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Bernds 55zigster Geburtstag 17.12.2018 in Roche

Wie angekündigt sind wir jetzt wieder in Roche. Das Wetter könnte kaum besser sein. Jeden Tag scheint 8-9 Stunden die Sonne vom wolkenlosen Himmel und das bei 17 Grad. Heute habe ich 3 Stunden in den Dünen gelegen und hatte den kompletten Strand für mich ganz alleine. Bernd hatte unterdessen mit Duolingo spanisch gelernt. Bei unserer Spanischlern-CD sind wir am letzten Kapitel angelangt und Bernd hat sich für Duolingo entschieden, um seine erworbenen Sprachkenntnisse zu vertiefen. Ich habe noch kein Alternativprogramm und übe mal über Youtube und mal schnappe ich einiges von Bernd auf. Mittlerweile können wir viel sprechen (auch auf Spanisch). Leider ist es aber noch immer so, dass wir kaum etwas verstehen; denn durch die Bank weg reden die Spanier hier in Andalusien wie die Maschinengewehre. Erschwerend kommt hinzu, das hier ein starker Dialekt gesprochen wird. Meist verstehen wir von einer 5 minütigen Antwort 5-6 Wörter und reimen uns dann alles zusammen. Das klappt erstaunlich gut. Heute morgen habe ich tatsächlich bis 9 Uhr geschlafen und es war draussen schon so warm, dass wir die Heizung auslassen konnten. Diese machen wir sonst am Morgen für 1 – 2 Stunden an. Dann steht in der Regel die Sonne so hoch, dass wir die Heizung wieder ausmachen können.

18.12.2018

Gestern hatte Bernd Geburtstag!! Er hatte Sarah, Alex und Jürg zum Kaffee und Kuchen eingeladen. Blöd nur, dass der Bäcker 9 Kilometer entfernt war. Ich war schon früh wach und als Bernd aufstand, hatte ich schon seinen Geburtstagstisch eingedeckt. Einen wunderbaren Frühstückstisch mit frischem Kaffee und Rührei.

In Ermangelung einer Glückwunschkarte bekam er eine Weihnachtskarte (wie eigentlich jedes Jahr… zum Glück kaufe ich jedes Jahr die Weihnachtskarten der Fuß-und Mundmaler, die mir immer zugesandt werden 🙂  ), die ich liebevoll beschrieben hatte, und die wir den Hand- und Fußmalern zu verdanken hatte. Zu Bernds großer Überraschung gab es dann sogar 2 Geschenke, die ich in Antirutsch-Matten (sie meint die, die man bei Wohnmobilen in die Schubläden legt) verpackt hatte, da wir kein Geschenkpapier hatten  (doch, aber Ines weiß es anscheinend nicht).
Bernd freute sich sehr. Er liebt es Geschenke zu bekommen und auszupacken (wer eigentlich nicht??). Als wir noch in unserem Haus wohnten, hat er sich tatsächlich selber Weihnachtsgeschenke gekauft und diese eigenhändig und mit viel Liebe eingewickelt, um sie dann am Tag der Bescherung wieder auszupacken (jetzt wisst Ihr alle endlich einmal, was ich für ein armer Kerl bin) .

 

Das er wusste, was darin war, tat seiner Freude keinen Abruch und manchmal wusste er auch gar nicht mehr, was er eingepackt hatte, weil es schon zu lange her war.
Bernds Lieblings kurze Hose bestand mittlerweile nur noch aus Löchern und Rissen und war so porös geworden, dass er unbedingt eine neue brauchte. Da traf es sich gut, dass Alex und Sarah letzte Woche nach Jerez zum Einkaufen gefahren waren. Ich gab den beiden Geld und eine alte Hose von Bernd mit und bat sie, eine neue mit vielen Taschen (darauf legt Bernd immer sehr großen Wert)
(na klar, als Mann muß ich ja auch immer alles tragen/mitnehmen wenn wir unser Wohnmobil verlassen; z.B. Schlüssel, i-phone, Geld, Tempotücher, Sonnenbrille, etc. …  Frauen haben ja keine Hosentaschen, oder ? … und Ines habe ich noch nie mit Handtäschchen gesehen) und ein dazu passendes T-shirt zu besorgen. Damit die Hose auch wirklich passen würde, sollten sie sie an der alten messen.
(Na Ines, da hast Du ja alles gut delegiert! …  daher von „mir“ hier einmal ein großes Dankeschön an Sarah & Alex; übrigens, im nächsten Jahr brauche ich neue Unterhosen und Ines gibt euch dann bestimmt im Vorfeld eine Alte !?  🙂   )

Alles klappte wunderbar und eben diese beiden Sachen bekam Bernd nun in besagten Rutschmatten überreicht. Vorsichtig wickelte Bernd sie aus und war ganz aus dem Häuschen. Sarah und Alex hatten genau seinen Geschmack getroffen und er probierte beides gleich an. Es saß wie angegossen.

Klasse, mal neue Kleidung … damit ich auf den Fotos nicht immer gleich aussehe 🙂

Nach dem gemütlichen Frühstück schwang Bernd sich dann auf sein Fahrrad, um den Kuchen für seine Geburtstagsgesellschaft zu besorgen. Das bedeutete 9 Kilometer nach Colorado, denn dort war der nächste Bäckerein und 9 Kilometer zurück. Bernd trat mächtig in die Pedale und war nach einer Stunde bereits wieder zurück.
Ich hatte derweil den Tisch und die Stühle raus gestellt und alles eingedeckt. Es dauerte auch gar nicht lange, da kamen Alex und Sarah mit den süßen Kindern. Diese schliefen aber fest in ihren Kindersitzen. Sarah hatte spanisches Omelette und ein Hähnchen mitgebracht. Das teilten wir uns jetzt alle. Mist, dabei hatte ich doch schon so gut gefrühstückt und gleich sollte es doch auch noch Kuchen geben, dem ich sowieso nicht würde widerstehen können. Egal, Figur ist ja eh versaut! (Ach, das ist ja mal neu hier!) Es schmeckte super!!! Kaum hatten wir aufgegessen, kam auch Jürg  und nahtlos gingen wir über zur Kaffeetafel.
Jürg hatte eine sehr gute Flasche Whiskey als Geschenk für Bernd mitgebracht. Darüber freute auch ich mich, denn Whiskey lieben wir ja beide ( in Cola).

Da Bernd auf der Finka jedem mehrmals seine kaputten Sandalen gezeigt hatte, wir hatten sie für 11 Euro im Sommer in Polen gekauft und nun waren die Sohlen durchgebrochen, bekam er von Sarah und Alex ein neues Paar. Sie passten perfekt und Bernd war glücklich. Außerdem hatten die beiden noch eine Schokoladentorte mitgebracht, die Sarah Bernd mit brennenden Kerzen überreichte.

Die war ausgesprochen lecker und wir alle schlugen uns den Bauch voll. Jürg ging es von all dem Süßkram später ziemlich schlecht und so gab es Wein zur Neutralisierung.

Zwischendurch wurden immer mal wieder die Kinder gefüttert, denn auch sie hatten Hunger. Nun kamen die Karten auf den Tisch und wir 4 spielten Doppelkopf. Dank Jürg, den wir die Kinder aufs Auge gedrückt hatten, weil er kein Doko spielt, schafften wir etliche Runden. Ich hatte ausnahmslos Sahneblätter und gewann haushoch.
Nun wurden die Kinder aber so hungrig, dass Sarah und Alex nach Hause fahren mussten, denn sie hatten keine Fläschchen mehr dabei. Auch Jürg verabschiedete sich recht bald. Nun ging die Sonne unter und wir ins Wohnmobil.

Ein toller Tag mit einem schönen Abendhimmel geht zu Ende!

Bernd zählte immer wieder seine Geburtstagsgrüße, die er per Facebook, Whatsap und telefonisch bekommen hatte und beantwortete tatsächlich 3 Stunden lang alle persönlich. Es waren, wie Bernd stolz wie Oskar feststellte mehr als 125 !!!! Anschließend ließen wir noch etwas die Glotze flattern und schliefen gegen 12 Uhr ein. Es war ein wirklich schöner Tag!!!

Das ist unser süßes Hauskätzchen, das mittlerweile jeden Abend und früh Morgens bei uns am Saloon erscheint und von uns etwas aufgepäppelt wird.

Nachtrag

Als ich heute zurück aus den Dünen kam, stand Bernd bei unseren Nachbarn. 2 Brüder, die mit einem 25 Jahre alten, selbstausgebauten Blutspendebus (aus Berlin) unterwegs sind. Die beiden sind Anfang 20 und arbeiten von unterwegs aus. Wir besichtigten ihren gigantischen Bus und da wir noch so viel Kuchen von gestern übrig hatten, luden wir sie zu uns ein. Nun kam auch Jürg wieder dazu und die Unterhaltung war ein Gemisch aus Deutsch, Holländisch und Englisch. Ich verzog mich ins Wohnmobil, weil ich unbedingt duschen und endlich einmal wieder Blog schreiben musste. Man kommt wirklich zu nichts, wenn ständig soviel Leute um einen rum sind.
Nachdem alle wieder weg waren, nahm Bernd seine Gitarre und spielte draussen bis zum Sonnenuntergang.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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