudelsack heißt, weil einem das Gedudel irgendwann auf den Sack geht. Nun bahnen wir uns auf den Weg in die anstehenden alten Gassen. Hier herrscht geschäftiges Treiben. Überall Stände, an denen man Pilgerandenken kaufen kann. Allesamt versehen mit der Jacobsmuschel oder dem heiligen Zeichen Jacobs. Bernd lässt es sich nicht nehmen, ebenfalls für einen Euro eine Muschel mit dem aufgemalten Zeichen zu kaufen. Diese soll uns von jetzt an als Glücksbringer dienen. Obwohl Sonntag ist, haben fast alle Läden geöffnet und wie es aussieht, machen sie auch gute Geschäfte, denn unzählige Menschen schieben sich durch die engen Gassen. Im Mittelalter muss es hier fast genauso ausgesehen haben und das fasziniert uns ungeheuerlich.
Irgendwann bekommen wir Hunger und entscheiden uns für einen Chinesen, der alle Speisen im Wok zubereitet. Das war eine wirklich gute Wahl, denn es schmeckte fantastisch und reichlich war es außerdem.

Man könnte jetzt noch sehr viel schreiben, aber ich denke, die Bilder sprechen für sich.

 

 

Erst am Abend machen wir uns auf den

 

 

 

 

Rückmarsch und hören plötzlich einen Knall. Ein Auto war beim ausparken, gegen eine Begrenzungskugel gefahren. Nun war hinten rechts alles verbeult. Den Fahrer schien es aber nicht weiter zu interessieren, denn er stieg nicht einmal aus, was Bernd nun völlig überraschte. Mich nicht, denn durch eine hinten aufgeklebte Nummer konnte man sehen, dass es sich um ein Leihauto handelte und da die ja meistens Vollkasko versichert sind, wäre auch ich nicht ausgestiegen. Denn ändern konnte man ja jetzt sowieso nichts mehr. Bernd hielt mir dann einen ellenlangen Vortrag, dass ja eventuell auch das Rad beschädigt sein könne…bla bla bla u.s.w. Ich schaltete ab und war mir völlig sicher, dass am Steuer des besagten Autos mit zu 99 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit eine Frau gesessen haben muss. Nun denn….Weiter gehts. Wir erreichten unseren Parkplatz und machten uns auf den Weg ein Nachtquatier zu finden.

80 Kilometer fuhren wir noch an diesem Abend, dann stellten wir unser Auto auf einer Waldlichtung (Aussichtspunkt de Caveiro) ab.

Hier hatten wir nun von oben einen irren Blick auf das Meer.

Wow, hier hat Ines ein tolles Foto vom Sonnenuntergang geschossen !

Bernd setzte noch die Bilder für den letzten Bericht in den Blog und fluchte pausenlos lautstark vor sich hin. (schließlich war es nach 22 Uhr und ich heute schon mehrere Stunden unser WoMo gefahren, bin durchs Mittelalter gepilgert und musste nun wieder unzählige Fotos vom Handy auf den PC laden, sortieren und dann einige wenige davon für den blog-Bericht aussuchen …  ja,ja, ich habe auch nicht immer Urlaub!)   Dann sahen wir (Ines) noch etwas fern, bevor wir in das Reich der Träume entauchten.
Am nächsten Tag stellten wir Tisch und Stühle raus und scrabbelten.

Gegen 14 Uhr machten wir uns dann abfahrbereit, denn wir wollten uns mit Andy und Armin bei Andys Eltern treffen. Dieses war nur noch ca. 10 Kilometer entfernt, doch mussten wir zuvor noch etwas einkaufen. Da die kleinen Einkaufsmärkte aber erst wieder um 16:30 öffneten , mussten wir zu einem Eroski-Markt in ca. 20 km Entfernung fahren. Auch dort gab es gab keinen Parkplatz für unseren Concorde und so blieb Bernd beim WoMo; immer bereit, diesen zu bewegen, sollte es von Nöten sein. So kaufte ich nur so viel, wie ich tragen konnte. Naja, etwas mehr (Ha Ha, ja …  incl. einem 6er-Pack Cola, a`2 ltr. = 12 kg!  und 12 kleine Dosen Bier 🙂  ). Ich brach fast zusammen unter der Last und Gott sei Dank ahnte Bernd das wohl, denn er hielt schon Ausschau nach mir und eilte mir entgegen, als er mich erblickte. Schnell wurden die Sachen verstaut und kurze Zeit später, fanden wir einen Parkplatz, von dem aus wir Andy anriefen. Andy und Armin holten uns dort dann ab und dirigierten uns zu einem superschönen Stellplatz am Strand. Dort sollten wir während des Besuches stehen. Die Wiedersehensfreude war riesig und wir freuten uns wirklich die beiden, die wir im Winter bei Toni kennengelernt hatten, wieder zu sehen. Wir verriegelten unseren Saloon und stiegen zu den beiden ins Auto und die Fahrt ging den Berg hoch zu Andis Eltern, die uns netterweise eingeladen hatten.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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