Womo

Tiefster Winter und viel Arbeit – November/Dezember 2021

Guten Morgen liebe Leser! Es ist 4 Uhr morgens und ich sitze mit 3 Jacken in einer Wolldecke gewickelt draußen und schreibe endlich einmal wieder Blog. Meine ewig kalten Füße stehen auf einer Wärmflasche. Während es nun in Deutschland schneit und friert, ist es auch hier empfindlich kalt geworden. Nachts liegen die Temperaturen nicht selten bei 6 Grad und einmal hatten wir sogar nur 4. Das ändert sich dann aber schlagartig, wenn um 11 Uhr endlich die Sonne hoch genug steht, um in unseren Garten zu scheinen. Dann haben wir meist 15 bis 16 Grad und wir wechseln von unserem Winteroutfit zu T-shirt, denn in der Sonne haben wir dann immerhin noch 23 Grad.

Vom 12. November bis zum 18.ten November war Bennet ( Bernds Sohn ) da. Da war es mit 20 Grad noch entschieden wärmer und Bennet musste sich sogar vor Sonnenbrand schützen. Er hatte wirklich Glück, denn es gab solange er hier war , nicht einmal ein Wölkchen am Himmel und er hat gut Farbe bekommen.

Tagestour in der Sierra Grazalema

An seinem Abreisetag änderte sich dann das Wetter und es regnete sogar 2 Tage.

Ansonsten war es dann ersteinmal bedeckt und mit 13- 14 Grad sogar ziemlich kalt. Bernd und ich arbeiteten uns dann warm. Unser blöder Baum vorm Haus ließ den ganzen Tag seine komischen Blüten fallen. Die sahen irgendwie aus wie Wespen. Die Wespen fanden das wohl auch, denn sie tummelten sich zu Hunderten darin und jedesmal beim Fegen, summte es sehr laut in unseren Ohren. Es war irre, was der Baum abwarf. Wirklich tonnenweise kam das Zeug runter und es stank bestialisch. Insgesammt dauerte es wohl 6 Wochen bis alles unten war. Dieses Zeug machte zusätzlich noch Dreck ohne Ende. Die ganzen Fliesen unter dem Baum sind verfärbt und auch die Wände unserer Mauer dort, müssen nun bald gestrichen werden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Fliesen schon geschrubbt habe. So richtig erfolgreich war es aber nicht und so habe ich es dann eines Tages mit Salzsäure versucht. Das ging prima. Bernd, der an diesem Tag, neue Songs auf der Gitarre übte, bekam fast einen Anfall, als er davon erfuhr. Blöderweise hatte ich die leeren Salzsäureflaschen nicht gleich zum Müll gebracht, sonst hätte er es gar nicht bemerkt. So regte er sich mächtig auf, weil sich davon der Kalk zwischen den Steinen angeblich auflösen würde. Hat er aber nicht und Bernd hat sich dann auch wieder eingekriegt. (Nach 3 Tagen).

Mittlerweile haben wir alle Blumen und Bäume zurückgeschnitten und es sieht jetzt etwas kahl aus in unserem Garten. Geharkt wird jeden Tag, denn die Bäume werfen ihre Blätter ab. Nur unser kleiner Orangenbaum nicht. Die Apfelsinen sind seit gut einem Monat reif, können aber insgesammt 4 Monate am Baum hängen bleiben. Trotzdem er so klein ist, hatte er über 70 Orangen.

Die sind soooo lecker, süß und saftig und lassen sich prima abpuhlen. Mittlerweile haben wir nur noch 30 Stück.

Unsere Mandelernte war auch enorm. Wir wissen allerdings nicht, wie die schmecken, denn wir können unseren Nussknacker einfach nicht wiederfinden . Nach wie vor sind wir fast immer den ganzen Tag draußen, gehen jetzt aber um 18 Uhr rein, weil dann die Sonne weg ist und es wieder kalt wird. Also wieder rein in die Winterklamotten.

morgens um ca. 9:00 Uhr … warm eingepackt geht es mit dem Rad zum, Einkaufen

Einen Tag hatten wir sogar unsere Fußbodenheizung mal angeschaltet, haben dann aber gemerkt, dass das Quatsch ist, denn wir sind ja nur abends im Haus und Heizöl ist teuer. So machen wir dann jetzt abends immer unseren Kamin im Wohnzimmer an. Das ist ja soooo gemütlich!!!

Und ich habe ein neues Hobby: Holz sammeln!!

… drauß` vom Walde komm ich her ……

Hier liegt wirklich überall etwas rum und da der Sommer so trocken war, ist auch das Holz furztrocken. Jeden Morgen , sobald es hell ist, mach ich mich auf dem Weg. Entweder mit dem Fahrrad, oder mit unserem Fahrradanhänger, den Bernd ursprünglich zum Transportieren seiner Musikanlage gekauft hat, mit dem wir aber auch unsere Großeinkäufe tätigen. Schliesslich haben wir ja kein Auto. Und mit dem Womo einkaufen ist hier schlecht, denn wir können vorm Supermarkt nicht parken. Dafür gibt es eine Tiefgarage, aber da passen wir (wir schon, aber nicht unser riesiges Wohnmobil !) natürlich nicht rein. Zurück zum Holzsammeln. Wenn ich dann voll beladen wiederkomme, sämtliche Satteltaschen sind voll mit bis zu 1,50m hohen Ästen und zusätzlich noch zwei Alditütendie ebenfalls randvoll, die am Lenker baumeln, ( Das Aufsteigen ist jedesmal ein echtes Erlebnis) wird das Holz sortiert.

Wir haben mittlerweile 4 Haufen. Reisig zum Anmachen, Stöcker zum schnell Einheizen und große Scheite, die Bernd mit einer Säge zurechtgesägt hatte.

Mittlerweile haben wir uns aber eine kleine Kettensäge zugelegt. Black Friday Angebot für 100 Euro. Auf dem 4tem Haufen liegen halbe Bäume, die ebenfalls jeden zweiten Tag zurechtgesägt werden. Einen Tag habe ich das mal gemacht. Bernd hatte eine 70 Kilometer Fahrradtour gemacht und ich wollte die Kettensäge auch mal ausprobieren. Zuerst war es ja etwas gewöhnungsbedürftig, aber schnell hatte ich den Bogen raus und sägte 2 Stunden was das Zeug hielt. Mein Gott, hatte ich anschließend Schmerzen in meinen Schultern. Selbst heute , einige Wochen später merke ich das noch. Apropos Fahradtour. Bernd hat sich ein E-bike zugelegt und es hatte wohl 100 Stunden Internetrecherche bedurft, bis er sich für eines entschieden hatte. Dabei gab es in seiner Größe eh nur 2 Angebote. Er braucht ja einen megagroßen Rahmen bei seiner Größe von 1,96m. Das Fahrrad kam aus Deutschland, denn hier in Spanien gibt es nicht so große Menschen und demzufolge natürlich auch nicht so große Räder. Wäre ja sonst auch schwachsinnig. Nachdem Bernd sich dann ewig mit dem Aussuchen des Rades beschäftigt hatte , brauchte er noch einmal ein paar Tage, bis er einen sicheren und günstigen Versand von BRD nach SP rausgesucht hatte.

CUBE nuride hybrid pro 625 Wh, XXL – Cross-/Tourenbike 🙂

Ich war dann echt sauer, weil die ganze Arbeit im und ums Haus an mir kleben blieb. Der Haussegen hing erst einmal schief, ist aber mittlerweile wieder hergestellt und wir haben uns wieder lieb;) Wenn ich zu Fuß unterwegs mit dem Anhänger bin, bekomme ich natürlich viel mehr Holz mit, aber mein Radius ist nicht so groß, da ich mit dem Rad natürlich weiter fahren kann.

Musik-Equipment-Transporter

Einkaufs – Lastesel

… und mein fast 32 Jahre altes Trekking-bio-bike geht nun in den verdienten Ruhestand 🙁

Letztens war ich dann mit dem Anhänger in der Nähe vom See und da lag wirklich massig was rum. Jetzt war es auch möglich, die kleineren vertrockneten Bäume mit zu bekommen. Alles wurde auf den Anhänger geladen und als wirklich gar nichts mehr rauf ging, machte ich mich auf den Rückweg. Das sieht dann wahrscheinlich immer sehr abendteuerlich aus, denn die Zweige und Äste blockieren fast die ganze Strasse und ich bin immer sehr froh, wenn mir kein Auto entgegenkommt. Dieses Mal aber kam mir ein Polizeiwagen entgegen. Ach du Scheiße, dachte ich und überlegte kurz, mich zu verstecken, denn ich wusste nicht, ob das Holz sammeln hier ebenso verboten ist, wie in Deutschland. Ich hatte zwar schon im Internet diesbezüglich gesucht, aber rein gar nichts gefunden. Verstecken ging natürlich überhaupt nicht und ich versuchte es mit Augen zu verschließen. So nach dem Motto, wenn ich euch nicht sehe, könnt ihr mich auch nicht sehen. Ich merkte aber ziemlich schnell, dass das nicht funktionieren würde, denn mit geschlossenen Augen, sehe ich ja nicht, wo ich lang laufe. Also, Augen wieder auf und innerlich schon dabei, mich auf spanisch ganz blöd zu stellen. Dabei machte ich allerdings ein sehr selbstbewusstes Gesicht. Die Polizei kam immer näher und zwar im Schritttempo. Ich drückte mich ganz nach recht, damit die Zweige nicht ihren Streifenwagen verkratzen würden. Zum Glück waren hier gerade keine parkenden Autos. Als wir auf einer Höhe waren, sah ich, dass deren Scheibe runtergelassen war, also schmetterte ich ihnen ein lautes “ Buenos Dias“ entgegen. Mein Puls raste in meinen Ohren, als sie ebenso laut zurückgrüssten und langsam an mir vorbei fuhren. Puuuuuuh, ich war so erleichtert, dass ich bestimmt 7 Minuten ohne zu denken weiterging. Nach weiteren 5 Minuten merkte ich, dass ich irgendwo eine Abbiegung verpasst hatte. Zurück wollte ich aber nicht, denn ich wollte der Polizei lieber nicht noch einmal begegnen, so lief ich dann erst einmal weiter. Es dauerte lange, bis mir irgendetwas wieder bekannt vorkam und von da aus war es dann noch eine geschlagene halbe Stunde, bis ich endlich unser Haus in weiter Ferne entdeckte. Ich war fix und fertig, denn hier ging es hoch und runter und mit dem Anhänger muss ich immer etwas gebückt laufen. Mein Rücken schmerzte höllisch und da ich 2 Jacken anhatte ( zwei Stunden vorher war es noch sehr kalt gewesen), schwitzte ich, dass es nur so aus allen Poren kam.Ich dachte, ich breche gleich zusammen. Das dachte anscheinend auch eine Frau, die mir entgegenkam und mir auf spanisch irgendwas sagte, was ich aber nicht richtig verstand. Was das war, wurde mir erst am nächsten Morgen klar, als sie um 9 Uhr bei uns klingelte, ich war gerade mal wieder am fegen, und sie machte mir klar , dass sie einen großen Baumstamm für uns hätte. Ich schmiss Bernd aus dem Bett und der fuhr dann mit Rad und Anhänger zu ihr und holte den Baumstamm ab. Dieser wog bestimmt 30 Kilo, wenn nicht sogar noch mehr. Nett, oder??? Wahrscheinlich hatte die Frau Mitleid mit uns armen Deutschen, die, damit sie nicht erfrieren, ständig Holz sammeln. Mittlerweile haben wir auch erfahren, dass es hier sogar begrüßt wird, wenn man sich herumliegendes Holz aus den Wäldern und von den Wiesen holt, da durch dieses trockene Zeug, die Gefahr eines Wald- oder Flächenbrandes enorm hoch ist. Seitdem ist kein umgestürtzter Baum mehr vor uns sicher und die Kettensäge kommt schon vor Ort zum Einsatz. So ist das Holz besser zu transportieren. Ja, man spart ja, wo man kann und ich freue mich, dass die 200 Liter Heizöl, die wir im März gekauft hatten, den ganzen Winter reichen wird. Was für ein Unterschied zu Deutschland, wo wir 1500 Euro im Jahr Heizkosten hatten und monatlich 80 Euro an Strom gezahlt hatten. Strom ist hier in Spanien extrem teurer, aber er ist ist 3 Zeitzonen eingeteilt. Hoch, Mittel und billig. Nachts von 12 Uhr bis morgens um 6 Uhr und am Wochenende, ist er extrem billig. Wer mich kennt, weiss, dass bei uns die Waschmaschine nur am Wochenende läuft und die Spülmaschine nur nachts. Gekocht wird ebenfalls ausnahmslos nachts oder am Wochenende, Ein Hoch auf meine Restless legs!!! Nun hat das endlich auch einmal einen Vorteil, denn wenn ich eh nicht schlafen kann, kann ich auch was tun! Die Stromrechnung des durchschnittlichen Spaniers hat sich um 30 Prozent erhöht, steht im Internet. Unsere ist von 56 Euro runtergegangen auf 36 Euro. Cool, oder?? Wasserkosten sind sehr schwer einzuschätzen. Im Sommer, mit der ständigen Gartenbewässerung und ewigem Auffüllen des Pools (das Wasser verdunstet irre schnell), liegen sie so durchschnittlich bei 50 Euro. Jetzt im Winter so ungefähr bei 17 Euro pro Monat. Abwasserkosten gibt es hier nicht. Ich weiss leider gar nicht mehr, wieviel wir in Deutschland gezahlt haben, aber sicher mehr. Was gibt es sonst noch zu berichten?

Ach ja,Bennet, der nach seiner Heimreise, einem Treffen mit 30 Personen beiwohnte, bei der jeder doppelt geimpft war und jeder noch einen negativen Test vorlegte, bekam Corona und lag eine Woche flach.Mit ihm etliche andere, die an diesem Treffen teilgenommen hatten. Ebenso bekam mein Schwager Corona ohne Symtome und auch meine Schwester. Der ging es aber so richtig dreckig und sie lag über eine Woche stramm im Bett. Selbst heute noch, gut 4 Wochen später geht es ihr immer noch nicht wieder so richtig gut. Schnell müde, sehr kurzatmig und keinen Geschmacksinn. Auch die beiden waren geimpft. Bernd und ich hatten bis dato keine Möglichkeit uns hier impfen zu lassen, aber das änderte sich letzte Woche. Nun ist es auch Ausländern hier erlaubt, sich impfen zu lassen und wir nahmen dieses sofort in Anspruch. Alles war total unkompliziert und wir mussten nur 3 Tage auf den Termin warten. Wir merkten nicht einmal den Pieks und hatten auch sonst keine Beschwerden. Am 27.12. ist nun die zweite Impfung fällig.

Zuvor hatten wir noch 3 Tage Besuch von Nico, den wir in unserem ersten Aussteigerjahr mit seiner Freundin Claudia, unterwegs getroffen hatten und mit denen wir damals eine tolle Zeit hatten. Nico ist zur Zeit für 6 Wochen in Portugal und er ließ es sich nicht nehmen, uns zu besuchen.

… was für ein schönes Paar! Wenn er nur nicht so alt wäre 🙂

Wir hatten Megaspass und das Wetter war ziemlich gut. So verbrachten wir die Tage im Garten bzw. sight-seeing in Arcos und die Abende am Kamin. Der Alkohol floss wirklich in Strömen und wir hatten uns viel zu erzählen. An Nicos letztem Abend holte Bernd seine Gitarre raus und bei prasselndem Kaminfeuer sangen Nico und ich ehrfürchtig und voller Inbrunst alles mit, was Bernd so spielte. Es war sooooo schön!!!

Heute schreiben wir den 12.12. und Bernd und ich sind wieder mit unserem SALOON unterwegs.
Als er wieder abreiste, packten wir das Womo und fuhren nach Casares, unser Lieblingsdorf in den Bergen. Bewegung war angesagt, denn es bildet sich auch hier Winterspeck. Ich habe durch die ganze Völlerei mit Nico 2 Kilo zugenommen. Das liegt aber auch daran, dass ich seit 2 Wochen so unglaublich auf Marzipan abfahre und fast jeden Tag eine 200 Gramm Tüte verputze. Göttlich!! Die Kilos sollen jetzt wieder runter und wo geht es besser als in Casares, wo man toll wandern kann und einen Fitnesspark auf dem Stellplatz hat?

Im Sommer waren wir oft hier und sehr oft ganz allein auf diesem schönen Stellplatz, der eigentlich Platz für 7 Wohnmobile bot. Dieses Mal aber war er granatenvoll. Die Überwinterer waren jetzt wieder unterwegs.

Wir stellten uns irgendwie an irgendeinem Rand und nach uns kamen noch 2 Womos, die sich auch irgendwo hinstellten. Insgesammt waren es nun 14 und mehr ging echt nicht. Von den 14 kamen 8 aus Holland, einer aus England und zwei aus Frankreich, einer aus Belgien, einer aus der Schweiz und dann natürlich wir. Die Franzosen kamen aus dem Elsass und sprachen super Deutsch, waren sehr nett und komunikativ. Unterwegs hatten sie sich mit einem holländischen Pärchen angefreundet und fuhren nun im Konvoi. Schnell hatten sie Bernds „Plakat“ am WoMo endeckt und dann Bernd überredet mal Musik zu machen. Das tat er dann auch am Folgeabend. Er baute seine kleine Anlage auf und begann zu spielen.

Es dauerte nicht lange und alle Insassen der Wohnmobile hatten sich um ihn versammelt. Schon erstaunlich, dass alle Holländer sämtliche deutsche Lieder kannten und die englischen ja sowieso. Die Stimmung hätte besser nicht sein können und Bernd hatte sichtlich Spass. Kein Wunder, bei soviel Applaus! Er spielte von 17 Uhr bis 20 Uhr. Dann wurde es zu kalt und auch zu windig und so machte Bernd dann Feierabend. Da wir uns beide an diesem Tag, zuvor sehr viel bewegt hatten, ich hatte eine 2 Stündige Wanderung , sowie 30 Minuten Gymnastik und 20 Minuten Krafttraining an den Geräten hier hinter mir.
Bernd war 3, 5 Stunden mit seinem Rad unterwegs und mehr als 60 Kilometer gefahren und zwar die Serpentinen rauf und runter.

Wir waren deswegen nach der Musik abends total erschossen und schliefen schon um 22 Uhr ein. Das hatte zur Folge, dass ich schon um 1 Uhr wieder wach war und mich entschloss endlich mal wieder Blog zu schreiben. Und so sitze ich nun hier, eingewickelt in Wolldecken und bringe euch auf den neusten Stand. Vorgestern hatten wir 22 Grad im Schatten und gestern immerhin 19. Auch die Nächte sind mit 10 oder 11 Grad wieder wärmer geworden. Für Dezember echt klasse.

„steinige Wanderung“ um CASARES herum

Leider sieht es aber laut Wetterapp um Weihnachten herum sehr schlecht aus. Von Weihnachten bis Sylvester soll es quasi durchregnen. Für das Land hier wirklich gut, denn wir brauchen hier unbedingt Regen und auch mir persönlich ist es echt egal. Nur bekommen wir gerade zu diesem Zeitpunkt Besuch von unseren Freunden Franky mit seiner 26 jährigen Tochter Anna-Lena. Die beiden gehören zu unseren Hilterfreunden und wir kennen sie schon seit 12 Jahren. Und gerade da soll es jetzt regnen. So ein Mist. Ich muss also im Universum unbedingt besseres Wetter bestellen. Regnen kann es gerne davor und danach!

Was war hier sonst noch so los? Ach ja, Sarah hatte Grippe und es ging ihr wirklich nicht gut. Alex, der Vater ihrer Kinder war ebenfalls krank und so fragte sie uns, ob ihre Freundin uns die Kinder für 3 Tage vorbei bringen könnte. Natürlich sagten wir ja, bestanden aber darauf, dass die beiden einen Coronatest machten. Der musste erst einmal organisiert werden und war dann zum Glück beide Male negativ. Nun stand dem Transport nichts mehr im Wege und die Beiden waren 1,5 Stunden später bei uns. Sie flogen uns um den Hals und wir hatten viel Spass.

Aber die erste Nacht war eine Katastrophe. Tiago wollte zum Übernachten doch lieber nach Hause und brüllte, was das Zeug hielt. Emilio war es eigentlich egal, aber er ließ sich von seinem Bruder anstecken. Ohrenbetäubend, sag ich euch und sie ließen sich nicht beruhigen. Also krabbelte ich zu ihnen in die zwei zusammen geschobenen Gästebetten, legte mich zwischen ihnen und sang ihnen etwas vor. Keiner hörte mir zu und als mir die Lieder ausgingen, erzählte ich eine Geschichte nach der nächsten. Sicher 1,5 Stunden. Hier hörte mir zwar auch keiner zu, aber zumindest Emilio hörte auf zu brüllen und schlief ein. Später auch Tiago und zwar im Sitzen. Als ich ihn vorsichtig hinlegen wollte, wachte er wieder auf weinte erneut. Jetzt aber nur 2 Minuten und er schlief wieder. Der arme Kerl war wirklich totmüde, denn es war mittlerweile 12 Uhr nachts. Vorsichtig versuchte ich erneut ihn hinzulegen, aber keine Chance. So schlief er dann im Sitzen bis um 2 Uhr, erst dann gelang es Bernd ihn hinzulegen.
Die nächste Nacht war dann aber kein Problem. Beide ließen sich gut gelaunt zu Bett bringen. Es gab noch eine halbe Stunde Zeichentrickfilm

und dann eine Gute- Nacht- Geschichte. Dieses Mal hörten beide zu und danach schliefen sie sofort ein. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir den Mittagsschlaf ausgelassen hatten und stattdessen auf dem Spielplatz waren. Außerdem machten wir eine lange Tour mit den Fahrrädern. Die beiden hatten ihre Laufräder dabei und es war sagenhaft, wie sie mit uns mithalten konnten. Außerdem tobten wir wie die Irren im Garten rum.

Am Abend waren wir genauso fertig wie die Kinder und fielen ebenfalls totmüde ins Bett. Und dann war es auch schon Sonntag und Alex, dem es jetzt wieder besser ging, holte die Racker wieder ab. Bernd und ich brauchten dann 2 Stunden, bis Haus und Garten wieder manierlich aussahen. Die Beiden hatten die Bude echt auf links gedreht. Danach machten wir nur noch einen Fernsehabend.

So, liebe Leser, jetzt seid ihr erst einmal wieder auf dem Laufenden. Bernd und ich wünschen euch ein besinnliches schönes Weihnachtsfest mit euren Lieben und natürlich einen guten Rutsch ins Jahr 2022. Bleibt schön gesund!!! …. Eure „WoMo-Cowboys“

… und so könnte nun unser Leben bei Schnee & Eis, mit 2G, 3G, 3G+ und was sonst noch, in Deutschland aussehen. Aber da sind wir doch froh, hier im milden sonnigen Winter in Andalusien zu sein!! 🙂

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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