Womo

Lingen 07.06.2019 und B-Country auf dem Feierabendmarkt

Seit nunmehr 3 Tagen stehen wir am Dieksee in Lingen, unsere alte Heimat. Wir stellen mal wieder fest, dass es wunderschön hier ist. Nicht desto trotz werden heute weiter nach Gronau fahren, denn dort sind wir mit Veronika und Hannes verabredet. Die beiden haben wir nun seit 10 Monaten nicht gesehen und es wird nötig Zeit, dies zu ändern. Bernd schläft noch.

Gestern hat er auf dem Marktplatz in Lingen gespielt und es war echt toll.

Liane war so nett und hat ihn mit seinem Musikequipment (schreibt man das so?) abgeholt. Mit dem Wohnmobil findet man in der Innenstadt nämlich nie und nimmer einen Parkplatz und Bernd war echt dankbar für den Hol- und Bringdienst. Ich fuhr dann 1,5 Stunden später, ebenfalls in die Innenstadt, allerdings mit meinen mal wieder nicht funktionierenden e-bike. Als ich auf dem Marktplatz ankam, war Bernd schon am Spielen.

Kein Wunder, denn ich war 15 Minuten zu spät. Liane hatte die ganze Zeit, während Bernd aufbaute dort ausgeharrt und kurz setzte ich mich zu ihr. Da Bernd aber immer mit dem Rücken zu uns stand, wechselte ich dann meinen Platz und setzte mich vor die Bühne auf eine der Holzbänke.Kaum hatte ich Platz genommen, kamen auch schon Natalie und Mario mit ihrer Tochter Annina und leisteten mir Gesellschaft. Kurze Zeit später kam noch ein Arbeitkollege nebst Frau von Mario hinzu. Die beiden waren auch wirklich nett und wir unterhielten uns prächtig. Bernds Musik störte überhaupt nicht ( da freue ich mich aber, ich möchte ja auch niemanden stören!!) und der Wein floss in Strömen. Ich hielt mich aber an Pernod-Cola, die hatte ich mir schon zuhause gemixt und stand nun den Weintrinkern in nichts nach. Wahrscheinlich hatte ich sogar einen kleinen Vorsprung 😉 Silvie, eine frühere Freundin, von Wassim setzte sich kurz zu mir und ich fragte sie, ob sie auch einen Drink wollte. Freudig sagte sie ja. Ich schenkte ihr einen Becher voll ein und prostete ihr zu. Sie setzte das Getränk an und bekam augenblicklich ganz goße Augen. Das Pernod, vor dem Wort Cola, hatte sie scheinbar nicht gehört und machte mit vollem Mund ein mehr als entsetztes Gesicht. Runterschlucken brachte sie nicht über sich und so landete das kostbare Nass auf dem Fußboden. Ich lachte fast, bis mir die Tränen kamen, als sie mir erklärte, dass sie nie, nie, niemals Alkohol trinken würde. Naja, etwas Antialkoholisches hatte ich leider nicht dabei. Außer meine Mischung nur 2 lauwarme Perlbacher Premium Pils von Lidl, die allerdings später noch Abnehmer fanden. Mit jeder Flasche Wein stieg die Stimmung und es war wirklich toll, mal wieder mit Natalie und Mario zu feiern. Bernd spielte aber auch echt toll und so tanzten dann zu späterer Stunde sogar ein paar Leute, überwiegend Männer auf dem Marktplatz, direkt vor Bernd herum. Beim angekündigten letzten Lied tanzte dann sogar ich.

Aus dem letzten Lied wurden dann aber doch 3 und ich merkte mal wieder, dass es mit meiner Kondition nicht allzu weit her war. Die 3 Männer, die ebenfalls noch immer tanzten, waren ein sehr bunter Haufen. Ralle, so hieß der erste mit dem ich ins Gespräch kam, war nach 4 Schlaganfällen und 3 Bypässen Frührentner. Damit ich es auch wirklich glaubte, zeigte er mir seinen Schwerbehindertenausweis. Ich kam nicht umhin festzustellen, dass er exakt 1 Jahr jünger war als ich. Dies teilte ich ihm sogleich mit. Darauf kam, wie aus der Pistole geschossen, dass er leider überhaupt nicht auf ältere Frauen stehen würde. Der zweite, ich glaube sein Name war Thomas, war auf jeden Fall älter und berichtete dass er auf dem Campingplatz in Lingen wohnen würde und zwar im Wohnwagen. Dort war er tatsächlich schon geboren worden und nie weggezogen. Spricht für den Campingplatz, oder?? Jedenfalls lud er uns sogleich ein, um bei ihm Urlaub zu machen. Der dritte im Bunde, war wesentlich jünger und in der Reha in Lingen, weil er im Dezember einen Autounfall gehabt hatte. Damals war neben diversen anderen Brüchen, auch ein Stück seiner Hüfte abgesplittert und sein Becken war ebenfalls gebrochen. Zur Unterstreichung seiner Glaubwürdigkeit, zog er seine Hose runter und zeigte die mindestens 40 Zentimeter lange Narbe. Beim Tanzen merkte man ihm aber nichts davon an. Man hätte ihn auch Elvis the Pelvis nennen können, so gekonnt ließ er die Hüften kreisen. Irgendwie verging die Zeit viel zu schnell.
Ich hatte noch einmal meinen Standort gewechselt und saß nun mit Stefan, unseren Hilterfreund und seiner Freundin auf den Stufen vor der Bühne. Auch wir hatten uns ewig nicht gesehen und die Zeit reichte nicht einmal ansatzweise aus, um uns genügend auszutauschen. Das holen wir dann aber in Hilter nach!!!  Bernd machte nun nach 3 Zugaben Feierabend. Liane hatte sich mittlerweile auch zu uns gesellt und holte nun das Auto vom Parkplatz, damit Bernd seine Musik einladen konnte. Das tat er auch, war dann aber erst einmal verschwunden. Er hatte Matze , den Wirt vom Päng entdeckt. Uschi, Matzes Freundin war ebenfalls dabei und natürlich wollte Bernd den beiden unbedingt noch kurz Gesellschaft leisten. Mit den Worten, ich bin in 5 Minuten wieder da, entfernte er sich von unserer Truppe und stiefelte zur Alten Posthalterei, wo die beiden saßen. Nach gut 20 Minuten pfiff ich ihn zurück, denn Liane wollte, wer konnte es ihr verdenken, nun endlich nach Hause. Jetzt ging es hurtig. Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden, Bernd stieg zu Liane ins Auto und ich setzte mich aufs Rad. Zeitgleich fuhren wir los. An dieser Stelle noch einmal unseren herzlichsten Dank an dich Liane!!!! War sicher nicht so einfach, als einzige keinen Alkohol trinken zu dürfen. Du hast etwas gut bei uns!!!!

Natürlich war Bernd schon da, als ich angestrampelt kam. Wir verzogen uns sofort ins Bett und sahen noch einen Tatort. (Nen ne, erst einmal musste ich mein gesamtes Musikequipment wieder im Wohnmobil verladen/verteilen) Es war so kalt geworden, dass wir selbst im Bett entsetztlich froren und uns zum Schlafen noch zusätzlich einen Rollkragenpullover anzogen.

So, Leute, es wird Zeit Bernd zu wecken, denn es ist gleich 8 Uhr 30. Wenn wir zu spät in Gronau eintreffen, finden wir womöglich keinen Platz mehr, denn das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Aus Erfahrung der letzten Jahre wissen wir, dass der Stellplatz am Dreiländersee ziemlich voll werden wird. Also, auf geht´s!!!

Euch wünschen wir frohe Pfingsten!!!

Noch einmal zur Erinnerung: Vielleicht wird heute um 19 Uhr 30 wird beim NDR bei Hallo Niedersachsen ein Beitrag über uns gesendet. So ganz genau, konnte Britta, vom Fernsehteam es aber noch nicht sagen. Vielleicht auch erst am Freitag. Schaltet doch mal rein……………

Womo

Das Fernsehteam vom NDR war da!

Nachdem wir wirklich tolle Tage in Westerstede verbracht hatten und die Kilos dank der hervorragenden Kochkünste meines Vaters und den Köchen des Schokoladenhotels fast alle wieder drauf sind, haben wir uns gestern morgen auf den Weg nach Lingen gemacht.

Auf einem Rastplatz 10 Kilometer vor Lingen hat uns das NDR- Team bereits erwartet.

Da Ines & ich in dieser „Hollywood-Produktion“ die Hauptrolle spielen, konnten wir während der Drehs natürlich keine Fotos für den blog machen! 🙂

Nachdem wir uns mit den dreien bekannt gemacht haben ging die Fahrt weiter. Britta, die Journalistin und Werner, der Kameramann stiegen zu uns in den Saloon und interviewten uns während der Fahrt. Jens, der Tontechniker (also der Mann mit dem großen Mikrofon) fuhr hinterher. Zuerst wurden „wir verkabelt“ und die beiden baten uns dann, uns ganz normal zu unterhalten. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Gefilmten plötzlich kein Wort mehr herraus brächten, meinte Britta. Na, die Gefahr war bei uns ja nun überhaupt nicht gegeben. Wie üblich kämpften wir um Gesprächsanteile und erzählten, was das Zeug hergab. Werner filmte dabei wie ein Weltmeister und wechselte von einer Position zur nächsten. So wurde ich auch immer wieder einmal nach hinten zu Britta verband. So konnte Werner dann ungehindert durch unsere nun endlich heile Scheibe filmen, während wir durch das wunderschöne Emsland fuhren. Wir haben uns noch immer nicht so richtig daran gewöhnt, dass die Scheibe nun heil ist, zu lange war sie kaputt gewesen.

Ich unterhielt mich derweil mit Britta. Diese hatte sich Tags zuvor intensiv mit unserem Blog beschäftigt und überrascht festgestellt, dass das „Schokoladenhotel Voss“ meines Bruders und meiner Schwägerin, mein Elternhaus war. Dieses kannte sie sehr gut, denn sie hatte dort, vor nicht allzu langer Zeit, mit ihrem Kamerateam, einen ganzen Tag verbracht und einen tollen Beitrag über das deutschlandweit einzige Schokoladenhotel erstellt. Dieser wurde dann bei“ Hallo Niedersachsen“ beim NDR ausgestrahlt. Noch heute schwärmte sie von der Schokolade, hatten sie doch zum Abschied, eine eigens für das Team hergestellte Filmkamara aus Schokolade bekommen. Gut in Erinnerung war ihr ebenfalls noch, dass der hauseigene Schokolatier ihnen den Kühlschrank mit den allerfeinsten selbst hergestellten Pralinen, mit den Worten, dass sie jederzeit zugreifen könnten, gezeigt hatte. Davon hatte sie regen Gebrauch gemacht und war noch heute überrascht, wie lecker die mit Senf gefüllten Pralinen waren .Auch von Bernd und Tanja war sie schwer begeistert. Endlich einmal Chefs, die sich nicht in den Vordergrund drängelten und auch ihren Auszubildenen die Chance gaben, durch ihre Beiträge zum Gelingen des Films beizutragen. Wenn man bedenkt, wieviele Leute beim NDR arbeiten, war es schon ein erstaunlich großer Zufall, dass nun eben diese Britta nun bei uns gelandet war.

Kurz vor unserem Ziel, dem Dieksee in Lingen, stiegen die beiden dann aus und unser Wohnmobil wurde nun von hinten, vorne und allen Seiten gefilmt, während wir mehrmals durch den Kreisel und an dem Kamerateam vorbei fuhren. Schnell waren auch diese Einstellungen im Kasten und kurze Zeit später erreichten wir unseren Platz am Dieksee.
Dort hatten wir vor 2 Jahren 3 Monate gestanden, als unser Haus gerade verkauft worden war, wir aber noch arbeiten mussten. Wahnsinn, wie grün es hier war!!! Während wir nun das übliche machten, nämlich Tisch und Stühle rausstellten, wurde non stop gefilmt.

So ein Concorde-Mobil bietet eine tolle Aussicht vom Dach aus; es wurde also aus jeder erdenklichen Position gefilmt 🙂 … um zum Schluss einen nur ca.5minütigen Beitrag zu produzieren.

Es wurde mittlerweile ziemlich schwül und ich schenkte für alle Getränke aus, die wir in einer Drehpause zu uns nahmen.

Jens macht mal Pause auf unserem „Kinder-Besucherstuhl“ 🙂

Nun wurde es lebhaft, denn Liane kam. Sie sah fantastisch aus, hatte 17 Kilo abgenommen und  ihren vor 2 Jahren angeschafften Rollator, in die hinterste Ecke ihres Schlafzimmers verbannt. Während die Kamaras surrten, wurde sie herzlichst von uns begrüßt.

Unsere liebe WoMO-Freundin Liane mit ihrem lieben Hund.

Kurze Zeit später kam auch unsere Freundin Natalie angeradelt. Während sie über das ganze Gesicht strahlte, schwenkte sie 2 selbstgebastelte Fähnchen, auf denen “ Herzlich willkommen in Lingen „stand.

Mit wehenden Fahnen kam Nathalie zu uns angefahren. Das war echt lieb, nochmal Danke dafür …

Wir freuten uns riesig, dass auch sie sich die Zeit genommen hatte, bei unserem kleinen Filmchen mitzuwirken. Nun gab es ja soviel zu erzählen und während wir in der Sonne schwitzten, arbeiteten die Fernsehleute ununterbrochen. Bernd musste dann noch seine Gitarre rausholen und gefühlsmäßig 15 Minuten dasselbe Lied spielen, damit von sämtlichen Positionen gefilmt werden konnte.

Liane und Natalie gaben dann noch ein kurzes Interview und damit waren alle Szenen im Kasten.

Ausgestrahlt wird es vermutlich morgen, den 07.06 um 19 UHR 30 bei “ Hallo Niedersachsen“ auf NDR.

Gegen 17 Uhr verabschiedete sich das Team und fuhr zurück nach Osnabrück. Auch Natalie und Liane mussten los. Liane ließ uns aber das Auto da, denn sie wollte mit ihrem Hund nach Hause laufen, wo ihre Enkelin Merle schon auf sie wartete. Die beiden wollten gemeinsam den Pool aufbauen. Wir sollten das Auto dann später nachbringen, damit wir endlich einmal sehen konnten, wo sie lebte. Das taten wir auch und waren total begeistert von ihrem wunderschönen Haus & Garten. Liane, die ja auch ein Wohnmobil fährt und voll auf Discokugeln und Blinklichtern abfährt, zeigte uns stolz ihre neueste Errungenschaft. Eine wasserdichte Discokugel für den Pool. Wir lernten dann auch ihre hübsche 15 jährige Enkelin kennen, die schwer mit dem Aufbau des Pools beschäftigt war und uns später noch ein tolles Stück auf dem E- Piano vortrug. Liane gab ihrerseits ihre Künste auf der Blockflöte zum Besten und ich muss ehrlich gestehen, dass das wirklich toll klang. Seitdem meine Nichte auf unserer Familienfeier Blockflöte gespielt hatte, war ich von diesem Instrument ja nicht besonders angetan, aber bei Liane klang es super. Wie sie uns erzählte, spielt sie mit ihrem Flötenverein, bestehend aus ein paar Frauen zwischen 74 und 80 Jahren, ehrenamtlich im Altersheim. Toll, oder??

Erst gegen 22 Uhr waren wir dann wieder beim Saloon. Es war ein schöner Tag und wir freuen uns schon auf heute abend, wo Bernd auf dem Marktplatz in Lingen beim „Feierabendmarkt“ ein Gastspiel hat. Netterweise fährt Liane Bernd mit seinem Equipment dorthin, denn mit unserem riesigen Wohnmobil in die Fußgängerzone ist ein Ding der Unmöglichkeit. Auch Natalie werden wir dann wiedersehen, denn es gibt ja noch soooo viel zu erzählen und gestern war die Zeit dafür einfach viel zu kurz!!

Danke an euch beiden, dass ihr gestern da wart. Auf Euch kann man sich wirklich verlassen!!!!!!!!

Womo

Westerstede In heimatlichen Gefilden unterwegs

Nachdem wir vom Hof gerollt waren, ging es erstmal 15 Kilometer weiter nach Bad Essen. Dort arbeitete Carina im Büro der Alianzversicherung. Kaum waren wir angekommen, kam Carina auch schon nach draußen gestürmt, um uns zu begrüßen. Die Freude war riesig und wir drückten uns erst mal ausgiebig. Danach durften wir ihren Arbeitsplatz bewundern und ein paar ihrer Kollegen kennenlernen. Es gab sogar Kaffee für uns und nun kam auch der Chef. Der war richtig klasse und überaus lustig und schlagfertig. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Man merkte gleich, dass das Betriebsklima in diesem Büro einfach super war. Kurze zeit später kam dann auch noch Tim hinzu. Dieser arbeitete ebenso dort und war Carinas neuer Freund. Genau wie sein Chef, war auch er sehr sehr witzig und stand mit seiner Schlagfertigkeit seinem Chef in nichts nach. Nachdem wir den Kaffee ausgetrunken hatten, kam Tim noch mit zum Saloon, um dieses zu bewundern und unterhielt uns dabei prächtig. Nun mussten wir aber weiter, denn wir hatten die Leute lange genug von der Arbeit abgehalten und Westerstede wartete auf uns. Carinawurde noch einmal gedrückt und mit dem Versprechen uns bald wieder zu sehen, machten wir uns auf den Weg.

In Westerstede angekommen, stellten wir erfreut fest, dass auf dem Hotelparkplatz “ unser Platz“ frei war und parkten ein. Bernd, mein Bruder und Tanja, meine Schwägerin waren allerdings gerade nicht da. Wie jedes Jahr trainierten sie für die Stadtolympiade, die demnächst stattfinden sollte. In den vergangenen Jahren konnten sie, zusammen mit ihren Mitarbeitern, immer einen der heiß begehrten ersten 3 Platzierungen für sich verbuchen und auch in diesem Jahr wurde selbstverständlich wieder der höchste Platz auf dem Siegertreppchen angestrebt. Da mein Bruder, genau wie seine Frau sehr sportlich sind, wird diese Sache sehr ernst genommen und mit ihrem Ehrgeiz das gesammte Personal mitgerissen. Wir drücken dann mal die Daumen!!!

Bernd und ich machten uns dann zu Fuß auf den Weg zu meinen Eltern. Die waren bei unserer Ankunft gerade am Rommycub spielen und mussten dieses erst einmal zu Ende bringen. Zeit für mich nach oben auf die Waage zu gehen. Juchhu, 5 Kilo weniger!!! Ich war ja soooo happy!!!! Meine Eltern hatten nun ihr Spiel endlich beendet und gegenseitig erzählten wir von den Ereignissen der letzten 9 Monate. Da meine Eltern aber Blogleser sind, gab es bei uns nicht allzu viel zu berichten. Nun entdeckte ich die ganzen Pakete, die wir in den vergangenen Wochen bei ebay, Amazon und co bestellt hatten und machte mich ans auspacken. Es waren mindestens 30. Ich hatte ausnahmslos Klamotten bestellt, Bernd Sachen fürs Wohnmobil. Es hatte tatsächlich etwas von weihnachtlicher Bescherung an sich und voller Vorfreude riss ich die Päckchen auf. Dann wurde alles anprobiert. Vieles hatte ich gebraucht bei ebay Kleinanzeiger gekauft und war begeistert, dass alles wie nagelneu aussah und was noch besser war, wie angegossen passte.  Außer den Schuhen hatte ich alles eine Nummer kleiner als meine herkömmliche Größe bestellt. Das bedeutet, dass ich auf keinen Fall wieder zunehmen darf, denn dann habe ich ein Problem, da ich aus Platzmangel alle größeren Sachen aus dem Wohnmobil verbannt habe und diese nun ein Dasein auf dem Dachboden meiner Eltern frissten. Nachdem alles ausgepackt und anprobiert war, gab es lecker Essen!! Mein Vater hatte Hühnerfrikassee gemacht. Mein Leibgericht!!! Natürlich schlug ich ordentlich zu, denn es war schon Abend und ich hatte noch nichts gegessen. Kohlenhydrathe, wie Reis und Kartoffeln ließ ich aber weg. Das änderte sich dann in den Folgetagen leider rasch. Man man man, es ist wirklich nicht einfach standhaft zu bleiben,bei den ganzen Köchen in unserer Familie.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns erst einmal und liefen den Kilometer zurück zum Schokoladenhotel. Dort waren nun auch Bernd und Tanja eingetroffen und wurden ebenfalls herzlichst begrüßt. Die beiden konnten sich nach kurzer Zeit von ihrer Arbeit frei machen und wir saßen bis nachts bei ihnen oben im Wohnzimmer. Es gab ja soviel zu berichten!!!

Am nächsten Morgen baute Bernd mit Bernd ( beide heißen Bernd) die Markise vor dem Hotel auf. Das war ein langwieriges Unterfanger und dauerte tatsächlich mehr als 7 Stunden. Ich lief in der Zwischenzeit wieder zu Fuß zu meinen Eltern. Die hatten ein orpulentes Diätfrühstück vorbereitet, welches aus allen erdenklichen Früchten bestand. Es gab Erd- Blau- und Himbeeren, dazu Weintrauben, Aprikosen und Pflaumen. Dazu Karotten- und Kohlrabistreifen, ebenso wie Radieschen. Leckerer Quark zum Tunken war natürlich ebenfalls vorhanden. Außerdem Lachs und Krabben, verschiedenste Käse- und Marmeladensorten. Für die jenigen, die Kohlenhydrathe durften natürlich auch verschiedenste Sorten leckerer Brötchen und Brot. Gemeinsam warteten wir auf Elke und Rainer ( meine Schwester und meinen Schwager), denn die mussten heute ihren Hund wieder abholen, den sie gestern hier abgegebn hatten, weil sie auf einen Vortrag gewesen waren. Wegen hohen Verkehrsaufkommens kamen sie mit einer einstündigen Verspätung endlich gegen 12 Uhr an und nachdem wir gegenseitig unsere Abnehmerfolge bewundert hatten, konnten wir endlich dieses einmalig leckere Frühstück genießen. Heute hatten die beiden mal Zeit und so saßen wir noch lange beieinander. Danach kamen die beiden noch mit zu unserem Wohnmobil und ich schenkte meiner Schwester eine ganze Tüte meiner nun zu großen Sachen. Die freute sich mächtig und nun ging es ans Verabschieden. Wir werden uns aber im August wiedersehen, zu Emden a la carte!