Womo

Uns gibt es noch!!!

So Leute, ab heute wird wieder mehr geschrieben!! Wir waren ja jetzt seit April in Deutschland und haben zum größten Teil bei meinem Bruder auf dem leeren Hotelparkplatz gestanden. Natürlich waren wir im Sommer auch mal an einem See und sogar mal für ein paar Tage im Teuteburger Wald, wo wir herrliche Wanderungen unternommen haben. Auch Gronau haben wir natürlich besucht und dort hat mir Birgit, eine Friseurmeisterin meine Haare im August geschnitten und zwar ganz kurz!!! Zwischendurch war sogar Sarah mit ihrem Wohnmobil und den Kindern in Deutschland. Unsere große Befürchtung, dass sie uns nicht wiedererkennen würden ,traf aber nicht ein. Sie erkannten uns sofort und Sarah überließ sie uns und war froh, mal ihre Ruhe zu haben. Wir nahmen die 2 Racker mit zum Ferienhaus meiner Eltern nach Greabstede und verbrachten dort die Tage. Leider war das Wetter nur am ersten Tag schön. Die Nächte mit den beiden waren eine Tortur. In der ersten Nacht schlief Bernd im Womo und ich mit den Kindern im 2 mal 2 Meter Bett in der Hütte. Das Einschlafen der beiden war kein Problem, aber sie robbten und strampelten im Schlaf so dermaßen, dass ich es vorzog auf der Erde, auf den Auflagen der Liegen zu schlafen. Diese hatte ich vorsichtshalber links und rechts neben das Bett ausgelegt, falls eins der Kinder rausfällt. Das passierte dann auch prompt. Emil fiel mit Schwung auf meinen Rücken und schrie wie am Spieß. Der arme Kerl hatte sich richtig erschrocken und wusste gar nicht wo er war. Tiago wachte zum Glück nicht auf. Nach 10 Minuten hatte sich Emilio beruhigt und schlief wieder selig. Kurze Zeit später gab es einen lauten Knall. Jetzt war Tiago rausgefallen, allerdings beimFußende, wo ich keine Matten ausgelegt hatte. Schnell machte ich das Licht an.Da ich kein Weinen gehört hatte, hatte ich schon mächtig Angst, er könne sich das Genick gebrochen haben. Dem war zum Glück nicht so. Selig schlummernd lag er auf dem Fußboden und war durch den Sturz nicht mal aufgewacht. Vorsichtig trug ich ihn wieder auf das Bett und legte dann vorsichtshalber auch noch Kissen auf den Boden des Fußendes. Gegen 6 Uhr wachten die Kinder auf und wir tobten eine Weile rum. Dann gab es Frühstück. Nun kam auch Bernd völlig erholt und ausgeschlafen dazu. Mit den Worten“ Heute darfst du bei den Kindern schlafen“ , begrüßte ich ihn todmüde. Den Tag verbrachten wir dann gemeinsam, aber um 18 Uhr konnte ich nicht mehr und verzog mich ins Wohn mobil, wo ich 5 Minuten später in einen tiefen Schlaf fiel. Als ich am nächsten Morgen frisch und ausgeruht erwachte, saß Bernd schon fröhlich mit den Kindern am Tisch und fütterte sie. Alle drei hatten prima geschlafen und hatten allerbeste Laune. Nachdem ich dann mit den beiden Kleinen einen langen Spaziergang gemacht hatte, wo es viel zum Entdecken gab und wir jede Menge Weintrauben, die an Reben wuchsen, klauten und vertilgten ging es zurück. Wir räumten alles wieder auf, mähten noch schnell den Rasen und machten dann das Wohnmobil startklar. Wir fuhren zurück nach Westerstede. Die Kinder juchsten und plapperten fröhlich vor sich hin. In Westerstede ging es dann zum Albert-Post- Platz. Dort gab es ein paar kostenlose Stellplätze und wir wollten uns dort mit Sarah treffen, damit sie die Kinder wieder nehmen konnte. Kaum waren wir dort, kam sie auch schon. Tiago, der im Kindersitz auf dem Beifahrersitz saß, sah sie sofort und schlagartig war es mit der guten Laune und dem Frieden vorbei. Er schrie wie am Spieß und wollte sich überhaupt nicht beruhigen. Sarah betrat das Wohnmobil und jetzte legte auch Emilio los. Sarah hatte alle Hände voll zu tun, sie zu beruhigen und wir waren komplett abgeschrieben. Später gingen wir dann zum Marktplatz, wo wir Kaffee tranken. Die Kinder hatten sich beruhigt, aber als Sarah mal kurz zum Klo musste, wollten sie sie nicht weglassen, klammerten sich an sie und brüllten abermals wie verrückt.

Ansonsten passierte in Deutschland nicht viel. Schließlich war ja Corona und es war wirklich langweilig. Alle 10 Tage fuhren wir mit dem Rad zum Haus am See, fegten, mähten den Rasen, putzen ab und zu die Fenster, reinigten die Dachrinnen usw und fuhren wieder zurück. Zwischendurch spielte Bernd ehrenamtlich in Altersheimen und manchmal auch auf dem Marktplatz. . End April brach sich der Gärtner, der die Beete auf unserem Parkplatz sauberhält den Fuß. Der Bruch war sehr kompliziert, aber wegen Corona konnte er nicht ins Krankenhaus. Die nötige Operation bekam er erst im November. Danach noch etliche Wochen Reha. Kurzerhand übernahmen Bernd und ich diese Aufgabe. So konnten wir uns etwas nützlich machen und uns damit für unseren kostenfreien Stellplatz bedanken.

Nach dem ersten Lockdown, durften nun wieder Geschäftsreisende im Hotel übernachten und wir waren nicht mehr so ganz allein auf unserem Parkplatz.

An den Wochenenden fuhren wir oft nach Dangast. Dort war es herrlich und die Leute sooo nett. Als im September der Wohnmobilstellplatz, wie jedes Jahr, geschlossen wurde, durften wir auf der Wiese eines Bauern stehen, die er als Parkplätze deklariert hatte. Dort stand auch Peter mit seinem alten Wohnmobil und verkaufte seine handgearbeiteten Holzkunststücke. Außerdem Wolfgang, genannt Wolle, mit seiner Crepebude. Wir wurden schnell eine eingeschworene Gemeinschaft. Peter führte mich in seine Kunst ein und brachte mir Holzrohlinge mit, die ich in stundenlanger Arbeit feilte und schmiergelte. Bei Gelegenheit gibt es mal Fotos. Bei Wolle konnten wir umsonst so viele Crepes essen, wie wir wollten und auch für Kaffee war immer gesorgt. ( Das erklärt meine zusätzlichen 3 Kilo). Bernd gab rund um die Uhr Privatkonzerte für die Beiden, so ging ihnen die Arbeit leichter von der Hand. Und ich sorgte für das Abendessen. So partizipierte jeder vom anderen und wir hatten viel Spaß. Das werde ich wirklich vermissen.

Reparaturen hatten wir in der Zeit jede Menge. Unser Kühlschrank, der ja erst 2 Jahre alt war, kühlte nicht richtig und unsere Heizung wärmte nicht. Zu allem Überfluss fiel unser Womo auch noch noch durch den Tüv. Der Kostenvoranschlag hierfür belief sich auf 600 Euro. Eigentlich mussten nur die 2 Eintrittsbleche geschweißt werden, aber wie es so ist, kam eins zum anderen und ehe wir uns versahen, waren wir 2500 Euro ärmer. Zum Glück waren es bei der Heizung “ nur 185 Euro“. Ein netter Herr Schulte kam vom mobilen Alde Kundendienst und wechselte sie aus. Bernd hatte alles gut vorbereitet, sodass er schon nach 35 Minuten fertig war. Leider kostete aber die Anfahrt schon 95 Euro. Wir waren froh, dass es nichts ernstes war, denn es war mittlerweile empfindlich kalt in Deutschland geworden. Wir schrieben November.Das Problem mit dem Kühlschrank, wurde auf Kulanz behoben. Wir mussten “ nur“ die Arbeitszeit zahlen. Auch das war Bernds Verdienst, denn er machte im Vorweg so richtig Alarm. Trotzdem hatten wir alles in Allem Reparaturkosten von 4200 Euro. Wir hoffen das dieses Jahr besser wird. Ach, bei der Gelegenheit wünschen wir euch , liebe Leser, ein ganz tolles 2021. Es kann ja eigentlich nur besser werden, oder???

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*