Womo

Gibraltar und La Linea – 09.01.-10.01.2019

Wieder mal Zeit ein Update zu machen!

Nachdem wir Elke und Rainer verabschiedet hatten, ging es 50 Kilometer zurück nach Roche. Dort waren tatsächlich schon wieder 2 Autos aufgebrochen worden. Dank unserer Alarmanlage, die jetzt öfter im Einsatz ist, sobald wir uns auch nur ein paar Meter vom Saloon entfernen, fühlen wir uns aber sicherer.
Das Wetter war wie immer in den letzten Wochen super und Bernd und ich verbrachten unsere Zeit ausnahmslos draußen. Jedenfalls bis 18 Uhr 30. Dann geht die Sonne unter und es wird kalt.

Zurück vom Body-boarden. Hier kann man schon mal erahnen, wie dieser alte Mann dann später ohne Haare aussieht. Genau … einfach klasse 🙁

Unser Mobil ist allerdings vom Tag immer so aufgeheizt, dass wir nie die Heizung einschalten müssen. Zwischendurch bekamen wir unverhofften Besuch von Anne, Gwen,Fabi und eine weitere Freundin, die allesammt noch immer auf der Finka von Alex und Sarah zu Besuch sind und einen Ausflug in die Berge gemacht hatten. Da es für sie morgen zurück nach Deutschland ging, wollten sie sich noch von uns verabschieden. Grund genug unsere letzten Bierreserven mit ihnen zu teilen.

Anne ist Fotografin und brauchte noch ein Armmodel. Ihr Auftraggeber wollte Werbefotos von seinen Uhren und kurzerhand wurden mir diese umbebunden und fotografiert. Anne meinte nämlich, ich hätte die braunsten Arme. Zwar war ich einverstanden, aber nur unter der Bedingung wirklich nur den Arm zu fotografieren. Aus zwei Gründen. Der erste ist ja hinreichend bekannt. Der zweite war, dass ich rumlief wie Schlunz. Ich hatte nämlich noch immer mein Schlaf-T-shirt an, welches nicht das Schönste ist und zusätzlich mit Zahnpasta beklettert. Mein Arm aber konnte sich sehen lassen, denn wenn ich mit einem Körperteil zufrieden bin, ist es mein Arm. Naja, mein Unterarm! Zum Dank durfte ich eine Uhr behalten. Klasse, oder?
Bernd wurde dann noch überredet Gitarre zu spielen und das tat er auch, bis die Sonne unter- und das Bier ausging. Danach ging es für die 4 zum letzten Mal zurück zur Finca.
Wir verbrachten noch einen weiteren tollen Tag in Roche, bevor wir uns am 09.01. auf den Weg nach La Linea machten. Das ist der spanische Ort unmittelbar vor Gibralter, wo wir uns am nächsten Tag abermals mit Elke und Rainer treffen wollten.

… der Felsen von Gibraltar ist schon von weitem zu sehen.

Die waren nun mit ihrem Kreuzfahrtschiff auf dem Rückweg von den kanarischen Inseln. Ihr Schiff sollte am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe im Hafen von Gibraltar einlaufen. Nach La Linea waren es gut 120 Kilometer und diese fuhren wir doch tatsächlich in 2 Etappen. Unser Zwischenziel war Punta Paloma. Da wir spät aus Roche weggekommen waren, kamen wir dort aber erst am Abend an. Dort war es herrlich und wir beschlossen einheitlich, auf dem Rückweg abermals einen 2-Tagestopp hier einzulegen.
Jetzt mussten wir aber erst einmal weiter. Unterwegs kauften wir noch Wein, Wasser und Kuchen ein, denn in La Linea hatte sich unverhoffter Besuch angemeldet. Ehepaar Pfeiffer. Von den beiden hatten wir genau vor 2 Jahren unser geliebtes Wohnmobil gekauft. Die zwei waren zufällig ganz in der Nähe mit ihrem neuen Wohnmobil und Dank des Blogs informiert, dass wir unterwegs nach Gibralter waren. Wir freuten uns riesig, denn waren uns die beiden doch vom ersten Augenblick sehr sympathisch gewesen. Das Treffen war für 14 Uhr anberaumt worden. Zeit für uns, die wir schon um 12 Uhr vor Ort waren, noch schnell mit den Rädern nach Gibraltar zu fahren und 2 Stangen zollfreie Zigaretten zu ergattern. Gesagt, getan und los ging es.
Die Grenze lag nur 2 Kilometer vom Stellplatz entfernt und ruck zuck waren wir dort. Da Gibralter mit seinem Affenfelsen, auf den 160 Affen leben, zu England gehört, mussten wir unsere Pässe vorzeigen. Der Grenzbeamte war dermaßen freundlich und nett, dass wir ganz verdattert waren.
Nach circa 300 m führte uns unser Weg tatsächlich über das Rollfeld des Flughafens.

Mitten auf der Landebahn !! Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl.

Irre wie kurz die Landebahn hier ist und noch irrer, dass lediglich die Ampeln auf Rot geschaltet -und die Strasse gesperrt wird, wenn ein Flugzeug landet. Wir waren echt geflasht und sahen zu, dass wir dort wegkamen.

Schnell noch ein Foto vom Affenfelsen, bevor die nächste Boing 747 uns umnietet! 🙂

In Gibralter bekamen wir dann einen regelrechten Kulturschock. Hier war die Hölle los. Neben den 34000 Einwohnern waren gefühlsmäßig noch 250000 Besucher unterwegs. Die Strassen waren eng, überall gab es Baustellen, Fahradwege gab es fast keine, über die Fußwege schoben sich die Menschenmassen und es herrschte ein mordsmäßiger Verkehr. Schon nach kurzer Zeit waren wir richtig gestresst. So etwas kennen wir gar nicht mehr.

Auf Gibraltar gibt es sogar ein „World Trade Center“ !

Kurze Zeit später waren wir am hässlichen Hafen und weiter ging es in die Mainstreet. Dort schoben sich die Menschenmassen vorbei an den unzähligen Geschäften und Dutyfreeshops. Alles war very british und so gar nicht unser Ding. Der Marktplatz mit seinen zig Restaurants und hunderten von Sitzplätzen davor, war aber recht hübsch. Wir kauften die besagten Zigaretten und machten eiligst die Biege. Ohne durchsucht zu werden, passierten wir abermals die Grenze und waren endlich wieder auf spanischen Boden. Zu schade, dass wir nicht ein paar mehr Zigaretten gekauft hatten, ärgerte ich mich.
Auf dem Weg zurück zum Stellplatz, besuchten wir noch schnell einen spanischen Markt. Dort gab es schier alles. Wir aber  waren etwas in Eile, denn unser Besuch würde bald da sein. Die Zeit reichte gerade noch, um uns einen riesigen Hamburger, für sage und schreibe 2,25 Euro, einzuverleiben. Der war richtig lecker.

Während wir dort so saßen und aßen, bemerkten wir einen  dunkelhäutigen Bettler am Straßenrand sitzen. Der tat mir so leid, dass ich ihm unser restliches Kleingeld von 6 Euro gab. Selten so leuchtende Augen gesehen. Für uns heißt das 3 Tage Spagetti. Super, die bekommt auch Bernd hin und ich muss nicht kochen. Zurück beim Wohnmobil wurde schnell der Tisch gedeckt und da kam Familie Pfeiffer auch schon mit ihrem 4 räderigen Motorrad angebraust.

Ein tolles Gefährt, dieses 4-rädrige Motorrad!

Sie winkten schon von weitem, denn natürlich hatten sie ihr altes Wohnmobil sofort erkannt. Ihren Hund hatten sie auch dabei und alle 3 wurden aufs Herzlichste begrüßt. Die beiden hatten ebenfalls Kuchen mitgebracht. Wo soll das nur noch mit mir enden? Außerdem eine Flasche Sekt, mit der wir als erstes anstießen. Was gab es nicht alles zu erzählen?? Bei Kaffee, Bier und Sekt quasselten wir um die Wette. Hans und Beate hatten allerhand Interessantes zu berichten und die Stunden flogen nur so dahin.

Der Hund war total süß und benahm sich vorbildlich. Die Zeit verging wirklich viel zu schnell und es wurde schon dämmerich, als sie sich auf den Rückweg machten. Da sie aber noch bis März in Spanien unterwegs sind, hoffen wir sie noch einmal wiederzusehen. Vielleicht in Roche??? Das wäre super!!! An dieser Stelle noch einmal liebe Grüße an euch beide!!!!

Dieses Foto habe ich von unserem Stellplatz (am Stadio) aus gemacht. Am Abend und über Nacht werden die Affen – also der Affenfelsen – beleuchtet. Könnte jetzt herhalten für die Werbung von: „Schneekoppe“

Am nächsten Tag standen wir zeitig auf und machten uns wieder auf den Weg zur Grenze. Wir hatten uns mit Elke und Rainer in der Mainstreet verabredet und trafen gleichzeitig dort ein. Der Urlaub schien ihnen gut zu tun, denn sie sahen nicht mehr gar so abgekämpft aus, wie letztes Mal. Farbe hatten sie auch bekommen und fröhlich begrüßten wir uns.
Kurze Zeit später klingelte Rainers Telefon. Es war ein Mitarbeiter ihres Hotel. Dieser erklärte Rainer, dass in der Nacht zuvor im Hotel eingebrochen wurde. Unter anderem wurde auch Geld gestohlen. Merkwürdig war nur, dass es keine Einbruchsspuren gab. Blöd, denn dann zahlt in den meisten Fällen auch keine Versicherung. Wie gut, dass es aber Kameras im Hotel gibt. Rainer gab Anweisung, diese auszuwerten. Nach kurzer Zeit gab es dann Bilder von dem Einbrecher. Der kam meiner Schwester und meinen Schwager merkwürdig bekannt vor. Da er aber ein Tuch bis über die Nase geschlungen hatte, konnten sie ihn nicht mit Sicherheit erkennen. Kurze Zeit später folgten noch 2 Fotos. Dieses Mal hatte der Einbrecher, kein Tuch mehr um. Es war der ehemalige Frühstückskellner. Wie blöd muss man sein???? Der wusste doch, das es dort Kameras gibt!! Rainer rief die Polizei an und die wollten dem jungen Mann sofort einen Besuch abstatten. Tja, echt dumm gelaufen!!
Nach den etlichen Telefonaten erkundeten wir die ganze Insel. Nur zu den Affen gingen wir nicht, denn meine Schwester hatte schon einmal sehr schlechte Erfahrungen mit dieser Sorte von Tieren gemacht. Damals hatte sich ein Affe an ihrem Rucksack zu schaffen gemacht und sich an diesem festgeklammert. Es war ein harter Kampf das Tier loszuwerden. Irgendwann war es aber geschafft und Elke sehr erleichtert. Kurze Zeit später bemerkte sie einen beißenden Geruch. Der Affe hatte ihr tatsächlich auf den Rucksack geschissen. Dieser landete dann nebst Inhalt auf dem Müll. Dies alles passierte vor etlichen Jahren in irgendeinem Freizeitpark, in dem Elke, Rainer mit ihren beiden Kindern unterwegs waren. Seither mag nicht nur Elke keine Affen, sondern ihre Kinder ebenfalls nicht. Leicht traumatisiert, alle drei!!

Real british Bobbys sind hier unterwegs. Leider sehr schnell und von vorne wollten sie sich nicht fotografieren lassen.

In einem der zahlreichen Ledergeschäften probierte ich eine tolle Jacke an. Sie gefiel mir ausnehmend gut, aber der Preis von 350 Euro war wirklich etwas unverschämt. Das sah der Verkäufer ebenso, denn er ging ziemlich schnell auf 120 Euro runter. Immer noch viel Geld dachte ich und bat- mir Bedenkzeit aus und ihn darum, mir die Jacke für eine Stunde zurück zu legen.  Ich war hin- und hergerissen. Einerseits brauchte ich unbedingt eine neue Jacke, andererseits waren 120 Euro echt viel Geld. Eigentlich hatte ich ja auch eine Jacke. Nämlich meine sogenannte Kühlhausjacke. Diese hatte ich einmal für 5 Euro bei ebay erstanden und war eine Jacke für Leute die in Frostern arbeiten. Mollig warm, extrem schwer, 2 Nummern zu groß, tiefschwarz und extrem hässlich. Bernd hasste diese Jacke und noch mehr hasste er, mich in dieser Jacke zu sehen. Irgendwie war das ein Grund, zumindest mal über eine neue Jacke nach zudenken. Unschlüssig lief ich hin und her und befolgte dann Elkes Ratschlag. Diese empfahl mir, mich im nächsten Lederladen umzusehen. Das tat ich dann auch. Hier gab es ebenfalls eine tolle Jacke. Die anderen waren sogar der Meinung, sie wäre noch toller als die erste. Der Preis war ebenfalls astronomisch und abermals wurde schnell runtergehandelt. Allerdings auf 140 Euro. Das waren 20 Euro mehr als die Jacke aus dem ersten Geschäft. Für mich war daraufhin die Sache klar und ich verabschiedete mich höflich und wandte mich zum Gehen. Das rief nun den Chef auf den Plan und er fragte, warum ich sie nicht wollte. Im anderen Geschäft bekomme ich eine für 120 Euro, sagte ich und drängelte mich an ihm vorbei. 100 Euro schrie er mir dann  von hinten ins Ohr und ich musste nun nicht mehr überlegen. Bernd zückte unsere Kreditkarte und der Kauf war perfekt. Hach, ist die Jacke schön!!!!!!! Ich war happy.
Ein Foto von der Jacke mit der schönen Ines drin gibt es im nächsten Beitrag; denn unterwegs hatten wir davon kein Foto gemacht und wo ich jetzt gerade die Fotos in den blog setze macht Ines ein kleines Nickerchen! 🙂

Mittlerweile waren wir 10 Kilometer gelatscht. Grund genug irgendwo einzukehren. Vor einem Lokal ließen wir uns nieder und aßen eine Kleinigkeit. Natürlich tranken wir auch etwas.

Das Essen war spottbillig, aber über die Getränkepreise hätten wir uns vorher informieren sollen. Ein Bier 0,3 Liter kostete sage und schreibe 4,20 Euro. Und wir hatten jeder 3-4 davon. Die Rechnung konnte sich sehen lassen. Echt ne Frechheit. Kein Wunder, dass man nur die Speisekarte zu sehen bekommt, ohne Getränkeverzeichnis. Na, da werden wir nicht noch einmal einkehren. Das haben sie nun davon. Nun ließen wir uns auf einer Bank noch die Sonne ins Gesicht scheinen und Rainer und Elke erzählten uns, wie es auf dem Schiff zuging. Es war ein wirklich schöner Tag und war viel zu schnell vorbei.
Gegen halb 5 mussten die beiden zurück aufs Schiff und wir drückten uns noch einmal ganz doll, schließlich sehen wir uns erst in 8 Monaten wieder. Bernd und ich kauften dann abermals Zigaretten und machten uns dann auch auf die Rückfahrt.

Zurück am Stellplatz. Dieser liegt links von der Strasse, aber mit Blick auf den Atlantik.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann zuerst einkaufen und dann wieder nach Punta Paloma, wo wir einen herrlichen Tag in den Dünen verbrachten, 2 Runden scrabbleten und spanisch lernten. Heute, am 12.01. ist es hier sehr sehr windig, bei strahlendem Sonnenschein.

Ganz liebe Grüße an euch alle!

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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