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22. Juli- 27. Juli 2019 Alle meine Enkelkinder sind da

22 Juli -26.07.2019

Schon früh am Morgen fuhren wir von Westerstede zur Ponderosa nach Grabstede. Meine Eltern hatten uns alle zum Frühstück eingeladen. Mit uns allen meine ich meine Schwester, meinen Schwager, meinen Bruder, meine Schwägerin, Jorick, Imke und uns beide. Wir hatten schon meinen fast 14 jährigen Enkel Kilian im Gepäck und kamen pünktlich um 10 Uhr dort an. Das Wetter war leider gar nicht gut und deshalb hatte meine Mutter schon 2 Mal den Frühstückstisch von drinnen nach draußen gedeckt und umgekehrt. Da es kurz zuvor sogar etwas geregnet hatte, sollten wir jetzt drinnen sitzen. Eine große Tafel war dort nun für 11 Personen gedeckt und auf der überdachten kleinen Terasse war ein Büfett aufgebaut, welches keine Wünsche offen ließ. Natürlich aß man mal wieder viel zu viel, aber es schmeckte auch herrlich. Danach holte ich meine neuerworbene Angel aus dem Mobil. Die hatte ich einen 14 jährigen Jungen in Schacht- Audorf abgekauft. Jorick holte seinerseits seine Angel und half mir beim Zusammenbauen, denn ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung. Wie sich einige Zeit später herausstellte war meine Angel kaputt, denn die Spule funktionierte nicht. Was bedeutete, dass wenn tatsächlich mal ein Fisch anbeißen würde, ich ihn nicht aus dem Wasser bekäme. Toll!!! Und dafür hatte ich nun 80 Euro bezahlt. Ich versuchte dann mein Glück mit Joricks Angel, aber ständig vertüdelte sich das Band. Auch trieb der Wind, ständig den Köder bis zum Wasserand zurück. Nach relativ kurzer Zeit, war mir klar, dass Angeln nichts für mich ist. Ständig dieses auseinandertüdeln der Schnur…… Ne ne, dazu fehlt mir wirklich die Geduld!! Dann holen wir uns eben weiterhin Fischstäbchen. Die muss man auch nicht ausnehmen!!

Am Nachmittag hatte sich meine jüngste Tochter Kim, nebst Mann und ihren 3 Kindern angesagt. Wir hatten uns ewig nicht gesehen und ich war total aufgeregt. Pünktlich gegen halb 4 erschienen die 5 dann.  Kim sah super aus. Der Schlafmangel war ihrem Gesicht in keinster Weise anzusehen und sie hatte schon wieder eine Topfigut. Eigentlich müsste sie chronisch müde sein, denn der kleine Janosch ist gerade mal 4 Monate alt. Ein süßes pausbäckiges Baby, mit jede Menge Speckringen, das sobald man ihn anlacht, ebenfalls lauthals mitlacht. Momentan wird er noch gestillt und das, wenn man Kim Glauben schenken darf, fast rund um die Uhr. Beim direkten Vergleich mit den Zwillingen auf der Finca, wiegt er ca. 1, 5 Kilo mehr als die Zwillinge von Sahra und Alex, als sie im selben Alter waren. Auch kann er sich schon alleine drehen und nimmt rege am Geschehen seiner Umwelt teil. Selbst greifen bekommt er schon zielsicher hin. Kurz gesagt, ein Wunderkind, der ganz nach seinem Vater kommt. Daniel hat nämlich vor nicht allzu langer Zeit seinen Doktor gemacht, mit unglaublichen 29 Jahren. Ja ja, Kim, du bist natürlich auch nicht doof, konntest du doch schon vor der Schule lesen und rechnen. Die Buchstaben beherrschtest du bereits mit 4 Jahren und mit 5 fragtest du mich dann: “ Mama, wie geht eigentlich lesen?“  Ich erklärte es dir indem ich dir sagte, dass du die Buchstaben ganz schnell hintereinander sprechen müsstest. Ich malte ein A und ein B auf ein Blatt Papier und bat sie darum, es zu versuchen. Ganz schnell sagte Kim dann A und B, A und B, A und B. Verzweifelt sah sie mich dann an, denn es hörte sich nicht nach lesen an. Ich sagte ihr, sie müsse einfach das“ u n d“ zwischen den Wörtern weglassen. Das tat sie dann auch und seit dieser Stunde konnte sie lesen. Genauso schnell ging es damals mit dem trocken werden. Sie war noch keine 2 Jahre alt, da erklärte ich ihr, dass sie Pipi auch auf dem Töpfchen machen könnte. Das tat sie dann auf Komando und wurde überschwenglich gelobt. 2 Stunden später, stolperte sie verzweifelt auf mich zu und schrie:“ PIPI!!!“ Verflucht, wo war das Töpfchen?? Jessica und David, ihr beiden älteren Geschwister suchten auch mit und Kim konnte es kaum noch aushalten. Ganz hinten im Garten fand Jessica dann den Topf,  gerade noch rechtzeitig. Seit dieser Stunde hat Kim nie wieder in die Windel gemacht. Rechnen konnte sie auch schon mit 4 Jahren wie ein Weltmeister. Immer wieder musste ich ihr Aufgaben stellen. Die hörten sich wie folgt an: Kim, wenn du 7 Bonbons hast und ißt 4 auf, wieviele hast du dann noch?. Dann ging ihr Blick in die Ferne und kurze Zeit später kam dann das richtige Ergebniss. Eines Tages sollte ich ihr wieder eine Aufgabe stellen. Ich fragte sie also in alter Manier. Kim, wenn du 5 Äpfel hast und ich lege noch 3 dazu, wieviel hast du dann?? Sie sah mich voller Verzweiflung an und meinte:“ Mit Äpfeln kann ich das nich!“ Bis sie 3,5 Jahre alt war, hatte sie eine komplett eigene Sprache. Natürlich konnte ihr Vater, ihre Geschwister und ich sie verstehen, aber niemand anders, was manchmal sehr schwierig war. Ich fragte sie dann mal, wann sie denn richtig sprechen wollen würde. Ihre Antwort war:“ Wenn ich in den Kindergarten komme!“ So war es dann auch. Kaum war sie eine Woche dort, redete sie ganz normal. Ich fragte sie, wie es ihr denn im Kindergarten gefallen würde.  Nicht schön, antwortete sie, aber was soll ich machen? Nun hast du mich ja hier angemeldet. Später dann gefiel es ihr aber prima. Kaum war sie 6 Jahre alt, kam sie zur Schule. Zwar war sie bei der Schuluntersuchung für nicht schulreif erklärt worden, sie könne nicht so lange still sitzen und sich konzentrieren, hieß die Begründung, aber ich schickte sie trotzdem hin,zumal sie es unbedingt wollte.  Auch  konnte sie sehr wohl still sitzen und stundenlang malen oder mit ihren Teddys spielen. Das bestätigte auch Bärbel, ihre Kindergärnerin. Vom ersten Tag an war sie eine super Schülerin. Zwar musste sie erst lernen, ihren Klassenlehrer Herrn Hinrichs nicht jedes Mal mit Drücken und Küsschen zu verabschieden, aber auch das ging schnell. Nur auf ihre Stofftiere konnte sie nicht verzichten und diese begleiteten sie bestimmt bis zur vierten Klasse. Puppen allerdings hat sie gehasst. Später dann übersprang sie sogar eine Klasse auf dem Gymnasium. Wenn ich also so darüber nachdenke, könnte Janosch die Intelligenz auch von ihr haben. Vom Aussehen her aber ist er ganz der Vater.

Ich schweife ab, also zurück zum besagten Nachmittag. Die kleine Paulina mit fast 7 Jahren und unglaublich süß, ist die älteste Tochter. Sie hat wunderschönes langes blondes Haar und blaue Augen und ist einfach nur lieb und ganz große Schwester. Sie hat total viel Ähnlichkeit mit ihrer Tante, also meiner ältesten Tochter Jessica. Dann kommt die 4 jährige Elisa, ebenso lange Haare, aber in dunkel und eher bräunliche Augen, aber ebenso süß. Sie hat mit Kim noch am meisten Ähnlichkeit, wenn sie auch ganz anders aussieht. Beide sind eher dunkle Typen. Ich hatte Knetgummi mit allerhand Förmchen gekauft und fast den ganzen Nachmittag spielten die zwei einträchtig damit. Zuvor wurde die Knete aufgeteilt. Das war Paulinas Idee, denn sie wollte die leuchtenden Farben der Knete erhalten. Elisa durfte sich ihre Farben zuerst aussuchen und ebenso ihre Förmchen. Paulina gab sich mit dem übrigen zufrieden. Es dauerte keine 5 Minuten, da hatte Elisa ihre Farben zusammengemanscht und nun ein Einheits lilagrün. Paulina aber achtete streng darauf, nichts zu vermischen. Später dann holte Bernd seine Gitarre und die beiden sangen uns von der Hexe im Pfefferkuchenhaus vor. Das war sooo süß, dass ich kaum gucken konnte, vor lauter Rührung. Kim und Daniel hatten Kuchen mitgebracht und den verputzten wir jetzt. Ich glaube, die Kinder hatten gar keinen Kuchen, denn später hatten sie mordsmäßigen Hunger. Die Uroma, also meine Mutter, ging mit ihnen in die Küche, um ihnen  Brote zu machen. Auf die Frage, welche Wurst sie darauf haben wollten, antworteten beide, sie äßen keine Wurst, weil sie Vegetarier wären. Paulina hatte sich vor 2 Jahren freiwillig dazu entschlossen und nun vor nicht allzu langer Zeit auch die kleine Elisa. Beide wollen nicht, dass Tiere für sie sterben. Natürlich gehen auch hier die Eltern mit gutem Beispiel voran. Kim ist seit sie 14 Jahre ist Vegetarierin und Daniel nun auch schon seit ein paar Jahren. Seitdem kommt er auch mit seinem Rheuma viel besser zurecht! Der Nachmittag ging leider viel zu schnell vorüber. Die ganze Zeit konnten wir draußen verbringen, denn das Wetter hielt sich und am späten Nachmittag kam die Sonne raus . Gegen 20 Uhr verabschiedeten sie sich dann von uns. Ein paar Tage sind sie noch im Wohnwagen in Marx, bevor es wieder zurück nach Leipzig geht. Liebe Kim, es war wunderschön mit euch und ihr habt wirklich tolle Kinder!!!!!

Wir verabschiedeten uns dann auch am nächsten Morgen und fuhren nach Zetel an ein Naturschwimmbad. Dort machten wir eine wunderschöne Radtour nach Dangast, wo wir ein leckeres Fischbrötchen aßen uns später noch Crepes mit Zimt und Zucker. Ausnahmsweise war sogar mal das Wasser da und schön windig war es dort auch, denn die Temperaturen waren, wie in ganz Deutschland mächtig angestiegen. Am nächsten Tag hatten wir dann hier sogar 36 Grad und hielten uns den ganzen Tag im Freibad auf. Hier war es sooo schön und das Wasser noch angenehm kühl, so dass wir es am nächsten Tag gleich wiederholten. Der See ist wahrhaftig toll angelegt. So gibt es hier einen tollen Spielplatz, eine sehr große Liegewiese, Umkleidekabinen, Duschen und eine Imbissbude. Der Eintritt beträgt lediglich 2 Euro für Erwachsene. Auch jetzt am 26.07. werden wir uns gleich wieder auf den Weg machen und zur Abkühlung ins Wasser springen, denn wir haben schon wieder eine Temperatur von 35 Grad und im Wohnmobil ist es kaum auszuhalten. Mit dabei, natürlich unser Kniffelspiel. Am Abend geht es dann noch einmal zur Ponderosa und morgen dann zurück nach Westerstede. Dort wird nichts aufregendes passieren, darum dauert es jetzt etwas, bis ihr wieder etwas von uns hört. Und in 5 Wochen geht es endlich wieder Richtung Süden. Dieses Mal nach Österreich und Italien. Danach natürlich wieder nach Spanien, denn wir lieben dieses Land. Also, Freunde, haltet die Ohren steif!!!!

 

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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