Womo

Meine Schwester kommt spontan zu Besuch! 07.06- 18.06

Mit Erschrecken habe ich gerade festgestellt, dass es schon wieder mal ewig her ist, dass ich etwas berichtet habe.

Dabei haben wir sooo viel erlebt. Ein Highligt war der sehr spontane Besuch meiner Schwester Elke. Bernd und ich waren gerade so richtig im Stress und damit beschäftigt, alle persönlichen Sachen aus unserem Haus, entweder zurück ins Wohnmobil – oder in unseren abschließbaren Schuppen zu befördern, denn ab morgen sollten zum ersten Mal, für drei Tage Gäste kommen. Zudem musste natürlich geputzt und gewienert – und alle Betten frisch bezogen werden. Vom Rasen mähen, Unkraut jäten und Terasse schrubben mal abgesehen. Mitten drin rief dann meine Schwester an. Sie fasste sich sehr kurz. Eigentlich sagte sie nur, dass sie kommen wollte und ich ihr einen Flug buchen sollte. Der sollte möglichst ohne Zwischenlandung sein. Auf meine Frage für wann, antwortete sie, dass sie morgen noch ihre Coronaimpfung bekäme und dann sofort abflugbereit wäre. Grund für den plötzlichen Besuch war der mittlerweile 14 Tage andauernde Stillstand bei ihrer Hardcorediät von täglich ca. 400 Kalorien. Zwar hatte sie schon 10 Kg abgenommen, aber bei ihrem Ausgangsgewicht ( von dem ich nicht sprechen darf) wäre es laut ihrer eigenen Aussage so, als ob bei einem Panzer das Nummernschild abgefallen wäre. Dementsprechend schlecht war ihre Laune und ihr Mann Rainer , wollte sie anscheinend loswerden und schlug ihr vor doch zu uns zu kommen. Ins Abnehmcamp sozusagen. Ich setzte mich sogleich an den PC, um nach einem Flug zu suchen. Das gestaltete sich mehr als schwierig, denn ohne Zwischenlandung gab es, wegen Corona gar nichts. Dabei studierte ich alle Abflughäfen in Deutschland und Zielflughäfen in Jerez, Malaga und Sevilla. Bernd bekam schlechte Laune, denn ich saß stundenlang vorm PC und suchte und suchte. Immer wieder rief ich bei Elke an. Die hatte aber die Verantwortung an Rainer abgegeben und so telefonierten wir im 10 Minutentakt miteinander. Bernd bekam immer schlechtere Laune, denn nun stand er ganz allein mit der Ausräumaktion da. Ich fragte meinen Schwager, ob er nicht nach Flügen suchen könne, aber er meinte, er könne es nicht, weil er es noch nie gemacht hat. Meine Schwester sowieso nicht, denn die weiß nicht einmal, wie man etwas bei Amazon bestellt. Eigentlich erstaunlich, dass die beiden so erfolgreich ein Hotel führen. So etwas nennt man wohl Inselbegabung. Vielleicht sind die beiden aber auch nur gut im deligieren. Nach unzähligen Telefonaten mit Rainer meinte dieser, ich solle doch mal nach Abflügen aus Amsterdam sehen. Bingo, hier gab es Direktflüge. Ich wollte dann für 9 Tage buchen, weil meine Schwester im Vorfeld von 9 Tagen sprach, aber Rainer sagte, es könne ruhig länger sein. Die Laune meiner Schwester musste also wirklich schlimm sein. Ich buchte dann für 11 Tage.

4 Tage später, unser Haus war gerade wieder frei geworden, holte Bernd sie mit dem Wohnmobil von Sevilla (ca. 100 km von Arcos entfernt) ab. Ich machte in der Zeit die Endreinigung, fegte rund ums Haus und bezog die Betten frisch. Kaum war ich damit fertig, trudelten die beiden auch schon ein. Ich freute mich riesig meine Schwester zu sehen. Da es mittlerweile aber 22 Uhr war, quatschten wir nur noch eine Stunde und gingen dann zu Bett.

Am nächsten Tag starteten wir dann gleich morgens unser Trainingsprogramm mit 45 Minuten Gymnastik. Nicht gerade Elkes Lieblingssporteinheit. Anschließend liefen wir 15 Minuten zu unserem See und schwammen dort 45 Minuten. Elke bekam meine Schwimmboje um den Bauch gebunden, damit sie sich auch mitten durch den See traute und war ganz überrascht, wie gut es funktionierte.

Danach marschierten wir zurück. Um 17 Uhr gab es dann für sie püriertes Gemüse. Das war für diesen Tag alles. Für mich natürlich nicht. Ich machte mir noch 2 leckere Scheiben Brot mit dick Käse und danach vertilgte ich noch eine ganze Tafel Schokolade. Natürlich heimlich, damit Elke nicht neidisch wurde. Ich wollte meinen Kalorienbedarf nicht wieder so runterfahren, denn man weiß ja mittlerweile um den Jojo. Außerdem hatte ich schon an die 100 Mal die Erfahrung gemacht, dass das, was man schnell abnimmt auch schnell wieder drauf ist. Mittlerweile hatte ich tatsächlich in den letzten 4 Monaten fast 7 Kilo abgenommen. Ich bin nun nicht mehr fett, sondern nur noch gut beieinander 😉 Zusätzlich ist in meinem Alter ja die Gefahr auch sehr groß, dass, wenn man zu schnell oder zuviel abnimmt, alles anfängt zu hängen. Ich meine jetzt nicht nur den Busen, der hängt ja sowieso, sondern eben alles. Sieht ja auch nicht so schön aus, wenn man dann einen Bauch bekommt, der aussieht, wie ein ausgeleierter Luftballon. Ihr wisst, was ich meine, oder??? Aus diesem Grund setzte ich jetzt mal auf langsam abnehmen und Sport. Ich habe ja Zeit und Bernd ist mit meiner Figur jetzt schon sehr zufrieden.

Meine Schwester ist aber 5 Jahre jünger und setzt auf 500- 900 Kalorien täglich und ebenfalls Sport. Jedenfalls solange sie hier ist.

Ach ja, natürlich hatten wir auch einen durchtrainierten, sehr gut aussehenden Fitness-Personal-Trainer in dieser Zeit gemietet!! Sein Name war BERNADO Jose Jesus


Darum machten wir uns gleich am nächsten Tag zu Fuß auf den Weg nach Arcos. Gegen 10 Uhr setzten wir uns, bewaffnet mit unseren Nordic walking Stöckern und im Rucksack viel zu trinken, in Bewegung.

Die Sonne knallte schon jetzt vom Himmel und mit 35 Grad im Schatten war es nicht gerade kühl. Die ersten 3 Kilometer kamen wir gut voran und unterhielten uns angeregt.

Weit im Hintergrund ist „unser See“ in El Santiscal zu sehen!

Dann war es vorbei mit der Unterhaltung, denn die letzten 2 Kilometer rauf in den historischen Teil von Arcos ging es nur bergauf und ihr glaubt gar nicht wie steil. Wie gut, dass wir unsere Coronamasken dabei hatten. Die hatten wir auf die Stirn geschoben damit wir Luft bekamen und sie dienten nun hervorragend als Schweißtücher. Natürlich schoben wir sie schnell wieder Richtung Mund, wenn uns Leute entgegenkamen. Gott sei Dank, war das aber nicht oft der Fall, denn dann dachte ich jedesmal, ich müsse gleich kotzen.

Ich lief vorraus und drehte mich nicht einmal um, brauchte ich auch nicht, denn an der Schnappatmung hinter mir, hörte ich, dass mir meine Schwester immer dicht auf den Fersen war. Nach 20 Minuten mussten wir eine Pause machen, denn meine Schwester war der Meinung, sie bekäme jeden Augenblick eine Gehirnthrombose. Ich fragte sie, ob es weiß herum um meinen Mund wäre, denn ich hatte mal gelesen, dass das ein Zeichen völliger Überanstrengung wäre und man dann tot umfallen könne. Ich fragte das auch nur, weil meine Schwester aussah, wie ein Clown. Feuerrotes Gesicht und einen Mund, als hätte sie sich ihn weiß angemalt. Wir setzten uns in irgendeinen Hauseingang, denn da war es schattig und tranken gierig. Nach 5 Minuten ging es weiter. Und wieder immer nur bergauf. Im Gepäck hatte ich einen Abholschein von der Post dabei. Dorthin mussten wir, aber wir wollten auch zur Burg, weil die Aussicht von dort so phänomenal war. Da ich nicht wusste ob und wann die Post Mittagspause macht, wollte ich dort zuerst vorbei. Bernd hatte mir das Handy mitgegeben und den Weg zur Post dort eingespeichert. Leider ging es kurz vor der Burg dann abwärts und meine Schwester meinte, scheiß auf Aussicht, sie würde keine Schritt weiter nach oben tun. So holten wir dann das Päckchen von der Post und marschierten noch etwas in der Altstaddt herum. Wir kamen an einer netten Kneipe (Venta) vorbei und beschlossen etwas zu trinken. Ich dachte so an eine kalte Cola light, aber meine Schwester, die seit 4 Wochen keinen Alkohol getrunken hatte, sagte mit größer Bestimmtheit, dass sie nun, Diät hin oder her sich ein Bier genehmigen würde. Ich war natürlich dabei. Da die Biere so klein waren, tranken wir noch ein zweites und ich hatte das Gefühl sturzbesoffen zu sein. Das verging aber beim Abstieg rasant schnell, denn wir schwitzen in null komma nichts alles wieder aus. Meine Füße qualmten und ich war froh, als wir wieder zuhause ankamen. Dort hielt Bernd schon nach uns Ausschau und machte ein paar Fotos.

Nach einer kurzen Pause wollte meine Schwester nun unbedingt zum Schwimmen. Wir liefen die viertel Stunde dorthin, schwammen mehr als eine Stunde und liefen zurück.

Man waren wir fertig!

Am nächsten Tag war Elke wie ausgewechselt. Grund war die Waage, die bei ihr ein Kilo weniger anzeigte, bei mir immerhin ein halbes, denn ich hatte abends heimlich wieder gut zugeschlagen. Elke hielt sich an ihr püriertes Gemüse. Ih bah! Zum Frühstück gab es für uns Tee und für Bernd das volle Programm. Frühsport viel aus und wir wanderten gleich los. Diesmal nur im flachen Gebiet. Wir schwitzten natürlich trotzdem ganz gut, denn das Thermometer stand bei 37 Grad. Nach einer Stunde waren wir zurück, pausierten kurz und ich aß jede Menge Eierpflaumen von unserem Baum. Danach liefen wir zu unserem See, schwammen 1,5 Stunden, Elke wieder mit der Boje um den Bauch und liefen zurück. Dasselbe taten wir am Abend noch einmal. Die Waage zeigte aber keine Veränderung.

Am nächsten Tag hatten wir zuerst einmal wieder viel zu tun, denn wir mussten abermals das Haus räumen. Es würde die nächsten 4 Tage vermietet sein. Elke half tatkräftig mit. Ihr glaubt ja gar nicht, wieviel Arbeit das jedes Mal ist. Zum Schluss machte ich noch Spaghetti Bolognaise und Bernd machte unser Wohnmobil startklar. Die letzten Sachen wurden verstaut und wir fuhren die 700 Meter zu unserem See, wo man herrlich stehen kann. Natürlich sprangen Elke und ich sofort ins Wasser. Es war mal wieder schweineheiß, was mir aber nichts ausmacht. Elke hat damit mehr Probleme und darum hält sie sich an Land, wenn wir nicht gerade wandern, ausnahmslos im Schatten auf. Sonnenbrände hatte sie trotzdem fast überall. Irgendwie erinnerte sie mich an so einen typischen Engländer. Wie immer schwammen wir quer durch den See. Dieses Mal kam aber ein Mann mit einem Motorboot auf uns zugefahren und erklärte uns, dass es nicht erlaubt sei so weit rauszuschwimmen, weil zu gefährlich. Ich überredete ihn und zwar in spanisch, dass wir es trotzdem ein letztes Mal machen wollten. Er erklärte sich einverstanden. Heute hatten wir irgendwie Gegenwind und die kleinen Wellen schlugen uns permanent ins Gesicht. Hin schwammen wir konzentriert und ich musste immer nah bei Elke sein, denn sie hatte in der Ferne einen dicken Fisch gesehen, der fröhlich im Wasser umhersprang. Natürlich tat ich es. Der Rückweg war einfacher und wir vertrieben uns die verbliebenen 45 Minuten mit Namen raten. Das machten wir jedesmal. Mittlerweile waren wir bei N. Abwechselnd müssen wir immer Voramen mit dem Buchstaben sagen, der gerade an der Reihe ist. Wer keinen mehr weiß hat verloren. Elke kommt dabei immer auf die absonderlichsten Ideen. Bei N zum Beispiel auf Neurasia. Das lasse ich aber nicht gelten. Kurz bevor wir wieder an Land sind, machen wir immer noch etwas Wassergymnastik. Heute viel das aber aus, denn an Land erwartete uns schon der Bademeister. Der ist erst seit Saisonstart hier, also ab heute und verpasste uns erst einmal einen Einlauf. Vorbei die Zeit, dass wir quer durch den See schwimmen konnten. Schade. Bernd war auch im Wasser, schwimmt aber grundsätzlich nur allerhöchstens 30 Meter hinaus (und selbst da hat ihn der Bademeister zurückgepfiffen). Wir hatten den Tisch und die Stühle an den Strand gestellt und Bernd und ich ließen uns die Bolognese schmecken. Die war mir wirklich fantastisch gelungen.

Am nächsten Tag fuhren wir zu Sarah. Dort im Mobilheim wohnte ja auch Gaya und die hatte uns zu ihrem Geburtstag un d einer großen Party eingeladen. Elke und ich halfen mit alles aufzubauen und sämtliches Geschirr, Gläser und Getränke auf die Wiese zu schleppen, wo Gaya feiern wollte. Außerdem machten wir in Sarahs Küche noch einen Gemüseauflauf für den Abend. Um 19 Uhr ging dann die Party los. Es kamen ungefähr 50 Leute, 12 Kinder und 7 Hunde und alles lief in absoluter Harmonie ab. Die Kinder amüsierten sich im Planschbecken, die Hunde tollten herum und die Erwachsenen sprachen dem Alkohol und anderen happymachenden Substanzen zu. Sarah hatte Edna angagiert, eine Raggysängern mit Gitarre u nnd jeder Menge Fußpedale, Loopstation und anderen Rythmusinstrumenten.

Bis diese um 20 Uhr kam unterhielt uns Bernd mit seiner Gitarre. Als Edna kam war der Alkoholpegel bereits so hoch, dass alle tanzten.

Am höchsten war er bei Sarah. Die war wirklich bestens drauf. Nur schade, dass sie am nächsten Tag fast nichts mehr davon wusste. Elke erlaubte sich zur Feier des Tages auch 3 Bier. Ich trank nur eins, denn Emilio und Tiago waren fast die ganze Zeit bei mir. besonders mein Emilio wich mir nicht von der Seite. Irgendwann gegen 11 Uhr, waren die Kinder so müde, dass sie ins Auto zum Schlafen sollten. Ins Auto deshalb, weil es Wochenende war und Alex dann die Kinder hat und sie bei ihm schlafen. Sarah kam auf mich zugewankt und sagte, sie bräuchte unbedingt meine Hilfe, beim Ins-Bett-bringen. Es lief dann darauf hinaus, dass ich eine Stunde zuerst mit Emilio und dann auch noch mit Tiago im Auto saß. Dann kam Alex und sie fuhren nach Hause. Ich war auch müde und ging ins Wohnmobil. Ich wollte fit für morgen sein, denn dann wollten wir nach Vejer de la Frontera hochwandern, was bekanntlich auch sehr steil auf einem Berg liegt. Elke und Bernd kamen 1,5 Stunden später. Wir schliefen super.

Elke und ich liefen am nächsten Morgen schon früh los. Wir wollten dieses Mal nicht unbedingt in der prallen Mittagssonne laufen. Bernd wollte nachkommen, weil er ja viel schneller ist als wir und wie er immer sagt, beim Laufen nicht umkippen will. Elke und ich meisterten die Strecke mit Bravour. Unsere Kondition war wirklich schon erheblich besser geworden und wir waren ganz stolz auf uns. Oben angekommen spazierten wir noch durch den wunderschönen Ort und Elke kaufte ein paar Souveniers.

Pünktlich, als wir damit durch waren, kam Bernd den Berg hoch. Er hatte ein feuerrotes Gesicht und war klitschenass. Nun ging es zum gemütlichen Teil. Wir setzten uns vor eine Kneipe , bestellten kalte antialkoholische Getränke und unterhielten uns angeregt. Gemeinsam liefen wir dann wieder zum Wohnmobil bei Sarah.

Am Abend fuhren wir dann nach Conil an den Atlantik. Dort erkundeten wir dann am nächsten Tag Conil und hatten einen tollen Tag.

Am nächsten Tag ging es zurück zu unserem Haus. Zuvor wurde Großeinkauf gemacht und allles im Kühlschrank verstaut. Dort stand immer noch ein Rest Bolognaise. Bernd hatte sie mittlerweile 4 Tage gegessen und weil zu wenig Platz für die ganzen neu gekauften Sachen war, nahm ich sie kurzerhand heraus. Die roch wirklich nicht mehr gut, aber ich stellte sie ersteinmal in die Küche, denn ich war der Meinung, dass Bernd sie wegwerfen konnte und dann mal dran war mit dem Topf abwaschen. Im Wohnmobil waren es über 40 Grad und wir fuhren eine Stunde zurück.Weil unser Haus noch nicht frei war, stellten wir uns noch an kurz an unseren See. Natürlich schwammen Elke und ich sofort los. Und was machte Bernd???? Nicht etwa die Bolognaise wegwerfen und den Topf abwaschen, von dem ich ausgegangen war. Nein, er aß sie!!!!! Ich hatte beim Rausgehen bemerkt, dass sie noch erbärmlicher roch als eine Stund zuvor. Kein Wunder, denn wie erwähnt hatten wir 42 Grad im Saloon. Als wir aus dem Wasser kamen, berichtete Bernd, dass die Bolognaise ziemlich ekelig geschmeckt hätte. Er hatte trotzdem alles verputzt. Ich fragte mich allen Ernstes, wie man so blöd sein konnte. Wie dem auch sei, unser Haus war jetzt frei und dort fuhren wir nun hin. Erst mal alles wieder aus dem Mobil räumen und Betten abziehen. Bernd hielt sich vornehm zurück. Ihm ging es nicht so gut. Die Nacht war auch kein Vergnügen. er hatte fürchterliches Sodbrennen, rülpste in einer Tour und hatte ständig Durchfall. Den nächsten Tag verbrachte er abwechselnd im Bett, schlafend auf der Terasse und auf der Toilette.

so nimmt man(n) im Schlaf einfach ein paar Kilo ab !!! 🙂

Elke und ich machten klarschiff in Haus und Garten und wanderten dann wieder los. Bernd ging es den ganzen Tag nicht besser und sagte immer wieder vorwurfsvoll, dass er von nun an, kein schlechtes Essen mehr essen würde. Hallo, gehts noch???? Was aber echt gemein war, war, dass Bernd in den 2 Tagen , wo es ihm schlecht ging sage und schreibe 3 Kilo abgenommen hatte und das so ganz ohne Sport. Den Seinen gibt es der Herr im Schlaf. Elke war bei 2 Kilo angelangt und ich bei 1 Kilo. Frechheit!!

Morgen gehts weiter!! Hoffe es geht euch allen gut……..

Die Tage vergingen wie im Fluge. Am Freitag mussten wir wegen abermals neuen Mietern wieder aus dem Haus. Aufräumen und ausziehen war angesagt. Der Rasen musste auch wieder gemäht werden und so waren wir alle erst einmal beschäftigt. Endlich war alles perfekt und Elke und ich liefen zum See. Bernd fuhr mit dem Womo hinterher. Sofort wurde geschwommen. Heute war das Wetter aber nicht gut und der Himmel rabenschwarz. Wir waren am See die Einzigen. Nur der Bademeister war auch anwesend. Im Wasser hatten wir pausenlos Schiss, dass es anfangen würde zu gewittern und so schwammen wir nur eine halbe Stunde. Danach liefen wir aber noch. Dabei fiel Elke ihr Handy runter. Blöderweise war dort, wo das Display war die Schutzhülle nicht mehr vorhanden. Klar, dass das Handy genau auf diese Seite fiel. Zu allem Überfluss passierte es beim Laufen und Elke stampfte noch einmal drauf. Natürlich war das Handy damit kaputt. Die Scheibe hatte Unmengen von Rissen und das Handy ließ sich nicht mehr bedienen. Es ging zwar noch an und aus, aber man konnte keine Funktionen mehr bedienen. Elke war total geknickt. Später fand sie heraus, dass sie über ihre Fitnessuhr am Handgelenk aber zumindest noch Telefonanrufe entgegen nehmen konnte. Zurück beim Saloon stellten wir uns auf einen gemütlichen letzten Abend ein, denn morgen Abend um 21 Uhr würde Elkes Flug zurück nach Amsterdam gehen. Aus dem gemütlichen Abend und auch dem nächsten letzuten schönen Tag von uns wurde dann aber nichts, denn ich entdeckte zufällig einen Bericht im Internet, dass Reiserückkehrer aus Andalusien ohne PCR- Test nicht zurück nach Holland fliegen durften. Elke meinte, es beträfe sie nicht, da sie geimpft war. Zur Sicherheit recherchierte ich aber noch etwas. Dabei fand ich auf der ADAC Seite und ebenfalls auf der Seite vom ausländischen Amt die Aussagen, dass auch Geimpfte einen Test benötigten. Ach du Scheiße!! Es war fast 20 Uhr. Alle Ärzte hatten natürlich geschlossen. Zwar konnte man, wie ich heraus fand, einen Test beim Flughafen machen, aber nur von 8 Uhr bis 14 Uhr und das Ergebnis würde 12 bis 16 Stunden dauern. Elke war äußerlich ziemlich gefasst, hatte aber während der nächsten 2 Stunden 4 Mal Durchfall. Wir beschlossen sofort nach Sevilla zu fahren. Dort übernachteten wir irgendwo in der Nähe des Flughafens. Die einzige Möglichkeit für Elke war, dass sie gleich morgens um 8 Uhr als erstes diesen Test machte. Vielleicht hatte sie dann noch Glück. Nach einer unruhigen Nacht , setzten wir sie kurz vor 8 Uhr beim Flughafen ab. Elke sollte ersteinmal ihr Flugticket holen, denn ohne Ticket keinen Test. Online war es nicht verfügbar gewesen. Wir verabschiedeten uns von ihr und die in den 10 Tagen 4 Kilo leichter gewordene Elke machte sich auf den Weg. Wie sie uns später mitteilte machte der Ticketschalter für ihre Airline erst um 14 Uhr auf. Also ging sie ohne Ticket zum Testen. Die wollten es dort aber nicht machen. Irgendwann fing Elke dann an zu heulen und irgendeiner erbarmte sich. Jetzt bekam sie einen Schrieb, dass sie getestet worden war, aber das Ergebnis war natürlich, wenn überhaupt später verfügbar. Dieses sollte dann auf ihrem Handy landen, was bei Elke einen neuen Tränensturm verursachte, denn ihr Handy war ja unbrauchbar. Irgendein holländischer Passagier hatte wohl Mitleid und bot ihr an, dass Ergebnis auf seinem Handy zu empfangen. Elke war echt dankbar. Nun hieß es warten. Mittlerweile war es 9 Uhr 30 und ihr Flug würde ja erst um 21 Uhr gehen. Es war wohl mordsmäßig langweil, dazu kam dann die ganze Zeit die Anspannung, ob der Test wohl rechtzeitig fertig werden würde. Um es vorweg zu nehmen, letztendlich durfte sie mitfliegen. 30 geimpfte Holländer aber mussten in Sevilla bleiben und regten sich furchtbar auf. Die Armen!!!

Liebe Elke, es war sehr schön mit Dir!!! Freue mich schon auf das nächste Mal. Halte durch!!! Wir treffen uns dann gertenschlank nächstes Jahr wieder!!!

Veröffentlicht von Ines & Bernd Hoormann

Bernd ist am 17.12.63 in Papenburg geboren und dort auch aufgewachsen ,Er hat 2 Kinder: Bennet und Carina.Bis zum 1 Juli 2017 Geschäftsführer in einem Lingener Ingenieurbüro und leidenschaftlicher Musiker.Er spielt Gitarre,am allerliebsten Country und singt,wie ein junger Gott .:-)Meine ganz persönliche Meinung.Und ich,Ines geb.11.02.65 in Westerstede,habe 3 Kinder:Jessica 31 Jahre,David 30 Jahre und Kim 27 Jahre und bin ein typischer Wassermann.Freiheitsliebend,läßt sich nicht gerne sagen wo´s langgeht und das absolute Gegenteil von Bernd,der daran manchmal zu verzweifeln droht.Kennengelernt haben wir uns im Mai 2006.Ich habe Bernd im Internet bei ilove(Datingline) gefunden und nach einem sehr holperigen Start, mit mindestens 3 Trennungen für immer,leben wir seit April 2007 zusammen in Lingen.Erst in einer gemieteten Doppelhaushälfte ,mit wahnsinnig netten Nachbarn,die später,obwohl unser Dackel,gleich am ersten Tag unseres Einzugs,deren Hamster umgebracht hat,später sogar unsere Trauzeugen wurden. dann in unserem Häuschen im Gauerbach.(Stadtteil von Lingen),welches wir nach 8,5Jahren verkauften um nur noch im WOMO zu leben.

2 Gedanken zu „Meine Schwester kommt spontan zu Besuch! 07.06- 18.06“

  1. Randolf Hots sagt:

    Ola..was für ein super Bericht. Wir haben uns beim Lesen sehr amüsiert. Viele Grüße und beste Grüße, Steffi und Randolf

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