Womo

Wir sehen zum ersten Mal unser Haus 12.01.2021

Vordergarten-Eingang Haus

Endlich war es soweit, heute sollte unsere Hausbesichtigung stattfinden. Unser Freund Jürg hatte sich bereit erklärt uns zu fahren, denn noch wußten wir nicht, ob man mit unserem Wohnmobil dort parken konnte. Jürg erschien pünktlich morgens um 10 Uhr 30 und los gings. Von El Soto waren es 78 Kilometer und eine Stunde Fahrt musste man rechnen. Unser Termin war um 12 Uhr. Unterwegs waren wir mal wieder ganz verzückt von der Landschaft, waren wir doch diesmal auf der Hintour nach Spanien nur Autobahn gefahren. Schnell wurde es hügelig und weil es extrem viel geregnet hatte, “ Gott sei Dank“, bevor wir gekommen sind, war es extrem grün überall.

Die Landschaft hier im Landesinnere war traumhaft und ich konnte mich gar nicht sattsehen. Auch Jürg fand die Gegend hier viel schöner als in Chiclana, wo wir ursprünglich ein Haus kaufen wollten. Wir kamen gut voran, nur als letztes ging es in Arcos de la Frontera durch sehr enge Gassen und Bernd schwitzte allein bei der Vorstellung, hier mit unserem riesigen Wohnmobil rum zu gurken. Jürg beruhigte ihn und versicherte, es gäbe natürlich auch noch einen anderen Weg.
Weil wir gut in der Zeit lagen und uns einige Lebensmittel sowie Getränke fehlten, hielt Jürg kurzerhand beim Carefour (spanischer Einkaufsmarkt). Ich sprintete aus dem Wagen (jedenfalls in Gedanken) und versprach mich zu beeilen, denn allzu viel Zeit blieb uns nun nicht mehr bis 12 Uhr. Ich schnappte mir von draußen einen Einkaufswagen, setzte meine Maske auf und betrat den Laden. Sofort brach großes Chaos aus. Unter keuen Umständen durfte man mit einem Wagen von draußen in den Markt. Wußte ich ja nicht!! Sofort entrissen mir behandschuhte Hände den anscheinend coronaverseuchten Wagen und gaben mir einen frisch desinfizierten mit Banderole, zum Beweis. Uih uih uih, war der Markt groß. Wie sollte ich mich hier denn so schnell zurechtfinden? Allzuweit wollte ich mich auch nicht von den Kassen fortbewegen, denn dann würde ich hier wahrscheinlich nie wieder rausfinden und die Zeit drängte. Schließlich wollte ich nicht den Eindruck, bezüglich der deutschen Tugend „Pünktlichkeit“ bei den Spaniern zerstören. Ich kaufte also nur das Aller- notwendigste und bezahlte 11 Euro. Zum Glück war an der Kasse nichts los. Auf dem Parkplatz kam mir Bernd schon entgegen und rollte den Wagen die letzten Meter zu Jürgs Auto. Die Sachen wurden schnell unter die Plane seiner Ladefläche verstaut., einen normalen Kofferraum hat er nicht, denn er fährt einen großen, coolen Dodge Ram. Das muss er auch, denn sonst bekäme er seinen amerikanischen Trailer (Sattelauflieger), in dem er wohnt, nicht mit. Jetzt stand dieser aber auf dem fast leeren Campinplatz in Conil. Nun hatten wir noch 5 Minuten bis 12 Uhr und noch 7,4 Kilometer.

Ganz pünktlich schafften wir es nicht, aber mit 3 Minuten Verspätung parkten wir vor unserem Haus. Die Besitzer und die Maklerin waren schon da und aus einiger Entfernung zogen wir alle mal kurz unsere Masken nach unten, damit wir gegenseitig sehen konnten, wie wir aussahen. Dann begrüßten wir uns mit der mittlerweise üblichen Ghettofaust und betraten das Grundstück.

Ein paar Anmerkungen zu der schlechten Qualität der folgenden Fotos: Sie geben in keinster weise die Schönheit des Anwesens wieder. Wenn wir ab Ende Februar eingezoigen sind, der Garten gemacht ist, machen wir neue Fotos. 1. haben wir die unprofessionell in aller Eile bei der Besichtihgung gemacht; 2. im Haus war es etwas dunkel (wg. teils heruntergelassener Schalusien);
In der Hausanounce waren tolle professionelle Fotos aus dem Herbst, die ich leider von der Internetseite nicht auf meinen PC herunterladen konnte!

Vordergarten-Eingang Haus

Um es kurz zu machen, es gefiel uns super!!! Es traf zu 100 Prozent unseren Geschmack, denn wir stehen ja nicht so auf hypermodern. Die Küche hat einen Tresen und Bernd und Jürg setzten sich sofort auf die Barhocker und bestellten “ una cerveza“: So stellte ich mir eine Wohnküche vor. Traumhaft!!!

Küchentresen, dahinter die Einbauküche
Blick von der Küche/Esszimmer in den Garten

Es grenzte sogar ein kleiner Vorratsraum an ihr, worin auch die Waschmaschine untergeracht war. Davon war im Internet nichts zu sehen gewesen, aber war natürlich Gold wert! Weiter ging es zum Wohnzimmer. Dieses sah im Internet aus, wie ein riesiger Schlauch. In Natura aber überhaupt nicht und auch davon waren wir hin und weg.

Weiter ging es zu den beiden Schlafzimmern. Das Hauptschlafzimmer war irre groß und hatte Platz für zwei Kleiderschränke. Diese nehmen die Besitzer aber mit. Das war uns ganz recht, denn wie wir sahen, hatte das Zimmer zusätzlich einen tollen begehbaren Kleiderschrank. Zusätzlich gab es noch ein wunderschönes Bad „en suite“. In Gedanken verteilte ich schon die Plätze in dem schönen großen Bett. Ich natürlich auf der Seite des Bades, denn jede Nacht muss ich 2 mal raus. Bernd nie! Das andere Schlafzimmer war kleiner, aber auch echt schön und das eigene Bad ist auch gleich nebenan. Im ganzen Haus sind braune Naturfliesen und keine hatte auch nur annährend einen Sprung. Die Fliesen fand ich weltklasse und was wichtig ist, auch pflegeleicht. Das war bei meinem Putzfimmel eigentlich egal, aber gut zu wissen. Ah, ich freu mich wie blöde, bald mal wieder richtig putzen zu können. Das kann ich in unserem Saloon zwar auch, aber man ist ja leider immer so schnell fertig. Uns gefiel alles, sogar die Farbe der Wände, die konnten allerdings einen neuen Anstrich gebrauchen. Mal überschlagen, ob wir uns das überhaupt noch leisten können…..Sieht nicht so gut aus, aber egal, schick ich Bernd ein bißchen Gitarre spielen. Ach ja, ist ja Corona und keine Touristen da. Ach, so schlimm sehen die Wände nun auch wieder nicht aus;-)

Jetzt ging es in den Garten. Dieser war zwar nicht so riesig groß, aber genau so wollten wir es haben!! Man hat weniger Arbeit, denn Gartenarbeit gehört nicht gerade zu meinen allerliebsten Aufgaben.

Was wichtig war, das Haus hatte eine große überdachte Terasse, auf der wir mit Freunden gemütlich sitzen konnten, auch wenn es mal regnen sollte und natürlich zum scrabblen. Ja, das machen wir tatsächlich noch immer!! Es gab einen Orangenbaum, einen Pflaumen- und einen Mandelbaum. Klasse, oder?? Natürlich hat das Haus auch einen kleinen Pool, in dem man sich in den Sommermonaten schön abkühlen kann.

Und zum Schwimmen haben wir ja dann in 300 Meter Entfernung den riesigen See mit Strandabschnitt!!!

Herrlich, wir sind schon wieder im Paradies gelandet!!! Dann gab es noch zwei 12 qm2 Häuschen, eins für Gartengeräte und eins für Die Heizung mit dem Heizöltank. Achja, wir haben eine Ölheizung, mit der die Fußbodenheizung betrieben wird. Außerdem war an der Seite noch ein 15 Meter langes Carport, dass aber leider wahrscheinlich nicht hoch genug für unser Wohnmobil war (es fehlen nur ca. 120m zu unserer 3,4m-WoMO-Höhe). Egal, nehmen wir halt einfach das Dach ab, ist eh besser, dann werden jedenfalls die Solarpanele aufgefüllt. Da fällt mir ein, dass das Haus auch Solarthermie hat. So brauchen wir keinen Strom, um das Wasser zum Duschen zu erwärmen. Ein paar Beete gab es auch, aber es hielt sich in Grenzen,. Gott sei Dank! Wir hielten uns dort ziemlich lange auf und fragten die Vorbesitzer Löcher in den Bauch. Zum Glück konnte der Mann englisch. Beide waren irre nett und die Maklerin auch. Ach ja, irgendwann mussten wir das Haus aber doch verlassen und fuhren mit Jürg zurück.

Im Hintergrund das weisse Dorf (pueblo blanco) von Arcos dde la Frontera
Die Steilwand auf der Rückseite von Arcos de la Frontera

Unterwegs fanden wir ein nettes Lokal, in dem wir Jürg für seine Mühe zum Essen einluden. Lecker war es!!! Nun mussten wir uns sputen, denn wir hatten Sarah versprochen 3 Stunden auf die Zwillinge aufzupassen. Ach, war das alles aufregend!

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

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