Womo

Bennet und Fine sind da 17.03.2019- 25.03.2019

17.03.2019  Ankunft von Bennet und Fine

Wir sind schon sehr früh aufgestanden, denn ich wollte noch vorkochen für unseren Besuch. Gegen 9 Uhr war alles soweit fertig, dass wir uns von Alex und Sarah in El Soto verabschieden konnten. Kurze Zeit später waren wir auf dem Weg nach Chiclana, wo es die einzige LPG-Gastankstelle weit und breit gibt. Dort wurde sowohl Gas, wie auch Benzin getankt und weiter ging es. Unser Ziel war mal wieder Roche, denn das ist nun mal ein traumhafter Platz, den wir nun auch Bennet und Fine präsentieren wollten. Die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel und wir freuten uns schon sehr auf die beiden. Leider war unter am Wasser, da wo wir sonst am Liebsten stehen alles besetzt und so blieben wir oben stehen und hatten einen traumhaften Blick auf den Atlantik.
Gegen 14 Uhr kamen die beiden dann endlich mit ihrem Leihwagen angefahren. Nun gab es erst einmal das Begrüßungsprozedere. Mein Gott, waren die beiden weiß…. So richtige norddeutsche Kalklatten.

Die Hautfarbe ist noch an dem Sand vom Strand angepasst. Halt norddeutsche Tarnung!! 🙂

Das sollte sich jetzt ändern und darauf stießen wir mit Bier an. Wir hatten uns jetzt fast 7 Monate nicht mehr gesehen und so gab es natürlich sehr viel zu erzählen. Gegen 16 Uhr gab es dann, das von mir vorbereitete Essen. Frikadellen mit Salat und Folienkartoffeln. Erwähnte ich eigentlich schon, dass ich die weltbeste Frikadellenmacherin bin?? Zu den Folienkartoffeln, die ich schon am Morgen gemacht hatte, gab es selbstgemachte Knoblauchsoße. Die Kartoffeln hatte ich, nachdem sie fertig waren nebst einer heißen Wärmflasche ins Bett gewickelt und sie waren tatsächlich noch heiß genug. Vorab hatten wir uns über den Flug unterhalten und Fine berichtete, dass sie genau wie ich nach jeder Landung applaudiert. Bernd meinte, dass müsse man eigentlich nicht, denn die Piloten machen nur ihre Arbeit und er hätte auch nie Applaus bei seiner Arbeit bekommen. Wäre aber doch schön, meinte ich. Kurze Zeit später war die Mahlzeit beendet und Bernd sah Bennet und Fine bedeutungsvoll an und plötzlich fingen alle drei an zu klatschen. Klasse, ich hatte noch nie Applaus für meine Kochkünste bekommen und war so begeistert, dass es sich jetzt täglich wiederholte. Die Stimmung war ausgelassen. Ein guter Grund von Bier auf Whiskey zu wechseln. Bennet und Fine gingen zwischendurch mal kurz runter zum Strand und waren begeistert.

Sie sind so glücklich … und auch hier in Andalusien !

18.03.2019

Auch heute war das Wetter wieder fantastisch und wir hatten Glück, denn unten war es leerer geworden und so parkten wir noch vor dem Frühstück um.  Ich deckte draußen den Tisch und es war warm genug dort zu essen. Noch immer gab es viel zu erzählen und die Stunden verrannen nur so. Nachdem ich abgewaschen hatte, gingen wir alle gemeinsam zum Strand. Bernd machte einen Spaziergang, Bennet und Fine badeten ihre Füße im Wasser und ich schwamm 20 Minuten. Brrr, war das kalt. Allerdings erheblich wärmer, als letzten Monat. Total durchgefroren machte ich mich wieder ans Kochen. Zum Glück war auch die heutige Mahlzeit schon vorbereitet und ich musste mich nur um die Beilagen kümmern. Heute gab es Curryhuhn indonesisch mit Reis. Nach dem Essen gab es wie oben erwähnt wieder Applaus. Es schmeckte aber auch wirklich sehr gut. Danach holte Bernd seine Gitarre raus und spielte. Auch Fine durfte seine Gitarre mal haben und zeigte uns, was sie im letzten Jahr gelernt hatte. Bennet hatte seine irischen Flöten mitgebracht und begleitete Bernd damit. Das klang aber meist sehr schrecklich. Für Countrymusik wäre es echt toller, er würde Bluesharp lernen. Irgendwann legte Bennet dann,“ Gott sei Dank“, die Flöten aus der Hand und trommelte als Begleitung auf unseren Plastikeimer. Das hörte sich entschieden besser an. Später sang er dann und das war wie immer, einsame Spitze!!  Wow, Bennet kann wirklich toll singen!!! Erst als es draußen bitterkalt wurde, gingen wir in den Saloon und schliefen recht bald.

19.03.2019

Schon gleich nach dem Aufstehen bemerkten wir, dass die Wetterapp mit ihrer Windwarnung recht hatte. Der Wind fegte mit Böen um die 54 Km/h überuns hinweg und Bernd parkte aus diesem Grund das Womo um. Richi, der auch gestern gekommen war, schloss mit seinem Pössel die offene Seite und so konnte man es sehr gut aushalten. Bernd und ich nahmen eine Trainingseinheit Chi Gong- Unterricht bei Richi. Unser alter Nachbar von oben, machte ebenfalls mit und so machten wir uns fit fürden Tag. Gefrühstückt wurde abermals draußen, denn trotz heftigem Wind schien pausenlos die Sonne. Heute gingen Bennet und Fine auch schwimmen und verkrochen sich dann in die Dünen. Zum Essen trudelten sie wieder ein. Es gab Gulasch und tatsächlich schmeckte auch das ausgezeichnet. Wieder gab es Applaus. Was muss ich eigentlich tun um Standing Ovations zu bekommen???

Nun wollten Fine und ich mit Bennet einkaufen fahren. Dieses wollten wir mit dem Leihwagen erledigen. Das gestaltete sich dann aber viel viel schwerer als ursprünglich angenommen. Schuld daran war Fine. Sie wollte nämlich etwas im Kofferraum verstauen und als das erledigt war, knallte sie den Kofferraumdeckel mit Schwung wieder zu. Im selben Moment hörte sie es klicken und der Kofferraum (und sämtliche Fahrzeugtüren) hatte sich selbstständig abgeschlossen. Eigentlich nicht schlimm. Da Fine aber den Autoschlüssel im Kofferraum liegengelassen hatte, eine Katastrophe. Nun war guter Rat teuer. Zwar gab es einen Ersatzschlüssel, der aber lag in Malaga beim Autoverleiher am Flughafen. Fabelhaft!!! Bennet schwang sich ans Telefon. Er führte unzählige Telefonate ohne auch nur den geringsten Erfolg. Da wir Mitglied im ADAC waren, rief ich auch dort an. Da es sich aber um einen Mietwagen handelte, wollten sie uns nicht helfen. Bei den Pannendiensten, die wir anriefen, war auch keiner bereit rauszukommen. Netterweise versuchte es dann auch noch unsere spanische Nachbarin bei etlichen Werkstätten. Die hatte jedenfalls keine Verständigungsprobleme. Allerdings auch keinen Erfolg. Nun blieb den beiden eigentlich keine andere Möglichkeit sich abermals einen Leihwagen vor Ort zu mieten und nach Malaga zu fahren. Zuerst rief Bennet dort aber abermals an und die Leute dort von seinem Vorhaben in Kenntnis zu setzten. Die sagten allerdings, dass sie den Ersatzschlüssel nicht aushändigen würden. Bliebe noch die Möglichkeit des Schickens. In der Nähe von unserem Stellplatz war ein Hotel. Dort könnten sie ihn ja hinschicken. Pustekuchen!!! Dazu waren die nämlich auch nicht bereit. Sie konnten uns aber anbieten, den Schlüssel zu bringen. Kosten: Pauschal 75 Euro und pro Kilometer 1,20 Euro. Das wären schlappe 600 Euro. Wir bekamen fast einen Nervenzusammenbruch und Fine verging fast vor schlechtem Gewissen. Letztendlich machte uns der Mitarbeiter der Autovermietung den Vorschlag einen Pannendienst vorbei zu schicken, der das Auto aufbrechen würde. Angeblich sollte der Spass 150 Euro kosten und „dankbar“ ?  nahmen wir das Angebot an. Fine und Bennet gingen zum Hotel, bei dem sie den Pannendienst treffen sollten und kamen kurze Zeit später mit ihm zurück. Es dauerte keine 15 Minuten, da war die Karre „aufgebrochen“ (bzw. die Tür mit technischen Hilfsmitteln ohne dass Schäden verursacht wurden geöffnet).

Zahlen mussten die beiden ersteinmal nichts, sondern nur einen Zettel unterschreiben. Dieses wird später verrechnet bzw. von der Versicherung übernommen, teilte uns der junge Mann des Pannendienstes in Spanisch mit. Oh Gott, hoffentlich bleibt es bei den 150 Euro. Weil es jetzt schon viel zu spät zum Grillen war, was ursprünglich geplant war, gab es nocheinmal Gulasch. Danach fuhren wir dann endlich zum Einkaufen und kauften für´s morgenliche Grillen ein. Eigentlich wollte Bennet uns zum Essen einladen, aber meine Idee stattdessen lieber zu grillen, weil es leckerer und billiger war, wurde einstimmig angenommen.

Zurück beim Wohnmobil hatte meine Freundin Veronika angerufen und um Rückruf gebeten. Unter Tränenberichtete sie mir, dass ihr Bruder Andy gestorben war. Wir waren total erschüttert, denn er war erst 57 Jahre alt und ein feiner Kerl.  Heute waren wir so bedient, das abends auch keine Musik mehr gemacht wurde. Unser ehrliches Mitgefühl gilt meiner Freundin und ihrer Familie, sowie Andis Frau Imke. Wir sind in Gedanken bei euch!! Es war kein schöner Tag!

Rest in peace, lieber Andi !!!!

21.03.2019

Es war dermaßen windig, dass wir noch einmal unseren Standort wechselten und 200 m weiter unten in eine windgeschützterer Ecke fuhren.

Bei starkem Wind und Windböen bis 65 km/h haben wir uns lieber in eine windgeschützte Ecke verkrochen !

Bernd plazierte das Mobil so, das wir es gut aushalten konnten. Bennet und Fine gingen abermals schwimmen und Bernd und ich scrabbleten derweil gleich 2 Runden. Nachmittags machte ich mich an die Arbeit und bereitete alles für das Grillen zu. Nudelsalat, frischen Salat und Knoblauchbutter sollte es zum Fleisch geben. Dazu noch Bratkartoffeln und Knoblauchbutter. Während ich in der Küche werkelte, baute Bernd unseren Gasgrill auf.

Es schmeckte alles fantastisch und wir ließen uns viel Zeit beim Essen. Es blieb trotzdem soviel übrig, dass es für einen weiteren Tag reichen würde. Grillen war eine wirklich gute Idee. Danke lieber Bennet für den Einkauf!!!!!

Im Nebel verschwunden ! E-Zigaretten sind ja soooo gesund 🙂

Nach dem Essen spielten wir dann unzählige Runden Tic Tac Bum. Wir alle hatten dabei mächtigen Spaß und riesigen Durst. Wir spielten selbst im Dunkeln noch weiter und hörten erst gegen 22 Uhr 15 auf.  Bernd und ich gingen dann ins Bett, um uns aufzuwärmen. Das verliebte Paar hielt es noch bis halb 12 draußen aus und machte im Dunkeln noch einen Gang an den Strand!

22.03.2019

Heute Morgen begann mein Tag schon um 6 Uhr mit Doppelkopf im Internet. Um niemanden zu stöhren, spielte ich draußen. Es war saukalt und ich war ehrlich froh, als gegen 9 Uhr Leben ins Mobil kam. Fine war auch schon ungewöhnlich früh wach heute morgen und machte ganz allein einen Strandspaziergang.

Gute Laune im Hubbett von unserem Saloon!

Als sie wiederkam wurde gefrühstückt und ich verzog mich zwecks Aufwärmung ins Bett, wo ich mich noch immer befinde und fleißig Blog schreibe. Bernd macht unterdessen draußen mit Bennet und Fine Musik. Das Wetter ist noch immer gut, wenn auch ein paar Wolken am Himmel zu sehen sind. Heute Abend geht es zurück zur Finka. Von dort aus wollen Bernd, Bennet und Fine morgen zum Geierfelsen hochklettern. Gerade rief Sarah an und hat uns zum Spagetti Bolognese eingeladen. Verschieben wir halt das Grillen auf Morgen!!! Wir freuen uns schon wieder auf die vier in El Soto!!

Heute, am Sonntag werde ich die SIM-Karte aus Fines Fotoapparat auf meinen Rechner spielen …  und dann gibt es im nächsten Bericht noch viele tolle Fotos, die wir posten werden … VERSPROCHEN !!!  (Ich habe mit dem Handy nämlich nur seeeeehr wenige Fotos gemacht als Bennet & Fine da waren.)

Und die Geschichte mit dem 2. Dachfenster, das uns (Bennet) mal wieder weggeflogen ist, berichten wir auch im nächsten Bericht! OK, auch von der fehlenden Radmutter an unserem Hinterrad ……..

 

Womo

Wir machen einen Kurztrip … ans Mittelmeer und in die Berge 04.03.2019- 14.03.2019

Ja, die Zeit vergeht hier rasend schnell. Bernd ist mittlerweile wieder vollständig genesen!  Es war eine harte Zeit (für ihn) , denn nichts ist schlimmer als Männerschnupfen. (Ines hatte nicht viel mit mir zu tun, denn schließlich habe ich fast nur geschlafen, um das Fieber zu besiegen. Aber sie war ganz lieb zu mir und ich wurde mit heißem Tee am Leben gehalten!  Danke mein Schatz … und sorry, dass „ich“ so gestunken habe! )

39,5 Grad … und die Frisur sitzt „nicht“ mehr !!

Endlich ist nun auch unser Heki im Schlafzimmer wieder heil. Der Spass hat uns incl. Einbau 230 Euro gekostet und aus Angst, dass es noch einmal passiert, benutzen wir es gar nicht erst wieder.

Letzten Mittwoch, gleich nachdem wir in der Werkstatt waren, sind wir mal wieder zu Alex und Sarah nach El Soto gefahren. Dort herrschte reges Treiben seitens jeder Menge Handwerker, die die letzte, noch nicht renovierte Ferienwohnung umbauen. Zum Glück war gerade Feierabend als wir eintrudelten, sonst hätten wir nämlich keinen Parkplatz dort gefunden. Die Handwerker waren tatsächlich mit 8 Autos am Start und gerade dabei wegzufahren. Glücklicherweise kamen sie dann auch erst am drauffolgenden Montag wieder, weil hier am Donnerstag ein andalusischer Feiertag war ( Dia del Andalucia). Am Freitag musste sich dann scheinbar auskuriert werden, denn kein Mensch, welcher nicht in der Gastronomie tätig ist, arbeitete. Für uns war das natürlich prima, konnten wir doch so bis Montag in Ruhe hier stehen. Natürlich wurden Sarah und Alex als erstes begrüßt. Ihr glaubt ja gar nicht, wie groß die Kinder geworden sind. Richtige Brecher!

Links Tiago und rechts Emilio… der richtig augfeholt hat.

Sie sind jetzt schon 4 Monate alt und haben ihr Gewicht fast verdreifacht!! Auch sonst haben sie einen enormen Sprung gemacht. Sie folgen einem mit Blicken überall hin, können schon nach Sachen greifen und ganz herrlich lachen. Da Alex und Sarah am nächsten Tag zu irgend einem Fest wollten, passte ich 5 Stunden auf die beiden auf. Wenn man jetzt glaubt, die schlafen die ganze Zeit, ist man schief gewickelt. Bis auf 15 Minuten waren sie die ganze Zeit hellwach und ich schwer damit beschäftigt zu wickeln, füttern und bespaßen.
Gegen späten Nachmittag kamen Sarah und Alex dann wieder und brachten uns jeweils einen Burger mit. Die waren aber echt nicht unser Ding und schmeckten uns leider nicht besonders. Sarah hatte einen kleinen sitzen und war echt lustig. Alex begrüßte nur kurz und überschwenglich seine Jungs und hatte es dann sehr eilig wieder wegzukommen. Er wollte unbedingt noch surfen.
Nachdem ich die Kinder ein weiteres Mal gefüttert hatte ging ich zurück zu Bernd.

Am nächsten Tag wurde es voll auf der Finka, denn Alex und Sarah hatten in Roche ein nettes junges österreichisches Pärchen kennengelernt, die eine 2 jährige Tochter hatten.

Familienfrühstück am Bauschutt-Container!! Was für eine Idylle.

Diese wiederum hatten unterwegs noch 2 weitere Pärchen mit Kind kennengelernt, die mittlerweile auch Alex und Sarah kennengelernt hatten. Alle kamen nun hierher mit ihren Wohnmobilen, denn Sarah und Alex hatten zum Grillen eingeladen.

Alles selbst ausgebaute Reisemobile (Wohnfahrzeuge).

Eine gute Gelegenheit für Bernd mal wieder seine Musik-Anlage aufzubauen und die Gäste zu beschallen. Auch kam noch ein Pärchen, daß für 4 Monate ein Häuschen in El Palmar gemietet hatte und ebenfalls ein Kind dabei hatte. Alles war total unkompliziert. Alex schmiss den Grill an, die Sonne lachte vom Himmel und die Chemie stimmte. Ich machte schnell noch 2 große Schüsseln mit Salat und das Essen konnte beginnen. Es war total lecker und anschließend machte ich einen Verdauungsspaziergang mit dem Zwillingskinderwagen. Natürlich lagen auch die Kinder darin. Nach 20 Minuten waren sie eingeschlafen und ich brachte sie zurück. Der Schlaf war allerdings nur von kurzer Dauer und schon hatten die zwei wieder Hunger. Ein Fläschchen war schnell gemacht und nun ging es ans Füttern. Erst Emilio, dann Tiago. Anschließend ging ich noch eine Runde mit den Beiden. Nun schliefen sie länger und ich stellte sie neben das Haus, wo Sarah und ich immer einen Blick drauf werfen konnten und wo die Musik nicht gar so laut war. Später räumte ich noch mit auf, während Bernd seine Anlage wieder abbaute. Es war ein sehr schöner Tag.

Am nächsten Tag machten es Bernd und ich es uns so richtig vor dem Wohnmobil gemütlich. Wir lernten die anderen Pärchen noch besser kennen und waren einheitlich der Meinung, dass es tolle Leute waren.

Manchmal kommt die verborgene Künstlerin in Ines hoch. Hier hat sie einige ihrer Klamotten zerschnitten und neu am Körper drapiert. Was für eine schöne „Wüstenblume“ 🙂

Am Abend verabschiedeten sich dann alle, denn Morgen war Montag und die Handwerker würden wiederkommen. Auch wir machten uns am Abend auf den Weg. Da es schon spät war fuhren wir nur ca. 30 Kilometer nach Punta Paloma. Dort schliefen wir ganz wunderbar und machten uns morgens zeitig auf die Weiterfahrt. Zuerst allerdings wurde in Tarifa ein Großeinkauf gemacht.

04.03.2019

Dann ging es weiter Richtung Mittelmeer. Cirka 20 Kilometer vor Esteponia in „San Diego“ sahen wir direkt am Strand ein paar Wohnmobile stehen und da es sehr nett dort aussah, steuerten wir diesen Platz an.

Viel Platz !! Unser Concorde ist ganz rechts zu erkennen.

Nachdem wir dort etwas gegessen und gescrabblet hatten machten wir einen langen Strandspaziergang.

Keine Menschenseele unterwegs …
… aber hier müssen schon Lebewesen vor uns da gewesen sein !
Tolle Farben am Mittelmeer.

Mir war kurzzeitig entfallen, dass ich immer irrsinnige Schmerzen im verlängerten Rücken bekomme, wenn ich im Sand laufe, wurde aber unsanft daran erinnert. Es dauerte keine 20 Minuten, da konnte ich es vor Schmerzen kaum noch aushalten.

Den Weg zurück hätte ich nie geschafft und Bernd hätte es nie geschafft mich zu tragen. So blieb nur die Möglichkeit  vom Strand weg zu kommen und über eine befestigte Straße zurück zugehen. Nach einigen Versuchen gelang es auch und wir wanderten hinter den Seitenplanken neben der „Autobahn“ zurück zum Saloon.

Auf der Autobahn, wir sind wieder auf der Autobahn … aber dieses Mal zu Fuß !!! Mir stehen die Haare zu Berge und Ines hat unsägliche Schmerzen oberhalb der rechten Po-Backe.

Dort angekommen war mir richtig schlecht vor Schmerzen und Bernd, der Liebe, massierte mich eine Ewigkeit. Danach war alles wieder gut, aber am Strand und im Sand laufe ich von nun an nicht mehr. Da der Platz zwar schön, aber sehr staubig war und der Sand uns durch den Wind immer ins Gesicht wehte, fuhren wir am nächsten Tag weiter.

05.03.-07.03.

Diesmal war unser Ziel ein offizieller kostenloser Stellplatz mitten in den Bergen unweit von Casares. Immer wieder sind wir überrascht, wie schnell man hier vom Meer in die Berge gelangt. Eben noch in den Dünen gelegen und plötzlich mitten auf einer Alm sitzen geht hier innerhalb von 40 Minuten. Den Stellplatz fanden wir auf Anhieb. Er fasste nur 10 Plätze und war vollständig belegt. Wir stellten uns aber trotzdem an die Seite und genossen die tolle Aussicht.

Der Ort Casares liegt totol  idyllisch am Berghang.

Hier gab es sogar eine Entsorgungsstation und Wasser. Ebenfalls ein Kinderspielplatz und Fitnessgeräte, die Bernd und ich mal so halbherzig ausprobierten. Morgen sollte es regnen und deshalb wollten wir heute das schöne Wetter noch einmal genießen und wandern.
Das ging dank meiner Orthesen ganz wunderbar. Jedenfalls zuerst, wo es stetig bergab ging.

Hier ging es über eine gaaaaaaaanz alte Brücke, die noch aus der Römerzeit stammt.

Als es danach nur noch bergauf ging, dampfte ich mal wieder, wie so ein alter Dampfkessel und schwitzte mir die Seele aus dem Leib. Unser Ziel war der Ort Casares. Dieser lag 2 Kilometer von unserem Platz entfernt und zog sich sicher noch einmal 3 Kilometer den Berg hoch.

Bernd und ich gingen bis ganz oben, wo noch Ruinen einer alten Burg standen.

Ebenfalls befand sich hier oben ein wunderschöner Friedhof mit herrlichem Blick auf die Berge und Thäler. Diese Ruhe hier, einfach idyllisch. Bernds Interesse aber galt einem dubiosen Bauwerk, welches wir von hier oben aus sehen konnten. Es war rund angelegt und sah irgendwie sehr interessant aus (wie ein altes römisches Amphietheater).

Klar wollte Bernd es sehen und wir marschierten wieder hinunter, diesmal auf der anderen Seite.
Den selben Weg fuhr auf seinem unglaublich laut knatternden Baustellen-Fahrzeug (kleiner Kipper) ein schwarzer Mann, vermutlich ein Afrikaner. Unser Ziel war dasselbe. Während er allerdings seinen Job ausübte, der daraus bestand Kies mit der Schippe auf sein Gefährt zu laden und diesen zurück in den Ort zu fahren, bestaunten wir das dubiose Bauwerk. Es war ein uralter Friedhof; dessen Zugang leider versperrt war.

In Spanien werden die Toten ja meist nicht vergraben, sondern in Mauern übereinandergestapelt einzementiert. Ich persönlich finde das viel viel besser, denn die Vorstellung in der Erde von Würmern gefressen zu werden, finde ich sehr befremdlich. Warum diese imposante Friedhofsanlage nun aber leer steht, wissen wir nicht.
Zeitgleich mit der Beendigung unserer Besichtigung ist der vermutliche Afrikaner auch fertig mit dem Beladen seines Fahrzeugs und wir fragen ihn, ob es auch von hier aus einen Weg zurück zum Wohnmobilstellplatz gibt. Gibt es nicht und so müssen wir wieder hoch in die Stadt und von dort aus wieder runter ins Tal und dann den nächsten Berg wieder hoch zu unserem Platz. Puh!!!! Zeitgleich setzten wir uns in Bewegung und blitzschnell halte ich mich hinten am Gefährt fest und lasse mich bergauf mitziehen. Das Ding fährt nicht sonderlich schnell und ich kann mich bis ganz oben hinter ihm her schleifen lassen. Bernd freut sich mal etwas schneller gehen zu können und viel schneller als erwartet sind wir auf der Hauptplaza.

Tolle Stimmung auf der Plaza in Casares.
„Sag mir wo die Frauen sind, wo sind sie geblieben?“ … überall sitzen ältere Herren gemütlich auf der Plaza 🙂

Dort trinken wir erst einmal einen Kaffeeund Bernd bestellt sich noch 3 Tapas. Vom leckeren Kartoffelsalat nasche ich aber auch etwas. Danach geht es auf direktem Weg zurück.
Unterwegs erstehen wir noch 2 Kolibris, die an einem Draht angebracht sind und mit Solarkraft immer um die Runde fliegen. Natürlich keine echten, aber voll toll!!! Nun haben wir das Gefühl, wir hätten 2 Haustiere.

Am nächsten Tag gab es wie angekündigt Regen und Bernd machte den ganzen Tag Schreibkram und Terminplanungen für unseren 3-monatigen Deutschlandbesuch ab Juni. Währenddessen kochte ich und brachte unser Mobil auf Vordermann.
In einer Regenpause wanderte ich allein eine Stunde und fand eine tolle Strecke. Die will ich morgen mit Bernd gemeinsam weiter gehen.

Ich melde mich morgen wieder!!! Versprochen!!!

08.03.2019

So, da will ich mein Versprechen mal einhalten. Gestern wollten wir weiterfahren, aber zuerst stand noch die Wanderung aus. Ich ging vor, weil ich dann auch mal gemütlich in meinem Tempo gehen kann. Zuerst ging es auf einem Bürgersteig immer die Strasse entlang. Kurz vor Casares ging es dann ziemlich steil links hoch. Dort wartete ich einen kleinen Moment bis ich unten Bernd sah und winkte ihm zu, damit er sich nicht verläuft. Danach war es eigentlich idiotensicher und Bernd würde mich automatisch einholen. Vorbei ging es an unzähligen Mandarinen-Akfelsinen- und Zitronenbäumen. Geradeaus ging es zu einer Finca, die mit einem Tor verschlossen war. Rechts führte kein Weg, also blieb nur links. Wenn man diesen Weg weiterging kam man zu einem ebenfalls verschlossenen Tor, dort war also eigentlich kein Durchkommen. Allerdings gab es einen Wegweiser, der am rechten Wegesrand deutlich zu erkennen war und  steil hinauf in die Berge führte. Auf allen vieren krabbelte ich hoch.

 

Der Weg war schmal und voller Felsen, die es zu erklimmen galt. Die ersten 200 Meter hatte ich geschafft und eigentlich hätte Bernd mich nun längst eingeholt haben müssen, aber weit und breit keine Spur von ihm. Ich rief und pfiff, aber keine Antwort. Wo war der denn abgeblieben??? Sollte ich nun weitermarschieren??? Der Gedanke, dass ich dort nie im Leben alleine wieder runterkäme, ließ mich erst einmal warten. Bernd kam und kam aber nicht. Schade, denn hier war es echt toll und die Strecke eine ordentliche Herausforderung. Nach 20 Minuten hatte ich genug vom Warten und wollte mich gerade an den Abstieg machen, da kam tatsächlich Bernd dann doch noch um die Ecke. Er hatte anscheinend bei meiner Wegbeschreibung nicht richtig zugehört und war tatsächlich unter dem verschlossenen Tor durchgegangen und war dann dort gelaufen, bis der Weg irgendwann zuende war. Da auch ihm klar war, dass ich so schnell nicht sein könnte, drehte er um und fand dann den richtigen Pfad hinein in die Berge. Völlig verschwitzt kam er nun bei mir an. Seine Laune war auch nicht die Beste, besserte sich aber im Laufe der Wanderung. Das Wetter war herrlich und mühsam kämpfte ich mich nach oben.

Zwischendurch musste Bernd immer mal wieder meine Nordic -walking- Stöcker nehmen, weil die beim Klettern doch eher hinderlich waren. Der Weg wurde immer schwieriger und ich bekam wirkliche Bedenken wegen des Abstiegs. Bernd erging es scheinbar ebenso, denn ein ums andere Mal sagte er:“ Lass uns mal umkehren.“ Das wollte ich aber auf keinen Fall. Nun war ich so hoch gekommen, da wollte ich nicht kurz vorm Ziel abrechen. Ich verdrängte den Rückweg und kraxelte weiter. Dabei stellte ich immer wieder fest, dass bei diesen Turnübungen meine Orthesen absolut keine Hilfe waren, aber nun ja, the show must go on. Bernd drehte sich immer mal wieder besorgt zu mir um, aber ich gab nicht auf. Und endlich war das Ziel erreicht. Wir waren fast ganz oben auf dem Berg und nur die allerletzten Meter ersparte ich mir, denn dort konnte die Aussicht auch nicht besser sein.

Meine Beine zitterten, aber der Blick von hier oben war die Anstrengungen wert gewesen. Es war so etwas von traumhaft, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre angefangen zu heulen vor lauter Glück. Wir setzten uns auf einen Felsen, tranken das Wasser, welches Bernd zuvor aus einer Quelle abgezapft hatte und genossen das Panorama.

Von hier aus hatten wir einen unglaublichen Blick auf Casares und selbst das Mittelmeer, obwohl 25 Kilometer entfernt war gut zu erkennen.

Wir konnten uns gar nicht satt sehen und machten mal wieder unzählige Fotos. Nach gut 30 Minuten, solange brauchten meine Beine, um das Zittern abzustellen, ging es an den Rückweg. Den legte ich größtenteils auf dem Hintern zurück, denn nur so kam ich die Felsen wieder hinunter.

Hier ein kleines Video von Ines Abstieg 🙂           IMG_5769

Den anderen Teil klammerte ich mich an Bernds Hand fest, der mich so unversehrt wieder ganz nach unten bekam. Danke dafür mein Schatz!!! Der Abstieg nahm aber erst mal kein Ende und als wir endlich unten ankamen  zitterten meine Beine erheblich mehr als beim Aufstieg und waren richtig schlapp. Wir klauten uns zwei Orangen von einem Baum und gingen jetzt wieder auf dem Bürgersteig die Strasse entlang. Bei der Quelle, bei der Bernd zuvor das Wasser abgefüllt hatte, standen drei Bänke, die zum Verweilen einluden. Das nahm ich dankbar an, denn meine Beine brauchten echt Erholung. Wir teilten uns eine Apfelsine und genossen den Ausblick. Nach 15 Minuten ging es dann zurück.

Jetzt war erst mal Duschen angesagt, denn erstens waren wir verschwitzt, zweitens konnten wir das Wasser hier gleich wieder entsorgen und drittens war es ohnehin mal wieder dringend notwendig. Danach machten wir das Wohnmobil klar zur Weiterfahrt. Eigentlich wollten wir jetzt wieder runter zum Meer, aber auf der Fahrt dorthin sahen wir einen soooo schönen Platz, da mussten wir unbedingt anhalten.

Ruck Zuck wurden die Stühle rausgestellt und ich machte einen Salat und Reis mit Gehacktem.

In traumhafter Umgebung verleibten wir es uns ein und spielten dann noch eine Runde Scrabble bevor wir weiterfuhren.

„Andalusien für sich selbst, für Spanien und die Menschheit !“ Ja, auch wir fühlen uns in Andalusien überall willkommen!!!

Zuerst ging es zu einer Tankstelle und dann hatte Bernd einen Platz am Meer bei park4night rausgesucht. Den fanden wir auf Anhieb und ich war absolut begeistert.

Hier war noch nichts vom Massentourismus am Mittelmeer zu sehen und bis auf ein weiteres Wohnmobil standen wir dort ganz allein. Direkt vor uns ein Chiringuito (Strandbar), welche aber geschlossen war.

Eigentlich wollten wir hier nur übernachten, aber es ist so schön, dass wir hier einen Strandtag einlegen werden. Zwar ist es noch etwas bedeckt, aber ab 11 Uhr soll das Wetter wieder richtig sonnig werden. Jetzt ist es 9 Uhr und Bernd schläft noch immer. Ich werde uns jetzt mal Frühstück machen und ihn wecken.

So, ihr Lieben, jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden. Ich wünsche euch einen tollen Tag und meiner Tochter Jessica einen schönen Geburtstag. Sie wird heute schon 33 Jahre alt. Junge Junge, wie die Zeit vergeht!! Auch liebe Grüße an meine andere Tochter Kim, die am Ende des Monats ihr drittes Kind bekommen wird. Alles Gute für dich. Versuch noch einmal richtig zu schlafen!!! Da sie aber auch Restless legs und blöderweise auch noch restless arms hat, wird das wohl eher nichts. Du hast mein echtes Mitgefühl!! Und wo ich schon dabei bin , auch schöne Grüße an meinen Sohn David, der demnächst aus Thailand zurückkommt. Komm gesund wieder!!! Und natürlich an Carina und Bennet, die brav arbeiten und so die Renten sichern!! Und an meine Eltern, Geschwister und Freunde. Wir vermissen euch!!!  Kommt doch mal rüber…………

10.03.2019  In den Bergen von Estepona – Jubrique in der Sierra Bermeja

Nachdem wir vorgestern einen Strandtag einlegen wollten,das Wetter aber trotz sonniger Ansage bedeckt blieb, entschieden wir uns wieder in die Berge zu fahren. Mehr als eine Stunde suchten wir auf unserer Park-4-night-app nach einem netten Plätzchen. Irgendwie kamen wir auf keinen gemeinsamen Nenner. Bei allen Plätzen die ich schön fand, hatte Bernd Einwände und andersrum. Letztendlich wurde aber meinen Wünschen entsprochen und die Fahrt ging los.
Schon nach 12 Kilometern waren wir da. Die waren allerdings an Steilheit kaum zu überbieten. Nun lag vor uns auf einem riesigen Schotterplatz, auf dem wohl 100 Mobile gepasst hätten, unser neues Domizil. Bernd sagte zwar sofort, dass wir mit unserem Saloon dort nicht „hinauf“-hinkämen, aber nachdem wir ausgestiegen sind und alles in Augenschein genommen hatten, änderte Bernd seine Meinung. Natürlich ruckelte es gewaltig, als er mit Vollgas im 1. Gang die steile Kurve hochfuhr und über die Unebenheiten schaukelte, aber alles ging gut. Die Frage ist jetzt nur, ob wir hier auch wieder runter kommen? Aber vorerst war es uns egal. Der Platz lag wunderschön mit einer fantastischen Aussicht auf die Berge und das Mittelmeer.

Die Abenddämmerung setzt ein…auf unserem groooooßen Freistehplatz, wo wir ganz alleine stehen.

Allerdings war er auch sehr dreckig. An den Rändern lagen jede Menge Flaschen, Müll und Papier. Wir verstehen nicht, was in den Köpfen der Leute vor sich geht, die hier so die Landschaft verschandeln. Außer uns  war hier kein Mensch und so suchten wir uns den besten Platz aus. Nun kam sogar die Sonne raus. Da mich der Müll aber sehr stöhrte begann ich ihn rund um unseren Saloon aufzusammeln. Jetzt hatten wir es schön sauber bei uns und es kam Urlaubsstimmung auf. Wohin man auch sah, einfach nur traumhaft.

Am Abend kam dann noch ein junges deutsches Pärchen mit ihrem Bulli. Wir wechselten ein paar Worte und gingen, weil es jatzt kalt wurde, rein. Am folgenden Tag hatten wir Bombenwetter.

Sonnenaufgang über dem Mittelmeer um ca. 7:45 Uhr !! Ines fotografiert ihn aus dem Saloon heraus. Toll, das wird wieder ein super Tag!

Es war schon morgens so warm , dass wir tatsächlich draußen frühstücken konnten. Danach erledigte Bernd allerhand am Wohnmobil und gegen 12 Uhr wanderten wir los. Die ersten 300 Meter ging es die Straße entlang. Das war aber nicht schlimm, denn hier ist kaum Verkehr. Danach führte ein Wanderweg rechts ab, den wir nahmen. Ich zuerst, denn ich war mal wieder früher losgegangen. Dieses Mal stieß Bernd aber ohne Probleme nach gut 20 Minuten zu mir. Wir waren begeistert über diese wunderschöne Natur und hatten eine super Laune.

Hier sieht man in der Ferne unser WoMo auf dem hochgelegenen Stellplatz. Foto leider unscharf, da mit dem i-phone stark gezoomt. Ich glaube, wir müssen uns doch eine vernünftige Fotokamera zulegen!?

Irgendwie führte uns der Weg irgendwann wieder Richtung Meer. Das wollten wir aber nicht und so kehrten wir um. Jetzt ging es wieder unglaublich steil nach oben. Gefühlte 75% Steigung forderten mir alles ab, während Bernd mal wieder leichtfüßig vor mir her tänzelte. Wie üblich hatte ich mich am Morgen eingecremt und diese Creme brannte nun höllisch in meinen Augen, was mich zum Reiben veranlasste. Das Resultat könnt ihr hier sehen. Bernd fiel fast um vor Lachen als ich zu ihm aufschloss.

Es ist zum Heulen, oder ?? … Ines auf dem Kriegspfad 🙂

Ein Taschentuch hatten wir keins dabei und so blieb mein Gesicht so, bis ich nach dem Wandern duschen ging.

Mitten auf dem Weg plötzlich diese „Schlange“ !!? Oh nein, beim näheren Rangehen entpuppte sich dieses kriechende Gebilde als eine Reihe von Raupen, die sich aneinander festhalten und so die Straße überquerten. Wieviel Raupen sind es ???

Erwähnte ich schon, dass das Leben herrlich ist???  Übrigens, im Gegensatz zu Spazierengehen, was ich hasse, liebe ich Wanderungen. Am Liebsten allein, denn dann kann ich mein Tempo gehen. Da ich dann aber niemals zurück zum Saloon finden würde, muss Bernd immer mit. Wandern ist einfach viel viel spannender als Spaziergänge, da hinter jeder Biegung ein anderes Panorama zu sehen ist. Klar ist es viel anstrengender, aber immer wenn ich denke ich kann nicht mehr, rechne ich mir den Kalorienverbrauch aus und träum so vom Erreichen einer Modelfigur. Werd ich zwar nie erreichen, aber man darf doch wohl mal träumen, oder???? Selten gehen unsere Wanderungen über 2 Stunden und darüber bin ich mehr als froh, denn ich bin dann immer richtig platt.

Ja, so kann man hier wohnen .. mit super Ausblick in die Berge und /oder auf das Mittelmeer.

Wieder zurück beim Wohnmobil servierte ich Bernd ein leckeres Gulasch, welches ich schon gestern gemacht hatte. Für mich gab es einen Tomaten-, Eisberg-, Gurkensalat, ohne Dressing. Da ist man froh, wenn man den auf hat. Von Freude am Essen kann man hier wahrlich nicht mehr reden. Blöderweise haben meine Schwester und ich uns im August vor 5 Jahren , dazu hinreißen lassen, mit meinen Bruder zu wetten. Damals waren wir alle zusammen eine herrliche Woche lang mit meinen Eltern auf Gran Canaria, um dort ihre ihre Silberhochzeit zu feiern. Mein Bruder Bernd, der sportsüchtige Spitzenathlet und Marathonläufer mit muskulöser Idealfigur, wettete mit uns, dass wir es nicht schaffen würden in 5 Jahren jeder 10 Kilo abzunehmen. Natürlich hielten wir dagegen, denn so fett wie damals wollten wir auf keinen Fall bleiben. Der Verlierer der Wette sollte uns alle dann in 5 Jahren wieder nach Gran Canaria einladen und sämtliche Kosten übernehmen. Die Zimmer sind schon gebucht. Jetzt ist nur noch die Frage, wer den ganzen Spass zahlt. Meine Schwester hat schon vor 3, 5 Wochen mit ihrer Diät begonnen und hat in dieser Zeit bereits 9 Kilo abgenommen. Wie sie sagt, sieht man es aber nur am Hals. Glaub ich aber nicht. Ach ja, und sie kann sich jetzt wieder besser die Fußnägel schneiden. Wenn ihr jetzt allerdings denkt, dass sie es ja bald geschafft habt, irrt ihr euch, denn sie hatte in den letzten 5 Jahren noch einmal 8 Kilo zugelegt, was aber auch daran lag, dass sie aufgehört hat zu rauchen. Im Moment verzichtet sie vollständig auf Kohlenhydrathe und Fett und darf eigentlich gar nichts essen was schmeckt. Dementsprechend dünn ist ihr Nervenkostüm. Da sie schon so gut vorgelegt hat und ich richtig stolz auf sie bin, muss ich nun langsam auch in die Puschen kommen, denn ich bin ja nicht Rockefeller. 2 Tage habe ich es ohne Kohlenhydrathe ausgehalten, aber das ist wirklich ganz schrecklich. Ich muss da für mich eine andere Lösung finden……..Ok, wolltet ihr das wissen??? Eher nicht….. also zurück zum Thema.

Der Frühling ist da und überall blüht es am Wegesrand und die Insekten sind fleißig unterwegs.

Zurück beim Wohnmobil stellten wir verblüfft fest, dass es obwohl es schon Nachmittag war, das junge Pärchen noch immer nicht aufgestanden war. Wir machten uns langsam Sorgen und gaben den beiden noch eine Stunde. Sollte dann keiner in Sicht sein, wollten wir mal klopfen. Dann aber sah Bernd eine Bewegung in ihrem Auto und wir waren beruhigt. Rausgekommen sind die beiden dann erst um 18 Uhr und das auch nur sehr kurz. Wahnsinn und das bei dem herrlichen Wetter welches wir hier haben. Wir halten es jedenfalls immer so, dass wir solange draußen sind, bis die Sonne untergeht.

11.03.2019

Bernd ist gerade aufgestanden und ißt mir etwas vor. Mmmh, sieht das lecker aus. Ich kann meinen Blick (von dem schönen Mann?) gar nicht abwenden. Neid!

13.03.2019

Heute ist vorerst unser letzter Tag in den Bergen. Die jungen Leute , die mit uns hier standen sind seit vorgestern wieder weg und haben tatsächlich so gut wie nie ihren Bulli verlassen. In den 3 Tagen, wo sie hier waren, waren sie maximal 5 Minuten draußen. Entweder es sind Vampire oder sie nehmen den Slogan: „Leben im Wohnmobil“, sehr sehr ernst.
Wir für unseren Teil waren täglich wandern. Die heftigste Tour ging unmittelbar von unserem Stellplatz ab.

Es ging zuerst ca.2,5 Km immer steil abwärts, was schon eine wirkliche Zumutung für meine Fußgelenke war. Anschließend ging es, wie sollte es auch anders sein 2,5 Km stetig steil hoch.

In meinen Beinen brannten 1000 Feuer und sie waren total übersäuert. Von meiner Kondition will ich hier gar nicht erst anfangen. Mir war, als wir endlich oben ankamen so übel, das Bernd schon ein Auto anhalten wollte, welches mich die letzten 800 Meter zurückbringen sollte.

Das Pferd war leider schon mit 2 Personen besetzt … sonst hätte Ines auch zurück reiten können!

Zuvor in den Bergen röchelte ich Bernd an, er solle schon vorgehen. Das wollte er aber nicht. Er wollte lieber bei mir sein, wenn ich umkippe. Da wir mutterseelenallein in den Bergen waren, sagte ich zu ihm, dass würde auch nichts nützen. Darauf er: „Doch ich trag dich dann zurück!“ Ha ha ha. Wenn ich Luft gehabt hätte, hätte ich gelacht.

Arme Ines!! Sie hat alles gegeben … aber ich wollte sie hier nicht zurücklassen.
Kurz vor unserem Stellplatz wurden wir noch einmal mit diesem grandiosen Ausblick belohnt! Im Hintergrund seht ihr einmal den Berg (the rock) von Gibraltar und links daneben ist schon Afrika zu sehen.

Irgendwann hatte ich es aber tatsächlich geschafft und wir waren wieder beim Womo. Während Bernd sich Fischstäbchen mit Kartoffeln machte, erholte ich mich ein wenig, bevor es unter die Dusche ging.

Am nächsten Tag machte Bernd dieselbe Tour noch einmal und brauchte exakt halb so lange wie mit mir!!!
Ich war 15 Minuten zuvor auch auf eine andere Route  losgewandert und erklomm den nächsten Berg. Ganz gemütlich und in Ruhe. Das war so herrlich, das ich es gestern gleich noch einmal wiederholte.Doch im Gegensatz zu vorgestern, wo ich keiner Menschenseele begegnete, traf ich gestern einen Ziegenhirten, der mit seinen ca. 50 Ziegen unterwegs war. Er sah aus wie 75, war aber vielleicht erst 67 und ziemlich dünn. Er saß auf einem Stein, als ich vorbei kam und sprach mich gleich an. Nach kurzer Konversation ging ich weiter. Hier ging es jetzt wieder stetig aufwärts. Der Ziegenhirte überholte mich in wahnwitzigen Tempo, setzte sich aber 80 Meter weiter wieder auf einen Stein. Wieder betrieben wir leichte Konversation. Dann ging ich weiter. Er blieb vorerst noch sitzen, lief dann aber plötzlich die ganze Zeit sehr dicht hinter mir her. Mir wurde schon ganz mulmig und ich überlegte ob ich ihm mit meinen Nordicwalkingstöcken eins überbraten sollte. Ich ließ es dann aber erstmal und blieb aprupt mit den Worten: Nescesito una pausa (Ich brauche eine Pause), stehen. Der Kerl lief beinahe in mich hinein. Nur um etwas zu sagen, sagte ich ihm dann, dass er sehr schnell ist und ich leider nicht. Da meine Spanischkenntnisse nicht so gut sind, dass ich ihn hätte über meine Gangstörung hätte informieren können, sagte ich kurzerhand, dass ich zu fett sei, aber am abnehmen bin. Daraufhin kniff er mir in den Bauch (übrigens war ich heute bauchfrei unterwegs, damit der auch braun wird. Ich dachte ja, ich treffe wieder keinen Menschen)

Zurück am Ziel und den Ziegenhirten abgeschüttelt. 🙂

und fragte: Aqui? (hier?). Daraufhin haute ich ihm auf die Finger und erhob meinen rechten Zeigefinger. Das und mein Gesichtsausdruck genügte und er ging weiter. Er kann von Glück sagen, dass er das nicht bei meiner Schwester getan hatte. Das hatte nämlich mal mein Cousin bei ihr gemacht und anders als ich, die nur ihren Zeigefinger drohend erhebt, hat sie ihren, in das Auge meines Vetters gerammt. Für den war der Tag gelaufen und er musste erst einmal zum Krankenhaus. Mein Ziegenhirte hatte also Glück gehabt und erwartete mich schon an der nächsten Ecke. Dort überreichte er mir mit den Worten: „Zur Erinnerung an Spanien“ , ein Armband. Ich band es um, bedankte mich artig und ging von dannen.
Jetzt war ich wieder auf der Strasse und kurze Zeit später bei Bernd, der heute nicht wandern war. Ich machte uns ersteinmal ein paar Wraps, die sehr lecker schmeckten. Dann scrabbleten wir mal wieder.

Ach ja, ich vergaß zu erzählen, dass gestern der Tag mit einer großen Müllsammelaktion begann. So schön dieser Platz hier auch ist, genauso dreckig ist er auch. Überall liegen leere Flaschen, Plastick, Kaffeebecher, Autoreifen usw. 5 große Mülltüten bekamen wir voll.

Jetzt ist der Platz zu 99% wieder „pure Natur“ und vom Müll befreit.

Während dieser Sammelaktion kam ein Landvermesser. Bernd zeigte ihm stolz unser Werk, worauf er meinte, dass die Spanier Schweine sind. Wir sollten die Mülltüten in die Ecke stellen, sie würden dann Freitag abgeholt werden, da dann hier die Strasse und auch wohl unser Platz wegen einer „Bergrally“ gesperrt werden. Das taten wir dann auch. Zusätzlich schrieben wir auf einen großen Zettel, dass die Leute künftig ihren Müll mit nach Hause nehmen sollen.

Hat anscheinend nicht viel genützt, denn heute morgen lagen hier schon wieder einige leere Trinkpacks und ca. 10 Papiertaschentücher herum.

Heute werden wir noch einmal gemeinsam wandern, dann geht es morgen zurück zur Finka. Unsere Vorräte sind aufgebraucht und am 17.03. kommen ja auch Bennet und Fine. Zu unserem Entsetzten sagt der Wetterbricht, dass dann, wie sollte es auch anders sein, das Wetter schlechter werden soll. Bernd hat schon gebetet, dass sich dies nicht bestätigt. Ich denke, Gott hat anderes zu tun und habe wie immer im Universum bestellt. Es ist doch wirklich zum Mäuse melken, dass jedesmal wenn eines unserer Kinder für 1 Woche kommt, dass Wetter für genau diesen Zeitraum umschlägt !  🙁
Im Moment haben wir noch das absolute Traumwetter mit bis zu 24 Grad. Ab Montag fällt das Thermometer dann auf 15 Grad mit etwas Regen. Universum, kümmer dich bitte darum!!

Fazit: Es war super toll hier. Eine atemberaubende Landschaft. So toll, dass ich Bernd immer wieder gefilmt habe, als er Gitarre spielte. Bei der Kulisse kam das gleich nocheinmal so gut.

Wir stellen die Filme ins Netzt, sobald wir Datenvolumen, bzw. WLAN haben, was wohl am Wochenende der Fall sein wird. Was noch toller war??? Ich habe 3 Kilo verloren!!!! ( Mal sehen wie lange) (trotz intensiver Suche habe ich sie nicht wiedergefunden!)

So Freunde, ich melde mich bald wieder, macht es gut und haltet die Ohren steif!

16.03.2019

Unsere letzte Wanderung haben wir hinter uns gebracht… und genossen …

und anschließend draußen gescrabblet. Plötzlich kamen 2 LKW´s und ein Kran. Auf dem einen LKW war ein riesiger Swimmingpool.

Bernd ging sofort hin und fragte: “ Es la piscina para nosotros?“ ( Ist der Swimming-Pool für uns?). Die Arbeiter lachten. Natürlich war der Pool nicht für uns. Er wurde hier nur umgeladen, weil der große LKW nicht dahin kommt, wo der Pool hingeliefert werden soll. Der Kran hiefte nun den Pool von dem einen Lkw auf den wesentlich kleineren. Das war echt ein Schauspiel.

Die Spanier arbeiteten aber flott und schon kurze Zeit später hatten sie den Pool umgeladen. Mit nur zwei Bändern wurde er befestigt und ragte hinten dermaßen weit über, dass wir die Befürchtung hatten, er würde jeden Moment runterfallen. Es ging aber aber alles gut und die Truppe machte sich an die Weiterfahrt. Alle winkten und hupten zum Abschied. Ach ja, die Spanier sind echt nett.

Kurze Zeit später sah Bernd beim einzigen Haus hier weit und breit, welches unmittelbar vor unserem Traumplatz steht, eine Herde Ziegen durch den Vorgarten marschieren. Irgendwie sind sie durch den Zaun gekommen und fraßen sich jetzt munter durch die Beete. Die Besitzer waren scheinbar nicht da. Als dort nichts Fressbares mehr war kamen sie durch ein Loch im Zaun zu uns. Es waren mehr als Hundert und sie waren völlig allein unterwegs.

Wahrscheinlich waren es die Ziegen von meinen gestrigen Ziegenhirten. Der sagte mir nämlich, dass er sie morgen wieder abholen wollte. Na, da wird er lange suchen können, denn er hatte die Ziegen auf einen ganz anderen Berg abgesetzt. Die Ziegen blieben aber immer zusammen und marschierten nun unseren Berg hinunter. Es dauerte nicht lange und alle waren wieder weg.

Nun kam ein Auto und stellte sich etwas abseits von uns auf den Platz. Wahrscheinlich wie üblich ein Liebespärchen, denn dieser Platz wurde jeden Abend von eben solchen besucht. Bernd beobachte das Auto mit Argusaugen. Es dauerte auch gar nicht besonders lange, da flogen Mac-Donaldsverpackungen aus dem Auto. Genau darauf hatte Bernd gewartet und sprintete nun dort hin. Überrascht sah ihn das Pärchen an, als er an die Scheibe klopfte. Ich weiß nicht, was er ihnen erzählt hat, aber bevor sie wegfuhren sammelten sie brav ihren Müll auf und stellten ihn zu den von uns gesammelten Tüten. Na, geht doch!! Es ist aber wirklich merkwürdig, dass jeder, aber auch wirklich ausnahmslos jeder der hier steht, seinen Müll einfach aus dem Fenster schmeißt. Dabei ist die Landschaft hier soooo schön. Wir verstehen das wirklich nicht.

Am nächsten Tag verließen wir diesen tollen Platz und fuhren mal wieder zu Sarah und Alex. Schließlich hatten wir sie und was noch schlimmer war, die Kinder 12 Tage nicht gesehen. Zuvor wurde noch ein Großeinkauf gemacht.

Ja auch diese beiden Expeditions-Fahrzeuge füllten bei LiDL ihre Vorräte auf … vielleicht ging es danach wieder in die Wüsten von Marokko ??! (Aber Ines & ich sind uns einig: Wir möchten nicht in so einem kleinen, aufgesetzten „Container“ leben. Wir lieben unseren geräumigen Saloon und verzichten so lieber auf spektakuläre Off-road-Abenteuer).

Bei der Ankunft auf der Finka, sahen wir gleich, dass die Handwerker hier ordentlich gearbeitet hatten. Das letzte noch zu renovierende Ferienhaus erstrahlt in frischem weiß und ist fast fertig. Es hat jetzt sogar eine eigene wunderschöne Terasse. Ab Ostern kann vermietet werden. Wir stellten unseren Saloon ab und begrüßten erst mal die 4. Die Kinder sind jetzt schon fast 5 Monate und riesig. Alex lag mit den zweien im Wintergarten und bespaßte sie. Emilio lachte mich gleich an. Tiago brauchte ein wenig, bis er sich wieder an uns gewöhnt hatte. Es gab jede Menge zu erzählen.
Am nächsten Tag hatte ich die beiden dann für mich allein, denn Alex und Sarah hatten noch jede Menge bei den Ferienhäusern zu tun und Bernd half den Beiden, nachdem er die Wäsche fertig hatte. Die Kinder waren extrem gut drauf, wenn auch leicht erkältet und lachten um die Wette. Als beide zusammen hungrig wurden, war zum Glück Bernd da.  Er unterbrach das Hochladen seiner Musikvideos bei Youtube und half mir.  Als auch Alex und Sarah fertig waren, schmiss Alex den Grill an. Sarah hatte Sardinen und Gambas gekauft, die jetzt darauf landeten. Sie machte noch einen ihrer extrem leckeren Salate dazu und wir steuerten Pommes bei. Ich deckte schnell den Tisch und schon war das Essen fertig. Es war superlecker und danach spielten wir noch Doppelkopf.
Dieses wurde allerdings unterbrochen, denn es kam ein Mann aus der Nachbarschaft vorbei. Er hatte sich telefonisch angemeldet und wollte mit Sarah sprechen. Sie wusste natürlich nicht worum es ging, wurde aber sehr schnell davon in Kenntnis gesetzt. Pauli, ihre süße etwa 1,5 jährige Promenadenmischung hatte sich mal wieder vom Grundstück entfernt und dabei beim Nachbarn 8 von 11 Hühnern getötet. Eigentlich ist das Grundstück gut eingezäunt, aber die Bauarbeiter mussten für ihre Arbeit ein Teil des Zauns öffnen. Das hat Pauli natürlich ausgenutzt und hatte anscheinend viel Spass dabei. Die Hühner wohl weniger. Sarah wollte den Schaden sofort begleichen, aber der Nachbar winkte ab und sagte: Nächstes Mal. Tja, mit Hunden kann man immer etwas erleben.
Wir hatten früher ja Momo, unseren Dackel- Terrier- Mischling und könnten vieler solcher Geschichten dazusteuern. Würde hier aber den Rahmen sprengen. Nur soviel habe ich gelernt, wenn der Jagdtrieb da ist, kann man ihn den Tieren nicht abgewöhnen. Also Pauli, lass dich nicht noch mal erwischen!

Die Musikvideos könnt ihr übrigens bei Youtube ansehen. Ihr findet sie unter Bernd Hoormann. Hoormann mit Doppel O. Da wir zum Aufnehem nur ein Handy haben, ist der Sound zwar nicht weltklasse, aber ich finde sie trotzdem toll!!!

So Freunde, übermorgen müssen wir LPG-Gas tanken, denn wir haben nach 4 Monaten fast nichts mehr und anschließend geht es nach Roche, denn Bennet und Fine kommen zu Besuch. Die Wettervorhersage verspricht nun ausnahmslos Bombenwetter. Danke Universum!!!!

 

Womo

Männerschnupfen

26.02.2019

Seit vorgestern ist Bernd krank. Der Männerschnupfen hat sich zu einer fiebrigen Erkältung entwickelt und er liegt eigentlich den ganzen Tag im Bett. Für mich ist das sehr langweilig, weil er fast den ganzen Tag schläft und nicht mal mit mir scrabbelt. Er hat 39 Grad Fieber und friert und schwitzt abwechselnd. Außer Tee machen und ihn bekochen, wobi sich sein Appetit sehr in Grenzen hält, kann ich nichts für ihn tun. Seit nun mehr seit 2 Jahren ist es jetzt das erste Mal, dass es ihn erwischt hat. Da ich immer neben ihm schlafe, wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis ich auch darniederliege. Bisher aber geht es mir noch ganz gut. Von dem beginnenden Husten mal abgesehen. Momentan ist es außerordentlich windig, aber sonnig bei 20 Grad. Mit 60 Km/h weht es ums Wohnmobil und es wackelt manchmal ganz ordendlich, zumal wir unsere Hubstützen nicht rausgefahren haben. Bernd war der Meinung, dass es sich nicht lohnt, denn wir wollten schon gestern zur Werkstatt und unser Dachfenster erneuern lassen. Bernd fühlte sich aber nicht in der Lage zu fahren und so ist der Termin auf Mittwoch verschoben. Heute Morgen habe ich festgestellt, dass der Kühlschrank überhaupt nicht kühlt. Echt blöd, dass Fleisch darin können wir jetzt wegwerfen. Bernd meint, dass es daher kommt, weil wir so schief stehen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, warum Bernd die Hubstützen nicht rausgelassen hat, denn soviel Arbeit ist es nicht und im Gegensatz zu mir,weiß er ja anscheinend, dass der Kühlschrank dann nicht funktioniert. Naja, ich sag da jetzt mal nichts weiterdazu, aber wenn er gleich endlich mal wach wird, gibt es einen Einlauf. Ich habe bis gestern Nacht bei Netflix Serien angesehen. Wie gut, dass wir diesen Monat soviel Datenvolumen übrig haben. Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass mein e-bike mal wieder nicht funktioniert, was sehr blöd ist, dann ohne elektrische Unterstützung kann ich mit Bernd nicht mithalten. Das Rad haben wir bei Toni stehen lassen, der sich mit e-bikes auskennt und sich bereit erklärt hat, es sich einmal anzusehen. Das hat er auch getan. Anscheinend haben die Leute im Fahradgeschäft mir einen falschen Akku verkauft. Dieser ist nicht so richtig kompatibel mit meinem Fahrrad und war permanent überlastet. Ja und jetzt ist er kaputt. Toll, oder?? Bilder gibt es aus Krankheitsgründen heute nicht.

Nächste Woche wollen wir eventuell noch einmal in die Berge fahren und wandern. Wir sind uns noch nicht ganz im Klaren darüber, wie es dann weitergeht. Bennet, Bernd Sohn und seine Freundin kommen uns nämlich besuchen und uns stellt sich die Frage, ob wir ihnen hier diese wunderschöne Landschaft präsentieren oder sie in der Nähe von Malaga in Empfang nehmen. Leider wissen wir aber nicht, ob es da auch so tolle Plätze wie hier gibt. Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass wir nach unserer Bergtour doch wieder hierher zurückkommen. Wenn die beiden dann wieder weg sind geht es auf Richtung Mittelmeer und wahrscheinlich Italien. Irland haben wir erst einmal gekanzelt, denn unsere Frontscheibe macht die üblichen Maleschen und wir haben Angst, dass es dort ständig ins Wohnmobil regnet. Irland ist ja für viel Regen bekannt und uns kommt es vernünftiger vor, dieses erst in Angriff zu nehmen, wenn endlich einmal die richtige Scheibe drin ist. Überwintern werden wir nächstes Jahr dann wohl in Marokko. Von Mitte Juni bis Mitte August sind wir dieses Jahr in Deutschland unterwegs. Wenn der Sommer nur halb so gut ist, wie im letzten Jahr, währen wir hochzufrieden. Gerade ist Bernd aufgestanden. Oh man, er könnte mal wieder eine Dusche vertragen. Sein Fieber ist runter auf 37,8 Grad, aber morgens ist es ja meist weniger. Er sieht auch wirklich nicht gut aus und gut riechen tut er auch nicht. Dann will ich ihm jetzt mal einen Tee machen. Euch alles Liebe und eine schöne Woche!!

Womo

Wunder geschehen! 24.02.2019

Gestern sind wir von Toni aus erst einmal einkaufen gefahren. Zuvor aber sagte ich zu Bernd, dass es eine gute Idee wäre, die Toilette noch ein paar Mal zu spülen. Wer den vorletzten Bericht gelesen hat, weiß ja, dass unser Fäkalientank undicht ist und beim Entleeren die ganze Suppe in unserer Stauklappe landet. Weil wir vermuteten, dass der Schieber undicht ist, hatten wir in Deutschland schon einen neuen bestellt. Der sollte in 14 Tagen eintreffen und dann von einer Fachwerkstatt eingebaut werden. Nun wollten wir aber nicht, dass den armen Mechanikern, die ganze Brühe beim Abmontieren des alten Schiebers über die Hände läuft und ich machte mich mit Gummyhandschuhen an die Arbeit. Ersteinmal jede Menge Wasser ins Klo kippen, dann spülen. Dieses drei Mal wiederholen, rausgehen zur Entsorgungsklappe, Hebel ziehen und alles was in der Stauklappe landet, mit einem Schwamm auffangen. Anschließend 10 Mal wiederholen. Zum Schluss, die Stauklappe ordentlich ausschrubben und desinfizieren. So war es jedenfalls gedacht. Ihr könnt mir glauben, dass soetwas nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört und ich glaube, Bernd war froh, dass ich mich dazu bereit erklärt hatte. Der eine Tag ohne Toilette hatte uns schon gereicht und nun sollte das noch mindestens 14 Tage so weitergehen?? Alptraumvorstellung!!! Dagegen war das Lecken unseres Kessels ja der reinste Kindergeburtstag. Ich machte mich an die Arbeit. Nachdem ich dass Klo dreimal gespült hatte, ging ich angekündigt zur Entsorgungsklappe und zog an dem Hebel. Mit einem Schwall kam alles raus und zwar genau da wo es rauskommen sollte. Nämlich durch das Rohr in den Eimer, den ich unter das Wohnmobil gestellt hatte. Nichts, aber auch rein gar nichts lief in die Klappe. Was war das denn??? Vor Teneriffa hatten wir es 4 Mal ausprobiert und jedesmal, aber wirklich jedesmal lief es in die Klappe, was eine echte Sauerei war. Und jetzt?? Nichts!!! Ich traute dem Frieden natürlich überhaupt nicht, ging wieder ins Wohnmobil und wiederholte die Prozedur mit der Klospülerei. Dann wieder nach draußen und den Hebel ziehen. Wieder funktionierte es tadellos. Das machte ich dann noch vier weitere Male. Immer mit dem selben Ergebnis. Langsam machte sich Hoffnung breit und ich informierte Bernd. Der traute dem Braten natürlich nicht und gemeinsam wiederholten wir das Prozedere noch etliche Male. Das Ergebnis war immer dasselbe und wir konnten unser Glück gar nicht fassen!!!! Vor allem aber, hatten wir nicht einmal den Hauch einer Erklärung. Wir überlegten hin und her, wie soetwas angehen konnte. Definitiv muss irgendetwas kaputt gewesen sein und defintiv ist es scheinbar zur Spontanheilung gekommen. Herrlich!!! Keine Tüte mehr ins Klo hängen, beim großen Geschäft und bei kleinen Geschäften nicht mehr im Wald herumirren. Mal abgesehen davon, dass ich wenn ich in die Hocke gehe, von alleine nicht wieder hochkomme. Man waren wir froh!!! Wir bekamen das Grinsen gar nicht mehr aus unseren Gesichtern. Nun wollte ich duschen und zwar war. Dafür muss man einen Schalter betätigen. Dieses sorgt dann dafür, dass das Wasserim Kessel erhitzt wird. Das dauert ca. 7 Minuten. Dann wird die Pumpe angestellt und man kann duschen. Bei eben dieser Tätigkeiten leckt dann jedesmal der Boiler. Darum hat Bernd alles mit Schwämmen in der Heizungsklappe ausgelegt. Die drücken wir dann 20 Mal am Tag aus. Nach dem Duschen ging Bernd also zum Schwämme ausdrücken und was soll ich euch sagen???? Furztrocken!!! Kein Bißchen Wasser weit und breit!! Unglaublich, oder??? Auch dafür haben wir keine Erklärung. Vielleicht brauchte unser Saloon nur dringend mal Urlaub`??? Oder liegt es daran, dass Bernd gebetet hat? Oder doch eher daran, dass ich es im Universum bestellt habe??? Keine Ahnung!! Für uns ist es jedenfalls ein Wunder!!! Hoffentlich hält es noch etwas an..

Jetzt, wo ich dieses schreibe funktioniert noch immer alles und wir stehen bei traumhaften 21 Grad mal wieder in Roche!!! Bernd ist nach dem Frühstück wieder ins Bett gegangen. Scheinbar hat er sich bei Emilio, der erkältet war angesteckt, denn ihn hats mächtig erwischt. Kopf- Glieder und Halsschmerzen. Dazu Schnupfen. Ich hoffe, dass es ihm morgen wieder besser geht. Bis dahin alles Liebe für euch!!!

 

Womo

Teneriffa 15.02- 22.02.2019

15.02.2019  …  ab nach Teneriffa …  der Anreisetag

Um halb 8 wollten wir losfahren und standen deshalb schon um 6 Uhr auf. Beide waren wir noch todmüde. Mit einer nur 15 minütigen Verspätung fuhren wir dann in Tonis Auto los. Dalina, Tonis Freundin,  fuhr ebenfalls mit, denn die Beiden wollten sich einen schönen Tag in Sevilla machen. Dalina und ich saßen hinten und wir unterhielten uns die ganze Zeit auf spanisch. Da sie aus Brasilien kommt, hat sie nicht diesen furchtbaren andalusischen Slang und ich konnte sie richtig gut verstehen.
Die Zeit verging so wie im Fluge, allerdings kamen wir wirklich erst in der letzten Minute am Flughafen in Sevilla an. Nun war Eile angesagt. Wie gut, dass Bernd uns schon online eingecheckt hatte. Wir stürmten zur Passkontrolle. Vor uns eine elendig lange Schlange. Es nützte alles nichts, wir mussten uns vordrängeln. Dies handelte uns einen missbilligen Blick der Kontrolldame des Bodenpersonals ein. Nachdem ich aber erklärt hatte, dass wir wahnsinnig spät dran waren, half sie uns und wir sparten noch 3 Minuten mehr ein. Ausnahmsweise einmal mussten wir nach dem Durchleuchten der Koffer, diese einmal nicht öffnen und Bernd musste auch nicht zum Drogenscreening. ( Alles schon dagewesen). Nun ging es im Eiltempo zum Abflug-Gate. Ich kam als erstes an, denn Bernd kämpfte noch immer damit, seinen Gürtel wieder umzutüdeln. Auch hier drängelten wir uns dank der Hilfe eines netten älteren Herren wieder vor und erreichten buchstäblich in letzter Minute den Flieger.
Kaum waren wir im Flugzeug, rollte die Maschine auch schon zur Startbahn und kurze Zeit später waren wir in der Luft. Der Flug war ruhig. Gott sei Dank!! Ich musste nicht einmal heulen und pünktlich landeten wir 2 Stunden später in Sevilla.
Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis wir unser Mietauto hatten und als das endlich erledigt war, fuhren wir erst einmal zu Lidl um alles für Frühstück einzukaufen. Denn dieses wollten wir auf unseren Balkon einnehmen und sowieso war es für uns viel zu teuer jeden Tag im Restaurant zu frühstücken. Danach ging es weiter zu unserem Hotel an der Costa de Sliencio.  3 Mal fuhren wir um den Block, aber weit und breit kein freier Parkplatz. Kurzerhand parkte Bernd auf dem Bürgersteig und checkte uns im Hotel ein. Ich schlurte derweil unsere gesammten Koffer und alle Einkäufe aufs Zimmer. Dieses war wirklich schön mit Blick auf den Pool und auch das Meer konnte man sehen. Das Auto konnten wir hinter dem Hotel parken, für 3 Euro pro Tag. Frechheit!!

Breite Betten … was für ein Luxus für uns! Wir haben die beiden Betten dann aber natürlich zusammengeschoben 🙂

Schöne Begrüßung! … aber über einen Jack-Daniels hätten wir uns noch mehr gefreut; wir trinken doch keinen Wein.

Kaum waren wir in unserem kleinen Appartement klopfte es. Es war Thomas, ein RCI Timesharingverkäufer. Leider hatten wir uns vor 4 Jahren hier eingekauft und seitdem versuchen wir aus dem Vertrag wieder rauszukommen. Unser alter Verkäufer, der uns nach Strich und Faden betrogen und verarscht hatte, war natürlich nicht mehr da. Angeblich rausgeflogen. Er hatte uns seinerzeit versprochen, dass im Himmel Jahrmarkt ist und wir waren so gutgläubig, man kann es auch blöd nennen, ihm zu glauben. Allerdings waren wir wohl bei weitem nicht die einzigen, denn angeblich war er schon in Untersuchungshaft gewesen und bei RCI rausgeflogen. Das alles erzählte uns nun der neue Verkäufer. Uns egal, wir wollen nur raus aus dem Vertrag, was allerdings wohl nicht so einfach ist, denn wie Thomas uns mitteilte läuft dieser bis zum Jahr 2068. Er will aber mal sehen, was er tun kann. Uns ist natürlich klar, worauf das hinausläuft. Wir sind uns bombensicher, dass wir wieder etwas neues unterschreiben sollen, aber das werden wir auf keinen Fall tun!!!! Also Leute, unterschreibt niemals n i e m a l s etwas bei RCI!!!!!!

Nach einer geschlagenen Stunde entließ er uns vorerst und wir gingen auf unser Zimmer. Dort hatten wir W-lan, welch ein Luxus und sahen die letzten 4 Folgen einer unglaublich spannenden Serie (Glich) bei Netflix. Schon um 21 Uhr schliefen wir ein.

Beide schliefen wir herrlich und frisch und ausgeruht starteten wir in den nächsten Tag.

Guten Morgen!! Blick von unserem Balkon… im Hintergrund kann man den Atlantik erahnen.

Natürlich nicht ohne vorher in der Wanne zu baden. Welch ein Luxus!!! Auf dem Balkon wurde schön gefrühstückt und dann fuhren wir die 21 Kilometer nach Playa de las Americas. Dort suchten wir erfolglos einen Parkplatz für unseren kleinen Fiat 500. Alles war brechend voll und uns blieb nichts anderes übrig, als in der Parkgarage zu parken. Kosten 9 Euro!! Nun gingen wir zur Promenade und sahen Emilio sofort.

War das eine Freude ihn nach 3 Jahren endlich einmal wieder zu sehen. Er hatte sich überhaupt nicht verändert und freute sich ebenso wie wir.  Es dauerte auch gar nicht lange und Bernd und Emilio spielten auf der Promenade gemeinsam Gitarre. Wie gut, dass Emilio zwei Gitarren hatte. Mittlerweile hatte er sogar einen kleinen Verstärker, der mit wiederaufladbaren Batterien funktioniert. Später gingen wir dann zu Emilios Höhle, in der er lebt. Mit Blick auf la Gomera, saßen wir  gemütlich beisammen.

Hier spielt Emilio mal den „alten Mann“, der Arbeit in Deutschland sucht (Bewerbungsvideo). 🙂 Ob da was klappt? Hoffentlich nicht!

Es gab wie immer viel zu erzählen. Emilio, war als treuer Leser unseres Blogs allerdings schon über alles bestens informiert. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und erst am späten Nachmittag ging es zurück zum Hotel.

Vorher gings aber noch in die Pizzeria und Ines bekam eine „kleine“ Calcone ! Da strahlt sie aber ….

Am nächsten Tag machten wir uns schon am Morgen auf den Weg, um nach Plätzen zu suchen, wo unser Wohnmobil stehen könnte. Diese waren rar gesäht und viel zu weitweg von dort, wo das Leben tobt und Bernd Musik machen könnte. Schon nach relativ kurzer Zeit war uns klar, dass wir hier niemals überwintern würden. Schon allein Wasser zu bekommen war hier wirklich schwierig. Wir sprachen mit einem Pärchen, die schon seit 3 Monaten hier standen. Diese erzählten uns, dass sie Wasser immer von den Strandduschen herschleppen. Bei 340 Liter Fassungsvermögen unseres Wassertanks eine Heidenarbeit. Überhaupt war hier überall alles brechend voll. Schon allein der Verkehr hier war gigantisch. Jeden Tag steckten wir im Stau. Wo kamen nur die vielen Leute her??

An diesem Tag fanden wir aber jedenfalls einen Strand in EL Medano, der nicht so gnadenlos überlaufen war und dort verbrachten wir einige Stunden.

Ins Wasser gingen wir aber nicht, weil es unzählige Steine gab. Erst gegen Abend ging es zurück.

Unser Plan einen Pooltag am nächsten Tag einzulegen, machte eine plötzlich aufkommende Bewölkung zunichte und wir entschieden uns die 12 Kilometer nach Los Christianos zu fahren, denn dort war das Wetter besser. Tatsächlich fanden wir mit viel Glück einen allerletzten Parkplatz, der ca. 1,5 Kilometer vom Strand entfernt war. Zu Fuß ging es nun dorthin. Mein Gott, war es hier voll!!!

Wir schoben uns mit den Menschenmassen über die Promenade.

Uns machten die vielen Menschen ganz nervös und wir vermissten unser Andalusien. Schnell kommen wir zu der Erkenntnis, dass wir uns in den mittlerweile fast 2 jährigen Wohnen im Saloon doch sehr verändert hatten. Früher hat uns in unserem Jahesurlaub dieser Trubel nicht gestört. Jetzt lieben wir die einsamen Strände aber viel mehr. Vielleicht werden wir aber auch nur alt?? Wir gönnen uns ein Getränk in einem überfüllten Lokal, liegen dann noch etwas am Strand und fahren zurück.

Am nächsten Tag geht es wieder zu Emilio. Etliche Dosen Bier im Gepäck machen wir uns mit dem Auto auf den Weg. Auch diesmal herrscht reger Verkehr und auch diesmal finden wir keinen Parkplatz und müssen wieder in die Parkgarage. Zuerst ist es etwas bedeckt und Bernd jault  herum, weil er seine Jacke nicht dabei hat. Dann kommt die Sonne raus und die Welt ist wieder in Ordnung. Schon nach kurzer Zeit schnappt Bernd sich Emilios Gitarre und fängt an zu spielen. Emilio begleitet ihn auf der Mundharmonika und es klingt super. Die Gitarre geht hin und her und ich finde es mal wieder richtig toll. Mittags kommt dann Wallischiri, Emilios Freundin. Sie ist Italienerin und super super nett.

Sie spricht spanisch und italienisch durcheinander, aber wir unterhalten uns prima. Sie singt genauso lautstark mit wie ich, allerdings nicht so falsch. Da hat Emilio wirklich einen tollen Fang gemacht. Überhaupt passen die beiden prima zusammen und googletranslate macht es möglich, dass sie auch mitteinander kommunizieren können, denn Emilio spricht nur wenig spanisch und italienisch natürlich auch nicht und Wallischiri spricht kein deutsch. Allerdings kann sie Emilio perfekt imitieren und ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr raus.

Wir haben echt viel Spass mit den beiden und verabreden uns gleich wieder für übermorgen. Am Liebsten würden wir ja schon morgen wiederkommen, aber es steht das Gespräch mit dem RCI Menschen an.

20.02.2019

Bis zum Gesprächstermin um 14 Uhr durchforstet Bernd noch einmal unsere Verträge. Ich mache mich im Internet schlau und suche nach Erfahrungsberichten, wie man aus diesem Timesharingvertrag rauskommt. Wie ich relativ schnell erfahre ist das so gut wie unmöglich und meine Laune ist nicht die beste. Dann ist es soweit und wir gehen mitsammt den ganzen Unterlagen nach unten, wo wir vor dem Restaurant Platz nehmen. Thomas, lässt nicht lange auf sich warten und erklärt uns, dass wir 3 Möglichkeiten haben. 1) Alles bleibt wie es ist und wir zahlen jährlich 450 Euro Unterhaltungsgebühren und dürfen dafür eine Woche im Jahr in dieses Hotel und zwar bis zum Jahr 2068. Das wollen wir auf keinen Fall, denn da das Hotel vorhat zu renovieren, werden die Unterhaltungskosten imens ansteigen. Sowieso gefällt uns die Lage des Hotels überhaupt nicht. Viel zu weit weg von Emilio und hier gibt es auch keinen Strand. 2) Wir zahlen 2930 Euro und sind sofort raus aus dem Vertrag. So eine bodenlose Unverschämtheit!!! Schließlich haben wir schon einmal 9000 Euro für den Scheiß hier bezahlt, die wir angeblich bei Kündigung wieder bekommen sollten. Ich raste fast aus und Thomas unser neuer Verkäufer wird so nervös, dass er den Geschäftsführer holt. Der ist aber erstmal am telefonieren und lässt sich Zeit, was mich nur noch wütender macht. Bernd ist genauso sauer, versucht auch gar nicht erst mich zu beruhigen. Es tröstet uns auch nicht, dass alle alten Mitarbeiter rausgeschmissen worden sind, weil sie betrogen haben und der unsägliche Antonio, der es uns seinerzeit angedreht hat, angeblich schon in U- Haft gesessen hat. Endlich kommt der Geschäftsführer. Ein großer Mann im Anzug, der unglaublich ruhig ist und nur englisch spricht. In meinem schlechten englisch erkläre ich ihm unsere Unzufriedenheit und das wir raus aus dem Vertrag wollen und zwar umsonst. In unglaublich ruhigen Ton erklärt er uns, dass es nicht geht. Jetzt läuft Bernd zu Höchstform auf. In seinem nahezu perfekten amerikanischen englisch erklärt er dem Geschäftsführer, dass es ja wohl nicht angehen kann. Alle wissen und geben zu, dass man uns betrogen hat und dieser Antonio hat schliesslich jahrelang für dieses Hotel gearbeitet und Bernd (und ich natürlich auch) ist der Meinung, dass das Hotel schließlich auch eine Verantwortung trägt. Bernd erklärt dem Manager, dass er schließlich mal Geschäftsführer war und wenn er unzufriedene Kunden gehabt hätte (hatte er aber nicht), dann könne er ja auch nicht sagen: OK, war scheiße, tut uns leid, dass Sie Verlust gemacht haben, aber wir haben hier einen Vertrag der sagt, dass Sie abschließend noch 3000 Euro für den Mist bezahlen müssen, sonst werden wir auch weiterhin scheiße für Sie arbeiten und sie bezahelen uns dafür jährlich 450 Euro. Tendenz steigend. Bernd ist auch sehr sehr aufgebracht, aber der Manager bleibt auch weiterhin erstaunlich ruhig. Er erklärt uns, dass das Hotel verkauft worden ist und die neue Besitzerin nichts dafür kann und auch nicht erfreut über die ganzen Betrugsfälle war. Die alte Besitzerin war eine Russin, die das Hotel von ihrem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte und sich nie darum gekümmert hat und irgendwo in Russland lebt. Na prima. Der Manager macht keinen Hehl daraus, dass wir nicht kostenlos aus dem Vertrag kommen. Ich heule Rotz und Wasser und habe mich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Mir ist richtig schlecht und es hätte wahrlich nicht viel gefehlt und ich hätte auf den Tisch gekotzt. Der Manager erklärt uns nun nocheinmal in seinem außerordentlich ruhigen Ton (dafür hätte ich ihm in die Schnautze hauen können) unsere Möglichkeiten. Die ersten beiden kannten wir ja schon und da uns kein anderer Ausweg blieb nahmen wir dann Angebot Nr. 3) an. Dieses sah so aus: Wir zahlen sofort 3000 Euro, haben noch 4 Wochen Urlaub in diesem Hotel, die wir in 4 Jahren abzuarbeiten haben, bekommen dafür aber ein größeres Arpartement, wo wir mit bis zu 6 Personen übernachten können, zahlen keine Unterhaltungskosten mehr und sind damit nach 4 Jahren raus aus dem Vertrag. Ach ja, dafür werden wir dann aber noch zum Essen mit dem Verkäufer Thomas eingeladen und ein Taxi zum Flughafen würde auch gesponsert werden. Da wir ein Mietauto haben, können wir diesen Punkt aber leider nicht wahrnehmen. Bei soviel Großzügigkeit haben wir  sofort wieder das Gefühl beschissen worden zu sein, aber uns bleibt ja keine Wahl. Flugs  kommt eine Mitarbeiterin und setzt den neuen Vertrag auf. Wir lassen alles Mögliche zusätzlich dort reinschreiben. Ratz fatz ist alles erledigt und es geht zur Unterschrift. Bernd sagt allerdings, dass er erst einmal alles auf Herz und Nieren prüfen will und erst morgen unterschreiben wird. Ich heule noch immer und so gehen wir auf unser Zimmer. Am nächsten Tag nimmt Bernd sich den Vertrag vor und ackert sich noch einmal dort durch. Das dauert, denn er ist teilweise auf englisch und muss erst übersetzt werden, was nur mit google möglich ist. Schnell erkennt Bernd, dass bei dem Vertrag Zahlendreher drin sind. Unser alter Vertrag der gekanzelt werden soll hat die nummer 3223. Im neuen steht aber, dass der Vertrag mit der Nummer 3232 gekanzelt werden soll. Das muss keine böse Absicht sein, aber wir vertrauen nun keinem mehr.
Ich soll in der Zwischenzeit eine Busverbindung von Sevilla nach Conil suchen, denn Toni hat uns per whatsapp darüber informiert, dass er einen Unfall hatte und sein Auto nun Schrott ist und er uns demzufolge nicht abholen kann. Da ich aber wegen des Vertrages in so einem psychischen Nebel stecke, bin ich dazu nicht in der Lage und Bernd kümmert sich dann auch noch darum. Armer Bernd!!!! Gegen Nachmittag unterschreiben wir dann den neuen Vertrag und latzen die 3000 Euro ab. Ich heule schon wieder.
Bernd spielt aus Mitleid dann 2 Runden Scrabble mit mir und lässt mich gewinnen. Ach, ich liebe ihn!!!!

Die Urlauber sonnen sich am Pool in unserer Anlage Club Marina.

Wir verbuchen diese RCI Geschichte als hartes Lehrgeld und schauen wieder nach vorne. Allerdings muss Bernd mir versprechen, dass falls wir Antonio (den Verkäufer von damals) irgendwo zufällig treffen, er mich festhalten muss, denn der würde sich sonst in Lebensgefahr befinden!!    Bei Vertragsabschluss sagen wir dann noch, dass wir das gesponserte Essen alleine zu uns nehmen wollen und keinen Bock auf irgendein RCI Verkäufer haben. Das wird uns gewährt und beschert mir ein weiteres Kilo.

Letzter Tag

Ja, so schnell geht eine Woche rum. Morgen geht es nach Hause und da unser Flieger schon um halb 7 geht, müssen wir morgen schon um halb 4 aufstehen. Heute aber wollen wir es noch einmal so richtig krachen lassen und das geht am besten bei Emilio. Wir packen alle Lebensmittel, die wir nicht mehr aufessen können in eine Tüte und nehmen sie mit zu ihm. Unterwegs ist wie immer viel Verkehr. Emilo erwartet uns schon auf seiner Bank und ich schenke uns allen Whiskey- Cola ein, den wir ebenfalls mitgebracht haben ein. Whiskey am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen und schon sind wir wieder allerbester Laune. Bernd und Emilio spielen göttlich und auch Wallischiri kommt dazu. Ich filme fast die ganze Zeit und werde mal einiges bei youtube reinstellen. Dann habt ihr eine bessere Vorstellung von unserem Tag. Gegen 1 Uhr laufen wir in ein H10 Restaurant ca. 1 Kilometer entfernt und essen alle Paella. Wallischiri lädt uns ein und dazu gibt es leckeren Sangria.

Als Absacker git es noch einen Honigrum, der unglaublich gut schmeckt. Danke noch einmal Wallischiri. Danach geht es noch ein letztes Mal zur Promenade, wo Bernd und Emilio die letzten Lieder spielen, dann geht es an die Verabschiedung. Wie immer war es toll mit Emilio und dank des neuen Vertrages werden wir uns auch bestimmt wiedersehen!!! Danke Emilio!! Du bist das Beste an Teneriffa!!!!!!!!!! Es hat mal wieder einen unglaublichen Spass mit die gemacht.

22.02.2019

Kurz vorm Weckerklingeln um halb 4 in der Frühe wachte ich von selbst auf. Zum Glück waren meine unerträglichen Kopfschmerzen, die gestern Abend aufgezogen waren vorbei. Bernd hatte mir den ganzen Abend den Kopf massiert und irgendwie scheint er magische Hände zu haben. Voller Tatendrang sprang ich ein letztes Mal in die Wanne. Diesen Luxus habe ich echt genossen!!! Anschließend wurden Sachen gepackt, gefrühstückt, Brote für unterwegs geschmiert und sich angezogen. Danach ging es ab zum Flughafen. Der Flug war ruhig und ich schlief fast die ganze Zeit. Schon um kurz vor 10 waren wir in Sevilla.

Ankunft um ca. 9:30 in Sevilla und ich warte auf Ines, da wir im Flieger getrennte Plätze hatten (Ines Reihe 8 und ich Reihe 34 !!)

Den ersten Bus fanden wir dank Bernds Recherche sofort. Wir mussten nur 10 Minuten warten und dann ging es in die Stadt von Sevilla zu einem riesigen Busbahnhof. Hier mussten wir umsteigen. Auch das war kein Problem, allerdings mussten wir 2,5 Stunden warten. Dieses verkürtzten wir mit einer weiteren Parti Scrabble.

Endlich kam der Bus und 2 Stunden später waren wir wieder in Conil de la Frontera an der Atlantikküste.
Unser Schweizer-Freund Jürg war so nett und brachte uns mit seinem Auto die letzten Kilometer zu Toni. Bei Toni tranken wir noch eine Cola und gingen sehr früh zu Bett.

Wenn ihr bei you tube Emilio Teneriffa und Bernd Hoormann  eingebt, könnt ihr sehen, was für ein Spass wir hatten!!! Allerdings erst heute Abend.

Ganz liebe Grüße an euch alle!!! Wir sind froh wieder hier zu sein, vermissen allerdings Emilio!!

 

Womo

Mein Geburtstag 11.02.2019 und ein richtig großes Scheißproblem.

Oh man, schon wieder so lange nichts von uns hören lassen. Also fang ich jetzt mal an alles Revue passieren zu lassen.

Mein Geburtstag in Roche war echt toll.

Am Morgen überraschte mich Bernd mit vielen schönen Geschenken!

Sarah, Alex, die Kinder, Jürg, Richi, Martina und Alf waren abMittag dabei.

Von Alf und Martina gab es einen bunten Strauß Blumen und was Leckeres für die Hüften 🙂

Die Sonne strahlte mit mir um die Wette und außer Richi, der später kam. fanden sich alle gegen halb 2 vor unserem Mobil ein. Ich hatte schon am Vortag gekocht. Es gab mal wieder Spagetti Bolonese. Diese hatte ich nach Jürgs Rezept gemacht, dass hieß mit 1,5 Litern Rotwein, welchen ich immer wieder einkochen ließ. Also ganz ehrlich??? Es schmeckte hervorragend. Dazu gab es einen gemischten Salat. Die Zwillinge verhielten sich super. Geschlagene 3 Stunden schliefen sie auf einer dicken Decke auf der Erde. Durch einen großen Schirm vor der Sonne geschützt.

Bernd schenkte immer wieder Getränke ein und war mir so eine große Hilfe. Leider durfte Alex nur Cola, denn er musste am Abend noch fahren und wollte seine Familie natürlich sicher nach Hause bringen. Zur Feier des Tages hatte ich tatsächlich richtige Coca- Cola geholt, was Alex und später auch Jürg dankbar zur Kenntnis nahmen. Die anderen tranken Wein, Bier oder Whiskey mit Cola. Wir alle unterhielten uns prächtig und es war wirklich sehr harmonisch.

Meine Angst, die 2 Kilo Gehacktes für meine Bolonese könnte nicht reichen war völlig unbegründet. Bernd hatte anschließend noch 3 Tage etwas davon, beschwerte sich aber nicht.
Gegen Abend verabschiedeten sich Alex und Sarah. Sie mussten zurück zur Finka und nach dem Rechten sehen. Dafür kam dann Richi. Auch er ließ es sich schmecken.

Richi stieß zur späterer Stunde zur lustigen Runde dazu.

Jetzt waren wir noch zu fünft und der Alkohol floß in Strömen.

Prost Alf ! Ein echt lustiger Geselle! Den tollen Hut hat er noch vom „Ski-Fahren“ bzw. wohl eher vom Apre-Ski

Nun kamen auch noch Kurze hinzu. Bernd und ich hielten uns aber zurück und gegen 20 Uhr gingen wir ins Mobil, denn es wurde sehr kalt. Das schien die anderen drei aber nicht zu stören, denn sie tagten noch geraume Zeit vorunserem Saloon weiter.

Der tolle Geburtstag endete wieder mit einem herrlichen Sonnenuntergang!

Am nächsten Tag hatte ich trotzdem einen mächtigen Kater. Mir ging es so gar nicht gut. Martina und Alf verabschiedeten sich und fuhren weiter nach Bolonia. Bernd und ich waren gerade dabei zu scrabblen, da kam Richi. Richi lebt auch im Wohnmobil und ist ein super netter Typ aus Deutschland. Er sieht aber mehr aus wie ein Indianer und ist in unserem Alter. Beruflich ist er Masseur. Und was für einer!! Seinen Massagestuhl hat er immer dabei und darauf durfte ich jetzt Platz nehmen. Hach, war das herrlich!!! Er knetete mich sicher 30 Minuten durch und danach kam auch Bernd noch dran. Himmlisch, sag ich euch!!! Bernd war genauso begeistert wie ich. Anschließend klönten wir noch etwas zusammen und dann verließ Richi uns ebenfalls.

Jetzt waren wir tatsächlich 2 Tage ganz alleine, bevor es zu Toni nach Conil ging. Hier wollten wir, genau wie letztes Jahr unser Mobil abstellen, weil wir ja eine Woche Teneriffa gebucht hatten. Toni war noch immer mit seiner Freundin Dalina zusammen und beide begrüßten uns freudig. Natürlich wollte Toni sofort mit Bernd jammen, aber Bernd musste erst einmal alles am Saloon erledigen. Auch ich hatte mächtig zu tun. Wäsche musste gewaschen – Wohnmobil sauber gemacht- und Koffer gepackt gepackt werden.

Beim Entsorgen gab es dann eine sehr unangenehme Überraschung!! Normalerweise ziehen wir nur an einem Hebel (Schieber)

und der Inhalt des Fäkalientanks läuft über ein Rohr nach draußen, wo wir es in einem rollbaren Behälter auffangen und dann entsorgen können.

Nicht so dieses Mal. Bernd zog den Hebel und alles quoll direkt unter dem Hebel in das Staufach. Schöne Scheisse!!!

Hinter dieser Armaturenblende liegt der 150-ltr.-Fäkalientank im Zwischenboden.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie war der Schieber anscheinend kaputt. Am Tank konnte es nicht liegen, denn dann würde es permanent rauslaufen und nicht nur bei Betätigung des Hebels. Wir waren richtiggehend verzweifelt, denn nun konnten wir unsere Toilette nicht mehr benutzen. Verdammt nochmal, reichte es denn nicht, dass unser Wasserboiler leckte??? Nun auch noch das!!! Es nützte aber nichts und vorerst mussten wir beim Machen unserer Geschäfte mit Tonis Garten und/oder seiner Toilette vorlieb nehmen. Ersteinmal konnten wir nichts tun, denn morgen ging es nach Teneriffa und Toni hatte sich netterweise bereit erklärt uns zu fahren. Fortsetztung folgt noch heute!!

Womo

Feiern in Roche

Hallihallo liebe Leser,

Ja, wir stehen noch immer in Roche und haben hier viel Spaß!

Vor einigen Tagen dachte ich so bei mir, dass es toll wäre ein paar neue Leute kennnen zu lernen. Kurzerhand schrieb ich bei der Untergruppe von Facebook, die “ Leben im Wohnmobil “ heißt folgenden Text: Ist zufällig gerade jemand in Conil? Darauf meldeten sich Alf und Martina, die  auf dem Campingplatz, nicht weit von hier standen. Sie waren gerade aus Marokko zurückgekehrt und mussten mal wieder Wäsche waschen. Hat ja nicht jeder eine Waschmaschine an Bord 😉  !! Ich erzählte von unserem Traumplatz hier und am nächsten Tag gegen 13Uhr waren sie da. Direkt neben uns war ein Plätzchen frei und auch sie fanden den Platz super. Es gab viel zu erzählen und es dauerte nicht lang und die ersten Bierchen standen auf dem Tisch.

Nebenbei wurde jede Menge Pina Colada getrunken und später ging es dann über zu Kurzen. Mittlerweile hatte sich auch Richi zu uns gesellt. Ein total netter Typ, den wir schon letztes Jahr zufällig bei Sarah kennengelernt hatten. Natürlich spielte Bernd Gitarre und das war so schön, dass Alf immer wieder weinen musste. Unter Schluchzen erzählte er uns, dass ihn schöne Musik nun mal sehr sentimental machen würde. Beim Spielen während des Sonnenunterganges liefen dann die Tränen in Sturzbächen über sein Gesicht und Martina streichelte beruhigend seine Hand.

Ach, es war herrlich. So herrlich, dass wir es am Folgetag beim Sonnenuntergang gleich wiederholten. Diesmal hatte Richi noch zwei weibliche Gäste dabei und auch diese beiden fanden es klasse.

Alf hat den besten Platz und geniesst den sich nähernden Sonnenuntergang.
… natürlich mit seiner Frau Martina und einem Glas Wein.

Gestern waren wir dann endlich, nach genau 14 Tagen mal wieder einkaufen. Wasser hatten wir auch gar nichts mehr und so konnten wir beides miteinander verbinden. Während Bernd Wasser bei einer Tankstelle auffüllte, stürmte ich durch den angrenzenden Supermarkt. Wie immer mehr als hektisch. Im Kopf erstellte ich den Essensplan für die gesamte nächste Woche auf und suchte mich dumm und dämlich nach den Zutaten. Endlich kam Bernd. Der packte nun seinerseits die Objekte seiner Begierde in den Einkaufswagen. Einiges, wie Erdbeeren und Joghurt hatten wir nun doppelt und Bernd brachte alles zurück. Außer bei Lidl wird hier Obst und Gemüse noch immer selbstständig abgewogen und etikettiert. Das dauert immer eine kleine Ewigkeit, zumal nicht bei jedem Artikel die Nummer angebracht ist. Leider sind auf der Waage keine Bilder und da ich nicht wusste, was Auberginen und Brokkoli auf spanisch heißt, um es auf der Waage zu finden, musste ich ständig zur Kasse laufen, wo der nette Kassierer mir dann weiterhalf. Ihr seht, unsere Spanischkenntnisse sind noch ausbaufähig. (Wieso? Das Bier (cerveza) hatte ich auch so gefunden, mußte  nicht abgewogen werden und musste auch keinen Kassierer extra konsultieren;  war ganz einfach!)   Wie dem auch sei, es dauerte mal wieder über eine Stunde bis wir alles gefunden hatten und endlich den Carrefour verlassen konnten. Ach ja, sagte ich schon, dass ich Lidl liebe???
Nun ging es endlich zurück auf unseren alten Stellplatz amAtlantik . Den hatte netterweise Wolfgang freigehalten. Wolfgang war mit seiner Frau Dorit ebenfalls mit einem Concorde hier. Allerdings wollten die Beiden heute abreisen und hatten uns schon gestern angeboten, sich zwecks Freihaltung auf unseren Platz zu stellen, währendwir Einkaufen fahren. Das war wirklich supernett, denn wir lieben unseren Platz doch sehr. Nachdem wir uns überschwenglich bei den beiden bedankt hatten, verließen sie uns und fuhren von dannen.

Noch einmal Danke Wolfgang. Da auch er einen Concord-Charisma fährt, ist die „Standplatz-Freihalte-Tauschaktion“ wahrscheinlich niemandem aufgefallen!?

In den vergangenen Tagen war ich jeden Tag unten am Strand und habe Unmengen von Muscheln gesammelt. Die kann meine Schwester gut als Deko für ihr Hotel in Emden gebrauchen und so habe ich auch etwas zu tun. Blöderweise bekomme ich aber immer schon nach extrem kurzer Zeit beim Laufen im Sand unheimliche Schmerzen. Das fühlt sich jedes Mal an wie ein Krampf kurz über dem Hintern an. Keine Ahnung was das ist, aber es tut echt höllisch weh und so hält sich mein Bewegungsdrang doch sehr in Grenzen. Die Muscheln habe ich vorerst vor unserem Saloon plaziert. Das hat jetzt richtig etwas von einer persönlichen Note und sieht klasse aus. Wenn wir abfahren sammele ich sie wieder ein.

Das Wetter in den letzten Tagen ist irre. Es ist extrem warm und verleitet zum Schwimmen.

Zwischendurch war es heute plötzlich für ca. 2 Stunden total diesig. Aus Afrika kam hiermit jede Menge feiner Sand mit rübergeweht.

Leider sind die Wellen aber augenblicklich so hoch, dass wir uns nicht trauen. Dass das Wasser nur 15 Grad hat, würde mir nichts ausmachen, aber vor den Wellen habe ich echt Schiss. Die Nächte sind mit 4 Grad sehr kalt. Nächste Woche sind wir ja auf Teneriffa, da klappt es dann auch mit dem Schwimmen.

Ja, was gibt es noch von der Woche zu berichten??? Jürg war öfter da und brachte immer etwas zum Kochen mit. Das war natürlich prima, denn sonst hätten wir schon viel eher einkaufen müssen. Ich kochte dann nach seinen Anweisungen und wir aßen immer alle zusammen. Auch Sarah, Alex und die Kinder waren einmal da. Zum Glück hatten wir noch Spagetti Bolonese, die wir dann aber sehr strecken mussten, damit alle satt wurden.

Ach ja, zu dem Flüchtlingsboot noch ein paar Sätze. Wie Alex uns sagte, war es gar kein Flüchtlingsboot, denn die würden immer mit Holzbooten kommen. Seiner Meinung nach, war es ein Drogenboot. Das erklärt auch die Unmengen an Benzin an Bord, denn wenn die Polizei hinter ihnen her ist, müssen sie schnell weg sein und immer wieder nachtanken. Ich bin echt überrascht, wieviel man mit Drogen verdient. Da lässt man sogar ein Boot zurück. Von den Unmengen Benzin ganz zu schweigen. Muss eine ordentliche Gewinnspanne sein!!!

Unsere Heizung leckt

Schon vor Wochen war immer mal wieder Wasser im Mobil. Das veranlasste Bernd dem auf den Grund zu gehen. Zuerst dachten wir, dass, wenn es unter unserem PVC-Fussboden feucht war, dass es sich um Schwitzwasser handele. Leider war dann aber auch hinter unseren Küchenschränken alles etwas nass, was Bernd beim ausbauen eben dieser mit Erschrecken feststellte. Nun musste das Leck gefunden werden. Als einzigen Anhaltspunkt hatte Bernd, dass es sich um Frischwasser handelte und keineswegs um Brauchwasser oder Schlimmeres. Das war aber nur eine kleine Hilfe und Bernd war lange Zeit ratlos, obgleich er sich täglich auf die Suche machte und sich den Kopf zerbrach. Bernd machte richtiggehend eine Projektarbeit daraus, baute das halbe Wohnmobil auseinander, forschte im Internet und fragte unzählige Leute. Man sieht, der alte Ingenieur kam wieder durch. Schlussendlich war all seine Arbeit von Erfolg gekrönt und er fand das Leck. Hier lass ich mal Platz, damit Bernd es genau beschreiben kann.

Jürg ist auch da … schaut etwas ratlos ?! 🙂
Quelle der Ursache ist direkt der kombinierte Heizung-Warmwasserbereiter ALDE Compact 3000 (16 Jahre alt) und keine undichten Warm- oder Kaltwasserleitungen. Im äußeren Stahl-Mantel der Anlage (Beuler) , in dem das Warmwasser (ca. 8,5 ltr.) sich befindet muß es ein kleines Leck geben. 

Ein Anruf von Bernd bei der Firma Alde, dem Hersteller unserer Heizung, war schnell gemacht. Das Ergebnis allerdings war niederschmetternd. Laut deren Aussage war unsere Heizung nun ein Totalschaden. Kostenpunkt 3200 Euro zuzüglich Einbau!!!!!! Wegen eines Lochs!!!! Wir werden uns jetzt auf die Suche nach fähigen Mechanikern in Spanien machen, die hoffentlich in der Lage sind, es zu schweißen. Was die Sache erschwert ist, dass diese sich auch mit der Gaszufuhr auskennen müssen. Naja, schauen wir mal. Drückt uns bitte die Daumen.

Auch heute, am Freitag stehen die Werkzeugkoffer wieder vorm Saloon. Heute wurde aber auch dem Nachbarn geholfen und bei uns Kleinigkeiten erledigt (z.B. in der Dusche das Eckwandprofil demontiert und die lose Duschwandarmatur neu eingedichtet/befestigt)
Super, Alf ist ja ein „echter“ von der Pike an gelernter Elektriker. Da kann er ja mal gucken und messen, ob an dem alten Markisenmotor noch Spannung anliegt und ich hier meine LED-Aussenbeleuchtung eventuell anklemmen kann.

Heute kommen abermals Alex, Sarah und die Kinder und Jürg sicher auch. Das heißt, wir werden hier wieder mächtig Remmidemmi haben. Am Sonntag feiern wir hier dann alle meinen Geburtstag. Ihr seid alle herzlichst eingeladen!

Es muss nicht immer Concorde sein?! So gehts auch. Diese lieben Nachbarn aus Tschechien sind „direkt“ neben uns mit ihren Campervans. In dem blauen Van reisen: 2 Erwachsene, 2 kleine Kinder und 2 große Hunde !!!! Da fühlen wir uns mit unseren 20 qm schon wieder wie Großgrundbesitzer 🙂

Ihr seht, wenn die anstehenden Reparaturen nicht wären, wären wir wunschlos glücklich. So, ihr Lieben, lasst es euch gutgehen. Bis demnächst!!

Zum Schluß natürlich noch unser heutiger Sonnenuntergang:

 

Womo

Ein Schiff wird kommen……… Sturm!!! – 01.02.2019

Schon gestern hatte es den ganzen Tag immer mal wieder geregnet und es war recht ungemütlich. Eine gute Gelegenheit einmal alle Küchenschränke aufzuräumen und zu säubern. Dabei stellte ich fest, dass im linken Schrank über dem Herd, 2 Borten übereinander lagen. Komisch, dass war mir vorher noch nie aufgefallen. Es musste doch eine Bedeutung haben? Und tatsächlich stellte ich fest, dass es Halterungen in der Mitte des Schrankes gab, wo das Brett exakt draufpasste. Nun hatten wir ein Staufach mehr. Welch ein Luxus!!! Grund genug alles umzusortieren. Es ist schon wirklich erstaunlich, wie sich der Begriff von Luxus verschiebt, wenn man im Womo lebt. Meine Freude über das zusätzliche Fach ist wahrscheinlich zu vergleichen, mit jemanden, der über Nacht wie durch ein Wunder,ein zusätzliches Zimmer in seiner Wohnung entdeckt.
Da wir kein bißchen Datenvolumen mehr hatten, zog sich der Tag ziemlich in die Länge. Am Nachmittag bekamen wir dann unverhofften Besuch von Jürg. Netterweise wollte er uns zum Essen einladen, aber Bernd wollte nach der vergangenen Einbruchserie hier in Roche unter keinen Umständen unseren Saloon aus den Augen lassen. Schade, denn ich hatte so richtig Apettit auf ein Kotelett mit Pommes. Da wir alle hungrig waren, machte ich uns ein paar Burger. Die waren auch ganz lecker und erfüllten ihren Zweck.
Nach dem Essen verabschiedete sich Jürg und da mir langweilig war, stellte ich den Fernseher an. Leider war es nur ein kurzes Vergnügen, denn schon bald kam ein ordentlicher Wind auf. Wir fuhren die Antenne wieder runter und Bernd kletterte aufs Dach, um sie festzubinden. Keinen Moment zu früh, denn jetzt fing es ordentlich an zu stürmen. Das Wohnmobil schaukelte hin und her und es dauerte nicht mehr lang, da gesellte sich zu dem Wind der Regen dazu. Der Himmel öffnete seine Schleusen und im Nu stand der ganze Platz unter Wasser. Der lehmige Boden verwandelte sich in unzählige reißende Bäche. Ein Blick auf den Wetterradar bestätigte unsere Befürchtung, dass sich ein ordentlicher Sturm ankündigte. Noch aber, hielt er sich in Grenzen. Wir (Ines) stellten fest, dass es ziemlich öde ist, bei schlechtem Wetter ohne TV und PC und waren froh, als es endlich 23 Uhr war und wir ins Bett konnten.

Ach Ines, ohne PC und TV bisst Du doch sogar richtig kreativ geworden und hast aus altem Kerzenwachs neue Kerzen hergestellt. Leider hat das mit den selbstgebastelten Dochten nicht wirklich funktioniert und so wanderte zum Schluß doch alles wieder in den Müll. Aber ein Versuch war es wert und es hat Ines anscheinend sogar Spass gemacht!

Der Sturm nahm immer mehr an Fahrt auf und so war an Schlaf kaum zu denken. Auch war es merkwürdigerweise ziemlich warm im Saloon und wir schwitzen doch sehr. Fenster öffnen??? Das war nicht mehr möglich. Ein kaputtes Fenster reichte uns.
Ich war wirklich froh, als die Nacht vorbei war. Von dem ewigen Gewackel war ich schon fast seekrank und der Regen prasselte dermaßen aufs Dach, dass innen ein Höllenlärm herrschte. Endlich konnte ich aufstehen und weil es heute neues Datenvolumen gab, spielte ich ausgibieg Karten im Internet. Gegen halb 9 stand Bernd auf. Auch er hatte schlecht geschlafen und iskierte erst einmal einen Blick aus dem Schlafzimmerfenster zum Strand. Dabei bemerkte er dort ein großes Schlauchboot, mutterseelenallein im Sand vor der stürmischen Brandung des Atlantiks.

Da es so stark regnete, konnte man kaum ein klares Bild erkennen!

Sofort war uns klar, dass Flüchtlinge damit unterwegs gewesen sein mussten. Das wollte ich mir doch mal genauer ansehen und ich wagte mich nach draußen, wo noch immer der gewaltige Sturm und Regen tobte. Der Weg runter zum Strand war total matschig und mehr als einmal konnte ich so gerade eben einen Sturz vermeiden. Nun war ich unten angekommen und sah im Sand etwas Schwarzes liegen. Hoffentlich keine Leiche, dachte ich. Zum Glück war es nur eine große Plane. Bei dem Schlauchboot angekommen, es war
ca. 5 Meter lang und hatte ein großes Loch auf einer Seite, stellte ich fest, dass kein Mensch an Bord war. Dafür aber 17 große Kanister, welche randvoll mit Benzin waren. Das Boot hatte einen Außenbordmotor, wie ich sogleich feststellte. Hoffentlich hatten die Menschen überlebt! Wie verzweifelt muss man sein, wenn man sich bei diesem Sturm, bei diesen Wellen in dieser Nussschale auf den Weg von Afrika hier rüber macht?? Ich sah mich um, konnte aber niemanden entdecken und kämpfte mich zurück zum Mobil. Dort wartete draussen im Regen schon Bernd voller Spannung. Ich berichtete ihm alles und wir entschieden zusammen, sofort bei der Polizei anzurufen. Bald würde nämlich die Flut kommen und das Boot mit all dem Benzin im Meer landen. Welch eine Umweltsauerei. Vorher hätte ich gerne noch den ein oder anderen Kanister hochgeschleppt, aber mit Bernd kann man so etwas nicht machen und mir waren sie zu schwer. (was sollen wir mit dem Benzin? – wenn es dann überhaupt Benzin ist?! Wir fahren Diesel und ich habe nur Platz für unseren einen 5-ltr. Benzinkanister für unseren Stromgenerator) Die Polizistin, die ich an der Strippe hatte  verstand nur Bahnhof, egal ob ich englisch oder spanisch sprach und ich reichte den Hörer weiter an Bernd. Der verzweifelte auch fast, aber am Ende hatte sie endlich alles verstanden.

Schon 3 Minuten später wimmelte es hier nur so von Polizisten. Insgesammt waren 9 Guardia Civil Beamte in 4 Polizeiautos hier.

Auch sie kämpften sich runter zum Strand. Mittlerweile hatte aber zumindest der Regen aufgehört. Ein Blick aus dem Fenster und ich sah, dass auch Bernd unten am Strand stand. Das sah sehr sehr lustig aus. Blaue Latschen, Unterhose und darüber seine rote Regen-Jacke. Langsam wird er mir immer ähnlicher, dachte ich noch so bei mir, als ich sah, dass er mitten zwischen dem ganzen Polizeiaufgebot jede Menge Fotos schoss. Das hätte ich mich ja nun nicht getraut, aber er wollte halt, dass ihr liebe Leser alles hautnah miterleben könnt.

Mittlerweile hatten sich direkt vor unserem Saloon noch mehr Polizisten versammelt. Die Kanister wurden hochgeschleppt, aber zuvor hatte ein Zivilist mit Hund tatsächlich einen Kanister mitgehen lassen. Ist das eigentlich Diebstahl oder Fundsache? Nun wurde noch der Motor ausgebaut, das Boot zerstochen und der Spuk war beendet. Mittlerweile hatten sich auch andere Wohnmobilisten hier versammelt und einer meinte, dass weil noch soviel Benzin an Bord war, die Leute bei dem Wellengang in der vergangenen Nacht sicher aus dem Boot gefallen wären. Wir hoffen, dass sie nur wegen des Windes noch so viel übrig hatten und eher als gedacht am Ziel waren!  Jetzt wo ich dieses schreibe, kommt gerade ein „Schaufeltrecker“ (  :-), ich weiss auch nicht, wie das Gerät wirklich heisst… halt eine Multi-Radlader …  aber seht selbst anhand der Fotos) , um die „Bootreste“ vom Strand zu holen. Keinen Augenblick zu früh, denn es liegt mittlerweile schon im Wasser und droht jeden Moment rausgezogen zu werden.

Der Trecker kann es gerade so und nach mehrmaligen Versuchen mit Mühe und Not auf die Schaufel bekommen und fährt dann hoch zu unserem Stellplatz, wo er die Überreste in den großen Müllcontainer verfrachtet.

Da verschwinden die Reste des großen Schlauchbootes in „unseren“ Müllcontainer… und der Trecker wühlt sich durch die aufgeweichte Erde.

Nun scheint plötzlich wieder die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und es ist unvorstellbar, dass vor weniger als 2 Stunden hier noch der heftigste Sturm getobt hat. Auch das ist Spanien!

Womo

Tolle Tage mit Beate und Hans 24.01 -29.01.2019

Wir hatten eine wirklich tolle Zeit mit Beate und Hans. Bernd und ich sind uns einig, dass es mit den beiden einfach nur klasse und absolut unkompliziert war. Gestern sind die beiden weiter gefahren und wir fühlen uns jetzt etwas einsam.

Eigentlich wollten die beiden nur 2 Tage hier mit uns stehen und dann weiter zu einem Campingplatz um Strom aufzuladen. Die beiden haben nämlich nicht soviel Solar auf dem Dach wie wir und trotz Sonnenschein wird der Strom schnell knapp, weil die Druckluftmaske (oder wie heißt nochmal das Ding, mit dem Hans schläft?) enorm viel verbraucht. Wir hatten herrlichstes Wetter und an einem Tag sogar 20 Grad. Beate verwöhnte uns des öfteren mit ihrem leckeren Thunfischsalat und Bernd bekam von ihr auch immer richtigen Kaffee serviert. Nicht den Löslichen, den er sonst immer trinken muss. Eigentlich können die beiden nur 2 Tage autark stehen, aber für Notfälle hat Hans immer einen Generator dabei. Der funktionierte auch einen Abend, gab dann aber seinen Geist auf, ebenso die Fernsehantenne.

 

Der „Honda-Moppel“ tut nicht das was er soll und „unser CONCORDE-Team“ stand den Beiden gerne zur Seite 🙂

 

Diese drehte sich immer nur im Kreis und bekam keinen Sender. Erstaunlicherweise hatte Hans aber tatsächlich noch eine Ersatzschüssel mit. Diese wurde kurzerhand zwischen unsere Mobile platziert und so waren die Fernsehabende für die Beiden gerettet. Einen Ersatzgenerator hatte er allerdings nicht dabei. Das war aber nicht schlimm, denn er hatte ja uns. Kurzerhand verkabelten wir sein Wohnmobil mit unserem und Bernd schmiss unseren Benzin-Stromgenerator an. Nach 3 Stunden gleichmäßigen Getuckere waren seine Batterien nun so voll, dass es für 2 weitere Tage reichte.

Stromversorgung läuft und Hans und „Lady“ haben sich eine Pause verdient!

Wir vier verstanden uns wirklich ausnehmend gut und als der Abschied gestern heranrückte, kullerten Beate die Tränen nur so über das Gesicht. Auch meine Augen waren kurz vorm Überlaufen und immer wieder drückten wir uns. Jetzt wurde es ernst. Schnell wurde noch ein Abschiedsgruppenselfie gemacht

und die Beiden rollten von dannen.

Auf Wiedersehen und Ines „läuft“ ein Stückchen mit!
Hasta pronto nuestros amigos!

Beate winkte mit einem Tuch aus dem Beifahrerfenster, ich rannte noch ein paar Schritte hinterher und weg waren sie. Vorraussichtlich werden wir sie aber im Juli oder August wiedersehen. Da spielt Bernd in Westerstede bei “ Westerstede a la carte“ und in Emden bei “ Emden a la carte“ und die beiden wollen mit dem Motorrad kommen und uns besuchen. Darauf freuen wir uns schon heute!!!

Neuer Besuch …

Kaum waren die beiden weg, bezog es sich. Bernd und ich spielten noch eine Runde Srabble. Danach machte ich das Wohnmobil picobello sauber und Bernd eine Fahradtour. Als er wiederkam, kam Cornelia und lud uns zum Lasagneessen ein. Sie war gestern mit ihrem Mann Andreas von den Kanaren wiedergekommen, wo sie 3 Monate verbracht hatten. Wir hatten die 2 schon im letzten Jahr kennengelernt und sie kurz vor ihre Abreise zu den Kanaren in diesem Jahr wiedergetroffen.

Pünktlich um 18 Uhr 30 standen sie mit einer großen Auflaufform und einen Kochtopf voller Sangria vor unserem Saloon. Da unser Wohnmobil mehr Sitzplätze bietet als deren, war abgemacht, bei uns zu essen. Die Lasagne schmeckte köstlich und der Sangria ebenfalls. Wir aßen bis zum letzten Krümel alles auf und waren danach pappsatt. Nachdem wir den ganzen Pott Sangria intus hatten wechselten wir auf härtere Geschütze.

Nach der köstlichen Lasagne ging es mit vollem Magen gemütlich weiter in unserem Saloon.

Die beiden entschieden sich für Rum-Cola und Bernd und ich hielten uns an Whiskey, ebenfalls mit Cola. Sie berichteten über ihre Erlebnisse auf den Kanaren, speziell über Lanzarote und Fuerte Fentura. Das war natürlich für uns sehr interessant, da wir andenken, im kommenden Winter auf Gran Canaria zu überwintern. Die beiden waren sich allerdings einig, dass nicht zu wiederholen.

Am 15ten Februar fliegen Bernd und ich nach Teneriffa. ( Ich habe schon jetzt Schiss vor dem Flug) In erster Linie, um unseren Freund Emilio endlich einmal wieder zu sehen, aber auch um zu erfahren, ob es Möglichkeiten gibt, dort mit dem Wohnmobil zu stehen. Falls ja, wird Bernd dort die Kneipen und Bars abklappern, um Gigs für 2020 zu bekommen, denn die Überfahrt dahin ist schweineteuer und muss irgendwie kompensiert/finanziert werden. Schaun wir mal. Nach einem netten Abend machten sich Cornelia und Andreas auf den Heimweg. Dieser Weg belief sich auf ungefähr 8 Meter. Hoffe sie sind gesund zuhause angekommen;-).
Bernd und ich kümmerten uns dann gemeinsam um den Abwasch und sahen noch 2 Folgen unserer Netflixserie. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen lieben Sohn David, über deren Account wir gucken dürfen. Der ist übrigens gerade in Vietnam, bevor es weiter nach Thailand geht. Ich wünsch Dir ganz viel Spass dort!! Komm gesund wieder!!!

Apros po gesund! Mein (Bernds) Frühstück besteht jeden zweiten Morgen aus so einer Schüssel mit: Obst (hier Orange und Weintrauben), Nüssen, Haferflocken, Cornflakes, Griechischer Naturjoghurt und Milch. Daneben natürlich ein leckerer Kaffee und danach …. mit Genuss die Morgenzigarette.

Jetzt am Mittwoch, wo ich dieses schreibe, ist der Himmel komplett bewölkt und es soll immer mal wieder regnen. Dieses Wetter soll uns jetzt 3 Tage begleiten, bevor es wieder aufwärts geht. Eine gute Gelegenheit für Bernd, etwas im Wohnmobil zu reparieren und dann ausgiebig spanisch zu lernen. Gerade eben haben sich Cornelia und Andreas verabschiedet. Für sie geht es jetzt weiter Richtung Mittelmeer. Da wir uns jetzt schon 3 Mal zufällig getroffen haben, sind wir sicher wir werden uns wiedersehen!! Gute Reise, bis zum nächsten Jahr!!

Womo

Mal wieder in El Soto 16.01. 2019 bis -24.01.2019

Ja, liebe Leser, seit einigen Tagen sind wir wieder bei unseren besten Freunden in El Soto. Hier gibt es ja immer viel zu tun und so kann keine Langeweile aufkommen. Bernd hat mit Alex das „Eier-Lege-Haus“ für die Hühner gebaut.

Am Anfang steht für den Ingenieur (a.D.) die Planung auf dem Papier und daraus wird dann der Einkaufszettel für den Baumarkt erstellt.

Der Stall war ja schon fertig. Hühner brauchen angeblich zwingend ein Haus zum Wohlfühlen und Eierlegen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Und nun heißt es für die Hühner wachsen, vermehren und Eier legen, damit „irgendwann“ die Investitions- und Arbeitskosten wieder raus sind (Return of invest)! 🙂 … ob ich dann noch lebe??

Das zweite kleine Häuschen haben wir dann auf diesen Baumstumpf angebracht! Ist schon fast ein Kunstwerk.
Ein Blick in das „Ein-Zimmer-Appartement“ durch die „Eierentnahmeklappe“

Heute wollen  die Beiden die Toilettenhäuschen in Angriff nehmen. Auf dem Stellplatz hier sollen nämlich noch Toiletten, eigens für die Camper, aufgestellt werden. Welch ein Luxus!!! Überhaupt solltet ihr hier mal vorbeikommen, es ist wirklich ein Traum. Egal ob mit Bulli oder Wohnmobil, hier werdet ihr euch wohlfühlen. An alle, die weder das eine noch das andere besitzen, sei gesagt, dass es hier auch tolle Ferienwohnungen zu mieten gibt. Das Meer ist zwar 15 Minuten entfernt, aber hier gibt es einen Pool und zum Relaxen eine Liegewiese. Kinder und Hunde sind willkommen!!! Schreibt einfach eine mail, ich rücke dann die Kontaktdaten raus und Sarah macht euch einen guten Preis!!! Bilder gibt es jaschon zuhauf in unseren vorherigen Berichten, da will ich den Bernd, der übrigens noch immer pennt, ausnahmsweise nicht mit belasten. ( Er ist für das Fotografieren, Ablegen, Ordnen, Hochladen und Kommentierung der Fotos zuständig).

Ach ja, Tischtennis-, Basketball- und Fußballspielen könnt ihr hier ebensogut machen, wie ausgedehnte Spaziergänge in der schönen Natur. Ansonsten ist hier der absolut traumhafte Platz, um die Seele baumeln zu lassen.  Beim Geklappere der zahlreichen Störche, Beobachten der Geier und Adler, kommen auch Vogelliebhaber auf ihre Kosten. Natur pur halt!!! Falls ihr Kinder habt, sind sie bei dem zweifachen Vater Alex sehr gut aufgehoben. Ihm fehlt nämlich ständig jemand, der mit ihm Fußball, Basketball oder Tischtennis spielt. Habt ihr keine Kinder, möchtet aber welche, seit ihr hier ebenso richtig, denn die Störche machen es möglich!! Aber Vorsicht, es können leicht Zwillinge dabei rauskommen!! (Übrigens; wir sind jetzt 1,5 Jahre unterwegs und in dieser Zeit sind nun schon 4 Pärchen, die wir unterwegs kennengelernt haben, schwanger geworden!!! … aber ich habe da nichts mit zu tun!!   🙂  )
Apropos Zwillinge. Unsere Beiden, beziehungsweise, die von Alex und Sarah sind schon wieder krass gewachsen und haben einen enormen Sprung gemacht. So können sie jetzt richtig schön lachen, ihre Köpfchen halten und erzählen. Bernd und ich sind immer ganz hin und weg. Mittlerweile werden auch die Nächte entspannter und Sarah und Alex wandeln nicht mehr wie die Zombies durch die Gegend. Die Koliken werden auch weniger und die beiden sind wirklich meist sehr entspannt (Also Ines schreibt/meint auch hier die beiden Babys!). Was nicht heißen soll,dass sie nicht auch richtig schreien können. Mittlerweile sind sie fast 3 Monate alt. Junge, Junge, wie die Zeit vergeht!!

Vor einigen Tagen hatte Jürg uns zu seinem Geburtstag, ins Restaurant auf seinem Campingplatz nach Conil, eingeladen. Natürlich durften Tiago und Emilio auch mit. Emilio hat die ganze Zeit geschlafen. Tiago hingegen war topfit und fühlte sich auf Papas Schoß pudelwohl. Die frisch gebackene Mama durfte mal so richtig einen trinken und konnte sich später nicht mehr an die Rückfahrt erinnern. Hihihi!!! Der Geburtstag von Jürg war klasse.

Das Geburtstagskind grüßt in die Kamera. Alles Gute Jürg und nochmal Danke für den tollen Abend und das tolle Essen.

Während wir uns den Bauch vollschlugen, tanzte pausenlos eine Gruppe von älteren Campingplatzgästen aus England „Linedance“. (Sorry, aber mich erinnerte es manchmal an eine Staffel von: „The Walking Dead“; nicht aufgrund des Alters der lieben Leute, sondern aufgrund der „Körpersprache beim Line-walken“ 🙂  )
Es war richtig schwer, sie dazu zu bewegen mal eine Pause einzulegen, damit Bernd Jürg ein kleines Ständchen geben konnte. Gerade als wir loswollten, klappte es dann doch noch, sehr zu Alex Mißfallen. Dieser wollte nämlich unbedingt nach Hause, war er doch schon längst über seine Bettzeit hinaus. Es war mittlerweile schon 22 Uhr 30 und Alex legt sehr großen Wert darauf, um 21 Uhr in der Falle zu liegen. Aus diesem Grund spielte Bernd auch nur 3 kurze Lieder, bei denen Sarah und ich ausgelassen mittanzten. Nein, ich hatte keinen Alkohol getrunken, ich bin auch ohne hemmungslos! Als Bernd geendet hatte, klatschte das gesammte Restaurant Beifall und Bernd packte eiligst die Gitarre wieder ein. Nun ging es zügig zum Auto. Den Kinderwagen verstauen, die Kinder anschnallen war eins und los ging die Fahrt. Keine 20 Minuten später waren wir wohlbehalten zuhause, sahen noch einen Film und schliefen dann recht schnell ein.

Dieses Jahr wird mein „All-Terrain-bike“ 30 Jahre alt !! Heute habe ich die Lackierung etwas aufgefrischt mit der Lack-Sprühdose. I love my bike und es funktioniert noch alles, wie am ersten Tag! Qualität von der Bremer-Fahrradmanufaktur.

20.01.2019

Gestern hat es das erste Mal seit Ewigkeiten geregnet und auch heute ist das Wetter nicht wirklich besser. Uns stört es aber nicht wirklich, denn wir haben immer genug zu tun. Ich werde heute wieder einmal ausgiebig für alle Mann kochen. Vorgestern war mir mein Schweinebraten ärgerlicherweise etwas angebrannt. Zum Glück konnte man ihn aber noch essen. Das galt nicht für den Reis, den ich vor einigen Tagen in Punta Paloma im Saloon gemacht hatte. Meine Idee, diesen schon einmal aufzusetzten, während ich dann zu Bernd zum Strand ging, war nicht so gut. Zwar dachte ich pausenlos an ihn, aber kam nicht auf die Idee, dass er so schnell fertig sein würde (hier bin jetzt nicht ich, sondern der Reis gemeint 🙂  !! ). Naja, ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich auch nicht zu Uhr gesehen hatte. Jedenfalls, als ich zurück beim Mobil war, hörte ich schon von draußen den Feuermelder heulen. Ich riss die Tür auf und schwarze, stinkende Qualmwolken kamen mir entgegen. Hustend kämpfte ich mich zu dem angebrannten Topf mit dem verkohlten Reis und stellte schnell die Gasflamme aus. Nun kam auch Bernd angerannt. Er hatte jetzt ebenfalls den Feuermelder gehört und bekam fast einen Nervenzusammenbruch. Puh, da musste ich mir mal wieder so eine richtig schöne Gardinenpredigt anhören. Diese war lang, laut und ausdauernd (und hat hoffentlich seine Wirkung für die nächsten Jahre… wir wollen ja nicht, dass wir über einen brennenden Saloon schreiben müssen!) Naja, passiert mir nicht wieder, hoffe ich.
Zu meiner eigenen Verwunderung, bekam ich den Topf nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich wieder sauber. Es lebe der Stahlschwamm!!!!!

So liebe Leute, das wars erstmal für heute. Wie immer wünsche ich Euch einen tollen Tag!!!

20.01.2019  Hans & Beate kommen uns in El Soto besuchen

Heute hatte ich mal wieder Curryhuhn gekocht und pünktlich zum Essen kamen auch Hans und Beate dazu. Die beiden hatten wir ja schon in La Linea, kurz vor Gibraltar getroffen und einen sehr harmonischen Nachmittag gemeinsam dort verbracht. Für alle, die nicht so regelmäßig den Blog lesen sei gesagt, dass wir vor ziemlich genau 2 Jahren unser geliebtes Womo von den beiden gekauft hatten.

Das Nachfolger-Wohnmobil von Beate & Hans mit der als Sonderkonstruktion angefertigten Plattform für Moped und Fahrräder!

Wir aßen alle gemeinsam im Wintergarten von Alex und Sarah und wie immer gab es viel zu erzählen. Hans und Beate hatten sich entschlossen mit uns noch einige Tage auf der Finca zu bleiben und dann wollten wir mit ihnen nach Roche fahren. Da sie in den vergangenes Wochen fast immer nur auf Camping- oder Stellplätzen genächtigt hatten, wollten wir ihnen unbedingt zeigen, um wieviel schöner es doch hier direkt am Wasser war.

Zuvor hatten wir auf der Finca aber noch gut zu tun. Bernd hatte nämlich versprochen, noch die beiden Holzhütten (1 x Toilettenhäuschen für den Stellplatz und 1 x Gerätehäuschen am Pool) mit Alex aufzubauen. Ein Mann, ein Wort und da Alex zum Zahnarzt und einkaufen musste, fing Bernd schon alleine an:  Pakete auspacken, einen provisorischen Boden einrichten, die ersten Seitenwände aufstellen und im Vorweg die „unzähligen Schrauben“, welche die Chinesen zusammen in einer Tüte gepackt hatten, nach Größe zu sortieren.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Häuschen schon fast fertig und es sind noch soooo viele Schrauben übrig!

Gefühlsmäßig dauerte es etliche Stunden und ich darf jetzt schon verraten, dass zum Schluss etliche Schrauben  übrig blieben (Chinesen können nicht zählen, oder hatten ne`andere Bauanleitung !?) .
Als Alex dann wiederkam machten sich die beiden bis zum Einbruch der Dunkelheit weiter an die Arbeit.

Alex beim Posen! So macht die Arbeit zusammen richtig Spass!!

Nun stand das Häuschen, allerdings fehlte noch der die Dachpappe.

Zum Glück musste ich nicht kochen, denn wir hatten noch genug von gestern übrig. Hans und Beate machten sich einen gemütlichen Tag auf ihren Liegen. Die Ruhe wurde allerdings durch das ständige Schrauben und Hämmern an der Hütte empfindlich gestört. Die Beiden beschwerten sich aber nicht und sahen verzückt den Störchen zu, die die ganze Zeit über unsere Köpfe kreisten.

Wie süß! Pauli sitzt vor unserem neu errichteten Paletten-Zaun und plaudert mit den Caballos des Nachbarn!

Auch Lady, die Hündin der beiden hatte einen schönen Tag. Sarahs Hund Pauli und sie hatten sich angefreundet und tobten den ganzen Tag, wie die Verrückten über die Wiese. Damit war allerdings am nächsten Tag Schluss, denn Pauli und Lady waren sehr zu Beates Mißfallen in den Pool gesprungen und zwar unmittelbar vor der geplanten Radtour. Diese fiel nun für Beate aus, denn der Hund sah aus wie ein Schwein und musste ersteinmal geduscht, dann gefönt und anschließend gekämmt werden. Das dauerte fast 3 Stunden und Beate war bedient  :-). Hans machte sich allein auf die Socken. Ich ging immer mal wieder zu Sarah, um bei der Fütterung von Tiago und Emilio zu helfen, denn alleine mit zweien ist es schon ziemlich hart.

21.01.2019

Schon früh am Morgen wartete Pauli auf der Stufe vorm Wohnmobil von Hans und Beate auf Lady. Beate aber blieb hart und Pauli trollte sich irgendwann, nicht ohne jedoch immer mal wieder vorbei zu gucken, ob Beate sich es nicht doch anders überlegt hätte. Bernd machte sich an die Arbeit die Dachpappe auf das Häuschen zu bekommen.

Das war allein gar nicht so einfach. Sarah und Alex hatten sich nämlich abgeseilt (vor der Arbeit gedrückt ?). Sie mussten zum Baumarkt und auch noch andere Dinge erledigen. Die Kinder bekam ich auf“s Auge gedrückt. Ich sag euch!!!! Es war wirklich anstrengend, zumal ich gleichzeitig die Vorbereitungen fürs Essen erledigen wollte. Einer schrie immer und mit schlafen war es gar nichts. Pausenlos trug ich mal den einen, mal den anderen durch die Gegend, fütterte, wickelte und bespasste. Irgendwie gelang es mir dann aber doch in den 5 Stunden, die ich bei den Kindern verbrachte, das Nudelgericht fertig zu stellen. Gerade als ich die Auflaufschüsseln in den Backofen stellen wollte, um den Käse zu überbacken, rief Alex an und teilte mit, dass sie bald da seien, aber noch kein Hunger hätten, da sie unterwegs gegesssen hatten. Na Toll, dachte ich 🙁 . Endlich kamen sie wieder und ich überreichte die gerade mal wieder gefütterten und frisch gewickelten Kinder, schnappte mir eine der Auflaufformen und nahm sie mit zum Saloon. Dort ging der Auflauf noch einmal in den Backofen, während ich den Tisch deckte. Als alles fertig war, sagte ich Hans und Beate Bescheid und gemeinsam aßen wir in unserem Mobil.

Wer hat denn die Planung für das Toilettenhäuschen gemacht?? Na gut, im Sitzen könnte ich dort auch später pinkeln und mir dann immer gehörig den Kopf stossen. Halt die Probleme von 2-m-Menschen.

Irgendwie hatte ich aber wohl viel zu viel gemacht, denn Bernd hatte für die nächsten 4 Tage noch genügend. Wir unterhielten uns mal wieder prächtig und nachdem sie gegangen waren, bereiteten Bernd und ich uns körperlich und seelisch auf eine weitere Nacht mit den Kindern vor. Die wurden uns dann um 21 Uhr gebracht. Da beide schliefen (Ruhe vor dem Sturm), ließ Bernd das Hubbett runter und wir legten dort beide  vorsichtig ab. Um 22:30 Uhr gab es dann für beide ein Fläschchen. Anschließend schliefen sie sofort wieder ein und ich auch.
Damit ich etwas weiterschlafen konnte, legte Bernd sich auf die Sitz-Bank. Dort würde er die Kinder besser hören, meinte er. Angedacht war, dass Bernd, wie immer mit Tiago im Hubbett schlafen sollte und ich mit Emilio in unserem Bett. Da Bernd aber Angst hatte, dass Emilio wach werden würde, wenn er ihn zu mir brächte, ließ er ihn erstmal bei seinem Bruder. Das ging gut bis 00:45 Uhr. Dann meldete sich Emilio lautstark und wurde zu mir gebracht. Schlaftrunken fütterte ich ihn. Leider trank er nur 80 ml und mir war ziemlich klar, dass die Nacht kurz werden würde. Meine Vermutung bestätigte sich, denn um halb 3 hatte er wieder Hunger. Gegen halb 4 schliefen wir beide wieder ein, aber immer nur kurz, denn er verlor ständig seinen Schnuller. Um halb 5 dann ein riesiges Geschrei. Mit geschlossenen Augen tastete ich nach dem Schnuller und erst beim Feststellen, dass er noch in Emilios Mund war, registrierte ich, dass das Geschrei von Tiago war. Nicht meine Baustelle, dachte ich und schlief sofort wieder ein. Tiago schrie trotz Fütterung seitens Bernd noch ca. 10 Minuten wie am Spieß. Bernd legte den Schreihals auf seinen Brustkorb, wiegte ihn dabei leicht , stellte seine Ohren auf Durchzug und dann schlief Tiago auf Bernds Bauch auch wieder selig ein. Ich hörte aber von all dem nichts und konnte bis halb 6 schlafen. Dann war die Nacht für mich endgültig vorbei. (Tiago schlief aber prima durch;  bis nach 9:00 Uhr als Papa Alex die Kinder holte 🙂  … ja Ines, soooo macht man(n) das! ) Eine letzte Fütterung, dann noch  1,5 Stunden bespassen und es war vorbei. Alex holte die Kinder ab. Zwar versuchten Bernd und ich nun noch einmal einzuschlafen, aber irgendwie ging es nicht. Den ganzen Tag hing ich in den Seilen und war froh, als er vorbei war.

22.01.2019

Morgen wollten wir nun nach Roche fahren. Es wurde noch einmal gewaschen und alles sauber gemacht. Am Nachmittag tranken wir Kaffee und Tee mit Beate und Hans, gingen früh zu Bett und machten uns am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe startklar.
Gegen  10 Uhr verabschiedeneten wir uns von Sarah, Alex und den Kindern und fuhren erstmal einkaufen. Während Bernd noch tankte, schoben Beate und ich unsere Wagen zig mal durch alle Gänge und verloren uns dann aus den Augen. Nun kam auch Bernd und bekam den Auftrag seine Objekte der Begierde selber zu suchen und in den Wagen zu legen. Ich war, wie so oft, wenn es ums Einkaufen geht, im psychologischem Nebel und kurz vorm Herztod. (Leute, das müsstet ihr mal erleben … dagegen ist das Kinderhüten, inclusive Geschrei ein Kindergeburtstag!  Ich weiss nicht, wo Ines in ihren frühen Vergangenheit da ein traumatisches Erlebnis durchgemacht hat!? Ausser der Einkauf beim Lidl – wo alle Märkte gleich sind- ist es ein Graus für Ines.) Kurz bevor die Herzrhytmusstörung überhand nahm, waren wir fertig, verfrachteten alles in den Saloon und fuhren nach Roche. Hans und Beate immer hinter uns her.

10 Minuten später waren wir am Ziel und plazierten unser Wohnmobil auf  u n s e  r e n Platz.

Später wurde der Platz neben uns auch frei und Hans und Beate konnten nun direkt bei uns stehen. Das war echt klasse, denn so hatten wir von fast allen Seiten Windschutz. Das Wetter war super und Hans und Beate waren von unserem Lieblingsplatz auch total angetan. Beate machte einen leckeren Thunfischsalat, den wir uns alle schmecken ließen.

Hier sind wirschon bei Kaffee und Keksen angelangt !

Abends wurden wir dann noch zu Pute mit Gemüse und Bratkartoffeln eingeladen. Hmmmm Lecker!!! Wir verließen deren Wohnmobil, welches auch sehr schön ist( aber nicht so schön wie unseres:-)) erst, als meine Restlesss legs unerträglich wurden. Das war mal wieder ein toller Tag. Überhaupt ist es mit den beiden sehr unkompliziert!! Jeder macht sein Ding und immer mal wieder quatschen wir sehr ausgiebig.

25.01.2019

Heute war der schönste Tag seit Beginn des Winters. Die Sonne schien sagenhafte 10 Stunden und das bei 20!!!!!! Grad. Herrlich!!! Ich verbrachte den gesammten Tag in den Dünen und ging sogar ins eiskalte Meer.

Außer mir waren sogar noch 3 andere Leute drin. Es war schweinekalt. Laut App 14 Grad, aber hätte ich schätzen sollen, hätte ich auf 8 getippt. Beate und Hans machten derweil eine Radtour nach Conil und verbrachten dort einen ollen Tag. Bernd verbrachte derweil den Tag bei den Mobilen und ließ sie nicht aus den Augen. Auch lernte er sehr intensiv spanisch und düdelte auf seiner Gitarre & Blues-Harp. Das tat er auch noch, als wir alle wiederkamen und Beate und ich sangen lautstark mit. Jedenfalls die wenigen Passagen, die wir auswendig konnten.
Nach dem schönen Sonnenuntergang trennten wir uns und jeder ging in sein Mobil. Wir sahen noch einen Tatort und schliefen schnell ein.

26.01.2019

Heute wollten wir endlich mal wieder aktiv sein. Ich hatte tierische Rückenschmerzen vom Rumsitzen und wollte einen ausgedehnten Spaziergang machen. Bernd eine Mountainbiketour über den Sandstrand nach Santi Petri.

Mit dem Rad über den (fast) menschenleeren Strand … einfach klasse!
Am Playa de Barossa war richtig was los, da hier heute ein Surf-Event war.

Ziemlich zeitgleich starteten wir. Ich lief durch Roche, bog jede Stichstrasse , die zum Meer führte ab und lief sicher mehr als 10 Kilometer. Ach gab es hier tolle Häuser. Was sag ich??? Häuser??? Nein Villa!!! Und die schönsten hatten ungetrübten Blick auf den Atlantik. Traumhaft!! Jetzt um diese Jahreszeit stehen 98 Prozent leer und wenn wir reich wären, wüsste ich, wo wir irgendwann wieder sesshaft werden würden. Jaja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Irgendwann ging ich dann runter zum Strand und zurück zum Saloon. Mittlerweile hatte ich nämlich mächtig Durst und ich wollte es auch nicht übertreiben. Schließlich muss sich mein Körper ganz langsam wieder mit der Bewegung anfreunden. Nur nichts überstürzen. Zurück beim Mobil, machten Hans und Beate sich gerade startklar für eine Einkaufsradtour. Bernd war noch nicht zurück und ich holte mein Spanischheft.
Kaum hatte ich dieses aufgeschlagen, kam unser anderer Nachbar, ein Engländer und zwang mir ein Gespräch auf. Höflich wie ich bin, ging ich darauf ein und stellte mal wieder fest, dass mein englisch grottenschlecht ist, seitdem ich spanisch lerne. Der Engländer hatte einen Carthago, den er mir nun unbedingt zeigen wollte. Eigentlich halte ich ja gar nichts von Carthagos, aber dieser hier war wirklich sehr sehr schön, war 10 Jahre alt und supergünstig gewesen. Natürlich musste der Engländer nun auch unseren Concorde bewundern. Das tat er auch und endlich kam Bernd wieder. Ich sagte ihm, er müsse sich unbedingt den Carthago ansehen und mein Plan ging auf, ich hatte den Engländer jetzt von den Hacken.

Gerade wollte ich mich wieder meinem Spanisch zuwenden, da kamen Sarah, Alex und die Kinder. Die Kinder waren so lieb wie noch nie und schliefen fast die ganze Zeit. Wir spielten währenddessen Doppelkopf. Später machte die liebe Beate Salat für alle Mann. Dazu gab es Brot und Erdbeeren. Danke dir Beate!!! War wirklich lecker!!!!! Netterweise hatten sie uns auch noch ein großes Glas Nutella vom Einkaufen mitgebracht, denn dass hatten wir doch tatsächlich vergessen. E c h t e s Nutella!!!  Bernd kann sein Glück kaum fassen. Auch dafür Danke!!!
Anschließend brieten Beate und ich unser vor 3 Tagen gekauftes Fleisch auf, denn es würde nicht mehr ewig haltbar sein. Weil ich gerade so im Kochrausch war, dünstete ich auch gleich unser gesammtes Gemüse. Super, nun muss ich wieder 3 Tage nicht kochen. Das Leben könnte nicht herrlicher sein!!!

So, Leute, das wars erstmal von uns. Wie immer wünsche ich Euch einen herrlichen Tag und nun wollte doch tatsächlich der Bernd noch etwas schreiben. Na, da sind wir doch gespannt, oder?? (Habe ich Euch schon von meinen Gewichtsproblemen erzählt? Ach ja, ich habe ja keine und so gibt es von meiner Seite her nichts mehr zu Ines ausführlichen Tagesberichten -ausser Fotos mit Kommentaren- hinzuzufügen! 🙂   )

In Roche ist sooooooo viel Platz! Dieser Spanier mit seinem Bulli steht aber wohl auf „Intensiv-Kuschel-Camping“ und hat sich gestern Nacht nur ca. 30 cm neben unserem englischen Nachbarn platziert (der Wohnmobil-Busspiegel) ragt sogar über das Dach vom Bulli!) Unverständlich !!!