Womo

11.10.2018 -14.10.2018 Roche

Wir sind wieder an unserem Traumstand in Roche!!
Ein Gefühl von zuhause macht sich hier breit und es ist ein absoluter Traum. Seit vorgestern nun ist Carina hier und gerade tobt sie mit Bernds Bodyboard durch die Wellen. Sie hat sichtlich Riesenspass!!!

Vorgestern morgen hatte es ja plötzlich kurzzeitig gewaltig gestürmt. Ich hörte noch, dass Bernd gegen halb 7 Uhr das Seitenfenster zumachte und ging logischerweise davon aus, dass er mit dem Dachfenster ebenso verfuhr. Leider war dem nicht so, was zur Folge hatte, dass der Wind dieses komplett herausriss. Ratet mal, wer die Schuld bekam? Richtig!!! Natürlich ich!!! Dabei war ich nicht einmal im selben Raum (eben, sie war draussen und hat am eigenen Leib gespürt, wie stürmisch es ist)  und ich hatte das Fenster natürlich auch nicht geöffnet. Na ja, nun hatte Bernd den halben Tag etwas zu tun. Da es regnete musste Bernd sofort aufs Dach. Zuvor wurden dicke Steine gesammelt. Die wurden dann aufs Autodach geschleppt und zusammen mit einer Platiktischdecke aufs kaputte Fenster gelegt.

(am Vormittag als es hell wurde, habe ich das Dachfenster -Heki- wieder provisorisch geklebt und alles mit Panzertape auf dem Dach befestigt … und die Steine mit hohem Bogen vom Dach geworfen)

Dies ist natürlich nur eine vorrübergehende Lösung, denn fahren können wir so nicht. Bernd rief also bei einer Werkstatt an und schaffte es tatsächlich auf spanisch, sein Problem dar zu legen. Wie wir feststellten, war hier morgen ein Feiertag, was die Firma zum Anlass nahm, gleich die ganze Woche zu schließen. Nun ja, wir wollen eh länger hier stehen.

Carina kam nachts um 4 Uhr endlich bei uns an und wir standen draußen, quasi als Empfangskommitee. Die Freude war groß, aber wegen der Uhrzeit verschoben wir das Reden auf morgen und gingen allesamt ins Bett.

Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und ab ging es zum Strand. Zuvor verabschiedeten wir noch Julia und Alex.

Ein wahnsinnig nettes Pärchen aus dem süddeutschen Erding, mit denen wir den gestrigen Abend verbracht hatten und die mit ihrem Mobil sechs Monate auf Mallorca gestanden hatten. Auch sie hatten eine kaputte Scheibe und mussten nun zwecks Auswechslung nach Tarifa. Hierher wollen sie aber unbedingt wiederkommen und so werden wir uns bestimmt noch einmal sehen. Kaum waren die 2 fort, zog es uns wieder an den Strand.

Carina im „Whirlpool“ mit dem Bodyboard

Das Wetter war aber auch zu herrlich.

Sieht zwar idylisch aus, aber heute Nacht sind wieder Flüchtlinge unter Einsatz ihres Lebens mit diesem Boot wohl von Marokko an den Strand von Roche angelandet.

Nachdem Bernd und Carina so ihren Spass mit dem Bodyboard in den 2m-hohen Wellen hatten, wollte ich mein Glück jetzt auch einmal probieren. Die Wellen hatten es wirklich in sich, aber manchmal schaffte ich es tatsächlich mich auf dem Board zu halten. Zwar nicht so gut wie Carina, aber immerhin. Plötzlich haute mich eine riesige Welle um und ich wurde so richtig durchgespült. Beim Aufrichten hatte ich sofort das Gefühl, dass etwas fehlte. Und tatsächlich war meine Bikinihose nicht mehr da. Hektisch sah ich mich um. Dort hinten schwamm sie, aber schon kam die nächste Welle, die mich abermals umhaute und nun war auch die Bikinihose nicht mehr zu sehen. Verzweifelt sah ich zum Strand zu Bernd und Carina. Verfluchte Scheiße, gerade in diesem Moment kamen Alex und Sahra. Das Brett vor mich haltent, stakste ich aus dem Wasser (leider hatte ich das iphone nicht dabei und konnte kein Foto machen 🙂 )   Der Strand war wegen des Feiertages mehr als gut gefüllt und von hinten muss es ein Bild für die Götter gewesen sein. Nun kam ich zu unserem Platz und sofort stürtzte Alex auf mich zu, um mich zu begrüßen. Verschämt sagte ich, ich habe meine Hose verloren. Dabei hielt ich krampfhaft das Brett vor mir und vermied es mich umzudrehen. Blöderweise hatte ich auch rein gar nichts an Klamotten mitgenommen zum Strand. Nicht einmal ein Handtuch!! Carina und Bernd lachten sich fast tot und waren wirklich keine Hilfe. Nun wurde auch noch Sahra begrüßt und endlich endlich bekam ich ein Handtuch von Alex überreicht. Das werde ich ihm nie vergessen, denn es war echt furchtbar, so hinten ohne rumzustehen!!! Jetzt konnte ich die beiden abermals begrüßen und diesmal auch mit Freude und nicht mit Verzweiflung.
Sahra sah super aus mit ihrem gigantischen Schwangerschaftsbauch. Die Zwillinge wiegen nun schon 2,5 Kilo. Wohlgemerkt, jeder!!! Für so ein zierliches Persönchen wie Sahra echt allerhand. Eigentlich dauert es bis zur Geburt noch 4 Wochen, aber daran glaubt nicht einmal ihr Arzt. Bernd sprintete sofort los und holte ihr aus unserem WoMo einen Stuhl. Wir freuten uns tierisch die beiden wiederzusehen und noch mehr als wir hörten, dass sie ebenfalls mit dem Wohnmobil hier waren und 2 Tage bleiben wollten.

Es gab ja soviel zu erzählen und so gingen wir, nachdem Alex gesurft hatte und wir alle noch einmal im Wasser waren hinauf zu unseren Womos. Dort machte ich für alle Spaghetti Bolognese, was eher eine Mischung aus Bolognese und Chili con carne wurde und verdammt scharf war. Letzteres lag daran, dass mir das Gewürzglas mit dem Paprikapulver in den Topf gefallen war. Naja, der Hunger trieb es rein und ganz ehrlich? So schlecht schmeckte es eigentlich gar nicht. (Es schmeckte super — war aber wahrscheinlich einmalig!?) Nur die Lippen brannten wie Feuer. Wir machten uns einen chilligen Abend und hatten viel Spass.

Den kompletten folgenden Tag verbrachten wir 5 zusammen. Alex und Carina gingen mit ihren Brettern abermals ins Wasser. Carina konnte es jetzt noch besser als gestern und hat im Gegensatz zu uns überhaupt keine Angst.

Das erste Werbefoto des Body-board-Stars für ihren Sponsor 🙂

Nachdem hervorragenden Curryhuhn, welches Sahra für uns gezaubert hatte, erfuhren wir durch Sahras Windapp, dass im Atlantik ein Hurricane namens „Leslie“ auf Portugal und Spanien zu kommen sollte. Wir beratschlagten hin und her, was zu tun sei. Sollten wir mit den beiden zu ihrer Finca ins Landesinnere fahren, oder doch hierbleiben?? Wir besahen uns danach in kurzen Abständen die Wettervorhersagen und stellten fest, dass der Hurricane eher auf Portugal treffen würde, wir aber eventuell mit einem heftigen Sturm-Ausläufer zu rechnen hätten. Noch war davon allerdings rein gar nichts zu spüren und so beschlossen wir auf unserem Stellplatz nur höher zu fahren und weiter weg vom Wasser. Alex und Sahra taten dasselbe. Die ganze Nacht warteten wir dann auf den Sturm. Bis auf ein paar Regentropfen und etwas Wind wurden wir aber zum Glück verschont.
Ab 10 Uhr hatten wir dann sogar wieder Sonnenschein und Carina machte ganz allein eine ausgedehnte Radtour mit Bernds Mountainbike.

Bernd und ich nutzten dann die Zeit und scrabbleten und schmissen für 1 Stunde unsere Waschmaschine an. Später bekochte uns dann Carina ganz lecker mit einem vegetarischen Gemüsecurry. Bei Tisch unterhielten wir uns natürlich über das Leben im Allgemeinen und unsere Leben im Besonderen.

Nun wurde abgewaschen und der Saloon abfahrbereit gemacht, denn wir wollten heute noch nach Punta Paloma fahren, damit Carina auch einmal etwas anderes sieht. Auf dem Weg dorthin tankten wir noch Wasser an einer Tankstelle und sind jetzt unterwegs.

Ines ist mit Ihrem E-bike mit 60 km/h hinter dem Saloon hinterher gefahren, damit es auch einmal so ein Foto vom WoMo gibt 🙂 Ne, Ne, dieses Foto hat Carina aus Ihrem Leihwagen gemacht.

Hoffentlich finden wir dort ein Plätzchen. Es wird schon dunkel und morgen soll leider das Wetter ab Mittags schlecht sein. Aber was soll´s? Wir werden den Tag schon rumkriegen. …

Liebe Leser! Leider hat Ines in diesem Bericht ausnahmsweise einmal nicht über ihre Essgewohnheiten geschrieben. Aber seid versichert, sie hat sich auch diese Tage täglich bestimmt 2-mal gewogen 🙂

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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