Womo

Pfingsten 2019 in Gronau – am Dreiländersee

Freitag vor Pfingsten

Ich hinke mal wieder total hinterher. Pfingsten ist lange vorbei, aber es war mal wieder supertoll.
Schon morgens (nach Bernds Auftritt vom Vorabend auf dem Lingener Marktplatz) hatten wir unseren schönen Platz in Lingen verlassen und da es bis Gronau nur 60 Kilometer waren, waren wir reativ flott da. Meine Güte, so voll hatten wir es hier noch nie gesehen.

Sogar die Nachbarwiese war ordentlich besetzt.

Wir hatten aber Glück und unser Lieblingsplatz, nahe der Säule NR. 4 war wie durch ein Wunder frei. Die „Stromflatstromsäule“ aber leider nicht. Machte aber nichts. Vor uns stand nun ein etwas größeres Mobil, deren Fahrer uns davon in Kenntnis setzte, dass sie gegen Mittag fahren wollten. Das passte ja prima, denn wir hatten Veronika und Hannes versprochen, ihnen einen Platz zu reservieren. Das war dann ja überhaupt kein Problem mehr und ich machte mich ans Kochen.

Heute sollte es Nasi Goreng geben. Eines unserer Lieblingsgerichte, welches mein Vater noch letzte Woche für uns gekocht hatte. Er hatte mir auch das genaue Rezept gegeben, an das ich mich nun strikt hielt. In der Vergangenheit, hatte ich mich nämlich oft daran versucht, war aber immer wieder gescheitert. So auch diesmal. Irgendwie schmeckte es überhaupt nicht so wie bei Papa. Dabei hatte ich mir sooo viel Mühe gegeben. Ich lud Bernd eine Portion auf einen Teller und servierte es ihm draußen, denn das Wetter war recht gut. Bernd fing kommentarlos an zu essen. Nach 2 Minuten hielt ich es nicht mehr aus und fragte, wie es schmecken würde. Gut, aber etwas trocken, meinte Bernd, was mir sofort Tränen in die Augen trieb. Mein Nervenkostüm war anscheinend nicht das Beste. Kein Wunder, hatte ich doch eben gekocht und wer mich kennt, weiß ja, dass das Schwerstarbeit für mich ist. Weinerlich, bemerkte ich, dass es leider so gar nicht nach Papas Essen schmecken würde, worauf Bernd sagte, dass es ja auch ein ganz anderes Gericht wäre. Nun war ich erst recht bedient und heulte erstmal ausgiebig. Bernd fand das anscheinend superlustig und ich verzog mich schmollend ins Wohnmobil. (Ja, ich bin ein widerlicherer Fiesling !?)

2 x pro Tag marschierte ich um den 3-Ländersee… man(n) kann ja nicht nur rumsitzen, quatschen und essen!!
Echt wunderschöne Natur hier, wären da in diesem Jahr nicht ….
… an fast jedem Eichelbaum die „Eichenprozessionsspinner“ … und das in Form von großen Nestern …
… in denen es nur so wimmelte!! Und jede Raupe hat angeblich ca. 100.000 Häarchen, die gefährlich für die menschliche Haut sind. Echt gruselig, so unter den ganzen Eichenbäumen zu marschieren.

Kurze Zeit später kamen dann auch Veronika und Hannes. War das eine Wiedersehensfreude!!!! Schnell wurde ihr Otji ( Name von deren Wohnmobil) eingeparkt und Stühle rausgestellt. Natürlich mussten sie auch von meinem Essen essen. Da ich mir aber nicht nocheinmal nachsagen wollte, es wäre trocken, haute ich 6 Eier dadurch und dann wurde serviert. Jetzt war es mehr als matschig, aber Veronika, versicherte glaubhaft, es wäre gut. Das meinte sie auch so, denn sie lügt nie!! Der Tag war gerettet, zumal es auch Hannes schmeckte.

Später schwenkten wir auf Alkohol um, und das trug auch zur Entspannung bei. Es gab ja so viel zu erzählen. Schließlich hatten wir uns 9 lange Monate nicht gesehen und in der Zwischenzeit war viel passiert. Schade, dass meine andere Schulfreundin Claudia nicht auch dabei war, dachte ich. Zwar hatte ich versucht, sie und Uwe, ihren Mann, telefonisch zu erreichen. aber das war mir nicht gelungen. Schade, denn das wäre eine tolle Überraschung für Veronika gewesen. Bei diesem Gedanken war ich gerade hängengeblieben, da sagt Veronika plötzlich, dass sie für mich eine Überraschung hätte. Kommt Claudia, fragte ich, worauf Veronika erstarrte und ungläubig fragte, woher zum Henker ich das wüsste. Lachenderweise gluckste ich, dass ich dasselbe vorgehabt hätte, aber niemand ans Telefon gegangen war. Da musste auch Veronika lachen.
Um 19:30 Uhr versammelten wir 4 uns dann im Otji um auf NDR “ Hallo Niedersachsen“ zu sehen, denn heute sollte der Beitrag über uns erscheinen. Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, denn wir waren mit unserer Geschichte erst kurz vor Schluss dran. Wir die anderen Beiträge zuvor, war auch unser nur ca. 4 Minuten lang. An sich, war er sehr gut, aber wir waren doch sehr überrascht, was das Team vom ganzen 6 stündigen Gefilme dann ausgewählt hatte. (einen Link zu dem Fernsehbeitrag habe ich schon auf der facebook-Seite der womo-cowboys geteilt;  ansonsten auch in der NDR-Mediathek von Hallo-Niedersachsen zu finden). Erschreckend für Bernd und mich war aber, dass wir schon soooo alt aussahen. Irgendwie sehen wir uns selber anscheinend im Spiegel immer jünger. Andere bestätigten uns später, dass wir immer so aussehen, die Kamara nicht lüge und wir uns trotzdem gut gehalten hatten. Na ja, ist echt was dran an dem Spruch, wir werden nicht jünger. Unter den zahlreichen Anrufern, die sich nach dem Beitrag bei uns meldeten, war auch mein Sohn David. Lachend meinte er, dass Bernds rosanes T-shirt im Fernsehen jedenfalls zu meinen Lippenstift gepasst hätte. Blödmann!! Wir alberten noch ein bißchen hin und her und plötzlich meinte er, dass er uns am Folgetag besuchen wollte. Na, da freute ich mich aber mächtig.

Am nächsten Tag regnete es fast den ganzen Tag. Gegen Abend kam dann mein David aus Hamburg und brachte die Sonne mit, wofür wir ihm sehr dankbar waren. Endlich konnten wir nach draußen.

Nein, David hat nicht „seinen“ Vogel mitgebracht, sondern dieser kleine frischgeschlüpfte Knirps ist wohl aus dem Baum gefallen und krabbelte bei uns herum.
Bitte aufsteigen !! Ich habe unseren kleinen Freund dann mit Hilfe meiner Lesebrille zurück zu dem Baum seiner Eltern gebracht und dort auf einen Ast abgesetzt. Niedlich!!!!!!!!!

Veronika kochte leckeren Spargel für uns alle und dieser wurde dann an einer großen Tafel abends und draußen mit Schinken, Kartoffeln und Buttersoße serviert. Allles wurde verputzt und dann wurde das Wetter aber auch schon wieder schlechter und wir verzogen uns in den Saloon, wo wir mit David noch bis tief in die Nacht Skat spielten Skat. So etwas nennt man dann wohl Kinderanimation.

Pfingstsonntag

Heute war das Wetter super und laut Wetterbericht sollte es auch so bleiben. Prima, denn wir wollten heute grillen. Erst aber freuten wir uns auf Claudia und Uwe. Die beiden kamen gegen Mittag mit ihrem selbst ausgebauten Bulli angerauscht.

So, da haben wir uns mit unseren 3 Mobilen ein schönes Plätzchen mit Innenhof geschaffen.

Wir hatten sie fast 2 Jahre nicht gesehen, erkannten sie aber auf Anhieb wieder. Jetzt ging das Geschnatter los. Natürlich waren wir 3 „Weiber“ am Schlimmsten und ließen die Männer kaum zu Wort kommen.

Die „Drei“ … ein Herz & eine Seele seit ihrer Schulzeit.

Es war wirklich toll und die Stimmung erreichte am Abend nach dem ausgiebigen Grillen ihren Höhepunkt. Bernd holte nämlich seine Gitarre raus. Netterweise spielte er ausnahmslos Lieder bei denen wir lauthals mitgröhlen konnten.

Claudia konnte es am Besten, wie wir neidlos festellten. Unser Gesang und unsere ausgesprochen gute Laune riefen dann noch zahlreiche andere Camper auf den Plan. Alle setzten sich zu uns und es wurde ein echt wunderschönen Abend.

Pfingstmontag

Claudia und Uwe und Veronika und Hannes mussten heute leider schon wieder nach Hause. Schnell war aber abgemacht, dass wir uns unbedingt noch einmal sehen mussten, bevor es für uns wieder Richtung Süden ging. Das machte den Abschiedsschmerz aushaltbar. Bevor es gegen Mittag endgültig los ging drückte noch einmal jeder jeden und dann blieben Bernd und mir nichts anderes mehr übrig als den fahrenden Wagen hinterher zu winken. Alleine waren wir aber nicht, denn David war noch da. Dieser wollte erst gegen 19 Uhr 30 fahren.
Für den Nachmittag hatten sich noch Natalie und Mario mit veganen Kuchen angemeldet. Leute, ich sag euch, der Kuchen war echt lecker. Endlich hatten wir mal Zeit, mit den beiden in Ruhe zu reden, denn meist wenn wir uns sehen, spielt Bernd irgendwo Gitarre. Natürlich redeten Bernd und ich wieder am meisten und das, obwohl wir uns doch so vorgenommen hatten, die anderen auch mal zu Wort kommen zu lassen. Irgendwie kriegen wir das scheinbar aber nicht hin. Am Abend hatte Mario dann noch Boxtraining mit seinen Schülern, weshalb das Treffen ohne Alkohol verlief. Kaum waren sie weg, musste auch David los und einsam und verlassen blieben Bernd und ich zurück.

Womo

Lingen 07.06.2019 und B-Country auf dem Feierabendmarkt

Seit nunmehr 3 Tagen stehen wir am Dieksee in Lingen, unsere alte Heimat. Wir stellen mal wieder fest, dass es wunderschön hier ist. Nicht desto trotz werden heute weiter nach Gronau fahren, denn dort sind wir mit Veronika und Hannes verabredet. Die beiden haben wir nun seit 10 Monaten nicht gesehen und es wird nötig Zeit, dies zu ändern. Bernd schläft noch.

Gestern hat er auf dem Marktplatz in Lingen gespielt und es war echt toll.

Liane war so nett und hat ihn mit seinem Musikequipment (schreibt man das so?) abgeholt. Mit dem Wohnmobil findet man in der Innenstadt nämlich nie und nimmer einen Parkplatz und Bernd war echt dankbar für den Hol- und Bringdienst. Ich fuhr dann 1,5 Stunden später, ebenfalls in die Innenstadt, allerdings mit meinen mal wieder nicht funktionierenden e-bike. Als ich auf dem Marktplatz ankam, war Bernd schon am Spielen.

Kein Wunder, denn ich war 15 Minuten zu spät. Liane hatte die ganze Zeit, während Bernd aufbaute dort ausgeharrt und kurz setzte ich mich zu ihr. Da Bernd aber immer mit dem Rücken zu uns stand, wechselte ich dann meinen Platz und setzte mich vor die Bühne auf eine der Holzbänke.Kaum hatte ich Platz genommen, kamen auch schon Natalie und Mario mit ihrer Tochter Annina und leisteten mir Gesellschaft. Kurze Zeit später kam noch ein Arbeitkollege nebst Frau von Mario hinzu. Die beiden waren auch wirklich nett und wir unterhielten uns prächtig. Bernds Musik störte überhaupt nicht ( da freue ich mich aber, ich möchte ja auch niemanden stören!!) und der Wein floss in Strömen. Ich hielt mich aber an Pernod-Cola, die hatte ich mir schon zuhause gemixt und stand nun den Weintrinkern in nichts nach. Wahrscheinlich hatte ich sogar einen kleinen Vorsprung 😉 Silvie, eine frühere Freundin, von Wassim setzte sich kurz zu mir und ich fragte sie, ob sie auch einen Drink wollte. Freudig sagte sie ja. Ich schenkte ihr einen Becher voll ein und prostete ihr zu. Sie setzte das Getränk an und bekam augenblicklich ganz goße Augen. Das Pernod, vor dem Wort Cola, hatte sie scheinbar nicht gehört und machte mit vollem Mund ein mehr als entsetztes Gesicht. Runterschlucken brachte sie nicht über sich und so landete das kostbare Nass auf dem Fußboden. Ich lachte fast, bis mir die Tränen kamen, als sie mir erklärte, dass sie nie, nie, niemals Alkohol trinken würde. Naja, etwas Antialkoholisches hatte ich leider nicht dabei. Außer meine Mischung nur 2 lauwarme Perlbacher Premium Pils von Lidl, die allerdings später noch Abnehmer fanden. Mit jeder Flasche Wein stieg die Stimmung und es war wirklich toll, mal wieder mit Natalie und Mario zu feiern. Bernd spielte aber auch echt toll und so tanzten dann zu späterer Stunde sogar ein paar Leute, überwiegend Männer auf dem Marktplatz, direkt vor Bernd herum. Beim angekündigten letzten Lied tanzte dann sogar ich.

Aus dem letzten Lied wurden dann aber doch 3 und ich merkte mal wieder, dass es mit meiner Kondition nicht allzu weit her war. Die 3 Männer, die ebenfalls noch immer tanzten, waren ein sehr bunter Haufen. Ralle, so hieß der erste mit dem ich ins Gespräch kam, war nach 4 Schlaganfällen und 3 Bypässen Frührentner. Damit ich es auch wirklich glaubte, zeigte er mir seinen Schwerbehindertenausweis. Ich kam nicht umhin festzustellen, dass er exakt 1 Jahr jünger war als ich. Dies teilte ich ihm sogleich mit. Darauf kam, wie aus der Pistole geschossen, dass er leider überhaupt nicht auf ältere Frauen stehen würde. Der zweite, ich glaube sein Name war Thomas, war auf jeden Fall älter und berichtete dass er auf dem Campingplatz in Lingen wohnen würde und zwar im Wohnwagen. Dort war er tatsächlich schon geboren worden und nie weggezogen. Spricht für den Campingplatz, oder?? Jedenfalls lud er uns sogleich ein, um bei ihm Urlaub zu machen. Der dritte im Bunde, war wesentlich jünger und in der Reha in Lingen, weil er im Dezember einen Autounfall gehabt hatte. Damals war neben diversen anderen Brüchen, auch ein Stück seiner Hüfte abgesplittert und sein Becken war ebenfalls gebrochen. Zur Unterstreichung seiner Glaubwürdigkeit, zog er seine Hose runter und zeigte die mindestens 40 Zentimeter lange Narbe. Beim Tanzen merkte man ihm aber nichts davon an. Man hätte ihn auch Elvis the Pelvis nennen können, so gekonnt ließ er die Hüften kreisen. Irgendwie verging die Zeit viel zu schnell.
Ich hatte noch einmal meinen Standort gewechselt und saß nun mit Stefan, unseren Hilterfreund und seiner Freundin auf den Stufen vor der Bühne. Auch wir hatten uns ewig nicht gesehen und die Zeit reichte nicht einmal ansatzweise aus, um uns genügend auszutauschen. Das holen wir dann aber in Hilter nach!!!  Bernd machte nun nach 3 Zugaben Feierabend. Liane hatte sich mittlerweile auch zu uns gesellt und holte nun das Auto vom Parkplatz, damit Bernd seine Musik einladen konnte. Das tat er auch, war dann aber erst einmal verschwunden. Er hatte Matze , den Wirt vom Päng entdeckt. Uschi, Matzes Freundin war ebenfalls dabei und natürlich wollte Bernd den beiden unbedingt noch kurz Gesellschaft leisten. Mit den Worten, ich bin in 5 Minuten wieder da, entfernte er sich von unserer Truppe und stiefelte zur Alten Posthalterei, wo die beiden saßen. Nach gut 20 Minuten pfiff ich ihn zurück, denn Liane wollte, wer konnte es ihr verdenken, nun endlich nach Hause. Jetzt ging es hurtig. Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden, Bernd stieg zu Liane ins Auto und ich setzte mich aufs Rad. Zeitgleich fuhren wir los. An dieser Stelle noch einmal unseren herzlichsten Dank an dich Liane!!!! War sicher nicht so einfach, als einzige keinen Alkohol trinken zu dürfen. Du hast etwas gut bei uns!!!!

Natürlich war Bernd schon da, als ich angestrampelt kam. Wir verzogen uns sofort ins Bett und sahen noch einen Tatort. (Nen ne, erst einmal musste ich mein gesamtes Musikequipment wieder im Wohnmobil verladen/verteilen) Es war so kalt geworden, dass wir selbst im Bett entsetztlich froren und uns zum Schlafen noch zusätzlich einen Rollkragenpullover anzogen.

So, Leute, es wird Zeit Bernd zu wecken, denn es ist gleich 8 Uhr 30. Wenn wir zu spät in Gronau eintreffen, finden wir womöglich keinen Platz mehr, denn das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Aus Erfahrung der letzten Jahre wissen wir, dass der Stellplatz am Dreiländersee ziemlich voll werden wird. Also, auf geht´s!!!

Euch wünschen wir frohe Pfingsten!!!

Noch einmal zur Erinnerung: Vielleicht wird heute um 19 Uhr 30 wird beim NDR bei Hallo Niedersachsen ein Beitrag über uns gesendet. So ganz genau, konnte Britta, vom Fernsehteam es aber noch nicht sagen. Vielleicht auch erst am Freitag. Schaltet doch mal rein……………

Womo

Das Fernsehteam vom NDR war da!

Nachdem wir wirklich tolle Tage in Westerstede verbracht hatten und die Kilos dank der hervorragenden Kochkünste meines Vaters und den Köchen des Schokoladenhotels fast alle wieder drauf sind, haben wir uns gestern morgen auf den Weg nach Lingen gemacht.

Auf einem Rastplatz 10 Kilometer vor Lingen hat uns das NDR- Team bereits erwartet.

Da Ines & ich in dieser „Hollywood-Produktion“ die Hauptrolle spielen, konnten wir während der Drehs natürlich keine Fotos für den blog machen! 🙂

Nachdem wir uns mit den dreien bekannt gemacht haben ging die Fahrt weiter. Britta, die Journalistin und Werner, der Kameramann stiegen zu uns in den Saloon und interviewten uns während der Fahrt. Jens, der Tontechniker (also der Mann mit dem großen Mikrofon) fuhr hinterher. Zuerst wurden „wir verkabelt“ und die beiden baten uns dann, uns ganz normal zu unterhalten. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Gefilmten plötzlich kein Wort mehr herraus brächten, meinte Britta. Na, die Gefahr war bei uns ja nun überhaupt nicht gegeben. Wie üblich kämpften wir um Gesprächsanteile und erzählten, was das Zeug hergab. Werner filmte dabei wie ein Weltmeister und wechselte von einer Position zur nächsten. So wurde ich auch immer wieder einmal nach hinten zu Britta verband. So konnte Werner dann ungehindert durch unsere nun endlich heile Scheibe filmen, während wir durch das wunderschöne Emsland fuhren. Wir haben uns noch immer nicht so richtig daran gewöhnt, dass die Scheibe nun heil ist, zu lange war sie kaputt gewesen.

Ich unterhielt mich derweil mit Britta. Diese hatte sich Tags zuvor intensiv mit unserem Blog beschäftigt und überrascht festgestellt, dass das „Schokoladenhotel Voss“ meines Bruders und meiner Schwägerin, mein Elternhaus war. Dieses kannte sie sehr gut, denn sie hatte dort, vor nicht allzu langer Zeit, mit ihrem Kamerateam, einen ganzen Tag verbracht und einen tollen Beitrag über das deutschlandweit einzige Schokoladenhotel erstellt. Dieser wurde dann bei“ Hallo Niedersachsen“ beim NDR ausgestrahlt. Noch heute schwärmte sie von der Schokolade, hatten sie doch zum Abschied, eine eigens für das Team hergestellte Filmkamara aus Schokolade bekommen. Gut in Erinnerung war ihr ebenfalls noch, dass der hauseigene Schokolatier ihnen den Kühlschrank mit den allerfeinsten selbst hergestellten Pralinen, mit den Worten, dass sie jederzeit zugreifen könnten, gezeigt hatte. Davon hatte sie regen Gebrauch gemacht und war noch heute überrascht, wie lecker die mit Senf gefüllten Pralinen waren .Auch von Bernd und Tanja war sie schwer begeistert. Endlich einmal Chefs, die sich nicht in den Vordergrund drängelten und auch ihren Auszubildenen die Chance gaben, durch ihre Beiträge zum Gelingen des Films beizutragen. Wenn man bedenkt, wieviele Leute beim NDR arbeiten, war es schon ein erstaunlich großer Zufall, dass nun eben diese Britta nun bei uns gelandet war.

Kurz vor unserem Ziel, dem Dieksee in Lingen, stiegen die beiden dann aus und unser Wohnmobil wurde nun von hinten, vorne und allen Seiten gefilmt, während wir mehrmals durch den Kreisel und an dem Kamerateam vorbei fuhren. Schnell waren auch diese Einstellungen im Kasten und kurze Zeit später erreichten wir unseren Platz am Dieksee.
Dort hatten wir vor 2 Jahren 3 Monate gestanden, als unser Haus gerade verkauft worden war, wir aber noch arbeiten mussten. Wahnsinn, wie grün es hier war!!! Während wir nun das übliche machten, nämlich Tisch und Stühle rausstellten, wurde non stop gefilmt.

So ein Concorde-Mobil bietet eine tolle Aussicht vom Dach aus; es wurde also aus jeder erdenklichen Position gefilmt 🙂 … um zum Schluss einen nur ca.5minütigen Beitrag zu produzieren.

Es wurde mittlerweile ziemlich schwül und ich schenkte für alle Getränke aus, die wir in einer Drehpause zu uns nahmen.

Jens macht mal Pause auf unserem „Kinder-Besucherstuhl“ 🙂

Nun wurde es lebhaft, denn Liane kam. Sie sah fantastisch aus, hatte 17 Kilo abgenommen und  ihren vor 2 Jahren angeschafften Rollator, in die hinterste Ecke ihres Schlafzimmers verbannt. Während die Kamaras surrten, wurde sie herzlichst von uns begrüßt.

Unsere liebe WoMO-Freundin Liane mit ihrem lieben Hund.

Kurze Zeit später kam auch unsere Freundin Natalie angeradelt. Während sie über das ganze Gesicht strahlte, schwenkte sie 2 selbstgebastelte Fähnchen, auf denen “ Herzlich willkommen in Lingen „stand.

Mit wehenden Fahnen kam Nathalie zu uns angefahren. Das war echt lieb, nochmal Danke dafür …

Wir freuten uns riesig, dass auch sie sich die Zeit genommen hatte, bei unserem kleinen Filmchen mitzuwirken. Nun gab es ja soviel zu erzählen und während wir in der Sonne schwitzten, arbeiteten die Fernsehleute ununterbrochen. Bernd musste dann noch seine Gitarre rausholen und gefühlsmäßig 15 Minuten dasselbe Lied spielen, damit von sämtlichen Positionen gefilmt werden konnte.

Liane und Natalie gaben dann noch ein kurzes Interview und damit waren alle Szenen im Kasten.

Ausgestrahlt wird es vermutlich morgen, den 07.06 um 19 UHR 30 bei “ Hallo Niedersachsen“ auf NDR.

Gegen 17 Uhr verabschiedete sich das Team und fuhr zurück nach Osnabrück. Auch Natalie und Liane mussten los. Liane ließ uns aber das Auto da, denn sie wollte mit ihrem Hund nach Hause laufen, wo ihre Enkelin Merle schon auf sie wartete. Die beiden wollten gemeinsam den Pool aufbauen. Wir sollten das Auto dann später nachbringen, damit wir endlich einmal sehen konnten, wo sie lebte. Das taten wir auch und waren total begeistert von ihrem wunderschönen Haus & Garten. Liane, die ja auch ein Wohnmobil fährt und voll auf Discokugeln und Blinklichtern abfährt, zeigte uns stolz ihre neueste Errungenschaft. Eine wasserdichte Discokugel für den Pool. Wir lernten dann auch ihre hübsche 15 jährige Enkelin kennen, die schwer mit dem Aufbau des Pools beschäftigt war und uns später noch ein tolles Stück auf dem E- Piano vortrug. Liane gab ihrerseits ihre Künste auf der Blockflöte zum Besten und ich muss ehrlich gestehen, dass das wirklich toll klang. Seitdem meine Nichte auf unserer Familienfeier Blockflöte gespielt hatte, war ich von diesem Instrument ja nicht besonders angetan, aber bei Liane klang es super. Wie sie uns erzählte, spielt sie mit ihrem Flötenverein, bestehend aus ein paar Frauen zwischen 74 und 80 Jahren, ehrenamtlich im Altersheim. Toll, oder??

Erst gegen 22 Uhr waren wir dann wieder beim Saloon. Es war ein schöner Tag und wir freuen uns schon auf heute abend, wo Bernd auf dem Marktplatz in Lingen beim „Feierabendmarkt“ ein Gastspiel hat. Netterweise fährt Liane Bernd mit seinem Equipment dorthin, denn mit unserem riesigen Wohnmobil in die Fußgängerzone ist ein Ding der Unmöglichkeit. Auch Natalie werden wir dann wiedersehen, denn es gibt ja noch soooo viel zu erzählen und gestern war die Zeit dafür einfach viel zu kurz!!

Danke an euch beiden, dass ihr gestern da wart. Auf Euch kann man sich wirklich verlassen!!!!!!!!

Womo

Westerstede In heimatlichen Gefilden unterwegs

Nachdem wir vom Hof gerollt waren, ging es erstmal 15 Kilometer weiter nach Bad Essen. Dort arbeitete Carina im Büro der Alianzversicherung. Kaum waren wir angekommen, kam Carina auch schon nach draußen gestürmt, um uns zu begrüßen. Die Freude war riesig und wir drückten uns erst mal ausgiebig. Danach durften wir ihren Arbeitsplatz bewundern und ein paar ihrer Kollegen kennenlernen. Es gab sogar Kaffee für uns und nun kam auch der Chef. Der war richtig klasse und überaus lustig und schlagfertig. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Man merkte gleich, dass das Betriebsklima in diesem Büro einfach super war. Kurze zeit später kam dann auch noch Tim hinzu. Dieser arbeitete ebenso dort und war Carinas neuer Freund. Genau wie sein Chef, war auch er sehr sehr witzig und stand mit seiner Schlagfertigkeit seinem Chef in nichts nach. Nachdem wir den Kaffee ausgetrunken hatten, kam Tim noch mit zum Saloon, um dieses zu bewundern und unterhielt uns dabei prächtig. Nun mussten wir aber weiter, denn wir hatten die Leute lange genug von der Arbeit abgehalten und Westerstede wartete auf uns. Carinawurde noch einmal gedrückt und mit dem Versprechen uns bald wieder zu sehen, machten wir uns auf den Weg.

In Westerstede angekommen, stellten wir erfreut fest, dass auf dem Hotelparkplatz “ unser Platz“ frei war und parkten ein. Bernd, mein Bruder und Tanja, meine Schwägerin waren allerdings gerade nicht da. Wie jedes Jahr trainierten sie für die Stadtolympiade, die demnächst stattfinden sollte. In den vergangenen Jahren konnten sie, zusammen mit ihren Mitarbeitern, immer einen der heiß begehrten ersten 3 Platzierungen für sich verbuchen und auch in diesem Jahr wurde selbstverständlich wieder der höchste Platz auf dem Siegertreppchen angestrebt. Da mein Bruder, genau wie seine Frau sehr sportlich sind, wird diese Sache sehr ernst genommen und mit ihrem Ehrgeiz das gesammte Personal mitgerissen. Wir drücken dann mal die Daumen!!!

Bernd und ich machten uns dann zu Fuß auf den Weg zu meinen Eltern. Die waren bei unserer Ankunft gerade am Rommycub spielen und mussten dieses erst einmal zu Ende bringen. Zeit für mich nach oben auf die Waage zu gehen. Juchhu, 5 Kilo weniger!!! Ich war ja soooo happy!!!! Meine Eltern hatten nun ihr Spiel endlich beendet und gegenseitig erzählten wir von den Ereignissen der letzten 9 Monate. Da meine Eltern aber Blogleser sind, gab es bei uns nicht allzu viel zu berichten. Nun entdeckte ich die ganzen Pakete, die wir in den vergangenen Wochen bei ebay, Amazon und co bestellt hatten und machte mich ans auspacken. Es waren mindestens 30. Ich hatte ausnahmslos Klamotten bestellt, Bernd Sachen fürs Wohnmobil. Es hatte tatsächlich etwas von weihnachtlicher Bescherung an sich und voller Vorfreude riss ich die Päckchen auf. Dann wurde alles anprobiert. Vieles hatte ich gebraucht bei ebay Kleinanzeiger gekauft und war begeistert, dass alles wie nagelneu aussah und was noch besser war, wie angegossen passte.  Außer den Schuhen hatte ich alles eine Nummer kleiner als meine herkömmliche Größe bestellt. Das bedeutet, dass ich auf keinen Fall wieder zunehmen darf, denn dann habe ich ein Problem, da ich aus Platzmangel alle größeren Sachen aus dem Wohnmobil verbannt habe und diese nun ein Dasein auf dem Dachboden meiner Eltern frissten. Nachdem alles ausgepackt und anprobiert war, gab es lecker Essen!! Mein Vater hatte Hühnerfrikassee gemacht. Mein Leibgericht!!! Natürlich schlug ich ordentlich zu, denn es war schon Abend und ich hatte noch nichts gegessen. Kohlenhydrathe, wie Reis und Kartoffeln ließ ich aber weg. Das änderte sich dann in den Folgetagen leider rasch. Man man man, es ist wirklich nicht einfach standhaft zu bleiben,bei den ganzen Köchen in unserer Familie.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns erst einmal und liefen den Kilometer zurück zum Schokoladenhotel. Dort waren nun auch Bernd und Tanja eingetroffen und wurden ebenfalls herzlichst begrüßt. Die beiden konnten sich nach kurzer Zeit von ihrer Arbeit frei machen und wir saßen bis nachts bei ihnen oben im Wohnzimmer. Es gab ja soviel zu berichten!!!

Am nächsten Morgen baute Bernd mit Bernd ( beide heißen Bernd) die Markise vor dem Hotel auf. Das war ein langwieriges Unterfanger und dauerte tatsächlich mehr als 7 Stunden. Ich lief in der Zwischenzeit wieder zu Fuß zu meinen Eltern. Die hatten ein orpulentes Diätfrühstück vorbereitet, welches aus allen erdenklichen Früchten bestand. Es gab Erd- Blau- und Himbeeren, dazu Weintrauben, Aprikosen und Pflaumen. Dazu Karotten- und Kohlrabistreifen, ebenso wie Radieschen. Leckerer Quark zum Tunken war natürlich ebenfalls vorhanden. Außerdem Lachs und Krabben, verschiedenste Käse- und Marmeladensorten. Für die jenigen, die Kohlenhydrathe durften natürlich auch verschiedenste Sorten leckerer Brötchen und Brot. Gemeinsam warteten wir auf Elke und Rainer ( meine Schwester und meinen Schwager), denn die mussten heute ihren Hund wieder abholen, den sie gestern hier abgegebn hatten, weil sie auf einen Vortrag gewesen waren. Wegen hohen Verkehrsaufkommens kamen sie mit einer einstündigen Verspätung endlich gegen 12 Uhr an und nachdem wir gegenseitig unsere Abnehmerfolge bewundert hatten, konnten wir endlich dieses einmalig leckere Frühstück genießen. Heute hatten die beiden mal Zeit und so saßen wir noch lange beieinander. Danach kamen die beiden noch mit zu unserem Wohnmobil und ich schenkte meiner Schwester eine ganze Tüte meiner nun zu großen Sachen. Die freute sich mächtig und nun ging es ans Verabschieden. Wir werden uns aber im August wiedersehen, zu Emden a la carte!

 

 

Womo

27.05.2019 Endlich eine neue Scheibe!!!

Hallo Leute !!

Der Termin in Melle, zwecks Auswechlung der Scheibe war zwar erst morgen, aber weil unterwegs Regen angesagt gewesen war, waren wir schon gestern Abend hier in Melle bei der Firma “ Zentrale Autoglas“ eingetroffen. Weil Sonntag war, war natürlich kein Mensch hier, aber wir hatten den Code für das Roll-Tor bekommen, welcher uns ermöglichen sollte auf das Betriebsgelände zu fahren. Ein weiteres Wohnmobil parkte ebenfalls schon vor dem Tor. Der Besitzer, ein Schweizer, hatte den Code ebenfalls bekommen, meinte aber, das Tor würde sich nicht öffnen. Bernd musste also ran! Nach einiger Zeit gelang es ihm dann und das Tor rollte auf. Das Problem war einfach gewesen, dass man vor und nach der Eingabe der Zahlen jeweils auf das Schlüsselsymbol drücken musste. Das muss einem doch gesagt werden, oder? Nacheinander fuhren dann das 14 to schwere amerikanische Wohnmobil des Schweizers mit sagenhaften 12 Metern Länge und wir auf das Betriebsgelände.

Ein Monaco -Windsor mit einem gewaltigen Slide-Out und 8,3 ltr-Dieselmaschine!!  Daneben wirkte selbst unser Saloon mal sehr klein. Kein Wunder, mit mehr als 3,6 m Höhe, 2,55 m Breite und 12,5 m Länge !! Für unsere Reisegewohnheiten und Orte ist so ein geiler „Ami“ aber nichts … viel zu groß und zu schwer… aber trotzdem imposant!! Vielleicht lasse ich unseren Saloon mal so oder ähnlich folieren !?

Das war wirklich toll und es gab sogar 3 Stellplätze mit Strom- und Wasseranschluss. Da es nachts regnete, schliefen wir nicht so besonders, denn natürlich leckte es wieder ins Auto. Das hatte nun hoffentlich bald ein Ende.

Am nächsten Morgen waren wir schon früh wach und Bernd war gerade am frühstücken, da kam schon der Innendienstleiter und besah sich ziemlich kleinlaut das Dilemma. Da Bernd im Vorweg ständig Alarm gemacht hatte, unzählige Regenvideos , Fotos  und zahlreiche Berichte geschickt hatte, waren wir bekannt wie ein bunter Hund und durften mit unserem Gefährt sofort in die Halle rollen.

Da steht er nun im „Operationsraum“ und wird langsam ausgepackt und dann „notoperiert“.
Die professionellen Monteure kamen aus dem „Kopfschütteln“ gar nicht mehr raus… sowas hatte hier noch niemand gesehen; und ich bekam für meine Verpackungskünste und Mut (damit zu fahren) fast den Wohnmobil-Fahrer-Nobelpreis 🙂

Dort wollte man dieses Mal wirklich auf Nummer Sicher gehen und hatte 3 verschiedene Scheiben parat. Vorsichtig wurden sämtliche Kleber entfernt und ratzfatz war die alte Scheibe draußen. Nun wurde Scheibe Nummer 1 eingesetzt. Die passte aber nicht. Nummer 2 und 3 allerdings auch nicht, wie sich dann herausstellte. Das ist allerdings wohl ganz normal, denn die Scheiben müssen angepasst werden. In den voherigen Auswechselungen wurde immer nur unterfüttert und mit Gummis abgedichtet. Das dass nicht funktionierte war mittlerweile allen klar und so wurde die größte Scheibe, die eigentlich zu groß war, geschliffen und wieder eingesetzt. Die Mitarbeiter gingen diesmal wirklich behutsam vor, wollten keinen Fehler mehr machen und setzten die Scheibe wieder ein. Sie war noch immer zu groß. Also Scheibe wieder raus und dieselbe Prozedur begann von neuem.
Das wiederholte sich noch etliche Male und ich nutzte die Gunst der Stunde und putzte unser gesamte Mobil von außen. Die Gelegenheit mal bis ganz nach oben zu kommen war einmalig, denn es stand eine Superleiter in der Werkstatt rum, die ich auf Nachfrage benutzen durfte.

Ines in ihrem Element; und so lernt sie unseren Saloon auch maloberhalb der 1,90m-Marke kennen 🙂

Überhaupt waren alle sehr nett und ein ums andere Mal wurden wir gefragt, ob wir noch einen Kaffee oder ähnliches wollten. Selbst ein Firmenwagen wurde uns angeboten, mit welchen wir die Gegend unsicher machen konnten. Doch das wollten wir auf keinen Fall.

Für Ines galt es auch viel Wartezeit zu überbrücken. Also Camping im Windschatten des dicken Amis auf der grünen Wiese.

Bernd überwachte die ganze Angelegenheit mit Argusaugen. Dieses Mal sollte echt nichts schief gehen, denn 2 Jahre mit kaputter Frontscheibe reichte uns wirklich.

Anruf vom NDR-Fernsehen

Zwischendurch ging einmal das Telefon. Vor etwa einer Woche hatte ich eine Mail vom NDR bekommen, in der gefragt wurde, ob wir bereit wären, etwas über unser Leben zu erzählen. Sie hatten nämlich den Blog gelesen und fanden ihn irgendwie interessant. Ich antwortete, dass wir eh demnächst in Deutschland seien und wir sicher noch ein paar Zeitfenster hätten. Allerdings vergaß ich es dann sofort wieder und berichtete Bernd  erst 3 Tage später davon. Diese Dame vom NDR war nun dran und wollte einen Termin ausmachen. Wie sich herausstellte, war sie gar nicht vom Radio, sondern vom Fernsehen. Irgendwie setze ich NDR immer mit Radio gleich. Nun ja, Fernsehen ist ja auch nicht schlecht, dachte sich Bernd und schnell war ein Termin gemacht. In knapp 2 Wochen soll der Dreh stattfinden. Vor der Ausstrahlung sagen wir euch natürlich Bescheid. Zurück zum Thema:

Nach geschlagenen 8 Stunden war das Werk vollbracht und alle Mitwirkenden ganz stolz über das Resultat.

Juhu, es ist vollbracht. So einen sauberen Blick auf die Vorderfront hatten wir (und auch Ihr beim Betrachten unserer Fotos) schon laaaaange nicht mehr, gell? Und so soll es nun auch bleiben !!

Auch der Vertriebsleiter und der Marketingleiter der Wohnmobil-Sparte waren immer wieder vor Ort gewesen und haben viel mit Bernd gesprochen und diskutiert.  Bernd nahm ihnen aber etwas die Freude, indem er sagte, dass es am Anfang jedes Mal gut ausgesehen hatte. Darauf wurde uns gesagt, dass jetzt nur noch ein Steinschlag die Scheibe wieder undicht machen könnte und sie dieses Mal wirklich bombensicher sitzt. Na, das sind wir mal gespannt, haben aber ein wirklich gutes Gefühl!
Wir durften aus der Halle fahren und die Mitarbeiter hatten endlich Feierabend. Aus zwei Gründen blieben wir dann noch eine Nacht auf dem Betriebsgelände.
1) Die Scheibe musste trocknen und
2) wollten wir unsere Kosten erstattet haben. Das konnte aber nur der Chef bewilligen und der glänzte heute mit Abwesenheit und kommt erst morgen wieder. Nun gut, eigentlich war unser Termin ja auch erst morgen und so hatten wir Zeit. Da das Wetter nicht allzu schlecht war, scrabbleten wir noch eine Runde draußen und telefonierten lange mit Bennet. Anschließend sahen wir noch einen Sience Fiction-Film und schliefen gegen 23 Uhr 30 ein.

Wie unser Gesprächmit der Geschäftsleitung verlief …  erfahrt ihr im nächsten Bericht 🙂

So, da bin ich wieder.

Am nächsten Tag kamen dann der Innendienstleiter und der Chef der Firma zu uns ins Wohnmobil. Der Chef hatte schon die Fotos gesehen, die Bernd geschickt hatte und war total entsetzt. Entschuldigend gab er uns sofort recht und meinte, dass so etwas nicht passieren dürfe, wir komplett im Recht wären und mindestens 3 Fehler gemacht worden wären. Zu keinem Zeitpunkt versuchte er die Sache zu beschönigen oder sich rauszureden. Im Gegenteil, er konnte unsere Wut komplett verstehen und war nur froh, dass wir heil angekommen waren. Das war mal eine excellente Führungskraft, was ich ihm auch sofort mitteilte. Er bewunderte und bedankte sich für unsere Geduld und ohne Disscusionen, sagte er uns zu, dass sämtliche angefallenden Kosten und auch Mühen, die mit der Scheibe verbunden waren, erstattet werden würden. Das war alles was wir wollten und wir kamen nicht umhin, dass es eine tolle Firma ist, die hervorragende Arbeit macht und einen Chef hat, der sich wirklich gut um die Kunden kümmert und auch Fehler vorbehaltlos eingesteht. Fehler können ja immer passieren und wir sind jetzt wirklich guter Dinge, dass das Dilemma mit der Scheibe nun endgültig Geschichte ist. Wir verabschiedeten uns und rollten vom Hof. Trotzdem nun die neue Scheibe drin war, sah Bernd bei jedem Huckel ängstlich zu eben dieser. In den letzten 2 Jahren hatte er dieses so verinnerlicht, dass es sicher noch geraume Zeit dauert, bis er sich dieses wieder abgewöhnt und sich nur noch um den Verkehr kümmert.

Womo

Auf dem Weg zurück nach Deutschland 17.05.2019

Tja, gestern war es soweit!!
Nach 3 tollen Wochen in Pulpi in unserer Palmenbucht am Mittelmeer, unserem absoluten Lieblingsplatz, machten wir um 17 Uhr das Wohnmobil startklar, um aufzubrechen.

… alles gut eingepackt 🙁

So spät deshalb, weil den ganzen Tag ein unglaublicher Wind gewütet hatte. Ca. an die 75 Km/h und da wollten wir nicht fahren. Geschwommen bin ich trotzdem, aber nur 45 Minuten, denn der Wind peitschte mir das Wasser  fast ununterbrochen ins Gesicht und es war irre anstrengend. Auch war das Wasser schweinekalt, obwohl es wolkenlos und sonnig war. Keine Ahnung woher der Wind das Wasser gebracht hatte. Gefühlsmäßig jedenfalls vom Nordpool. Dabei war es am Vortag  so warm gewesen, dass ich direkt ein Badewannengefühl gehabt hatte. Trotzdem ließ ich mir das Schwimmen nicht nehmen, denn wer weiß, wann sich das nächste Mal die Gelegenheit ergiebt. Wenn man im Meer schwimmt, geht die Zeit so schön schnell um. Viel schneller, als wenn man im Freibad seine langweiligen Bahnen zieht. Außerdem sind die Wellen immer eine Herausforderung und je weiter man rausschwimmt, umso größer wird das Herzklopfen, was anscheinend unglaublich produktiv für die Fettverbrennung ist. Zwar hat Oli seine Waage wieder mitgenommen, aber dafür hatte Dagmar eine dabei und auf die durfte ich mich raufstellen. Natürlich hatte ich nach der Kartoffelpufferorgie wieder 500 Gramm drauf, aber da das mittlerweile 4 Tage her ist, bin ich guter Dinge, dass ich mittlerweile 4 Kilo weniger habe, als vor Pulpi. Ich bilde mir auch ein, dass man es sieht. Bernd fällt es natürlich nicht auf, aber das macht gar nichts, denn dann fällt es ihm auch nicht auf, wenn ich wieder zunehme.

Nachdem ich aus dem Wasser gekommen war, wurde der Wind unglaublich warm und Bernd, der im Saloon saß, um die Route festzulegen, bekam einen Schweißausbruch nach dem anderen. Die Temperatur im Womo betrug satte 34 Grad. Für mich gerade richtig, um mich aufzuwärmen. Die Hitze wurde noch größer, als ich unsere 3 Platten des Gasherdes anschmiss und fürstlich kochte. Nach dem Essen ließ, wie angekündigt, der Wind nach und wir machten das Mobil reisefertig. Bernd war gerade dabei, von außen alle Klappen zu schließen, da kam auf einem Mal ein Polizeiauto (Guardia cicil), mit irrem Tempo angefahren. Zielstrebig hielt es neben Bernd, der gerade im Begriff war wieder reinzukommen. Freundlich grüßte Bernd die Polizisten. Diese waren aber diese Mal alles andere als nett. Kein Parken hier, verstanden wir, desweiteren hätten wir sofort zu fahren. Nunja, das hatten wir ja sowieso vor, aber was war denn in den Polizisten gefahren. Normalerweise waren die immer richtig nett und winkten uns fröhlich zu. Merkwürdig war auch, dass sie die Leute, die neben uns mit ihrem Wohnmobil standen, in keiner Weise behelligten. Wir konnten uns keinen Reim darauf machen und erst viel später kam uns der Gedanke, dass es mit dem Vorfall am Tag zuvor zu tun haben könnte.
Da war nämlich ein Herr der Umweltpolizei da, mit dem wir ins Gespräch kamen. Er regte sich fürchterlich auf, dass sich immer wieder Leute in die erste Reihe, direkt ans Wasser stellten und er den Auftrag hätte von allen, die dies machen die Kennzeichen zu fotografieren. Das brachte scheinbar auch immer Schreibarbeit mit sich, auf die er überhaupt keinen Bock hatte und deshalb immer die Polizei rief. Dann hatten diese nämlich die Schreibarbeit. Das war jedenfalls das, was wir verstanden hatten. Ferner regte er sich über den Müll auf, den manche Leute hier hinterließen. Daraufhin sagten wir ihm, dass wir erst gestern wieder eine ganze Tüte voller Müll eingesammelt hätten, der allerdings nicht von Wohnmobilisten stammte, sondern von spanischen Anglern. Darauf meinte er, man solle den Müll liegenlassen, denn dann würde der Platz endlich geschlossen werden. Daraufhin meinte Bernd, er wäre Deutscher und würde den Müll von anderen immer wieder aufsammeln, weil wir im Wohnmobil leben, dass so schön finden und möglichst lange so schöne Plätze vorfinden wollen. Ich konnte mir dann auch nicht verkneifen zu sagen, dass die Spanier immer ihren Dreck liegenlassen und das diese in der Hinsicht noch einiges zu lernen hätten. Das war scheinbar genug, um uns bei der Polizei anzuschwärzen. Irgendwie ja auch verständlich. Ich meine, wenn mir ein Ausländer sagen würde, die Deutschen wären Schweine würde ich auch etwas sauer werden. Wir jedenfalls haben uns vorgenommen, demnächst lieber unseren Mund zu halten.

Nachdem wir losgefahren waren, war der erste Stop schon 4 Kilometer weiter. Einkaufen war angesagt. Da uns aber nur ein paar Dinge ausgegangen waren und wir noch genügend zum Kochen für 4 Tage hatten, bestand ich es mit Bravour. In 4 Tagen sieht es dann bestimmt wieder anders aus. Wir verstauten die paar Sachen und setzten unsere Reise fort. Dieses Mal  Mal wollten wir die Mautstrecke fahren, denn bei den vielen Kreiseln hier und noch schlimmer in Frankreich, würden wir unsere Scheibe auch jeden Fall verlieren.

Auf gehts nun … immer auf den Autobahnen entlang … Richtung Barcelona nach Girona.

Da wir zuvor noch nie mit Maut gefahren waren, war Bernd etwas nervös. Schon kam die erste Station. Ticket ziehen war angesagt. Das klappte ganz gut und sofort ging die Schranke auf. Bernd , der wohl Angst hattte, die Schranke könnte sich schließen bevor wir durch waren, löste hektisch die Handbremse und gab Gas. Puh, man sah ihm die Erleichterung an, als wir durch waren. Diese hielt aber nicht lange, denn nur Sekunden später gabelte sich die Autopista .

Eine Richtung zeigte Valencia an, die andere Almeria. Bernd, noch immer unter den Folgen des psychischen Nebels, des soeben überstandenen Stresses, leident, brüllte mich an: “ Welche Richtung ????“ “ Keine Ahnung“, schrie ich zurück.“ Du hast dich doch stundenlang mit der Route beschäftigt!“ setzte ich noch einen drauf. Bernd stand nun mitten zwischen den beiden Spuren. Links und rechts kam nun keiner mehr an uns  vorbei und auch wenn wir das nicht gewusst hätten, wäre es uns spätestens jetzt klar geworden, denn plötzlich war hinter uns ein Auto und dieses hob nun ein gewaltiges Hupkonzert an. “ Fahr weiter“, herrschte ich Bernd an. “ Wohin????“, schrie er zurück. Nun, einer musste nun die Entscheidung treffen, sollte der Typ hinter uns keinen Herzinfarkt bekommen. “ Almeria!!!“, rief ich und Bernd nahm die rechteste Spur. Nun plötzlich fing Bernds Gehirn wieder an zu arbeiten und er wusste quasi in diesem Moment, dass wir falsch waren. Nützte aber nichts, wir mussten nun 11 Kilometer auf dieser Autobahn bleiben  und dann dieselbe Strecke retour fahren. Kosten 3, 70 Euro.

Noch gibt es immer wieder Palmen … diese werden wir später sicher vermissen.

Wir zogen noch so einige Tickets an diesem Tag und genau so oft bezahlten wir auch. Auch das war nicht so einfach. Das Fach, in das man das Kleingeld bei der Bezahlung werfen musste, war ziemlich weit unten und Bernd hatte echte Schwierigkeiten es aus dem Seitenfenster unseres Saloons zu treffen. Wenn wir mit Scheinen bezahlten, war es auch nicht einfacher, denn dann kam das Wechselgeld unten raus, welches auch wieder sehr schwer erreichbar war. Einmal herrschte Bernd mich an, ich müsse nun aussteigen und es holen. Da war er aber schief gewickelt! Ich schrie zurück, dass er einfach mal aufstehen müsse. Welch geniale Idee!!! Seitdem ist alles viel einfacher. Bernd steht nun auch beim Einwerfen des Kleingeldes auf und seitdem geht nichts mehr daneben. Mittlerweile bekommt er es auch hin, die Quittung zu ziehen, denn das Mautgeld werden wir uns von der Firma zurückholen, die uns den Schlamassel mit der Scheibe eingebrockt haben. Schliesslich haben wir mittlerweile seit 2 Jahren das Problem und haben nun echt die Nase voll. Ihr seht, die Fahrt war ziemlich aufregend. Gott sei Dank, gab es zwischendurch aber auch immer länger Streckenabschnite, in denen Bernd entspannen konnte, sofern das bei dem Krach im Auto möglich war. Unser Wohnmobil ist nämlich irre laut und man versteht sein eigenes Wort manchmal nicht. Ich maß dann mal mit unserer Lärmapp auf dem Handy den Geräuschpegel. Wow, 97 Dezibel!!! Darunter stand dann dieser Satz:

“ Bereits kurze Lärmwirkungen kann zu dauhaften Gehörschäden führen!

Super, dachte ich, ich bin doch sowieso schon so schwerhörig. Da fiel mir ein, dass ich irgendwo noch Oropax liegen hatte. Damals gekauft, um Bernds ewiges Geschnarche nachts nicht zu hören. Nie gebraucht, weil Bernd seitdem wir im Mobil leben, nie wieder geschnarcht hatte. Nach kurzer Suche hatte ich sie gefunden und Bernd und ich stopften sie uns in die Ohren. Viel viel angenehmer!!! Allerdings war jetzt eine normale Unterhaltung nicht mehr möglich. Eine gute Gelegenheit Blog zu schreiben, was ich auch sofort in die Tat umsetzte. Wir fuhren bis um 21 Uhr 30 und übernachteten in dem kleinen Dorf namens Moixent.

Schnell kochte ich uns noch etwas und dann fielen wir schon kurz nach 22 Uhr todmüde ins Bett.

18.05.2019

Am nächsten Morgen, machte ich einen kleinen Bummel durch das Dor fund weil ich das Handy zur Navigation mithatte, fand ich sogar wieder zurück. Bernd beschäftigte sich derweil mit unserer Motorklappe, die wollte nämlich nicht mehr richtig schließen.

Unsere „mobile“ Aurowerkstatt.

Außerdem verklebte er die Scheibe neu, denn der Fahrtwind hatte dem alte Tapeband ziemlich zu schaffen gemacht.

I pimp my motorhome 🙂

Frühstücken tat er auch und als ich wiederkam befestigte er gerade die Saugnäpfe an der Innenscheibe. Wir waren startklar.

Eigentlich war unser Etappenziel Tarragona. Da es dort aber bewölkt war, fuhren wir weiter. Barcelona ließen wir links liegen und machten erst nach insgesammt 600 Kilometern halt. Der kleine Ort hieß Caldes ´`Estrac, lag direkt am Meer und war nur 100 Kilometer von der Werkstatt entfernt, bei dem wir übermorgen den Termin zwecks leckenden Kessel hatten.

Auf diesem „leeren“ Parkplatz konnten wir gut übernachten. Er befand sich direkt vor einem Wohngebiet, in welchem ca. 95% der Häuser als Rohbau dahinfristen. Diese sind sicherlich während der Bankenkrise nicht weitergebaut worden. Echt traurig sowas (auch) in Spanien immer wieder zu sehen.

Kaum waren wir dort angekommen fing es an zu tröpfeln, was uns jegliche Lust auf einen Spaziergang nahm. Ich kochte stattdessen Hähnchenbrust mit Reis und Gemüse und wir aßen. Den Reis verkniff ich mir allerdings. Dann kam doch noch einmal die Sonne und wir scrabbleten, bevor wir wieder gegen 22 Uhr abermals todmüde ins Bett fielen. Bernd schlief fast 12 Stunden durch und auch ich war nachts nur 2 Stunden wach gewesen und dann wieder ins Bett gekrochen. So kam es, dass wir morgens tatsächlich einmal gemeinsam im Bett lagen. Das kommt sonst so gut wie nur vor, da ich so gut wie immer Stunden vor Bernd wach bin.

Da wir den Termin erst morgen früh haben und es nur 100 Kilometer Fahrt waren, verbrachten wir hier noch den halben Tag. Ich machte einen schönen Spaziergang und Bernd zappte sich durchs Internet, um noch einige Sachen für die nächste Saison zu bestellen. Als ich wiederkam, berichtete Bernd mir, dass abermals die Polizei hier war und freundlichst angeordnet hatte, dass wir hier nicht stehen dürften. Also, ging es wieder on the road.

Oh, doch noch 1 Auto, welches hier parkt … und trotz dieser Leere hat uns zum Schluß die Polizei „gebeten“, diesen Platz zu verlassen.

Kaum waren wir losgefahren, fing es an zu regnen. Zum Glück, aber nur kurz und nicht gar so heftig.  Die Landschaft hier hat sich total geändert. Auch ist es wesentlich kühler, als in Murcia oder Andalusien. Die Berge sind auf einem Mal so weit weg und das Gras so richtig grün. Wenn ich nach draußen schaue, sieht es aus wie in Frankreich. Und tatsächlich trennen uns bis zum Grenzübergang auch nur noch 50 Kilometer.

Doch, hier ein schönes Foto ?! 🙂 Dieses hat mir vor 2 Tagen eine nette Freundin zugesandt. Es stammt aus den Anfang 80er und wurde bei einer Silberhochzeit aufgenommen, auf der wir als NORDLICHT-Tanzband „aufgespielt“ hatten. Im Hintergrund mein Bruder Ludwig an den Keys (Orgel, Piano und diverse Synthesizer)… es fehlt noch Alfred am Schlagzeug. Ach, was waren wir da noch jung 🙂

So Leute, wir haben unser heutiges Ziel „Vila-sacra“ bei Girona gleich erreicht und hoffen das die Mechaniker unseren Kessel morgen reparieren können. Drückt uns bitte die Daumen!! Bestellt im Universum habe ich es schon. Euch einen wunderschönen Tag bei, wie wir hoffen, allerschönstem Wetter!!  Bilder gibt es heute leider keine.

Gegen 17 Uhr erreichten wir ohne besondere Vorkommnisse die Werkstatt und lernten sogleich Lars kennen. Lars war hier der Werkstattmeister und um es vorwegzunehmen auch der einzige der dafür sorgte, dass sämtliche Wohnwagen und  Mobile, die hier zuhauf standen wieder für die nächste Saison flott gemacht wurden. Außer dem Chef natürlich, aber den sahen wir in den 2 vollen Tagen, die wir hier standen kein einziges Mal arbeiten. Lars dagegen arbeitete sogar am Wochenende. Auf Anhieb fanden wir ihn sympathisch und schon nach ein paar Sätzen hatte er unser vollstes Vertrauen. Zwar hatte er keine Erfahrungen mit Concorde-Wohnmobilen, aber das würde er selbst besoffen in 3 Stunden hinbekommen, meinte er. Eigentlich wollten wir unseren leckenden Kessel evtl. schweißen lassen, aber das redete er uns ganz schnell aus. Seine Argumente waren logisch und überzeugend und so dachten wir schon, wir müssten doch eine neue Heizung in Deutschland einbauen lassen. Kosten 4000 Euro!!  Lars aber strahlte uns an und meinte, wir hätten unglaubliches Glück, denn er hätte rein zufällig gerade 2 gebrauchte da. Die eine könne er uns zwar nicht empfehlen, die andere aber wäre top. Kosten 600 Euro und der Einbau käme natürlich auch noch dazu. Das konnte ja nicht allzu teuer werden, dachten wir, denn 3 Stunden hatte Lars ja nur veranschlagt. Wir stimmten zu und am nächsten Morgen um 8 Uhr sollte es losgehen.

19.05.2019

Daraus wurde erst einmal nichts, denn Lars kam erst um 8 Uhr 30 und musste natürlich erst einmal einen Kaffee trinken. Danach kam der Chef und teilte uns mit, dass Lars nun leider ein paar Zelte aufbauen müsse. Das ginge aber schnell und er wäre bald wieder da. Nun gut. Wir machten das Beste daraus und stellten unseren Tisch und die Stühle auf die Parkwiese und lernten etwas spanisch.

Während ich mit Lars im „Schweinegestank“ arbeitete, genoss Ines diese schöne Blumenwiese … sei`s ihr gegönnt.

Es dauerte und dauerte und irgendwann kam Lars dann mal kurz vorbei geschneit, um uns zu sagen, dass es nun doch etwas länger dauern würde. Um genau zu sein bis ca. 15 Uhr.
Bernd und ich nutzten die Zeit, um Geld für die Reparatur vom Bankautomaten zu holen und einkaufen zu gehen. Dafür wurden von Bernd die Fahrräder vom Gepäckträger geholt und los ging es. Keine Stunde später waren wir schon wieder da und auch Lars kam so gegen 15 Uhr 30. Klasse, es konnte losgehen. Bernd half die ganze Zeit tüchtig mit.

Demontage der alten ALDE 3000 Compact-Heizung. Zum Glück hatte unser Vorbesitzer damals auch von aussen eine „Serviceklappe“ einbauen lassen. so konnten wir jetzt von 2 Seiten arbeiten.

Das erste Problem ließ nicht lange auf sich warten, denn es dauerte ewig und drei Tage, die alte Heizung rauszubekommen.

Da ist der alte Übeltäter. Die Schweissnähte des Aussenmantels sind auch ziemlich korrodiert

Endlich war es geschafft und nun konnte die neue eingebaut werden.

So, der Platz ist nun frei für die Ersatzheizung. Vorher mal ordentlich durchwischen.

Das ging ziemlich zügig und problemlos. Mittlerweile war es aber 21 Uhr geworden und Lars wollte morgen weitermachen. Im Prinzip musste jetzt nur noch Glykohl aufgefüllt-  und durchprobiert werden, ob alles liefe. Morgen früh um 9 Uhr sollte es weitergehen. Erst um 9 Uhr deshalb, weil Lars irgend so ein technisches Gerät benötigte, welches dafür sorgen sollte, dass sich keine Luftblasen in der Heizung bildeteten. Dieses Gerät war aber gerade woanders und sollte erst gegen 9 Uhr am nächsten Tag wieder da sein. Kein Problem für uns.
Bernd trank mit Lars noch ein Feierabendbier und danach rollten wir mit dem Womo wieder raus aus dem Innenhof, der als Werkstatt diente. Wir hätten zwar problemlos dort die Nacht verbringen können, aber das wollten wir für kein Geld der Welt. Grund war der für 300 Schweine ausgelegte Schweinestall, mitten auf dem Gelände. Leute, ihr glaubt gar nicht, was das für ein Gestank war. Wirklich sagenhaft!!! Und dann erst die Fliegen, von denen ein paar Dutzend meinten, sie müssten zu uns in den Saloon ziehen. Keine Frage, Bernd und ich waren uns mehr als einig. Wir mussten hier schleunigst weg. Zu Lars meinte ich, er hätte sich sicher schon an den Gestank gewöhnt. Das bestritt er ganz entschieden. Er hätte selbst zuhause noch diesen ekelerregenden Geruch in der Nase. Vor 1,5 Jahren hat er mal eine Leiter an den Stall gestellt und oben durch die Lüftungsschlitze geguckt. Seitdem ist er Vegetarier. Hilfreich für diesen Schritt war auch sein Kumpel, der in Deutschland Fleischer ist. Der konnte nämlich einige Geschichten aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz berichten . Dazu gehörte unter anderem, dass sämtliche Schweine, die dort zur Zerlegung angeliefert werden, übersät sind mit Krebsgeschwüren, diese werden  großzügig rausgeschnitten und zu Mortadella und Bratwurst verarbeitet. Ich glaube, ich esse nie wieder Bratwurst!! Lars erzählte uns auch, dass die Schweine hier ,auf dem gepachtetenden Gelände der Werkstatt, nur 2 Mal das Tageslicht sehen. Einmal, wenn sie in den Stall kommen und einmal wenn es zum Schlachten geht. Ein paar sterben aber täglich einfach so durch den Stress, die Enge oder durch Krankheit. Die werden dann trotzdem noch verarbeitet. IGITT!! Lars konnte das wirklich sehr anschaulich erzählen. Ich fragte ihn, wie lange er nun schon hier in dieser Firma arbeitet. 3 Jahre sind es jetzt. Er wollte dort unbedingt arbeiten. Blöd nur, dass der Chef keinen Mitarbeiter suchte. Lars ging ihm dann aber solange, wie er sich ausdrückte, auf den Sack, bis der Chef sich erbarmte. Im ersten Jahr, war er nur dafür zuständig die Hundescheiße aufzusammeln und bekam ab und zu einmal 20 Euro. Im Zweiten Jahr durfte er die Fahrzeuge waschen und nun nach gut 3 Jahren ist er Werkstattmeister!! Dabei kommt er eigentlich gar nicht aus dem Metier, sondern ist Heilerziehungspfleger. Er hat jahrelang in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet, fand es aber zunehmend unverantwortlicher, wie die Kinder dort mit Medikamenten vollgestopft werden. Und immer mit denen, bei denen sich die Psychopharmakavertreter besonders großzügig gezeigt hatten. Irgendwann hatte er die Schnautze restlos voll, packte seine 7 Sachen und zog nach Spanien. Hier gefällt ihm das super und die Arbeit macht ihm so richtig Spass. Er kann aber auch wirklich alles und ist ein echt toller Kerl.

Ines & Lars (mein Lieblingspfleger) ! Am Feierabend haben wir uns ein Bierchen gegönnt… nur nicht Ines, die trinkt natürlich kalorienfreie C… 🙂

In unserem Fall hat es dann aber bis zum Abend gedauert, weil irgendwie doch noch ständig Luft in der Heizung war, das Glykol nicht richtig reinlaufen wollte und Bernd und er ständig welche mit 220 Volt gewischt bekamen.

So sah die „alte“ Glycol-Flüssigkeit aus. Die dunkle Brühe musste dringend raus. Obwohl eine WoMo-Fachwerkstatt in Deutschland mir noch im August 2018 nach angeblicher Überprüfung gesagt hatte, diese wäre noch völlig o.k. (Diese war aber bestimmt schon viel länger als 5, 6, 7 Jahre im System)
Sah aus, wie früher im „Physik-Praktikum“ ! Lars sensationelles „Glycol-Einfüllsystem“ mit Stabpumpe. Muß er nun nur noch Concorde-tauglich verbessern 🙂

Bernd arbeitet auch an diesem Tag rund um die Uhr mit und stellte sich dabei sehr geschickt an. So geschickt, dass Lars ihn sogar als Helfer einstellen wollte.
Da die Pumpvorrichtung von Lars es nicht schaffte unseren gesamten Concorde-Heizungskreislauf  „blasenfrei“, also ohne Lufteinschlüsse mit Glycol zu füllen, musste wir das gesamte alte Glycol per Hand ablassen und das neue dann über den Ausgleichsbehälter einfüllen. Dabei gelangt natürlich jede Menge Luft ins System, welche dann wieder über die Entlüftungsschrauben an den einzelnen „Heizkörpern“ (Konvektoren) abgelassen werden muß.   Sieben Entlüftungsstellen habe ich nach langem Suchen tatsächlich gefunden.

Schon wieder einen fremden Mann in meinem Kleiderschrank erwischt !!! Hier krabbelt er gerade heraus. Ines, Ines 🙂

Gegen 7 Uhr war aber endlich alles zu unserer Zufriedenheit fertig. Nichts leckte mehr und die Heizung, wie auch das Wasser wurden warm. Sowohl auf Gas, wie auch auf Strom. Super!!! Ein Problem weniger.  Bezahlt haben wir 1000 Euro, wobei allein schon das Glykol 200 Euro gekostet hatte. Macht an Arbeitslohn 200 Euro.  Da kann man doch echt nicht meckern, oder???
Wir jedenfalls sind mehr als zufrieden und Bernd spielte zum Dank und Abschied noch 3 Lieder auf der Gitarre. Die unglaublich nette Sekretärin (Bürochefin) Daniela sollte auch etwas davon haben und so gab Bernd sein kleines Privatkonzert in der Empfangshalle. Beide hatten Gänsehaut und mit dem Versprechen, auch mal wieder zu kommen, wenn nichts kaputt ist, verabschiedeten wir uns mit dicken Umarmungen. Das wird wohl aber nicht passieren. Ich meine, dass mal nichts kaputt ist. Wir werden also Stammgast bei den beiden werden. An dieser Stelle ganz liebe Grüße und unseren herzlichsten Dank!!!

Kurze Zeit später starteten wir. Es dauerte mal gerade eine halbe Stunde, da waren wir schon in Frankreich. Gerade haben wir Montpellier erreicht. Es wird langsam dunkel, denn es ist gleich 22 Uhr 30. Zeit ein Quatier für die Nacht zu suchen. Ich melde mich morgen wieder. Bilder werden nachgereicht!!

Nachtrag: Ich bin zu blöd, bei Park 4 night etwas zu finden, darum sind wir noch immer unterwegs und Bernd ist stinksauer!

22.05.2019

Gestern abend ging es bei uns noch ziemlich turbulent zu. Bernd hatte verständlicherweise überhaupt keinen Bock mehr zu fahren und ich schaffte es einfach nicht, einen Stellplatz zu finden, der auf unserer Strecke lag. Jedesmal, wenn ich dachte, ich hätte einen, erklärte Bernd mir, der wäre in der anderen Richtung, oder zu weit ab vom Schuss.
Es dauerte dann noch bis 22 Uhr, bis Bernd die Sache in die Hand nahm und wir kurze Zeit später einen Parkplatz in einem kleinen Ort (nähe der Autobahn) anfuhren.

Schnell wurde noch eine Kleinigkeit gegessen und gegen 23 Uhr 30 schliefen wir schon selig. Wir schliefen tatsächlich bis nach 9 Uhr und machten uns dann sofort nach dem Frühstück an die Weiterfahrt. Das Wetter war zum Glück super. Leider aber auch sehr windig, weshalb Bernd ordentlich zu tun hatte, unseren Saloon auf der richtigen Spur zu halten.

Immer weiter auf der A9 (jeder Kilometer kostet uns hier ca. 0,18 € an Maut) 🙁   Aber das muss natürlich die Glaseinbaufirma bezahlen !!!!

Was wirklich entspannend hier in Frankreich ist, ist dass hier nicht schon nach ein paar Kilometern die Mautstellen kommen, sondern halt nur, wenn man die Autobahn verlässt oder wechselt. So ist Bernd ziemlich entspannt. Das ändert sich aber jedes Mal schlagartig, wenn er das Schild PEAGE sieht. Sofort wird er hektisch und besteht darauf, dass ich das Geld schon in der Hand habe, um es ihm zu reichen. Wenn dann nach 1000 Metern die Mautstation mit den verschiedenen Spuren kommt, schreit er jedesmal panisch:“ Welche Spur????“ Ich schreie dann jedes Mal: “ Die mit dem grünen Pfeil und mit dem T, auf keinen Fall die, wo Kreditkarten abgebildet sind!“ Wir zahlen nämlich bar, weil Bernd meint, es wäre mit Karte noch stressiger. Übrigens schreien wir uns permanent an, denn wir fahren nach wie vor mit Ohrenstöpseln. Dann kommt das Allerschlimmste, denn jetzt ist Bernd zwar in der richtigen Spur, aber es geht ans Bezahlen. Jedes Mal ist er in dieser Situation komplett geflasht, fragt mich, wo das Ticket rein muss und schafft es des Öfteren nicht, das Geld in den Schlitz zu schieben. Das ist aber auch wirklich extrem schwierig, denn nach wir vor ist der Schlitz immer ganz unten und somit unerreichbar. Bernd ist auch gerade wieder ausgestiegen, um das Geld zu Fuß in die Maschine zu stecken. Wir gut, dass er jetzt weiß, dass die Schranke tatsächlich solange aufbleibt, bis wir wirklich durch sind. Keine Ahnung, wie andere es hinbekommen, dass sie ihr Geld oben reinstecken können.Ich bin jedenfalls sehr froh, das wir immer rund 100 Kilometer fahren können, bis sich eine Zahlstation auftut. Bernd natürlich auch.

Unsere heutige Etappe beträgt ca. 360 Kilometer und da werden wir in 50 Kilometern ankommen. Wenn alles gut geht, finden wir den „Stellplatz“ bei Macon, (hinter Lyon) den ich heute nacht rausgesucht habe. Ich war nämlich von 2 Uhr bis 6 Uhr wach. Dort wollen wir dann einen Tag pausieren und erst morgen gegen 18 Uhr weiterfahren. Der Wetterbericht verspricht dort für morgen den ganzen Tag Sonne und es gilt, die Bräune zu erhalten. Sowieso hat Bernd sich jetzt auch einen freien Tag verdient.

Ich war aber auch nicht faul und habe in den letzten 2,5 Stunden (während der Fahrt), sämtliche Schränke, Schubladen und Fächer sauber gemacht. Ebenso alle Amaturen entkalkt und den Herd auf Hochglanz gebracht. Bis nach Melle, wo wir am 28zigsten den Termin mit der Scheibe haben sind es jetzt noch ca. 880 Kilometer.
Deutschland, wir kommen und bringen gutes Wetter mit!!!!!
Gerade musste Bernd wieder ein Ticket ziehen. Nach erfolgreicher Tat, sah er mich an und sagte: “ Das ist aber auch eine Scheiße, wenn du hier sitzen würdest, könntest du nur zum Ticket gucken und hättest keinerlei Möglichkeiten, daran zu kommen!“ Bin ich froh, dass ich nicht auf dem Fahrersitz sitze!! Und wie gut, dass Bernd so groß ist und sich immer, nachdem er angehalten hat und sich abgeschnallt hat, ganz tief bücken kann. Ich wäre wirklich aufgeschmissen.

So Leute, ich mach jetzt erst mal Schluss und veröffentliche es jetzt. Bernd wird heute abend aber noch Bilder reinsetzten und sicher den ein oder anderen Kommentar zu meinen Beiträgen dalassen. Seht also morgen nocheinmal rein. Bis dahin ganz liebe Grüße aus dem grünen Frankreich!

23.05.2019  Vinzelles in Frankreich

Der kostenlose Stellplatz in dem kleinen Örtchen Vinzelles war super!!

Das Wetter ebenso und sofort nach unserer Ankunft wurden die Campingmöbel rausgestellt. Neben unserem Parkplatz gab es einen breiten Grünstreifen, den wir jetzt als Garten nutzten. Danach ging es etwas abschüssig hinunter und dort befand sich ein kleiner Basketballplatz, ein Bouleplatz, ein Fußballplatz und ebenfalls ein Tennisplatz. Einige Jugendliche versuchten ein paar Körbe zu werfen, ansonsten war aber nicht viel los. Zu späterer Stunde kam dann noch eine ganze Horde älterer Herren, die stundenlang Boule spielten. Der Platz hatte ca. Platz für 15 Mobile und war am ersten Tag ganz gut besucht. Wir lernten eine deutsche Familie mit ihren 2 Kindern kennen, die gerade Elternzeit machten und ebenfalls mit einem Womo unterwegs waren. Wir kamen ins Gespräch und Tristan, der 5 jährige Spross der Familiewollte unbedingt unseren Saloon sehen. Natürlich durfte er. Über die Größe war er ganz angetan und hatte jede Menge Fragen. Das dauerte so lange, dass nun auch die Eltern mit dem jüngsten Sohn dazu kamen. Tristans Hauptinteresse galt unserer Toilette. Nachdem er den Deckel hochgeklappt hatte, fragte er warum wir denn keine Tüte darin liegen hätten, denn sie würden, sein Wortlaut, immer in eine Tüte kacken. Die Eltern wurden hochrot im Gesicht. Um ihnen die Peinlichkeit zu nehmen, sagte ich schnell, dass wir so einige kennengelernt hatten, die das ebenso machten. Tristan aber war noch nicht fertig. Als nächstes sagte er dann, dass es bei seinem Vater immer besonders stinkt und wenn dieser Pipi machen würde…… Der Vater mischte sich mit den verlegenen Worten :“Tristan lass gut sein!!!!!“ ein. Tristan aber war nicht zu bremsen und fing seinen Satz noch einmal von vorne an. “ Also wenn Papa Pipi machen muss, pinkelt er immer in eine Flasche.“ Auch das kannten wir schon von anderen und ich beruhigte die mittlerweile krebsroten Eltern. Innerlich dachte ich aber, wie schön es doch ist, dass wir einen 170 Liter Fäkalien- und 340Liter Wassertank an Bord haben. Die Eltern hielten es nun nicht mehr lange bei uns aus und verließen fast fluchtartig unser Wohnmobil, bevor ihr süßer Sohn noch mehr Insiderwissen preisgab.

Auch am nächsten Tag war Superwetter und es war richtig heiß. Bernd und ich gammelten vorm WoMo rum, spielten Scrabble, lernten Spanisch und füllten unsere Wasservorräte auf.
Erst gegen Abend wurde es kühler und wir machten einen wunderschönen Spaziergang durch und um das Dorf. Ach, war es hier schön!!!!

Die Häuser waren alle so niedlich und die Vorgärten unglaublich gepflegt. Überall grünte und blühte es und an den Straßenrändern wuchsen die tollsten Mohn- und Kornblumen, die ich je gesehen hatte. Der absolute Traum und wir mittendrin!

Von einem Baum, der auf den Gehweg ragte, klauten wir eine Handvoll Kirschen. Süßere hatten wir nie gegessen und waren erstaunt, dass sie schon reif waren. Sind sie es in Deutschland nicht viel viel später??? Genau wussten wir das aber nicht und setzten unseren Gang fort.

Endlich habe ich mein verlorenes, altes Fahrrad wiedergefunden!

Rund ums Dorf gab es unzählige Weinberge. So weit unser Auge reichte wirklich nichts als herrlich grüne Weinreben.

Eigentlich sind wir ja echte Spanienfans, aber hier kamen wir nicht umhin festzustellen, dass Frankreich unglaublich schön ist. Irgendwann werden wir hier sicher einmal mehr Zeit verbringen, zumal man hier auch toll wandern kann. Wenn doch nur die Sprache nicht wäre……oder die Franzosen doch nur ein wenig englisch könnten……. Jedenfalls waren wir begeistert, auch darüber, dass dieser kleine Ort tatsächlich einen so wunderbaren Wohnmobilstellplatz vorzuweisen hatte.
Gerne wären wir noch länger geblieben, aber ihr wusst ja….. unsere Scheibe.
So machten wir uns am nächsten Tag gegen Nachmittag wieder auf den Weg.

25.05.2019  Ankunft in Deutschland  – Trier

Wir fuhren über 500 Kilometer und kamen über Luxemburg nach Deutschland. Das wir in Deutschland waren merkten wir sofort. Vorbei mit den superglatten und heilen Straßen. Die Autobahn Richtung Trier, wo unser Zwischenstopp sein sollte, war der reinste Flickenteppich und Bernd sah pausenlos mit mißtrauischem Blick zu unserer Scheibe. Diese war jetzt fast komplett aus der Fassung geraten und unser Gefühl war mehr als schlecht.

Würde sie durchhalten, oder würden wir sie trotz Bernds ständigem Geklebe und Festgezurre doch noch auf den letzten Kilometern verlieren????
Das zweite Indiz dafür, dass wir endlich in Deutschland waren, war, dass wir plötzlich kein Netz mehr hatten. Und zwar nicht nur kurz, sondern 3 volle Tage. Da war nichts mehr mit Computer. Nichts ging mehr. Weder Blog schreiben, noch whats-app, geschweige denn Wetterapp waren möglich. Besonders letzteres machte uns fast wahnsinnig, denn wir konnten doch bei Regen nicht fahren.

Erst einmal blieb es aber trocken, wenn auch der Himmel zwischdurch immer mal wieder verdächtig schwarz wurde. Wohlbehalten kamen wir in Trier an. Dort sollte irgendwo ein netter Stellplatz auf einem kleinen Weingut sein. Den fanden wir aber nicht und schliefen darum vorm NORMA-Einkaufsmarkt (Tatsächlich war der Platz nur 200 m weiter, aber unser WoMo-NaVi hat immer gesagt: „Sie haben Ihr Ziel erreicht, es liegt auf der rechten Seite“ …  da war aber nichts … und übrigens war es links! 🙂

Das hatte den Vorteil, dass ich gleich am nächsten Tag dort schnell noch ein paar Flaschen Getränke kaufen konnte, denn die waren uns ausgegangen. Desweiteren kaufte ich noch Salat, Tomaten, Melone und Fetakäse. Seit 4 Wochen meine Grundsahrungsmittel. Achja, ein Update zu meinem Gewicht: Wie ihr wisst, ist unsere Waage ja kaputt und entsorgt, was echt schrecklich für mich ist!! Um irgend eine Kontrolle zu haben, mess ich meine Umfänge, ( Bauch, Taille, Hüfte, Beine, Brust) jetzt immer mit einem Maßband. Nachdem ich eine Woche kaum etwas gegessen hatte, maß ich wieder und hatte doch tatsächlich überall 2-3 Zentimeter mehr. Man, hatte ich schlechte Laune!! Nach Stunden schlechter Laune redete ich mir dann ein, dass ich mich zuvor wahrscheinlich vermessen hatte, denn schließlich war das olle Maßband ja aus Metall und somit nicht so leicht zu händeln. Meine Laune ging wieder etwas nach oben. So etwas nennt mal wohl Selbstmotivation. Ihr seht, ich bin ein meist positiv denkender Mensch! Auf jeden Fall halte ich jetzt noch bis zum 29. 05 durch, denn dann sind wir spätestens bei meinen Eltern und mein erster Gang wird mich in deren Badezimmer führen, wo deren Waage mich schon ganz sehnsüchtig erwartet.
Ich schweife schon wieder ab, also zurück zu meinen Einkäufen. Ich kaufte für Bernd noch eine Tüte Chips, 2 Schokopuddings und eine große Packung schwedische Haferkekese. Lecker!!!! Schluchz!!!!! Achja, Bernd hat seitdem ich abnehme auf jeden Fall abgenommen, denn er hat nicht mal mehr den Ansatz eines Bäuchleins. Jedenfalls nicht im Stehen!!

Nachdem ich den Einkauf erledigt hatte, ging die Fahrt weiter, denn hier zogen dunkle Wolken auf.

Hoffentlich wirds nicht schlimmer … das denkt man jede Sekunde.
Wir müssen mal wieder den Dieseltank auffüllen und ich wische den „Rest vom Regen“ von der Scheibe.

Nach rund 40 Kilometern, riss der Himmel wieder auf und die Sonne kam hervor.

Wir stoppten in einem Industriegebiet in irgendeinem Ort und stellten uns bei einer Firma aufs Gelände. Anscheinend arbeitete am Samstag niemand hier. Trotzdem klingelte ich brav, um zu fragen, ob wir hier stehen dürften. Wie zu erwarten öffnete keiner und wir machten es uns auf dem Firmengelände gemütlich und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Das ging eine Stunde gut, dann kam der Gärtner. Der hatte allerdings nichts dagegen. Kurze Zeit später kam dann aber der Chef. Dem war das nun gar nicht recht. Zähneknirschend gestattete er es uns dann doch hier zu stehen, aber übernachten durften wir hier nicht.
So fuhren wir aber lieber sofort weiter mitten in die Eifel. Dort gab es einen offiziellen Stellplatz mitten im Wald, der 8 Euro kostete.

Am nächsten Tag erkundeten wir den Ort, der Blankenheim hieß. Auch dieser Ort war toll und hatte ganz oben sogar eine Burg, in der jetzt eine Jugendherberge ist.

Überhaupt ist auch die Eifel irrsinnig schön und sagenhaft grün und wenn wir nicht diesen Termin gehabt hätten…..ja ja, die alte Leier.

26.05.2019

Nachdem wir gut geschlafen hatten, ging gegen Mittag die Fahrt weiter. Noch 360 Kilometer nach Melle. Wie üblich in Deutschland war die Autobahn ziemlich voll. Da aber Sonntag war, waren jedenfalls keine LKW´s unterwegs. Jetzt hatten wir auch endlich wieder Internet und stellten fest, dass es Regen geben würde. Der kam dann auch und Bernd fuhr sehr sehr vorsichtig trotzdem weiter. Ich machte unterdessen mal wieder alles sauber. Nun ist auch wirklich kein einziges Sandkörnchen von Pulpi mehr übrig und selbst die Bestecke sind desinfiziert. Ebenso alles andere. Nachdem alles, aber auch wirklich alles tippitoppi war, ging ich duschen. Bernd bekam davon natürlich nichts mit, denn wie jetzt immer während der Fahrt hatte er seine Ohrstöpsel drin. Er wunderte sich später nur über meine nassen Haare.
Gegen 19 Uhr kamen wir dann in Melle an. Über einen Zahlen-Code öffnete Bernd das Rolltor zum großen Firmengelände der Autoglasfirma und wir stellten uns auf einen dort vorhandenen WoMo-Parkplatz. In der Nacht regnete es und natürlich auch ins Auto über die defekte Scheibe. Über den Verlauf in der Werkstatt berichte ich Euch morgen.

 

Womo

Pulpi 25-04-2019 bis 17.05.2019

Guten Morgen alle zusammen!

Auch ich bin wach und mache erst einmal dieses „Guten-Morgen-Foto“ aus unserem Schlafzimmer … so kann man den Tag beginnen.

Wir haben uns noch keinen Schritt weiterbewegt und beschlossen hier solange zu stehen, wie es irgendwie geht. Das hat 2 Gründe.

1) The never ending story mit unserer Scheibe.

2) Dies ist einfach der schönste Platz auf Gottes Erden

Außerdem haben wir hier sehr nette Leute um uns herum und fühlen uns sauwohl. Ich lasse mal die letzten Tage Reue passieren.

26.04.2019

Das Wetter war der absolute Traum und wir marschierten etwas durch diese sagenhafte und wunderbare Umgebung.

Hinter jeder Biegung gab es einen neuen Strand, einer schöner als der andere.

Das Meer war so ruhig, dass wir beschlossen, morgen endlich einmal unser Kajak zu benutzen. Am ersten Strand gab es 2 Strandbars und auf dem Rückweg kehrten wir in einer ein und tranken etwas.

Wir hatten einen guten Blick zum Strand und beobachteten einen Deckenverkäufer, der erfolglos versuchte seine Ware an den Mann zu bringen. Besonders viel los war am Strand nicht, man hatte eher den Eindruck, dass fast ausnahmslos Wohnmobilisten diesen Strandabschnitt belagerten.
Nach geraumer Zeit legte sich der Deckenverkäufer zum Ausruhen unter den einzigen Baum hier weit und breit und schlief ein. Dieser Baum stand direkt unterhalb unseres Platzes und spendete etwas Schatten an diesem heißen Tag. Als wir ausgetrunken hatten und uns auf den Rückweg begaben, weckten wir den Mann und schenkten ihm ein paar Euro. Der hat sich mächtig gefreut und hatte wahrscheinlich das Gefühl im Schlaf Geld zu verdienen.
Ich wollte mich dann noch auf das Dixiklo begeben, welches neben dem Lokal auf dem Parkplatz stand, überlegte es mir nach einem Blick auf dieses aber blitzschnell anders, als auf einmal eine Frau in Motorradkluft auf uns zukam und fragte, ob wir die Womo- Cowboys wären. Wir bejahten dies und sie erzählte uns, dass sie und ihr Freund längere Zeit in Chipiona in der WoMo-WG gestanden hatten. Von dieser WG kam seinerzeit über Facebook der Tipp mit der Werkstatt, in der wir unseren Unterbodenschutz haben machen lassen. Ihr Freund kannte unseren Block und hatte uns erkannt. Nun gab es viel zu erzählen. Die beiden, sie heißen Peter und Dagmar, lebten ebenfalls seit Jahren im Womo, hatten sich aber nun, ganz in unserer Nähe etwas sesshaft gemacht. In den Bergen, ca. 7 Kilometer von unserem derzeitgen Standpunkt entfernt, hatten sie sich sehr günstig  ein Grundstück gemietet, dass Wohnmobil dort abgestellt und sind dabei ein kleines Teinihaus zu bauen. Mit ihren Motorrädern sind sie mobil genug, dass ihr Wohnmobil momentan nicht mehr bewegt werden muss. Schnell war abgemacht, dass sie uns am kommenden Montag besuchen wollten.

Zurück beim Saloon, sprang ich ins Wasser und schwamm 40 Minuten. Danach gab es für Bernd Hühnereintopf, wie auch in den kommenden 3 Tagen!! Ich genehmigte mir einen Salat. Nun wollten unsere Nachbarn, die allesammt supernett sind, etwas von Bernds Gesang (+ Gitarre) hören. Der ließ sich diesmal nicht lange bitten und spielte mal wieder wie ein junger Gott.  Zufälligerweise, konnten 4 Leute sogar Linedance und es wurde hinter unseren Mobilen im Gleichschritt getanzt. Ach ja, wir hatten viel Spass!!

Zur Zeit bin ich auch dabei „Mandoline“zu lernen/spielen. Anscheinend habe ich dabei sogar Spass!!

27.04.2019

Ich war erst gegen 6 Uhr morgens eingeschlafen und schlief dann tatsächlich bis halb 11. Um richtig wach zu werden, marschierte ich sogleich ins Wasser und schwamm erst einmal eine halbe Stunde. Bernd baute in der Zeit unser Boot auf und als ich aus dem Wasser kam, musste ich nur noch einige Sachen für unterwegs packen und die Kajaktour konnte beginnen.

Startbereit wartet unser Kajak auf die erste Mittelmeer-Palmen-Tour.

Das Meer war absolut ruhig und es war einmalig schön, die Umgebung mal vom Wasser aus zu sehen.

Unser Stellplatz vom Meer aus gesehen 🙂

Beim Paddeln sind Bernd und ich ein eingespieltes Team und wir kamen schnell voran. Nach gut einer Stunde paddelten wir einen Traumstrand an, zogen unser Boot an Land und legten uns auf unsere Alumatten.

In den Sandsteinfelsen sind noch ehemalige Höhlen zu erkennen. Das gesamte Gebilde auf dem Foto erinnert mich an … na, einen brachliegenden Hubschrauber … ohne Rotorblätter, oder?

Natürlich schwammen wir auch noch, was herrlich erfrischend war. Nach einer weiteren Stunde paddelten wir zurück.

Astralkörper auf Storchenbeinen … bereit fürs Rückpaddeln zum Stellplatz

Es war einfach nur herrlich und gleich am nächsten Tag wollten wir die andere Seite abpaddeln.

28.04.2019

Daraus wurde nichts, denn heute war entschieden mehr Wellengang. Zum Schwimmen aber war es herrlich und nachdem wir einen faulen Tag vor dem Saloon verbracht hatten, ging ich um 14 Uhr ins Wasser und schwamm tatsächlich 75 Minuten. (WOW, oder?) Das Wasser war mit mittlerweile 19 Grad noch immer nicht besonders warm und ich war komplett durchgekühlt, als ich mir erlaubte aufzuhören. Nun stellten wir unsere Campingmöbel, die bisher vorm Mobil gestanden hatten, auf die andere Seite, denn dort war es absolut windstill und die Wärme staute sich angenehm. Trotzdem dauerte es bestimmt eine Stunde bis mir wieder warm wurde. In der Zeit scrabbleten wir mal wieder und spielten dann noch Prominentenraten. Anschließend telefonierte ich noch mit meiner Schwester, die mittlerweile schon 14 Kilo abgenommen hat. Super, Elke!!!!! Weiter so. Ich bekomme das einfach nicht gebacken und dann ist heute auch noch unsere Waage kaputt gegangen. Naja, das Thema „Wiegen“ ist laut Bernd noch nerviger, als das Thema mit der verflixten Scheibe.

29.04.2019  Kajak-Tour bei „rauher See“ oder „Bernd hat Schiss“

Heute gab es zwar Wellen, aber wie es aussah nur vorne am Strand. Klar, dass wir wieder Kajak fahren wollten. Aufgeblasen war es ja noch und so brauchten wir es nur die paar Meter zum Wasser tragen. Durch die Wellen, die am Strand brachen, war das Einsteigen gar nicht so einfach, aber wir sind ja Profis und schafften es, ohne umzukippen. Nun ging es los und wir merkten schon nach 70 Metern, dass es hier hinten auch nicht ruhiger war. Der Seegang war ganz ordentlich und Bernd, der ja, wie er selbst immer sagt, ängstlich erzogen ist, bekam natürlich richtig Schiss.

Und hier noch ein kleines Video:

Bootsfahrt bei Wellen

Das äußerte sich zuerst, indem er sich beschwerte, dass wir noch immer keine Schwimmwesten haben. Spätestens als dann unser Handy klingelte, welches immer dreifach gegen Wasser gesichert, im Bootsbug liegt und Bernd mir verbot ranzugehen, war mir klar, dass er Todesängste hatte. Ich wollte gerne noch um den nächsten Felsen paddeln, aber dazu war Bernd nicht zu bewegen. Es nütze auch nichts, dass ich ihm versicherte, sollten wir mit dem Boot umkippen, ich ihn retten würde. Ebensowenig, dass er sich zur Not noch immer am Boot festhalten könne. Ich erinnerte ihn daran, dass er schwimmen konnte, was er anscheinend komplett verdrängt hatte und dass er in gerade mal 50 Metern sogar wieder stehen könnte. Es war nichts zu machen und wir kehrten um. Nun, die Wellen im Rücken, war es viel angenehmer und Bernd fasste neuen Mut. Jetzt könnten wir doch noch versuchen, zu unserem Strand von gestern zu kommen, meinte er. Das überlegte er sich dann aber ganz schnell wieder anders, als wir um den ersten Felsen kamen. Ich wollte Bernd auch nicht länger leiden lassen und wir kehrten um. Bernd war mindestens ebenso glücklich als er an festen Boden unter den Füßen hatte, wie ich, wenn ich aus dem Flugzeug komme. Wir sind schon 2 so Schisser!!

Kaum waren wir zurück beim Mobil, kamen auf einmal 2 Motorräder angefahren und hielten direkt neben unserem Saloon. Ich grüßte höflich. Dann nahmen sie den Helm ab und ich erkannte Peter und Dagmar. Verflucht, war denn heute schon Montag???? Ich dachte Sonntag. Ich stürmte zu Bernd, in den Saloon und rief laut: Unser Besuch ist da!!! Bernd wusste zwar, dass heute Montag war, hatte dafür aber komplett vergessen, dass wir  Besuch erwarteten. Naja, wir freuten uns natürlich trotzdem und schnell wurden 2 weitere Stühle nach draußen gestellt und Getränke, Kekse und Schokolade serviert. Die beiden blieben gut 2 Stunden und da wir uns so angeregt und nett unterhalten hatten, noch lange nicht alles gesagt war, kommen sie uns demnächst noch einmal. Den Termin tragen wir dann zur Sicherheit ins Handy ein!

30.04.2019

Jetzt, wo ich hier sitze und nachschreibe, ist Bernd gerade aufgestanden. Seit neuestem kommt hier jeden Morgen ein Bäckerwagen vorgefahren und heute hat Bernd sich ein frischen Baguette gegönnt. Neidisch sehe ich ihm beim Essen zu, denn für mich gibt es mal wieder nichts. Heul!

Das Wetter ist fantastisch und mit 21 Grad angenehm warm. Leider sieht es wieder ein klein bißchen wellig aus. Vielleicht können wir trotzdem Boot fahren. Bernd will heute aber auch mit dem Rad nach Aguilas (ca. 10 km) fahren und einige Einkäufe erledigen.

Oh ja, die Palmen machen sich immer gut auf nem` Foto. Ob mit WoMo, Kajak oder hier meinem geliebten All-Terain-bike

Auf jeden Fall werde ich heute wieder ausgiebig schwimmen.
Ach ja und meine Lippen sind schon wieder fürchterlich kaputt!!!

So, liebe Leute, ich hoffe es geht euch allen super!! Bleibt gesund! Nos vemos!

03.05.2019

So Leute, da bin ich wieder und hier einige updates aus dem Paradies. Auf seiner Einkaufstour, vor 3 Tagen, nach Aguilas, was ca. 6 Kilometer von hier entfernt ist, ist Bernd noch einmal 6 Kilometer weitergefahren zu Decathlon. Wohlgemerkt, mit dem Fahrrad! Dort hat er sich eine neue Hose, einen Duschsack und einen neuen faltbaren Wasserkanister gekauft. Unser alter hatte mittlerweile soviele Risse, dass wir beim Wassertransport immer mindestens die Hälfte unterwegs verloren. Außerdem hat er sich eine Schwimmweste zugelegt.

Na, die Weste passt mir doch ausgezeichnet, oder ?

Mir hat er keine mitgebracht. Will der mich loswerden??? Er behauptet steif und fest, ich hätte gesagt, ich will keine. Daran kann ich mich aber nicht erinnern!!! (sie wollte wirklich nie eine und hat mich immer belächelt wegen meiner Ängste ohne Schwimmweste… schließlich kann ich mich auch nicht einfach aufs Wasser legen, ohne unterzugehen!)
In der Zeit, wo Bernd unterwegs war, machte ich als erstes Klarschiff im Saloon und anschließend schwamm ich tatsächlich 1,5 Stunden. Die Wellen waren beachtlich und es war wirklich anstrengend. Bei der Kulisse hier aber einfach nur toll. Anders als im Schwimmbad, vergeht die Zeit hier beim Schwimmen viel schneller, denn man zieht nicht nur seine langweiligen Bahnen, sondern schwimmt immer die Küste entlang, kann die Leute am Strand beobachten und sich an dem herrlichen Bergpanorama erfreuen.
(Ines schwimmt aber des öfteren soweit hinaus, dass ich a) ein Fernglas brauche um sie zu erkennen,  b) sie in der Entfernung wohl kaum die Leute am Strand beobachten kann  und c) auch manchmal Angst um sie habe … und dann müsste ich zum  Rettungsversuch ja auch da raus!) Außerdem muss man immer aufpassen, dass einen die Wellen nicht überspülen.
Als ich mich nach 90 Minuten ziemlich erschöpft aus dem Wasser quälte, war Bernd noch immer nicht zurück. Ich duschte mir erst einmal das Salz und den Sand vom Körper und setzte mich dann zum Aufwärmen und Haare trocknen nach draußen. Harald, unser 71 jähriger Nachbar fragte, ob Bernd noch immer nicht zurück sei. Er mache sich langsam Sorgen. Ich beruhigte ihn und sagte, dass Bernd ein grandioser Radfahrer sei und zur Navigation sein Handy mithätte, so dass er sich auch nicht verfahren konnte. Harald war beruhigt. Kurze Zeit später kam dann Bernd auch wieder. Da er ja bei Declathon war, hatte es eben entsprechend länger gedauert. Stolz zeigte er mir seine Schätze und ich machte ihn nun etwas zu essen. Heute gab es leckere Hamburger und weil ich solange geschwommen war, gönnte ich mir auch einen.

Am nächsten Tag machten wir erneut eine Bootstour und obwohl das Meer abermals nicht gerade ruhig war, war Bernd wesentlich entspannter, was natürlich an seiner Schwimmweste lag. Er bekam dann von mir den Auftrag, dass, wenn wir über Bord gehen, er sich  um das Boot kümmern sollte. Das war zuvor, neben Bernd retten, nämlich auch noch meine Aufgabe. Bernd versprach es. Wir ließen nun das Boot zu Wasser, kletterten rein und bekamen sogleich frontal eine Welle ab. Jetzt hatten wir mindestens 15 Liter Wasser im Boot, welches sich aber ausnahmslos hinten bei Bernd sammelte ( = Beweis, das ich schwerer als Ines bin und sie somit auf jeden Fall keine 90 kg wiegt … wie Ihr wisst, verrät sie mir ihr Gewicht ja niiiiiiiiemals 🙂  ) Unglücklich erzählte er mir, dass er mit dem Hintern nun im Wasser säße. Ich gab ihm eine Tupperdose, in der das Handy immer wasserdicht gelagert wird und mit dieser schöpfte er nun eine Ewigkeit das Boot wieder aus, während ich Kilometer um Kilometer (Ines vergiss nicht:  1 km = 1.000 m !) alleine paddelte. Ist natürlich Quatsch, aber 7 Minuten dauerte es bestimmt, bis das gröbste an Wasser wieder draußen war.
Wir paddelten über eine Stunde und es hat mächtig Spass gemacht. Wir wurden von den Wellen hochgetragen und mussten höllisch aufpassen, dass wir gerade dann, wenn eine große Welle kam, schnell zum richtigen Zeitpunkt das Ruder einsetzten, um das Boot vorne am Bug anzuheben, damit uns nicht wieder eine Welle überspült. Das klappte aber wirklich prima und man hatte das Gefühl, man säße in einer Schiffsschaukel.
Nach gut einer Stunde hatten wir ganz lahme Arme und paddelten zurück ans Land. Dort erholte ich mich eine viertel Stunde, um mich dann wieder in die Fluten zu stürzen und nocheinmal eine Stunde zu schwimmen. Das Wasser wird wirklich von Tag zu Tag wärmer und mir ist nun gar nicht mehr kalt. Als ich rauskam, überredete ich Bernd, doch mal sein Bodyboard einzusetzten, schließlich wollte er seinerzeit unbedingt eins haben und ein Neoprenanzug durfte ebenfalls nicht fehlen. Bernd ließ sich überreden und war ganz begeistert. Zwar nicht vom Bodyboarden, dass Board landete schon nach 5 Minuten wieder am Strand, da die Wellen dafür nunmehr zu klein waren, aber von seinem Neoprenanzug. Dieser hatte gleich zwei  Vorteile. Erstens, das Wasser kam ihm nicht mehr so kalt vor und zweitens, hatte er jetzt mehr Auftrieb, weil sich ja immer Luft in so einem Anzug befindet. Er konnte sich jetzt auf dem Rücken aufs Wasser legen und ohne, dass er sich bewegte, schwamm er oben und ging nicht unter. Das kann ich auch ohne Neoprenanzug!! Für Bernd aber eine ganz neue Erfahrung. Als er aus dem Wasser kam, durfte auch er duschen und ich machte mich in der Küche zu schaffen. Heute gab es Salat mit Fetakäse, Pilzen und dazu Hähnchenkeulen. Natürlich wurde anschließend gescrabblet.

Our english neighbours go with there motor-bicycle shopping?! Oh, can you see also a dog in the picture? 🙂
„Heidi“… dass ist der süsse Hund, will wohl nicht so richtig mit unserer Nachbarin spazieren gehen ?!

 

Am nächsten Tag war es sehr windig und so beschlossen wir zum nächsten Dorf zu marschieren. Dieses war ca. 3 Kilometer entfernt und hieß San Juan de los Terreros. Unterwegs waren wir mal wieder tief beeindruckt von dieser wunderschönen Landschaft. Das Dorf war schnell erreicht und wir staunten nicht schlecht über die vielen Wohnungen, die direkt am Wasser lagen und in den Berg reingingen. Allesammt waren aber unbewohnt.

Diese Wohnungen oder Häuser, waren teilweise nur einen einzigen Meter vom Wasser entfernt und ich hatte immer nur Tsunamis vor Augen. Fast alle Wohnungen hatten Dachterassen, aus denen Schornsteine ragten. Diese dienten zur Be- und Endlüftung. Der Ort verfügte über zahlreiche Minibuchten, wirkte aber ziemlich ausgestorben.

Tolle, einmalige Häuser/Wohnungen: Wohnzimmer an den Felsen gebaut und die restlichen Räume befinden sich im Felsmassiv; im 1. Stock gibt es aber wieder einen Raum (Schlafzimmer?) …
… und dieses Schlafzimmer hat sogar einen Aussenbalkon, der an dem Felsen angebaut wurde.
Näher am Mittelmeer kann man seine Terrasse nun wirklich nicht haben! Es grüßt die Titanic 🙂

Zwar gab es jede Menge Ferienapartementes, aber kaum eines war zum jetzigen Zeitpunkt vermietet.

Tolles Bild !!! Hier wachsen anscheinend schon die Palmen aus den Häusern, oder ?

Auf dem Rückweg, drückte auf einmal  mein linker Schuh und insgesamt zog ich diesen 3 Mal aus und wieder an. Es nützte aber nichts, er drückte noch immer. Um mich abzulenken, bat ich Bernd darum, einen Schwank aus seiner Jugend zu erzählen. Das tat er dann auch. Er erzählte ausgiebig von seinen Ferienjobs als Schüler und von seiner Zeit als Messdiener und ich vergaß meinen schmerzenden Fuß.
Zuhause angekommen, kam ich aber nicht umhin festzustellen, dass ich mal wieder eine fette Blase davongetragen hatte. Mist!!
Am Abend trafen wir dann noch ein anderes deutsches Pärchen. Die beiden waren genau so begeistert von diesem tollen Platz hier und überhaupt vom Leben im Wohnmobil wie wir und echt nett.

Am Abend, während Bernd sich mit seiner Mandoline vergnügte,

Rechts meine Mandoline ( 8 Saiten), links meine Ukulele (4 Saiten)

machte ich mal so richtig picobello unser Badezimmer sauber. Jedes Pöttchen, Fläschen und Döschen wurde abgewischt, die Schränke aufgeräumt, die Borten und Spiegel gesäubert usw. Jetzt erstrahlt alles in neuem Glanz (und alles hat einen neuen Platz bekommen, so dass es für mich erst einmal suchen heißt… Wo ist denn nun die Zahncreme… ) und ich habe wieder einen Monat Ruhe. Das dauerte tatsächlich weit über eine Stunde.

Echtzeit: Es ist Freitag, 9 Uhr und Bernd schläft noch immer. Das Wetter ist wieder traumhaft schön und der Wind weg. Eigentlich hätten wir schon längst mal zum Wasserholen gemusst, aber unsere Nachbarn sind allesammt so nett, dass sie uns ständig welches mitbringen. Sie haben nämlich keinen großen Fäkalientank so wie wir, sondern nur 20 Literkassetten. Diese sind natürlich immer schnell voll und wollen entleert werden. Das geht hier an einer Entsorgungsstation, welche 2 Kilometer entfernt ist. Da sie allesamt auch nur ca. 100 Liter Wassertanks haben, kommen sie damit natürlich auch nicht Ewigkeiten aus und so wird dort auch immer Wasser nachgetankt. Uns bringen sie immer etwas mit und so halten wir hier noch bis Montag aus. Dann müssen auch wir entsorgen und unseren Wasservorrat so auffüllen, dass wir wieder eine Wäschmaschine ansetzten können. Wir werden aber hierher zurückkommen. Hier ist es einfach nur traumhaft und je weiter wir Richtung Norden fahren, umso schlechter wird das Wetter werden. Wie wir auf unserer Wetterapp sehen können, ist es in Deutschland ziemlich kalt, also bleiben wir hier solange es geht und fahren dann in größeren Schritten zurück.
Zwischenstation wird Valencia sein, dort gibt es eine Service-Werkstatt der Firma ALDE, die sich mal unseren leckenden Kessel anschauen soll. Danach geht es dann auf dem schnellsten Weg nach Deutschland, wo wir am 28. Mai einen Termin, zwecks neuer Windschutzscheibe in Melle haben.

So, liebe Leute. Endlich ist Bernd wach und beschwert sich tatsächlich, dass das Frühstück noch nicht fertig ist :-). Scherzkeks. Das ist nämlich seine Aufgabe. Eine Aufgabe braucht er schliesslich auch!!! Zumal ich nie frühstücke und demzufolge auch nicht die Kalorien vor Augen haben will!! Liebenswürdigerweise macht er mir aber jeden Morgen eine Kanne Tee.

Der Tag kann beginnen!!!

04.052019

Heute war Bernd sehr fleißig und machte unser komplettes Wohnmobil von außen sauber. Durch den vielen Regen in San Jose hatten sich häßliche schwarze Schlieren gebildet, die gar nicht abgehen wollten. Bernd rückte ihnen mit dem Zauberschwamm zu Leibe. Das wirkt eigentlich immer, aber heute musste er ordentlich rubbeln, bevor überhaupt irgendetwas passierte.
Ich, als die „unschlagbare Reinigungsfachfrau“, sah mir das eine Weile an, ging dann zu unserer Garage und besah mir unsere Putzmittel. Sofort viel mir eine Flasche Autopolierzeugs ins Auge. Die nahm ich, verteilte etwas davon auf ein Handtuch und wischte damit über den Lack. Und siehe da, die Streifen verschwanden wie von Zauberhand und ohne Anstrengungen. Nun noch mit einem Poliertuch hinterhergerieben und die Stelle sah aus wie neu. Mit dieser Erkenntnis begab ich mich zu Bernd, der auf der anderen Seite zugange war und präsentierte ihm stolz, wie wunderbar und leicht die Streifen wegzuwischen waren. Bernd wäre nicht Bernd, wenn er nicht erst einmal Einwände gehabt hätte. Man müsse das Auto vorher ordentlich waschen, sonst würde man den Schmutz noch tiefer reinreiben, meinte er. So ein Quatsch, erwiederte ich,und zeigte ihn,  mit den Worten, hier ist der Dreck nun drin, mein jetzt schmutziges Poliertuch. Bernd probierte es nun selbst und war schnell überzeugt (habe aber natürlich vorher die jeweiligen Flächen mit Schwamm und Wasser vorgereinigt … will ja nicht den 16 Jahre alten Lack zerkratzen).  Zuerst polierten wir gemeinsam. Ich von unten bis dahin wo ich ankam ( ca. 1,20 m ! 🙂 )und Bernd, auf einer Leiter stehend, von oben. Nach einer Weile hatte ich keine Lust mehr und ging ausgiebig schwimmen. Von dort aus hatte ich allzeit einen guten Blick auf meinen Göttergatten. Der ließ sich ständig in Gespräche mit unseren sämtlichen Nachbarn verwickeln und quatschte mehr, als das er arbeitete. Als ich nach 1,5 Stunden aus dem Wasser kam, war er natürlich noch nicht fertig,  stöhnte allerdings, als hätte er ununterbrochen durchgearbeitet. Typisch Mann!!  Es dauerte noch geraume Zeit, bevor er fertig wurde und präsentierte mir dann stolz sein Werk. Wir gingen dafür mehrfach um den Saloon und ich lobte ihn ununterbrochen. (Danke Ines,  das tat auch mal gut!!   🙂  

Hier ein schönes amerikanisches Mobil mit auch sehr netten englischen Owners. Wie sage ich immer: „Ein tolles fahrendes Wohnzimmer mit Slide-Out“

Wir wollten es uns jetzt mit unserem Srabblespiel vorm Womo gemütlich machen, da kamen auf einem Mal 4 Expeditionsfahrzeuge um die Ecke und erregten einiges Aufsehen.

Ja, es sind 4 … aber das letzte versteckt sich hinter dem großen Magirus.

Während Bernd näher ran ging, um die Fahrzeuge zu bestaunen, stiegen die Leute aus. Eine Frau kam direkt auf mich zu und mir war sofort klar, dass ich sie kannte. Ich wußte nur nicht mehr woher. Sie erkannte mich auch sofort und als ich ihren Mann sah, wußte ich anhand seiner sehr ausgefallenen Brille, dass wir mit den beiden schon mal einen netten Abend verbracht hatten. Manu, so hieß die Frau, wußte ganz genau, wo wir uns schon einmal getroffen hatten, Nämlich bei den Goldmienen. Bei den Goldmienen???? Mir war gar nicht bewusst, dass wir schon einmal bei irgendwelchen Goldmienen gewesen sind. Auf jeden Fall waren wir uns aber einig, dass ein Sturm wütete, als wir uns zum letzten Mal, wo auch immer, begegnet waren. Ich muss demnächst mal unseren Blog durchforsten. Nun kam auch Oli hinzu. Den kannten wir bis dato noch gar nicht. Auch er fuhr mit seiner Frau ein Expeditionsfahrzeug und war sehr lustig, nett und gesprächig. Weil er ständig so verrückte Sachen macht, war er schon des öfteren im Fernsehen zu sehen gewesen. Unter anderem hatte ihn der WDR durch die Wüste Marrokos begleitet. Den Film müssen wir uns demnächst unbedingt ansehen  (www.wegfahrer.de). Die Gruppe wollte hier eigentlich nur einen kurzen Zwischenstop einlegen und gleich weiter zu Olis Haus , welches nicht weit von hier war, fahren. Dort wollten alle, endlich nach 2 langen Wochen, duschen. Diese Expeditionsfahrzeuge haben nämlich fast allesamt keine Duschen an Bord und zum größten Teil auch keine Toiletten. Das wäre ehrlich nichts für mich.
Als Oli allerdings hörte, dass Bernd Gitarre spielt, wurden alle Duschpläne über den Haufen geworfen und spontan beschlossen, das Duschen noch einen weiteren Tag zu verschieben. Schnell war abgemacht, dass wir den Abend zusammen mit der Gruppe verbringen wollten. Zuvor allerdings mussten sie noch einkaufen.
Dieses Vorhaben verzögerte sich etwas, weil sich ein paar junge Leute mal wieder am Strand festgefahren hatten.

Seit ca. 10 Tagen sind wir hier und nun ist es schon das 3. Fahrzeug, das sich „dummerweise“ festfährt .

Wie gut, dass so viele starke Typen anwesend waren. Mit vereinten Kräften gelang es ihnen das Auto zu befreien.

Die Gruppe verabschiedete sich erstmal und ich haute uns ein paar Schnitzel in die Pfanne.

Wir hatten kaum aufgegessen, da klopfte es ganz laut an unserer Tür. Wer war denn das???? Ich öffnete und vor mir stand ein Pärchen, welches ich noch nie zuvor gesehen hatte. Mit den Worten:“ Wir haben im Blog gelesen, dass euch das Wasser ausgeht, “ wuchtete der Mann einen großen Kannister Wasser auf die Stufe unseres Wohnmobils. Das war ja super!!!!! Der Mann stellte sich als Elmar und treuer Blogleser der ersten Stunde vor. Da Elmar, einer der ganz wenigen ist, der netterweise  schon 2 Kommentare direkt auf unserer Homepage dagelassen hatte, worüber wir uns sehr gefreut hatten, wusste ich sofort wer er war. Er war mit seiner Frau unterwegs nach Portugal um sich dort mit Freunden zu treffen. Anhand des Blogs wußte er, wo wir uns gerade aufhielten und nahm das zum Anlass uns endlich einmal kennenzulernen. Das war eine super Idee und wir freuten uns mächtig. Wir luden die beiden ein, doch ebenfalls mitzukommen zu dem Platz, wo die Wüstenfahrzeuge standen. Das taten sie dann auch, allerdings wollten sie erst essen. So machten Bernd und ich uns mit Stühlen, Getränken und Gitarre nebst Akku-Verstärker auf den Weg zu Oli und seinem Gefolge. Dort hatten sie die Fahrzeuge kreisrund aufgestellt und in deren Mitte einen Stuhlkreis aufgebaut. Wir stellten unsere Stühle dazu und nun wurden erst einmal Erfahrungen ausgetauscht.

Hinten links im Bild Elmar & seine nette Frau
Oli … immer gut drauf, ein Lächeln im Gesicht und er hat tolle Sachen zu erzählen.

Später dann nahm Bernd die Gitarre in die Hand und begann zu spielen. Sabrina, Olis Frau, hatte ebenfalls eine „kleine“ Konzertgitarre und versuchte mitzuhalten. Für das, dass sie erst seit 4 Wochen übte, konnte sie es schon prima und Bernd gab ihr einige Tipps.
Ein anderes junges Pärchen, reiste mit einem 3 jährigen Mädchen. Die Kleine lag auf einer Decke zu unseren Füßen und malte die ganze Zeit. Als Bernd anfing zu spielen, holte sie die Ukulele ihres Vaters und spielte und sang stimmgewaltig mit. Das war wirklich süß und es machte gar nichts, dass sie eine komplett andere Melodie und Text sang. Zu jedem Song den Bernd nun spielte sang sie: „“ Die Blumen blühen so schön im Winter!“ Wir lachten uns fast kaputt und als sie nach jedem Lied lautstark und mit den Worten: “ Bravo, das war ganz wunderbar!!!“, applaudierte liefen mir die Tränen vor Lachen nur so über´s Gesicht.
Jetzt kamen auch Elmar und seine Frau, ebenfalls Stühle unter dem Arm geklemmt und eine Tüte mit Getränken und Knabberzeugs in der anderen Hand. Ich rutschte zur Seite und die beiden saßen nun zu meiner Linken.

Auch sie hatten schon wahnsinnig viel erlebt und wir unterhielten uns angeregt und sangen zwischendurch immer mal wieder mit. Elmar erkannte sogar Oli und Sabrina. Er hatte seinerzeit den Bericht im Fernsehen gesehen. Das ein oder andere Bierchen wurde getrunken, ich aber hielt mich an Cola light. Bernd sattelte nach dem ersten und einzigen Bier um auf Rotwein. Gegen 22 Uhr 30 verabschiedete ich mich von allen. Mir war kalt und ich musste unbedingt meine Tablette nehmen, wollte ich diese Nacht etwas schlafen. Im Fernsehen lief noch ein guter Film und ich machte es mir im Bett gemütlich. Bernd kam erst gegen halb eins. Da er drei Gläschen Rotwein getrunken hatte, diesen absolut nicht gewohnt war, war er sternhagelvoll. Er setzte sich erstmal bei uns ins „Wohnzimmer“ und aß Salzbrezeln, während er darauf wartete, dass der Schwindel nachließ. Darüber hinaus schlief er dann wohl auf dem Stuhl ein, denn er kam erst nach 2 Uhr ins Bett, völlig verwundert darüber, dass es schon so spät war. Ich wachte kurz auf, stellte fest, dass er eine ziemliche Fahne hatte, drehte mich auf die andere Seite und schlief sogleich wieder ein.

05.04.2019

Am nächsten Morgen ging es Bernd dann erst einmal nicht so gut, aber nach einem orpulenten Frühstück war er wieder ganz der alte. Nun kam Elmar und ich fragte ihn, ob ich sein Wohnmobil mal besichtigen könnten. Das durfte ich und so ging ich mit ihm rüber. Die beiden hatten einen 3 Jahre alten Frankia und ich war erstaunt, wie toll er aussah. Von außen champagnerfarbend, was mir besser gefiel, als dieses ewige weiß. Auch von innen war er todschick und hatte durch einige selbstgemachte Veränderungen eine sehr persönliche Note. Nun wurde unser besichtigt und wir bekamen noch einige wertvolle Tipps bezüglich Stellplätze in der Nähe von Valencia, bevor die beiden sich auf den Weg zu dem kleinen Dorf machten, welches wir ebenfalls vor ein paar Tagen besichtigt hatten.

Ich ging schwimmen. Das Meer war heute mehr als unruhig und ich kämpfte mich durch die Wellen. Immer wieder wurde ich von ihnen überspült, hielt aber tapfer 100 Minuten aus.

Ankunft nach 100 Minuten (mehr als 1,5 Stunden!), ca. 6.000 Schwimmzügen und bestimmt 1.000 verbrannten Kalorien ?? !! Top Leistung!

Als ich mich dann aus dem Wasser quälte, stand Bernd mit Schwimmweste und Fernglas am Strand und nahm mich mit den Worten, ich wollte dich retten in Empfang.

 

Mr. Baywatch … der Rettungsschwimmer (*1) vom Palmenstrand (*1) die Rettungsschwimmweste

Das sah so witzig aus, dass ich schnell noch ein Foto machte.

Liebenswürdigerweise hatte Bernd schon Wasser heiß gemacht und ich konnte warm duschen. Das tat gut. Trotzdem wurde mir den ganzen Abend nicht mehr richtig warm. In einer Decke gehüllt, saß ich später am PC und suchte im Internet nach Bademode. Seit ich in Roche meine Bikinihose verloren hatte, schwamm ich nämlich immer in Unterhose und BH, was nicht so besonders toll aussieht (no comment ! ).
Bernd stand mit Hingabe am Herd und machte sich heute mal ganz alleine etwas zu essen. Es gab Spaghetti Bolognese mit Paprika, Karotten und Mais. Bernd war mit dem Resultat sehr zufrieden und darf es die kommenden 3 Tage aufessen. Für mich gab es den restlichen Kartoffel- Gemüseeintopf von vorgestern. Der schmeckte noch immer prima und hatte bedeutend weniger Kalorien. Wer bei uns kocht, also zu 99 Prozent ich, muss auch die Küche wieder saubermachen und abwaschen. Heute also war Bernd dran. Das verzögerte sich aber bis 21 Uhr 45, weil Bernd draußen wieder jemanden zum Quatschen gefunden hatte. Jetzt musste er sich sputen, wenn er den Anfang vom Tatort nicht verpassen wollte (ratz, fatz …  ist man(n) doch in 10 min fertig …  „meine“ Küche sieht nach dem Kochen auch nicht so verwildert aus 🙂  )

Nach dem langen Schwimmen im Meerwasser sehen Ines Haare immer ziemlich „rastermäßig“ aus.

06.04.2019

Ich hatte herrlich geschlafen und machte mich sogleich ans Schreiben. Selbst Bernd stand schon um 8 Uhr 40 auf. Gefrühstückt hat er bis jetzt aber immer noch nicht. Jetzt ist es 10 Uhr 48 und gerade haben sich Elmar und seine Frau verabschiedet. Für die beiden geht jetzt die Fahrt weiter nach Granada. Uns haben sie noch 2 Gießkannen voll Wasser dagelassen. War schön, dass wir euch kennenlernen durften!!
Bevor sie aber abfahren konnten, hatte sich schon wieder ein älterer Spanier mit dem Wagen festgefahren. Elmar hatte spezielle Platten, die er jetzt holte und unter den festgefahrenen Reifen legte. Bernd hatte einen Spaten und unsere Holzbretter für die Hubstützen und gemeinsam schafften sie es, das spanische Auto zu befreien.

Der Ire von nebenan bringt uns nun auch noch einen Kanister Wasser mit und so hat sich unsere Ver- und Entsorgungsfahrt wieder um ein oder zwei weitereTag nach hinten verschoben. Ach ja, die Leute hier sind alle unglaublich nett .
Jetzt kommt die Sonne raus und ich werde wieder schwimmen gehen. Das Meer heute ist ausnahmsweise einmal sehr ruhig und vielleicht kann ich Bernd zu noch einer Kajakfahrt überreden. Euch liebe Leser wünschen wir einen tollen Tag!!!

Harald und Waltraud sind heute ebenfalls abgereist. Waltraud hat uns noch den restlichen Kuchen dagelassen. Lecker!!! Die beiden sind uns auch ans Herz gewachsen und wir hatten tolle Tage zusammen. Kurz standen wir hier ganz alleine, aber gerade kam einer von den Expeditionsmobilen (Ute & Wolff mit Ihrem Woelke-Mobil …  diese beiden hatte ich schon kurz in San Jose gesehen und gesprochen … und natürlich damals schon ein Foto von ihrem Mobil in unseren Blog gesetzt)  und fragte, ob er bei uns stehen dürfe.
Natürlich darf er und wir halten jetzt den Platz frei.

Nun gehts aber wirklich ins Wasser  und Bernd setzt die Fotos in diesen Bericht und korrigiert und kommentiert bestimmt wieder !!!

10.05.2019

Schon wieder 4 Tage vergangen, seit meinen letzten Eintrag. Die Zeit hier vergeht irre schnell und ein Tag ist schöner als der andere. Mittlerweile ist es mit 26 Grad richtig heiß geworden und auch die Nächte sind mit 19 Grad sehr warm.

Gestern waren wir einkaufen. Das war mal wieder ein Alptraum für mich. Dieses Mal war es extrem schlimm, denn wir waren im Mercadonna und nicht bei Lidl. Bernd tat mit richtig leid, denn ich hatte auch noch sehr schlecht geschlafen und fühlte mich noch gestresster als sonst schon. Erschwerend kam auch noch meine Diät hinzu. Mein Gott, hatte ich einen Hunger!!! Und dann sollte ich mir auch noch Gedanken machen, was es die kommenden 10 Tage bei uns zu Essen geben sollte…. Ich esse  ja eh nichts davon!!! Irgendwann ließ ich irgendwo den Einkaufswagen stehen, um noch einmal, zum 100sten Mal durch den Laden zu hetzten und den vergessenen Kopfsalat einzupacken. Bernd suchte schon 10 Minuten nach der Sahne für seine Soße zum Schweinebraten. Sahne!!!! Hallo, gehts noch???? Irgendwann kreutzten sich unsere Wege. Ich war mit meiner Suche erfolgreich. Bernd nicht. Er fragte nur hektisch, wo unser Einkaufswagen wäre. Unser Wagen?? Keine Ahnung, wo ich den abgestellt hatte?? Meine Laune war eh im Keller und Bernds Laune nun auch. Geschlagene 10 Minuten suchten wir diesen verfluchten Laden ab, mir qualmten echt schon die Füße, da fand Bernd ihn endlich. Man haben wir uns angekeift. Echt filmreif!!! Endlich, endlich waren wir fertig.
Beim Auto fiel mir dann auf, dass wir Marmelade und Nutella vergessen hatten. Bernd wollte partout nicht nochmal in den Laden, sondern lieber am nächsten Tag alleine die 6 Kilometer mit dem Rad noch einmal hierher fahren. Nachdem wir eine Zigarette geraucht hatten, konnte ich Bernd dann aber doch überreden, die beiden Sachen zu kaufen. Ich heulte in der Zeit laut vor mich hin.
Danach ging es zur Tankstelle, wo wir entsorgten und Wasser auffüllen konnten. Nicht nur der Wassertank wurde randvoll gefüllt, sondern auch alle erdenklichen Behälter, denn wir mussten 2 Maschinen Wäsche waschen. Auch das dauerte ewig und dann konnten wir endlich zurück zu unserem Paradies (und mit meiner Ines war dann wieder alles o.k. … sie kann arbeiten wie ein Pferd, aber stressresistent ist sie nun wirklich nicht …  ich vesuchte so gut es ging ruhig zu bleiben und mein inner Chi zu finden 🙂  )

Unser Platz wurde unterdessen von unseren netten Nachbarn mit dem Woelke-Mobil freigehalten. Auch die anderen Leute mit ihren 3 Expeditionsfahrzeugen sind mittlerweile wieder da und stehen nun direkt bei uns. Es hat sich eine tolle Clique entwickelt, die aus 9 Leuten und einem Kind besteht. Auch Jette gehört nun dazu. Sie ist vor 4 Tagen zu uns gestoßen, ist 19 Jahre jung und fährt den über 30 Jahren alten Kastenwagen ihres Opas.

Der hat ihn seinerseits selbst ausgebaut und Jette hat es noch etwas umgebaut. Das hat sie wirklich prima gemacht. Es sieht tatsächlich aus, wie ein kleines Wohnmobil. Die Wände sind mit Kork ausgelegt und es gibt ein selbsthergestelltes ausziehbares tolles Bett. Eine Küche fehlt natürlich auch nicht. Jette hatte nach dem Abi in der Gastronomie gearbeitet und wird jetzt solange unterwegs sein, bis das dort verdiente Geld aufgebraucht ist. Sie hofft auf 1,5 Jahre. Ihren Führerschein hat sie auch erst vor kurzem gemacht, sie kommt aber gut mit dem Auto klar und ist auch sonst handwerklich und technisch sehr sehr begabt. Überhaupt ist sie viel weiter, als andere 19 jährige und es macht Spass sich mit ihr zu unterhalten, aber das gilt für alle hier in unserer tollen Kommune.

Am Sonntag hat Bernd eine lange Mountain-bike-Tour gemacht, die ihn auch ins Hinterland führte:

Toller Anblick und tolle Sache … hier werden wohl „alte, ausgegrabene Bäume wieder reanimiert“

Es war Wochenende und in der Nachbarbucht „Playa Carolina“ tobte der Bär. Hunderte von Spaniern besuchten genau diese Bucht, die auch zwei Restaurants hat …
… und jeder quetschte noch seinen Sonnenschirm, Stühle, etc. auf den kleinen Strand. Familienausflug und alle sind happy !!

Gerade sitzt Bernd mit einigen anderen unter den Palmen und gibt Gitarrenunterricht. Er hat sichtlich Spass und die anderen auch.

Nicht nur Gitarre, auch Ukulele wurde geübt. Auch mit Andre klappte es schon prima und wir jammten ein paar kleine songs zusammen.

Sabrina, die Frau von Oli, hat zuvor unter eben diesen Palmen gesessen und am PC gearbeitet. Sie hat gerade einen Auftrag eines Reiseführerverlages bekommen und war mit Feuereifer bei der Sache. Leider hat sie dann aber ihr Getränk über den PC verschüttet und diesen somit geschrottet. Soooon Scheiß.
Oli, der mal kurz zu seinem Haus hier in der Nähe gefahren ist, hat mir netterweise seine Waage von zuhause mitgebracht. Unsere ist nämlich seit 14 Tagen kaputt und ich habe darum mein Gewicht überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Mit dem unglaublich guten Gefühl, Unmengen abgenommen zu haben, schließlich hatte ich 14 Tage extrem wenig gegessen und bin außer gestern, da hatte ich schon genug Kalorien mit dem Einkaufstress verbraten, jeden Tag schwimmen gewesen, heute sogar 2 Stunden und 20 Minuten, entledigte ich mich meiner Klamotten und stieg auf die Wage. Leute, ratet mal wieviel ich abgenommen hatte?? Richtig!!!!!Kein einziges Gramm!!! Ist das nicht fies?????? Naja, vielleicht habe ich ja unendliche Muskeln aufgebaut, die bekanntlich schwerer sind als Fett. Ich mache jedenfalls weiter, schließlich gibt es eine Wette zu gewinnen.
Ach ja, gestern war tatsächlich die Polizei hier und hat alle Camper, die direkt am Meer standen in die zweite Reihe, da wo wir auch stehen verjagt.

Am Abend standen hier auch einige Spanier mit teueren Privatwagen und vergnügten sich in diesem Paradies. Warum die erwachsenen Männer dann aber ihren gesamten Müll incl. halbvolle Bierflaschen, Salamipakungen, etc. einfach als Haufen hier stehen ließen … ??? Keine Ahnung. Die Mülltonnen waren doch nur ca. 20 m entfernt.
…natürlich habe ich dann alles aufgesammelt und in die Tonnen geworfen. Ansonsten bekommen wir „umweltbewussten“ Camper noch Ärger. Wenn ich so was life sehe, spreche ich die Personen darauf auch gerne freundlich, aber direkt an.

Strafe kostete es nicht, aber es wurden die Nummernschilder fotografiert und im Wiederholungsfall wir es teuer. Das wars erstmal wieder aus dem Paradies. Bilder gibt es heute nicht, weil Bernd ja am Spielen ist und sicher nachher keine große Lust mehr hat. Ihr aber sollt mal wieder etwas zum Lesen haben und deshalb werden die Bilder nachgereicht. Elmar, ich hoffe ihr habt eine tolle Fahrt. Schön, dass wir uns mal persönlich kennengelernt haben. Wir wünschen euch allen einen schönen Frühlingstag!! Eure Ines

16.05.2019

Hallo liebe Leute,

Die Zeit hier an der Palmenbucht  neigt sich für uns dem Ende zu und ich bin schon ganz traurig diesen, meinen Traumplatz bald verlassen zu müssen. Am Freitag Abend gegen 18 Uhr werden wir starten. Wir haben einen Termin in der Nahe von Girona (an der französischen Grenze). Dort ist ein Stellplatz und Caravan-Center mit ALDE-Stützpunkt, bei welchem auch Reparaturen durchgeführt werden. Die Adresse hatten wir von Dagmar und Peter bekommen, die seinerzeit einmal ihre Heizung dort reparieren lassen haben. Da unser Kessel noch immer leckt und die Fachfirmen in Deutschland nicht gewillt sind, diesen zu reparieren, sondern lediglich bereit sind, uns eine neue Heizung einzubauen (Kostenpunkt 4000 Euro mit Einbau), hoffen wir, dass die Leute es auf dem Stellplatz billiger hinbekommen. Im Universum  habe ich es schon bestellt und so kann eigentlich nichts schiefgehen. Der Termin ist am Montag Morgen und die Stellplatzbesitzerin ist Deutsche, was die Verständigung erheblich vereinfacht.
Danach geht es dann in Riesenschritten nach Melle in Deutschland, wo mittlerweile zum dritten Mal unsere Frontscheibe ausgetauscht werden soll. Diese sieht von Tag zu Tag furchtbarer aus und sorgt hier für allgemeinen Gesprächsstoff. Bernd hat sie jetzt zusätzlich noch von außen mit Zurrgurten befestigt. Das sieht mehr als abenteuerlich aus.

So können wir glatt als „Hippi-Fahrzeug“ durchgehen und werden nicht mehr als „weisse Ware“ betitelt. Ehrlich gesagt hätte ich aber lieber ne` heile Windschutzscheibe 🙁

Wir haben trotzdem große Befürchtungen sie unterwegs zu verlieren und sind froh, wenn die Werkstatt es diesmal hinbekommt und wir endlich unsere Ruhe haben.

Hier ist es nach wie vor traumhaft. Das Wetter ist mehr als toll und das Wasser hat mittlerweile eine Temperatur von 20 Grad erreicht. Schon lange bin ich nicht mehr die Einzige die schwimmen geht. Selbst Bernd war schon mehrmals mit und ohne Bodyboard im Wasser, wenn auch längst nicht so lange wie ich. Ich bin ja immer noch dabei, meine Wette zu gewinnen und schwimme deshalb nach wie vor zwischen 1,5 und 2 Stunden Zusätzlich habe ich, außer gestern, kaum etwas gegessen. Mittlerweile habe ich auch tatsächlich schon 3 Kilo abgenommen. Die Chancen die Wette zu gewinnen sind also machbar. ( Wette ist ausführlich in einem der vorigen Berichte geschildert)  Ich muss nur am Ball bleiben!! Es wird natürlich schwieriger, weil wir demnächst nur noch im Auto sitzen und nicht viel Bewegung haben. Bei meiner Schwester fehlen zum Gewinn der Wette nur noch 4 Kilo. Allerdings lässt sie es jetzt etwas schleifen. Elke, reiß dich zusammen!!!!!!! Ich will Resultate sehen, wenn wir nach Deutschland kommen! Na Bruderherz, bekommst du schon Angst???? Kannst du auch haben!

Gestern habe ich aber Diät mal Diät sein lassen, denn es gab Kartoffelpuffer. Die haben Bernd und ich ganz in Gemeinschaftsarbeit fabriziert.

 

Zuvor hatte ich diese nie gemacht, hatte aber meinen Vater,  schon vor ein paar Tagen, nach dem Rezept gefragt. Nie hätten wir gedacht, dass Kartoffeln reiben dermaßen anstrengend- und in die Arme gehend ist. Ich habe heute richtig Muskelkater in den Oberarmen. Ich hatte die Kartoffeln geschält und Bernds Aufgabe war es diese zu reiben. Gefühlsmäßig dauerte die erste Kartoffel gut 10 Minuten und Bernd kam so richtig ins Schwitzen. Man muss dazu sagen, dass die Kartoffeln aber auch sehr groß waren. Wir hatten 7 insgesammt und schon nach der ersten war mir klar, dass Bernd es wohl kaum oder nur mit allergrößter Mühe schaffen würde. Ich erbarmte mich und wir wechselten uns ab. Da ich wahnsinns Oberarmmuskeln habe, weil ich mich ja immer die Treppen hochziehen muss, da meine Beine es sonst nicht schaffen, hatte ich mehr Kraft und Ausdauer und raspelte meine Kartoffeln in Rekordgeschwindigkeiten. Bernd war ganz fasziniert. Zum Schluss wurde noch eine Zwiebel geraspelt, 2 Eier aufgeschlagen, ein paar Haferflocken, Salz und 2 Esslöffel Mehl dazugegeben. Nun ging es ans Braten. Natürlich in ordentlich Fett. Zur Probe machten wir nun einen einzigen, der nach gut 10 Minuten fertig war. Feierlich setzten wir uns an unseren Tisch und teilten diesen. Apelmus und Zucker drauf und…….mmmmmh lecker!!!!

Jetzt machten wir den Rest und ich aß 7 Stück, bis wirklich nichts mehr reinging. Bernd schaffte sogar 9. Wir waren total begeistert von unseren Kochkünsten und ich weiß nun, dass ich Bernds Lieblingsgericht endlich zustande bringen würde (wir werden das aber wieder im Team-work machen, mein Schatz!! ) Von der Menge her, hatten wir uns allerdings verschätzt. Es war viel zu viel und so wird es auch heute wieder Puffer geben. Nach dem Essen wuschen wir gemeinsam den Berg Geschirr weg und verbrachten dann den Abend mit Dagmar und Peter hinter unserem Saloon. Dort war es windgeschützt und deshalb nicht so kalt.

Mittlerweile ist unsere gesammte alte Kommune aufgebrochen um weiterzfahren.

Oli, Jette und Sabrina wollten eigentlich gestern abend wiederkommen. Sie waren zum Paellaessen gefahren, welches einmal monatlich bei einer Bekannten von Oli stattfindet und immer sehr schön sein soll. Bernd und ich hatten aber keine Lust. Wir hatten die letzten Tage so viel gemeinsame Stunden und sie würden ja auch wiederkommen. Bis jetzt sind sie allerdings noch immer nicht da. Dafür aber Dagmar und Peter. Die beiden hatten uns hier ja schon 2 Mal besucht und waren nun mit ihrem Wohnmobil gekommen. Da auch sie beim Paella-Essen gewesen waren, wussten sie zu berichten, dass Klara, Jettes Hund, hinter einen Radfahrer hergelaufen ist und diesen ins Bein gebissen hatte. Der Radfahrer hat daraufhin die Polizei verständigt und Jette hat fürchterlich geweint, weil sie Angst hatte, man würde ihr nun den Hund wegnehmen. Anscheinend musste sie danach noch zum Tierarzt, um nachzuweisen, dass das Tier keine Tollwut hat. Wie die Geschichte nun ausgegangen ist, wissen wir aber leider nicht. Ich werde berichten, falls sie wiederkommen. Ich hoffe, Jette muss kein Schmerzensgeld zahlen, denn dann wird ihre Reise viel kürzer werden als gedacht.

Bernd setzt jetzt gleich die Bilder rein auch zu dem letzten Bericht, also scrollt schnell nocheinmal hoch und seht sie euch an.

Euch allen einen herrlichen Tag!

 

 

 

Womo

Ostern 2019 in San Jose bei strömenden Regen

22.04.2019

Frohe Ostern euch allen. Wie wir am Wetterbericht sehen können, habt ihr das absolute Traumwetter in Deutschland. Hier sieht es ganz anders aus. In der Nacht von Karfreitag auf Samstag hat es ununterbrochen geregnet und hörte erst gegen Nachmittag auf. Bernd hatte allerhand zu tun. Mehrmals des Nachts stand er auf und kontrollierte die Handtücher die vor der Windschutzscheibe liegen.
Auch hatte er einen Plastikbecher darunter gestellt, den es immer wieder auszulehren galt. Ich stellte Plastikschüsseln raus und fing so jede Menge Wasser auf. Damit wurde dann abgewaschen und sogar geduscht. Da wir momentan nur eine Außentemperatur von 16 Grad haben, war das Wasser natürlich auch nicht wärmer. Also, wenn das nicht abhärtet, weiß ich auch nicht.

Frisch geduscht und bestens gelaunt grüßt die Prinzessin aus dem Saloon heraus.

Als dann am Samstag Nachmittag endlich die Sonne rauskam, füllte sich auch der Ort blitzschnell und Bernd schnappte sich seine Gitarre und gemeinsam gingen wir zur Promenade. Dort hatten 3 kleine Mädchen auf der Promenadenmauer ein Tuch ausgebreitet und wollten hier ihre selbst bemalten Kieselsteine verkaufen.

Niedlich anzusehen und bei Ines & mir kamen jede Menge Erinnerungen an früher hoch, als wir im Kindesalter auf „Flohmärkten“ unsere kleinen „Schätze“ aber auch Schrott verkauft hatten.

Ein Schild hatten sie auch aufgestellt. Auf dem stand auf spanisch und auch auf englisch, dass es sich um Glückssteine handeln würde. Wir beobachteten die 3 von einer Bank aus. Leider kaufte kaum einer die Steine, aber sie waren mit Feuereifer bei der Sache, hatten sich sogar eine Kasse aus Papier gebastelt und ihre paar Steine liebevoll drapiert. Die drei waren wirklich niedlich anzusehen und nun wollten wir das Geschäft etwas ankurbeln. Wir gingen zu ihnen und ich fragte, was denn so ein Stein kosten solle. Todernst erklärten sie, dass sich jeder den Preis selbst ausdenken könne. Wir entschieden uns für einen kleinen und legten zwei Euro in die Kasse. Die Mädchen strahlten wie die Honigkuchenpferde. Bernd erklärte ihnen dann in einem Deutsch-englisch- spanisch – Gemisch und vielen Gesten, dass sie mehr auf sich aufmerksam machen müssten und machte das dann auch sogleich vor. Quer über die Promenade bot er mit kräftiger Stimme jetzt die Steine an und zwar in sämtlichen Sprachen. So ähnlich stelle ich mir den Hamburger Fischmarkt vor. Es dauerte auch gar nicht lange und die vorbeigehenden Urlauber wurden aufmerksam. Kurz darauf kauften zwei Frauen ebenfalls je einen Kieselstein. Die Mädels strahlten noch mehr und Bernd war jetzt mit Sicherheit  ihr persönlicher Held!!
(Als meine Brüder und ich klein waren (das war so ca. um 1970  🙂  ), hat mein damaliger lieber Opa einen alten „Bollerwagen“ aus Holz frisch gestrichen und daran ein Schild angebracht, auf dem groß geschrieben stand:  Hier kauft man gut ! …  mit diesem tollen, auffälligen Verkaufswagen haben wir natürlich tolle Geschäfte an dem Tag gemacht und standen am nächsten Tag sogar mit einem Foto in der Zeitung!!  Danke Opa Bernhard !  Ja, ja, also „auffallen“ und sich bemerkbar machen ist wichtig!)
Wir verabschiedeten uns lachend und gingen die Promenade ein Stückchen weiter hinunter. Dort hatten einige Schmuckhändler kleine Stände aufgebaut. Wir fragten, ob Bernd zwischen ihnen stehen – und etwas Gitarre-spielen dürfe. Die hatten nichts dagegen und so stand dem nichts im Wege. Ich hatte es mir auf einem Treppenabsatz, schräg gegenüber, gemütlich gemacht und fand Bernd wie immer großartig. Die Händler waren allesammt sehr angetan und nach jedem Lied gab es Standing Ovations. Spass!!! Die standen ja sowieso schon. Aber Applaus gab es wirklich immer. Bernd hatte sichtlich Spass und er zog ne tolle Show ab. Leider wurde der Himmel nach einer Stunde wieder extrem schwarz und Bernd, wie auch die Händler packten in Windeseile ihre Sachen ein. Gerade rechtzeitig, bevor es zum großen Guss kam, erreichten wir unseren Saloon.

Ach ja, auf dem Parkplatz hier stehen nunmehr auch diese Verbotsschilder hinsichtlich Übernachten und Campen. Jetzt , ausserhalb der Sommersaison scheint es aber geduldet… denn hier stehen ca. 20 Mobile und über Ostern noch mehr. Darüber sind wir wieder mal sehr glücklich und dankbar !!

Das Schild muß gerade „frisch“ einbetoniert gewesen sein, da hat sich bereits der erste „wahrscheinlich Wohnmobilist“ aufgeregt und sich entsprechend mit einem „FUCK“ im Beton für alle Zeiten verewigt ! 🙂
An Rausgehen war nicht mehr zu denken und das blieb auch den gesamten Ostersonntag so. Uns blieb wirklich nichts anderes übrig, als den kompletten Tag im Wohnmobil zu verbringen. Bernd beschäftigte sich stundenlang mit dem perfekten Ausbau eines Wohnmobils. Dafür malte er immer wieder Grundflächen eines Mobils unserer Größe auf ein Blatt Papier und maßgetreu zeichnete er alles ein. Ganz zum Schluss, kam er dann zu der Erkenntnis, dass, so wie unser Wohnmobil aufgebaut ist, es eigentlich perfekt wäre.

Schon witzig, gerade als ich meine Planungen für heute beendete kam dieses tolle und „besondere“ Expeditions-Wohnmobil auf dem Platz gefahren. Ist schon ein tolles Gerät … aber unserer ist garantiert viel gemütlicher und geräumiger… dafür aber nicht für Expeditionen abseits von befestigten Strassen geeignet.

Irgendwie ging der Tag rum und heute am Ostermontag ist es zwar bedeckt und auch nicht gerade warm, aber zumindest trocken. Das soll sich morgen schon wieder ändern. Eine wirkliche Besserung ist erst am Mittwoch oder Donnerstag in Sicht und so müssen wir erst einmal hier bleiben. Denn bei solchen Wolkenbrüchen ist es unmöglich für uns zu fahren. Mittlerweile ist es 10 Uhr geworden und Bernd, der Glückspilz schläft noch immer. Der hats echt gut, hat er doch die halbe Nacht, das Bett fast immer ganz für sich alleine. Das hätte ich auch gerne einmal. So richtig schön auf dem Bauch schlafen, einen Arm ganz weit nach links ausgestreckt, den anderen nach rechts. Aber nein, ich muss immer auf meiner rechten Seite schlafen. Und wehe, ich komme über die Mitte!!! Dann macht Bernd das Licht an und zeigt mir anhand der Borte über dem Bett, wo genau die Mitte ist.

So, ihr Lieben. Nun seid ihr wieder bestens informiert. Wenn sich das Wetter hier heute noch etwas hält, spielt Bernd noch einmal. Also Daumen drücken!!!

25.04.2019

Gerade haben wir San Jose verlassen ! Mehrere Tage später als ursprünglich angedacht. Das lag zum einem am Regen und zum anderen an den wahnsinnigen Windböen von bis zu 90 Stundenkilometern. Gestern hatte es nicht geregnet und zwischendurch schien sogar die Sonne. Bernd hatte mal wieder allerhand mit unserer Scheibe zu tun und so ging ich alleine mit gepackter Tasche zum Strand. Schließlich will die Bräune ja erhalten werden. Dort angekommen, entblätterte ich mich und legte mich auf meine Isomatte. Ein paar wenige andere Leute hatten den Weg zum Strand ebenfalls gefunden, waren allerdings alle in Winterklamotten. Kein Wunder!! Es hatte sich wieder zugezogen  und war mit 16 Grad auch nicht gerade warm. Indianerherz kennt keinen Schmerz sagte ich mir, biss die Zähne zusammen und fror so vor mich hin. Mehrmals in der Minute kamen die besagten Windböen. Überall kroch der Sand hinein. In die Augen, die Ohren und selbst im Mund knirschte es. Endlich, nach gut einer Stunde kam dann doch noch die Sonne raus, so richtig warm wurde es aber nicht und mittlerweile sah ich aus wie ein paniertes Schnitzel. Lachend kam Bernd angeschlendert. Er hatte seine Arbeiten rund ums Wohnmobil erledigt und wollte nun einen Spaziergang machen.

Zuerst ging es über die „Hügel“ von San Jose Richtung Playa Genovesis (erkennt man schon links im Hintergrund). Und hier waren die Windböen echt heftig, so dass selbst ich beim Fotografieren ins Wancken kam!
Die „alte Frau Hoormann“ ist gut eingepackt, damit es keine Ohrenentzündung gibt 🙂

Hier im Selfi-Video (siehe unten)  ist zwar nichts zu hören … aber Ihr seht, wie der Wind hier oben auf den „Hügeln“ bei San Jose gepfiffen hat:

Wind-Selfi 85 kmh 

Deshalb hatte er mir extra meinen Schlüssel vorbei gebracht, denn er wusste nicht, ob ich vielleicht vor ihm zuhause sein würde und dann würde ich vor verschlossener Tür stehen. Was für ein liebenswürdiger mitdenkender Mensch er doch ist. Bernd verabschiedete sich und ich hielt noch eine weitere dreiviertel Stunde durch. Dann ging ich ins Meer, um den Sand loszuwerden. Ein Vergnügen war das wahrlich nicht und schon nach 5 Minuten war ich wieder draussen. Nun ging es noch einmal 10 Minuten unter die Stranddusche und nass und verfroren marschierte ich zurück zum Saloon. Da ich meine Klamotten auch gleich gewaschen hatte, bot sich wahrscheinlich ein etwas merkwürdiges Bild, denn in Ermangelung frischer Sachen, hatte ich die alten, nun frisch gewaschenen wieder übergezogen. Ich tropfte bis zur Saloontür.

Als Bernd 20 Minuten später wiederkam, stand ich aber frisch und sauber in nun trockenen Klamotten am Herd und zauberte ihm etwas aus den letzten Resten, die unser Kühlschrank hergab. Bernd schmeckte es wider erwarten super und er meinte, dass ich mir dieses Gericht unbedingt merken müsse.

Das ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Denn ich habe sämtliche eingefrorene Reste zusammengekippt, Frischkäse und Tomatensoße dazugegeben und autgetautes Fleisch aufgebraten und ebenfalls untergerührt. Ihr seht, Bernd ist wirklich anspruchslos. Mit gutem Appet aß er und nahm sich sogar noch Nachschlag, während er mir begeistert von seinem Spaziergang berichtete. Ich verzichtete aufs Essen und besah mir die tollen Aufnahmen, die er unterwegs mit seinem Handy gemacht hatte.

Hier ein paar ausgewählte Fotos …  viel Spass beim Anschauen 🙂

Die kleine Kirche in San Jose.

Zum Dank dafür, dass ich so toll gekocht hatte, erbarmte Bernd sich und scrabblete draußen mit mir. Da das Wohnmobil uns Windschutz bot, ging es einigermaßen.
Wir waren kaum angefangen, da kam ein älterer, sportlicher Herr , auf uns zu und begrüßte uns mit den Worten: “ Hallo ihr Friesen!“ Wie sich schnell herausstellte, verbrachte er hier 3 Monate bei der Familie seines Sohnes, der ebenfalls jedes Jahr hier mehrere Monate verbringt. Wir kamen ins Gespräch und weil er so interessiert war, zeigten wir ihm den Saloon. Er war ganz begeistert und entdeckte dabei, dass Bernd Musiker ist. Nun gab es für ihn kein Halten mehr, denn sein Sohn hatte sein Haus hier in San Jose unmittelbar neben….. ???????   Äh…. Tja und jetzt fehlte ihm der Name. Kein Problem sagte ich, wir raten anhand von Fragen, die er nur mit Ja und Nein beantworten dürfe. Natürlich war er einverstanden. Es war klar, dass es sich um einen Prominenten handelte, also legte ich los. Macht er Musik, lautete meine erste Frage. Ja, war die Antwort. Nun fragte Bernd. Hat er schon mal in einem Film mitgespielt? Wieder lautete die Antwort ja. Ist er auch Komiker?, fragte ich. Das wurde ebenfalls bejaht. Nun tippte ich auf Otto und anschließend auf Jürgen von der Lippe. Beide Antworten waren falsch. Bernd versuchte es nun seinerseits mit Helge Schneider. Bingo!!! Diese Antwort war tatsächlich richtig. Der Helge hatte nicht weit von unserem Stellplatz tatsächlich ein Haus und hier hatte er auch seinen „Hit“:  Sommer, Sonne, Kaktus geschrieben. Natürlich waren wir ganz aufgeregt, obwohl er nun nicht gerade mein Lieblingskomiker ist und ich auch nur wenig mit der Musik anfangen kann, hätten wir ihn am Liebsten getroffen. Leider ging es ihm heute aber gar nicht gut, sagte der ältere Herr. Er hatte ihm schon einige Kamillentees gemacht, aber das schien seinem Magen nicht zu helfen, denn am nächsten Tag erfuhren wir, dass es ihm immer noch nich bessert ging. Schade, aber vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Am Abend dann mussten wir wieder einen Netflixfilm gucken, weil die Windböen noch kein bißchen nachgelassen hatten.

Donnerstag, 25.04.2019  – Fahrt zur Palmenbucht

Heute Morgen dann waren die Windböen zwar noch genau so heftig, aber viel seltener und ich wollte jetzt endlich hier weg und der Sonne entgegenfahren. Nach einigen Bedenken war Bernd einverstanden und wir fuhren erst einmal zur Entsorgungsstation. Es hatte sich allerhand angesammelt und stank bestialisch. Unseren Frischwassertank wollten wir dann an einer Tankstelle noch etwas weiter auffüllen . Wir fanden auch schnell eine REPSOL-Tankstelle mit einem netten Tankwart und einem Wasseranschluss. Nachdem der Dieseltank gefüllt war, rangierte Bernd unser Mobil an die Wasserzapfstelle, schloss den Wasserschlauch an und …..  dann kam nichts aus dem Schlauch raus !  🙁   So`n Pech!. Dem Tankwart wars auch peinlich, er gab uns die 2 € Wassergeld wieder und wir fuhren von dannen … zum Glück haben wir noch ca. 200 ltr an Board.
Danach ging es weiter zu Lidl. Heute meisterte ich den Großeinkauf mit Bravour. Dann ging es schnurstraks Richtung Murcia. Unterwegs war es wirklich richtig hässlich. Über weite Teile nur Gewächshäuser und Spargel unter Plastik. Die in diesem Gebiet liegenden Dörfer waren auch nicht gerade schön, aber am Schlimmsten waren die Baracken, in denen die Gast-Arbeiter aus Afrika wohnten. Reine Plastikbaracken und rundherum alles zugemüllt. Wirklich unsagbar fürchterliche Zustände. Die armen Menschen, die dort wahrscheinlich für einen Hungerlohn arbeiten und mit Sicherheit zwischen unzähligen Ratten leben. Schrecklich!!! Wir wollten sofort etwas spenden, aber leider war niemand in den Baracken anzutreffen. Vermutlich waren alle am arbeiten. So zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab. Fürs nächste Jahr fangen wir dann mal schon an zu sammeln.

Unterwegs bemerkten wir, dass es hier viel trockener und weniger grün ist, als es am Atlantik war. Zum Teil erinnert hier die Landschaft an bergige Wüstenregionen. Trotzdem hat dieses Karge auch etwas und uns gefällt es gut. Wahrscheinlich wird in den nächsten Wochen eh alles grün werden, denn nach diesen Wolkenbrüchen in den vergangenen Tagen, wäre es merkwürdig, wenn nicht.

Ihr wisst ja noch … dieses „Ding“ hier!

Unterwegs mussten wir noch einmal die holprige Autobahn verlassen, da sich plötzlich der an der Frontscheibe angebrachte Saugnapf gelöst hatte. Also die nächste Abfahrt runter und dann standen wir plötzlich auf einer kleinen Landstrasse mit Baustelle. Nachdem das Ding wieder montiert war, musste Bernd ein Wendemanöver auf engstem Raum vollbringen. Danach ging es über kurvige Strassen und einer Strassenunterführung, die zum Glück doch gerade eine Durchfahrsthöhe von ca. 3,5 m hatte (wir sind 3,4m hoch) nach ca. 3 km wieder auf die Autobahn…  Puh!!

Nach insgesamt 130 Kilometern erreichten wir unsere Palmenbucht. Sie empfing uns mit strahlendem Sonnenschein.

Übrigens den ersten des heutigen Tages. Wenn das mal kein gutes Omen ist. Überrascht stellten wir fest, dass hier kaum etwas los war. Wo waren denn die ganzen Aussteiger vom letzten Jahr geblieben?? Wo die selbst ausgebauten Vehicels??? Außer uns waren bis jetzt man gerade 3 Wohnmobile hier. Ein Holländer, ein Spanier und ein Ire. Kurze Zeit später kam noch ein weiteres deutsches Pärchen dazu. Witzigerweise wieder aus Oldenburg. Wir checkten erst einmal die Lage und unterhielten uns längere Zeit mit dem Iren. Er war letztes Jahr ebenfalls schon mal hier gewesen und war genau so erstaunt über die wenigen Menschen, wie wir. Naja, uns soll es recht sein. Schnell packten wir unsere Stühle und den Tisch raus und……….??????? Richtig!!!!!! Wir scrabbleten!!!! Dabei stellten wir mal wieder ein ums andere Mal fest, dass wir uns so Hawai vorstellen.

Wirklich traumhaft hier. Es gibt wahrlich nichts Schöneres!!!

Das wars erst einmal. Vielleicht kann ich Bernd dazu bewegen, die Bilder noch heute rein zu setzten, dann seid ihr wieder up to date!!
(… wie Ihr seht … bereits erledigt ! 🙂   )

Liebe Grüße von uns zu euch!!! Nos vemos!

 

 

Womo

Wir verabschieden uns von Marbella 19.04.2019

Ganz wehmütig wurde uns heute morgen ums Herz. Heute sollte es endlich weitergehen. Über 2 Wochen waren wir nun hier und wir haben uns sauwohl gefühlt. Da aber wieder Regen angesagt ist, müssen wir jetzt langsam los, denn sonst heißt es abwarten bis der Platz wieder getrocknet ist und das kann dauern.
Ein letztes Mal ging es schon am Morgen zum Strand. Hier war noch einmal ausgiebig duschen angesagt und zwar mit kaltem Wasser. Mittlerweile macht es mir (uns) nichts mehr aus. Im Gegenteil, man fühlt sich danach so richtig fit und wach. Weil die Gelegenheit günstig war, wurde noch schnell das ein und andere Teil gewaschen und dann ging es zurück zu Bernd.
Der hatte sich mal wieder um die Scheibe gekümmert. Jede Menge Panzerband soll sie jetzt erneut halten und gestern war er sogar zum Baumarkt gefahren um so ein „Ding“ (Saugheber) zu kaufen, welches Glaser für ihre Scheiben verwenden. Dieses „Ding“ saugt sich an Scheiben fest und Fenstereinbauer können diese dann  transportieren, indem sie dieses „Ding“ als Griff nehmen. Transportieren wollten wir unsere Scheibe zwar nicht, aber Bernd, der wirklich mächtig Angst um sie hat, fühlt sich jetzt sicherer. Er hat das „Ding“ von innen an der Scheibe befestigt und mit dicken Bändern (mit einem Zurrgurt mit Ratsche) an unserem Tisch angebunden.

Das „Ding“ mit dem „Dings“ dran … eine Idee und Konstruktion eines Ingenieurs! Die Busglas-Firma in Deutschland wollte nur, dass ich Panzerband zur Seitenscheibe verklebe (habe ich zsätzlich gemacht) … dem alleine traue ich aber nicht.

Zwar ist die Gefahr die Scheibe während der Fahrt zu verlieren nicht sonderlich groß, dafür umso größer, wenn wir mal anhalten. Denn dann fällt der Druck weg. Genauso passiert damals bei meinen Eltern. Um 10 vor 12 war es dann soweit.

Wir starteten bei bestem Wetter und fuhren immer gen Osten die kostenlose Küstenautobahn A7 entlang.

Immer direkt am Mittelmeer lang. Sorry, aber bis Anfang Juni werdet Ihr immer wieder auf Fotos dieses „Ding“ mit sehen … außer es gibt keine Scheibe mehr 🙁

Wunderschön anzusehen und am Liebsten hätten wir schon 10 Kilometer weiter den nächsten Stop eingelegt.

Leider ging das nicht, denn Bernd wollte mit der Scheibe keine unnötigen Risiken eingehen. Und es ist schon ein Risiko, wenn wir über die meist hoppeliegen Wege fahren, die zu den Stellplätzen führen. Dort müssen wir dann ja auch immer das Auto ausrichten, sprich die Hubstützen rauslassen. Auch das ist Gift für die Scheibe, denn jedesmal sackt sie weiter ab. Wenn wir das aber nicht machen, steht das Auto schief. Das ist ganz furchtbar, wenn man kochen will und auch für unseren Kühlschrank, der dann nämlich schlecht kühlt. Ihr seht, wir haben es auch nicht immer leicht! Mittlerweile haben sich die Gummis, in denen die Scheibe eingefasst war, fast vollständig gelöst.

Wahrlich ein Wunder, dass sie überhaupt noch drinsitzt. Das ist wahrscheinlich den Scheibenwischern zu verdanken, die wir auf keinen Fall benutzen dürfen. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, wir dürfen nur bei gutem Wetter fahren. Das war heute auch angesagt. Leider kann man sich aber auf Vorhersagen nicht immer verlassen und nach ca. 100 Kilometern fing es tatsächlich an zu regnen.

Oh Mist, vor uns sieht es nach Regen aus ! 🙁

Man, war das ein Scheiß. Bernd orientierte sich überwiegend am Mittelstreifen, den man gut aus der Seitenscheibe sehen konnte.

Die Sicht wird schlechter !! Schön, wenn ich die Scheibenwischer betätigen könnte.

Ansonsten war hochkonzentriertes langsames Fahren angesagt und Bernd machte seine Sache wirklich gut. Gott sei Dank hörte der Regen nach 10 Minuten auf und mein Herzklopfen ebenfalls. Weiter ging es durch zahlreiche Tunnel.

Wie gut, dass die Spanier diese gebaut hatten, so ersparten wir uns etliche Höhenkilometer. Kurz nach Almeria gab es dann kaum noch Hotels in Küstennähe, dafür tausende von Gewächshäusern.

Wir finden das aber immer noch besser als die Bettenburgen und auch als den Ruhrpott. Außerdem müssen die Tomaten und die anderen Gewächse ja irgendwo wachsen und das geht nun mal am Besten in dieser Gegend. Irgendwann machten wir eine Pause. Dafür mussten wir kurz runter von der Autobahn, zu einer verlassenen Tankstelle.
Dort war nichts los. Nur ein einziges anderes Fahrzeug stand dort, ebenfalls ein Wohnmobil. Dieses kam aus Oldenburg und hatte uns vor mehr als einer halben Stunde überholt. Lange hatten wir keine Deutschen mehr gesehen und dann noch aus der Nachbarstadt meines Heimatortes. Sie wollten gerade weiterfahren, aber Bernd der Kommunikativling stellte sich ihnen in den Weg und begrüßte sie überschwenglich mit einem lauten und fröhlichen
M O I N“.  Dann wurde sich erst mal ausgetauscht und so erfuhren wir, dass die beiden geradewegs aus Marokko gekommen waren und es dort toll fanden. Nach gut 20 Minuten ging die Fahrt dann weiter.
Leider setzte jetzt abermals Regen ein. Zum Glück war aber wenig Verkehr. In Deutschland auf einen Karfreitag undenkbar. Irgendwann ließ dieser auch wieder nach und kurz vor San Jose kam die Sonne raus. Den Stellplatz mitten in diesem wunderschönen Ort fanden wir auf Anhieb. Kein Wunder, waren wir doch im letzten Jahr schon einmal 10 Tage hier. Aber was war das denn???? Der Stellplatz war granatenvoll. Das konnte ja heiter werden. Das Glück war aber auf unserer Seite und 10 Minuten später parkte jemand aus und schnell blockierte ich den freien Platz mit meinem Alabasterkörper. Bernd kam kurze Zeit später mit unserem Saloon angefahren und nun hatten wir einen Parkplatz. Bernd ließ sich sogar auf ein Scrabblespiel draußen ein, verlor aber, weil er ständig Angst hatte, dass jemand sich über unsere 2 Stühle und den kleinen Tisch aufregen würde. Tatsächlich kam auch ein Polizist und machte Fotos. Allerdings nicht von uns. Bernd nahm es trotzdem zum Anlass in Windeseile und“ total unauffällig “ die Stühle wieder zusammen zu klappen. Der Polizist allerdings nahm keine Notiz von uns und so eingequetscht, wie wir zwischen unserem Saloon und einem anderen Auto standen, waren wir wahrscheinlich auch nicht zu sehen. Als der Polizist wieder Leine zog, spielten wir rasend schnell zu ende und Bernd war nun mehr als erleichtert, die Stühle wieder reinstellen zu können.
Nun machten wir uns auf den Weg in den Ort. Hier war es viel viel voller als im letzten Jahr. Unzählige Urlauber, zum größten Teil Spanier, flanierten über die Promenade. Der Kinderspielplatz hatte Hochkonjunktur und auch der Strand war noch immer gut besucht, trotzdem es mittlerweile bereits 18 Uhr 30 war . Kein Wunder, war doch die Sonne wieder da und mit 20 Grad nicht gerade kalt. Wir setzten uns auf eine Bank und besahen uns das quirlige Treiben. Hach, war das herrlich. Alle hatten so gute Laune und strahlten vor sich hin. Nach einer halben Stunde zog es uns zurück zum Saloon. Bernd war nach 4,5 Stunden hochkonzentriertem Fahren etwas kaputt und auch ich war totmüde. So machten wir uns einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher und schliefen früh ein.

Am nächsten Morgen wurden wir gegen halb 7 vom Regen geweckt. Der hat bis jetzt, es ist mittlerweile halb 10, noch immer nicht nachgelassen.

Das Regenwasser von der höhergelegenen Zufahrtstrasse ergiesst sich in Sturzbächen auf unseren Stellplatz!!
… und so sieht das dann aus!

Bernd schläft noch, hat aber bereits schon 2 Mal die Scheibe kontrolliert und die Handtücher ausgewrungen.

Regenwasser im Plastikbecher und in Handtücher auffangen 🙁
Nur Ines freut sich wieder, denn sie zapft „kostenlos“ Regenwasser von der geöffneten Küchenscheibe und draußen in einem Eimer für „Reinigungszwecke“. Ja, des einen Leid ist des anderen Freud !!!

Laut Wetterapp soll es heute zwar überwiegend bewölkt sein, aber kein Regen geben. Tja, das war wohl mal wieder nichts. Nun hoffe ich, das der Regen bald aufhört. Es wäre doch sehr schade für die spanischen Urlauber, die hier das Osterfest verbringen möchten, wenn es so weitergeht.
Ja, momentan habt ihr in Deutschland das viel bessere Wetter. Das gönnen wir euch natürlich von ganzem Herzen und wünschen euch ein ganz tolles Osterfest!!!!

Womo

Jubiläum: 2 Jahre Leben wir jetzt schon im Wohnmobil !!

Am Karfreitag vor 2 Jahren sind wir ins Wohnmobil gezogen. Junge Junge, wie die Zeit vergangen ist. Ich weiß noch genau, wie groß die Vorfreude war und die letzten 1,5 Jahre vergingen irgendwie gar nicht. Naja, da ich das damals schon alles geschrieben hatte, wisst ihr ja bestens Bescheid. Damals schwang auch ein nicht geringer Teil Unsicherheit mit. Zwar war für mich klar, dass ich mir nichts Schöneres vorstellen konnte, aber wie Bernd ohne Arbeit und seine ARU klarkommen würde, wusste ich nicht. Bis dato war er der absolute Workaholic und arbeitete gern. Selbst am Wochenende war er oft im Büro anzutreffen, falls er nicht gerade irgendwelche Musikauftritte mit seiner Band hatte. Naja, wie ihr wisst, war diese Sorge unbegründet. Bernd stellte sich viel schneller um als ich und die Arbeit fehlt ihm bis heute nicht. Mir übrigens auch nicht. Auch wussten wir nicht, ob unser Finanzplan, den wir aufgestellt hatten, einigermaßen hinkommen würde, oder wir uns völlig vergallopiert hatten. Im Nachhinein können wir sagen, dass alles gut hinkommt. Zwar sind die Reparaturkosten bisher um einiges höher, als wir damals gedacht hatten, dafür sind andere Kosten wesentlich niedriger. Und wer weiß, vielleicht wird es irgendwann einmal ein Jahr ohne Reparaturen geben? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ist das Leben im Wohnmobil so, wie wir es uns vorgestellt haben???  Darauf können wir nur antworten mit: Nein, es ist viel viel schöner!!! Wir sind immer wieder überwältigt von der Landschaft und der Natur. Meist stehen wir direkt am Meer. Egal ob es das Mittelmeer, der Atlantik, die Ost- oder Nordsee ist. Oder aber wunderschön in der malerischen Bergwelt. Begeistert sind wir auch vom Wetter. Wir hätten es uns hier in Spanien im Winter irgendwie viel kälter vorgestellt. Selbst bei 14 Grad und Sonnenschein kann man hier in kurzen Hosen rumlaufen, was einfach daran liegt, dass die Sonne hier mehr Kraft hat. Wenn es hoch kommt, habe ich in den 2 Jahren maximal 3 Mal eine lange Hose angehabt. Ich glaube wir haben diesen Winter  an 3 Tagen geheizt und das dann auch nur morgens für 1,2 Stunden.

Und was ist noch toll??? Keine Frage, das sind die Menschen, die wir unterwegs getroffen haben. Es haben sich tolle Freundschaften entwickelt. Hier alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Die intensivste Zeit mit jeweils 2 und 3 Monaten hatten wir mit Nico und Claudia im letzten Jahr und Sarah, Alex und den Kindern in diesem Jahr. Auch toll war es mit Beate und Hans und mit einer Woche viel zu kurz. Mit euch war es so herrlich entspannend!  Nie vergessen werden wir die lustige Zeit mit Alex, Julia, Julia und Chris und dem Baby, aber auch Alf und Tina. Und dann ist da natürlich Jürg, der immer zur Stelle ist, egal ob man ihn braucht oder nicht und Richi, der beste Masseur aller Zeiten, aber auch soooo viele andere. Danke an euch alle, Ich denke da gerade auch an die leckerste Lasagne, die ich jemals gegessen habe. Ich sag nur Queen und King;-). Euch alle werden wir nie vergessen.  Bitte entschuldigt, dass ich nicht alle aufzählen kann. Ihr macht unser Leben bunt und dafür unseren herzlichsten Dank!!!!

Gibt es etwas, was wir vermissen??  Außer unseren Familien und Freunden aus Deutschland eigentlich nichts. Naja, ich hätte manchmal gerne eine etwas größere Küche.
Ansonsten fühlen wir uns in unserem einfach „Saloon“ pudelwohl …  ja, wir lieben unser Wohnmobil sogar und hegen und pflegen es. Das Leben auf ca. 20 qm ist sowas von entspannend. Selbst wenn Ines mal wieder etwas verlegt hat, es findet sich in kürzester Zeit wieder an.

2 Jahre sind jetzt schon wie im Fluge vergangen und Ines & ich freuen uns auf die nächsten 5.. 10…15… oder mehr Jahre. Dabei wollen wir natürlich noch viele Länder in Europa bereisen;  auch wenn wir uns auf jeden Fall in Spanien und hier insbesondere in Andalusien verliebt haben (das ist ja unschwer an unseren blog-Berichten der letzten 2 Jahre zu sehen).

Wie sollte das aber alles so toll funktionieren, wenn man(n) nicht die richtige Partnerin dafür hat. Ich bin so happy, dass ich auch diesen Lebensabschnitt mit meiner lieben Ines so intensiv leben darf. Zu 99 % verstehen wir uns super, haben jede Menge Spaß und lieben uns und das tolle Leben! (das restliche 1 % ist Einkaufen, die Ausrichtung des WoMos auf einem Stellplatz und andere Kleinigkeiten, die nicht der Rede wert sind!)

Also liebe Freunde unseres blogs:   Es geht weiter und wir hoffen, dass Ines Euch auch weiterhin mit ihren Berichten informieren und „belustigen“ kann und Ihr alle uns treu bleibt.

Last but not least:  Vielen Dank an den lieben Gott und an das Universum !!!

On the road again …  in love !