Womo

Carina kommt

Heute kommt meine Stieftochter Carina, darauf freuen wir uns schon sehr. Das letzte Mal hatte sie uns im Februar besucht und damals hatte es nur geschüttet. Entsprechend groß war unsere Angst, dass es dieses Mal genau so ist. Seit 2 Wochen sehen wir mehrmals täglich auf die Wetterapp und was sich da vor 2 Wochen aufzeigte, war mehr als besorgniserregend. Schlimmer noch, die Vorhersage wurde von Tag zu Tag schlechter und kurz überlegten wir, sie zu bitten, den Urlaub zu verschieben. Doch das verwarfen wir dann wieder, denn sie hatte ihren Urlaub ja eingereicht und wer weiss, ob es beim nächsten Mal nicht ebenso schlecht aussehen würde. Es war doch wirklich zum Mäuse melken. Da haben wir wochenlang nur das allerbeste Wetter und das sollte sich gerade nun ändern?? Bernd betete ein ums andere Mal. Da dieses letztes Mal aber auch rein gar nichts genützt hatte, zwang ich ihn dazu, es im Universum zu bestellen. Ich hatte das auch schon gemacht, war aber der Meinung, doppelt bewirkt mehr. Und tatsächlich scheint es zu funktionieren. Die Aussichten haben sich wieder verbessert und wir sind bester Dinge. Momentan tobt hier allerdings ein Sturm und regnen soll es auch. Da Carina aber erst Nachts hier ankommt, ist uns das egal.Hauptsache morgen ist es gut und das soll es laut Wetterapp werden! Juchhu!!

Gerade musste ich mal wieder an ihren 18ten Geburtstag denken. Den hatte ich komplett ruiniert. Dabei fing alles so gut an. Carina wollte mit 2 Freundinnen 2 Wochen später ganz groß feiern. Wir dachten aber, es wäre doch eine schöne Idee, zusätzlich an ihrem Ehrentag ebenfalls  zu feiern. Carina fand die Idee super und so schmückten wir den Garten. Es war der 06.September und in diesem Jahr ungewöhnlich warm. Also genau das richtige Wetter für eine Gartenparty in kleinem Kreis. Nach und nach trudelten die Gäste ein. Wenn ich mich richtig erinnere waren es ca. 16. Es gab Pizzaschnitten von Dr. Oetker und auch an alkoholischen Getränken herrschte kein Mangel. 2 ihrer Freunde fuhren nach dem Essen dann noch einmal kurz weg und zwar eben rüber nach Holland. Das war von Lingen aus quasi um die Ecke. Es dauerte auch gar nicht lange und sie waren wieder da. Im Gepäck zwei Joints, die sie jetzt kreisen ließen. 20 Jahre hatte ich keinen Joint mehr angefasst. Das letzte Mal mit meiner Schwester, die schier an mir verzweifelt war, weil ich einen regelrechten Horrortrip hatte, aber das ist eine andere Geschichte. Meiner Schwester ist sie allerdings noch so präsent, als wäre es gestern gewesen. Anlässlich des Geburtstages meinte ich nun, ich könne es mal wieder versuchen und so nahm ich ein paar Züge. Kurz darauf begann mein Herz zu rasen und ich bat Bernd meinen Puls zu fühlen. Auf meine Frage wie hoch er wäre, meinte Bernd sehr hoch. Genaue Zahl verlangte ich, aber Bernd konnte gar nicht so schnell mitzählen. Nun bekam ich echte Panik und zwar von der Musik. Techno!! Es wurde so schlimm, dass Bernd Carina bat, diese auszustellen. Tolle Party, so ohne Musik. Mir war jetzt kotzübel und als ich dies Bernd mitteilte, legte er beruhigend seine Hand auf mein Knie. Das hätte er mal lieber gelassen, denn plötzlich musste ich kotzen. Ratet mal wohin? Man war das peinlich!!! Obwohl ich nur auf die Erde guckte, war mir klar, dass alle mich ansahen. Keiner unterhielt sich mehr und nur meine Würggeräusche waren zu hören. Die hatten es allerdings in sich, denn keiner kotzt so laut wie ich. Seit dem Tag mag ich auch keine Dr. Oetker Baguettepizzaschnitten mehr.Die Stimmung war natürlich im Keller und Bernd spendierte Taxen in die nächste Disco. Kurz darauf saßen wir allein im Garten und ich hatte das nächste Problem. Durchfall bahnte sich an und ich konnte nicht laufen. Bernd bot sich in völliger Verkennung meines Gewichtes an, mich zum Klo zu tragen. Das schlug ich aus, denn das wäre eh nichts geworden. Ich ließ mich also vom Stuhl sinken und kroch durch den Garten zur Toilette. Dort verweilte ich dann 2 Stunden. Leider hatte ich keinen Eimer mitgenommen und so blieb mir nichts anderes übrig, als vor meine Füße zu kotzen, denn mit dem Hintern saß ich ja auf dem Klo. Idiotischerweise war ich davon überzeugt, dass Brnd mich durchs Fenster beobachtete und schimpfte lautstark mit ihm. Wie sich später rausstellte, räumte er aber in der Zeit den ganzen Garten auf. Endlich konnte ich das Klo verlassen, kam aber nur bis zur gegenüberliegenden Treppe und ließ mich auf die Stufe sinken. Nun kam Bernd, besah sich die Schweinerei auf der Toilette und verschwand in der Küche. Ich hörte Plastik rascheln und war überzeugt, dass er mich nun ersticken wollte. Ich war der Meinung, dass könne man ihm auch nicht verdenken. Nun kam Bernd mit 2 Plastiktüten aus der Küche und ich, überzeugt davon, mein letztes Stündlein hätte geschlagen, schloss die Augen und ergab mich meinem Schicksal. Bernd lief aber an mir vorbei, die 2 Tüten um seine Hände gewickelt, direkt ins Bad und machte alles sauber. So einen Mann muss man erst einmal finden!!! Carinas Freunden bin ich so in unvergesslicher Erinnerung und Carina denkt auch immer an mich, wenn sie an ihre Volljährigkeit denkt. Merkwürdigerweise war sie gar nicht böse und wie sie mir noch letztens berichtete, war es wohl auch in der Disco super. Ja und seitdem bin ich mehr oder weniger abstinent.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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