Womo

Nazare und Salir de Porto 29.09.-03.10.2018

29.09.2018 Nazare

Am Nachmittag kamen wir in Nazare an und bekamen gerade noch so eben einen Platz. Hier waren unglaublich viel junge Leute mit ihren Surfbrettern. Von links und rechts dudelten die Gitarren und es war ein stetiges Kommen und Gehen. Eigentlich gefiel mir der Platz recht gut,wenn er auch sehr dreckig war. Überall flog Klopapier rum, was kein Wunder ist, denn die meisten jungen Leute sind mit ihren Bullis hier und haben keine Toilette an Bord. Natürlich gehen sie dann zum Geschäfte machen in die Büsche und da es immer windig ist, findet das Klopapier ganz alleine den Weg zurück zum Strand. Da wir mehrfach gehört hatten, dass hier Autos aufgebrochen werden, waren wir uns sofort einig, hier nur eine Nacht zu verbringen. Wir trauten uns nicht, gemeinsam spazieren zu gehen und unseren Saloon allein zu lassen. Das war schon irgendwie blöd, denn wer hat schon Lust den ganzen Tag zu scrabblen? Und so war es  beschlossene Sache am nächsten Tag weiter zu fahren. Auch dachten wir, dass die Wellen hier mindestens 15 Meter hoch wären, aber wie uns gesagt wurde, ist das wohl nur im Dezember und Januar der Fall. Trotzdem waren die Wellen zu hoch, um ins Wasser zu gehen. Am Abend lehrte sich der Platz und wir waren fast ganz alleine dort. Ein bißchen Unwohl war uns beiden, aber wir zumindest Bernd schlief gut. Am nächsten Morgen ging es dann weiter. Zuerst dauerte es mal wieder ewig, bis wir auf der richtigen Straße waren. Ein netter Portugiese wollte uns helfen, aber obwohl er französisch, portugiesisch und auch spanisch sprach, verstanden wir nur Bahnhof. Unser Navi zeigte permanent in die Richtung, die für Mobile gesperrt war. Das ist normalerweise der Augenblick wo wir nervös werden. Heute aber nicht und so fanden wir in aller Ruhe den Weg raus aus diesem Labyrinth. Aud unserer Stellplatzapp hatten wir einen Stellplatz rausgesucht, der ausnahmslos gute Bewertungen hatte und auf den steuerten wir jetzt zu. Da er direkt an einem Kreisel lag, konnten wir uns zwar beim besten Willen nicht vorstellen, dass es was für uns wäre, aber wir wollten uns selbst überzeugen. Nach knapp einer Stunde waren wir schon da und waren total begeistert. Der Ort Sao Martinho do Porto war superschön und lag direkt an einer Bucht. Der Stellplatz lag ebenfalls an dieser Bucht und war ca. 800 Meter entfernt, direkt hinter den Dünen und trotzdem mit Blick auf das Meer. Wirklich ein Traum. Mit uns standen hier noch ca. 6 Mobile und gleich neben uns ein Ehepaar aus München mit ihren 2 kleinen Kindern. Ein Gespräch war schnell geknüpft und so verging die erste Stunde. Dann machten Bernd und ich uns auf, den Ort zu erkunden.

Es gab zahllose kleine Restaurants, aber am schönster war der Blick aufs Wasser, der von überall gleich schön war. Ganz vorne in der Bucht lagen zahlreiche kleine Fischerboote im Wasser, was dem ganzen dann noch einen romantischen Touch gab. Der Ort war umrahmt von Bergen. An einer Seite hatte man einen Gang durch die Felsen gehauen und wenn man hindurch ging, stand man auf einem Mal vor dem naturbelassenen Atlantik. Hotels gab es hier auch jede Menge, aber sie waren eher klein gehalten und störten so das Ortsbild kaum. Liebe Leser, solltet ihr einmal Urlaub in Portugal machen wollen, empfehle ich euch diesen Ort. Hier kann man sogar schwimmen, da es kaum Wellen gibt. Die Preise sind hier auch mehr als human. Weil ich vergessen hatte das eingefrorene Fleisch aus dem Gefriefach zu nehmen, waren wir ausnahmsweise schon wieder essen.

Bernd hatte Schwein und ich Huhn. Jeweils eine riesige Portion mit Reis, Pommes, Salat und Ei. Dazu gab es für Bernd ein Bier und für mich eine Cola zero. Gesamtkosten 16, 50 Euro. Da kann man doch echt nicht meckern, oder? Und lecker war es auch! Heute war es mit 19 Grad recht kühl, aber morgen sollen es 28 Grad werden und der Plan ist morgen noch hier zu bleiben. Bernd möchte eine Radtour machen und ich wandern. Zum Schwimmen treffen wir uns dann am Nachmittag wieder. Durch die Fahrerei ist die Bewegung in den letzten Tagen etwas zu kurz gekommen, was morgen wieder geändert werden soll. Gestern hatten wir noch mit Alex und Sahra telefoniert. Jetzt sind es nur noch 6 Wochen bis zur Geburt ihrer Zwillinge. Vorraussichtlich sollen sie sogar schon 4 Wochen eher kommen. Auf meinen Tip, vorher noch ordentlich vorzuschlafen, meinte Alex, dass er sich 100 prozentig sicher ist, dass seine Kinder von Anfang an durchschlafen. Na, da sind wir ja mal gespannt;-) Auf jeden Fall freuen wir uns unglaublich, die beiden bald wieder zu sehen und auf unser geliebtes Roche natürlich auch. Wenn wir erst mal wieder dort stehen, üben wir hoffentlich mehr spanisch. Das kommt momentan wirklich zu kurz. Die Tage sind einfach zu schnell vorbei. Am 11. Oktober kommt Carina uns besuchen. Auch darauf freuen wir uns schon ungemein. Hoffentlich ist dann das Wetter besser als letztes Mal, als sie bei uns war. Geplant ist es, dass wir dann in Punta Paloma in Spanien sind. Diesen Platz fanden wir nämlich besonders schön. Das sind jetzt nur noch 9 Tage und unsere Tage hier in Portugal sind gezählt. Eigentlich schade, aber andererseits schlägt unser Herz für Spanien.

 

 

02.09.2018

Heute hatten wir unseren Aktivtag. Gleich nach dem Frühstück machte Bernd eine ausgedehnte Radtour und ich ging wandern. Mein Gott, war die Gegend hier schön.

Alle paar Meter musste ich Fotos machen. Ich ging bis zum Gipfelkreuz und die Aussicht von hier oben war überwältigend.

Dank des Handys fand ich dann sogar den Rückweg problemlos und kam zeitgleich mit dem verschwitzen Bernd wieder beim Womo an. Nun legten wir uns an den Strand.

Ich las Bernd aus meinem Lieblingsbuch vor und dann gingen wir schwimmen. Das Wasser war überhaupt nicht kalt und Wellen gab es dank der vorgelagerten Bucht auch kaum. So konnte ich endlich mal wieder ausgiebig schwimmen. Bernd, der Frostködel hielt nicht so lange durch, holte nach dem Bad aber Tisch und Stühle zum Strand, so dass wir hier scrabblen konnten. Bernd gewann haushoch. Nun hatten wir mächtig Hunger und somit gingen wir die paar Schritte zurück zum Saloon. Das Fleisch war endlich augetaut und ich kochte mit ganz viel Liebe. Es schmeckte prima und Bernd bot sich an abzuwaschen. Ich machte mein Chaos aber lieber selber weg und Bernd übte, wie auch gestern schon den ganzen Abend, Gitarre. Unsere Haut war ganz weiß vom Salz des Meeres und so gönnten wir uns eine schöne heiße Dusche. Es war ein herrlicher Tag bei bestem Wetter und 26 Grad.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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