Womo

Ausnahmezustand in Spanien März 2020

Bernd und ich waren am 08.03 von der Finca nach Roche gefahren. Das Wetter war spitze und wir befürchteten schon, dass es dort so voll sein würde, dass wir keinen Platz mehr finden würden. Die Zeiten, dass wir dort sogar manchmal alleine standen, waren, wie uns die paar Male, die wir dort waren erfahren mussten, wohl endgültig vorbei. Wie überrascht waren wir, dass dort wirklich verhältnismäßig wenig los war. Weil Bernd und ich etwas unsere Ruhe haben wollten, parkten wir aber nicht oben auf der Klippe mit Meerblick, sondern unten mit Blick in dem Wald. Hier war es angenehm windstill. Schnell wurden die Stühle und der Tisch rausgestellt und ich machte es mir mit einer heißen Zitrone in der Sonne gemütlich. Ich war seit zwei Tagen unglaublich erkältet, was aber auch kein Wunder war, denn auf der Finca lebten ja unsere Zwillinge, die sich,seitdem sie in den Kindergarten gingen im Dauererkältungszustand befanden. Bernd indess wollte einen Strandspaziergang machen, kam aber nicht weit, denn gegenüber war stand ein ausgebauter Tourenbus und der Mann, der an diesem rumbastelte, begrüßte Bernd mit einem fröhlichen “ Moin“. Die beiden fingen an zu quatschen, während ich langsam auf meinem Liegestuhl in das Reich der Träume glitt. Nach 1,5 Stunden war ich wieder wach und Bernd wieder da. Auf meine Frage, wie es am Strand gewesen war, meinte er, er wäre noch nicht dort gewesen, weil er sich so gut unterhalten hätte. Jetzt aber wollte er gehen. Daraus wurde vorerst aber auch nichts, denn Simona, die wir bis dato gar nicht kannten, kam mit ihrem Hund aus dem Wald. Sie war von oben bis unten tätowiert und sagte, dass sie die Cousine von Sebastian war. Sebastian war ein irre netter Typ, den Bernd hier einige Wochen zuvor schon kennen gelernt hatte. Wir unterhielten uns von Anfang an prächtig. Sie hatte gerade eine Knochenkrebsoperation überstanen und da ihr deshalb ein Knochen aus dem Oberschenkel entnommen –  und durch Titan ersetzt worden war,humpelte sie noch ein wenig. Sie war mir gleich sympathisch, hatte sie doch einen ähnlichen Gang wie ich. Die Ärzte hatten ihr gesagt, dass sie für immer im Rollstuhl sitzen müsste und sie war zu Recht stolz darauf, sie eines Besseren belehrt zu haben. Seitdem hatte sich ihre ganze Lebenseinstellung geändert und sie war dem Krebs sogar dankbar dafür. Sie war nun schon seit November hier und hatte im Dezember hier in Roche ihre große Liebe kennengelernt. Einen athletisch gebauten, braungebrannten 32 jährigen jungen Franzosen mit Sixpack, der mich irgendwie an Jesus erinnerte. Simona war 10 Jahre älter, aber das tat ihrer Liebe keinerlei Abbruch. Das alles und noch viel mehr erzählte sie frisch von der Leber weg . Die Sympathie war beidseitig und zwei Tage später stattete ich ihr einen Besuch ab. Sie wohnte mit ihrem Bulli Luftlinie nur 30 Meter weiter weg. Nun lernte auch ich ihren Cousin Basti kennen und fand auch ihn auf Anhieb supersympathisch. Simona war wirklich eine oberinteressante Frau, die ein Heidengeld verdiente, denn sie war, haltet euch fest, Domina. Sie hatte Stories auf Lager, die glaubt kein Mensch und ich musste mich immer wieder schütteln, mal vor Lachen und mal vor Ekel. Da ich zwischendurch immer mal wieder husten musste, erklärte ich jedem, dass ich wohl kein Corona , sondern nur eine fette Erkältung hätte. Irgendwie sahen es alle, außer Bastie ganz entspannt. Bastie aber zog sich bei jedem Nieser meinerseits seinen Pullover über seine Nase und wartete in dieser Stellung dann 5 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war Corona hier zwar schon ein Thema, aber irgendwie nahm es noch keiner so richtig erst, denn es gab mal gerade 800 bekannte Fälle in ganz Spanien. Das änderte sich aber rasant und wir alle hatten irgendwie ein sehr mulmiges Gefühl. Die Welt redete über Italien und voller Sorge sahen wir, dass hier die Infzierten Deutschland überholten. Auf einem Mal wurde Abstand gehalten. Zwar saßen wir noch immer beieinander, aber wirklich sehr weit auseinander. Alex, Sarah und die Kinder besuchten uns auch einmal, denn wir hatten uns mittlerweile 2 volle Tage nicht gesehen und wir verbrachten einen schönen Tag. Alex konnte schon wieder recht gut laufen, aber die Kinder hatten nun zusätzlich zur Erkältung eine Bindehautentzündung, die ich jetzt, wo ich es schreibe auch habe. War ja klar, oder? Vom 12.ten März auf den 13.ten, stieg die Zahl der Infizierten um fast 1000 und diese Zahl verdoppelte sich dann sogar noch am Folgetag. Mit Sorge hörten wir von anderen, dass die Strände von El Palmar und Conil geräumt und gesperrt worden waren. Hier aber führ nach wie vor 2 mal täglich die Polizei vorbei und grüßte nur freundlich. Damit war es dann aber am 15.ten März vorbei. Am späten Nachmittag, ich kam gerade vom Strand, kam die Guardia Civil mit drei Polizeiautos und verkündete mit Megaphonen, dass der Platz sofort geräumt wird. Zusätzlich streckten sie ihre mit Gummihandschuhen aus den Fenstern und machten eindeutige Bewegungen, so dass auch der, der kein Spanisch verstand, wusste was los war und sein Wohnmobil zur Abreise bereit machte. Ein deutsches Ehepaar, welches erst gestern angekommen war, fragte immer nur auf deutsch: Wohin??? Ich übersetzte und fragte die Polizisten, die mittlerweile ausgestiegen waren und im Kreis mit gehörigem Abstand zusammenstanden. Diese waren wirklich sehr freundlich, sagten, dass es ihnen sehr leid täte, es aber das Beste wäre, wenn jeder sich in sein Heimatland aufmacht. Es dauerte keine 10 Minuten, da rollte auch das letzte Gefährt vom Platz und wir alle wussten, jetzt wird es ernst. Unterwegs war es gespenstisch, denn wir sahen auf der 35 Kilometer langen Strecke, zurück zu Sarah und Alex mal gerade ein einziges Auto. Jetzt herrschte hier Ausgangssperre und alle schienen sich daran zu halten. Es war irgendwie surreal und ich kam mir vor, wie in einem schlechten Tele 5 Katastrophenfilm. Mittlerweile hatte ich richtig Angst und mein blöder Husten wurde auch immer schlimmer.

26.03.219 Auf der Finca

Mittlerweile sind wieder einige Tage vergangen und die Lage hier in Spanien spitzt sich zu. Stand heute 50000 Infizierte und mittlerweile 3700 Tote. Die Krankenhäuser sind völlig überlastet und kurz vorm Kollaps. Bernd und ich überlegen ständig, ob es nicht doch besser wäre zurück nach Deutschland zu fahren,solange dies noch möglich ist. Dafür sprechen würde auf jeden Fall das bessere Gesundheitsystem. Auf der anderen Seite sind wir hier auf der Finca relativsicher, solange wir uns alle an die Regeln halten. Außerdem brauchen Alex und Sarah uns, denn nach wie vor kümmern wir uns fast täglich um die Zwillinge. Das blöde ist nur, dass die beiden seit Wochen irgendwelche Infekte haben und ich mich jedes Mal anstecke. So ist mein Husten noch immer nicht weg, meine Nase muss ich gefühlt 1000 Mal am Tag putzen, dazu kommen starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Vor 2 Wochen hatten die beiden dann eine Bindehautentzündung, die ich jetzt natürlich auch habe. Vorgestern ging es Tiago so richtig schlecht. Er wollte nicht mehr stehen und laufen und mit Mühe und Not hatte Sarah es tatsächlich geschafft einen Termin beim Kinderarzt zu bekommen. Dieser war sich nicht so ganz sicher, ob es sich eventuell um eine Blinddarmentzündung handelte und verwies ihn zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus nach Cadiz. Bernd passte unterdessen auf den kleinen Emilio auf, während ich im Bett lag, weil es mir auch nicht gut ging.  Im Krankenhaus bekam Tiago einen Mundschutz verpasst, was er er doof fand, die Eltern aber nicht, was ich merkwürdig fand.Bei der Untersuchung wurde dann festgestellt, dass es sich wohl nur um Blähungen handelte. Des weiteren kam aber heraus, dass er eine Kehlkopfentzündung hatte. Da hatte er sich wohl bei Emilio angesteckt, denn auch er hatte Husten gehabt und keine Stimme mehr. Tiago war auch total heiser. Na fabelhaft, alle Symtome trafen auch auf mich zu, also hatte ich mich vermutlich auch angesteckt. Allemal besser als Covid 19, aber trotzdem Scheiße.

Ansonsten dürfen wir hier das Grundstück nur noch zum Einkaufen verlassen und das auch nur allein. Alle haben Ausgangssperre und wer sich nicht daran hält wird zu saftigen Strafen verdonnert. Ich finde das aber ok. Wir haben es trotzdem gut, denn die Finca hier hat einen großen Garten und ist sehr weitläufig. Leid tun mir die Familien mit Kindern in Mietskasernen. Die Ausgangssperre war zuerst über einen Zeitraum von 14 Tagen anberaumt, ist aber jetzt auf 4 Wochen aufgestockt worden. Auch das finde ich gut, ist es doch nur zur Sicherheit von uns allen. Ansonsten macht mir diese Pandemie wirklich Angst. Wo soll das noch hingehen???? Wann ist ein Ende in Sicht??? Und wir wird das Leben danach????? Wahrscheinlich lange lange Zeit nicht wie vorher.

Liebe Leser, bleibt alle gesund und zuhause!!!!!!

Gestern habe ich mit meiner Freundin Veronica telefoniert, die möchte nichts mehr von Corona lesen, wahrscheinlich geht es euch auch so, darum wird mein nächster Bericht wieder etwas frühlicher. Bis dahin, alles Liebe.

Womo

Tarifa Februar 2020

Hallo ihr Lieben,

Meine Schreiberei lässt wirklich zu wünschen übrig. Ihr habt ja recht.

Bernd und ich hatten hier auf der Finca bei Sarah und Alex ganz gut zu tun. Mehrere Monate haben wir hier die Gartenarbeit übernommen und uns zusätzlich um die kleinen Racker Tiago und Emilio gekümmert. Die beiden können mitlerweile laufen und zwar permanent in verschiedene Richtungen. Seit einem Monat gehen sie nun in den Kindergarten.  Wenn Saragh sie dort abgibt, gibt es zuerst immer ein Mordsgeschrei, aber sie beruhigen sich schnell. Am Nachmittag gehe ich oft zum Spielplatz mit ihnen, oder sie drehen das Wohnmobil auf links.

Das Wetter war den gesammten Januar und Februar traumhaft. Zwischendurch waren wir mal in Medina Sedonia und Bernd hat dort in der Stadt etwas Musik gemacht. Dort sind wir auch gewandert und die Gegend ist der absolute Traum. Pünktlich zu Alex Miniskusoperation waren wir aber wieder hier auf der Finca, denn Sarah konnte Hilfe gebrauchen, zumal Alex an Krücken ging und wirklich nichts machen konnte. Sarah hatte also 3 um die sie sich kümmern musste und das hält ja kein Mensch auf lange Sicht aus, also waren wir zur Stelle. Letzte Woche mussten wir hier aber mal raus und da Alex nun langsam wieder laufen konnte, war das auch kein Problem. Wir machten unseren Saloon startklar und anstandslos setzte er sich in Bewegung. Unser Ziel war Tarifa, bzw. eine riesige Wiese 3,5 Kilometer davor. Hier standen sicher an die 80 Wohnmobile und es hätten ohne Schwierigkeiten hier noch 100 weitere Platz gefunden. Hier gab es ja sooo viel zu sehen und den ersten Tag genossen wir die Ruhe auf unserem schönen Platz. Am nächsten Tag machte Bernd die Räder bereit und wir fuhren in die Stadt. Unglaublich, welch ein Wind dort immer herrscht. Nach einem ausgedehnten Stadtbummel besuchten wir den Strand. Unzählige Kiteschirme verwandelten das Strandbild in eine farbenfrohe bunte Kulisse. Kein Wunder, herrschten hier doch die idealsten Bedingungen zum Kiten. Das Wetter war der Traum und der Wind angenehm warm. Per Facetime riefen meine Eltern an und während wir am Strand saßen und mindestens eine Stunde alle Neuigkeiten austauschten, holte Bernd sich einen mächtigen Sonnenbrand im Gesicht. Wieder zurück zum Wohnmobil, kochte ich uns etwas Schönes und danach klimperte Bernd noch etwas auf seiner Gitarre. Am nächsten Tag ging es dann abermals nach Tarifa. Diesmal die Gitarre im Gepäck. Bernd spielte dann 2 Stunden in einer Seitengasse, während ich diese unzählige Male auf und ab ging. Dann lernten wir noch einen netten Berliner kennen, der hier Urlaub machte und mit dem wir uns vor einer Bar angeregt unterhielten. Nun wurde es Zeit nach Hause zu fahren. Dabei wurden wir kurz hintereinander von zwei verschiedenen Musikern angehalten, die beide Bernds Gesang gehört hatten und uns einluden am Folgetag (Sonntag) zu einer Strandbar zu kommen.Dort fand  jeden Sonntag eine Jamsession statt. Natürlich waren wir Feuer und Flamme. Erst einmal ging es aber zurück zu unserer schönen Wiese. Wir schliefen herrlich und lange. Danach machte ich mich an die Vorbereitung für ein orpulentes Frühstück, denn Sarah, Alex und die Kinder wollten kommen, schließlich hatten wir uns schon drei Tage lang nicht gesehen. Damit die Kinder uns nicht vergaßen, hatte Sarah ein großes Foto von uns an den Kühlschrank geklebt, welches jetzt immer von den Kindern geküsst wird. Süß, oder?? Überhaupt sind die beiden ganz grosse Klasse und wir fragen uns schon jetzt, wie wir monatelang ohne die beiden klarkommen werden, denn Ende März geht es für 3 Monate zurück nach Deutschland. An den Besitzverhältnissen hat sich seit der Geburt der Beiden nichts verändert. Noch immer ist Tiago Bernds Liebling und Emilio meiner. Das lassen wir die beiden aber nicht anmerken. Sie widerum uns schon, denn Tiaogo rennt, wann immer er uns sieht zuerst zu Bernd und Emilio zu mir. Ach, die beiden sind echt toll, aber auch anstrengend. Man merkt doch, dass man keine 20 mehr ist und dass es gleich zwei sind.

Die 4 kamen pünktlich und brachten Brötchen und einen Tisch mit. Sogleich kletterte Emilio auf meinen Schoß und blieb dort fast 40 Minuten sitzen. Tiago sorgte dafür, dass die Kaffeetassen ein ums andere Mal überschwappten, denn er hatte eine diebische Freude daran, am Tisch zu wackeln. Wir verbrachten einen schönen Tag zusammen und später kochte ich uns aus Resten noch ein Mittagessen. Die Kinder zeigten sich von ihrer besten Seite und als Emilio quarkig wurde, nahm ich ihn mit ins Wohnmobil und zu mir ins Bett, wo er nach 10 Minuten einschlief. Sarah unterdessen hatte Tiago in die Kinderkarre gelegt, wo auch er anstandslos einpennte. Sofort wurde die Gunst der Stunde genutzt und Karten gespielt. Gegen halb 5 fuhren die vier dann wieder abund Bernd und ich machten uns auf den Weg zu der Musiksession.

Dort angekommen war noch nicht allzuviel los, aber das änderte sich schnell. Jede Menge hochbegabter Musiker waren anwesend und es war ein wirklicher Ohrenschmaus. Immer mehr Zuhörer fanden sich ein und tanzten begeistert mit. Auch Bernd durfte mitspielen und bekam mächtig Applaus. Das Video dazu haben wir jaa schon vor ein paar Tagen auf der Womo-cowboys Facebookseite reingesetzt und da könnt ihr einen kleinen Überblick über die Stimmung bekommen. Es war ein toller Tag und Abend und im stockdunklen machten wir uns auf den 3,5 Kilometer langen Rückweg. Kaum beim Womo angekommen, bemerkte Bernd, dass er seinen Verstärker bei der Bar vergessen hatte und machte sich sogleich auf den Weg abermals dorthin. In Rekordzeit war er wieder da. Wir ließen die Glotze noch etwas flattern und schliefen ziemlich spät ein. Leider nur bis um 8 Uhr, denn dann wurde es ziemlich turbulent auf unseren sonst so ruhigen Stellplatz. Ein Blick aus dem Fenster genügte und wir wussten, wer diese Aufruhr verursachte. Sage und schreibe 35 Polizisten waren angerückt und räumten nun mit Nachdruck den gesammten Platz. Jedes Autokennzeichen wurde notiert und jeder Fahrzeughalter musste seinen Pass vorzeigen. Wir verstanden nur, dass der Platz privado sei und es von nun an untersagt sei hier zu stehen und zwar für immer. So ein Scheiß, hatten wir uns doch gerade eingelebt und uns sauwohl gefühlt. Hier standen auch keine Verbotsschilder oder ähnliches. Nun ja, nützte nichts. Wir machten unseren Sallon startklar und machten uns mit wirklich schlechter Laune, unausgeschlafen und ohne Frühstück auf den Rückweg zur Finca, wo wir jetzt noch immer sind. Bernd baut seit gestern mit Alex ein Klettergerüst für die Kinder auf. Das wird sicher noch 2 Tage dauern. Bilder gibt es darum keine, wird aber bald nachgeholt.

Ich hoffe es geht euch allen gut und keiner hat sich den Coronavirus eingefangen.

Womo

Dezember 2019 Haus kaufen??? Oder lieber doch nicht jetzt????

Hallo ihr Lieben,

Da ich schon wieder sooo lange nichts geschrieben habe, geht es nun ans Nachschreiben.

Der Dezember war hier in Andalusien ziemlich verregnet und auch nicht besonders warm. So hatte ich das erste Mal seit nunmehr fast 3 Jahren tatsächlich mal wieder lange Hosen an. Nachts gingen die Temperaturen teilweise bis auf 6 Grad runter und da ich ja immer schon gegen 4 Uhr wach bin, saß ich dann in meiner Kühlhausjacke und eingewickelt in Wolldecken vor dem PC. Leider nicht, wie es sich gehört, um Blog zu schreiben, sondern um auf diversen Immobilienseiten Häuser anzusehen. Das ist so ein Tick von mir. Überall, wo es uns gefällt, studiere ich die Haus – und Gründstückspreise, denn irgendwann wollen wir wieder sesshaft werden. Da es uns überall gefällt, kenne ich mittlerweile annährend jedes Haus in ganz Spanien, welches unter 200.000 Euro kostet. Die schönsten werden gespeichert und wenn Bernd dann gegen 9 Uhr 30 endlich wach wird, muss er sie sich ansehen. Dem gefällt das gar nicht, denn er hat die Befürchtung, dass er schneller wieder in ein Haus ziehen muss, als ihm lieb ist.

Tatsächlich fand ich dann ein tolles Haus bei e – bay Kleineinzeigen, welches mir ausserordentlich gut gefiel. Auch Julia und Alex, die mit ihrem kleinen Noah längere Zeit mit uns bei Sarah und Alex standen, wurden von mir angefixt und surften nun genauso besessen im Internet nach Häusern wie ich. Da unsere Geschmäcker sehr unterschiedlich sind, kamen wir uns aber nicht ins Gehege 😉 . Ich setzte mich mit der netten Dame aus Deutschland in Verbindung. Stundenlang gingen Sprachnachrichten hin und her. Sie und ihr Mann hatten das Haus vor 6 Jahren gekauft und aufwendig renoviert. 6 Wochen im Jahr wohnten sie dann dort und brachten alles instand, was übers Jahr liegengeblieben war. Wenn sie damit fertig waren, war auch der Urlaub zuende. Von Erholung war also keine Rede, aber das Haus war wieder im 1A Zustand und wurde das restliche Jahr vermietet. Da die beiden aber nun krank geworden waren und nicht mehr in der Lage sind nach Spanien zu fahren, wollten sie es nun verkaufen und zwar für 185000 Euro. Natürlich hatten wir soviel Geld nicht einmal annährend flüssig, aber mein Vater und eine gute Freundin erklärten sich bereit uns es zu leien. Echt super nett, oder?

So kam es, dass sich Julia und Alex mit uns zusammen auf den Weg machten um gemeinsam die Objekte unserer Begierde zu besichtigen. Zuvor machten wir aber noch einen Termin mit Daggi, Bernds ehemaliger Studienkollegin und gute Freundin, die hier in Spanien wohnt. Diese gab uns wertvolle Tipps und warnte uns. Auch gab sie uns die Kontaktdaten von einem Fachmann für spanisches Immobilienrecht und erklärte uns, dass hier in Spanien alles anders ist. Angefangen mit der Erbfolge und schlussendlich mit dem Finanzamt, welches hier nämlich die Hand aufhält, wenn einer der beiden Hausbesitzer stirbt. Auch die Erbfolge ist in Spanien anders geregelt. So geht z.B im Falle des Todes die andere Ehehälfte leer aus und alles erben die Kinder. Wir waren ihr echt dankbar und machten am Abend mit ihr Pizza, dass heißt , wir belegten sie nur, denn den Teig hatte sie schon vorbereitet. Wir machten 2 Bleche und es war sooo lecker, dass nicht ein Krümelchen übrig blieb. Es war ein richtig schöner Tag mit Daggi und wir hoffen uns bald mal zu revangieren. Erst gegen 24 Uhr verabschiedeten wir uns. Danke liebe Dagmar!!!

Nicht desto trotz machten wir uns zwei Tage später auf , um die beiden Häuser zu besichtigen. Zuerst ging es zum Haus von Julia und Alex. Zwar war das Haus nicht schlecht, aber es hatte keinerlei Ausstrahlung und lag eingepfercht zwischen anderen Häusern. Auch der Garten war absolut ungepflegt. Da mir bei solchen Geschichten immer die Fantasie fehlt, wie es wohl gepflegt aussehen würde, hakte ich das Haus sofort ab. Auch Julia und Alex gefiel das Haus nicht mehr, machte es doch einen ganz anderen Eindruck, wie zuvor auf den Fotos. Wir verabschiedeten uns von dem Makler und dieser hielt Alex einen Zettel zum Unterschreiben hin, der besagte, dass er die Immobilie gesehen hatte. Anstandslos tat Alex das auch. Aus den Augenwinkeln hatte Julia aber gesehen, dass irgendwo etwas mit 3000 Euro stand und als sie es Alex sagte, wollte er das unterschriebene Schriftstück zurück haben. Der Makler allerdings wollte sich nicht von dem Blatt Papier trennen und so zogen beide dran.Alex gewann schließlich und der Makler erklärte, was es mit den 3000 Euro auf sich hatte. Natürlich tat er dies in Spanisch und weder Alex noch unsere Sprachkenntnisse reichten aus, dieses zu verstehen. Also wurde kurzerhand Sarah auf der Finca angerufen und sie übersetzte das Kleingedruckte für uns. Alles war ok. Das Schriftstück besagte nur, dass im Falle eines Kaufs dieses Objektes über einen anderen Makler 3000 Euro fällig wären. Da die beiden nicht vorhatten zu kaufen, war es also irrelevant. Alex, der zuvor ganz blass geworden war, bekam langsam wieder Farbe.

Nun ging die Fahrt weiter zu unserem Haus nach Chiclana (Pago del humo). Dort kamen nun auch der andere Alex mit Sarah und den Zwillingen hinzu. Die nette Spanierin, die sich in der Abwesenheit der Hausbesitzer um das Anwesen kümmert und auch die Schlüsselvergabe für die Sommergäste regelt, hatte 20 Minuten Verspätung, war aber sehr nett. Keine Ahnung was sie dachte, als wir mit 6 Erwachsenen und 3 Kindern das Haus besichtigten und es war uns auch egal. Die Gegend, in der das Haus stand, gefiel uns allen besser, als das Haus zuvor und auch der Garten war sehr gepflegt. Es hatte einen tollen Pool und ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück.

Im Folgenden nur 3 Fotos, die ich von einem Handyvideo vom PC abfotografiert habe. Daher die sehr schlechte Qualität. Ich wollte keine evtl urheberrechtlich geschützten Fotos aus dem Internet nehmen. Ihr findet dieses (Ferienmiet)-Objekt:  Villa Rondi in Chiclana, wenn ihr dort den Namen eingebt.

Alex, Ines und ?? ich glaube Tiago ist das … betreten das Grundstück.
Das sind nochmal dickbäuche Palmen, gell. alles inclusive.

Drumherum, wie in Spanien fast überall üblich eine 2 Meter hohe Mauer. Das Haus selber besaß eine niedlich Küche mit Durchreiche zum Esszimmer, welches auch sehr schön war. Insgesammt machte das Haus einen guten Eindruck und der Preis war sicherlich nicht zu hoch, zumal wirklich alles inclusive war. Angefangen von Sonnenschirmen und Liegen bis hin zu Geschirr, Töpfen, Waschmaschine, Möbel und Bettwäsche. Man hätte sofort einziehen können, aber ich bekam plötzlich ganz kalte Füsse, was sicherlich auch an Daggis Warnungen lag. ( Was ich aber für mich behielt). Bernd aber gefiel das Haus und es war sozusagen schon beschlossene Sache, dieses käuflich zu erwerben. Nach Rücksprache mit der Hausherrin, hatten wir am nächsten Tag einen Termin mit dem Makler, der den Kaufvorvertrag schon mitbringen sollte. Also fuhren wir am Folgetag wieder dorthin. Der Makler wartete schon auf uns und wir inspizierten die Räume noch einmal. Ich war hin- und hergerissen, aber nachdem der Makler uns erzählte, wie gut vermietet es wäre und auch eine Vermietungslizenz vorläge, schwanden meine Bedenken. Bernd und ich haben nämlich keinesfalls vor, das Reisen mit dem Wohnmobil aufzugeben, denn schliesslich ( wie ihr ja wisst:-)) hatten wir außer Portugal, Spanien, Frankreich und Deutschland noch nichts gesehen und unser Ziel war es doch Europa zu erkunden. Zu diesem Zwecke wäre es natürlich klasse, dass Haus während unserer Abwesenheit zu vermieten. Plötzlich war ich Feuer und Flamme und wollte sofort einen Kaufvorvertrag unterschreiben. Der Makler hatte diesen aber nicht dabei und meinte, wir sollten erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Wir verabschiedeten uns vorläufig und gingen in die nächste Kneipe, um auf „unser Haus“ anzustossen.
Am Abend sprach ich dann noch mit Sarah und sie fragte mich, ob das Haus auch wirklich nicht „pro invicio“wäre, denn das würde beeinhalten, dass es fast unmöglich ist, dieses Haus wieder zu verkaufen. Ich machte mich dann erstmal im Internet schlau und forschte, was pro invicio überhaupt bedeutete und wurde nach stundenlanger Suche fündig. Es bedeutet, dass irgendwann einmal irgendjemand ein großes Grundstück gekauft- und mehrere Häuser darauf gebaut hat. Um jedes Haus wurde zwar eine Mauer gezogen, doch sind die Grenzen im Katasteramt nicht eingetragen, was wiederum aussagt, dass man einfach kein festgelegtes Grundstück hat, sondern halt nur eines mit allen anderen Hausbesitzern zusammen.Sollte aus irgendeinem Grund irgeneinem von dem anderen Besitzern nicht mehr passen, was “ sein Grundstück“ ist, kann er klagen und im schlechtesten Fall wird alles neu verteilt. Auch wenn irgendjemand seine Hypotheken nicht mehr zahlen kann, haften die übrigen. Na, das wollten wir auf keinem Fall und ich rief beim Makler an. Innerlich betete ich, dass es “ pro invicio“ war, denn ich merkte immer deutlicher, dass ich doch noch gar nicht bereit für ein Haus war und erst recht nicht für dieses, denn durch die hohen Mauern fühlte ich mich irgendwie so gefangen. Klingt blöd, war aber so. Der Makler wand sich erst einmal etwas, gab dann aber zu, dass es “ pro invicio“ wäre. Ich sagte ihm dann kurz und knapp, dass wir dann das Haus nicht nehmen würden. Danach setzte ich noch die nette Besitzerin von unserem Beschluss in Kenntnis ( die fiel natürlich aus allen Wolken und wusste bis dato gar nichts von pro invivio) und atmete tief aus. Der Kelch war “ Gott sei Dank“ an uns vorrüber gegangen. Puh, Schwein gehabt!!! Juchhu, wir hatten unsere Freiheit wieder, was nicht heißen soll, dass wir nicht doch irgendwann (Ines guckt trotzdem auch jetzt schon wider ständig nach Häusern und ich hoffe Sie noch 2 Jahre hinhalten zu können) hier ein Häuschen kaufen werden. Aber das hat noch etwas Zeit.

Liebe Leser, ich wünsche euch auf diesem Wege, wenn auch reichlich verspätet,

ein ganz tolles neues Jahr!!!!!

Ich hoffe, ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden. Liebe Grüße von uns!!

Womo

Hölzerne Hochzeit 20.11.2019

Hölzerne Hochzeit

Am 20.11.2019 hatten wir Hölzerne Hochzeit. Kein Mensch war überraschter als ich. Zwar weiß ich mittlerweile, dass wir im Winter geheiratet hatten, (auch wegen der Steuer 🙂  ), aber ich schwanke immer zwischen November und Dezember. Den genauen Tag kann ich mir einfach nicht merken. Bernd erging es die ersten 4 Jahre genauso, aber seitdem hat er es innerlich abgespeichert, was mich natürlich immer etwas blöde aussehen lässt.

Wie dem auch sei, ich wachte am Morgen des 20. 11 auf und Bernd war tatsächlich schon vor mir wach. Da ich schlecht geschlafen hatte, hatte ich eigentlich ziemlich miese Laune. Das änderte sich schlagartig, als ich  u n s e r  Lied ( I believe in you von Don Williams) hörte.
Ich sprang (naja, springen ist etwas übertrieben) aus dem Bett und da sah ich Bernd auf dem Sofa sitzen, singend mit seiner Gitarre in der Hand. Oh, wie war das schön!!! Er hatte den Tisch wunderschön dekoriert und ein großes Plakat gemalt.

Wann hatte er das nur gemacht?? Ich war richtig gerührt und fiel ihm, nach Beendigung des Songs, um den Hals. Wir gratulierten uns gegenseitig. 10 Jahre verheiratet!!! So lange war das schon her??? Ich war echt überrascht, wie schnell die Zeit vergangen war. 10 Jahr??? Starke Leistung!!! Das hatte ich zuvor noch nie geschafft.

Nun bedeutete mir Bernd, dass ich mich auf meinen Platz setzten sollte. Was ich auch gerne tat. Bernd stellte den Laptop an und dann lief eine tolle Diashow, mit jeder Menge Bilder aus den vergangenen 10 Jahren. Richtig schön war das und ich war mal wieder happy einen so tollen Mann zu haben.

Als Erinnerung an unseren „Ehrentag“ habe ich uns jeweils ein Armband gekauft.


Er hat da ja weniger Glück als ich, aber ich habe mir fest vorgenommen im nächsten Jahr daran zu denken!

Kurze Zeit später kamen dann noch Alex und Sarah mit einem gigantischen Blumenstrauß. Eigentlich wollten wir dann abends alle zum Pizzaessen einladen, aber weil die Restaurants hier erst gegen 20 Uhr 30 öffnen, entschieden wir uns einstimmig dagegen und es gab Eintopf nach Papas Rezept. Auch sehr lecker.

Auf diesem Wege noch einmal vielen lieben Dank mein Schatz!!!! Du bist echt klasse!!!!! Ich liebe Dich!!!!!

Aus „meiner Familie“ , dachte auch nur Tanja, meine Schwägerin daran. Alle anderen gratulierten erst am Abend, nachdem wir sie darauf aufmerksam gemacht hatten. Ist halt typisch für uns. Mit Daten haben wir es nicht so, aber sonst sind wir extrem ok.

Womo

Allein mit den Zwillingen November 2019

Liebe Leser, da ich ja so lange keinen Blog geschrieben hatte, es aber unmöglich ist, alles Erlebte nach zu schreiben, nun die weiteren Highligts aus der Zeit.

Einer war zweifelsohne die knappen 3 Tage im November allein mit den Zwillingen. Sarah und Alex brauchten dringend einmal eine Auszeit von allem und so boten Bernd und ich an, uns für die Zeit  um die Finca und um Tiago und Emilio zu kümmern.
Anita, der Findelhund war jetzt 3 Tage bei uns und lag von den 24 Stunden des Tages 23, 5 Stunden auf seinem Krankenlager. Schon am Freitag morgen, bepackten Alex und Sarah ihr Wohnmobil. Damit die Kinder nicht störten, wurden sie in ihrem Kinderwagen kurzerhand zu uns geschoben. Beide hatten ausgesprochen gute Laune, was vielleicht auch mit am Wetter lag, denn endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, schien mal wieder die Sonne. Zuvor hatte es ständig geregnet und es war nicht gerade warm gewesen.
Auch der „andere Alex“  🙂  mit seiner Julia und dem kleinen Noah, wollten das schöne Wetter ausnutzen und machten ihr Mobil ebenfalls startklar. Gegen 12 Uhr verließ uns dann die ganze Bande und wir blieben mit den Zwillingen allein zurück.
Diese hatten schon wieder Hunger und während Bernd sich um beide kümmerte, kochte ich für uns alle das Mittagessen. Wie üblich hatten die beiden nichts als Blödsinn im Kopf und Bernd hatte alle Hände voll zu tun und war sichtlich froh, als ich mit der Kocherei fertig war. Nun wurden die Kinder in ihre Hochstühle verfrachtet und gefüttert. Tiago aß, wie immer vorbildlich und mit gutem Appetit. Emilio aber fand es spannender, sein Essen auf den Boden zu werfen, wo sich die 5 hauseigenen Katzen schon versammelt hatten und in freudiger Erwartung in Warteposition um die Stühle schlichen und um jeden Happen kämpften.

Emilio fand das Füttern weitaus spannender, als selbst zu essen. Ich allerdings war da anderer Meinung und fing eine Katze nach der anderen ein und sperrte sie in den Wintergarten. Blöd nur war, dass eine Schiebetür an einer anderen Seite offen war und sie somit immer wieder ausbüchsten. Es dauerte geraume Zeit bis ich dahinterkam und auch diese Tür schloss. Letztendlich nützte das aber auch nichts, denn die blöden Viecher schafften es tatsächlich, auf dem großen Blumentopf und von dort aus auf die Dachbalken zu springen. Da zwischen Blaken und Dach eine Lücke klaffte, war es ein Kinderspiel wieder rauszukommen. Und wohin führte ihr Weg??? Richtig!!! Natürlich zu Emilio, der sich die ganze Zeit meine Bemühungen mit großem Interesse angesehen hatte. Natürlich wurde Emilio so nicht satt.Das holte er dann später nach und zwar indem er zum Katzenhaus ging, auf dem das Futter stand und sich eine gehörige Mahlzeit einverleibte. Auch Tiago nahm noch einen kleinen Snack, sozusagen als Nachtisch. Bernd bekam fast einen Anfall, aber da die Kinder auch bei Sarah und Alex Katzen-und Hundefutter dürfen, sah ich das ganz entspannt. Zumal ich mich daran erinnerte, dass meine Kinder,als sie klein waren, ebenfalls immer zur Anliegerwohnung gingen, wo ein älteres Ehepaar mit Katze wohnte und denen ebenfalls ständig das Futter wegaßen. Geschadet hatte es denen nicht und so machte ich mir keine Sorgen. Als Emilio satt war, kam er zu mir gelaufen und als ich ihn hoch nahm rülpste er so laut, dass Bernd und ich lauthals lachen mussten.

Danach rülbsten wir um die Wetter mit anschließendem „Schulz“ !! Danach brachten wir den Kindern wieder was „Vernünftiges“ wie: Wo sind Deine Ohren ???? (siehe Foto) 🙂 … bei meiner langen Restmähne den Kindern schlecht bildlich zu vermitteln; hat aber, wie man sieht, geklappt.

Jetzt wollte Emilio etwas trinken. War klar, denn es war ja Trockenfutter und das macht bekanntlich Durst. Nachdem dieses erledigt war, setzten wir die Kinder auf den Boden und versuchten zu scrabblen. Das gaben wir allerdings nach 5 Minuten auf, denn beide Jungs hatten natürlich nichts besseres zu tun, als zu den leeren Blumentöpfen in den Beeten zu gehen. Diese standen alle randvoll mit Wasser. Logisch, es hatte ja soviel geregnet. Da sie aber zum Teil einbetoniert waren, konnten wir das Wasser nicht einfach ausschütten.Pausenlos sagten wir: Nein, Nein, Nein!!! Davon waren die beiden Zwerge aber völlig unbeeindruckt. Kurze Zeit später entdeckten sie den Außenwasseranschluss und es war vorbei mit scrabblen. Übrigens schafften wir es weder am drauffolgenden Samstag, noch am Sonntag, die Partie zu beenden. Die Kinder brauchten nun komplett neue Klamotten und ich machte mich ans Werk. Während Bernd Emilio in Schach hielt, zog ich Tiago um und danach Emilio. Wir gingen wieder nach draußen, wo Anita sich gerade von ihrem Lager erhob und sich im Wintergarten zum Kacken bereit machte. Bernd sah das und schrie mich mit den Worten: “ Zieh den Hund nach draußen!!!“ an. Er selbst hatte gerade Tiago auf dem Arm und stand nicht so nah an Anita wie ich. Ich packte den Hund am Halsband, worauf Bernd wieder losschrie: “ Nicht am Flohhalsband, dass hält nicht!!! Witzig!! Ein anderes Halsband hatte er nicht. Sollte ich den Hund an den Ohren ziehen??? Nun begab sich Anita in die Kackposition und ich schob und zerrte ihn. Ich schaffte es mitsammt dem Hund auf die Terasse, wo er dann einen riesigen Haufen hinsetzte. Es stank mal wieder erbärmlich, weckte aber sofort Emilios Interesse. Bevor er hineingrabschen konnte, nahm ich ihn schnell hoch. Bernd fluchte laut und setzte Tiago ab, um irgendetwas zu suchen, womit er den Haufen, der ziemlich dünn war und wie ein riesiger Kuhfladen aussah, wegmachen konnte. Natürlich machte sich nun Tiago auf den Weg dorthin. Vorsicht!!! , schrie ich und Bernd konnte Tiago gerade noch hochnehmen. Bernd und ich brachten die Kinder rein und ich baute jede Menge Türme aus Bauklötzen, die kaum aufgebaut, schon wieder zerstört wurden. Daran hatten die beiden sichtlich Spass. Bernd hingegen weniger, denn er machte unterdessen den Haufen weg, was sich jetzt einfacher anhört, als es war. Ich könnte euch jetzt eine genaue Beschreibung liefern, erspare es euch aber. Als Bernd fertig war, hatten beide Kinder unisono die Windeln voll. Jetzt war ich dran. Bei Emilio klappte es wunderbar, aber Tiago weinte bitterlich, denn der arme kleine Kerl war sehr wund. Sarah war schon beim Arzt mit ihm gewesen und es gab nun eine Spezialcreme und Puder. Trotzdem tat es ihm noch unglaublich weh und wir beide waren nach dem Wickeln fix und fertig. Bernd, der währenddessen die ganze Zeit Tiagos Hand gehalten hatte und beruhigend auf ihn einredete ebenfalls. In der Zwischenzeit hatte Emilio sich an den Küchenschränken zu schaffen gemacht und das sehr erfolreich. So ging der Tag dahin und endlich war es 18 Uhr 30. Die Kinder sahen schon wieder aus, wie die Schweine und ich ließ die Badewanne volllaufen. Zuerst kam Emilio dran und er hatte sichtlich Spass. Tiago stand unterdessen auf der Stufe vor der Wanne und wollte ebenfalls hinein. Immer wieder versuchte er über den Rand der Wanne zu kommen, aber Bernd passte auf wie ein Schießhund. Nach 20 minütigen Bad, indem ich immer mal wieder heißes Wasser nachlaufen ließ, weil das so schön müde macht, nahm ich Emilio unter Protestgeschrei raus. Schnell wurde er abgetrocknet und in die Schlafklamotten gepackt. Unterdessen zog Bernd Tiago aus, der es gar nicht abwarten konnte in die Wanne zu kommen. Leider hatten wir die Rechnung ohne seinen Popo gemacht, denn der brannte, sobald er mit Wasser in Berührung kam. Klar, dass Tiago sich so nicht hinsetzten wollte. Also nahmen wir ihn schnell wieder raus. Jetzt wurde noch einmal gefüttert und dann legten wir uns mit den Kindern, auf die im gesammten Kinderzimmer ausgelegten Matratzen. Dort schlafen die beiden laut Sarah und Alex besser, als in ihren Betten. Wir sangen ihnen leise etwas vor und es dauerte gerade mal 3 Lieder, da waren die beiden eingeschlafen. Jetzt trennten sich Bernd und meine Wege. Bernd ging zum Wohnmobil, wo er die Nacht verbrachte und ich räumte noch die Spülmaschine aus und beseitigte mein Kochchaos. Dann sah ich mir auf dem Computer noch einen Netflixfilm an. Dabei schlief ich ein. Exact bis um 3 Uhr, dann waren beide Kinder wach. Ich beruhigte sie, legte mich zu ihnen und innerhalb 30 Minuten schliefen sie wieder selig ein. Ich konnte nicht mehr richtig schlafen, deckte den Hund mehrmals zu und döste ein wenig vor mich hin. Um 5 Uhr 30 war dann die Nacht zuende. Tiago war wach. Schnell holte ich ihn aus dem Zimmer, bevor Emilio wach wurde. Beim Wickeln stellte ich fest, dass sein Po schon viel besser aussah als gestern und so gab es keine Tränen. Ich bereitete das Frühstück zu und als ich gerade damit fertig war, erwachte auch Emilio. Der Tag konnte beginnen……… Gegen halb 9 kam Bernd laut fluchend herein. Anita hatte 6 Haufen gemacht und Bernd war dann erst einmal mehr als eine Stunde beschäftigt, die Schweinerei mit dem Schaufel und Gartenschlauch, etc. von der Terasse zu beseitigen. Ich war heilfroh, als er endlich fertig war und wir uns gemeinsam um die Kinder kümmern konnten. Mittlerweile war es draußen warm genug und wir gingen raus. Anita war heute viel fitter und folgte uns auf Schritt und Tritt. Dabei lief sie immer so nah bei und vor uns, dass wir mehrmals fast auf sie drauffielen. Zum Glück konnten wir uns aber jedes Mal abfangen. Nicht auszudenken, wenn ich auf sie draufgefallen wäre. Mit Sicherheit, hätte dann kein Knochen mehr auf dem anderen gesessen.

Der Tag lief dann ziemlich identisch wie der vorige ab. Irgendwann gingen wir zur Liegewiese und da Emilio etwas quengelte, legte ich ihn in die Hängematte. Es dauerte keine 3 Sekunden, da schlief er auch schon. Während Tiag wieder nur Blödsinn im Kopf hatte schaukelte ich Emilio. Als Bernd kam, übernahm er meinen Job und ich beschäftigte mich mit Tiago. Ich gab Bernd den Auftrag, die Hängematte an einer Seite hoch zu halten, weil Emilio sonst bei der kleinsten Bewegung rausfallen würde. Bernd legte sich also vor die Hängematte und schaukelte sanft. Dabei schlief er fast ein und als Emilio sich dann bewegte, purzelte er raus. Bernd bekam einen mächtigen Anranzer von mir. Emilio aber wurde nicht einmal wach und vorsichtig legten wir ihn wieder hinein. Kaum wachte Emilio auf, war Tiago müde und wurde in den Kinderwagen gelegt. Diesen hatte ich gerade mal 3 Minuten geschoben, da schlief er schon. Später spielte Bernd mit beiden im Sandkasten, während ich 2 Maschinen Wäsche wusch. Am Abend steckten wir beide wieder nacheinander in die Wanne. Heute gefiel es auch Tiago super und danach schlief er in Bernds Arm ein. Emilio war schon vorher auf seiner Matratze eingeschlafen und schlief sage und schreibe 13 Stunden durch. Auch Tiago schlief durch. Nur ich nicht. Ich deckte in der Nacht 3 Mal die Kinder zu und 4 Mal den Hund und war wie gerädert am nächsten Tag. Beim Frühstück stellte ich das Tablet auf und wir hörten uns Kinderlieder an. Die Kinder waren begeistert und aßen mit gutem Appetit. Wir hatten mal wieder Superlaune. Dann kam Bernd und der war wieder richtig bedient, denn Anita hatte heute 7 Haufen gemacht. Bernd regte sich dermaßen auf, dass ich kurzerhand das Handy nahm und ihn filmte. Bei Gelegenheit werde ich das mal ins Netzt stellen, damit ihr etwas zu lachen habt.

Hier ist das Video !! (musste ich leider in Kurzform nochmal mit dem Handy vom PC abfilmen, da das Video ansonsten viel zu lang war. Also sorry für die miese Qualität !) Aber das Wichtigste ist jetzt zu sehen und zu hören!!  Scheiss Wetter (siehe Winterpullover), scheiss Hundescheiße und scheiss Laune am Morgen 🙂   Viel Spaß

Scheiss Hundescheiße kurz

Gegen 5 Uhr nachmittags kamen dann endlich Sarah und Alex wieder. Puh, wir waren echt froh!! So süß und lieb die Kinder auch sind, so ist es doch irre anstrengend und Bernd und ich mehr als erleichtert, sie wieder abgeben zu dürfen. Ich fühlte mich um Jahre gealtert und tod wie Schmitz Katze. Bernd erging es ähnlich.

Am nächsten Tag dann wollten wir nach Roche, aber das Wetter wurde wieder schlecht und wir blieben erst einmal hier.

Liebe Leser spätestens übermorgen geht es weiter!!

Womo

Anita wird gerettet. November 2019

Die beiden Alexe machten einen Spaziergang durchs Dorf, weil der andere Alex mit dem Gedanken spielte, hier mit seiner Julia ein Grundstück zu kaufen. Auf dem Rückweg fiel ihnen ein unglaublich dünner Hund auf, der so abgemagert war, dass er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Weil Alex beruhigend auf ihn einsprach, fasste er wohl Vertrauen und die beiden lockten ihn zur Finca. Dort gab es zuerst einmal etwas zu fressen und Wasser. Der Hund hatte unglaublich Durst und war anscheinend völlig dehydriert.Nachdem er sicher 10 Minuten ununterbrochen gesoffen hatte, fiel er über das Essen her. Es gab jede Menge Wurst und Trockenfutter. Danach schnappte sich Alex den Hund und fuhr mit ihm zum Tierarzt. Der hatte so etwas noch nie zuvor gesehen und war mehr als entsetzt. Zuerst einmal schnitt er die ellenlangen Krallen, ein Zeichen dafür, dass der Hund sehr lange eingesperrt gewesen war. Danach versorgte er die Wunden, die er an einigen Stellen des Körpers hatte. Besonders schlimm war die Rute zugerichtet. Sie hing kraftlos herunter, war verkrustet vom eingetrockneten Blut und mehrfach gebrochen. Alex war der Meinung, dass es bei Hunden, die nahe dem Hungertod sind, üblich ist, auf dem eigenen Schwanz zu kauen. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Mit einigen Medikamenten versorgt, entließ der Tierarzt die beiden nach Hause. Dort wurde ein Krankenlager im Patio eingerichtet, worauf der Hund sich kraftlos fallen ließ und sich die nächsten 20 Stunden nicht rührte. Ich sah den Hund erst am nächsten Tag zum ersten Mal und mir kamen augenblicklich die Tränen. Wie können Menschen nur so grausam sein???? Völlig ermattet lag er da, kaum genug Kraft den Kopf zu heben. Die Knochen stachen überall heraus und man sah ihm an, wie schlecht es ihm ging. Auf den Geheiß meiner jüngsten Tochter Kim, die tierliebste Person auf der ganzen Welt, brachten wir den Hund abermals zum Tiearzt. Dort bekam er Infusionen und am Folgetag durften wir ihn wieder abholen. Noch immer war er sehr klapperig und wackelig auf den Beinen. Er stand nur zum Geschäft verrichten auf, und kam nicht einmal bis zur Terasse, sondern entleerte sich gleich im Patio. Es war unglaublich, wie sehr die Ausscheidungen nach innerlicher Verwesung stanken, aber es ging aufwärts.Weil es ein Weibchen war, tauften wir sie auf den Namen Anita und sangen sogleich:: Ich fand sie irgendwo, allein in El Soto, Anita, Anita. Der Name passte, wie die Faust aufs Auge. Hier nun einige Bilder von ihr.

Nach der 1. ärtzlichen Versorgung und etwas Fressen lag sie schachmatt auf dem eingerichteten Lager.
Nur mit Anreichen der Näpfe gelang es uns den Hund am 1. Tag zum Saufen und Fressen zu bewegen.
Am nächsten Tag konnte sie schon aus eigener Kraft im Stehen das Futter aufnehmen.
… und später die ersten wackeligen Schritte mit uns in den Garten. Seit dem folgte sie den Menschen auf Schritt und Tritt.

Wie es mit Anita weiterging wird morgen berichtet!!!

Womo

El Soto November 2019

Der Rückflug von Gran Canaria verlief abermals ruhig und wir waren mehr als dankbar, dass Alex uns abholte. Kaum waren wir aus dem Flughafengebäude raus, war er auch schon da. Danke lieber Alex!!! Auf dich kann man sich wirklich verlassen!!! Keine 1,5 Stunden später trafen wir in El Soto ein und fielen sofort ins Bett.

Am nächsten Tag halfen wir Alex bei der Gartenarbeit. Er bearbeitete jede Menge Hecken mit der elektrischen Heckenschere und Bernd und ich fuhren dann eine Schubkarre nach der anderen ans andere Ende der Finca, wo der Grünschnitt dann irgendwann verbrannt wird. Am nächsten Tag setzten wir das dann fort. Allerdings übernahm  Sarah meinen Job und ich die Kinder. Leider war das Wetter mehr als schlecht und ich wechselte mit den Kindern von einer Finca in die nächste und immer mal wieder ins Wohnmobil.

Ja genau, das was ihr hier seht sind Regenpfützen !!!! in der Abenddämmerung
Ines ist erfinderisch! Und so wurden schnell 2 Mülltüten zweckentfremdet und die beiden Süssen dann bei leichtem Regen spazierengefahren (bis zum nächsten Container) :-O
So sweet die Beiden; und es gefällt Ihnen !

Aus Erfahrung weiß ich mittlerweile, dass den beiden immer mal wieder ein Tapetenwechsel gut tut. Ein Sack Flöhe hüten ist sicher einfacher, aber nicht so schön. Mittlerweile können beide laufen und das immer in verschiedene Richtungen. Nach 6 Stunden war ich ehrlich fix und fertig und wirklich froh, die beiden wieder abgeben zu können. Also ganz ehrlich?? Ich bewunder Alex und Sarah, die das jetzt seit mehr als einem Jahr wuppen. Naja, aber die sind ja auch fast 20 Jahre jünger als wir. Macht schon Sinn, dass man in unserem Alter keine Kinder mehr bekommt.

Fast der gesamte November war nass und kalt und wir froh, dass wir nicht nur im Wohnmobil rumhängen mussten, sondern ordentlich auf der Finca mithelfen konnten.

Mittlerweile waren auch Alex und Julia eingetroffen. Die beiden hatten wir im letzten Jahr kennen gelernt und ebenfalls mit auf die Finca geschleppt.

Das Wiedersehen wurde erst einmal richtig gefeiert !!!!! … natürlich in unserem Saloon
Es gab ….: diverse Getränke 🙂

Mit Sarah und Alex verstanden sie sich sofort und darum war klar, dass wir uns hier wieder treffen würden. Allerdings waren die zwei nun nicht mehr allein. Mit im Gepäck, der kleine 7 Woche alte Sohn Noah. Welch ein süßer Fratz und sooo groß im Vergleich zu den Zwillingen im selben Alter. Kein Wunder, wog er doch bei der Geburt weit mehr als 4 Kilo. Also quasi fast das doppelte als seinerzeit Emilio. Noah ist ein absolut pflegeleichtes Baby. Jedenfalls solange er geschaukelt wird. Dafür hatten sich die beiden eine Vorrichtung angeschafft (eine Art Hängetuchmatte mit Gummibändern). In dieser lag der kleine Noah, mehr oder weniger den ganzen Tag.

Noah findet es in seiner Hängematte eigentlich immer toll, auch wenn dieses Gesicht zwar friedlich aber nicht nach Begeisterung ausschaut.

Julia, eine tolle Künstlerin

Da Julia Art-Director in Web und Print auf selbstständiger Basis – und mehr als super in ihrem Job – ist, hatte sie sich, trotz Erziehungsurlaub bereit erklärt, Prospekte und Flyer zum online versenden, für Sarahs Finca zu erstellen. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas mit soviel Arbeit verbunden ist. Julia saß fast drei komplette Tage daran und Bernd und ich hatten mehrfach den kleinen Noah bei uns und schaukelten ihn abwechselnd.

Ich war zu faul, beziehungsweise wollte während des Noh-Schaukelns die Hände frei haben und habe so diese „Fuß-Zug-Vorrichtung“ installiert 🙂

So konnte Julia in Ruhe arbeiten und das Ergebniss konnte sich wirklich sehen lassen. Hilfreich war da sicher auch, dass Julia zusätzlich noch Fotografin ist. Bernd und ich waren ehrlich begeistert und Bernd fragte Julia, ob sie ihn vielleich einmal fotografieren könne, da er unbedingt neue Bandkarten benötigte. Natürlich sagte Julia sofort zu. Sie kann halt einfach nicht“ nein“ sagen. Das Ergebniss war schlichtweg der Hammer. Aber seht selbst……… Was für ein gutaussehender Kerl!!!

… und die Palmen spiegeln sich in der frisch geputzten Gitarre !!

Die Bandkarten stellte sie dann auch noch für Bernd fertig und dafür liebe Julia, noch einmal unseren herzlichsten Dank. Sie sind echt super geworden.

Die Rückseute meiner neuen 1-Mann-Bandkarte; cooooooool !!

Was täten wir nur ohne dich??? Überhaupt war es toll mit euch und wir vermissen euch schwer!! Danke danke danke!!!!!

 

 

 

 

 

 

Liebe Leser, im kalten Deutschland und auch in den anderen 17 Ländern, ich schwöre hoch und heilig, dass es morgen weiter geht!!!!!! Hoffentlich habt ihr eine schöne Vorweihnachtszeit und es geht euch gut!!

 

 

Womo

Familientreffen auf Gran Canaria 02.11 – 12.11.2019

Am Nachmittag des 02.11. ging es für uns nach Gran Canaria. Ich hatte 2 günstige Flüge von jeweils 64 Euro gebucht und Alex war so nett uns zum Flughafen nach Sevilla zu fahren. Die Fahrt verging irre schnell und Alex ließ uns direkt vor den Abflugsterminals raus und fuhr schnurstraks wieder nach Hause. Eingecheckt hatten wir schon via Internet und so konnten wir direkt zur Passkontrolle durchgehen.

Die WoMo-Cowboys auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub !! 🙂

Unser Gepäck wurde durchleuchtet und Bernd musste seinen Koffer öffnen. Da er der einzige war, der morgens Zucker in seinem Kaffee trank, hatte er eine halbe Tüte auf mein Geheiß hin mitgenommen. Diese wurde nun herausgefischt und utersucht. Da es wirklich kein Rauschgift war, durften wir sie kurze Zeit später aber wieder in Empfang nehmen. Die Wartezeit bis zum Abflug war so kurz, dass ich mir noch nicht einmal, wie sonst üblich, pfundweise mordsmäßig teure Antfaltencreme, aus dem Probierdosen im zollfreien Einkaufsladen,  ins Gesicht hauen konnte. Sie reichte aber mich im Vorbeigehen, mit mindestens 10 unterschiedlichen Düften einzusprühen,. Da wir keine Plätze reserviert hatten (hätte 16 Euro gekostet), saßen Bernd und ich getrennt. 16 Sitzreihen lagen zwischen uns, worüber Bernd mehr als froh war, musste er mich jetzt doch nicht mehr riechen. Die Maschine startete pünktlich und der Flug war wunderbar ruhig. Nach 2 Stunden und 15 Minuten landeten wir auch schon wieder. Wir marschierten zur Bushaltestelle und fuhren dann nach Aguineguin, wo meine Geschwister mit Ehepartnern und meine Eltern schon auf uns warteten. Der Anlass für unser Treffen , war eigentlich eine Gewichtsabnehmwette, die mein Bruder vor 5 Jahren, ebenfalls auf Gran Canaria mit mir und meiner Schwester abgeschlossen hatte. Eigentlich hätte nun der Verlierer, in diesem Fall zwei, nämlich meine Schwester und ich, diesen Urlaub für alle zahlen müssen, aber wir hatten unglaublich Glück, denn das übernahmen meine Eltern. Sind die nicht klasse????

Nach einer guten halben Stunde Busfahrt erreichten wir unser Ziel und stiegen direkt vor der wunderschönen und rieigen Anfi-Ferienanlage aus. Wir schnappten unseren Koffer und marschierten zur Rezeption, wo meine Mutter auf erwarten wollte. Von ihr aber weit und breit nichts zu sehen. Wie sich herrausstellte, waren wir an der falschen Rezeption. Die Hotelanlage ist nämlich so riesig, dass sie über drei verfügt. Nun lag noch einmal ein fast 15 minütiger Fußmarsch vor uns. Am Ende erreichten wir aber unser Ziel. Mittlerweile war es allerdings auch schon 22 Uhr. Freudig begrüßten wir meine Familie.

Thats the „dream-family“ … oder 1 Ingenieur meets 7 Hoteliers 🙂

Diese waren alle schon ziemlich müde und so gingen wir schon kurze Zeit später ins Bett, denn so ein Anreisetag ist echt immer anstrengend.

Ein Traum-Ausblick von unserem Appartement-Balkon auf die Herz-Insel (isla delcorazon)
… unsere Yacht könnt Ihr hier nicht sehen, da die Anlegeplätze für unsere „Saloon-Yacht“ hier zu klein waren; wir ankerten vor der Küste! 🙂

Am nächsten Morgen gingen meine Schwester Elke, Bernd und ich mit meinem Vater zum Meer, um dort schon vor dem Frühstück zu schwimmen. Mein obersportlicher und sportsüchtiger Bruder (wenn ich davon doch nur etwas abhätte) und meine ebenso sportliche Schwägerin Tanja, absolvierten ihr eigenes Fitnessprogramm, welches gefühlsmäßig schon zwei Stunden früher seinen Anfang nahm. Mein Schwager Rainer, hielt so gar nichts von Sport und war deshalb jeden Morgen für den Einkauf zuständig, während meine liebe Mama den Frühstückstisch für uns alle deckte. Nach 20 Minuten intensiven Schwimmens, ach war das herrlich, ging es an den liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Dieser ließ keine Wünsche offen und allesammt hauten wir ordentlich rein.
Nach dem Frühstück machten wir eine Bootsfahrt nach Mogan, unter Kennern auch gern klein Venedig genannt.

Ines Bruder Bernd entspannt hier als Galionsfigur.
… und Rainer „wühlt das Meer auf“.

Das war herrlich. Die Sonne lachte vom Himmel und wir mit ihr. In Mogan bummelten wir durch die schönen Gassen und später aßen wir dann alle gemeinsam in einem schönen Lokal am Hafen.

Hier trinken wir noch später ne` Kleinigkeit. Fotos von dem schönen Restaurantbesuch habe ich leider nicht … generell haben wir diese Mal sehr wenig Fotos gemacht, da die anderen Familienangehörigen gerne und viel fotografiert haben. Die ganzen Fotos befinden sich aber in einer Cloud und ich habe sie nicht.

Die Stimmung war prima und jedes Mal, wenn wir mit unseren Gläsern anstiessen, stimmten wir, unser vor 5 Jahren selbstkomponiertes Lied, anlässlich der goldenen Hochzeit meiner Eltern an. Text wie folgt:

Mama, Papa, ihr seid wunderbar…. wir sind wieder mit euch auf Gran Canaria!!!!

Melodie : Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen.

Die goldene Hochzeit von den beiden hatten wir nämlich auch auf Gran Canaria eine Woche lang gefeiert.

Sonnenbrillen-Gesichter bei 32 -Grad 🙂

Der coole Rainer aus „Emden“ mit meinem Sonnenhut und meiner „rundlichen“ Sonnenbrille, die meine liebe Ines ihm gerade für „5 €“ verkauft hat. Warum ? Sie war immer der Meinung „rund steht mir nicht“ ??

Später fuhren meine Eltern und Rainer, (mein Schwager der faule Sack) mit dem Boot zurück. Wir anderen fuhren mit dem Bus nach Puerto Rico und liefen von dort aus nach Hause. Ich hatte ganz vergessen, dass es auf den Weg 180 Treppenstufen gab, die den Berg hochführten. Obwohl Bernd, mein Bruder, mich die ganze Treppe hochschleppte, war ich fix und fertig, als wir oben ankamen.

Nachdem die „Treppenstufen“ gemeinsam geschafft waren, wurde die arme Ines mit unserer letzten Wasserreserve (Trinkflasche) wieder auf normale Betriebstemperatur abgekühlt!! — Foto des Jahres 🙂

Kurz durfte ich mich ausruhen, da drängte es meine sportliche Familie weiter. Kurz vorm Erreichen unseres Hotel fing völlig spontan mein Bauch an zu zwicken. Untrügliches Zeichen für bevorstehenden Durchfall. Ohje, die Toiletten waren noch ziemlich weit entfernt und ziemlich schnell verfiel ich in Panik. Ich informierte meinen Bruder. Dieser erkundigte sich, ob ich schon Wehen hätte. Ich bejahte es. Übrigens fand ich diesen Vergleich sensationell und absolut treffend. Mein Bruder machte ein sehr ernstes Gesicht und wir wechselten in den zweiten Gang. Mir wurde immer mulmiger und ich sagte zu meinem Bernd, er solle schon mal vorrennen und nach einer Toilette Ausschau halten. Das tat er dann auch. Nach 2 Minuten kamen wir bei dem großen Hotelkomplex an. Bernd stand schon vor dem Haus und wies mir den Weg zu den Toiletten. Höchste Eisenbahn. Ich stürmte auf die Tür zu und???….. Verschlossen!!!! Ich ließ mich auf einen Sessel vor der Toilettenstür plumpsen und war den Tränen nahe. Wenn ich jetzt aufstehe, geht es in die Hose, wimmerte ich. Meine Geschwister lachten sich fast tot. Mein Ehegatte aber verfiel wie ich in noch größere Panik. Anscheinend gingen die Toiletten hier nur mit passender Zimmerkarte auf und da wir in einem anderen Teil des riesigen Hotels untergebracht hatten, passte unsere halt nicht. Bernd rannte abermals los und kam in Rekordzeit mit einer fremden Frau im Schlepptau zurück. Diese verstand sofort den Ernst der Lage, zückte ihre Zimmerkarte und Simsalabim, die Tür öffnete sich. Ich sprang vom Sessel auf und mit zusammengekniffenen A-Backen, zusäßlich eine Hand vor eben diesen gepresst, sprintete ich zum Klo. Hose öffnen und hinsetzten war eins und ich ließ dem Schicksal seinen Lauf. Huijujui, wenn das in die Hose gegangen wäre……. Unterdessen hörte ich die ganze Zeit meine Familie auf dem Flur, die sich vor Lachen kaum einbekamen.

Liebe Leute , morgen geht`s weiter !!  🙂

Tja, wieder nicht dazu gekommen, aber wir haben hier immer soviel zu tun. Tut mir ehrlich leid.

Mit dem Segelboot von Puerto Rico nach Mogan

  

Am Folgetag hatten meine Eltern dann ein Segelboot für uns ganz allein gechartert. Die Crew und Bootsbesitzer bestanden aus einem wahnsinnig netten polnischen Pärchen. Das Wetter war herrlich und schon um 9 Uhr 30 wurden wir von unserem Hotel abgeholt und mit dem Auto ging es dann nach Puerto Rico. Dort am Hafen lag das Boot. Auf den Weg dahin unterhielt ich mich prächtig mit der Betreiberin auf spanisch. Naja, ich erzählte jede Menge, was ganz gut funktionierte und bei den Antworten tat ich dann immer so, als ob ich etwas verstehen würde, machte ein intelligentes Gesicht und nickte zustimmend. Das klappte ganz gut und ruck zuck waren wir dann auch schon da. Wir nahmen Platz und ließen uns den Ablauf erklären. Dann ging es los. Natürlich dauerte es nicht lange, bis mein Bruder das Steuer übernahm. Ich machte es mir vorne auf dem Boot bequem und ließ mir den Wind um die Nase wehen. Ach, war das herrlich.

Tanja genießt auf Deck das sanfte Schaukeln

Wir alle genossen die Fahrt sehr und zu späterer Stunde durften wir dann noch in einer geschützen Bucht schwimmen gehen.

Zurückgelassen in der einsamen Bucht … Ines & ich

Während wir schwammen, wurden leckere Wraps für uns zubereitet, die wir dann mit großem Appetit verspeisten.

Noch ein letzter misstrauischer Blick …. dann wurden die leckeren Wraps in Rekordzeit verspeist !

Der Kapitän geht als letztes von Bord (vom nicht gesunkenen Schiff)

Viel zu schnell verging der Tag. Am Abend gingen wir dann noch einmal ganz lecker essen.

Unsere gemeinsame Woche ging ratz fatz vorrüber und meine Geschwister mit ihren Partnern mussten abreisen. Wir blieben noch 3 weitere Tage, in denen Bernd dann tatsächlich richtig Doppelkopf spielen lernte und wir viel Spaß hatten.

Mama, Papa, dieser Urlaub war einfach toll und ganz wunderbar!!!!!! Vielen vielen Dank von uns allen!!!! Klasse, dass gerade ihr unsere Eltern seid!!!!!!!

 

Womo

Uns geht es prächtig! 23.09. – 02.11.2019 – Roche und El Soto

21.11.2019

Es ist wirklich lange her, dass wir etwas von uns haben hören lassen  – Irgendwie fehlte mir total die Motivation!!
Die Tage waren so kurz und ich dachte so bei mir, ist eh langweilig für Euch, da ihr Roche, wo wir waren und El Soto wo wir jetzt sind ja schon ausgiebig kennengelernt habt. Das scheint aber nicht so zu sein, wie ich seit dem gestrigen Checken meiner mails  gemerkt habe. Das tue ich ja bekanntlich nicht so besonders oft und ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen, als ich die vielen Nachrichten von Euch las, in denen ihr Euch erkundigt habt, ob es uns gut geht, uns mitgeteilt habt, dass ihr unseren Blog vermisst und einfach wissen wollt, wie es bei uns weitergeht. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass es sooo viele Leute da draußen gibt, denen es zur lieben Gewohnheit geworden ist, mit uns zu reisen , von unseren Erlebnissen zu lesen und dieses nun schon so lange vermissen.  Auf diesem Wege, ganz lieben Dank an euch!!! Jede einzelne mail hat dazu beigetragen, dass der Elan jetzt wieder da ist und es jetzt endlich weitergeht; auch wenn ich nicht jeden Tag schreiben werde. Vielen Dank dafür!!!

Die meist gestellte Frage, ob es uns gut geht, kann ich nur bejaen. Uns geht es prächtig!! Ich versuche mal, dort anzuknüpfen, wo mich vor fast 2 Monaten die Muse verlassen hat.

Als wir in unserem geliebten Roche ankamen, sahen wir gleich, dass ein neues Schild aufgestellt worden war, auf dem es hieß, dass alle Wohnmobile abgeschleppt werden würden. Wir waren richtig frustriert, ist doch Roche unsere zweite Heimat. Wir parkten trotzdem erst eimal und verschafften uns einen Überblick. Tatsächlich sahen wir ein einziges Mobil auf der riesigen Fläche.

Supi, wir konnten wieder auf unserem Lieblings-Stellplatz am Strand stehen! „In der Woche“: Platz satt !!

Kurze Zeit später, stellten wir fest, dass es das von Jan war. Ein Pole, der allerdings über 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und nun Rentner war. Jan hatten wir schon letztes Jahr kennen gelernt und nun wurde er erst einmal interviewt. Er stünde hier nun schon 3 Wochen, teilte er uns mit und ja, die Polizei wollte ihn am Anfang wegschicken, aber nachdem er sie davon in Kenntniss gesetzt hatte, dass die Saison doch jetzt vorbei wäre und er wirklich nicht stören würde, durfte er bleiben. Das wollten wir hören und stellten uns sogleich neben ihn. Um es vorweg zu nehmen, die Polizei kam, genau wie im letzten Jahr fast jeden Tag , sah nach dem Rechten und verschwand wieder und so nach und nach gesellten sie auch andere Wohnmobile zu uns.

Ist dieser Blick und das Wetter nicht ein Traum??? Nur 10 m entfernt von unserem Saloon fotografiert.

Da wir diseses Jahr schon Ende September in Roche ankamen, waren sogar noch ein paar Strandbars (chiringuitos) aufgebaut und in Betrieb. Teilweise waren die Strände auch noch sehr gut besucht und die umliegenden Hotels ausgebucht.

Gleich am zweiten Tag lernten wir Miguel aus Nordspanien kennen. Dieser wollte so gerne einmal unseren Saloon von innen sehen. Natürlich durfte er das und weil ich gerade Erbsensuppe gekocht hatte, luden wir ihn kurzerhsand dazu ein. Am Abend dann revangierte er sich und wir aßen gemeinsam Honigmelone mit dem unglaublich leckeren iberischen Schinken.

An Miguel konnten wir dann endlich einmal unsere Spanischkenntnisse anwenden und waren positiv überrascht, wieviel wir mitlerweile schon verstehen konnten. Miguel blieb noch eine ganze Woche und dazu gesellten sich Manuela und Thorsten. Diese beiden waren ein super lustiges Pärchen aus Deutschland, die nach Spanien geflogen waren und sich hier ein uraltes Wohnmobil geliehen hatten, womit sie nun durch Spanien gondelten. Auch sie liebten Roche, blieben länger als geplant und kamen am Ende ihres Urlaubes sogar nocheinmal zurück. Jan, Miguel, Thorsten, Manuela , Bernd und ich wurden eine richtige Clique und verbrachten so manchen schönen Abend miteinander.

„Action-Foto“ mit Manuela und Jan 🙂
Auch ein „spanischer Schönling“ (Junge) gesellte sich zeitweise zu uns, bevor er mit seinen amigos surfen ging. Alle unsere „Mädels“ (Frauen) waren hin und weg! 🙂 … und er konnte sogar noch etwas Gitarre spielen & singen 🙂

Dann lernten wir noch ein frisch verheiratetes junges Pärchen kenn, welches seine Flitterwochen in einem nahe gelegenes Hotel verbrachte verbrachte und es bei und mit uns viel schöner fand. Auch sie wurden mit in unserer Clique aufgenommen und im nächsten Jahr wollen wir uns zur selben Zeit am selben Ort alle wiedersehen. Leute, es war toll mit euch!!!

… und so „verabschiedeten“ wir wieder jeden schönen Tag.

Miguel verließ uns als erster. Die Arbeit rief und er musste heim. Dicke Tränen kullerten über sein Gesicht, als er uns verließ. Noch heute haben wir über whats-app Kontakt. Ja, Abschiede sind immer traurig. Alle müssen irgendwann wieder los, weil die Arbeit ruft, nur wir bleiben immer übrig. Naja, es gibt weitaus Schlimmeres!! 🙂

Als alle weg waren, kam uns Sarah mit den Zwillingen am Strand in Roche besuchen. Mein Gott, waren die zwei groß geworden.

… und sofort wurde vor unserem Saloon wieder das „Spieleparadies“ aufgebaut.

Sie krabbelten mit einer sagenhaften Geschwindigkeit durch die Gegend und steckten sämtliche Kieselsteine in den Mund, lutschten den Sand ab und spuckten sie wieder aus. Sofort krabbelten sie auf uns zu. Mein Emilio zu mir und Bernd,s Tiago zu ihm. Wir konnten sie sofort auf den Arm nehmen und sie strahlten uns an. Fast könnte man meinen, sie kannten uns noch. Ach, es war sooo herrlich wieder hier zu sein.
Das Wetter war ebenfalls bombastisch und das Wasser noch richtig warm. Wie immer war schwimmen schwierig, denn die Wellen waren gewaltig. Wen kümmert,s?? In den Wellen hopsen macht auch Spaß.

Ab dem 03.10. ging es wieder ab nach ????   … El Soto

Insgesamt blieben wir 12 Tage in Roche, dann ging es nach El Soto.

Unser Lieblings-Parkplatz in El Soto

Mein Sohn David hatte sich dort mit 3 Freunden eine von den Apartamentos gebucht und natürlich wollten wir ihn unbedingt sehen und so machten wir uns auf den 35 Kilometer langen Weg zu “ Soul casas“, so heißen die Fincas nun.

„Mutter & Sohn“ wieder vereint. Und David hat natürlich seine Drohne dabei!!
Eine echt tolle „Hamburger-Freundes-Clique!“

Gebt doch einfach mal den Namen“ Soul casas in Vejer „bei google ein, dann könnt ihr sehen, wo wir uns so rumtreiben. Ihr werdet begeistert sein !!! Auch das letzte Apartement ist nun fertig

und Sarah hat einmal mehr außerordentlich guten Geschmack bewiesen. Es sieht, ebenso wie die anderen beiden einfach traumhaft aus!! Und dann erst der Garten!! Alles blühte und war wahnsinnig gewachsen. Im Paradies konnte es nicht schöner sein und wir freuten uns wieder hier zu sein.


Kurzfristig hatte sich auch Norbert, ( ein ehemaliger Arbeitskollege von Bernd) nebst seiner Frau Margret, hier eingebucht.

In der Sanddüne von Punta Paloma genießen die beiden die wohlverdiente Urlaubssonne.

Da David und auch Norbert beide Samstags ankommen würden, die einen Abends, die anderen Nachts, boten wir an für alle einzukaufen. Dankbar nahmen alle das Angebot an und schickten uns via whats up ihre Einkaufslisten. Auch wir brauchten eine Menge und als auch Sarah uns bat einige Sachen für sie mitzubringen, verbrachten wir den halben Tag bei Lidl und belagerten zum Schluss mit 2 prallgefüllten Einkaufswagen die Kasse. Anscheinend hatte ich mal einen guten Tag, denn ich meisterte diese Aufgabe ausnahmsweise einmal fast ohne getresst zu sein und war auch nicht, wie sonst, einer Ohnmacht nahe. Auch Bernd kam ohne größere Anschnauzereien davon und war mehr als happy. Zurück auf der Finca, machte ich mich sogleich ans Kochen und verbrachte etliche Stunden damit. Um es kurz zu machen…… Es war eine wunderbare Woche. Das Wetter meinte es ausnahmslos gut mit allen.

Okay, nicht im Schatten, aber trotzdem ganz schön heiß !!

Ich freute mich meinen Sohn mal wieder zu drücken und war ganz begeistertvon seinen beiden Freunden und seiner besten Freundin, die die Männer wirklich sehr gut im Griff hatte und eine Seele von Klavier war. Wie schade, dass sie schon vergeben ist!! Auch mit Norbert und Magret war es prima.

Wir hatten soooooviel Spaß zusammen! Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder in der Sonne Spaniens.

Die beiden waren ganz begeistert von der Finca und machten tagsüber jede Menge Ausflüge. Abends aßen wir immer gemeinsam und hatten wirklich immer viel Spaß. Viel zu schnell war die Woche um und es hieß Abschied nehmen. Oh mann, wie ich so etwas hasse!!!! 

In unserer „Freizeit“ haben auch wir dann einen Ausflug ins wunderschöne Vejer de la Frontera gemacht.

Mittlerweile sind wir noch immer hier, haben offiziell die Stelle des Gärtners übernommen und gemeinsam mit Alex alles zurück geschnitten, was es zum Zurückschneiden gab. Das war eine Menge Arbeit, aber wichtig, da sonst irgendwann das Paradies hier zuwuchern würde. Ach ja, so ganz ohne Arbeit ist es irgendwie auch scheiße und ich liebe dieses Feierabendgefühl!!!!!

Nicht nur süss und hübsch, sondern auch noch: ALMOST PERFECT !!?

Außerdem ist es so schön, wenn man sieht, was man geschafft hat. Bernd geht es ebenso. Wir sind eben nach wie vor so richtig typisch deutsch.

In der prallen Sonne die Pool-Umrandung streichen!! Wow, das hat Spass gemacht 🙂

„Wir haben fertig“!!!! … und mit Ines „natürlich“ in Vossen`s Rekordzeit 🙂
Auch Gwen und ihre Freundin haben sich als tolle Künstlerinnen an das Gerätehäuschen ran gemacht!!

Da zwischenzeitlich Alex, Sarah und die Kinder für 10 Tage in Deutschland waren, wir zugesagt hatten, dass wir uns in dieser Zeit um die Finca, Hunde, Katzen, Hühner und Gäste kümmern, lohnte es sich nicht für uns großartig weg zu fahren. Als die drei dann wiederkamen, lohnte es sich dann auch nicht, weil 4 Tage später ging es für uns dann für 10 Tage nach Gran Canaria. Davon erzähle ich euch aber beim nächsten Mal. Großes Indianereherenwort!!! Bis dahin, machts gut und bleibt gesund!

Hier noch ein paar lustige Fotos … einfach so!

Zwei Strahlemänner: Alex & Tiago
Emilio nimmt derweil im Hunde-Wasser-Trog platz und öffnet dabei den Wasserhahn.

 

Das 1. Bobby-Car – Rennen; echt cool „men“
Und plötzlich gab es auf der Finca Besuch von einer Schildkröte ….
… und einer prächtigen Gottesanbeterin.

xx

Womo

Bei Freunden in Galicien und weiter durch die Extremadura

Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuss getrennt auf den Weg zu Andys Eltern. Ich bekam das i-phone mit, damit ich mich nicht verlief und Bernd startete eine Stunde später. Mein Gott, ich wusste ja vom letzten Jahr, dass die 4 Kilometer zu dem Haus in den Bergen steil sein würden……. aber das es sooo steil war und das über die fast gesammte Strecke, hatte ich wohl verdrängt. Wie schön, dass ich „mein“ Tempo gehen konnte.

Hoch in den Bergen …

Trotzdem rann mir der Schweiß in Bächen über mein Gesicht und es brannte in meinen Augen wie Hulle. Kurz vor der ersten richtigen Anhöhe hupte es hinter mir. Es waren Andy und Armin, die gerade vom Einkaufen kamen. Wir fielen uns erst einmal zur Begrüßung um den Hals. Die Freude war riesig und tapfer schlug ich das Angebot der beiden aus, mich mit dem Auto hoch fahren zu lassen. Unterwegs bereute ich es ein ums andere Mal. Als ich jedoch endlich oben ankam war ich mächtig stolz auf mich, auch wenn ich keinen trockenen Faden mehr am Leib hatte. Heute war es wirklich mächtig warm und sonnig. Draußen vorm Haus kam mir schon Georg entgegen. Der war gerade unterwegs zum Haus gegenüber, wo seine 95 jährige Mutter lebt, um nach dem Rechten zu sehen. Schon seit ein paar Jahren konnte sie das Haus nicht mehr verlassen und wird aufopferungsvoll von Georg gepflegt und bekocht. Auch wir umarmten uns herzlich und tauschten sofort ein paar Neuigkeiten aus. Dann ging es ins Haus. Dort warteten schon Armin und Andy und wurden noch einmal umarmt. Nun war Conny dran (Andys Mutter und Georgs Frau). Conny war leider seit geraumer Zeit krank und lag im Bett. Seit dem letzten Jahr hatte sie fürchterlich abgenommen und keine Kraft mehr aufzustehen. Trotzdem war sie super drauf. Ich setzte mich auf einen Hocker zu ihr und wir ließen das letzte Jahr Revue passieren. Conny hatte zwar immer mächtig Appetit, aber sie litt unter unglaublichen Geschmacksirritationen, die bewirkten, dass nichts schmeckte, wie sie es aus der Erinnerung kannte. Zudem konnte sie nicht viel bei sich behalten. Schmerzen hatte sie aber “ Gott sei Dank“ nur selten und ihre unglaubliche Lache, die identisch mit Andys ist, hatte sie noch immer. Auch ist sie immer mitten im Geschehen, da die Schlafzimmertür ständig offen steht und dieses ans Wohnzimmer mit der offenen Küche grenzt. So kann sie sich in jede Unterhaltung mit einbringen und ihr entgeht nichts.
Momentan wohnt auch Jens ( Georgs Sohn) bei den beiden. Er ist tatsächlich mit dem Fahrrad von Deutschland bis hierher gefahren, um seinen Vater etwas zu helfen.

Jens, Armin und Andy … best friends on the road !

Der hat aus besagten  Gründen alle Hände voll zu tun und darum wollen auch  Bernd und ich uns etwas nützlich machen und helfen.

Am nächsten Tag wanderte ich mit meiner Spezialfensterputzausrüstung wieder den Berg hoch und putze oben alle Fenster. Natürlich wird auch Staub gewischt, gewienert und geschrubbt. Herrlich!!! Erwähnte ich schon, dass ich gerne putze??? Bernd machte sich derweil im Garten zu schaffen und dank einer elektrischen Motorsense, bekam er diesen auch ganz gut in den Griff. Jens half ihm. Zur Belohnung gab es dann ein hervorragendes Gulasch. Andy hatte es gestern in stundenlanger Arbeit in seinem Wohnmobil (den Dicken) gezaubert und Armin hatte dazu total leckere Spätzle von Hand gemacht. Wir hauten mächtig rein und pappsatt und zufrieden wanderten Bernd und ich gemeinsam den Berg wieder hinunter.
Mittlerweile waren wir auch mit unserem Stellplatz sehr zufrieden, denn nach dem Wochenende konnten wir in die erste Reihe vorrücken. Dort war der Boden gerader und Bernd konnte mit den Hubstützen und ein paar Steinen unter den Hinterrädern unseren Saloon nun waagerecht ausrichten.

Damit funktionierte dann auf einem Mal auch unser Absorber-Kühlschrank wieder ordentlich.
Wir waren schon drauf und dran gewesen zu Armin und Andy auf den Campingplatz umzusiedeln.

Hier auf dem schönen Campingplatz stehen Andy & Armin it ihrem amerikanischen „Dicken“ (mehr als 12 m lang)

Der war wirklich schön und mit 12 Euro auch sehr günstig, aber 2 Nächte zuvor, war dort oben ein Brand und am Tag der Besichtigung roch es schon wieder nach Feuer. Das war uns zu gefährlich. Auch konnten wir von dort aus nicht die Delfine sehen, die , genau wie im Jahr zuvor in großen Mengen, dicht am Strand herumschwammen.

Langeweile habe ich nie !!! Hier demontiere ich einige blues-harps, um sie zu reinigen und damit wieder alle Töne erklingen. Fummelarbeit,  geht nur mit guter Lesebrille!

Am vierten Tag hatte ich eine Blase am Fuß und konnte ab dato nicht mehr wandern. Auch meine Orthesen drückten wie blöde und so war nichts zu machen. Das Wetter war nun auch schlechter geworden. Kalt und nebelig und zwischendurch nieselte es sogar.

Nebel, Nebel !!! „The fog, Nebel des Grauens“

Zeit unsere Zelte hier abzubrechen. Jens, Armin und Andy kamen noch zum Abschied hinunter zu uns und mit dem Versprechen uns bald in Andalusien wieder zu treffen, ging alsbald die Fahrt für uns weiter. Andy und Armin, es war toll mit euch, aber viel zu kurz! Grüßt nochmal Georg, Conny und Jens ganz herzlichst von uns. Wir haben uns wieder superwohl bei ihnen gefühlt!!

Wir fuhren immer der Sonne entgegen und stoppten nach 400 Kilometern in der Stadt Allariz. Wir hatten Glück und fanden einen Schlafplatz an dem Fluß, der sich um den Ort schlängelte.

Der Ort selber war sehr hübsch und von den Spuren der Römer geprägt. Wir gönnten uns ein paar Tapas und schliefen anschließend ganz wunderbar.

21.09.2019  Salamanca

Am nächsten Morgen führte uns die Fahrt weiter durchs Land nach  Salamanca.

Und schon wieder Nebel , hier in ca. 1200 m üNN.

Diese Stadt wollten wir unbedingt sehen und hatten Glück, dass auf dem Parkplatz unter der großen Brücke noch ein Plätzchen für uns frei war.

Der Blick von der Brücke auf das Dach unseres Hauses.

Von hier aus, waren es nur 15 Minuten Fußmarsch in die historische Altstadt. Schon von weitem konnten wir die 2 imposanten Kirchen sehen, die zwar aus verschiedenen Jahrhunderten stammten, aber nun vereint waren und gut zueinander passten. Alles war unglaublich groß und alt. Besonders gefallen hat mir die Universität. Es ist eine der ältesten Spaniens und wirklich imponierend. Ein Gebäude war älter als das andere und die Jahrhunderte schmolzen zu einem Nichts zusammen.

Imposant, diese riesige Menge an Handarbeit.

Angekommen an der Plaza Major, die beeindruckentste die ich je gesehen hatte, versammelten sich gerade hunderte von Menschen.

Aus der Seitenstraße kamen nun 20 Personen, die Trauben von grünen Luftballons bei sich hatten und verteilten.

I have a green baloon !!! 🙂

Wir verstanden zwar nicht worum es ging, nahmen aber auch einen. Nun gingen Leute mit einer Spendenbüchse umher und auch wir spendeten bereitwillig. Die nette Dame erklärte uns dann auf Nachfrage seitens Bernd, dass es um den Kampf gegen Alzheimer ging. Wir hatten uns schon gedacht, dass es nichts mit Umwelt zu tun haben konnte, denn wie der Wind stand, würden die zighunderte von Ballons irgendwann im Meer landen. Genau um 19 Uhr ließen alle Leute ihre Ballons los und es war ein irres Bild, als sie davonschwebten.

Eine nette Darbietung von diesen jungen Damen.
Über das „Bild“ dieser quitschenden Blaskapelle konnte ich mich echt kaputt lachen. Sorry !! 🙂 🙂

Wir erkundeten dann noch den Rest der Stadt und gönnten uns ein Stück sehr teuren Kuchen. Dann ging es heimwärts zum „Saloon“.

Auch diese Brücke stammt noch von den Römern. Wo sind „die“ eigentlich nicht gewesen ??

22.09.2019  Rio Tajo

Am nächsten Morgen regnete es leicht und wir machten das wir loskamen. Zuvor mussten wir aber noch tanken. Im Internet hatte ich eine Tankstelle gefunden, wo der Liter Diesel nur 1,12 Euro kosten sollte. Diese war nur 3 Kilometer von uns entfernt und wir fanden sie auf Anhieb. Leider konnte man nur via Kartenzahlung tanken und Bernd und ich sind scheinbar zu doof für so etwas. Wir versuchten es an die 5 Male, aber es funktionierte nicht. Aus der Scheiß-Zapfsäule kam kein einziger Tropfen. Ein freundlicher Spanier hatte Mitleid und bot uns seine Hilfe an. Er erklärte uns, dass wir auf dem Zahlenfeld die Literanzahl eingeben mussten und nicht wie wir die PIN unserer Mastercard. Das konnte ja nicht funktionieren. Wir machten es jetzt genauso, wie der Spanier es anordnete, aber anscheinend hatten wir den Pin zu oft eingegeben. Weder die eine, noch die andere Karte funktionierte und frustriert brachen wir ab und fuhren zur nächsten Tanke, wo es einen Tankwart gab und der Liter 1,20 Euro kostete. Wir fuhren dann solange bis das Wetter besser wurde und fanden einen schönen surrealen Platz an einem stillgelegten Bahnhof beim Rio Tajo.

Ein alter Hochwasserbehälter … das Wasser haben wahrscheinlich früher die Dampflokomotiven für ihre Kühlung aufgenommen.

Dort waren wir ganz alleine und freuten uns endlich einmal wieder sommerliche Temperaturen zu haben. Erst mal raus aus den Winterklamotten und scrabblen. Bernd machte dann noch eine Wanderung. Meine Füße fühlten sich dazu aber noch immer nicht in der Lage und so sonnte ich mich. Abends übte Bernd ein neues Lied auf seiner Gitarre und ich sah fern.

23.09.2019

Gleich nach dem Frühstück ging es weiter. Unterwegs wurde es immer wärmer und als wir die Grenze zu Andalusien passierten, hatten wir satte 32 Grad. Unser Auto, welches sich zuvor über die Berge der Extremadura gequält hatte, meisterte auch die andalusischen Berge mit Bravour. Um Sevilla herum wurde es ziemlich voll auf der Autobahn. Wo wir zuvor fast die ganze Zeit alleine waren, gab es hier ein mächtiges Verkehrsaufkommen und Bernd musste tüchtig aufpassen. Von hier aus waren es jetzt nur noch ca. 150 Kilometer bis Roche und dahin zu kommen, konnten wir es gar nicht abwarten, ist es doch am Atlantik unser allerliebster Platz. Hoffentlich ist dort alles wie zuvor und wir dürfen dort wieder stehen. Die Befürchtung hatten wir auch im letzten Jahr. Damals war sie grundlos gewesen. Hoffentlich auch heute………