Womo

El Soto 07.12.2018 bis 14.12.2018

07.10.2018

Gestern hatten wir noch einen wirklich tollen Tag in Arcos de la Fronterra . Wir standen dort direkt am Strand und verbrachten dort den ganzen Tag. Laufen war wegen meiner imens schmerzenden Blase am Fuß nicht mehr angesagt und so saßen wir hier halt den ganzen Tag in der Sonne rum. Langweilig war es überhaupt nicht, denn weil hier der 06.12. ein Feiertag ist, kamen , wie in Spanien üblich, jede Menge Familien, die einen Ausflug hierher machten. Alle hatten sichtlich Spaß und wir jede Menge zum Gucken. Immer wieder kamen ein paar Jungs um zu Angeln. Diese waren nicht älter als vielleicht 11 Jahre und anscheinend für das Mittagessen zuständig, denn keiner angelte mehr als 2 Fische und fuhr wieder los. Die Fische bissen gut, denn gefühlt alle 7 Minuten hing einer am Haken. Bernd holte spaßeshalber eine Pfanne aus dem Wohnmobil und zeigte diesen den Jungs. Alle fragten ihn dann, ob er einen Fisch wolle. Wollten wir aber nicht, denn bei uns gab es heute „Fischstäbchen“, die Bernd zubereitete. Dazu gebratene Früchte und Reis. Sehr lecker. Vorher aber ging ich schwimmen. Natürlich war ich die einzige, die in das 16 Grad kalte Wasser ging. Ich hielt sogar 20 Minuten aus. Klar war es irre kalt, aber nach 5 Minuten spürte man seinen Körper gar nicht mehr und die Sonne schien mir warm ins Gesicht. Einfach herrlich!!! Gegen 17 Uhr machten wir dann den Saloon für die Abfahrt bereit, denn morgen gab es in El Soto eine Feier und da wollte Bernd Musik machen und ich etwas helfen. Außerdem mussten wir natürlich auch unsere Zwillinge unbedingt wiedersehen.
Während Bernd  das Wohnmobil fuhr, machte ich in diesem Klarschiff und bezog sogar die Betten neu. Ziemlich wackelige Angelegenheit, sag ich euch. Wir hatten nur 90 Kilometer zu fahren und trafen gegen 18 Uhr 30  auf der Finca ein.

Nach der herzlichen Begrüßung seitens Sarah und Alex, begutachteten wir erst einmal unsere Zwillinge. Sie war in den 10 Tagen mächtig gewachsen und benötigen schon wieder eine neue Kleidergröße.

Die letzten 2 Nächte hatten beide Verstopfung gehabt und deshalb viel geschrien. Das sah man Alex und Sarah an. Die beiden waren todmüde. Wir erzählten noch eine Stunde von unseren Erlebnissen und schickten die 2 dann ins Bett. Morgen wird es jede Menge zu tun geben und da sollten sie etwas ausgeschlafen sein. Ach, es war auch schön wieder hier zu sein, denn Sarah und Alex sind echt klasse. Bernd übte dann abermals Gitarre und ich legte mich vor den Fernseher. Meine Blase schmerzte entsetzlich und dazu kamen dann auch noch mein Restless legs. Ich hätte die Wände hochgehen können. Bernd hatte Mitleid und durchwühlte unsere Hausapotheke. Tatsächlich fand er Schmerztabletten, von denen ich mir eine reinpfiff und dann sogar noch ein Blasenpflaster. Dem Himmel sei Dank!! Die Wirkung setzte nach einer halben Stunde ein und ich konnte etwas schlafen.So ein Blasenpflaster ist echt was Tolles!!!
Nun ist es 8 Uhr und ich werde Bernd wecken. Dann werden wir alles für die 20 Gäste vorbereiten und bestimmt einen tollen Tag haben.

Ines Liebling Emilio in einer merkwürdigen Schlafposition. Er liegt dort, wie ein Jokey auf dem Rücken seines Pferdes.

08.12.2018

Als erstes wurden sämtliche Stühle und Tische vom gesammten Anwesen zusammen gesammelt und auf dem großen Patio verteilt. Nachdem sich der Nebel endlich verflüchtigt hatte, legte Sarah jede Mengen Tischdecken auf und bereitete alles vor. Damit sie dazu Zeit hatte, nahm ich ihr die Zwillinge ab. Zu mehr war ich nicht zu gebrauchen, denn mein Fuß schmerzte wieder einmal höllisch. Nach 4 Stunden, es war mittlerweile 1 Uhr, brachte ich sie frisch gewickelt und pappsatt zurück. Der Countdown lief. Jetzt war es nur noch eine Stunde bis zum Eintreffen der Gästeschaar. Sarah und ich machten Salate wie am Fließband. Bernd baute seine Musikanlage auf und Alex, der zuvor noch zum Einkaufen gefahren war, um Grillfleisch und Baguettes zu kaufen, schmiss den Grill an. Nun kam auch Jürg dazu und unterstützte uns tatkräftig, denn die Zeit lief uns davon. Die ersten Gäste trafen bereits ein und wir standen noch immer in der Küche. Alex kam hereingeschneit und setzte uns davon in Kenntnis. Sarah bat ihn dann, erstmal für die Gäste eine Führung durch die frisch renovierten Appartements zu machen, so hatten wir noch etwas Luft. Alex tat wie ihm geheißen und wir waren die Gäste erst einmal los und mit Volldampf arbeiteten wir weiter. Endlich waren wir fertig. Keinen Moment zu früh, denn nun trafen auch die restlichen Gäste ziemlich zeitgleich ein. Alle wurden aufs Herzlichste begrüßt und bekamen ein Getränk in die Hand gedrückt.

Ich hatte im Vorweg versehentlich 4 Flaschen Rotwein, anstatt Weißwein aufgemacht. Da Weißwein zum Mittag wesentlich häufiger getrunken wird, musste ich zusehen. dass der Rotwein wegkam und schenkte Bernd, Alex und mir ersteinmal ein großes Glas ein. Danach hatte ich auch schon einen Schwipps und ließ das Trinken danach sein. Wenn die Kinder wach werden würden, wollte ich mich um sie kümmern können und nicht durch die Gegend torkeln. Diese schliefen aber noch immer und ich hatte Zeit zum Ausnüchtern. Mittlerweile waren alle Gäste da. Sarah hatte mit 20 gerechnet, gekommen waren aber 27 und 7 Kinder.

Zum Glück brachte jeder irgendetwas zum Essen mit. So hatten wir eine ansehnliche Auswahl an Salaten auf dem Büffet und sage und schreibe 4 Sorten verschiedenste Nachspeisen. Bernd , der sich zuvor noch mit einem älteren spanischen Ehepaar unterhalten und dabei kein Wort verstanden hatte, fing an zu spielen. Das fanden zwar alle toll, aber fast niemand kannte auch nur ein Lied. In Spanien wird fast ausschließlich spanische Musik gehört. Das machte aber gar nichts, denn alle Gäste schienen sich ausgesprochen wohl zu fühlen.

Während Alex, wie ein Weltmeister das viele Fleisch grillte, wanderte Sarah von einem zum anderen und unterhielt sich mit jedem. Auch ich unterhielt mich mit fast allen. Das Problem war nur, dass auch ich, genau wie Bernd fast nichts verstand, denn hier in Andalusien verschlucken sie die Hälfte der Wörter und können einfach nicht langsam sprechen. Das machte aber rein gar nichts. Nun war das Fleisch fertig und schnell trugen wir unsere Salate raus. Das Büffet war eröffnet, aber keiner machte Anstalten der erste zu sein und so machte ich den Anfang. Danach war der Bann gebrochen und alle langten kräftig zu. Zwischendurch humpelte ich durch die Appartements und besorgte Nachschub an Tellern, denn es waren ja wesentlich mehr gekommen als angenommen. Die Zwillinge verhielten sich vorbildlich. Trotz des Krachs und der lauten Musik schliefen sie bis kurz nach 16 Uhr, also mehr als 3 Stunden. Dann hatten sie verständlicherweise Hunger und ich fütterte einen nach den anderen. Kaum war ich damit fertig, wurden sie mir von den Gästen entrissen und durch die Gegend getragen. Irgendwann holte ich einen nach den anderen zurück, denn jetzt war wickeln angesagt. Das sehnlichst erwartete große Geschäft, blieb aber noch immer aus. Was heißen soll, die Verstopfung dauerte an. Anschließend wurden die beiden noch einmal rumgereicht und dann nahm ich sie mit zum Wohnmobil.

Da hatten sie dann doch mehr Ruhe und konnten etwas runterfahren. Irgendwann kam auch Bernd und mit jeweils einem Zwilling auf dem Bauch legten wir uns aufs Bett und sangen den beiden etwas vor.

Sooooo gemütlich haben sich die Vier nach der Feier ein Päuschen verdient.

Das ging so lange gut, bis sich der Hunger wieder einstellte. Bernd rannte zum Haupthaus und besorgte 2 Fläschchen Milch. Als er wieder kam, es war halb 8, war Tiago allerdings wieder eingeschlafen. Dafür trank Emilio mit guten Appetit. Gegen 22 Uhr war die Feier vorbei und Sarah und Alex brachten Milchpulver, Windeln und Schnuller für die Nacht. Damit Alex und Sarah mal etwas schlafen konnten, hatten wir nämlich angeboten, die beiden Zwerge bei uns schlafen zu lassen.
Alex und Sarah verabschiedeten sich liebevoll und etwas wehmütig von ihren beiden Lieblingen und gingen schlafen. Da Tiago immer noch schlief, wollten wir solange aufbleiben, bis auch er getrunken hatte und sahen ganz leise fern. Immer noch jeder ein Kind auf dem Bauch. Es wurde tatsächlich halb 2, bis Tiago endlich erwachte. Hätten wir das eher gewusst, hätten wir natürlich schon eher geschlafen. Emilio war nun auch wieder wach und während ich ihn fütterte, fütterte Bernd“ seinen “ Tiago. Danach wurden noch einmal die Windeln gewechselt und nun ging es ans Schlafen. Bernd ließ dafür das Hubbett runter und schlief mit Tiago dort.

So habe ich nun auch das 1. Mal im Hochbett unseres Saloons geschlafen.

Emilio und ich schliefen in unserem normalen Bett. Da wir alle todmüde waren, schliefen wir sofort ein. 3 Stunden später erwachte Emilio und ich bereitete die Milch zu. Das dauerte natürlich etwas und Emilio verkündete lautstark was er davon hielt. Von Bernd, der natürlich auch vom Geschrei wach wurde, kam der Hinweis, dass ich mich mal beeilen sollte, da meiner sonst seinen wecken würde. Das ist aber Quatsch, denn aus der Vergangenheit wusste ich, dass die beiden sich am Geschrei vom anderen überhaupt nicht stören lassen, sondern von ganz alleine aufwachen. 15 Minuten später, Emilio war dank der Flasche in seinem Mund schon längst ruhig, erwachte Tiago und forderte sein Recht ebenso lautstark ein, wie zuvor Emilio. Ich hatte das Fläschchen für Tiago bereits zeitgleich mit Emilios fertig gemacht und so konnte Bernd ihn sofort beruhigen. Danach wickelten wir dann nacheinander und schliefen wieder ein.
Gegen halb 8 waren dann beide wieder wach und für uns die Nacht zuende. Fazit: 3,5 Stunden Schlaf!!

Wow, eine tolle Aussicht aus dem Hubbett, bis hinten ins Schlafzimmer. We love our Saloon!!!

Gegen 10 Uhr, brachten wir die beiden dann zu ihren Eltern zurück, die diese schon ganz sehnsüchtig erwarteten. Ich war den ganzen Tag todmüde und echt kaputt und fragte mich ernsthaft, wie Alex und Sarah das mittlerweile 6 Wochen durchhalten. Respekt!!!

2 echte Freunde!! Emilio (ca. 7 Wochen) & Ines (ca. 2.799 Wochen) 🙂

Am Nachmittag waren wir dann noch bei Gästen von gestern, die hier ganz in der Nähe wohnten eingeladen. Ich war aber so groggy, das ich beschloss hier zu bleiben. Bernd blieb bei mir. Er war zwar wesentlich munterer als ich, hatte aber keine Lust. Und so saßen wir gemütlich in der Sonne und scrabbleten ganz entspannt.

09.12.2018

Morgen sollte nun unser Wohnmobil in die Werkstatt und wir packten unsere Sachen. Vorraussichtlich ist unser Saloon für 3 Tage weg und wir zogen für diese Zeit in eine der Ferienwohnungen auf der Finca. An alles musste gedacht werden und es kam allerhand zusammen. Kurzerhand besorgte ich eine Schubkarre und Bernd machte unseren Umzug mit dieser ganz alleine.

Am Ende des Arbeitstages stand dann noch der „Umzug“ an. Zum Dank gab es am Abend eine ausgiebige Dusche!

Überhaupt war er heute sehr sehr fleissig, denn den gesammten Tag putze und schrubbte er unser Womo von außen. Dort hatten sich jede Menge Regen-Schlieren gebildet, die unschön von oben nach unten liefen. Da wir das Wohnmobil lange nicht geputzt hatten, waren diese nun nur sehr schwer zu entfernen und Bernd fluchte den ganzen Tag laut vor sich hin. Ich wollte auch nicht untätig herumsitzen und räumte zur Feier des Tages mal wieder meine Staufächer und Schränke auf, bevor ich das Wohnmobil grundreinigte. Danach war für mich noch jede Menge Zeit in der Sonne zu sitzen und zu lesen. Am späten Nachmittag luden Sarah und Alex uns zum Essen ein. Es war noch jede Menge von vorgestern übrig und wir schlugen uns den Bauch voll.
Nun wurde es Zeit loszufahren, denn da wir morgen früh in der 90 Kilometer entfernten Werkstatt sein sollten, hatten wir beschlossen schon am Abend loszufahren. Bernd fuhr vorraus und ich mit Alex Bulli hinterher. Direkt vor der Werkstatt auf einem Grünstreifen an einer dichtbefahrenen Strasse schliefen wir.

10.12.2018

Am folgenden Morgen gaben wir unser Schätzchen dann dort ab und Bernd erklärte noch einmal mit Händen, Füßen und seinen Spanisch-Kenntnissen , auf was alles geachtet werden müsste. Ich hoffe alles geht gut. Wir machten uns dann auf den Rückweg und kauften vorher noch bei Carrefour ein, denn ich wollte heute wieder mein Curryhuhn indonesisch für uns vier machen und dafür fehlten sämtliche Zutaten. Auch heute ist es mit 22 Grad und wolkenlosem Himmel wieder fantastisches Wetter.
Ich sitze neben Bernd im Bullo, schreibe Blog mit Bernds PC, während er fährt und sende ganz liebe Grüße an Euch alle.

15.12.2018

Nachdem wir 3 Tage in dem Ferienhaus geschlafen hatten und das ausgesprochen gut, was daran lag, dass das Häuschen 2 Schlafzimmer hatte und wir getrennt schliefen ( Himmlisch, soviel Platz im Bett und keiner der schnarcht!!!), konnten wir unser Auto wieder abholen. (Übrigens, Bernd genoss das Alleinschlafen auch sehr und schlief in der ersten Nacht sage und schreibe 12 Stunden durch, danach dann nur noch 10).

Während Bernd mit Jürg, (der hatte sich freundlicherweise angeboten, Bernd zu fahren) sich auf den Weg zur Werkstatt nach Sanlucar de Barameda machte, packte ich abermals unsere Sachen in die Schubkarre und machte das Apartement wieder sauber.
Hier hatte sich einiges verändert, denn Bernd hatte in den vergangenen Tagen einen großen Spiegel im Schlafzimmer angebracht, Bretter zurechtgesägt und lackiert und aus diesen dann zwei Regale gemacht, die er im Bad montiert hatte.

Außerdem wurde noch ein Bild und ein Wandbelag aufgehängt und schon sah es sehr wohnlich aus.
Gegen Mittag kam Bernd zurück und wir zogen wieder in unseren Saloon. So schön es auch in der Ferienwohnung war, lieben wir unser Wohnmobil doch sehr und freuten uns wieder daheim zu sein.

Bernd kontrollierte als erstes, ob die Werkstatt auch gute Arbeit geleistet hatte und stellte fest, dass eins der beiden Einstiegsbleche nicht geschweißt worden war. Ich war echt sauer. Nicht auf die Werkstatt, denn die hatte ansonsten gute Arbeit geleistet, sondern auf Bernd, der es vor Ort prüfen wollte und sollte. Theoretisch hätten wir nämlich das Auto schon am Abend zuvor abholen können. Das wollte Bernd aber nicht und zwar mit der Begründung, dass er bei Tageslicht besser sehen könne, was die Mechaniker gemacht haben. Na, da hat er aber seinen Job echt scheisse gemacht und bei uns hing ersteinmal der Haussegen schief. (Na, da seht Ihr mal, ich habe es auch nicht immer leicht. Ich atme dann meist tiiiiiief durch und denke mir …  lass sie mal meckern! ) Schließlich ist die Werkstatt 100 Kilometer entfernt und nicht mal eben so um die Ecke. Ich brauchte eine komplette Scrabble-Runde, um mich wieder zu beruhigen. Ansonsten sieht der Unterboden nun wieder top aus  und wir gehen davon aus, das die Leute ihr Handwerk verstehen und vor dem Draufknallen des Unterbodenschutzes den Rost auch tatsächlich entfernt haben. Die Kosten beliefen sich auf 1.175 Euro. Der Kostenvoranschlag aus Deutschlands Werkstätten varierte zwischen 3500 und 5000 Euro. Das liegt daran, dass dort die Stundenlöhne bei 100 Euro liegen und hier bei ca. 36 Euro !!!

Gestern waren Sarah und Alex in Jerez. Es fehlten noch ein paar Möbel für die Apartements und ich kümmerte mich derweil um die Kinder. Da bei der ersten Fütterungsrunde, beide zeitglich Appetit verspürten und zwar so sehr, dass man denken konnte, sie stünden kurz vor dem Hungertod, fütterten Bernd und ich gemeinsam. Bernd, wie üblich Tiago und ich Emilio. Tiago hatte sein Fläschchen innerhalb von 7 Minuten ausgetrunken. Emilio brauchte sage und schreibe 30 Minuten. Anschließend ging Bernd zurück zum Wohnmobil und erledigte dort alles, was zu tun war und das war nicht wenig. (Zudem entdeckte ich plötzlich, dass wir Kühlflüssigkeit verlieren … es tropfte unterm WoMo 🙁  ,  also Ursache suchen !  Nach ein paar Minuten gefunden: Ein Leck an den Schläuchen vom Motorwärmetauscher!  Also war wieder eine kleine Reparatur angesagt.)
Ich wickelte und machte dann Klarschiff im Haus. Die Kinder waren so lieb und schliefen noch einmal kurz ein. Bei der nächsten Wachphase, hatten beide die Hosen randvoll und da Alex mich gebeten hatte, die beiden zu baden, nahm ich nun dieses zum Anlass und ließ die Wanne volllaufen. Bei exakt 37 Grad ließ ich zuerst Emilio in die Wanne. Zuerst gab es ein Mordsgeschrei, aber dann beruhigte er sich und genoss das warme Wasser. Nach 5 Minuten ging es dann raus und abermals gab es heftigen Protest. Ich wickelte ihn in das vorgewärmte Handtuch und das schien ihm zu gefallen, denn von da an war Ruhe. In frischen Klamotten legte ich ihn dann ins Bett, wo er sofort einschlief. Nun kam Tiago dran. Er machte ebenfalls ein Mordsgeschrei. Und das hielt tatsächlich an, bis er komplett wieder angezogen war und erschöpft einschlief.
Nun hatte ich Zeit, um zu saugen und zu wischen, die Küche auf Vordermann zu bringen und eine Waschmaschine anzustellen. Schnell noch Staub gewischt, etwas Wäsche zusammengelegt und dann war schon wieder Raubtierfütterung angesagt. Zwar schliefen die beiden noch immer, aber mein Ziel war es, die beiden zu wecken, damit sie schlafen würden, wenn wir später Doppelkopf spielen. Beide verputzen die Fläschchen anstandslos, wurden aber leider nicht wach dabei. Beim anschließenden über die Schulter hängen und Rückengeklopfe zwecks Bäuerchens ebensowenig. Ich konnte wirklich machen, was ich wollte, sie schliefen wie zwei Steine.
Endlich kamen Alex und Sarah zurück und schnell wurde das Kartenspiel geholt und Bernd Bescheid gesagt, dass wir eine Runde Doppelkopf spielen wollten. Bernd kam nach 5 Minuten und kaum waren die Karten verteilt, waren die Kinder plötzlich hellwach. Sarah und ich wechselten uns ab mit dem Kinderwagengewackel. Das nützte aber nur kurz etwas und beide wurden quengeliger. Phase zwei begann. Die sieht so aus, dass einer von uns den beiden den Babys immer wieder den Schnuller in den Mund steckt. Das bescherte uns weitere 5 Minuten, war aber etwas stressig. Dann kam Phase 3. Es wurde wieder gewickelt. Auch das trug nicht zur Zufriedenheit bei und so kam es dann zum Finale. Die Flaschen!!!! Zwar hatten sie vor gerademal einer Stunde ein solches, da sie aber geschlafen hatten, hatten sie es wohl scheinbar nicht mitbekommen.
Zeitgleich wurden nun auch die heute gekauften Möbel geliefert und das wars dann mit Doppelkopf. Bernd und ich gingen zum Wohnmobil und da wir mächtig Hunger hatten, ich war überhaupt nicht zum Kochen gekommen (verstehe ich gar nicht, was hast Du denn den ganze Tag gemacht ??  🙂 🙂 🙂 , schoben wir uns eine Pizza in den Backofen und vertilgten sie vorm Fernseher.

Heute wollen wir endlich mal wieder nach Roche. Das Wetter ist super, wenn es auch auf 16 Grad abgekühlt ist. Roche ist ja unser absoluter Lieblingsplatz und dort wollen wir übermorgen Bernds 55 zigsten Geburtstag feiern. Ansonsten haben wir es herrlich weihnachtlich gemütlich in unserem Saloon.

Und Abends, wenn es dunkel ist, kommt sogar Weihnachtsstimmung auf.

Der (unscharfe) Blick von draußen in unser weinachtlich beleuchteten Saloon. Nun werden wir einen Tee trinken und Spekulatius essen.

Am 23.12. werden wir nach El Soto zurückkehren, weil wir hier gemeinsam mit 14 Personen Weihnachten feiern wollen. Damit wir auch etwas zum Auspacken haben, hatten Alex und Sarah die gute Idee zu wichteln. Dafür kauft jeder ein Geschenk für 10 Euro und Heiligabend wird dann darum geknobelt. Bernd und ich haben tolle Geschenke in einem Laden in Barbate gefunden und am Liebsten würde ich mein eigenes  erknobeln :-).

So liebe Leser, wir wünschen euch einen tollen dritten Advent!

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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