Womo

Wunder geschehen! 24.02.2019

Gestern sind wir von Toni aus erst einmal einkaufen gefahren. Zuvor aber sagte ich zu Bernd, dass es eine gute Idee wäre, die Toilette noch ein paar Mal zu spülen. Wer den vorletzten Bericht gelesen hat, weiß ja, dass unser Fäkalientank undicht ist und beim Entleeren die ganze Suppe in unserer Stauklappe landet. Weil wir vermuteten, dass der Schieber undicht ist, hatten wir in Deutschland schon einen neuen bestellt. Der sollte in 14 Tagen eintreffen und dann von einer Fachwerkstatt eingebaut werden. Nun wollten wir aber nicht, dass den armen Mechanikern, die ganze Brühe beim Abmontieren des alten Schiebers über die Hände läuft und ich machte mich mit Gummyhandschuhen an die Arbeit. Ersteinmal jede Menge Wasser ins Klo kippen, dann spülen. Dieses drei Mal wiederholen, rausgehen zur Entsorgungsklappe, Hebel ziehen und alles was in der Stauklappe landet, mit einem Schwamm auffangen. Anschließend 10 Mal wiederholen. Zum Schluss, die Stauklappe ordentlich ausschrubben und desinfizieren. So war es jedenfalls gedacht. Ihr könnt mir glauben, dass soetwas nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört und ich glaube, Bernd war froh, dass ich mich dazu bereit erklärt hatte. Der eine Tag ohne Toilette hatte uns schon gereicht und nun sollte das noch mindestens 14 Tage so weitergehen?? Alptraumvorstellung!!! Dagegen war das Lecken unseres Kessels ja der reinste Kindergeburtstag. Ich machte mich an die Arbeit. Nachdem ich dass Klo dreimal gespült hatte, ging ich angekündigt zur Entsorgungsklappe und zog an dem Hebel. Mit einem Schwall kam alles raus und zwar genau da wo es rauskommen sollte. Nämlich durch das Rohr in den Eimer, den ich unter das Wohnmobil gestellt hatte. Nichts, aber auch rein gar nichts lief in die Klappe. Was war das denn??? Vor Teneriffa hatten wir es 4 Mal ausprobiert und jedesmal, aber wirklich jedesmal lief es in die Klappe, was eine echte Sauerei war. Und jetzt?? Nichts!!! Ich traute dem Frieden natürlich überhaupt nicht, ging wieder ins Wohnmobil und wiederholte die Prozedur mit der Klospülerei. Dann wieder nach draußen und den Hebel ziehen. Wieder funktionierte es tadellos. Das machte ich dann noch vier weitere Male. Immer mit dem selben Ergebnis. Langsam machte sich Hoffnung breit und ich informierte Bernd. Der traute dem Braten natürlich nicht und gemeinsam wiederholten wir das Prozedere noch etliche Male. Das Ergebnis war immer dasselbe und wir konnten unser Glück gar nicht fassen!!!! Vor allem aber, hatten wir nicht einmal den Hauch einer Erklärung. Wir überlegten hin und her, wie soetwas angehen konnte. Definitiv muss irgendetwas kaputt gewesen sein und defintiv ist es scheinbar zur Spontanheilung gekommen. Herrlich!!! Keine Tüte mehr ins Klo hängen, beim großen Geschäft und bei kleinen Geschäften nicht mehr im Wald herumirren. Mal abgesehen davon, dass ich wenn ich in die Hocke gehe, von alleine nicht wieder hochkomme. Man waren wir froh!!! Wir bekamen das Grinsen gar nicht mehr aus unseren Gesichtern. Nun wollte ich duschen und zwar war. Dafür muss man einen Schalter betätigen. Dieses sorgt dann dafür, dass das Wasserim Kessel erhitzt wird. Das dauert ca. 7 Minuten. Dann wird die Pumpe angestellt und man kann duschen. Bei eben dieser Tätigkeiten leckt dann jedesmal der Boiler. Darum hat Bernd alles mit Schwämmen in der Heizungsklappe ausgelegt. Die drücken wir dann 20 Mal am Tag aus. Nach dem Duschen ging Bernd also zum Schwämme ausdrücken und was soll ich euch sagen???? Furztrocken!!! Kein Bißchen Wasser weit und breit!! Unglaublich, oder??? Auch dafür haben wir keine Erklärung. Vielleicht brauchte unser Saloon nur dringend mal Urlaub`??? Oder liegt es daran, dass Bernd gebetet hat? Oder doch eher daran, dass ich es im Universum bestellt habe??? Keine Ahnung!! Für uns ist es jedenfalls ein Wunder!!! Hoffentlich hält es noch etwas an..

Jetzt, wo ich dieses schreibe funktioniert noch immer alles und wir stehen bei traumhaften 21 Grad mal wieder in Roche!!! Bernd ist nach dem Frühstück wieder ins Bett gegangen. Scheinbar hat er sich bei Emilio, der erkältet war angesteckt, denn ihn hats mächtig erwischt. Kopf- Glieder und Halsschmerzen. Dazu Schnupfen. Ich hoffe, dass es ihm morgen wieder besser geht. Bis dahin alles Liebe für euch!!!

 

Womo

Teneriffa 15.02- 22.02.2019

15.02.2019  …  ab nach Teneriffa …  der Anreisetag

Um halb 8 wollten wir losfahren und standen deshalb schon um 6 Uhr auf. Beide waren wir noch todmüde. Mit einer nur 15 minütigen Verspätung fuhren wir dann in Tonis Auto los. Dalina, Tonis Freundin,  fuhr ebenfalls mit, denn die Beiden wollten sich einen schönen Tag in Sevilla machen. Dalina und ich saßen hinten und wir unterhielten uns die ganze Zeit auf spanisch. Da sie aus Brasilien kommt, hat sie nicht diesen furchtbaren andalusischen Slang und ich konnte sie richtig gut verstehen.
Die Zeit verging so wie im Fluge, allerdings kamen wir wirklich erst in der letzten Minute am Flughafen in Sevilla an. Nun war Eile angesagt. Wie gut, dass Bernd uns schon online eingecheckt hatte. Wir stürmten zur Passkontrolle. Vor uns eine elendig lange Schlange. Es nützte alles nichts, wir mussten uns vordrängeln. Dies handelte uns einen missbilligen Blick der Kontrolldame des Bodenpersonals ein. Nachdem ich aber erklärt hatte, dass wir wahnsinnig spät dran waren, half sie uns und wir sparten noch 3 Minuten mehr ein. Ausnahmsweise einmal mussten wir nach dem Durchleuchten der Koffer, diese einmal nicht öffnen und Bernd musste auch nicht zum Drogenscreening. ( Alles schon dagewesen). Nun ging es im Eiltempo zum Abflug-Gate. Ich kam als erstes an, denn Bernd kämpfte noch immer damit, seinen Gürtel wieder umzutüdeln. Auch hier drängelten wir uns dank der Hilfe eines netten älteren Herren wieder vor und erreichten buchstäblich in letzter Minute den Flieger.
Kaum waren wir im Flugzeug, rollte die Maschine auch schon zur Startbahn und kurze Zeit später waren wir in der Luft. Der Flug war ruhig. Gott sei Dank!! Ich musste nicht einmal heulen und pünktlich landeten wir 2 Stunden später in Sevilla.
Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis wir unser Mietauto hatten und als das endlich erledigt war, fuhren wir erst einmal zu Lidl um alles für Frühstück einzukaufen. Denn dieses wollten wir auf unseren Balkon einnehmen und sowieso war es für uns viel zu teuer jeden Tag im Restaurant zu frühstücken. Danach ging es weiter zu unserem Hotel an der Costa de Sliencio.  3 Mal fuhren wir um den Block, aber weit und breit kein freier Parkplatz. Kurzerhand parkte Bernd auf dem Bürgersteig und checkte uns im Hotel ein. Ich schlurte derweil unsere gesammten Koffer und alle Einkäufe aufs Zimmer. Dieses war wirklich schön mit Blick auf den Pool und auch das Meer konnte man sehen. Das Auto konnten wir hinter dem Hotel parken, für 3 Euro pro Tag. Frechheit!!

Breite Betten … was für ein Luxus für uns! Wir haben die beiden Betten dann aber natürlich zusammengeschoben 🙂

Schöne Begrüßung! … aber über einen Jack-Daniels hätten wir uns noch mehr gefreut; wir trinken doch keinen Wein.

Kaum waren wir in unserem kleinen Appartement klopfte es. Es war Thomas, ein RCI Timesharingverkäufer. Leider hatten wir uns vor 4 Jahren hier eingekauft und seitdem versuchen wir aus dem Vertrag wieder rauszukommen. Unser alter Verkäufer, der uns nach Strich und Faden betrogen und verarscht hatte, war natürlich nicht mehr da. Angeblich rausgeflogen. Er hatte uns seinerzeit versprochen, dass im Himmel Jahrmarkt ist und wir waren so gutgläubig, man kann es auch blöd nennen, ihm zu glauben. Allerdings waren wir wohl bei weitem nicht die einzigen, denn angeblich war er schon in Untersuchungshaft gewesen und bei RCI rausgeflogen. Das alles erzählte uns nun der neue Verkäufer. Uns egal, wir wollen nur raus aus dem Vertrag, was allerdings wohl nicht so einfach ist, denn wie Thomas uns mitteilte läuft dieser bis zum Jahr 2068. Er will aber mal sehen, was er tun kann. Uns ist natürlich klar, worauf das hinausläuft. Wir sind uns bombensicher, dass wir wieder etwas neues unterschreiben sollen, aber das werden wir auf keinen Fall tun!!!! Also Leute, unterschreibt niemals n i e m a l s etwas bei RCI!!!!!!

Nach einer geschlagenen Stunde entließ er uns vorerst und wir gingen auf unser Zimmer. Dort hatten wir W-lan, welch ein Luxus und sahen die letzten 4 Folgen einer unglaublich spannenden Serie (Glich) bei Netflix. Schon um 21 Uhr schliefen wir ein.

Beide schliefen wir herrlich und frisch und ausgeruht starteten wir in den nächsten Tag.

Guten Morgen!! Blick von unserem Balkon… im Hintergrund kann man den Atlantik erahnen.

Natürlich nicht ohne vorher in der Wanne zu baden. Welch ein Luxus!!! Auf dem Balkon wurde schön gefrühstückt und dann fuhren wir die 21 Kilometer nach Playa de las Americas. Dort suchten wir erfolglos einen Parkplatz für unseren kleinen Fiat 500. Alles war brechend voll und uns blieb nichts anderes übrig, als in der Parkgarage zu parken. Kosten 9 Euro!! Nun gingen wir zur Promenade und sahen Emilio sofort.

War das eine Freude ihn nach 3 Jahren endlich einmal wieder zu sehen. Er hatte sich überhaupt nicht verändert und freute sich ebenso wie wir.  Es dauerte auch gar nicht lange und Bernd und Emilio spielten auf der Promenade gemeinsam Gitarre. Wie gut, dass Emilio zwei Gitarren hatte. Mittlerweile hatte er sogar einen kleinen Verstärker, der mit wiederaufladbaren Batterien funktioniert. Später gingen wir dann zu Emilios Höhle, in der er lebt. Mit Blick auf la Gomera, saßen wir  gemütlich beisammen.

Hier spielt Emilio mal den „alten Mann“, der Arbeit in Deutschland sucht (Bewerbungsvideo). 🙂 Ob da was klappt? Hoffentlich nicht!

Es gab wie immer viel zu erzählen. Emilio, war als treuer Leser unseres Blogs allerdings schon über alles bestens informiert. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und erst am späten Nachmittag ging es zurück zum Hotel.

Vorher gings aber noch in die Pizzeria und Ines bekam eine „kleine“ Calcone ! Da strahlt sie aber ….

Am nächsten Tag machten wir uns schon am Morgen auf den Weg, um nach Plätzen zu suchen, wo unser Wohnmobil stehen könnte. Diese waren rar gesäht und viel zu weitweg von dort, wo das Leben tobt und Bernd Musik machen könnte. Schon nach relativ kurzer Zeit war uns klar, dass wir hier niemals überwintern würden. Schon allein Wasser zu bekommen war hier wirklich schwierig. Wir sprachen mit einem Pärchen, die schon seit 3 Monaten hier standen. Diese erzählten uns, dass sie Wasser immer von den Strandduschen herschleppen. Bei 340 Liter Fassungsvermögen unseres Wassertanks eine Heidenarbeit. Überhaupt war hier überall alles brechend voll. Schon allein der Verkehr hier war gigantisch. Jeden Tag steckten wir im Stau. Wo kamen nur die vielen Leute her??

An diesem Tag fanden wir aber jedenfalls einen Strand in EL Medano, der nicht so gnadenlos überlaufen war und dort verbrachten wir einige Stunden.

Ins Wasser gingen wir aber nicht, weil es unzählige Steine gab. Erst gegen Abend ging es zurück.

Unser Plan einen Pooltag am nächsten Tag einzulegen, machte eine plötzlich aufkommende Bewölkung zunichte und wir entschieden uns die 12 Kilometer nach Los Christianos zu fahren, denn dort war das Wetter besser. Tatsächlich fanden wir mit viel Glück einen allerletzten Parkplatz, der ca. 1,5 Kilometer vom Strand entfernt war. Zu Fuß ging es nun dorthin. Mein Gott, war es hier voll!!!

Wir schoben uns mit den Menschenmassen über die Promenade.

Uns machten die vielen Menschen ganz nervös und wir vermissten unser Andalusien. Schnell kommen wir zu der Erkenntnis, dass wir uns in den mittlerweile fast 2 jährigen Wohnen im Saloon doch sehr verändert hatten. Früher hat uns in unserem Jahesurlaub dieser Trubel nicht gestört. Jetzt lieben wir die einsamen Strände aber viel mehr. Vielleicht werden wir aber auch nur alt?? Wir gönnen uns ein Getränk in einem überfüllten Lokal, liegen dann noch etwas am Strand und fahren zurück.

Am nächsten Tag geht es wieder zu Emilio. Etliche Dosen Bier im Gepäck machen wir uns mit dem Auto auf den Weg. Auch diesmal herrscht reger Verkehr und auch diesmal finden wir keinen Parkplatz und müssen wieder in die Parkgarage. Zuerst ist es etwas bedeckt und Bernd jault  herum, weil er seine Jacke nicht dabei hat. Dann kommt die Sonne raus und die Welt ist wieder in Ordnung. Schon nach kurzer Zeit schnappt Bernd sich Emilios Gitarre und fängt an zu spielen. Emilio begleitet ihn auf der Mundharmonika und es klingt super. Die Gitarre geht hin und her und ich finde es mal wieder richtig toll. Mittags kommt dann Wallischiri, Emilios Freundin. Sie ist Italienerin und super super nett.

Sie spricht spanisch und italienisch durcheinander, aber wir unterhalten uns prima. Sie singt genauso lautstark mit wie ich, allerdings nicht so falsch. Da hat Emilio wirklich einen tollen Fang gemacht. Überhaupt passen die beiden prima zusammen und googletranslate macht es möglich, dass sie auch mitteinander kommunizieren können, denn Emilio spricht nur wenig spanisch und italienisch natürlich auch nicht und Wallischiri spricht kein deutsch. Allerdings kann sie Emilio perfekt imitieren und ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr raus.

Wir haben echt viel Spass mit den beiden und verabreden uns gleich wieder für übermorgen. Am Liebsten würden wir ja schon morgen wiederkommen, aber es steht das Gespräch mit dem RCI Menschen an.

20.02.2019

Bis zum Gesprächstermin um 14 Uhr durchforstet Bernd noch einmal unsere Verträge. Ich mache mich im Internet schlau und suche nach Erfahrungsberichten, wie man aus diesem Timesharingvertrag rauskommt. Wie ich relativ schnell erfahre ist das so gut wie unmöglich und meine Laune ist nicht die beste. Dann ist es soweit und wir gehen mitsammt den ganzen Unterlagen nach unten, wo wir vor dem Restaurant Platz nehmen. Thomas, lässt nicht lange auf sich warten und erklärt uns, dass wir 3 Möglichkeiten haben. 1) Alles bleibt wie es ist und wir zahlen jährlich 450 Euro Unterhaltungsgebühren und dürfen dafür eine Woche im Jahr in dieses Hotel und zwar bis zum Jahr 2068. Das wollen wir auf keinen Fall, denn da das Hotel vorhat zu renovieren, werden die Unterhaltungskosten imens ansteigen. Sowieso gefällt uns die Lage des Hotels überhaupt nicht. Viel zu weit weg von Emilio und hier gibt es auch keinen Strand. 2) Wir zahlen 2930 Euro und sind sofort raus aus dem Vertrag. So eine bodenlose Unverschämtheit!!! Schließlich haben wir schon einmal 9000 Euro für den Scheiß hier bezahlt, die wir angeblich bei Kündigung wieder bekommen sollten. Ich raste fast aus und Thomas unser neuer Verkäufer wird so nervös, dass er den Geschäftsführer holt. Der ist aber erstmal am telefonieren und lässt sich Zeit, was mich nur noch wütender macht. Bernd ist genauso sauer, versucht auch gar nicht erst mich zu beruhigen. Es tröstet uns auch nicht, dass alle alten Mitarbeiter rausgeschmissen worden sind, weil sie betrogen haben und der unsägliche Antonio, der es uns seinerzeit angedreht hat, angeblich schon in U- Haft gesessen hat. Endlich kommt der Geschäftsführer. Ein großer Mann im Anzug, der unglaublich ruhig ist und nur englisch spricht. In meinem schlechten englisch erkläre ich ihm unsere Unzufriedenheit und das wir raus aus dem Vertrag wollen und zwar umsonst. In unglaublich ruhigen Ton erklärt er uns, dass es nicht geht. Jetzt läuft Bernd zu Höchstform auf. In seinem nahezu perfekten amerikanischen englisch erklärt er dem Geschäftsführer, dass es ja wohl nicht angehen kann. Alle wissen und geben zu, dass man uns betrogen hat und dieser Antonio hat schliesslich jahrelang für dieses Hotel gearbeitet und Bernd (und ich natürlich auch) ist der Meinung, dass das Hotel schließlich auch eine Verantwortung trägt. Bernd erklärt dem Manager, dass er schließlich mal Geschäftsführer war und wenn er unzufriedene Kunden gehabt hätte (hatte er aber nicht), dann könne er ja auch nicht sagen: OK, war scheiße, tut uns leid, dass Sie Verlust gemacht haben, aber wir haben hier einen Vertrag der sagt, dass Sie abschließend noch 3000 Euro für den Mist bezahlen müssen, sonst werden wir auch weiterhin scheiße für Sie arbeiten und sie bezahelen uns dafür jährlich 450 Euro. Tendenz steigend. Bernd ist auch sehr sehr aufgebracht, aber der Manager bleibt auch weiterhin erstaunlich ruhig. Er erklärt uns, dass das Hotel verkauft worden ist und die neue Besitzerin nichts dafür kann und auch nicht erfreut über die ganzen Betrugsfälle war. Die alte Besitzerin war eine Russin, die das Hotel von ihrem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte und sich nie darum gekümmert hat und irgendwo in Russland lebt. Na prima. Der Manager macht keinen Hehl daraus, dass wir nicht kostenlos aus dem Vertrag kommen. Ich heule Rotz und Wasser und habe mich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Mir ist richtig schlecht und es hätte wahrlich nicht viel gefehlt und ich hätte auf den Tisch gekotzt. Der Manager erklärt uns nun nocheinmal in seinem außerordentlich ruhigen Ton (dafür hätte ich ihm in die Schnautze hauen können) unsere Möglichkeiten. Die ersten beiden kannten wir ja schon und da uns kein anderer Ausweg blieb nahmen wir dann Angebot Nr. 3) an. Dieses sah so aus: Wir zahlen sofort 3000 Euro, haben noch 4 Wochen Urlaub in diesem Hotel, die wir in 4 Jahren abzuarbeiten haben, bekommen dafür aber ein größeres Arpartement, wo wir mit bis zu 6 Personen übernachten können, zahlen keine Unterhaltungskosten mehr und sind damit nach 4 Jahren raus aus dem Vertrag. Ach ja, dafür werden wir dann aber noch zum Essen mit dem Verkäufer Thomas eingeladen und ein Taxi zum Flughafen würde auch gesponsert werden. Da wir ein Mietauto haben, können wir diesen Punkt aber leider nicht wahrnehmen. Bei soviel Großzügigkeit haben wir  sofort wieder das Gefühl beschissen worden zu sein, aber uns bleibt ja keine Wahl. Flugs  kommt eine Mitarbeiterin und setzt den neuen Vertrag auf. Wir lassen alles Mögliche zusätzlich dort reinschreiben. Ratz fatz ist alles erledigt und es geht zur Unterschrift. Bernd sagt allerdings, dass er erst einmal alles auf Herz und Nieren prüfen will und erst morgen unterschreiben wird. Ich heule noch immer und so gehen wir auf unser Zimmer. Am nächsten Tag nimmt Bernd sich den Vertrag vor und ackert sich noch einmal dort durch. Das dauert, denn er ist teilweise auf englisch und muss erst übersetzt werden, was nur mit google möglich ist. Schnell erkennt Bernd, dass bei dem Vertrag Zahlendreher drin sind. Unser alter Vertrag der gekanzelt werden soll hat die nummer 3223. Im neuen steht aber, dass der Vertrag mit der Nummer 3232 gekanzelt werden soll. Das muss keine böse Absicht sein, aber wir vertrauen nun keinem mehr.
Ich soll in der Zwischenzeit eine Busverbindung von Sevilla nach Conil suchen, denn Toni hat uns per whatsapp darüber informiert, dass er einen Unfall hatte und sein Auto nun Schrott ist und er uns demzufolge nicht abholen kann. Da ich aber wegen des Vertrages in so einem psychischen Nebel stecke, bin ich dazu nicht in der Lage und Bernd kümmert sich dann auch noch darum. Armer Bernd!!!! Gegen Nachmittag unterschreiben wir dann den neuen Vertrag und latzen die 3000 Euro ab. Ich heule schon wieder.
Bernd spielt aus Mitleid dann 2 Runden Scrabble mit mir und lässt mich gewinnen. Ach, ich liebe ihn!!!!

Die Urlauber sonnen sich am Pool in unserer Anlage Club Marina.

Wir verbuchen diese RCI Geschichte als hartes Lehrgeld und schauen wieder nach vorne. Allerdings muss Bernd mir versprechen, dass falls wir Antonio (den Verkäufer von damals) irgendwo zufällig treffen, er mich festhalten muss, denn der würde sich sonst in Lebensgefahr befinden!!    Bei Vertragsabschluss sagen wir dann noch, dass wir das gesponserte Essen alleine zu uns nehmen wollen und keinen Bock auf irgendein RCI Verkäufer haben. Das wird uns gewährt und beschert mir ein weiteres Kilo.

Letzter Tag

Ja, so schnell geht eine Woche rum. Morgen geht es nach Hause und da unser Flieger schon um halb 7 geht, müssen wir morgen schon um halb 4 aufstehen. Heute aber wollen wir es noch einmal so richtig krachen lassen und das geht am besten bei Emilio. Wir packen alle Lebensmittel, die wir nicht mehr aufessen können in eine Tüte und nehmen sie mit zu ihm. Unterwegs ist wie immer viel Verkehr. Emilo erwartet uns schon auf seiner Bank und ich schenke uns allen Whiskey- Cola ein, den wir ebenfalls mitgebracht haben ein. Whiskey am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen und schon sind wir wieder allerbester Laune. Bernd und Emilio spielen göttlich und auch Wallischiri kommt dazu. Ich filme fast die ganze Zeit und werde mal einiges bei youtube reinstellen. Dann habt ihr eine bessere Vorstellung von unserem Tag. Gegen 1 Uhr laufen wir in ein H10 Restaurant ca. 1 Kilometer entfernt und essen alle Paella. Wallischiri lädt uns ein und dazu gibt es leckeren Sangria.

Als Absacker git es noch einen Honigrum, der unglaublich gut schmeckt. Danke noch einmal Wallischiri. Danach geht es noch ein letztes Mal zur Promenade, wo Bernd und Emilio die letzten Lieder spielen, dann geht es an die Verabschiedung. Wie immer war es toll mit Emilio und dank des neuen Vertrages werden wir uns auch bestimmt wiedersehen!!! Danke Emilio!! Du bist das Beste an Teneriffa!!!!!!!!!! Es hat mal wieder einen unglaublichen Spass mit die gemacht.

22.02.2019

Kurz vorm Weckerklingeln um halb 4 in der Frühe wachte ich von selbst auf. Zum Glück waren meine unerträglichen Kopfschmerzen, die gestern Abend aufgezogen waren vorbei. Bernd hatte mir den ganzen Abend den Kopf massiert und irgendwie scheint er magische Hände zu haben. Voller Tatendrang sprang ich ein letztes Mal in die Wanne. Diesen Luxus habe ich echt genossen!!! Anschließend wurden Sachen gepackt, gefrühstückt, Brote für unterwegs geschmiert und sich angezogen. Danach ging es ab zum Flughafen. Der Flug war ruhig und ich schlief fast die ganze Zeit. Schon um kurz vor 10 waren wir in Sevilla.

Ankunft um ca. 9:30 in Sevilla und ich warte auf Ines, da wir im Flieger getrennte Plätze hatten (Ines Reihe 8 und ich Reihe 34 !!)

Den ersten Bus fanden wir dank Bernds Recherche sofort. Wir mussten nur 10 Minuten warten und dann ging es in die Stadt von Sevilla zu einem riesigen Busbahnhof. Hier mussten wir umsteigen. Auch das war kein Problem, allerdings mussten wir 2,5 Stunden warten. Dieses verkürtzten wir mit einer weiteren Parti Scrabble.

Endlich kam der Bus und 2 Stunden später waren wir wieder in Conil de la Frontera an der Atlantikküste.
Unser Schweizer-Freund Jürg war so nett und brachte uns mit seinem Auto die letzten Kilometer zu Toni. Bei Toni tranken wir noch eine Cola und gingen sehr früh zu Bett.

Wenn ihr bei you tube Emilio Teneriffa und Bernd Hoormann  eingebt, könnt ihr sehen, was für ein Spass wir hatten!!! Allerdings erst heute Abend.

Ganz liebe Grüße an euch alle!!! Wir sind froh wieder hier zu sein, vermissen allerdings Emilio!!

 

Womo

Mein Geburtstag 11.02.2019 und ein richtig großes Scheißproblem.

Oh man, schon wieder so lange nichts von uns hören lassen. Also fang ich jetzt mal an alles Revue passieren zu lassen.

Mein Geburtstag in Roche war echt toll.

Am Morgen überraschte mich Bernd mit vielen schönen Geschenken!

Sarah, Alex, die Kinder, Jürg, Richi, Martina und Alf waren abMittag dabei.

Von Alf und Martina gab es einen bunten Strauß Blumen und was Leckeres für die Hüften 🙂

Die Sonne strahlte mit mir um die Wette und außer Richi, der später kam. fanden sich alle gegen halb 2 vor unserem Mobil ein. Ich hatte schon am Vortag gekocht. Es gab mal wieder Spagetti Bolonese. Diese hatte ich nach Jürgs Rezept gemacht, dass hieß mit 1,5 Litern Rotwein, welchen ich immer wieder einkochen ließ. Also ganz ehrlich??? Es schmeckte hervorragend. Dazu gab es einen gemischten Salat. Die Zwillinge verhielten sich super. Geschlagene 3 Stunden schliefen sie auf einer dicken Decke auf der Erde. Durch einen großen Schirm vor der Sonne geschützt.

Bernd schenkte immer wieder Getränke ein und war mir so eine große Hilfe. Leider durfte Alex nur Cola, denn er musste am Abend noch fahren und wollte seine Familie natürlich sicher nach Hause bringen. Zur Feier des Tages hatte ich tatsächlich richtige Coca- Cola geholt, was Alex und später auch Jürg dankbar zur Kenntnis nahmen. Die anderen tranken Wein, Bier oder Whiskey mit Cola. Wir alle unterhielten uns prächtig und es war wirklich sehr harmonisch.

Meine Angst, die 2 Kilo Gehacktes für meine Bolonese könnte nicht reichen war völlig unbegründet. Bernd hatte anschließend noch 3 Tage etwas davon, beschwerte sich aber nicht.
Gegen Abend verabschiedeten sich Alex und Sarah. Sie mussten zurück zur Finka und nach dem Rechten sehen. Dafür kam dann Richi. Auch er ließ es sich schmecken.

Richi stieß zur späterer Stunde zur lustigen Runde dazu.

Jetzt waren wir noch zu fünft und der Alkohol floß in Strömen.

Prost Alf ! Ein echt lustiger Geselle! Den tollen Hut hat er noch vom „Ski-Fahren“ bzw. wohl eher vom Apre-Ski

Nun kamen auch noch Kurze hinzu. Bernd und ich hielten uns aber zurück und gegen 20 Uhr gingen wir ins Mobil, denn es wurde sehr kalt. Das schien die anderen drei aber nicht zu stören, denn sie tagten noch geraume Zeit vorunserem Saloon weiter.

Der tolle Geburtstag endete wieder mit einem herrlichen Sonnenuntergang!

Am nächsten Tag hatte ich trotzdem einen mächtigen Kater. Mir ging es so gar nicht gut. Martina und Alf verabschiedeten sich und fuhren weiter nach Bolonia. Bernd und ich waren gerade dabei zu scrabblen, da kam Richi. Richi lebt auch im Wohnmobil und ist ein super netter Typ aus Deutschland. Er sieht aber mehr aus wie ein Indianer und ist in unserem Alter. Beruflich ist er Masseur. Und was für einer!! Seinen Massagestuhl hat er immer dabei und darauf durfte ich jetzt Platz nehmen. Hach, war das herrlich!!! Er knetete mich sicher 30 Minuten durch und danach kam auch Bernd noch dran. Himmlisch, sag ich euch!!! Bernd war genauso begeistert wie ich. Anschließend klönten wir noch etwas zusammen und dann verließ Richi uns ebenfalls.

Jetzt waren wir tatsächlich 2 Tage ganz alleine, bevor es zu Toni nach Conil ging. Hier wollten wir, genau wie letztes Jahr unser Mobil abstellen, weil wir ja eine Woche Teneriffa gebucht hatten. Toni war noch immer mit seiner Freundin Dalina zusammen und beide begrüßten uns freudig. Natürlich wollte Toni sofort mit Bernd jammen, aber Bernd musste erst einmal alles am Saloon erledigen. Auch ich hatte mächtig zu tun. Wäsche musste gewaschen – Wohnmobil sauber gemacht- und Koffer gepackt gepackt werden.

Beim Entsorgen gab es dann eine sehr unangenehme Überraschung!! Normalerweise ziehen wir nur an einem Hebel (Schieber)

und der Inhalt des Fäkalientanks läuft über ein Rohr nach draußen, wo wir es in einem rollbaren Behälter auffangen und dann entsorgen können.

Nicht so dieses Mal. Bernd zog den Hebel und alles quoll direkt unter dem Hebel in das Staufach. Schöne Scheisse!!!

Hinter dieser Armaturenblende liegt der 150-ltr.-Fäkalientank im Zwischenboden.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie war der Schieber anscheinend kaputt. Am Tank konnte es nicht liegen, denn dann würde es permanent rauslaufen und nicht nur bei Betätigung des Hebels. Wir waren richtiggehend verzweifelt, denn nun konnten wir unsere Toilette nicht mehr benutzen. Verdammt nochmal, reichte es denn nicht, dass unser Wasserboiler leckte??? Nun auch noch das!!! Es nützte aber nichts und vorerst mussten wir beim Machen unserer Geschäfte mit Tonis Garten und/oder seiner Toilette vorlieb nehmen. Ersteinmal konnten wir nichts tun, denn morgen ging es nach Teneriffa und Toni hatte sich netterweise bereit erklärt uns zu fahren. Fortsetztung folgt noch heute!!

Womo

Feiern in Roche

Hallihallo liebe Leser,

Ja, wir stehen noch immer in Roche und haben hier viel Spaß!

Vor einigen Tagen dachte ich so bei mir, dass es toll wäre ein paar neue Leute kennnen zu lernen. Kurzerhand schrieb ich bei der Untergruppe von Facebook, die “ Leben im Wohnmobil “ heißt folgenden Text: Ist zufällig gerade jemand in Conil? Darauf meldeten sich Alf und Martina, die  auf dem Campingplatz, nicht weit von hier standen. Sie waren gerade aus Marokko zurückgekehrt und mussten mal wieder Wäsche waschen. Hat ja nicht jeder eine Waschmaschine an Bord 😉  !! Ich erzählte von unserem Traumplatz hier und am nächsten Tag gegen 13Uhr waren sie da. Direkt neben uns war ein Plätzchen frei und auch sie fanden den Platz super. Es gab viel zu erzählen und es dauerte nicht lang und die ersten Bierchen standen auf dem Tisch.

Nebenbei wurde jede Menge Pina Colada getrunken und später ging es dann über zu Kurzen. Mittlerweile hatte sich auch Richi zu uns gesellt. Ein total netter Typ, den wir schon letztes Jahr zufällig bei Sarah kennengelernt hatten. Natürlich spielte Bernd Gitarre und das war so schön, dass Alf immer wieder weinen musste. Unter Schluchzen erzählte er uns, dass ihn schöne Musik nun mal sehr sentimental machen würde. Beim Spielen während des Sonnenunterganges liefen dann die Tränen in Sturzbächen über sein Gesicht und Martina streichelte beruhigend seine Hand.

Ach, es war herrlich. So herrlich, dass wir es am Folgetag beim Sonnenuntergang gleich wiederholten. Diesmal hatte Richi noch zwei weibliche Gäste dabei und auch diese beiden fanden es klasse.

Alf hat den besten Platz und geniesst den sich nähernden Sonnenuntergang.
… natürlich mit seiner Frau Martina und einem Glas Wein.

Gestern waren wir dann endlich, nach genau 14 Tagen mal wieder einkaufen. Wasser hatten wir auch gar nichts mehr und so konnten wir beides miteinander verbinden. Während Bernd Wasser bei einer Tankstelle auffüllte, stürmte ich durch den angrenzenden Supermarkt. Wie immer mehr als hektisch. Im Kopf erstellte ich den Essensplan für die gesamte nächste Woche auf und suchte mich dumm und dämlich nach den Zutaten. Endlich kam Bernd. Der packte nun seinerseits die Objekte seiner Begierde in den Einkaufswagen. Einiges, wie Erdbeeren und Joghurt hatten wir nun doppelt und Bernd brachte alles zurück. Außer bei Lidl wird hier Obst und Gemüse noch immer selbstständig abgewogen und etikettiert. Das dauert immer eine kleine Ewigkeit, zumal nicht bei jedem Artikel die Nummer angebracht ist. Leider sind auf der Waage keine Bilder und da ich nicht wusste, was Auberginen und Brokkoli auf spanisch heißt, um es auf der Waage zu finden, musste ich ständig zur Kasse laufen, wo der nette Kassierer mir dann weiterhalf. Ihr seht, unsere Spanischkenntnisse sind noch ausbaufähig. (Wieso? Das Bier (cerveza) hatte ich auch so gefunden, mußte  nicht abgewogen werden und musste auch keinen Kassierer extra konsultieren;  war ganz einfach!)   Wie dem auch sei, es dauerte mal wieder über eine Stunde bis wir alles gefunden hatten und endlich den Carrefour verlassen konnten. Ach ja, sagte ich schon, dass ich Lidl liebe???
Nun ging es endlich zurück auf unseren alten Stellplatz amAtlantik . Den hatte netterweise Wolfgang freigehalten. Wolfgang war mit seiner Frau Dorit ebenfalls mit einem Concorde hier. Allerdings wollten die Beiden heute abreisen und hatten uns schon gestern angeboten, sich zwecks Freihaltung auf unseren Platz zu stellen, währendwir Einkaufen fahren. Das war wirklich supernett, denn wir lieben unseren Platz doch sehr. Nachdem wir uns überschwenglich bei den beiden bedankt hatten, verließen sie uns und fuhren von dannen.

Noch einmal Danke Wolfgang. Da auch er einen Concord-Charisma fährt, ist die „Standplatz-Freihalte-Tauschaktion“ wahrscheinlich niemandem aufgefallen!?

In den vergangenen Tagen war ich jeden Tag unten am Strand und habe Unmengen von Muscheln gesammelt. Die kann meine Schwester gut als Deko für ihr Hotel in Emden gebrauchen und so habe ich auch etwas zu tun. Blöderweise bekomme ich aber immer schon nach extrem kurzer Zeit beim Laufen im Sand unheimliche Schmerzen. Das fühlt sich jedes Mal an wie ein Krampf kurz über dem Hintern an. Keine Ahnung was das ist, aber es tut echt höllisch weh und so hält sich mein Bewegungsdrang doch sehr in Grenzen. Die Muscheln habe ich vorerst vor unserem Saloon plaziert. Das hat jetzt richtig etwas von einer persönlichen Note und sieht klasse aus. Wenn wir abfahren sammele ich sie wieder ein.

Das Wetter in den letzten Tagen ist irre. Es ist extrem warm und verleitet zum Schwimmen.

Zwischendurch war es heute plötzlich für ca. 2 Stunden total diesig. Aus Afrika kam hiermit jede Menge feiner Sand mit rübergeweht.

Leider sind die Wellen aber augenblicklich so hoch, dass wir uns nicht trauen. Dass das Wasser nur 15 Grad hat, würde mir nichts ausmachen, aber vor den Wellen habe ich echt Schiss. Die Nächte sind mit 4 Grad sehr kalt. Nächste Woche sind wir ja auf Teneriffa, da klappt es dann auch mit dem Schwimmen.

Ja, was gibt es noch von der Woche zu berichten??? Jürg war öfter da und brachte immer etwas zum Kochen mit. Das war natürlich prima, denn sonst hätten wir schon viel eher einkaufen müssen. Ich kochte dann nach seinen Anweisungen und wir aßen immer alle zusammen. Auch Sarah, Alex und die Kinder waren einmal da. Zum Glück hatten wir noch Spagetti Bolonese, die wir dann aber sehr strecken mussten, damit alle satt wurden.

Ach ja, zu dem Flüchtlingsboot noch ein paar Sätze. Wie Alex uns sagte, war es gar kein Flüchtlingsboot, denn die würden immer mit Holzbooten kommen. Seiner Meinung nach, war es ein Drogenboot. Das erklärt auch die Unmengen an Benzin an Bord, denn wenn die Polizei hinter ihnen her ist, müssen sie schnell weg sein und immer wieder nachtanken. Ich bin echt überrascht, wieviel man mit Drogen verdient. Da lässt man sogar ein Boot zurück. Von den Unmengen Benzin ganz zu schweigen. Muss eine ordentliche Gewinnspanne sein!!!

Unsere Heizung leckt

Schon vor Wochen war immer mal wieder Wasser im Mobil. Das veranlasste Bernd dem auf den Grund zu gehen. Zuerst dachten wir, dass, wenn es unter unserem PVC-Fussboden feucht war, dass es sich um Schwitzwasser handele. Leider war dann aber auch hinter unseren Küchenschränken alles etwas nass, was Bernd beim ausbauen eben dieser mit Erschrecken feststellte. Nun musste das Leck gefunden werden. Als einzigen Anhaltspunkt hatte Bernd, dass es sich um Frischwasser handelte und keineswegs um Brauchwasser oder Schlimmeres. Das war aber nur eine kleine Hilfe und Bernd war lange Zeit ratlos, obgleich er sich täglich auf die Suche machte und sich den Kopf zerbrach. Bernd machte richtiggehend eine Projektarbeit daraus, baute das halbe Wohnmobil auseinander, forschte im Internet und fragte unzählige Leute. Man sieht, der alte Ingenieur kam wieder durch. Schlussendlich war all seine Arbeit von Erfolg gekrönt und er fand das Leck. Hier lass ich mal Platz, damit Bernd es genau beschreiben kann.

Jürg ist auch da … schaut etwas ratlos ?! 🙂
Quelle der Ursache ist direkt der kombinierte Heizung-Warmwasserbereiter ALDE Compact 3000 (16 Jahre alt) und keine undichten Warm- oder Kaltwasserleitungen. Im äußeren Stahl-Mantel der Anlage (Beuler) , in dem das Warmwasser (ca. 8,5 ltr.) sich befindet muß es ein kleines Leck geben. 

Ein Anruf von Bernd bei der Firma Alde, dem Hersteller unserer Heizung, war schnell gemacht. Das Ergebnis allerdings war niederschmetternd. Laut deren Aussage war unsere Heizung nun ein Totalschaden. Kostenpunkt 3200 Euro zuzüglich Einbau!!!!!! Wegen eines Lochs!!!! Wir werden uns jetzt auf die Suche nach fähigen Mechanikern in Spanien machen, die hoffentlich in der Lage sind, es zu schweißen. Was die Sache erschwert ist, dass diese sich auch mit der Gaszufuhr auskennen müssen. Naja, schauen wir mal. Drückt uns bitte die Daumen.

Auch heute, am Freitag stehen die Werkzeugkoffer wieder vorm Saloon. Heute wurde aber auch dem Nachbarn geholfen und bei uns Kleinigkeiten erledigt (z.B. in der Dusche das Eckwandprofil demontiert und die lose Duschwandarmatur neu eingedichtet/befestigt)
Super, Alf ist ja ein „echter“ von der Pike an gelernter Elektriker. Da kann er ja mal gucken und messen, ob an dem alten Markisenmotor noch Spannung anliegt und ich hier meine LED-Aussenbeleuchtung eventuell anklemmen kann.

Heute kommen abermals Alex, Sarah und die Kinder und Jürg sicher auch. Das heißt, wir werden hier wieder mächtig Remmidemmi haben. Am Sonntag feiern wir hier dann alle meinen Geburtstag. Ihr seid alle herzlichst eingeladen!

Es muss nicht immer Concorde sein?! So gehts auch. Diese lieben Nachbarn aus Tschechien sind „direkt“ neben uns mit ihren Campervans. In dem blauen Van reisen: 2 Erwachsene, 2 kleine Kinder und 2 große Hunde !!!! Da fühlen wir uns mit unseren 20 qm schon wieder wie Großgrundbesitzer 🙂

Ihr seht, wenn die anstehenden Reparaturen nicht wären, wären wir wunschlos glücklich. So, ihr Lieben, lasst es euch gutgehen. Bis demnächst!!

Zum Schluß natürlich noch unser heutiger Sonnenuntergang:

 

Womo

Ein Schiff wird kommen……… Sturm!!! – 01.02.2019

Schon gestern hatte es den ganzen Tag immer mal wieder geregnet und es war recht ungemütlich. Eine gute Gelegenheit einmal alle Küchenschränke aufzuräumen und zu säubern. Dabei stellte ich fest, dass im linken Schrank über dem Herd, 2 Borten übereinander lagen. Komisch, dass war mir vorher noch nie aufgefallen. Es musste doch eine Bedeutung haben? Und tatsächlich stellte ich fest, dass es Halterungen in der Mitte des Schrankes gab, wo das Brett exakt draufpasste. Nun hatten wir ein Staufach mehr. Welch ein Luxus!!! Grund genug alles umzusortieren. Es ist schon wirklich erstaunlich, wie sich der Begriff von Luxus verschiebt, wenn man im Womo lebt. Meine Freude über das zusätzliche Fach ist wahrscheinlich zu vergleichen, mit jemanden, der über Nacht wie durch ein Wunder,ein zusätzliches Zimmer in seiner Wohnung entdeckt.
Da wir kein bißchen Datenvolumen mehr hatten, zog sich der Tag ziemlich in die Länge. Am Nachmittag bekamen wir dann unverhofften Besuch von Jürg. Netterweise wollte er uns zum Essen einladen, aber Bernd wollte nach der vergangenen Einbruchserie hier in Roche unter keinen Umständen unseren Saloon aus den Augen lassen. Schade, denn ich hatte so richtig Apettit auf ein Kotelett mit Pommes. Da wir alle hungrig waren, machte ich uns ein paar Burger. Die waren auch ganz lecker und erfüllten ihren Zweck.
Nach dem Essen verabschiedete sich Jürg und da mir langweilig war, stellte ich den Fernseher an. Leider war es nur ein kurzes Vergnügen, denn schon bald kam ein ordentlicher Wind auf. Wir fuhren die Antenne wieder runter und Bernd kletterte aufs Dach, um sie festzubinden. Keinen Moment zu früh, denn jetzt fing es ordentlich an zu stürmen. Das Wohnmobil schaukelte hin und her und es dauerte nicht mehr lang, da gesellte sich zu dem Wind der Regen dazu. Der Himmel öffnete seine Schleusen und im Nu stand der ganze Platz unter Wasser. Der lehmige Boden verwandelte sich in unzählige reißende Bäche. Ein Blick auf den Wetterradar bestätigte unsere Befürchtung, dass sich ein ordentlicher Sturm ankündigte. Noch aber, hielt er sich in Grenzen. Wir (Ines) stellten fest, dass es ziemlich öde ist, bei schlechtem Wetter ohne TV und PC und waren froh, als es endlich 23 Uhr war und wir ins Bett konnten.

Ach Ines, ohne PC und TV bisst Du doch sogar richtig kreativ geworden und hast aus altem Kerzenwachs neue Kerzen hergestellt. Leider hat das mit den selbstgebastelten Dochten nicht wirklich funktioniert und so wanderte zum Schluß doch alles wieder in den Müll. Aber ein Versuch war es wert und es hat Ines anscheinend sogar Spass gemacht!

Der Sturm nahm immer mehr an Fahrt auf und so war an Schlaf kaum zu denken. Auch war es merkwürdigerweise ziemlich warm im Saloon und wir schwitzen doch sehr. Fenster öffnen??? Das war nicht mehr möglich. Ein kaputtes Fenster reichte uns.
Ich war wirklich froh, als die Nacht vorbei war. Von dem ewigen Gewackel war ich schon fast seekrank und der Regen prasselte dermaßen aufs Dach, dass innen ein Höllenlärm herrschte. Endlich konnte ich aufstehen und weil es heute neues Datenvolumen gab, spielte ich ausgibieg Karten im Internet. Gegen halb 9 stand Bernd auf. Auch er hatte schlecht geschlafen und iskierte erst einmal einen Blick aus dem Schlafzimmerfenster zum Strand. Dabei bemerkte er dort ein großes Schlauchboot, mutterseelenallein im Sand vor der stürmischen Brandung des Atlantiks.

Da es so stark regnete, konnte man kaum ein klares Bild erkennen!

Sofort war uns klar, dass Flüchtlinge damit unterwegs gewesen sein mussten. Das wollte ich mir doch mal genauer ansehen und ich wagte mich nach draußen, wo noch immer der gewaltige Sturm und Regen tobte. Der Weg runter zum Strand war total matschig und mehr als einmal konnte ich so gerade eben einen Sturz vermeiden. Nun war ich unten angekommen und sah im Sand etwas Schwarzes liegen. Hoffentlich keine Leiche, dachte ich. Zum Glück war es nur eine große Plane. Bei dem Schlauchboot angekommen, es war
ca. 5 Meter lang und hatte ein großes Loch auf einer Seite, stellte ich fest, dass kein Mensch an Bord war. Dafür aber 17 große Kanister, welche randvoll mit Benzin waren. Das Boot hatte einen Außenbordmotor, wie ich sogleich feststellte. Hoffentlich hatten die Menschen überlebt! Wie verzweifelt muss man sein, wenn man sich bei diesem Sturm, bei diesen Wellen in dieser Nussschale auf den Weg von Afrika hier rüber macht?? Ich sah mich um, konnte aber niemanden entdecken und kämpfte mich zurück zum Mobil. Dort wartete draussen im Regen schon Bernd voller Spannung. Ich berichtete ihm alles und wir entschieden zusammen, sofort bei der Polizei anzurufen. Bald würde nämlich die Flut kommen und das Boot mit all dem Benzin im Meer landen. Welch eine Umweltsauerei. Vorher hätte ich gerne noch den ein oder anderen Kanister hochgeschleppt, aber mit Bernd kann man so etwas nicht machen und mir waren sie zu schwer. (was sollen wir mit dem Benzin? – wenn es dann überhaupt Benzin ist?! Wir fahren Diesel und ich habe nur Platz für unseren einen 5-ltr. Benzinkanister für unseren Stromgenerator) Die Polizistin, die ich an der Strippe hatte  verstand nur Bahnhof, egal ob ich englisch oder spanisch sprach und ich reichte den Hörer weiter an Bernd. Der verzweifelte auch fast, aber am Ende hatte sie endlich alles verstanden.

Schon 3 Minuten später wimmelte es hier nur so von Polizisten. Insgesammt waren 9 Guardia Civil Beamte in 4 Polizeiautos hier.

Auch sie kämpften sich runter zum Strand. Mittlerweile hatte aber zumindest der Regen aufgehört. Ein Blick aus dem Fenster und ich sah, dass auch Bernd unten am Strand stand. Das sah sehr sehr lustig aus. Blaue Latschen, Unterhose und darüber seine rote Regen-Jacke. Langsam wird er mir immer ähnlicher, dachte ich noch so bei mir, als ich sah, dass er mitten zwischen dem ganzen Polizeiaufgebot jede Menge Fotos schoss. Das hätte ich mich ja nun nicht getraut, aber er wollte halt, dass ihr liebe Leser alles hautnah miterleben könnt.

Mittlerweile hatten sich direkt vor unserem Saloon noch mehr Polizisten versammelt. Die Kanister wurden hochgeschleppt, aber zuvor hatte ein Zivilist mit Hund tatsächlich einen Kanister mitgehen lassen. Ist das eigentlich Diebstahl oder Fundsache? Nun wurde noch der Motor ausgebaut, das Boot zerstochen und der Spuk war beendet. Mittlerweile hatten sich auch andere Wohnmobilisten hier versammelt und einer meinte, dass weil noch soviel Benzin an Bord war, die Leute bei dem Wellengang in der vergangenen Nacht sicher aus dem Boot gefallen wären. Wir hoffen, dass sie nur wegen des Windes noch so viel übrig hatten und eher als gedacht am Ziel waren!  Jetzt wo ich dieses schreibe, kommt gerade ein „Schaufeltrecker“ (  :-), ich weiss auch nicht, wie das Gerät wirklich heisst… halt eine Multi-Radlader …  aber seht selbst anhand der Fotos) , um die „Bootreste“ vom Strand zu holen. Keinen Augenblick zu früh, denn es liegt mittlerweile schon im Wasser und droht jeden Moment rausgezogen zu werden.

Der Trecker kann es gerade so und nach mehrmaligen Versuchen mit Mühe und Not auf die Schaufel bekommen und fährt dann hoch zu unserem Stellplatz, wo er die Überreste in den großen Müllcontainer verfrachtet.

Da verschwinden die Reste des großen Schlauchbootes in „unseren“ Müllcontainer… und der Trecker wühlt sich durch die aufgeweichte Erde.

Nun scheint plötzlich wieder die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und es ist unvorstellbar, dass vor weniger als 2 Stunden hier noch der heftigste Sturm getobt hat. Auch das ist Spanien!

Womo

Tolle Tage mit Beate und Hans 24.01 -29.01.2019

Wir hatten eine wirklich tolle Zeit mit Beate und Hans. Bernd und ich sind uns einig, dass es mit den beiden einfach nur klasse und absolut unkompliziert war. Gestern sind die beiden weiter gefahren und wir fühlen uns jetzt etwas einsam.

Eigentlich wollten die beiden nur 2 Tage hier mit uns stehen und dann weiter zu einem Campingplatz um Strom aufzuladen. Die beiden haben nämlich nicht soviel Solar auf dem Dach wie wir und trotz Sonnenschein wird der Strom schnell knapp, weil die Druckluftmaske (oder wie heißt nochmal das Ding, mit dem Hans schläft?) enorm viel verbraucht. Wir hatten herrlichstes Wetter und an einem Tag sogar 20 Grad. Beate verwöhnte uns des öfteren mit ihrem leckeren Thunfischsalat und Bernd bekam von ihr auch immer richtigen Kaffee serviert. Nicht den Löslichen, den er sonst immer trinken muss. Eigentlich können die beiden nur 2 Tage autark stehen, aber für Notfälle hat Hans immer einen Generator dabei. Der funktionierte auch einen Abend, gab dann aber seinen Geist auf, ebenso die Fernsehantenne.

 

Der „Honda-Moppel“ tut nicht das was er soll und „unser CONCORDE-Team“ stand den Beiden gerne zur Seite 🙂

 

Diese drehte sich immer nur im Kreis und bekam keinen Sender. Erstaunlicherweise hatte Hans aber tatsächlich noch eine Ersatzschüssel mit. Diese wurde kurzerhand zwischen unsere Mobile platziert und so waren die Fernsehabende für die Beiden gerettet. Einen Ersatzgenerator hatte er allerdings nicht dabei. Das war aber nicht schlimm, denn er hatte ja uns. Kurzerhand verkabelten wir sein Wohnmobil mit unserem und Bernd schmiss unseren Benzin-Stromgenerator an. Nach 3 Stunden gleichmäßigen Getuckere waren seine Batterien nun so voll, dass es für 2 weitere Tage reichte.

Stromversorgung läuft und Hans und „Lady“ haben sich eine Pause verdient!

Wir vier verstanden uns wirklich ausnehmend gut und als der Abschied gestern heranrückte, kullerten Beate die Tränen nur so über das Gesicht. Auch meine Augen waren kurz vorm Überlaufen und immer wieder drückten wir uns. Jetzt wurde es ernst. Schnell wurde noch ein Abschiedsgruppenselfie gemacht

und die Beiden rollten von dannen.

Auf Wiedersehen und Ines „läuft“ ein Stückchen mit!
Hasta pronto nuestros amigos!

Beate winkte mit einem Tuch aus dem Beifahrerfenster, ich rannte noch ein paar Schritte hinterher und weg waren sie. Vorraussichtlich werden wir sie aber im Juli oder August wiedersehen. Da spielt Bernd in Westerstede bei “ Westerstede a la carte“ und in Emden bei “ Emden a la carte“ und die beiden wollen mit dem Motorrad kommen und uns besuchen. Darauf freuen wir uns schon heute!!!

Neuer Besuch …

Kaum waren die beiden weg, bezog es sich. Bernd und ich spielten noch eine Runde Srabble. Danach machte ich das Wohnmobil picobello sauber und Bernd eine Fahradtour. Als er wiederkam, kam Cornelia und lud uns zum Lasagneessen ein. Sie war gestern mit ihrem Mann Andreas von den Kanaren wiedergekommen, wo sie 3 Monate verbracht hatten. Wir hatten die 2 schon im letzten Jahr kennengelernt und sie kurz vor ihre Abreise zu den Kanaren in diesem Jahr wiedergetroffen.

Pünktlich um 18 Uhr 30 standen sie mit einer großen Auflaufform und einen Kochtopf voller Sangria vor unserem Saloon. Da unser Wohnmobil mehr Sitzplätze bietet als deren, war abgemacht, bei uns zu essen. Die Lasagne schmeckte köstlich und der Sangria ebenfalls. Wir aßen bis zum letzten Krümel alles auf und waren danach pappsatt. Nachdem wir den ganzen Pott Sangria intus hatten wechselten wir auf härtere Geschütze.

Nach der köstlichen Lasagne ging es mit vollem Magen gemütlich weiter in unserem Saloon.

Die beiden entschieden sich für Rum-Cola und Bernd und ich hielten uns an Whiskey, ebenfalls mit Cola. Sie berichteten über ihre Erlebnisse auf den Kanaren, speziell über Lanzarote und Fuerte Fentura. Das war natürlich für uns sehr interessant, da wir andenken, im kommenden Winter auf Gran Canaria zu überwintern. Die beiden waren sich allerdings einig, dass nicht zu wiederholen.

Am 15ten Februar fliegen Bernd und ich nach Teneriffa. ( Ich habe schon jetzt Schiss vor dem Flug) In erster Linie, um unseren Freund Emilio endlich einmal wieder zu sehen, aber auch um zu erfahren, ob es Möglichkeiten gibt, dort mit dem Wohnmobil zu stehen. Falls ja, wird Bernd dort die Kneipen und Bars abklappern, um Gigs für 2020 zu bekommen, denn die Überfahrt dahin ist schweineteuer und muss irgendwie kompensiert/finanziert werden. Schaun wir mal. Nach einem netten Abend machten sich Cornelia und Andreas auf den Heimweg. Dieser Weg belief sich auf ungefähr 8 Meter. Hoffe sie sind gesund zuhause angekommen;-).
Bernd und ich kümmerten uns dann gemeinsam um den Abwasch und sahen noch 2 Folgen unserer Netflixserie. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen lieben Sohn David, über deren Account wir gucken dürfen. Der ist übrigens gerade in Vietnam, bevor es weiter nach Thailand geht. Ich wünsch Dir ganz viel Spass dort!! Komm gesund wieder!!!

Apros po gesund! Mein (Bernds) Frühstück besteht jeden zweiten Morgen aus so einer Schüssel mit: Obst (hier Orange und Weintrauben), Nüssen, Haferflocken, Cornflakes, Griechischer Naturjoghurt und Milch. Daneben natürlich ein leckerer Kaffee und danach …. mit Genuss die Morgenzigarette.

Jetzt am Mittwoch, wo ich dieses schreibe, ist der Himmel komplett bewölkt und es soll immer mal wieder regnen. Dieses Wetter soll uns jetzt 3 Tage begleiten, bevor es wieder aufwärts geht. Eine gute Gelegenheit für Bernd, etwas im Wohnmobil zu reparieren und dann ausgiebig spanisch zu lernen. Gerade eben haben sich Cornelia und Andreas verabschiedet. Für sie geht es jetzt weiter Richtung Mittelmeer. Da wir uns jetzt schon 3 Mal zufällig getroffen haben, sind wir sicher wir werden uns wiedersehen!! Gute Reise, bis zum nächsten Jahr!!

Womo

Mal wieder in El Soto 16.01. 2019 bis -24.01.2019

Ja, liebe Leser, seit einigen Tagen sind wir wieder bei unseren besten Freunden in El Soto. Hier gibt es ja immer viel zu tun und so kann keine Langeweile aufkommen. Bernd hat mit Alex das „Eier-Lege-Haus“ für die Hühner gebaut.

Am Anfang steht für den Ingenieur (a.D.) die Planung auf dem Papier und daraus wird dann der Einkaufszettel für den Baumarkt erstellt.

Der Stall war ja schon fertig. Hühner brauchen angeblich zwingend ein Haus zum Wohlfühlen und Eierlegen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Und nun heißt es für die Hühner wachsen, vermehren und Eier legen, damit „irgendwann“ die Investitions- und Arbeitskosten wieder raus sind (Return of invest)! 🙂 … ob ich dann noch lebe??

Das zweite kleine Häuschen haben wir dann auf diesen Baumstumpf angebracht! Ist schon fast ein Kunstwerk.
Ein Blick in das „Ein-Zimmer-Appartement“ durch die „Eierentnahmeklappe“

Heute wollen  die Beiden die Toilettenhäuschen in Angriff nehmen. Auf dem Stellplatz hier sollen nämlich noch Toiletten, eigens für die Camper, aufgestellt werden. Welch ein Luxus!!! Überhaupt solltet ihr hier mal vorbeikommen, es ist wirklich ein Traum. Egal ob mit Bulli oder Wohnmobil, hier werdet ihr euch wohlfühlen. An alle, die weder das eine noch das andere besitzen, sei gesagt, dass es hier auch tolle Ferienwohnungen zu mieten gibt. Das Meer ist zwar 15 Minuten entfernt, aber hier gibt es einen Pool und zum Relaxen eine Liegewiese. Kinder und Hunde sind willkommen!!! Schreibt einfach eine mail, ich rücke dann die Kontaktdaten raus und Sarah macht euch einen guten Preis!!! Bilder gibt es jaschon zuhauf in unseren vorherigen Berichten, da will ich den Bernd, der übrigens noch immer pennt, ausnahmsweise nicht mit belasten. ( Er ist für das Fotografieren, Ablegen, Ordnen, Hochladen und Kommentierung der Fotos zuständig).

Ach ja, Tischtennis-, Basketball- und Fußballspielen könnt ihr hier ebensogut machen, wie ausgedehnte Spaziergänge in der schönen Natur. Ansonsten ist hier der absolut traumhafte Platz, um die Seele baumeln zu lassen.  Beim Geklappere der zahlreichen Störche, Beobachten der Geier und Adler, kommen auch Vogelliebhaber auf ihre Kosten. Natur pur halt!!! Falls ihr Kinder habt, sind sie bei dem zweifachen Vater Alex sehr gut aufgehoben. Ihm fehlt nämlich ständig jemand, der mit ihm Fußball, Basketball oder Tischtennis spielt. Habt ihr keine Kinder, möchtet aber welche, seit ihr hier ebenso richtig, denn die Störche machen es möglich!! Aber Vorsicht, es können leicht Zwillinge dabei rauskommen!! (Übrigens; wir sind jetzt 1,5 Jahre unterwegs und in dieser Zeit sind nun schon 4 Pärchen, die wir unterwegs kennengelernt haben, schwanger geworden!!! … aber ich habe da nichts mit zu tun!!   🙂  )
Apropos Zwillinge. Unsere Beiden, beziehungsweise, die von Alex und Sarah sind schon wieder krass gewachsen und haben einen enormen Sprung gemacht. So können sie jetzt richtig schön lachen, ihre Köpfchen halten und erzählen. Bernd und ich sind immer ganz hin und weg. Mittlerweile werden auch die Nächte entspannter und Sarah und Alex wandeln nicht mehr wie die Zombies durch die Gegend. Die Koliken werden auch weniger und die beiden sind wirklich meist sehr entspannt (Also Ines schreibt/meint auch hier die beiden Babys!). Was nicht heißen soll,dass sie nicht auch richtig schreien können. Mittlerweile sind sie fast 3 Monate alt. Junge, Junge, wie die Zeit vergeht!!

Vor einigen Tagen hatte Jürg uns zu seinem Geburtstag, ins Restaurant auf seinem Campingplatz nach Conil, eingeladen. Natürlich durften Tiago und Emilio auch mit. Emilio hat die ganze Zeit geschlafen. Tiago hingegen war topfit und fühlte sich auf Papas Schoß pudelwohl. Die frisch gebackene Mama durfte mal so richtig einen trinken und konnte sich später nicht mehr an die Rückfahrt erinnern. Hihihi!!! Der Geburtstag von Jürg war klasse.

Das Geburtstagskind grüßt in die Kamera. Alles Gute Jürg und nochmal Danke für den tollen Abend und das tolle Essen.

Während wir uns den Bauch vollschlugen, tanzte pausenlos eine Gruppe von älteren Campingplatzgästen aus England „Linedance“. (Sorry, aber mich erinnerte es manchmal an eine Staffel von: „The Walking Dead“; nicht aufgrund des Alters der lieben Leute, sondern aufgrund der „Körpersprache beim Line-walken“ 🙂  )
Es war richtig schwer, sie dazu zu bewegen mal eine Pause einzulegen, damit Bernd Jürg ein kleines Ständchen geben konnte. Gerade als wir loswollten, klappte es dann doch noch, sehr zu Alex Mißfallen. Dieser wollte nämlich unbedingt nach Hause, war er doch schon längst über seine Bettzeit hinaus. Es war mittlerweile schon 22 Uhr 30 und Alex legt sehr großen Wert darauf, um 21 Uhr in der Falle zu liegen. Aus diesem Grund spielte Bernd auch nur 3 kurze Lieder, bei denen Sarah und ich ausgelassen mittanzten. Nein, ich hatte keinen Alkohol getrunken, ich bin auch ohne hemmungslos! Als Bernd geendet hatte, klatschte das gesammte Restaurant Beifall und Bernd packte eiligst die Gitarre wieder ein. Nun ging es zügig zum Auto. Den Kinderwagen verstauen, die Kinder anschnallen war eins und los ging die Fahrt. Keine 20 Minuten später waren wir wohlbehalten zuhause, sahen noch einen Film und schliefen dann recht schnell ein.

Dieses Jahr wird mein „All-Terrain-bike“ 30 Jahre alt !! Heute habe ich die Lackierung etwas aufgefrischt mit der Lack-Sprühdose. I love my bike und es funktioniert noch alles, wie am ersten Tag! Qualität von der Bremer-Fahrradmanufaktur.

20.01.2019

Gestern hat es das erste Mal seit Ewigkeiten geregnet und auch heute ist das Wetter nicht wirklich besser. Uns stört es aber nicht wirklich, denn wir haben immer genug zu tun. Ich werde heute wieder einmal ausgiebig für alle Mann kochen. Vorgestern war mir mein Schweinebraten ärgerlicherweise etwas angebrannt. Zum Glück konnte man ihn aber noch essen. Das galt nicht für den Reis, den ich vor einigen Tagen in Punta Paloma im Saloon gemacht hatte. Meine Idee, diesen schon einmal aufzusetzten, während ich dann zu Bernd zum Strand ging, war nicht so gut. Zwar dachte ich pausenlos an ihn, aber kam nicht auf die Idee, dass er so schnell fertig sein würde (hier bin jetzt nicht ich, sondern der Reis gemeint 🙂  !! ). Naja, ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich auch nicht zu Uhr gesehen hatte. Jedenfalls, als ich zurück beim Mobil war, hörte ich schon von draußen den Feuermelder heulen. Ich riss die Tür auf und schwarze, stinkende Qualmwolken kamen mir entgegen. Hustend kämpfte ich mich zu dem angebrannten Topf mit dem verkohlten Reis und stellte schnell die Gasflamme aus. Nun kam auch Bernd angerannt. Er hatte jetzt ebenfalls den Feuermelder gehört und bekam fast einen Nervenzusammenbruch. Puh, da musste ich mir mal wieder so eine richtig schöne Gardinenpredigt anhören. Diese war lang, laut und ausdauernd (und hat hoffentlich seine Wirkung für die nächsten Jahre… wir wollen ja nicht, dass wir über einen brennenden Saloon schreiben müssen!) Naja, passiert mir nicht wieder, hoffe ich.
Zu meiner eigenen Verwunderung, bekam ich den Topf nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich wieder sauber. Es lebe der Stahlschwamm!!!!!

So liebe Leute, das wars erstmal für heute. Wie immer wünsche ich Euch einen tollen Tag!!!

20.01.2019  Hans & Beate kommen uns in El Soto besuchen

Heute hatte ich mal wieder Curryhuhn gekocht und pünktlich zum Essen kamen auch Hans und Beate dazu. Die beiden hatten wir ja schon in La Linea, kurz vor Gibraltar getroffen und einen sehr harmonischen Nachmittag gemeinsam dort verbracht. Für alle, die nicht so regelmäßig den Blog lesen sei gesagt, dass wir vor ziemlich genau 2 Jahren unser geliebtes Womo von den beiden gekauft hatten.

Das Nachfolger-Wohnmobil von Beate & Hans mit der als Sonderkonstruktion angefertigten Plattform für Moped und Fahrräder!

Wir aßen alle gemeinsam im Wintergarten von Alex und Sarah und wie immer gab es viel zu erzählen. Hans und Beate hatten sich entschlossen mit uns noch einige Tage auf der Finca zu bleiben und dann wollten wir mit ihnen nach Roche fahren. Da sie in den vergangenes Wochen fast immer nur auf Camping- oder Stellplätzen genächtigt hatten, wollten wir ihnen unbedingt zeigen, um wieviel schöner es doch hier direkt am Wasser war.

Zuvor hatten wir auf der Finca aber noch gut zu tun. Bernd hatte nämlich versprochen, noch die beiden Holzhütten (1 x Toilettenhäuschen für den Stellplatz und 1 x Gerätehäuschen am Pool) mit Alex aufzubauen. Ein Mann, ein Wort und da Alex zum Zahnarzt und einkaufen musste, fing Bernd schon alleine an:  Pakete auspacken, einen provisorischen Boden einrichten, die ersten Seitenwände aufstellen und im Vorweg die „unzähligen Schrauben“, welche die Chinesen zusammen in einer Tüte gepackt hatten, nach Größe zu sortieren.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Häuschen schon fast fertig und es sind noch soooo viele Schrauben übrig!

Gefühlsmäßig dauerte es etliche Stunden und ich darf jetzt schon verraten, dass zum Schluss etliche Schrauben  übrig blieben (Chinesen können nicht zählen, oder hatten ne`andere Bauanleitung !?) .
Als Alex dann wiederkam machten sich die beiden bis zum Einbruch der Dunkelheit weiter an die Arbeit.

Alex beim Posen! So macht die Arbeit zusammen richtig Spass!!

Nun stand das Häuschen, allerdings fehlte noch der die Dachpappe.

Zum Glück musste ich nicht kochen, denn wir hatten noch genug von gestern übrig. Hans und Beate machten sich einen gemütlichen Tag auf ihren Liegen. Die Ruhe wurde allerdings durch das ständige Schrauben und Hämmern an der Hütte empfindlich gestört. Die Beiden beschwerten sich aber nicht und sahen verzückt den Störchen zu, die die ganze Zeit über unsere Köpfe kreisten.

Wie süß! Pauli sitzt vor unserem neu errichteten Paletten-Zaun und plaudert mit den Caballos des Nachbarn!

Auch Lady, die Hündin der beiden hatte einen schönen Tag. Sarahs Hund Pauli und sie hatten sich angefreundet und tobten den ganzen Tag, wie die Verrückten über die Wiese. Damit war allerdings am nächsten Tag Schluss, denn Pauli und Lady waren sehr zu Beates Mißfallen in den Pool gesprungen und zwar unmittelbar vor der geplanten Radtour. Diese fiel nun für Beate aus, denn der Hund sah aus wie ein Schwein und musste ersteinmal geduscht, dann gefönt und anschließend gekämmt werden. Das dauerte fast 3 Stunden und Beate war bedient  :-). Hans machte sich allein auf die Socken. Ich ging immer mal wieder zu Sarah, um bei der Fütterung von Tiago und Emilio zu helfen, denn alleine mit zweien ist es schon ziemlich hart.

21.01.2019

Schon früh am Morgen wartete Pauli auf der Stufe vorm Wohnmobil von Hans und Beate auf Lady. Beate aber blieb hart und Pauli trollte sich irgendwann, nicht ohne jedoch immer mal wieder vorbei zu gucken, ob Beate sich es nicht doch anders überlegt hätte. Bernd machte sich an die Arbeit die Dachpappe auf das Häuschen zu bekommen.

Das war allein gar nicht so einfach. Sarah und Alex hatten sich nämlich abgeseilt (vor der Arbeit gedrückt ?). Sie mussten zum Baumarkt und auch noch andere Dinge erledigen. Die Kinder bekam ich auf“s Auge gedrückt. Ich sag euch!!!! Es war wirklich anstrengend, zumal ich gleichzeitig die Vorbereitungen fürs Essen erledigen wollte. Einer schrie immer und mit schlafen war es gar nichts. Pausenlos trug ich mal den einen, mal den anderen durch die Gegend, fütterte, wickelte und bespasste. Irgendwie gelang es mir dann aber doch in den 5 Stunden, die ich bei den Kindern verbrachte, das Nudelgericht fertig zu stellen. Gerade als ich die Auflaufschüsseln in den Backofen stellen wollte, um den Käse zu überbacken, rief Alex an und teilte mit, dass sie bald da seien, aber noch kein Hunger hätten, da sie unterwegs gegesssen hatten. Na Toll, dachte ich 🙁 . Endlich kamen sie wieder und ich überreichte die gerade mal wieder gefütterten und frisch gewickelten Kinder, schnappte mir eine der Auflaufformen und nahm sie mit zum Saloon. Dort ging der Auflauf noch einmal in den Backofen, während ich den Tisch deckte. Als alles fertig war, sagte ich Hans und Beate Bescheid und gemeinsam aßen wir in unserem Mobil.

Wer hat denn die Planung für das Toilettenhäuschen gemacht?? Na gut, im Sitzen könnte ich dort auch später pinkeln und mir dann immer gehörig den Kopf stossen. Halt die Probleme von 2-m-Menschen.

Irgendwie hatte ich aber wohl viel zu viel gemacht, denn Bernd hatte für die nächsten 4 Tage noch genügend. Wir unterhielten uns mal wieder prächtig und nachdem sie gegangen waren, bereiteten Bernd und ich uns körperlich und seelisch auf eine weitere Nacht mit den Kindern vor. Die wurden uns dann um 21 Uhr gebracht. Da beide schliefen (Ruhe vor dem Sturm), ließ Bernd das Hubbett runter und wir legten dort beide  vorsichtig ab. Um 22:30 Uhr gab es dann für beide ein Fläschchen. Anschließend schliefen sie sofort wieder ein und ich auch.
Damit ich etwas weiterschlafen konnte, legte Bernd sich auf die Sitz-Bank. Dort würde er die Kinder besser hören, meinte er. Angedacht war, dass Bernd, wie immer mit Tiago im Hubbett schlafen sollte und ich mit Emilio in unserem Bett. Da Bernd aber Angst hatte, dass Emilio wach werden würde, wenn er ihn zu mir brächte, ließ er ihn erstmal bei seinem Bruder. Das ging gut bis 00:45 Uhr. Dann meldete sich Emilio lautstark und wurde zu mir gebracht. Schlaftrunken fütterte ich ihn. Leider trank er nur 80 ml und mir war ziemlich klar, dass die Nacht kurz werden würde. Meine Vermutung bestätigte sich, denn um halb 3 hatte er wieder Hunger. Gegen halb 4 schliefen wir beide wieder ein, aber immer nur kurz, denn er verlor ständig seinen Schnuller. Um halb 5 dann ein riesiges Geschrei. Mit geschlossenen Augen tastete ich nach dem Schnuller und erst beim Feststellen, dass er noch in Emilios Mund war, registrierte ich, dass das Geschrei von Tiago war. Nicht meine Baustelle, dachte ich und schlief sofort wieder ein. Tiago schrie trotz Fütterung seitens Bernd noch ca. 10 Minuten wie am Spieß. Bernd legte den Schreihals auf seinen Brustkorb, wiegte ihn dabei leicht , stellte seine Ohren auf Durchzug und dann schlief Tiago auf Bernds Bauch auch wieder selig ein. Ich hörte aber von all dem nichts und konnte bis halb 6 schlafen. Dann war die Nacht für mich endgültig vorbei. (Tiago schlief aber prima durch;  bis nach 9:00 Uhr als Papa Alex die Kinder holte 🙂  … ja Ines, soooo macht man(n) das! ) Eine letzte Fütterung, dann noch  1,5 Stunden bespassen und es war vorbei. Alex holte die Kinder ab. Zwar versuchten Bernd und ich nun noch einmal einzuschlafen, aber irgendwie ging es nicht. Den ganzen Tag hing ich in den Seilen und war froh, als er vorbei war.

22.01.2019

Morgen wollten wir nun nach Roche fahren. Es wurde noch einmal gewaschen und alles sauber gemacht. Am Nachmittag tranken wir Kaffee und Tee mit Beate und Hans, gingen früh zu Bett und machten uns am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe startklar.
Gegen  10 Uhr verabschiedeneten wir uns von Sarah, Alex und den Kindern und fuhren erstmal einkaufen. Während Bernd noch tankte, schoben Beate und ich unsere Wagen zig mal durch alle Gänge und verloren uns dann aus den Augen. Nun kam auch Bernd und bekam den Auftrag seine Objekte der Begierde selber zu suchen und in den Wagen zu legen. Ich war, wie so oft, wenn es ums Einkaufen geht, im psychologischem Nebel und kurz vorm Herztod. (Leute, das müsstet ihr mal erleben … dagegen ist das Kinderhüten, inclusive Geschrei ein Kindergeburtstag!  Ich weiss nicht, wo Ines in ihren frühen Vergangenheit da ein traumatisches Erlebnis durchgemacht hat!? Ausser der Einkauf beim Lidl – wo alle Märkte gleich sind- ist es ein Graus für Ines.) Kurz bevor die Herzrhytmusstörung überhand nahm, waren wir fertig, verfrachteten alles in den Saloon und fuhren nach Roche. Hans und Beate immer hinter uns her.

10 Minuten später waren wir am Ziel und plazierten unser Wohnmobil auf  u n s e  r e n Platz.

Später wurde der Platz neben uns auch frei und Hans und Beate konnten nun direkt bei uns stehen. Das war echt klasse, denn so hatten wir von fast allen Seiten Windschutz. Das Wetter war super und Hans und Beate waren von unserem Lieblingsplatz auch total angetan. Beate machte einen leckeren Thunfischsalat, den wir uns alle schmecken ließen.

Hier sind wirschon bei Kaffee und Keksen angelangt !

Abends wurden wir dann noch zu Pute mit Gemüse und Bratkartoffeln eingeladen. Hmmmm Lecker!!! Wir verließen deren Wohnmobil, welches auch sehr schön ist( aber nicht so schön wie unseres:-)) erst, als meine Restlesss legs unerträglich wurden. Das war mal wieder ein toller Tag. Überhaupt ist es mit den beiden sehr unkompliziert!! Jeder macht sein Ding und immer mal wieder quatschen wir sehr ausgiebig.

25.01.2019

Heute war der schönste Tag seit Beginn des Winters. Die Sonne schien sagenhafte 10 Stunden und das bei 20!!!!!! Grad. Herrlich!!! Ich verbrachte den gesammten Tag in den Dünen und ging sogar ins eiskalte Meer.

Außer mir waren sogar noch 3 andere Leute drin. Es war schweinekalt. Laut App 14 Grad, aber hätte ich schätzen sollen, hätte ich auf 8 getippt. Beate und Hans machten derweil eine Radtour nach Conil und verbrachten dort einen ollen Tag. Bernd verbrachte derweil den Tag bei den Mobilen und ließ sie nicht aus den Augen. Auch lernte er sehr intensiv spanisch und düdelte auf seiner Gitarre & Blues-Harp. Das tat er auch noch, als wir alle wiederkamen und Beate und ich sangen lautstark mit. Jedenfalls die wenigen Passagen, die wir auswendig konnten.
Nach dem schönen Sonnenuntergang trennten wir uns und jeder ging in sein Mobil. Wir sahen noch einen Tatort und schliefen schnell ein.

26.01.2019

Heute wollten wir endlich mal wieder aktiv sein. Ich hatte tierische Rückenschmerzen vom Rumsitzen und wollte einen ausgedehnten Spaziergang machen. Bernd eine Mountainbiketour über den Sandstrand nach Santi Petri.

Mit dem Rad über den (fast) menschenleeren Strand … einfach klasse!
Am Playa de Barossa war richtig was los, da hier heute ein Surf-Event war.

Ziemlich zeitgleich starteten wir. Ich lief durch Roche, bog jede Stichstrasse , die zum Meer führte ab und lief sicher mehr als 10 Kilometer. Ach gab es hier tolle Häuser. Was sag ich??? Häuser??? Nein Villa!!! Und die schönsten hatten ungetrübten Blick auf den Atlantik. Traumhaft!! Jetzt um diese Jahreszeit stehen 98 Prozent leer und wenn wir reich wären, wüsste ich, wo wir irgendwann wieder sesshaft werden würden. Jaja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Irgendwann ging ich dann runter zum Strand und zurück zum Saloon. Mittlerweile hatte ich nämlich mächtig Durst und ich wollte es auch nicht übertreiben. Schließlich muss sich mein Körper ganz langsam wieder mit der Bewegung anfreunden. Nur nichts überstürzen. Zurück beim Mobil, machten Hans und Beate sich gerade startklar für eine Einkaufsradtour. Bernd war noch nicht zurück und ich holte mein Spanischheft.
Kaum hatte ich dieses aufgeschlagen, kam unser anderer Nachbar, ein Engländer und zwang mir ein Gespräch auf. Höflich wie ich bin, ging ich darauf ein und stellte mal wieder fest, dass mein englisch grottenschlecht ist, seitdem ich spanisch lerne. Der Engländer hatte einen Carthago, den er mir nun unbedingt zeigen wollte. Eigentlich halte ich ja gar nichts von Carthagos, aber dieser hier war wirklich sehr sehr schön, war 10 Jahre alt und supergünstig gewesen. Natürlich musste der Engländer nun auch unseren Concorde bewundern. Das tat er auch und endlich kam Bernd wieder. Ich sagte ihm, er müsse sich unbedingt den Carthago ansehen und mein Plan ging auf, ich hatte den Engländer jetzt von den Hacken.

Gerade wollte ich mich wieder meinem Spanisch zuwenden, da kamen Sarah, Alex und die Kinder. Die Kinder waren so lieb wie noch nie und schliefen fast die ganze Zeit. Wir spielten währenddessen Doppelkopf. Später machte die liebe Beate Salat für alle Mann. Dazu gab es Brot und Erdbeeren. Danke dir Beate!!! War wirklich lecker!!!!! Netterweise hatten sie uns auch noch ein großes Glas Nutella vom Einkaufen mitgebracht, denn dass hatten wir doch tatsächlich vergessen. E c h t e s Nutella!!!  Bernd kann sein Glück kaum fassen. Auch dafür Danke!!!
Anschließend brieten Beate und ich unser vor 3 Tagen gekauftes Fleisch auf, denn es würde nicht mehr ewig haltbar sein. Weil ich gerade so im Kochrausch war, dünstete ich auch gleich unser gesammtes Gemüse. Super, nun muss ich wieder 3 Tage nicht kochen. Das Leben könnte nicht herrlicher sein!!!

So, Leute, das wars erstmal von uns. Wie immer wünsche ich Euch einen herrlichen Tag und nun wollte doch tatsächlich der Bernd noch etwas schreiben. Na, da sind wir doch gespannt, oder?? (Habe ich Euch schon von meinen Gewichtsproblemen erzählt? Ach ja, ich habe ja keine und so gibt es von meiner Seite her nichts mehr zu Ines ausführlichen Tagesberichten -ausser Fotos mit Kommentaren- hinzuzufügen! 🙂   )

In Roche ist sooooooo viel Platz! Dieser Spanier mit seinem Bulli steht aber wohl auf „Intensiv-Kuschel-Camping“ und hat sich gestern Nacht nur ca. 30 cm neben unserem englischen Nachbarn platziert (der Wohnmobil-Busspiegel) ragt sogar über das Dach vom Bulli!) Unverständlich !!!
Womo

Punta Paloma 11.01- 14.01.2019

Guten Morgen liebe Leute!

Hier noch mal schnell ein tolles Foto, welches Anna noch per Whats-app geschickt hat und zeigt, dass wir zusammen viel Spaß in Roche hatten.

Ein cooles Werbefoto … nur die Sandalen des Cowboys passen nicht 🙂

 

Punta Paloma … wir sind mal wieder am Traumstrand mit Dünen und Berge im Hintergrund

Brrrr, ist es hier kalt!!! Es sind draußen gerade mal 4 Grad. Als ich um 5 Uhr aufstand, hatten wir eine Innenraumtemperatur von 11 Grad und ich habe mir mal den Luxus gegönnt, die Heizung anzuschmeißen. Nun haben wir wohlige 19 Grad.

Sonnenaufgang in Punta Paloma … und der Tag kann beginnen.

Vorgestern war es dermaßen windig bei 15 Grad, dass ich keinen Schritt vor die Tür gemacht habe. Ich hatte so richtig schlimm Sofa am Rücken und meine Motivation hat lediglich zum Atmen und essen gereicht und das obwohl ich laut einer alten Indianerweisheit wieder gesund bin. Diese sagt nämlich aus, dass wenn man seinen Furz wieder riechen kann, die Erkältung vorbei ist. Ich habe aber noch immer kräftigen Husten.

Gestern habe ich mich dann aber doch aufgerafft, zwar war es noch immer windig, aber strahlender Sonnenschein und so baute Bernd unsere Campingmöbel am Strand auf und wir scrabbleten.

Ja, immer ist unser Leben auch nicht so einfach und wie man sieht muß „mann“ angestrengt nachdenken!

Danach machte Bernd eine Mountain-Bike-Tour und ich holte mir unsere Strandmuschel und lernte in ihr spanisch. Das war herrlich!! Die Sonne schien mit aller Kraft rein und der Wind blieb draußen.

So kann man selbst bei 15 Grad im Bikini rumliegen. Es waren unzählige Kiter im Wasser. Die Bedingungen hier sind aber auch wirklich ideal, denn vor dem Atlantik hat sich ein riesiger See gebildet. Dieser eignet sich klasse zum kiten, denn man kann nicht aufs Meer rausgetrieben werden und es eignet sich auch für Anfänger. Überall waren die bunten Schirme zu sehen. Ein wirklich farbenfrohes Schauspiel.

Und so sieht ein Kite-Schirm aus, wenn er vorbereitet auf dem Boden liegt.

Manchmal stockte mir regelrecht der Atem, denn die Schnüre der Kiteschirme kamen sich doch verdächtig nahe. Der Wind war so stark, dass die erfahrenden Kiter sich meterhoch in die Luft tragen lassen konnten. Echt phänomenal!!

Als Bernd nach 2 Stunden wieder zurück war, hatte er über 35 Kilometer zurückgelegt.

Erst einmal ging es mitten durch die Dünen…

Auf dem Weg zum „Geierfelsen“ in Bolonia, teilweise ganz schön steile Straßen.
Und überall trifft man freilaufende Ziegen oder Kühe, etc.

Derweil schob ich mir meinen Stuhl in die Strandmuschel. Ich wollte noch eine Revanche für das vorrangegangene Scrabble-Spiel, welches ich haushoch verloren hatte und im Wind zu sitzen war mir zu kalt. Während Bernd das Spiel holte, wartete ich also in der Muschel auf ihn. Das sah wohl sehr witzig aus, denn ein Deutscher fragte mich, ob ich die Zukunft vorraussagen würde.

Ehrlich gesagt, dachte ich dasselbe, als ich dort so auf meinem Stuhl thronte. Leider hatte ich aber meine Glaskugel nicht dabei und so ging mir diese Einnahmequelle durch die Lappen.
Nach dem Spiel, welches ich tatsächlich gewann, ging Bernd zurück zum Saloon und aß den dritten Tag sein selbstgemachtes Chili-ConCarne-Nudelgericht. Für mich gab es nichts, denn ich hatte gestern ordentlich zugeschlagen, was sich auch gleich auf der scheiß Waage bemerkbar machte. Zwar bin ich jetzt in dem Alter, wo jedes Kilo mehr, weniger Falten heißt, aber ich habe lieber Falten!!! Außerdem habe ich so unglaublich Appetit auf Pizza. Ich glaube ich gönne mir heute mal eine, so ganz nach dem Motto: Lebe deinen Traum. Abnehmen kann ich ja noch immer,oder?
Bei meiner Schwester, die ja auch diverse Figurprobleme hat, wird es jetzt ernst. Sie hat sich irgendwelche Sachen für eine Stoffwechseldiät bestellt und mir netterweise angeboten, dass ich nach Abschluss ihrer Diät ihre alten Klamotten haben kann. Hm, ich glaub, ich esse doch lieber keine Pizza.

Jetzt wo ich dieses schreibe, scheint schon die Sonne ins Wohnmobil und der Wind ist endlich weg.

Ich trinke meinen Morgenkaffee im Saloon und fotografiere schon mal die Morgensonne, die uns in den nächsten Stunden wärmen wird.

 

 

 

 

 

 

 

Wir werden hier noch einen tollen Tag verbringen und dann wieder zu Sarah und Alex fahren. Wir haben die Kinder ja sooooo lange nicht gesehen und außerdem wollen Alex und Bernd noch ein Haus für den Hühnerstall bauen. Auch wollen wir endlich einmal wieder Doppelkopf spielen, sonst hat Bernd womöglich alles wieder vergessen.

Womo

Gibraltar und La Linea – 09.01.-10.01.2019

Wieder mal Zeit ein Update zu machen!

Nachdem wir Elke und Rainer verabschiedet hatten, ging es 50 Kilometer zurück nach Roche. Dort waren tatsächlich schon wieder 2 Autos aufgebrochen worden. Dank unserer Alarmanlage, die jetzt öfter im Einsatz ist, sobald wir uns auch nur ein paar Meter vom Saloon entfernen, fühlen wir uns aber sicherer.
Das Wetter war wie immer in den letzten Wochen super und Bernd und ich verbrachten unsere Zeit ausnahmslos draußen. Jedenfalls bis 18 Uhr 30. Dann geht die Sonne unter und es wird kalt.

Zurück vom Body-boarden. Hier kann man schon mal erahnen, wie dieser alte Mann dann später ohne Haare aussieht. Genau … einfach klasse 🙁

Unser Mobil ist allerdings vom Tag immer so aufgeheizt, dass wir nie die Heizung einschalten müssen. Zwischendurch bekamen wir unverhofften Besuch von Anne, Gwen,Fabi und eine weitere Freundin, die allesammt noch immer auf der Finka von Alex und Sarah zu Besuch sind und einen Ausflug in die Berge gemacht hatten. Da es für sie morgen zurück nach Deutschland ging, wollten sie sich noch von uns verabschieden. Grund genug unsere letzten Bierreserven mit ihnen zu teilen.

Anne ist Fotografin und brauchte noch ein Armmodel. Ihr Auftraggeber wollte Werbefotos von seinen Uhren und kurzerhand wurden mir diese umbebunden und fotografiert. Anne meinte nämlich, ich hätte die braunsten Arme. Zwar war ich einverstanden, aber nur unter der Bedingung wirklich nur den Arm zu fotografieren. Aus zwei Gründen. Der erste ist ja hinreichend bekannt. Der zweite war, dass ich rumlief wie Schlunz. Ich hatte nämlich noch immer mein Schlaf-T-shirt an, welches nicht das Schönste ist und zusätzlich mit Zahnpasta beklettert. Mein Arm aber konnte sich sehen lassen, denn wenn ich mit einem Körperteil zufrieden bin, ist es mein Arm. Naja, mein Unterarm! Zum Dank durfte ich eine Uhr behalten. Klasse, oder?
Bernd wurde dann noch überredet Gitarre zu spielen und das tat er auch, bis die Sonne unter- und das Bier ausging. Danach ging es für die 4 zum letzten Mal zurück zur Finca.
Wir verbrachten noch einen weiteren tollen Tag in Roche, bevor wir uns am 09.01. auf den Weg nach La Linea machten. Das ist der spanische Ort unmittelbar vor Gibralter, wo wir uns am nächsten Tag abermals mit Elke und Rainer treffen wollten.

… der Felsen von Gibraltar ist schon von weitem zu sehen.

Die waren nun mit ihrem Kreuzfahrtschiff auf dem Rückweg von den kanarischen Inseln. Ihr Schiff sollte am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe im Hafen von Gibraltar einlaufen. Nach La Linea waren es gut 120 Kilometer und diese fuhren wir doch tatsächlich in 2 Etappen. Unser Zwischenziel war Punta Paloma. Da wir spät aus Roche weggekommen waren, kamen wir dort aber erst am Abend an. Dort war es herrlich und wir beschlossen einheitlich, auf dem Rückweg abermals einen 2-Tagestopp hier einzulegen.
Jetzt mussten wir aber erst einmal weiter. Unterwegs kauften wir noch Wein, Wasser und Kuchen ein, denn in La Linea hatte sich unverhoffter Besuch angemeldet. Ehepaar Pfeiffer. Von den beiden hatten wir genau vor 2 Jahren unser geliebtes Wohnmobil gekauft. Die zwei waren zufällig ganz in der Nähe mit ihrem neuen Wohnmobil und Dank des Blogs informiert, dass wir unterwegs nach Gibralter waren. Wir freuten uns riesig, denn waren uns die beiden doch vom ersten Augenblick sehr sympathisch gewesen. Das Treffen war für 14 Uhr anberaumt worden. Zeit für uns, die wir schon um 12 Uhr vor Ort waren, noch schnell mit den Rädern nach Gibraltar zu fahren und 2 Stangen zollfreie Zigaretten zu ergattern. Gesagt, getan und los ging es.
Die Grenze lag nur 2 Kilometer vom Stellplatz entfernt und ruck zuck waren wir dort. Da Gibralter mit seinem Affenfelsen, auf den 160 Affen leben, zu England gehört, mussten wir unsere Pässe vorzeigen. Der Grenzbeamte war dermaßen freundlich und nett, dass wir ganz verdattert waren.
Nach circa 300 m führte uns unser Weg tatsächlich über das Rollfeld des Flughafens.

Mitten auf der Landebahn !! Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl.

Irre wie kurz die Landebahn hier ist und noch irrer, dass lediglich die Ampeln auf Rot geschaltet -und die Strasse gesperrt wird, wenn ein Flugzeug landet. Wir waren echt geflasht und sahen zu, dass wir dort wegkamen.

Schnell noch ein Foto vom Affenfelsen, bevor die nächste Boing 747 uns umnietet! 🙂

In Gibralter bekamen wir dann einen regelrechten Kulturschock. Hier war die Hölle los. Neben den 34000 Einwohnern waren gefühlsmäßig noch 250000 Besucher unterwegs. Die Strassen waren eng, überall gab es Baustellen, Fahradwege gab es fast keine, über die Fußwege schoben sich die Menschenmassen und es herrschte ein mordsmäßiger Verkehr. Schon nach kurzer Zeit waren wir richtig gestresst. So etwas kennen wir gar nicht mehr.

Auf Gibraltar gibt es sogar ein „World Trade Center“ !

Kurze Zeit später waren wir am hässlichen Hafen und weiter ging es in die Mainstreet. Dort schoben sich die Menschenmassen vorbei an den unzähligen Geschäften und Dutyfreeshops. Alles war very british und so gar nicht unser Ding. Der Marktplatz mit seinen zig Restaurants und hunderten von Sitzplätzen davor, war aber recht hübsch. Wir kauften die besagten Zigaretten und machten eiligst die Biege. Ohne durchsucht zu werden, passierten wir abermals die Grenze und waren endlich wieder auf spanischen Boden. Zu schade, dass wir nicht ein paar mehr Zigaretten gekauft hatten, ärgerte ich mich.
Auf dem Weg zurück zum Stellplatz, besuchten wir noch schnell einen spanischen Markt. Dort gab es schier alles. Wir aber  waren etwas in Eile, denn unser Besuch würde bald da sein. Die Zeit reichte gerade noch, um uns einen riesigen Hamburger, für sage und schreibe 2,25 Euro, einzuverleiben. Der war richtig lecker.

Während wir dort so saßen und aßen, bemerkten wir einen  dunkelhäutigen Bettler am Straßenrand sitzen. Der tat mir so leid, dass ich ihm unser restliches Kleingeld von 6 Euro gab. Selten so leuchtende Augen gesehen. Für uns heißt das 3 Tage Spagetti. Super, die bekommt auch Bernd hin und ich muss nicht kochen. Zurück beim Wohnmobil wurde schnell der Tisch gedeckt und da kam Familie Pfeiffer auch schon mit ihrem 4 räderigen Motorrad angebraust.

Ein tolles Gefährt, dieses 4-rädrige Motorrad!

Sie winkten schon von weitem, denn natürlich hatten sie ihr altes Wohnmobil sofort erkannt. Ihren Hund hatten sie auch dabei und alle 3 wurden aufs Herzlichste begrüßt. Die beiden hatten ebenfalls Kuchen mitgebracht. Wo soll das nur noch mit mir enden? Außerdem eine Flasche Sekt, mit der wir als erstes anstießen. Was gab es nicht alles zu erzählen?? Bei Kaffee, Bier und Sekt quasselten wir um die Wette. Hans und Beate hatten allerhand Interessantes zu berichten und die Stunden flogen nur so dahin.

Der Hund war total süß und benahm sich vorbildlich. Die Zeit verging wirklich viel zu schnell und es wurde schon dämmerich, als sie sich auf den Rückweg machten. Da sie aber noch bis März in Spanien unterwegs sind, hoffen wir sie noch einmal wiederzusehen. Vielleicht in Roche??? Das wäre super!!! An dieser Stelle noch einmal liebe Grüße an euch beide!!!!

Dieses Foto habe ich von unserem Stellplatz (am Stadio) aus gemacht. Am Abend und über Nacht werden die Affen – also der Affenfelsen – beleuchtet. Könnte jetzt herhalten für die Werbung von: „Schneekoppe“

Am nächsten Tag standen wir zeitig auf und machten uns wieder auf den Weg zur Grenze. Wir hatten uns mit Elke und Rainer in der Mainstreet verabredet und trafen gleichzeitig dort ein. Der Urlaub schien ihnen gut zu tun, denn sie sahen nicht mehr gar so abgekämpft aus, wie letztes Mal. Farbe hatten sie auch bekommen und fröhlich begrüßten wir uns.
Kurze Zeit später klingelte Rainers Telefon. Es war ein Mitarbeiter ihres Hotel. Dieser erklärte Rainer, dass in der Nacht zuvor im Hotel eingebrochen wurde. Unter anderem wurde auch Geld gestohlen. Merkwürdig war nur, dass es keine Einbruchsspuren gab. Blöd, denn dann zahlt in den meisten Fällen auch keine Versicherung. Wie gut, dass es aber Kameras im Hotel gibt. Rainer gab Anweisung, diese auszuwerten. Nach kurzer Zeit gab es dann Bilder von dem Einbrecher. Der kam meiner Schwester und meinen Schwager merkwürdig bekannt vor. Da er aber ein Tuch bis über die Nase geschlungen hatte, konnten sie ihn nicht mit Sicherheit erkennen. Kurze Zeit später folgten noch 2 Fotos. Dieses Mal hatte der Einbrecher, kein Tuch mehr um. Es war der ehemalige Frühstückskellner. Wie blöd muss man sein???? Der wusste doch, das es dort Kameras gibt!! Rainer rief die Polizei an und die wollten dem jungen Mann sofort einen Besuch abstatten. Tja, echt dumm gelaufen!!
Nach den etlichen Telefonaten erkundeten wir die ganze Insel. Nur zu den Affen gingen wir nicht, denn meine Schwester hatte schon einmal sehr schlechte Erfahrungen mit dieser Sorte von Tieren gemacht. Damals hatte sich ein Affe an ihrem Rucksack zu schaffen gemacht und sich an diesem festgeklammert. Es war ein harter Kampf das Tier loszuwerden. Irgendwann war es aber geschafft und Elke sehr erleichtert. Kurze Zeit später bemerkte sie einen beißenden Geruch. Der Affe hatte ihr tatsächlich auf den Rucksack geschissen. Dieser landete dann nebst Inhalt auf dem Müll. Dies alles passierte vor etlichen Jahren in irgendeinem Freizeitpark, in dem Elke, Rainer mit ihren beiden Kindern unterwegs waren. Seither mag nicht nur Elke keine Affen, sondern ihre Kinder ebenfalls nicht. Leicht traumatisiert, alle drei!!

Real british Bobbys sind hier unterwegs. Leider sehr schnell und von vorne wollten sie sich nicht fotografieren lassen.

In einem der zahlreichen Ledergeschäften probierte ich eine tolle Jacke an. Sie gefiel mir ausnehmend gut, aber der Preis von 350 Euro war wirklich etwas unverschämt. Das sah der Verkäufer ebenso, denn er ging ziemlich schnell auf 120 Euro runter. Immer noch viel Geld dachte ich und bat- mir Bedenkzeit aus und ihn darum, mir die Jacke für eine Stunde zurück zu legen.  Ich war hin- und hergerissen. Einerseits brauchte ich unbedingt eine neue Jacke, andererseits waren 120 Euro echt viel Geld. Eigentlich hatte ich ja auch eine Jacke. Nämlich meine sogenannte Kühlhausjacke. Diese hatte ich einmal für 5 Euro bei ebay erstanden und war eine Jacke für Leute die in Frostern arbeiten. Mollig warm, extrem schwer, 2 Nummern zu groß, tiefschwarz und extrem hässlich. Bernd hasste diese Jacke und noch mehr hasste er, mich in dieser Jacke zu sehen. Irgendwie war das ein Grund, zumindest mal über eine neue Jacke nach zudenken. Unschlüssig lief ich hin und her und befolgte dann Elkes Ratschlag. Diese empfahl mir, mich im nächsten Lederladen umzusehen. Das tat ich dann auch. Hier gab es ebenfalls eine tolle Jacke. Die anderen waren sogar der Meinung, sie wäre noch toller als die erste. Der Preis war ebenfalls astronomisch und abermals wurde schnell runtergehandelt. Allerdings auf 140 Euro. Das waren 20 Euro mehr als die Jacke aus dem ersten Geschäft. Für mich war daraufhin die Sache klar und ich verabschiedete mich höflich und wandte mich zum Gehen. Das rief nun den Chef auf den Plan und er fragte, warum ich sie nicht wollte. Im anderen Geschäft bekomme ich eine für 120 Euro, sagte ich und drängelte mich an ihm vorbei. 100 Euro schrie er mir dann  von hinten ins Ohr und ich musste nun nicht mehr überlegen. Bernd zückte unsere Kreditkarte und der Kauf war perfekt. Hach, ist die Jacke schön!!!!!!! Ich war happy.
Ein Foto von der Jacke mit der schönen Ines drin gibt es im nächsten Beitrag; denn unterwegs hatten wir davon kein Foto gemacht und wo ich jetzt gerade die Fotos in den blog setze macht Ines ein kleines Nickerchen! 🙂

Mittlerweile waren wir 10 Kilometer gelatscht. Grund genug irgendwo einzukehren. Vor einem Lokal ließen wir uns nieder und aßen eine Kleinigkeit. Natürlich tranken wir auch etwas.

Das Essen war spottbillig, aber über die Getränkepreise hätten wir uns vorher informieren sollen. Ein Bier 0,3 Liter kostete sage und schreibe 4,20 Euro. Und wir hatten jeder 3-4 davon. Die Rechnung konnte sich sehen lassen. Echt ne Frechheit. Kein Wunder, dass man nur die Speisekarte zu sehen bekommt, ohne Getränkeverzeichnis. Na, da werden wir nicht noch einmal einkehren. Das haben sie nun davon. Nun ließen wir uns auf einer Bank noch die Sonne ins Gesicht scheinen und Rainer und Elke erzählten uns, wie es auf dem Schiff zuging. Es war ein wirklich schöner Tag und war viel zu schnell vorbei.
Gegen halb 5 mussten die beiden zurück aufs Schiff und wir drückten uns noch einmal ganz doll, schließlich sehen wir uns erst in 8 Monaten wieder. Bernd und ich kauften dann abermals Zigaretten und machten uns dann auch auf die Rückfahrt.

Zurück am Stellplatz. Dieser liegt links von der Strasse, aber mit Blick auf den Atlantik.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann zuerst einkaufen und dann wieder nach Punta Paloma, wo wir einen herrlichen Tag in den Dünen verbrachten, 2 Runden scrabbleten und spanisch lernten. Heute, am 12.01. ist es hier sehr sehr windig, bei strahlendem Sonnenschein.

Ganz liebe Grüße an euch alle!

 

Womo

Cadiz 03.01- 04.01.2019

Nachdem wir bei Lidl unsere Vorräte aufgestockt hatten, ging es nach Cadiz. Wir hatten Glück und fanden gleich einen Stellplatz. Dort standen wir zwar wieder einmal sehr schräg, aber da ich nicht kochen musste, war es nicht tragisch. Unser Platz war direkt am Wasser. Auf der anderen Seite war eine viel befahrene Strasse (Autobahn A48). Das störte uns aber in keinster Weise und wir schliefen recht gut.

Der Blick aus unserem Wohnzimmer auf den schönen Sonnenuntergang in Cadiz.


Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt, denn meine Schwester Elke und mein Schwager Rainer, sollten in aller Herrgottsfrühe mit ihrem Schiff „Mein Schiff“ in Cadiz im Hafen anlegen. Wir hatten uns für 10 Uhr verabredet und zuvor mussten wir natürlich frühstücken, uns waschen und selbstverständlich auch anziehen. Danach wuchtete Bernd die Räder von dem Gepäckträger und machte sie startklar. Ich packte noch schnell ein paar Sachen ein und dann ging es auch schon los. Wir hatten 6 Kilometer zu radeln und es ging mitten durch die Stadt. Bei imensem Verkehr und unzähligen Ampeln, gab es keine Fahradwege und so fuhren wir den größten Teil auf dem Gehweg. Das war auch nicht gerade einfach, denn es waren schon unzählige Fußgänger unterwegs und immer wieder mussten wir absteigen. Mein e-bike funktionierte heute mal wieder überhaupt nicht (Scheißding!!!!!!) und in Gedanken fluchend, (zum laut fluchen fehlte mir die Puste) trampelte ich (mitmax. 13 km/h) hinter Bernd her. Durch die Anstrengung bekam ich einen Hustenanfall nach dem anderen, denn noch immer war ich sehr erkältet. Wenn tatsächlich mal kurz keine Fußgänger unsere Fahrt störten, schob Bernd mich von hinten an. ( Mein Gott, er ist ja sooooo lieb) Wir hatten noch 1,7 Kilometer vor uns, da rief Elke an und fragte, ob wir schon unterwegs sind.. Die beiden waren überpünktlich und warteten schon seit 9 Uhr 30 vor dem Schiff. Nun trat ich noch mehr in die Pedale und endlich war es geschafft und Elke und Rainer in Sichtweite. Nur noch ein paar Meter und wir konnten uns in die Arme fallen.

Was war das für eine Freude. Zuerst bewunderten wir ihr riesiges Schiff und machten uns dann vergnügt auf, um die Stadt zu erkunden.

Ein wirklich imposanter Baum im Spiel mit diesem Brunnen.

Es war mit 14 Grad saumäßig kalt, denn Cadiz hat unzählige hohe Gebäude, so dass es fast überall schattig ist. Irgendwann fanden wir am Wasser endlich eine Bank in der Sonne, ließen uns darauf nieder und zischten ein Bier, welches wir im Rucksack mitgebracht hatten.

Dann ging es weiter. Elke brauchte unbedingt einen Schal und tatsächlich wurde sie dank Bernds Hilfe schnell fündig. Wir hatten beim gestrigen Einkauf versäumt Margarine einzukaufen und holten es auch hier nach. Dann schlenderten wir durch die Stadt mit ihren unzähligen Cafes und Bars. Blöd nur, dass 99 Prozent im Schatten lagen. Dort war es uns aber zu kalt, also suchten wir weiter. Endlich hatten wir Glück. Es wurde gerade ein sonniges Plätzchen vor einer kleinen Bar frei und schnell setzten wir uns.

Ich musste unbedingt mein Bier wegbringen, aber die einzige Damentoilette in dem Restaurant war besetzt. Kurzentschlossen ging ich zum Herrenklo. Kaum hatte ich mich auf die Brille niedergelassen, rüttelte es an der Tür. Peinlich!!! Ich beeilte mich und beim Verlassen des Klos war ich sehr erleichtert, dass kein Mann vor mir stand, der sicher blöd geguckt hätte. Ich ging zurück zu unserem Tisch und kurze Zeit später kam auch Rainer. Auf meine Frage, wo er gewesen sei, antwortete er, auf Toilette. Aha, er war es also, der an meiner Tür gerüttelt hatte. Nachdem diese aber abgeschlossen war, ging er aufs Damenklo, welches jetzt wieder frei war. Da mussten wir wohl beide sehr dringend.

Vor dem Lokal war es herrlich und da dort die Sonne so schön schien auch angenehm war. Während die anderen Kaffee tranken, blieb ich beim Bier und da ich Bier überhaupt nicht abkann, hatte ich ziemlich flott einen sitzen. Nun kam erst ein, dann ein anderer Akkordeonspieler und spielten sich die Seele aus dem Leib. Ich sang falsch aber stimmgewaltig und hemmungslos mit, was den Kellner dazu veranlasste, mir spaßeshalber mein Bier zu entreißen und auf spanisch zu sagen, dass ich keins mehr bekäme. Ich erkämpfte es mir aber zurück. Nachdem wir noch die eine oder andere Runde gezischt hatten, ja ja, die anderen waren jetzt wieder mit von der Partie, erkundeten wir weiter die Stadt. Irgendwann stellte meine Schwester fest, dass wir schon 9 Kilometer gegangen waren. Sie hat da so ein spezielles Fitnessarmband, welches sämtliche Bewegungen erfasst und ihr auch erzählt, ob sie gut geschlafen hat. Einheitlich stellten wir fest, dass wir uns genug bewegt hätten und so kehrten wir im nächsten Restaurant ein, wo Bernd und ich Tapas aßen und Elke und Rainer sich eine Portion Tintenfischringe teilten.
Danach war es später Nachmittag und wir machten uns auf den Rückweg zum Schiff. Unterwegs trafen wir die heiligen 3 Könige, die uns lautstark zuwinkten, was uns veranlasste zu ihnen zu gehen und uns mit ihnen fotografieren zu lassen.

Die drei hatten blendende Laune und ich hege den starken Verdacht, dass sie alkoholmässigauf demselben Level wie wir waren. Jedenfalls hatten wir mächtig Spass. Nun ging es aber wirklich zurück.

Das Passagierschiff eingerammt zwischen zwei Häusern.

Dank Bernds Handy verliefen wir uns nicht und waren bald wieder am Schiff.

Dort verabschiedeten wir die beiden, denn um 18 Uhr würde das Schiff ablegen und Kurs auf die kanarischen Inseln machen. In 10 Tagen aber würden sie in Gibraltar anlegen und dort wollten wir sie dann noch einmal besuchen.

Ines und ich sind dann erst einmal zu unserer neuen „kleinen“ Jacht geradelt. Unser Wohnmobil hatten wir vorher auf dem Hinterdeck geparkt. Auf dem Foto nicht zu sehen ist unser Hubschrauber, der auf der hinteren Landplattform geparkt ist. So, jetzt wisst Ihr alles !!!

Bernd und ich strampelten zurück, diesmal am Meer entlang, was deutlich entspannter war.

Am nächsten Morgen machten wir uns mal wieder auf den Weg nach Roche, wo wir ein paar Tage bleiben wollen. Aurelia war auch noch da und berichtete uns, dass schonwieder 2 Wohnmobile aufgebrochen worden waren. Grund genug, uns mal mit unserer Alarmanlage zu beschäftigen, die wir zwar haben, aber noch nie benutzt hatten. Es dauerte geraume Zeit, bis Bernd den Bogen raus hatte, dann aber funktionierte sie fantastisch. Wir hoffen, dass eventuelle Diebe sich davon in die Flucht schlagen lassen.
Bei Dieben fällt mir gerade etwas ein, was ich noch gar nicht erzählt habe. Vor 3 Tagen klingelte Bernds Handy und ich ging ran. Es war die Polizei in Österreich. Ich war wirklich sehr verblüfft, denn was hatten wir mit der Polizei in Österreich zu tun?? Der Beamte erklärte mir dann, dass sie eine obdachtlose Person aufgegriffen hätten und da diese Person keinen Pass hatte, hatten sie  keinerlei Anhaltspunkte zu seiner Identität als seine Aussage. Mir war sofort klar, dass es sich nur um Miroslav handeln konnte und der Beamte bestätigte meine Vermutung augenblicklich. Beim Durchsuchen seiner Sachen, waren sie auf unsere Telefonnummer gestoßen, die Bernd ihm damals in Form einer Bandkarte gegeben hatte und die er tatsächlich immer noch hatte. Der Beamte teilte mir mit, dass nichts gegen ihn vorläge, sie seine Daten aber trotzdem durch den Computer jagen müssten. Er fragte noch, ob er tatsächlich Pole war und wirklich kein Deutsch sprach. Beides konnte ich bestätigen, denn ich habe mich immer nur in englisch mit ihm unterhalten, aber mal gehört, wie er mit einem polnischen Wohnmolisten polnisch sprach. Ich erklärte dem Beamten, dass Miroslav nie im Leben etwas böses tun könnte, nie klauen würde, sondern im Gegenteil, sein ganzes Hab und Gut an noch Ärmere verschenkt. Zum Beispiel sein Fahrrad, Geld, Essen usw. Ich glaube nach dem Gespräch hatte der Polizist fast das Gefühl Jesus persönlich auf der Wache zu haben, zumindest aber Robin Hood. Mit dem Auftrag Miroslav ganz herzlich von uns zu grüßen, beendeten wir das Gespräch. Natürlich sollte der Polizist ihm auch ausrichten, dass er sich unbedingt einmal bei uns melden soll. Ohne Telefon nicht ganz so einfach, aber wer weiß, vielleicht hat er mal die Gelegenheit. Ich werde ihn auf jeden Fall mit in mein Nachtgebet einschließen, denn er ist mir letztes Jahr so richtig ans Herz gewachsen und wir haben auch in diesem Jahr schon sehr viel von ihm gesprochen. Was er allerdings in Österreich macht, ist mir ein Rätsel. Dort ist es doch jetzt gruselig kalt!!

Hier in Roche ist es mal wieder herrlich!! Es ist und bleibt unser Traumplatz!! Hier wollten wir nun mal keine neuen Leute kennenlernen, sondern viel spanisch lernen und das tun, was ständig liegen geblieben war. Kaum waren wir eine Stunde hier kam Jürg. Später erzählte uns unser fast 80 jähriger Nachbar, der ebenfalls mit seiner Frau im Wohnmobil hier ist, seine interessante Lebensgeschichte. Dann kamen wir noch mit den netten Holländern ins Gespräch. Oh Man, wir schaffen wirklich nichts!!!