Womo

Amazon, Ikea und andere Stressfaktoren

Hallihallo, hier bin ich wieder. Hoffe es geht Euch allen gut!

Uns geht es prima und den Hauskauf haben wir noch keine Sekunde bereut. Die ersten 10 Tage waren aber ziemlich stressig. Weil uns noch etliche Sachen fehlten, wie Sofa, (das, was hier stand war zu zerschlissen) ,Regale, einen Wohnzimmertisch, Bohrmaschine, Gartengeräte, Rasenmäher, etc., suchten wir uns bei Amazon halb tot. Das gestaltete sich mehr als schwierig; denn hätten wir auf Amazon Deutschland bestellt, hätten uns die Versandkosten schier aufgefressen. Wir mussten uns zwangsläufig bei Amazon in Spanien anmelden. Dort zu bestellen brachte uns an den Rand der Verzweiflung, denn wir mussten ja erst einmal alles übersetzen. Nach 3 Tagen war unser Warenkorb randvoll und wir bestellten. Wie es so üblich ist, bezahlten wir mit der Einzugsermächtigung unseres Kontos. Perfekt, dachte ich zumindest. Leider nur bis zum nächsten Tag, denn da sahen wir, dass nicht eine einzige Bestellung funktioniert hatte. Überall stand: Probleme mit der Bezahlung. Komisch, unser Konto war doch gedeckt. Gleich alles nocheinmal. Auch das funktionierte nicht und ich war so richtig frustriert, schließlich dauerte es jedesmal endlos, bis man die gewünschten Sachen wiedergefunden hatte.
Nach dem dritten Versuch, hatte ich genug und beauftragte Bernd. Der sollte es nun in die Hand nehmen. Nach einigem Hin und Her kam zu dem Schluss, dass man bei Amazon Spanien, wohl nur mit einem spanischen Konto zahlen könne. Bernd änderte alles, aber am nächsten Tag war es dasselbe. Alle Bestellungen kamen zurück. Nun reichte es uns und wir beschlossen zu Ikea zu fahren!

Der nächste Ikea war 45 Kilometer weit entfernt in Jerez und netterweise stand Bernd, ganz entgegen seinen Gewohnheiten, heute schon um 8 Uhr auf. Nach dem Frühstück, machten wir unseren jetzt ziemlich leeren „Saloon“ startklar und dann ginhgs los. Andere Möbelgeschäfte kamen für uns nicht infrage, denn die Spanier haben einen, für uns schrecklichen Geschmack, … was Möbel betrifft. Der Ikeamarkt war schnell gefunden und wir wanderten von einer Abteilung in die nächste. Was den Möbelgeschmack betrifft, haben Bernd und ich einen ziemlich gleichen Geschmack und blieben immer vor den selben Sachen stehen. Wir entschieden uns für ein braunes Sofa mit zwei ziemlich modernen, tollen Stühlen

für unsere Wohnzimmerecke. Unser Wohnzimmer ist ca. 50 qm2 groß und wir wollten es etwas unterteilen. So hatten wir vor, noch eine Chillecke gleich neben dem Kamin einzurichten. Ursprünglich waren dafür Sitzsacksessel von Amazon geplant, aber aus oben erwähnten Gründen, kam das ja nicht zustande. So entschieden wir uns für 2 Swingsessel, die zwar nicht so besonders toll aussahen, aber irre gemütlich waren.

Einen Tisch fanden wir aber nicht, dafür nahmen wir noch einige Kisten mit, aus denen Bernd ein Küchenwandregal, Nachtischchen und einen Tisch für die Chillecke machen wollte. Außerdem wurden unter anderem noch Töpfe und Pfannen gekauft und 2 große Spiegel.

Nun ging es zum Bezahlen. Da verstand ich zuerst überhaupt nichts. Wir sollten die Stühle bezahlen, hatten sie aber noch gar nicht. Es dauerte einige Zeit, bis wir das System begriffen. Man konnte ja nicht einfach die Möbel mitnehmen, die dort als Ausstellungsstücke herumstanden, sondern musste die Preisschilder fotografieren und dann nach der Bezahlung, anhand dieser Preisschilder alles aus unendlich vielen Gängen mit noch mehr Regalen zusammensuchen. Heidewitzka, ich sag euch…… Unser Sofa fanden wir dort nicht, denn das musste, weil es nicht ins Wohnmobil passte, geliefert werden. Dafür gab es ein anderes System und auch das dauerte endlos. Die Spiegel hingegen durften wir schon gleich aus der Ausstelluungshalle eingepackt mitnehmen und sie wurden von uns auf einen der beiden Einkaufswagen verfrachtet. Unsere Stühlen hatten noch ein anderes System. Dazu mussten wir zu einer Möbelausgabe gehen und unseren Kassenzettel vorzeigen. Ein Mitarbeiter holte sie und brachte sie uns dann auf einen weiteren Wagen. Nun hatten wir endlich alles zusammen und Bernd schob den Wagen mit den Stühlen zum Womo. Ich den mit dem ganzen Kleinigkeiten. Dann gingen wir erst einmal eine rauchen und dann etwas essen. Danach, sollte Bernd noch einmal in den Laden gehen und sich nach Lampen umschauen. Ich suchte derweil nach einem Geschäft, in dem ich einen Staubsauger kaufen könnte. Um es vorweg zu nehmen. Bernd fand keine passenden Lampen (ausser einen Deckenfluter, den er für ca. 7,50€ nicht stehen lassen konnte) und ich keinen Staubsauger. Dafür landete jede Menge Bettwäsche in meinen Einkaufswagen. Schliesslich wollen wir unser Haus ja mal vermieten und die Gäste sollen es schön haben. Ziemlich zeitgleich trafen wir beim Wohnmobil ein, verstauten noch meine Einkäufe und fuhren total groggy nach Hause. Am nächsten Tag fiel Bernd auf, dass wir die Spiegel, die ebenfalls auf einem Wagen gelegen hatten und auch schon bezahlt waren, bei Ikea haben stehen gelassen. So ein Mist!!
Sarah bot uns an, dort anzurufen. Das tat sie zwar auch, aber ohne Erfolg. Die Spiegel haben wir bis heute, 3 Wochen später, noch immer nicht wieder und es wird auch nichts mehr werden. Ärgerlich, aber so ist es, wenn 2 Landpomeranzen einkaufen gehen.

Der Folgetag war mit Aufbauen der Möbel, etc. ausgefüllt. Das erledigte Bernd und er machte seine Sache super. Ich verpasste derweil unseren Gartenmöbeln einen neuen Anstrich. Anscheinend habe ich zuviel Farbe verwendet, denn selbst heute, fast 3 Wochen später, hat man immernoch irgendwo Farbe an den Händen, wenn wir den Tisch umstellen. Das tun wir leidenschaftlich gern und jagen mit unserem Tisch immer der Sonne hinterher.

Nun sieht es bei uns richtig wohnlich aus und mittlerweile haben wir es auch raus, wie man bei Amazon bestellt. Anscheinend geht es nur mit unserer neuen spanischen Bankkarte. Das funktioniert zumindest meistens. Wir bestellten dort noch 2 Teppiche, einen Servierwagen

, Bestecke und noch so einiges mehr. Pakete kommen nun täglich und wir trauen uns gar nicht unser Grundstück zu verlassen, aus Angst den Paketdienst zu verpassen 🙂

Unsere Holzkisten, die Bernd lieber selber streichen wollte (nach den Gartenmöbeln traut er meinen malerischen Fähigkeiten nicht mehr so richtig), kamen als Regal in die Küche an die Wand und sind dort ein toller Blickfang.

Der große Fernseher, den wir aus Deutschland mitgebracht hatten, machte uns etwas Sorgen. Eigentlich sollte er in die Sofaecke, aber dort war die tolle Steinwand. Bernd hatte Angst sie mit der riesigen, schweren Wandhalterung aus Metall zu zertören und so hatte ich den genialen Einfall ihn in der Chillecke gegenüber vom Kamin auf Augenhöhe zu montieren.
Bernd fand die Idee super und setzte sie in die Tat um. Unter dem Fernseher, montierte er dazu ebenfalls 2 Holkisten an die Wand. Darauf steht nun der Fernseher und Bernd bastelte noch ein Halterung, damit das Gerät nicht von der Wand wegkippt.

Alles sah prima auf! Aber als Bernd nun auch noch einen Couchtisch aus Holzkisten bauen wollte, legte ich ein Veto ein.

Bernd und ich hatten im Vorweg schon stundenlang nach Tischen im Internet gesucht, aber nichts hatte uns gefallen, oder war viel zu klein. So suchte ich nun nach gebrauchten und wurde tatsächlich im spanischen ebay-Kleinanzeigen (heisst hier milanucius) fündig. Bernd war auch angetan von dem Bild des Tisches und so schrieb ich dem Besitzer eine Nachricht. Der meldete sich augenblicklich zurück und wir vereinbarten einen Besichtigungstermin. Zufälligerweise wohnte er in derselben Strasse wie wir, nur knapp 200 Meter entfernt.
Ich jagte Bernd dort allein hin. Nach einer halben Stunde war er wieder da, allerdings ohne Tisch !? Den brachte uns 2 Stunden später der Besitzer, ein netter gutaussehender junger Mann, so um die 30. Der Tisch war mega toll und ein unikat. Vor Jahren wurde er auf Wunsch angefertigt. So hat er an den Seiten Eisenscharniere, was nicht nur toll aussieht, sondern auch noch den Zweck erfüllt, dass man den Tisch auf beiden Seiten aufklappen- und als Hausbar benutzen kann. Die paar Macken, den der Tisch hatte wurden mit Filzstifften und einer Wischtechnik (siper Idee von Bernd!) ausgebessert und nun sieht er wieder nagelneu und wunderschön aus. Jedesmal wenn ich das Wohnzimmer nun betrete, freu ich mich. Das ist mit Abstand der schönste Tisch, den ich je gesehen habe. Und das gute Stück hat nur 150 Euro gekostet!!!

Was haben wir noch gemacht in der Zeit?? Ach ja, wir waren hier vor Ort in einem Gartencenter. Stellt euch den jetzt bitte nicht so vor wie in Deutschland, denn er hatte mehr etwas von Flohmarktcharakter. So wurden wir nicht nur hinsichtlich unseren Wunsch nach einer großen Wohnzimmerpflanze, Blumentöpfen, Gartenerde und Blumensamen fündig, sondern erstanden ebenfalls eine riesige tolle, uralte weiße Garderobe mit großem Spiegel für billige 85 Euro

Hier werden wir die Wand als Hintergrund als Kontrast streichen.
Hier werden wir die Wand als Hintergrund als Kontrast streichen!

und eine 75 cm große, wunderschöne weinrote Bodenvase für fast geschenkte 20 Euro. Beides passt in unser Haus, wie Arsch auf Eimer!!

Und so sieht unser Wohnzimmer jetzt (mit Stand 22. März), wo es zu 95% fertig ist, aus:

Na gut, dann auch noch aktuelle Fotos von der Küche mit Esszimmer:

So Leute, reicht erstmal für heute. Einen schönen Tag Euch aus dem sonnigen Andalusien!

von: Ines & Bernd

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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