Womo

27.05.2019 Endlich eine neue Scheibe!!!

Hallo Leute !!

Der Termin in Melle, zwecks Auswechlung der Scheibe war zwar erst morgen, aber weil unterwegs Regen angesagt gewesen war, waren wir schon gestern Abend hier in Melle bei der Firma “ Zentrale Autoglas“ eingetroffen. Weil Sonntag war, war natürlich kein Mensch hier, aber wir hatten den Code für das Roll-Tor bekommen, welcher uns ermöglichen sollte auf das Betriebsgelände zu fahren. Ein weiteres Wohnmobil parkte ebenfalls schon vor dem Tor. Der Besitzer, ein Schweizer, hatte den Code ebenfalls bekommen, meinte aber, das Tor würde sich nicht öffnen. Bernd musste also ran! Nach einiger Zeit gelang es ihm dann und das Tor rollte auf. Das Problem war einfach gewesen, dass man vor und nach der Eingabe der Zahlen jeweils auf das Schlüsselsymbol drücken musste. Das muss einem doch gesagt werden, oder? Nacheinander fuhren dann das 14 to schwere amerikanische Wohnmobil des Schweizers mit sagenhaften 12 Metern Länge und wir auf das Betriebsgelände.

Ein Monaco -Windsor mit einem gewaltigen Slide-Out und 8,3 ltr-Dieselmaschine!!  Daneben wirkte selbst unser Saloon mal sehr klein. Kein Wunder, mit mehr als 3,6 m Höhe, 2,55 m Breite und 12,5 m Länge !! Für unsere Reisegewohnheiten und Orte ist so ein geiler „Ami“ aber nichts … viel zu groß und zu schwer… aber trotzdem imposant!! Vielleicht lasse ich unseren Saloon mal so oder ähnlich folieren !?

Das war wirklich toll und es gab sogar 3 Stellplätze mit Strom- und Wasseranschluss. Da es nachts regnete, schliefen wir nicht so besonders, denn natürlich leckte es wieder ins Auto. Das hatte nun hoffentlich bald ein Ende.

Am nächsten Morgen waren wir schon früh wach und Bernd war gerade am frühstücken, da kam schon der Innendienstleiter und besah sich ziemlich kleinlaut das Dilemma. Da Bernd im Vorweg ständig Alarm gemacht hatte, unzählige Regenvideos , Fotos  und zahlreiche Berichte geschickt hatte, waren wir bekannt wie ein bunter Hund und durften mit unserem Gefährt sofort in die Halle rollen.

Da steht er nun im „Operationsraum“ und wird langsam ausgepackt und dann „notoperiert“.
Die professionellen Monteure kamen aus dem „Kopfschütteln“ gar nicht mehr raus… sowas hatte hier noch niemand gesehen; und ich bekam für meine Verpackungskünste und Mut (damit zu fahren) fast den Wohnmobil-Fahrer-Nobelpreis 🙂

Dort wollte man dieses Mal wirklich auf Nummer Sicher gehen und hatte 3 verschiedene Scheiben parat. Vorsichtig wurden sämtliche Kleber entfernt und ratzfatz war die alte Scheibe draußen. Nun wurde Scheibe Nummer 1 eingesetzt. Die passte aber nicht. Nummer 2 und 3 allerdings auch nicht, wie sich dann herausstellte. Das ist allerdings wohl ganz normal, denn die Scheiben müssen angepasst werden. In den voherigen Auswechselungen wurde immer nur unterfüttert und mit Gummis abgedichtet. Das dass nicht funktionierte war mittlerweile allen klar und so wurde die größte Scheibe, die eigentlich zu groß war, geschliffen und wieder eingesetzt. Die Mitarbeiter gingen diesmal wirklich behutsam vor, wollten keinen Fehler mehr machen und setzten die Scheibe wieder ein. Sie war noch immer zu groß. Also Scheibe wieder raus und dieselbe Prozedur begann von neuem.
Das wiederholte sich noch etliche Male und ich nutzte die Gunst der Stunde und putzte unser gesamte Mobil von außen. Die Gelegenheit mal bis ganz nach oben zu kommen war einmalig, denn es stand eine Superleiter in der Werkstatt rum, die ich auf Nachfrage benutzen durfte.

Ines in ihrem Element; und so lernt sie unseren Saloon auch maloberhalb der 1,90m-Marke kennen 🙂

Überhaupt waren alle sehr nett und ein ums andere Mal wurden wir gefragt, ob wir noch einen Kaffee oder ähnliches wollten. Selbst ein Firmenwagen wurde uns angeboten, mit welchen wir die Gegend unsicher machen konnten. Doch das wollten wir auf keinen Fall.

Für Ines galt es auch viel Wartezeit zu überbrücken. Also Camping im Windschatten des dicken Amis auf der grünen Wiese.

Bernd überwachte die ganze Angelegenheit mit Argusaugen. Dieses Mal sollte echt nichts schief gehen, denn 2 Jahre mit kaputter Frontscheibe reichte uns wirklich.

Anruf vom NDR-Fernsehen

Zwischendurch ging einmal das Telefon. Vor etwa einer Woche hatte ich eine Mail vom NDR bekommen, in der gefragt wurde, ob wir bereit wären, etwas über unser Leben zu erzählen. Sie hatten nämlich den Blog gelesen und fanden ihn irgendwie interessant. Ich antwortete, dass wir eh demnächst in Deutschland seien und wir sicher noch ein paar Zeitfenster hätten. Allerdings vergaß ich es dann sofort wieder und berichtete Bernd  erst 3 Tage später davon. Diese Dame vom NDR war nun dran und wollte einen Termin ausmachen. Wie sich herausstellte, war sie gar nicht vom Radio, sondern vom Fernsehen. Irgendwie setze ich NDR immer mit Radio gleich. Nun ja, Fernsehen ist ja auch nicht schlecht, dachte sich Bernd und schnell war ein Termin gemacht. In knapp 2 Wochen soll der Dreh stattfinden. Vor der Ausstrahlung sagen wir euch natürlich Bescheid. Zurück zum Thema:

Nach geschlagenen 8 Stunden war das Werk vollbracht und alle Mitwirkenden ganz stolz über das Resultat.

Juhu, es ist vollbracht. So einen sauberen Blick auf die Vorderfront hatten wir (und auch Ihr beim Betrachten unserer Fotos) schon laaaaange nicht mehr, gell? Und so soll es nun auch bleiben !!

Auch der Vertriebsleiter und der Marketingleiter der Wohnmobil-Sparte waren immer wieder vor Ort gewesen und haben viel mit Bernd gesprochen und diskutiert.  Bernd nahm ihnen aber etwas die Freude, indem er sagte, dass es am Anfang jedes Mal gut ausgesehen hatte. Darauf wurde uns gesagt, dass jetzt nur noch ein Steinschlag die Scheibe wieder undicht machen könnte und sie dieses Mal wirklich bombensicher sitzt. Na, das sind wir mal gespannt, haben aber ein wirklich gutes Gefühl!
Wir durften aus der Halle fahren und die Mitarbeiter hatten endlich Feierabend. Aus zwei Gründen blieben wir dann noch eine Nacht auf dem Betriebsgelände.
1) Die Scheibe musste trocknen und
2) wollten wir unsere Kosten erstattet haben. Das konnte aber nur der Chef bewilligen und der glänzte heute mit Abwesenheit und kommt erst morgen wieder. Nun gut, eigentlich war unser Termin ja auch erst morgen und so hatten wir Zeit. Da das Wetter nicht allzu schlecht war, scrabbleten wir noch eine Runde draußen und telefonierten lange mit Bennet. Anschließend sahen wir noch einen Sience Fiction-Film und schliefen gegen 23 Uhr 30 ein.

Wie unser Gesprächmit der Geschäftsleitung verlief …  erfahrt ihr im nächsten Bericht 🙂

So, da bin ich wieder.

Am nächsten Tag kamen dann der Innendienstleiter und der Chef der Firma zu uns ins Wohnmobil. Der Chef hatte schon die Fotos gesehen, die Bernd geschickt hatte und war total entsetzt. Entschuldigend gab er uns sofort recht und meinte, dass so etwas nicht passieren dürfe, wir komplett im Recht wären und mindestens 3 Fehler gemacht worden wären. Zu keinem Zeitpunkt versuchte er die Sache zu beschönigen oder sich rauszureden. Im Gegenteil, er konnte unsere Wut komplett verstehen und war nur froh, dass wir heil angekommen waren. Das war mal eine excellente Führungskraft, was ich ihm auch sofort mitteilte. Er bewunderte und bedankte sich für unsere Geduld und ohne Disscusionen, sagte er uns zu, dass sämtliche angefallenden Kosten und auch Mühen, die mit der Scheibe verbunden waren, erstattet werden würden. Das war alles was wir wollten und wir kamen nicht umhin, dass es eine tolle Firma ist, die hervorragende Arbeit macht und einen Chef hat, der sich wirklich gut um die Kunden kümmert und auch Fehler vorbehaltlos eingesteht. Fehler können ja immer passieren und wir sind jetzt wirklich guter Dinge, dass das Dilemma mit der Scheibe nun endgültig Geschichte ist. Wir verabschiedeten uns und rollten vom Hof. Trotzdem nun die neue Scheibe drin war, sah Bernd bei jedem Huckel ängstlich zu eben dieser. In den letzten 2 Jahren hatte er dieses so verinnerlicht, dass es sicher noch geraume Zeit dauert, bis er sich dieses wieder abgewöhnt und sich nur noch um den Verkehr kümmert.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Ein Gedanke zu „27.05.2019 Endlich eine neue Scheibe!!!“

  1. Franziska Papenheim sagt:

    Liebe Iris, lieber Bernd.
    Ich gratuliere Euch ganz herzlich zur neuen Scheibe.
    Ich habe die ganze Zeit mit Euch gelitten und Bernd bewundert, das er mit der kaputten Scheibe überhaupt gefahren ist.

    Da ich nicht immer die Zeit habe regelmäßig Euren Blog zu lesen habe ich auf unseren Womotouren immer einiges nachzuholen.

    Ich wünsche Euch eine schöne Zeit in Deutschland und vielleicht sieht man sich ja mal wieder

    Liebe Grüße auch von Klaus
    Cousine Franzi

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