Womo

Allein mit den Zwillingen November 2019

Liebe Leser, da ich ja so lange keinen Blog geschrieben hatte, es aber unmöglich ist, alles Erlebte nach zu schreiben, nun die weiteren Highligts aus der Zeit.

Einer war zweifelsohne die knappen 3 Tage im November allein mit den Zwillingen. Sarah und Alex brauchten dringend einmal eine Auszeit von allem und so boten Bernd und ich an, uns für die Zeit  um die Finca und um Tiago und Emilio zu kümmern.
Anita, der Findelhund war jetzt 3 Tage bei uns und lag von den 24 Stunden des Tages 23, 5 Stunden auf seinem Krankenlager. Schon am Freitag morgen, bepackten Alex und Sarah ihr Wohnmobil. Damit die Kinder nicht störten, wurden sie in ihrem Kinderwagen kurzerhand zu uns geschoben. Beide hatten ausgesprochen gute Laune, was vielleicht auch mit am Wetter lag, denn endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, schien mal wieder die Sonne. Zuvor hatte es ständig geregnet und es war nicht gerade warm gewesen.
Auch der „andere Alex“  🙂  mit seiner Julia und dem kleinen Noah, wollten das schöne Wetter ausnutzen und machten ihr Mobil ebenfalls startklar. Gegen 12 Uhr verließ uns dann die ganze Bande und wir blieben mit den Zwillingen allein zurück.
Diese hatten schon wieder Hunger und während Bernd sich um beide kümmerte, kochte ich für uns alle das Mittagessen. Wie üblich hatten die beiden nichts als Blödsinn im Kopf und Bernd hatte alle Hände voll zu tun und war sichtlich froh, als ich mit der Kocherei fertig war. Nun wurden die Kinder in ihre Hochstühle verfrachtet und gefüttert. Tiago aß, wie immer vorbildlich und mit gutem Appetit. Emilio aber fand es spannender, sein Essen auf den Boden zu werfen, wo sich die 5 hauseigenen Katzen schon versammelt hatten und in freudiger Erwartung in Warteposition um die Stühle schlichen und um jeden Happen kämpften.

Emilio fand das Füttern weitaus spannender, als selbst zu essen. Ich allerdings war da anderer Meinung und fing eine Katze nach der anderen ein und sperrte sie in den Wintergarten. Blöd nur war, dass eine Schiebetür an einer anderen Seite offen war und sie somit immer wieder ausbüchsten. Es dauerte geraume Zeit bis ich dahinterkam und auch diese Tür schloss. Letztendlich nützte das aber auch nichts, denn die blöden Viecher schafften es tatsächlich, auf dem großen Blumentopf und von dort aus auf die Dachbalken zu springen. Da zwischen Blaken und Dach eine Lücke klaffte, war es ein Kinderspiel wieder rauszukommen. Und wohin führte ihr Weg??? Richtig!!! Natürlich zu Emilio, der sich die ganze Zeit meine Bemühungen mit großem Interesse angesehen hatte. Natürlich wurde Emilio so nicht satt.Das holte er dann später nach und zwar indem er zum Katzenhaus ging, auf dem das Futter stand und sich eine gehörige Mahlzeit einverleibte. Auch Tiago nahm noch einen kleinen Snack, sozusagen als Nachtisch. Bernd bekam fast einen Anfall, aber da die Kinder auch bei Sarah und Alex Katzen-und Hundefutter dürfen, sah ich das ganz entspannt. Zumal ich mich daran erinnerte, dass meine Kinder,als sie klein waren, ebenfalls immer zur Anliegerwohnung gingen, wo ein älteres Ehepaar mit Katze wohnte und denen ebenfalls ständig das Futter wegaßen. Geschadet hatte es denen nicht und so machte ich mir keine Sorgen. Als Emilio satt war, kam er zu mir gelaufen und als ich ihn hoch nahm rülpste er so laut, dass Bernd und ich lauthals lachen mussten.

Danach rülbsten wir um die Wetter mit anschließendem „Schulz“ !! Danach brachten wir den Kindern wieder was „Vernünftiges“ wie: Wo sind Deine Ohren ???? (siehe Foto) 🙂 … bei meiner langen Restmähne den Kindern schlecht bildlich zu vermitteln; hat aber, wie man sieht, geklappt.

Jetzt wollte Emilio etwas trinken. War klar, denn es war ja Trockenfutter und das macht bekanntlich Durst. Nachdem dieses erledigt war, setzten wir die Kinder auf den Boden und versuchten zu scrabblen. Das gaben wir allerdings nach 5 Minuten auf, denn beide Jungs hatten natürlich nichts besseres zu tun, als zu den leeren Blumentöpfen in den Beeten zu gehen. Diese standen alle randvoll mit Wasser. Logisch, es hatte ja soviel geregnet. Da sie aber zum Teil einbetoniert waren, konnten wir das Wasser nicht einfach ausschütten.Pausenlos sagten wir: Nein, Nein, Nein!!! Davon waren die beiden Zwerge aber völlig unbeeindruckt. Kurze Zeit später entdeckten sie den Außenwasseranschluss und es war vorbei mit scrabblen. Übrigens schafften wir es weder am drauffolgenden Samstag, noch am Sonntag, die Partie zu beenden. Die Kinder brauchten nun komplett neue Klamotten und ich machte mich ans Werk. Während Bernd Emilio in Schach hielt, zog ich Tiago um und danach Emilio. Wir gingen wieder nach draußen, wo Anita sich gerade von ihrem Lager erhob und sich im Wintergarten zum Kacken bereit machte. Bernd sah das und schrie mich mit den Worten: “ Zieh den Hund nach draußen!!!“ an. Er selbst hatte gerade Tiago auf dem Arm und stand nicht so nah an Anita wie ich. Ich packte den Hund am Halsband, worauf Bernd wieder losschrie: “ Nicht am Flohhalsband, dass hält nicht!!! Witzig!! Ein anderes Halsband hatte er nicht. Sollte ich den Hund an den Ohren ziehen??? Nun begab sich Anita in die Kackposition und ich schob und zerrte ihn. Ich schaffte es mitsammt dem Hund auf die Terasse, wo er dann einen riesigen Haufen hinsetzte. Es stank mal wieder erbärmlich, weckte aber sofort Emilios Interesse. Bevor er hineingrabschen konnte, nahm ich ihn schnell hoch. Bernd fluchte laut und setzte Tiago ab, um irgendetwas zu suchen, womit er den Haufen, der ziemlich dünn war und wie ein riesiger Kuhfladen aussah, wegmachen konnte. Natürlich machte sich nun Tiago auf den Weg dorthin. Vorsicht!!! , schrie ich und Bernd konnte Tiago gerade noch hochnehmen. Bernd und ich brachten die Kinder rein und ich baute jede Menge Türme aus Bauklötzen, die kaum aufgebaut, schon wieder zerstört wurden. Daran hatten die beiden sichtlich Spass. Bernd hingegen weniger, denn er machte unterdessen den Haufen weg, was sich jetzt einfacher anhört, als es war. Ich könnte euch jetzt eine genaue Beschreibung liefern, erspare es euch aber. Als Bernd fertig war, hatten beide Kinder unisono die Windeln voll. Jetzt war ich dran. Bei Emilio klappte es wunderbar, aber Tiago weinte bitterlich, denn der arme kleine Kerl war sehr wund. Sarah war schon beim Arzt mit ihm gewesen und es gab nun eine Spezialcreme und Puder. Trotzdem tat es ihm noch unglaublich weh und wir beide waren nach dem Wickeln fix und fertig. Bernd, der währenddessen die ganze Zeit Tiagos Hand gehalten hatte und beruhigend auf ihn einredete ebenfalls. In der Zwischenzeit hatte Emilio sich an den Küchenschränken zu schaffen gemacht und das sehr erfolreich. So ging der Tag dahin und endlich war es 18 Uhr 30. Die Kinder sahen schon wieder aus, wie die Schweine und ich ließ die Badewanne volllaufen. Zuerst kam Emilio dran und er hatte sichtlich Spass. Tiago stand unterdessen auf der Stufe vor der Wanne und wollte ebenfalls hinein. Immer wieder versuchte er über den Rand der Wanne zu kommen, aber Bernd passte auf wie ein Schießhund. Nach 20 minütigen Bad, indem ich immer mal wieder heißes Wasser nachlaufen ließ, weil das so schön müde macht, nahm ich Emilio unter Protestgeschrei raus. Schnell wurde er abgetrocknet und in die Schlafklamotten gepackt. Unterdessen zog Bernd Tiago aus, der es gar nicht abwarten konnte in die Wanne zu kommen. Leider hatten wir die Rechnung ohne seinen Popo gemacht, denn der brannte, sobald er mit Wasser in Berührung kam. Klar, dass Tiago sich so nicht hinsetzten wollte. Also nahmen wir ihn schnell wieder raus. Jetzt wurde noch einmal gefüttert und dann legten wir uns mit den Kindern, auf die im gesammten Kinderzimmer ausgelegten Matratzen. Dort schlafen die beiden laut Sarah und Alex besser, als in ihren Betten. Wir sangen ihnen leise etwas vor und es dauerte gerade mal 3 Lieder, da waren die beiden eingeschlafen. Jetzt trennten sich Bernd und meine Wege. Bernd ging zum Wohnmobil, wo er die Nacht verbrachte und ich räumte noch die Spülmaschine aus und beseitigte mein Kochchaos. Dann sah ich mir auf dem Computer noch einen Netflixfilm an. Dabei schlief ich ein. Exact bis um 3 Uhr, dann waren beide Kinder wach. Ich beruhigte sie, legte mich zu ihnen und innerhalb 30 Minuten schliefen sie wieder selig ein. Ich konnte nicht mehr richtig schlafen, deckte den Hund mehrmals zu und döste ein wenig vor mich hin. Um 5 Uhr 30 war dann die Nacht zuende. Tiago war wach. Schnell holte ich ihn aus dem Zimmer, bevor Emilio wach wurde. Beim Wickeln stellte ich fest, dass sein Po schon viel besser aussah als gestern und so gab es keine Tränen. Ich bereitete das Frühstück zu und als ich gerade damit fertig war, erwachte auch Emilio. Der Tag konnte beginnen……… Gegen halb 9 kam Bernd laut fluchend herein. Anita hatte 6 Haufen gemacht und Bernd war dann erst einmal mehr als eine Stunde beschäftigt, die Schweinerei mit dem Schaufel und Gartenschlauch, etc. von der Terasse zu beseitigen. Ich war heilfroh, als er endlich fertig war und wir uns gemeinsam um die Kinder kümmern konnten. Mittlerweile war es draußen warm genug und wir gingen raus. Anita war heute viel fitter und folgte uns auf Schritt und Tritt. Dabei lief sie immer so nah bei und vor uns, dass wir mehrmals fast auf sie drauffielen. Zum Glück konnten wir uns aber jedes Mal abfangen. Nicht auszudenken, wenn ich auf sie draufgefallen wäre. Mit Sicherheit, hätte dann kein Knochen mehr auf dem anderen gesessen.

Der Tag lief dann ziemlich identisch wie der vorige ab. Irgendwann gingen wir zur Liegewiese und da Emilio etwas quengelte, legte ich ihn in die Hängematte. Es dauerte keine 3 Sekunden, da schlief er auch schon. Während Tiag wieder nur Blödsinn im Kopf hatte schaukelte ich Emilio. Als Bernd kam, übernahm er meinen Job und ich beschäftigte mich mit Tiago. Ich gab Bernd den Auftrag, die Hängematte an einer Seite hoch zu halten, weil Emilio sonst bei der kleinsten Bewegung rausfallen würde. Bernd legte sich also vor die Hängematte und schaukelte sanft. Dabei schlief er fast ein und als Emilio sich dann bewegte, purzelte er raus. Bernd bekam einen mächtigen Anranzer von mir. Emilio aber wurde nicht einmal wach und vorsichtig legten wir ihn wieder hinein. Kaum wachte Emilio auf, war Tiago müde und wurde in den Kinderwagen gelegt. Diesen hatte ich gerade mal 3 Minuten geschoben, da schlief er schon. Später spielte Bernd mit beiden im Sandkasten, während ich 2 Maschinen Wäsche wusch. Am Abend steckten wir beide wieder nacheinander in die Wanne. Heute gefiel es auch Tiago super und danach schlief er in Bernds Arm ein. Emilio war schon vorher auf seiner Matratze eingeschlafen und schlief sage und schreibe 13 Stunden durch. Auch Tiago schlief durch. Nur ich nicht. Ich deckte in der Nacht 3 Mal die Kinder zu und 4 Mal den Hund und war wie gerädert am nächsten Tag. Beim Frühstück stellte ich das Tablet auf und wir hörten uns Kinderlieder an. Die Kinder waren begeistert und aßen mit gutem Appetit. Wir hatten mal wieder Superlaune. Dann kam Bernd und der war wieder richtig bedient, denn Anita hatte heute 7 Haufen gemacht. Bernd regte sich dermaßen auf, dass ich kurzerhand das Handy nahm und ihn filmte. Bei Gelegenheit werde ich das mal ins Netzt stellen, damit ihr etwas zu lachen habt.

Hier ist das Video !! (musste ich leider in Kurzform nochmal mit dem Handy vom PC abfilmen, da das Video ansonsten viel zu lang war. Also sorry für die miese Qualität !) Aber das Wichtigste ist jetzt zu sehen und zu hören!!  Scheiss Wetter (siehe Winterpullover), scheiss Hundescheiße und scheiss Laune am Morgen 🙂   Viel Spaß

Scheiss Hundescheiße kurz

Gegen 5 Uhr nachmittags kamen dann endlich Sarah und Alex wieder. Puh, wir waren echt froh!! So süß und lieb die Kinder auch sind, so ist es doch irre anstrengend und Bernd und ich mehr als erleichtert, sie wieder abgeben zu dürfen. Ich fühlte mich um Jahre gealtert und tod wie Schmitz Katze. Bernd erging es ähnlich.

Am nächsten Tag dann wollten wir nach Roche, aber das Wetter wurde wieder schlecht und wir blieben erst einmal hier.

Liebe Leser spätestens übermorgen geht es weiter!!

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*