Womo

Große Geschäfte in El Soto Juli 2021

Hallo liebe Leser! Die nächsten 10 Wochen sind wir wieder mit unserem WoMo (SALOON) unterwegs. Da es wirklich sehr heiß war, wollten wir irgendwo ans Mittelmeer, denn dort kann man in der Regel besser schwimmen als im Atlantik.
Zuerst aber ging es mal wieder nach El Soto zu Sarah, denn die hatte sich den großen Zeh gebrochen und dabei tierische Schmerzen. Zwar hatte sie einen Spezialschuh verpasst bekommen, sollte aber den Fuß möglichst hochlegen. Das ging nicht so gut mit den beiden Kindern und so rief sie uns an, um zu fragen, ob wir uns für 3 Tage um sie kümmern könnten. Natürlich sagten wir spontan zu.
Gegen Mittag kamen wir an. Sarah hatte schon ihre Sachen gepackt und wollte mit ihren Internatsfreundinnen, die gerade zu Besuch bei ihr waren , in ihr Haus am Meer fahren, welches sie vor kurzem gekauft hatte. Die Kinder waren noch im Kindergarten und wir tranken noch schnell alle zusammen erfrischenden Eiskaffee. Nun wurde es Zeit , dass sie abfuhren, denn Gaya, die im Mobilheim auf Sarahs Finka wohnt, war schon unterwegs, um die Kinder abzuholen. Diese sollten Sarah auf keinen Fall mehr sehen, denn der Abschied würde bei Tiago zu einer 2 stündigen Heulattacke führen. Auf diese wollten Bernd und ich gerne verzichten.
Kaum waren alle mit Sarahs Wohnmobil vom Hof gerollt, kam auch schon Gaya. Die Kinder schliefen, vom Kindergarten total erschöpft, in ihren Kindersitzen. Zeit für uns noch schnell eine Runde zu scrabblen. Nach nur 30 Minuten waren die beiden aber schon wieder wach und wir brachen das Spiel ab. Emilio freute sich riesig und flog uns sofort in die Arme.

Ines und Emilio … ein Herz und eine Seele!

Tiago machte sich verzweifelt und heulend auf die Suche nach Sarah. Natürlich ohne Erfolg. Wir erklärten ihm, dass sie krank sei und im Haus am Meer schlafen müsse, bis sie wieder gesund ist. Naja, nach einer halben Stunde Gebrüll fand er sich damit ab und fragte in den nächsten Tagen kein einziges Mal nach ihr.

Da strahlen sie um die Wette !!

Wir tobten mit den Kindern durch den Garten, ließen Drachen steigen, erkletterten – zig Mal den Sandberg, der hinten im Garten aufgeschüttet – und für den Bau eines Swimmingpools vorgesehen war. Zudem wurde Bernd als Trampolin benutzt, was für sein Bauchmuskeltraining sehr förderlich war.

Wow, da habe ich doch anscheinend mal wieder volles Haar, oder ??

Kurz gesagt, wir hatten mächtig Spass. Dann entdeckten die beiden unser Scrabblespiel und wollten auch spielen. Natürlich ließen wir sie, immer aufpassend, dass bloß kein Steinchen verloren ging. Während Tiago die Buchstaben wild durcheinander auf das Spielfeld platzierte, legte Emilio ordentlich in Reihe ein Stein neben den anderen. Auch daran kann man sehen, wie unterschiedlich die beiden sind.

Irgendwann machte ich uns allen etwas zu Essen. Wir fanden in Sarahs Kühlschrank Bratwurst und Pommes (natürlich 100 %ig öko !!?? 🙂 )und hatten damit 100 prozentig den Geschmack der zwei getroffen. Anschließend ging es in die Badewanne, denn sie waren mehr als dreckig. Sarah hat eine riesige Badewanne und die Kinder lieben es darin zu spielen. Ich ließ etwas Wasser rein und dann die Kinder. Die amüsierten sich dann dort alleine. Es war nicht soviel Wasser drin, dass etwas passieren könnte, trotzdem sahen wir alle 2 Minuten nach dem Rechten (und dem Linken !?). Als Bernd an der Reihe war, rief er, dass Tiago in die Wanne geschissen hatte!! Emilio guckte nämlich total entsetzt auf die Ködel, die oben schwammen und sagte ungefragt, dass das von Tiago käme. Während Bernd eine Suppenkelle holte, um die Ködel raus zu fischen, fragte ich noch einmal Tiago, wer es war. Der sagte dann: „Tiago neee, milo“. Was für 21/2-jährige übersetzt heißt: „Ich war es nicht, es war Emilio“. Dieser sah nur sehr verlegen zur Seite und stritt es auch nicht ab. Als die Ködel entsorgt waren, gingen Bernd und ich wieder hinaus.
2 Minuten später sah ich nach den beiden und bekam einen Lachkrampf. Ich rief Bernd zu, er solle unbedingt das Handy mitbringen um ein Foto zu machen. Beide waren aus der Wanne herausgeklettert, hatten ihre Töpfchen nebeneinander vor das Badezimmer gestellt und thronten nun darauf, während sie zeitgleich und mit roten Köpfen lautstark und angestrengt drückten. Ein Bild für die Götter.

Auch Bernd konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Es dauerte geraume Zeit und die Ergebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen. Beide waren mächtig stolz und ich fragte mich, wie so kleine Kinder solch große Geschäfte fabrizieren konnten. (für die treuen Leser: es gibt jeweils ein Foto von den gut gefüllten Töpfchen! Das möchte ich der Allgemeinheit aber nicht antun… !!! 🙂 )

Emilio der ja zuvor schon in die Badewanne ge A A t hatte, musste dann eine Stunde später tatsächlich noch einmal und wieder eine ordentliche Portion. Ich war wirklich sehr neidisch. Nun ging es wieder in die Wanne und Bernd säuberte die Töpfe.

Auch für einen ehemaligen „Entsorgungsfachmann“ keine leichte Aufgabe !

Nach einer weiteren halben Stunde fröhlichem Geplantsche wurden dann zum Schluss noch die Haare gewaschen. Tiago missfiel dieses hörbar . Nutzte ihm aber nichts, bei diesen konsequenten Gasteltern!! 🙂 Emilio ließ es anstandslos über sich ergehen. Nun hatten wir 2 saubere Kinder. Das sollte bis zum Schlafengehen auch so bleiben und darum ging es nicht mehr raus. Es war sowieso schon 22 Uhr.
Die beiden schlafen, wie es für Kinder in Spanien durchaus üblich ist, meist nicht vor 22 Uhr 30 ein. Dann ist es in der Regel etwas kühler. Während Bernd jetzt Feierabend machte und zum Wohnmobil ging, las ich den Kindern noch eine “ GUTE NACHT- Geschichte“ vor und sang dann so lange La Le Lu bis ich sicher war, dass beide schliefen. Dann schlich ich mich leise raus. Es dauerte keine 2 Minuten, da kam Emilio hinterher getrottet. Also noch einmal von vorne. Kurz gesagt, die Nacht war schrecklich. Die Kinder kennen es nicht alleine zu schlafen und so schlief ich halt bei ihnen. Emilio robbt aber im grossen „Ehe-Bett“ (?) die ganze Nacht von einer Seite zur anderen, so dass für mich an Schlaf überhaupt nicht zu denken war.
Ich war richtig froh, als um 7 Uhr die Nacht vorbei war und ich für die beiden Frühstück machen konnte. Dann wurden Zähne geputzt und nun kam auch schon Bernd fit und ausgeschlafen angestiefelt. Wir suchten gemeinsam nach Schuhen für die beiden und als wir endlich fündig wurden, ging es ab zum Auto.

Dort schnallten wir die Kinder in die Kindersitze fest, was eine Wissenschaft für sich ist und wir fuhren sie zum Kindergarten, von dem Gaya sie nachmittags wieder abholte. Der zweite Tag wiederholte sich quasi 1 zu 1, aber dieses Mal kackte keiner in die Wanne und Bernd schlief bei den beiden. Zwar bekam er auch mit, wie Emilio im Bett rumrobbte, aber ihn störte es nicht und alle begrüßten den Morgen m,it einem Lächeln.

Am Freitag dann wurden die Kinder nach dem Kindergarten von Gaya zu Alex gebracht, denn am Wochenende sind sie fast immer bei ihm. Da sein Auto aber ständig kaputt und in der Werkstatt ist, kann er die Kinder nicht abholen. Wir blieben derweil noch in El Soto, denn am Wochenende am Meer einen Platz fürs Wohnmobil zu finden ist nicht so einfach, weil ja Hauptsaison ist. Und ans Meer wollten wir unbedingt, denn langsam schafft uns die Hitze und eine Abkühlung würde uns sicher gut tun. Deshalb wollten wir erst am Montag los. Das war, wie sich herausstellte auch gut so, denn unterwegs hatte Gaya mit den Kindern eine Panne. Wie schon 3 Mal zuvor, ließ sich plötzlich und ohne Vorankündigung Sarahs Bulli nicht mehr lenken und sie konnte so natürlich nicht weiterfahren. Wie gut, dass bisher nie etwas passiert war. Auch heute ging es gut. Gaya rief bei Sarah an und diese dann bei uns. Sie war froh, dass wir noch da waren und erklärte Bernd, wo der Ersatzschlüssel für Gayas Auto lag. Gaya selbst war, wie immer ,wenn sie die Kinder abholt, mit Sarahs Bulli unterwegs. Bernd fand den Ersatzschlüssel und machte sich auf den Weg um Gaya abzuholen.

Eine Stunde später war Bernd wieder da und wir machten uns noch einen schönen Tag.

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*