Womo

Mal so nebenbei….

und am Rande. Ich habe ja nun schon sehr lange nichts mehr über mein Gewicht gesprochen. Sorry, ich meine über meine Figur. Über mein Gewicht rede ich ja mit niemanden, nur mit meiner Schwester. Ich habe es mir jetzt seit ein paar Monaten verkniffen, weil Bernd immer sehr genervt von dem Thema ist und meint, dass ich euch damit langweile. Darum mach ich hier mal einen gesonderten Bericht. Allen, die es genauso nervt wie Bernd, einfach nicht weiterlesen.

Ich hatte in den ganzen Monaten in Deutschland nocheinmal 3 Kilo zugenommen. Das Wetter war über den Winter ziemlich blöd und ich saß meist im Wohnmobil auf meinem Sitz und spielte Karten. An den Wochenenden waren wir oft in Dangast und dort stand ja Wolfgang mit seiner Crepebude. Ich liebe Crepes und wie ich mittlerweile weiß, in allen Kreationen. Mit Apfelmus und Zimt und Zucker, Mit Käse und Schinken, mit Marzipan und Amaretto und erst recht mit Kinderschokolade. Da wir bei Wolfgang eine Flatrate hatten und er die besten Crepes in Deutschland, ach was, weltweit macht, war ja klar dass dies auf die Hüften ging, zumal ich es nie bei einem beließ. Im Januar war ich so fett wie noch nie und sah aus, wie ein Michelinmännchen. Aus eben diesem Grunde ließ ich mich auch nicht mehr forografieren.Dem einzigen , den es scheinbar nie auffiel war Bernd.. Es wurde also Zeit, dass wir wieder nach Spanien kamen. Dort klappte es aber erst auch nicht, also schwor ich mir, dass wir sobald wir im Haus wohnen würden, die Abnehmtortour beginnen sollte. Tatsächlich fing ich schon 3 Tage vor dem Einzug ins Haus damit an. Das fiel schwer, aber als wir dann ins Haus zogen, wurde es viel einfacher, denn es gab ja soooo viel zu tun. Man hatte gar keine Zeit ans Essen zu denken und war ständig in Bewegung. Rasen mähen, Unkraut jäten, Löwenzahn ausstechen.( Der ganze Rasen saß voll). Fegen, putzen und und und. Natürlich sündigte ich zwischendurch auch immer mal wieder und haute mir eine ganze Tafel Schokolade rein, aber ich schaffte es tatsächlich am nächsten Tag wieder weiter zu machen. Zuerst bewegte sich der Zeiger der Wage kein Millimeter. Erst als wir dann anfingen täglich noch zusätzlich zu der ganzen Maloche Gymnastik zu machen, purzelten die Pfunde. Mittlerweile machen wir nur noch jeden zweiten Tag unsere Turnübungen, weil ich gelesen habe, dass wenn man Muskeln aufbauen will um nicht nur hängendes Fett zu haben, muss man mindestens einen Tag mit dem Sport pausieren. Angeblich bauen sich die Muskeln nur in der Ruhephase auf. Na, wenn das mal stimmt. Ist auch egal. Mir sind andere Sachen auch weitaus wichtiger. Zum Beispiel, dass ich jetzt wieder ganz entspannt meine Schuhe zubinden kann. Zusätlich zum Sport mache ich noch die 8/16 Diät. Bei der darf man 16 Stunden nichts, aber auch rein gar nichts essen und dann 8 Stunden was man will. Naja, mit dem was man will, funktionierte es bei mir aber nicht und so drosselte ich meine tägliche Kalorienzufuhr ganadenlos auf 1000 . Einmal in der Woche gönne ich mir aber einen Fresstag, manchmal auch zweimal.;-( Dafür mache ich jetzt nicht mehr 8/16, sondern 4/ 20. Könnt ihr euch vorstellen, worum meine Gedanken den ganzen Tag kreisen??? Echt hart!!! Und trotzdem geht es wirklich langsam, aber mittlerweile habe ich sage und schreibe 6,5 Kilo in 10 Wochen abgenommen und ich sehe jetzt nur noch dick aus und nicht mehr fett!! Juchhu!!!! Der nächste Jojo lässt sicher nicht lange auf sich warten, aber momentan bin ich noch voll motiviert und habe mir sogleich neue Klamotten beim reichsten Mann der Welt bestellt. Seine Firma heißt Amazon. Die Klamotten kneifen noch etwas, aber ich bin momentan recht zuversichtlich, dass sich das noch ändern wird. Jetzt ist es 9 Uhr. Das letzte Mal habe ich gestern Nachmittag um 17 Uhr etwas gegessen. Ich habe soooooo einen Hunger, versuche aber noch 4 Stunden durchzuhalten. So, das war der kleine Zwischenbericht. Ich muss jetzt etwas tun, um mich abzulenken. Macht es gut ihr Lieben!!

Womo

Oli und Sabrina besuchen uns. April 2021

Oli und Sabrina hatten wir vor 2 Jahren in unserer geliebten Palmenbucht in Aguilas kennengelernt und seitdem immer mal wieder über Facebook etwas von ihnen gelesen. Sie sind zurzeit mit ihrem Bulli unterwegs, standen aber seit Monaten in der Palmenbucht oder waren dort im Haus von Ollis Mutter. Nun mussten sie mal raus und da es etwas schwer ist in Coronazeiten frei zu stehen und Sabrina mitbekommen hatte, dass wir einen privaten Stellplatz für Wohnmobile neben unseren Haus haben, fragte sie an, ob wir Mitte April zuhause wären. Ich antwortete sofort, dass wir quasi immer zuhause sin und wir uns über ihren Besuch sehr freuen würden.
Vorletzten Sonntag war es dann soweit. Gegen Mittag hatten sie uns gefunden und es gab ein großes Hallo. Ach, wie war es schön mal wieder Gesellschaft zu haben. Schnell wurde das Bier rausgeholt und wir nahmen auf der Terasse Platz. Die Sonne schien herrlich und es gab ja sooooo viel zu erzählen. Schließlich hatten wir uns 2 Jahre nicht gesehen.

Es war total lustig, dass jede Menge Leute, die wir in der Zwischenzeit kennengelernt hatten, ebenfalls Bekannte von den beiden waren. Tatsächlich kannten sie sogar Mike. Bernd würde jetzt schreiben, „Ines schönen Mike!“ Unser Biervorrat nahm rasant ab und ging schnell zur Neige. Wie gut , dass Olli noch ein 12er Pack im Bulli hatte. Gegen 5 wurde dann von Bernd Schnitzel mit Nudeln und Tomatensoße serviert, die er super hinbekommen hatte. Jedesmal, wenn es bei uns Schnitzel gibt, ist Bernd mit Kochen dran, denn es ist so ziemlich das einzige was er kann (darum habe ich ja auch geheirat und mir das Multitalent Ines mit unendlicher Power ausgesucht… Ha Ha 🙂 Achja, Fischstäbchen bekommt er auch recht gut hin. Wie gesagt, die Schnitzel waren tierisch lecker und alles wurde restlos verputzt. Wir lachten viel und kämpften alle um Gesprächsanteile. Meistens gewann Olli. Er hatte aber auch wirklich viel zu berichten. So hatte er im Alter von 8- 16 Jahren in Saudi Arabien gelebt, weil sein Vater dort damals am größten Flughafen der Welt mitgewirkt hatte. Der Bau dauerte tatsächlich 8 Jahre und die Saudis hatten extra für die Mitarbeiter nebst Familien eine eigene Stadt errichtet. In der gab es sogar ein Kino und ein Schwimmbad und natürlich eine Schule. Eigentlich alles was so das Herz begehrte. Für Olli war es eine tolle Zeit. Das merkte man seinen wirklich interessanten Erzählungen an. Besonders toll fand er, dass man dort als Junge schon ab 12 Jahren Auto fahren durfte. Das war natürlich was für Olli, denn er ist ein echter Autonarr. Allerdings müssen seine Autos mindestens 30 Jahre alt sein. Davon hat er mittlerweile sage und schreibe fast 40 Stück, die er alle in Deutschland stehen hat und auch regelmäßig bewegt. Sabrina, seine supernette junge Frau, hat er damit auch infiziert. Sie hat mittlerweile immerhin schon 4. Den Bulli , mit dem die beiden zur Zeit unterwegs sind gehört ihr und ist auch steinalt aber echt cool. Sabrina kann mittlerweile viele Sachen reparieren und hat sogar eigenhändig Solar aufs Dach gebaut. Irre, oder? Zudem arbeitet sie von unterwegs, wirkt mit an Reiseführern und gestaltet Homepages. Ein Allroundtalent halt! Oli hat das arbeiten schon seit Jahren eingestellt und möchte auch nie wieder damit anfangen. Sollte das Geld tatsächlich einmal knapp werden, wird eben ein Auto verkauft, natürlich mit ordentlich Gewinn, denn dafür hat Oli echt ein Händchen. Die beiden haben echt alles richtig gemacht und sagen sich, genau wie wir ,ebenfalls täglich, wie gut sie es haben. Als wir vor 2 Jahren Sabrina kennenlernten, fing sie gerade an Ukulele zu spielen.

Heute 2 Jahre später hat sie ein riesiges Repertoire an Liedern, die sie auf dem Instrument beherrscht und hat zudem eine wunderschöne Stimme. Ich war total hin und weg. Schade, dass ich dermaßen unmusikalisch bin, dass ich es nie lernen könnte. Bernd und sie spielten am Folgetag noch stundenlang im Wohnzimmer.

Ach ja, was ich noch gar nicht berichtet habe, ist das Bernd und ich ca. 4 mal die Woche Gymnastik machen. Sabrina machte mit. Unglaublich, wie gelenkig sie ist. Olli machte in der Zeit seinen Mittagsschlaf, ging aber am Nachmittag mit mir im See schwimmen. Das war herrlich und das Wasser überhaupt nicht kalt. Olli war da anderer Meinung und brauchte etwas, bis er sich warm geschwommen hatte. Beim Schwimmen unterhielt mich Olli prächtig und so verging die Zeit rasent schnell. Beim Blick auf die Uhr, wieder zuhause, stellte ich fest, dass wir an die 40 Minuten geschwommen hatten. Wir beide waren herrlich erfrischt und hatten mordsmäßig Hunger. Sabrina zauberte ein leckeres Hähnchencurry, welches wir ausnahmsweise drinnen zu uns nahmen, da unser Nachbar nichts besseres zu tun hatte, als stundenlang seine Hecke zu schneiden und uns allen das Geräusch tierisch auf die Nerven ging.

Dank Olli und Sabrina, wissen wir nun auch, dass es in 4 Kilometern einen großen Mercadona gab. Bis dato sind wir immer zum Carrefour gefahren. Dieser ist über 8 Kilometer entfernt und der Weg dorthin sehr sehr hügelig. Da wir unsere Einkäufe immer mit dem Fahrrad erledigen, Bernd hat sich eigens dafür einen Fahrradanhänger gekauft, war es besonders auf dem Rückweg, wenn dieser randvoll war, sehr sehr anstrengend und Bernd musste zum Teil sogar schieben. Das hat nun ein Ende, denn die Strecke zum Mercadona ist bei weitem flacher. Natürlich haben wir auch einen Coviran Supermarkt in 150 Metern Entfernung, der ist sogar recht günstig, aber Mercadoner ist halt noch günstiger und wir sparen ja immer wo wir können. Besonderen Spass macht das Wasser sparen. Darum freuen wir uns immer, wenn es mal regnet. Dann werden alle verfügbaren Eimer, Wäschekörbe und andere Behältnisse aufgestellt, um möglichst viel Wasser aufzufangen, womit ich später dann wieder den Garten bewässere. Leider ist meist nur Regen angesagt, zieht aber über uns hinweg.

Olli und Sabrina waren 4 Tage bei uns und es war zu keinem Zeitpunkt langweilg. Ich glaube wir hätten Gesprächsstoff für 2 Jahre. Mindestens!!! Nun sind sie in Conil und bald geht es für die beiden zurück nach Deutschland. Gute Fahrt wünschen wir euch und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!

Unser Freund Andy, den wir vor 4 Jahren bei Toni kennengelernt hatten und seitdem schon 2 mal in Galicien besucht haben, wo er mit Armin lange Zeit mit seinem amerikanischen Wohnmobil auf dem Campingplatz stand,.Das Wohnmobil heißt übrigens “ der Digge“ und ihr könnt viel über die Erlebnisse der beiden lesen und sehen, wenn ihr es bei google eingebt. Regelmäßig posten die beiden bei youtube auch immer wieder kleine Filme rund ums Leben im Wohnmobil. Ebenso gibt es dort mehrere Folgen von “ Besoffen kochen“ mit den beiden. Einfach herrlich! Eben und genau dieser Andy, der Werbefachmann ist , hatte mir beim letzten Telefonat angeboten uns eine Homepage zu machen. Die brauchen wir nämlich unbedingt, weil wir unser Haus ja vermieten möchten, damit endlich mal wieder etwas Geld in die Kasse kommt. Und Sabrina wollte dafür demnächst das Logo machen, als Geschenk sozusagen. Voll nett. Danke an euch allen!!!

So, liebe Leser, das war es erst mal wieder von uns. Bleibt gesund und lasst euch impfen!! Ich hoffe, ich bin morgen auch so fleißig mit dem schreiben, aber wie ich mich so kenne……….

Womo

Gut eingelebt … und es wird bunt! 23.04.2021

Hallo Leute!! Jetzt wird es mal Zeit für ein Update, damit ihr wisst, wie es uns hier so ergangen ist!

Unsere „CASA PONDEROSA“ vom Dach unseres SALOONS (Wohnmobil : 3,4m + Bernd 1,96m) fotografiert

Bernd und ich fühlen uns hier so richtig pudelwohl und mittlerweile ist alles fertig, na ja, jedenfalls so gut wie. Wir waren aber auch richtig fleissig und Bernd ist mittlerweile der perfekte Handwerker. Nachdem, die von mir gestrichenden Gartenmöbel zum Teil immer noch färben, hat Bernd sämtliche Malerarbeiten professionell in die Hand genommen. Ich durfte nur noch ein paar Blumenpötte streichen. Die allerdings findet Bernd auch nicht soooo gut geraten. (Na ja, Ines hat die restlichen Töpfe „abends im Dunkelngestrichen.. so rein nach „Gefühl“ … also hat ca. nur 90 % der Oberfläche Farbe abbekommen 🙂 TOLL !? … dafür hat der Rasen mehr Farbe abbekommen und der gibt diesen gerne wieder an unsere „Gymnastik-Outfits“ ab, wenn wir auf dem Rasen morgens Sport treiben 🙂 ) Ich finde sie perfekt. Die Wände im Eingangflur sind jetzt grau und es sieht toll aus und nirgends ist etwas übergemalt. Bernd ist da sehr gewissenhaft und klebt immer alles vorher ab. Auch gibt es keine Farbkleckser auf dem Boden, denn natürlich hat Bernd zuvor eine Folie ausgelegt. Der Brunnen

und die Grillecke

sind ebenfalls toll geworden und mit unendlicher Geduld hat Bernd im Garten den Steinen via Hochdruckreiniger zu neuem Glanz verholfen. Natürlich sind von ihm auch alle gekauften Möbel zusammengebaut worden und er hat verschiedene Holzkisten gestrichen und dekorativ an die Wände angebracht.

Mittlerweile haben wir auch fast überall neue Lampen, die Bernd angebracht hat. Großartig, oder?? Ich meine, er ist schliesslich kein Elektriker und trozdem hängen sie jetzt fest an der Decke und wenn wir die Lichtschalter bedienen, gehen die Lampen tatsächlich an.

Mein Gott, ihr hättet sein Fluchen hören sollen. Besonders die Küchenlampe hat ihn wirklich Nerven gekostet, denn die Verdrahtung oder so, war wohl nicht nach deutschem Standard.

Ich habe es da besser, denn ich kümmere mich ja “ nur“ um die wiederkehrenden Aufgaben. Das heißt, ich koche, zupfe Unkraut, mähe den Rasen, fege jeden Tag rund um unser Haus, sauge, wische, putze Staub, beziehe die Betten, wasche die Wäsche, hänge sie auf und wieder ab, sortiere sie weg, sprenge den Rasen, begiesse täglich die Blumen und noch so einiges mehr. Wie Bernd immer neidvoll sagt, alles Arbeiten, bei denen man nicht dauernd denken muss. Bernd macht dafür den ganzen Papier- und Onlinekram. Und ganz ehrlich? Darüber bin ich echt froh!! Mittlerweile sind wir soweit fertig, dass wir tatsächlich manchmal Zeit haben in der Sonne zu liegen und wir sind knackebraun. (Fast nahtlos, denn unser Grundstück ist ja wegen der Mauern nicht einsehbar !! 🙂 Naja, so norddeutsch braun halt. Jetzt haben wir auch wieder Zeit für unser geliebtes Scrabble.

Gerade sitze ich auf der Terasse und hier ist ein Mordsspektakel. Wir haben hier nämlich 2 Schwalbennester und gerade ist große Fütterung des Nachwuchses. Die Eltern-Schwalben zischen immer haarscharf an meinem Kopf vorbei und gerade hat eine auf den PC geschissen. Darin sind sie Weltmeister. Bernd hat unter die Nester schon eine Folie auf die Erde geklebt. Unglaublich wieviel so kleine Geschöpfe scheißen. Ich, mit meinem grottenschlechten Stoffwechsel, bin da wirklich etwas neidisch. Wenn die Jungen ausgeflogen sind, haben wir mit dem Gedanken gespielt, die Nester zu entfernen, aber nach einem Telefonat mit meiner Schwester lassen wir das lieber. Sie sagte nämlich: Ines, mach das bloß nicht, denn wo Schwalben sind ist das Glück zu Hause.“ Natürlich hatte sie auch Beispiele, wie es Leuten ergangen ist, die die Schwalben vertrieben hatten. Wirklich tragische Schicksale! Fazit: Die Nester bleiben auf jeden Fall!!! Ich bin ja von Haus aus sehr abergläubisch, gehe niemals unter einer Leiter durch, denn das bringt ja Unglück, würde im Leben keine Schuhe auf einen Tisch stellen, denn das gibt Streit ( komischerweise streiten wir trotzdem) und bin immer froh, wenn kein schwarzer Kater von links nach rechts über die Strasse geht.

Vor ca. 3 Wochen spross das erste Blatt bei unserem kleinen Pflaumenbaum. Eine Woche später schon blühte er in herrlichstem weiß. Und heute hat er schon über 70, mittlerweile flummigroße Früchte. Ja, ich habe gezählt!!

Irre, wie schnell das hier geht und wie gut alles wächst. Wir freuen uns schon jetzt auf August, denn dann können wir die zahlreichen Mandeln von unserem Mandelbaum ernten.


Ach ja, ich habe auch ein Gemüsebeet angelegt. Da wir nicht so viele Beete haben, habe ich alle Samen in ein einziges Beet vergraben. Permakultur nennt man das ja wohl. Das Beet ist recht klein und ich lasse einfach alles wachsen. Eigentlich müsste man ja pikieren, aber nach einem erneuten Telefonat mit meiner Schwester spare ich mir diese Arbeit. Sie macht das nämlich auch nie und hat trotzdem gute Ernteerfolge. So frei nach dem Motto, nur die Starken überleben. Wie es aussieht, sind das bei uns die Gurken. Vielleicht noch die Zwiebeln, die wachsen ja wohl unterirdisch.

Liebe Leute, Bernd ist gerade wach geworden und ich höre kurz auf, verspreche aber hoch und heilig, dass ihr morgen mehr zu lesen bekommt!!!!!!!!!

Da bin ich schon wieder und ich hoffe es geht euch allen genauso gut wie uns!

Wir sind jeden Tag aufs Neue happy mit unserem Haus. Es ist aber auch wirklich irre schön, besonders seitdem alle Bilder hängen. An meinen Bildern aus unserem Haus in Deutschland hänge ich doch sehr und deshalb hatten wir sie schon aus Deutschland, wo sie bei meinen Eltern auf dem Dachboden gelagert waren, mitgebracht. Es waren zwar nur 5, aber für den Anfang super.

Für den Rest hat mein Bruder und meine Schwägerin gesorgt. Eifrige Leser wissen ja, dass die beiden das Schokoladenhotel in Westerstede betreiben. Nun ist es so, dass sie gerade mal wieder in einer Bauphase stecken. Die Zimmer und auch sonst alles, wird auf den allerneuesten Stand gebracht, denn irgendwann wird es ja wohl hoffentlich ein Ende mit dem Scheiß- Corona haben und die Leute wieder reisen dürfen und dann sollen sich die Gäste dort so richtig wohlfühlen. Im Zuge dieser Umbaumaßnahme flogen alle alten Ölgemälde der Modernisierung zum Opfer, denn sie passten nicht mehr in die jetzt ultramodernen Zimmer. Was für ein Glück für uns, denn bei uns passen sie toll. Jedenfalls nachdem wir die Goldrahmen schwarz lackiert hatten. Natürlich nicht wir, sondern Bernd das Supertalent.

Bei 2 Bildern entfernten wir den Rahmen ganz und hingen sie so in die Küche.

Bernd kam auf die Idee, die Rahmen dann in den Garten zu hängen und mittendrin einen Blumentopf mit Pflanze. Sieht echt toll und sehr individuell aus.

An dieser Stelle nocheinmal unseren allerherzlichsten Dank an euch, Bernd und Tanja!!!!! Wäre wirklich schön, wenn ihr es euch beizeiten einmal persönlich ansehen würdet!!!!

Jedesmal wenn ich mich mit meinen Bruder telefoniere, fragt er immer, was wir den ganzen Tag so machen. Ich glaube er denkt, wir langweilen uns hier zu Tode. Dem ist aber nicht so. Die Tage könnten von uns aus sehr gerne 5 Stunden länger sein. Hier gibt es immer etwas zu tun und Langeweile ist überhaupt kein Thema. Wir schaffen es ja noch nicht einmal Ausflüge zu machen.
Nur ein einziges Mal waren wir bis ende März in Arcos. Leute, ich sag euch, das war anstrengend. Arcos ist ja nur 4 km entfernt und wunder- wunderschön. Die Altstadt ist der Hammer und die Aussicht von dort oben einmalig. Wir sind mit dem Rad dorthin gefahren, denn die Gassen sind so eng, dass es mit dem Wohnmobil unmöglich wäre. Allerdings war es auch unmöglich mit dem Rad dort hoch zu kommen, denn es geht stetig hoch und zwar mächtig steil. So schoben wir. Bernd wie immer vorne weg. Ich mit hochrotem Kopf hinterher. Ich bekam kaum Luft und jedesmal, wenn ich dachte, ich würde gleich ohnmächtig werden, riss ich mir die blöde Maske unter das Kinn und sog gierig den Sauerstoff ein. Sobald uns ein Spaziergänger entgegenkam, setzte ich sie brav wieder auf, denn in ganz Spanien ist ja Maskenpflicht und zwar überall und immer.

Noch schlimmer als die Maske war Bernd. Der drehte sich nämlich ständig zu mir um und fragte:“ Geht;s noch?“ oder ° Soll ich schieben helfen?“ Eigentlich ja sehr nett, aber wer mal so richtig aus der Puste war, weiß wie anstrengend es ist, dabei andauernd smalltalk zu machen. Trotz diesen erschwerten Bedingungen, Bernds Gesabbel und die Maske, schaffte ich es ganz allein und war mächtig stolz. Mit letzter Kraft wankte ich zum Aussichtspunkt und mir wurde noch schwindeliger. Hui, ging es hier steil runter, aber die Aussicht war wirklich atemberaubend.

Wir verpusteten sicher 20 Minuten und sahen uns dann die alten Gemäuer an. Unvorstellbar, dass diese hier zum Teil schon 800 Jahre stehen. Wirklich beeindruckend, aber das müsst ihr euch am Besten selbst einmal ansehen. Übrigens wurden wir von den Einheimischen sehr erstaunt angesehen. Ich glaube, von denen ist keiner so blöd, mit dem Rad hier hoch kommen. Der Rückweg „bergab“ war dann natürlich einfacher. Man musste nur aufpassen, dass man auf keinen Fall die Bremsen losließ. Auf halben Wege machten wir noch einen Stop und tranken draußen vor einer Kneipe ein kleines Bier. Bernd fragte den Wirt, ob es hier wohl erlaubt wäre Musik zu machen. Seine Antwort verstanden wir überhaupt nicht. Er hörte sich an, als ob er täglich 100 Zigaretten rauchen würde und erschwerend kam dann auch wieder die Maske hinzu. Diese nahm er dann aber zum besseren Verständnis ab. Nun ging es etwas besser, aber so richtig deutlich war es noch immer nicht, was wahrscheinlich daran lag, dass er keinen einzigen Zahn im Mund hatte. Nicht desto Trotz war er sehr freundlich und sagte, er würde es toll finden. Das war ja schonmal schön, aber wir wollten wissen, ob es auch erlaubt war. Das wusste er nicht und haute einen anderen Mann an, der gerade des Weges kam. Dieser wusste es auch nicht, war aber auch sehr hilfsbereit und schwang sich sofort an sein Handy, um bei der örtlichen Polizei nachzufragen. Diese gab dann grünes Licht. Man dürfe in der Altstadt spielen, teilte uns der Mann mit. Natürlich erst, wenn Corona im Griff ist. Schön zu wissen, aber fast unmöglich jemals mit dem ganzen Musikequickment dort hoch zu gelangen. Wir unterhielten uns dann noch einige Zeit mit einer jungen Frau, die ebvenfalls dort bei einem Sherry saß und stellten fest, dass unser Spanisch sich doch schon sehr verbessert hatte. Dann machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Zuvor machten wir noch einen Zwischenstop bei unserem tollen See. Dort trafen wir Mike. Mike hatte ich schon einen Tag zuvor kennen gelernt. Ich fuhr allein mit dem Rad durch die Gegend, als ich unweit unseres Hauses (ich muss immer in der Nähe bleiben, weil ich sonst nie wieder zurückfinden würde), ein deutsches Wohnmobil sah. Da ich seit gefühlten Urzeiten mit niemanden außer mit Bernd Deutsch gesprochen hatte, hielt ich sofort an. Vor dem alten Mobil stand ein Fahrrad und die Tür stand offen. “ Huhu, rief ich, jemand zuhause? Und so lernte ich (den schönen, gut gebauten ,,, das erwähnte Ines in den folgenden Tagen sehr oft 🙂 ) Mike kennen. Einen attraktiven 44 jährigen aus dem Osten von Deutschland. Wir sabbelten mindestens eine halbe Stunde und ich erfuhr, dass er selbstständiger Zimmermann war, der immer 4,5 Monate im Jahr arbeitet und die anderen 7,5 Monate dann unterwegs war. Nun lernte auch Bernd ihn kennen und nachdem wir uns eine halbe Stunde ausgetauscht hatten, luden wir ihn ein uns später zu besuchen. Das nahm er dankend an und brachte auch gleich seine Wäsche mit. Natürlich durfte er sie bei uns waschen, wissen wir doch wie umständlich es mit dem Waschen im Wohnmobil ist. Das Wetter war herrlich und wir unterhielten uns angeregt im Garten. Dabei gingen unsere Biervorräte nach und nach zur Neige. Irgendwann machte ich uns Bratwürste mit Baguette. Dazu gab es dann Sekt. Diese Flasche war auch schnell leer. Nun hatte ich nur noch eine billige Flasche wein, die eigentlich zum Kochen gedacht war, auch die überlebte den Tag nicht. Mike hatte schon viel erlebt und konnte gut erzählen und so vergingen die Stunden wie im Fluge und gegen Abend, als die Wäsche im Garten getrocknet war, verließ er uns. Ach ja, es war wirklich ein schöner Tag.

Mittlerweile hatten wir schon öfter Besuch. Sarah war auch schon 2 mal mit den Kindern da und einmal ist auch Birgit ( Sarahs Mutter) mit dabei gewesen. Die Kinder tobten im Garten und abends saßen wir gemütlich vorm Kamin. Natürlich waren wir auch am See und die Kinder waren dort die ganze Zeit aus dem Wasser nicht herauszubekommen.
Den Gegenbesuch in El Soto machten wir dann eine Woche später… und hatten dabei dieses Jahr zum ersten Mal den Atlantik besucht.

Aber davon ich dann morgen weiter!!

Hallo Leute, morgen ist schon wieder lange vorbei, aber jetzt wird weitergeschrieben.

Also am Atlantik war es toll. Wir waren in Zahara de los atunes. Sarah mit Gaya und den Kindern im Leihauto, ihr Bulli war mal wieder kaputt und wir mit dem Wohnmobil hinterher. Tatsächlich gab es dort einen großen Parkplatz direkt am Strand, wo auch schon ein paar spanische Wohnmobile standen. Die Kinder waren im Auto eingeschlafen und so parkte Sarah direkt vor einer Bar. Hier tobte richtig das Leben. Fast alle Tische waren besetzt und es war schön dem Stimmengewirr zu lauschen. Auch war es toll, mal wieder Leute zu beobachten. Wir alle hatten mordsmäßigen Hunger und Sarah lud uns zum Essen ein. Bernd und ich bestellten Tintenfischringe, natürlich mit Pommes. Ausgesprochen lecker, sag ich euch. Gaya, irgendein Gericht, dass wie Rührei aussah, denn sie ist Vegetarierin und Sarah gebratenen Tunfisch. Jede Minute stand einer von uns auf, um nachzusehen ob die Kinder schon wach waren. Emilio wachte als erster auf und war von unseren Tintenfischringen mehr als angetan. Ich sah schon die Panik in Bernds Augen, der wie immer große Angst hatte nicht satt zu werden. Nun wachte auch Tiago auf und auch er hatte mächtig Appetit. Natürlich auch eher auf Tintenfisch. Sarah bestellte kurzerhand noch eine Portion. Die verdrückte Bernd dann noch zusätzlich fast ganz alleine. Zusätzlich noch Sarahs Gericht. Sarah hat die Angewohnheit den ganzen Tag zu essen, aber immer nur Miniportionen. Was heißen soll, sie ist ihren Teller so gut wie nie auf und auch in ihrer Kaffeetasse befindet sich zu 99 Prozent immer ein Rest. Dann hat sie aber meist nach spätestent 45 Minuten wieder Hunger. Bernd aß also ihren Rest auch noch auf und war endlich einmal so richtig schön satt. Anschließend holte ich die Laufräder für die Kinder aus dem Auto und ging mit ihnen zu einer wenig befahrenen Straße, die sie mit mörderischer Geschwindigkeit auf und ab fuhren. Sobald ein Auto kam, fuhren sie aber sofort rechts ran und hielten an. Das machen die 2 schon echt toll. Sie sind schließlich noch nicht einmal 2,5 Jahre alt. Nachdem sie sich so richtig ausgepwert hatten ging es noch kurz zum Wasser. Anschließend überredete uns Sarah noch zu einem Kneipenbesuch, bei dem jeden Sonntag Livesession ist. Das heißt, es steht ein Schlagzeug auf einer Bühne und es gibt 2 Gitarren, auf denen jeder spielen kann, der Lust hat. Auch diese Bar war sehr gut besucht und als wir dort ankamen, stand schon einer auf der Bühne und sang. Begleitet wurde er von einem Schlagzeuger und einem Gitarristen. Leider war sein Lied schon in den letzten Zügen, als wir Platz nahmen und er verließ die Bühne. Nun bemerkte ich, dass er schon gut einen Intus hatte, denn er bewegte sich doch schon sehr im Zickzack nach draußen. Jetzt war ersteinmal Pause und wir alle versuchten Bernd zu überreden ebenfalls zu spielen. Der wollte aber partout nicht. Kurze Zeit später sang dann noch ein Mädel mit einer tollen Stimme und begleitet wurde sie ebenfalls mit einer Gitarre. Sie sang 2 Lieder und die Stimmung in der Bar war sehr ausgelassen. Herrlich, mal wieder so ein Leben um einen herum! Nachdem die junge Dame ihr Pepertoire zum Besten gegeben hatte, tat sich auf der Bühne rein gar nichts mehr und wieder versuchten wir Bernd zu überreden. Natürlich zierte er sich, aber nachdem wir im Chor immer wieder laut BE R N D; B E R N D riefen gab er sich einen Ruck und ging endlich auf die Bühne. Er band sich eine Gitarre um, aber die war total verstimmt und er nahm die nächste. Die war jetzt besser, aber hing ihm direkt unter dem Kinn.Also ersteinmal den Gurt verlängern, dann wieder stimmen. Leute, das dauerte!! Endlich war er soweit und fing an. Das holte den ersten Musiker zurück von draußen und ich bemerkte, dass er in der Stunde, seitem er von der Bühne gegangen war, dem Alkohol noch mächtiger zugesprochen hatte, denn er schwankte jetzt wirklich sehr sehr bedenklich. Das hielt ihn aber nicht davon ab, ebenfalls auf die Bühne zu gehen. Er legte einen Arm um Bernd und sang lautstark mit. Das Mikrofon, welches er nun mit Bernd teilte verschwand fast in seinem Mund. Ich dachte nur, OH GOTT!!! Jetzt bekommt Bernd auf jeden Fall Corona und ich habe Schuld. Bernd dachte, wie er mir später erzählte genau das gleiche. Die Leute aber amüsierten sich ganz köstlich und nach dem ersten Lied verließ der Besuffski dann die Bühne. Nun kam ein anderen zu Bernd. Der hielt jedenfalls Abstand und spielte auf seiner Bluesharp. Das machte er wirklich toll. Das blöde war nur, dass er seinen Hund dabei hatte, der angebunden am Tisch auf ihn wartete. Dieser Hund setzte jedesmal zu einem alldurchdringenden Wolfsgeheule an, wenn sein Herrchen in die Mundharmonika blies. Wirklich alptraumhaft. Endlich hatte Bernd es geschafft und verließ unter tosenden Applaus die Bühne. Oh, ich hatte ein echt schlechtes Gewissen. Bernd setzte sich zurück auf seinen Platz und schaute mich ziemlich böse an. Zum Glück kam aber eine bildhübsche Frau zu ihm und erzählte ihm, gefühlsmäßig, stundenlang, wie toll er spielen und singen könne. Unbedingt sollte er ihr sagen, wenn er mal irgendwo spielen würde. Bernd fühlte sich wieder sichtlich wohl;-)

Dieses ist mittlerweile schon wieder 4 Wochen her und wir sind noch immer kerngesund. Puh, noch einmal gutgegangen. Jetzt halten wir wieder scjhön Abstand, wie wir es gewohnt waren.

Womo

Amazon, Ikea und andere Stressfaktoren

Hallihallo, hier bin ich wieder. Hoffe es geht Euch allen gut!

Uns geht es prima und den Hauskauf haben wir noch keine Sekunde bereut. Die ersten 10 Tage waren aber ziemlich stressig. Weil uns noch etliche Sachen fehlten, wie Sofa, (das, was hier stand war zu zerschlissen) ,Regale, einen Wohnzimmertisch, Bohrmaschine, Gartengeräte, Rasenmäher, etc., suchten wir uns bei Amazon halb tot. Das gestaltete sich mehr als schwierig; denn hätten wir auf Amazon Deutschland bestellt, hätten uns die Versandkosten schier aufgefressen. Wir mussten uns zwangsläufig bei Amazon in Spanien anmelden. Dort zu bestellen brachte uns an den Rand der Verzweiflung, denn wir mussten ja erst einmal alles übersetzen. Nach 3 Tagen war unser Warenkorb randvoll und wir bestellten. Wie es so üblich ist, bezahlten wir mit der Einzugsermächtigung unseres Kontos. Perfekt, dachte ich zumindest. Leider nur bis zum nächsten Tag, denn da sahen wir, dass nicht eine einzige Bestellung funktioniert hatte. Überall stand: Probleme mit der Bezahlung. Komisch, unser Konto war doch gedeckt. Gleich alles nocheinmal. Auch das funktionierte nicht und ich war so richtig frustriert, schließlich dauerte es jedesmal endlos, bis man die gewünschten Sachen wiedergefunden hatte.
Nach dem dritten Versuch, hatte ich genug und beauftragte Bernd. Der sollte es nun in die Hand nehmen. Nach einigem Hin und Her kam zu dem Schluss, dass man bei Amazon Spanien, wohl nur mit einem spanischen Konto zahlen könne. Bernd änderte alles, aber am nächsten Tag war es dasselbe. Alle Bestellungen kamen zurück. Nun reichte es uns und wir beschlossen zu Ikea zu fahren!

Der nächste Ikea war 45 Kilometer weit entfernt in Jerez und netterweise stand Bernd, ganz entgegen seinen Gewohnheiten, heute schon um 8 Uhr auf. Nach dem Frühstück, machten wir unseren jetzt ziemlich leeren „Saloon“ startklar und dann ginhgs los. Andere Möbelgeschäfte kamen für uns nicht infrage, denn die Spanier haben einen, für uns schrecklichen Geschmack, … was Möbel betrifft. Der Ikeamarkt war schnell gefunden und wir wanderten von einer Abteilung in die nächste. Was den Möbelgeschmack betrifft, haben Bernd und ich einen ziemlich gleichen Geschmack und blieben immer vor den selben Sachen stehen. Wir entschieden uns für ein braunes Sofa mit zwei ziemlich modernen, tollen Stühlen

für unsere Wohnzimmerecke. Unser Wohnzimmer ist ca. 50 qm2 groß und wir wollten es etwas unterteilen. So hatten wir vor, noch eine Chillecke gleich neben dem Kamin einzurichten. Ursprünglich waren dafür Sitzsacksessel von Amazon geplant, aber aus oben erwähnten Gründen, kam das ja nicht zustande. So entschieden wir uns für 2 Swingsessel, die zwar nicht so besonders toll aussahen, aber irre gemütlich waren.

Einen Tisch fanden wir aber nicht, dafür nahmen wir noch einige Kisten mit, aus denen Bernd ein Küchenwandregal, Nachtischchen und einen Tisch für die Chillecke machen wollte. Außerdem wurden unter anderem noch Töpfe und Pfannen gekauft und 2 große Spiegel.

Nun ging es zum Bezahlen. Da verstand ich zuerst überhaupt nichts. Wir sollten die Stühle bezahlen, hatten sie aber noch gar nicht. Es dauerte einige Zeit, bis wir das System begriffen. Man konnte ja nicht einfach die Möbel mitnehmen, die dort als Ausstellungsstücke herumstanden, sondern musste die Preisschilder fotografieren und dann nach der Bezahlung, anhand dieser Preisschilder alles aus unendlich vielen Gängen mit noch mehr Regalen zusammensuchen. Heidewitzka, ich sag euch…… Unser Sofa fanden wir dort nicht, denn das musste, weil es nicht ins Wohnmobil passte, geliefert werden. Dafür gab es ein anderes System und auch das dauerte endlos. Die Spiegel hingegen durften wir schon gleich aus der Ausstelluungshalle eingepackt mitnehmen und sie wurden von uns auf einen der beiden Einkaufswagen verfrachtet. Unsere Stühlen hatten noch ein anderes System. Dazu mussten wir zu einer Möbelausgabe gehen und unseren Kassenzettel vorzeigen. Ein Mitarbeiter holte sie und brachte sie uns dann auf einen weiteren Wagen. Nun hatten wir endlich alles zusammen und Bernd schob den Wagen mit den Stühlen zum Womo. Ich den mit dem ganzen Kleinigkeiten. Dann gingen wir erst einmal eine rauchen und dann etwas essen. Danach, sollte Bernd noch einmal in den Laden gehen und sich nach Lampen umschauen. Ich suchte derweil nach einem Geschäft, in dem ich einen Staubsauger kaufen könnte. Um es vorweg zu nehmen. Bernd fand keine passenden Lampen (ausser einen Deckenfluter, den er für ca. 7,50€ nicht stehen lassen konnte) und ich keinen Staubsauger. Dafür landete jede Menge Bettwäsche in meinen Einkaufswagen. Schliesslich wollen wir unser Haus ja mal vermieten und die Gäste sollen es schön haben. Ziemlich zeitgleich trafen wir beim Wohnmobil ein, verstauten noch meine Einkäufe und fuhren total groggy nach Hause. Am nächsten Tag fiel Bernd auf, dass wir die Spiegel, die ebenfalls auf einem Wagen gelegen hatten und auch schon bezahlt waren, bei Ikea haben stehen gelassen. So ein Mist!!
Sarah bot uns an, dort anzurufen. Das tat sie zwar auch, aber ohne Erfolg. Die Spiegel haben wir bis heute, 3 Wochen später, noch immer nicht wieder und es wird auch nichts mehr werden. Ärgerlich, aber so ist es, wenn 2 Landpomeranzen einkaufen gehen.

Der Folgetag war mit Aufbauen der Möbel, etc. ausgefüllt. Das erledigte Bernd und er machte seine Sache super. Ich verpasste derweil unseren Gartenmöbeln einen neuen Anstrich. Anscheinend habe ich zuviel Farbe verwendet, denn selbst heute, fast 3 Wochen später, hat man immernoch irgendwo Farbe an den Händen, wenn wir den Tisch umstellen. Das tun wir leidenschaftlich gern und jagen mit unserem Tisch immer der Sonne hinterher.

Nun sieht es bei uns richtig wohnlich aus und mittlerweile haben wir es auch raus, wie man bei Amazon bestellt. Anscheinend geht es nur mit unserer neuen spanischen Bankkarte. Das funktioniert zumindest meistens. Wir bestellten dort noch 2 Teppiche, einen Servierwagen

, Bestecke und noch so einiges mehr. Pakete kommen nun täglich und wir trauen uns gar nicht unser Grundstück zu verlassen, aus Angst den Paketdienst zu verpassen 🙂

Unsere Holzkisten, die Bernd lieber selber streichen wollte (nach den Gartenmöbeln traut er meinen malerischen Fähigkeiten nicht mehr so richtig), kamen als Regal in die Küche an die Wand und sind dort ein toller Blickfang.

Der große Fernseher, den wir aus Deutschland mitgebracht hatten, machte uns etwas Sorgen. Eigentlich sollte er in die Sofaecke, aber dort war die tolle Steinwand. Bernd hatte Angst sie mit der riesigen, schweren Wandhalterung aus Metall zu zertören und so hatte ich den genialen Einfall ihn in der Chillecke gegenüber vom Kamin auf Augenhöhe zu montieren.
Bernd fand die Idee super und setzte sie in die Tat um. Unter dem Fernseher, montierte er dazu ebenfalls 2 Holkisten an die Wand. Darauf steht nun der Fernseher und Bernd bastelte noch ein Halterung, damit das Gerät nicht von der Wand wegkippt.

Alles sah prima auf! Aber als Bernd nun auch noch einen Couchtisch aus Holzkisten bauen wollte, legte ich ein Veto ein.

Bernd und ich hatten im Vorweg schon stundenlang nach Tischen im Internet gesucht, aber nichts hatte uns gefallen, oder war viel zu klein. So suchte ich nun nach gebrauchten und wurde tatsächlich im spanischen ebay-Kleinanzeigen (heisst hier milanucius) fündig. Bernd war auch angetan von dem Bild des Tisches und so schrieb ich dem Besitzer eine Nachricht. Der meldete sich augenblicklich zurück und wir vereinbarten einen Besichtigungstermin. Zufälligerweise wohnte er in derselben Strasse wie wir, nur knapp 200 Meter entfernt.
Ich jagte Bernd dort allein hin. Nach einer halben Stunde war er wieder da, allerdings ohne Tisch !? Den brachte uns 2 Stunden später der Besitzer, ein netter gutaussehender junger Mann, so um die 30. Der Tisch war mega toll und ein unikat. Vor Jahren wurde er auf Wunsch angefertigt. So hat er an den Seiten Eisenscharniere, was nicht nur toll aussieht, sondern auch noch den Zweck erfüllt, dass man den Tisch auf beiden Seiten aufklappen- und als Hausbar benutzen kann. Die paar Macken, den der Tisch hatte wurden mit Filzstifften und einer Wischtechnik (siper Idee von Bernd!) ausgebessert und nun sieht er wieder nagelneu und wunderschön aus. Jedesmal wenn ich das Wohnzimmer nun betrete, freu ich mich. Das ist mit Abstand der schönste Tisch, den ich je gesehen habe. Und das gute Stück hat nur 150 Euro gekostet!!!

Was haben wir noch gemacht in der Zeit?? Ach ja, wir waren hier vor Ort in einem Gartencenter. Stellt euch den jetzt bitte nicht so vor wie in Deutschland, denn er hatte mehr etwas von Flohmarktcharakter. So wurden wir nicht nur hinsichtlich unseren Wunsch nach einer großen Wohnzimmerpflanze, Blumentöpfen, Gartenerde und Blumensamen fündig, sondern erstanden ebenfalls eine riesige tolle, uralte weiße Garderobe mit großem Spiegel für billige 85 Euro

Hier werden wir die Wand als Hintergrund als Kontrast streichen.
Hier werden wir die Wand als Hintergrund als Kontrast streichen!

und eine 75 cm große, wunderschöne weinrote Bodenvase für fast geschenkte 20 Euro. Beides passt in unser Haus, wie Arsch auf Eimer!!

Und so sieht unser Wohnzimmer jetzt (mit Stand 22. März), wo es zu 95% fertig ist, aus:

Na gut, dann auch noch aktuelle Fotos von der Küche mit Esszimmer:

So Leute, reicht erstmal für heute. Einen schönen Tag Euch aus dem sonnigen Andalusien!

von: Ines & Bernd

Womo

Einzug ins Haus

Am 23.02, war es dann endlich soweit. Heute sollte der Notartermin stattfinden und vorher sollte noch einmal das Haus besichtigt werden. Bernd und ich fuhren schon ein Tag vorher los, denn wir wollten auf jeden Fall pünktlich sein und nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen. Die Fahrt von Sarahs Finca bis nach El Santiscal, wo unser Haus steht dauerte fast 1,5 Stunden. Hinter unserem zukünftigen Haus war ein Wendehammer, direkt angrenzend an unseren Garten und an den stellten wir uns. Ach, war ich aufgeregt. Ich lurte an dem Blickschutz vorbei auf unser Grundstück. Das Auto des Besitzers stand dort, soviel konnte ich sehen. Klar, die hatten auch noch viel zu tun. Es mussten noch jede Menge Sachen raus. Außerdem wurde noch gefegt und alles schön gemacht. Vor Aufregung machte ich in dieser Nacht kein Auge zu und war froh, als es endlich Morgen war. Pünktlich um 10 Uhr kam die Maklerin ebenfalls und gemeinsam betraten wir das Haus. Es war noch viel schöner, als ich es in Erinnerung hatte, aber auch leerer. Bernd ließ sich vom Besitzer schonmal alles erklären. Wie funktionierte die Fußbodenheizung, wieviel Salz muss in die Entkalkungsanlage für unser Trinkwasser. Wo war der Sicherungskasten und und und. Ich unterhielt mich unterdessen mit Juana, der wirklich netten Maklerin und fragte, wie das mit der Stom- und Wasserummeldung vonstatten ging. Sie sagte bei jeder meiner Fragen immer nur:“ no te preocupes1″ Das verstand ich. Zu Deutsch: Mach dir keine Sorgen. Ein wirklich beruhigender Satz! Und tatsächlich kam sie schon am nächsten Tag und machte mit uns den nötigen Papierkram, um die Ummeldung auf den Weg zu bringen. Um es vorweg zu sagen, alleine hätten wir das niemals geschafft. Um 11 Uhr 30 dann fuhren wir los zum Notar. Die Maklerin nahm uns mit. Mit unserem Womo wäre es unmöglich gewesen durch Arcos zu fahren, wo der Termin stattfand. Bernd und die Maklerin verschwanden sogleich in irgendeinem Büro , ich glaube um die Personalien durchzugeben und die Pässe zu kopieren, aber so ganz genau weiß ich es gar nicht, denn ich blieb mit den Eigentümern im Wartebereich sitzen und wir unterhielten uns schleppend, mal auf englisch, mal auf spanisch. Seitdem ich etwas spanisch spreche, ist mein englisch grottenschlecht geworden, weil mir einige Wörter jetzt nur noch auf spanisch einfallen. Egal, wir verstanden uns und das war die Hauptsache. Nach einer halben Stunde ging es dann rein zum Notar. Unser Anwalt Jose Maria, den wir heute zum ersten Mal sahen, war auch anwesend und wirklich nett. Beim Notar war es ganz anders als in Deutschland. Es wurde nicht viel vorgelesen, weil wir ja eh nichts verstanden und der Notar bemerkte, dass er beim damaligen Kauf vor 15 Jahren der Nochbesitzer, ebenfalls als Notar fungiert hatte. Mit einem Lachen sagte er, dass man allen die 15 Jahre ansehen würde, nur nicht dem Vorbessitzer. Der war in unserem Alter und hatte sich tatsächlich prächtig gehalten. Für seine Frau war diese Aussage natürlich nicht so schön und unter ihrer Maske entgleisten ihr bestimmt die Gesichtszüge. Unterdessen stellten Bernd und unser Anwalt fest, das beide Gitarristen waren und singen. Spasseshalber sagte ich, dass die beiden ja eine Band gründen könnten. Wir lachten viel und besonders der Notar, der noch ein bißchen vorlas. Bernd und ich verstanden ständig „gato“, was Katze auf deutsch heißt und Bernd fragte, ob wir eine Katze mit übernehmen müssten. Das war dann der Brüller des Tages. Was genau gesagt wurde verstanden wir aber nicht wirklich. Schon nach 30 Minuten war alles unter Dach und Fach und wir mussten jetzt nur noch auf die Kopien der Verträge warten. Das dauerte am Längsten. Ich fragte unseren Anwalt, ob er sich um eine Mietlizenz für unser Haus kümmern könnte, denn die braucht man zwingend, wenn man vermieten will. Der Anwalt strahlte mich an und sagte: Klar, das mach ich euch als Geschenk umsonst. Super, oder??

Endlich war alles erledigt und wir stolze Hausbesitzer. Der Vorbesitzer übergab uns die Schlüssel, packte sein Frau ein und zog von dannen. Wir stiegen in das Auto der Maklerin und sie fuhr uns zu unserem Haus. Dort ließ sie uns allein und fuhr nach Hause. Wir fingen an das Wohnmobil auszuräumen. Im Vorweg hatte ich ja jeden erzählt, dass wir ungefähr 15 Minuten brauchen würden. Da hatte ich mich aber gewaltig getäuscht. Wir brauchten 7 !!!! Stunden, bis halbwegs alles was wir benötigen würden im Haus war. Mein Gott, wir hatten das Gefühl Tonnen zu schleppen und fanden Sachen, von denen ich gar nicht wusste, das wir sie dabei hatten. Auch Konservermäßig waren wir sehr gut aufgestellt. Dieses Jahr muss ich auf keinen Fall mehr Kidneybohnen, Bonduelle Erbsen und Wurzeln und Tomaten in Stücke kaufen, soviel steht fest. Die Hühnersuppe in Dosen wird wahrscheinlich noch etwas länger halten und die Putzlappen bis zum Lebensende. Wir liefen hin und her und hin und her nun als endlich so gut wie alles draußen war, wurde es schon dunkel. Da wir bisher weder einen Fernseher angeschlossen hatten, noch sonst etwas zu Zerstreuung hatten, ging ich sehr früh schlafen. Bernd tüdelte derweil noch etwas herum. Sortierte seinen Schreibtisch ein und suchte Sachen bei Amazon, die wir noch brauchten. Ich schlief wie ein Murmeltier und hörte nicht einmal als Bernd kam. Das Bett war urgemütlich und tatsächlich breit genug. 1,50 m glaube ich. Nach den 4 Jahren bei 1,30m eine absolute Wohltat. Ich merkte die ganze Nacht rein gar nichts von Bernd. Das war auch mal schön!! Am nächsten Morgen war ich um 5 Uhr wach. Es war saukalt, denn die Heizung war ja noch nicht an. Trotzdem ging ich raus und fing an den Garten in Schuss zu bringen. Auf allen Vieren robbte ich von Beet zu Beet und zupfte Unkraut, bis ich meine Hände nicht mehr spürte. Zum Warmwerden fegte ich zwischendurch immer mal wieder. Ich positionierte die Blumen, die uns die Vorbestitzer dagelassen hatten, so wie es mir gefiel und zupfte dann wieder Unkraut. Als Bernd um 10 Uhr endlich aufstand, war sogut wie alles fertig und es wurde langsam wärmer.

So liebe Leute morgen gehts weiter!! Liebe Grüße an Euch!

Womo

Warten auf den Einzug in unser Haus

Warten auf den Einzug ins Haus.

Bis es soweit war, gab es aber einiges zu tun und nichts war einfach!!!

So fingen die Schwierigkeiten schon damit an, einen Termin bei der Polizei, für den Erhalt einer N.I.E.- Nummer zu bekommen. So oft wir dort auch anriefen, es lief immer nur der Anrufbeantworter. Von der Ansage verstanden wir gar nichts, drückten daher wahllos irgendwelche Nummern, bekamen aber nie einen Menschen, mit dem wir reden konnten. Das hätte uns allerdings auch nichts genutzt, denn verstanden hätten wir wahrscheinlich eh nichts. Sarah bot uns ihre Hilfe an, bekam aber auch niemanden ans Telefon. Die N.I.E.- Nummer ist die spanische Steuernummer und ohne diese geht hier in Spanien gar nichts. Wir wussten schon, dass selbst ein Termin Wochen dauern würde und uns lief die Zeit davon, war doch unser Notartermin schon am 17.02.2021. Kurzerhand rief ich Juana, unsere spanische Maklerin an. Diese hatte natürlich unheimlich Interesse, dass Haus zu verkaufen, verdiente sie schließlich über 10000 Euro daran. Sie versprach uns zu helfen und tatsächlich schaffte sie es innerhalb von 2 Tagen einen Termin für uns zu bekommen. Die Arme hat sich in den 2 Tagen wahrscheinlich die Finger wund gewählt.
Am 15. Februar sollte der Termin stattfinden. Gerade mal 2 Tage vor dem Notartermin. Da durfte wirklich nichts schiefgehen, denn wenn wir aus irgendeinem Grund die Steuernummer nicht sofort bekämen, müssten wir wahrscheinlich wieder 3 Wochen warten. Oh man!. Warten war ja noch nie meine Stärke und die Wochen vergingen langsam.

Während ihr in Deutschland unter Dauerfrost und Schneemassen zu leiden hattet, hatten wir aber das allerbeste Wetter. Trotz Corona fand das alljährliche riesige Reiterfestival in El Soto statt und Sarah hatte all ihre Ferienhäuschen vermietet. Dieses Mal selbst ihr Haus, nebst Anbau, in welchem immer ihre Mutter wohnt, wenn sie mal in Spanien ist. Sarah zog unterdessen in ein Haus am Meer in Zahora. Bevor es soweit war, musste aber ihr Haus komplett renoviert werden. Natürlich halfen Bernd und ich mit, wo wir konnten. Zuerst wurde die Garage aufgeräumt und entrümpelt. Sarah tut sich immer unheimlich schwer damit irgendetwas wegzuwerfen und so wurden die meisten Sachen nur von A nach B sortiert. Sollte tatsächlich mal ein Teil zum Müll wandern, geschah es jedesmal mit den Worten : “ Es ist sooo schade und es tut mir sooo leid!“ Was ich damit sagen will, es dauerte! Ja, Sarah hat schon etwas von einem kleinen Messi. 🙂 Irgendwann war aber auch das geschafft und nun wurde das Haus ausgeräumt. Ein für Sarah lebensnotwendiger Teil kam in ihren Bulli, ( dieser platzte fast aus allen Nähten) der Rest in die Garage. Dann wurde gestrichen, gewienert und geschrubbt und geschraubt. Das alles dauerte sechs geschlagene Tage und wir waren danach ganz schön fertig.

Nach den sechs Tagen verfrachtete Sarah ihre Kindefr in den Bulli und ward erst mal nicht mehr gesehen. Natürlich telefonierten wir aber fast jeden Tag. Bernd und ich nahmen die Gäste in Empfang, zeigten ihnen alles, nahmen deren Post in Empfang und kümmerten uns um deren kleinen Sorgen. Alles waren Reiter und diese sind aus meiner Erfahrung schon ein ganz besonderes Volk. Gleich am zweiten Tag wurden 2 von ihnen das e-bike und der e-Roller auf dem Reitergelände gestohlen. Tja, war beides nicht abgeschlossen. Von den Zuschauern konnte es keiner gewesen sein, denn das Festival fand coronabedingt ohne Besucher statt. Da die Reiter und Pferdehalter allesammt ziemlich reich zu sein schienen, tippe ich auf die Mitarbeiter. Tja, Gelegenheit macht Diebe und die momentane Situation, welches die Finanzen der normalen Arbeiter betreffen, sind augenblicklich nicht so rosig. Durch Corona ist die Arbeitslosenquote hier auf 16,8 Prozent geklettert. Und das, obwohl alle Geschäfte, wenn auch zum Teil mit Sperrstunde, geöffnet haben. Spanien kann sich finanziell einfach keinen zweiten Lockdown leisten.

Sarah hatte noch zwei uralte und wirklich vergammelte Fahrräder hinter der Garage und bat Bernd diese zu reparieren. Fast den ganzen Tag verbrachte Bernd mit dieser Aufgabe. Wie gut, dass er immer Ersatzschläuche und diberses Werkzeug dabei hat. Am Abend waren Sarahs allerliebsten Fahrräder (O-Ton Sahra) wieder funktionstüchtig und wurden an die Reiter verliehen.

So vergingen die Tage und aus Tage wurden Wochen. 3 Tage vor besagtem Termin hinsichtlich der Steuernummer, teilte uns die Maklerin mit, dass es irgendeinen Zahlendreher beim Katasteramt gebe. Nichts Schlimmes, aber sie wollte, dass alles seine Richtigkeit hätte, wusste aber nicht, ob sie es bis zum Notartermin hinbekäme und hatte deshalb diesen um 5 Tage nach hinten verschoben. Ich war alles andere als begeistert, aber wollte natürlich auch, dass alles seine Ordung hatte. Und wieder hieß es warten.

Am 15.ten Februar fuhren wir dann mit unserem Wohnmobil nach Jerez. Bernd hatte die Adresse der Polizei ins Navi getickert und nun hofften wir dort auch irgendwo parken zu können. Die Adresse war schnell gefunden, aber von einer Polizeistation weit und breit nichts in Sicht. Wir parkten in einer Seitenstrasse, direkt vor einem Stoppschild. Wenn das mal gutging. Bernd machte sich auf die Socken, um in einer anderen Nebenstrasse die Polizeistation zu suchen. Rennenderweise kam er zurück. Außer Atem stieß er hervor, dass es dort keine Polizeistation geben würde. Kurzerhand fragte ich eine Frau, die uns entgegenkam, ob sie wüsste, wo wir diese finden könnten. Si si, sagte sie und zeigte in die gegengesetzte Richtung, aus der Bernd gekommen war. Auf die Frage, wie weit es denn wäre antwortete sie:“ muy cerca!“, was übersetzt heißt, sehr nah. Wir sprinteten los. Naja, sprinten kann ich ja nicht, aber ich hatte immerhin meine Nordic-walking-Stöcke dabei, mit denen ich wesentlich schneller als ohne bin. Wir liefen und liefen. Unterwegs fragten wir noch 3 Leute und immer hieß es, wir wären gleich da.
Nach 2,5 Kilometern waren wir dann tatsächlich da. Puh, ich hatte schon Schnappatmung. Vor der Wache, stand ein Beamter. Keiner durfte ohne Termin hinein. Wir aber hatten einen und durften zur Steuerstelle. Bernd hatte alle Papier, die dafür notwendig waren dabei und wir mussten an unterschiedlichen Plätzen Platz nehmen. Wahrscheinlich weil jeder von uns eine N.I.E Nummer brauchte. Zuerst mussten wir uns die Hände desinfizieren. Natürlich saß der Beamte hinter Plexiglas. Er fing an zu reden und ich kam immer näher zu Bernd, weil 4 Ohren ja mehr verstehen als 2. Trotzdem war es echt schwer. Der Beamte blätterte unsere Papiere duch und fragte dann nach einem weiteren Papier. Bis wir das allerdings kapierten, vergingen bestimmt 10 Minuten und das, obwohl er es auch auf englisch versuchte. Sein Englisch verstanden wir aber noch weitaus schlechter als sein spanisch. Irgendwann verstanden wir, dass wir keine N.I.E Nummer bekämen, weil irgendetwas fehlte. Ich war den Tränen nah und auch Bernd war total verzweifelt. Ich erklärte dem Beamten, dass wir im Begriff seien, ein Haus zu kaufen und dass der Notartermin am Montag wäre. Heute war schon Donnerstag und wir konnten uns ausrechnen, dass wenn es heute nichts werden würde, wir abermals mindestens 3 Wochen auf einen neuen Termin warten würden müssen. Der Beamte bemerkte unsere Verzweiflung und gab uns einen Zettel mit einer Internetadresse, wo wir das besagte fehlende Papier ausdrucken konnten. Es handelte sich um einen Zahlschein von 9,18 € pro N.I.E.-Nummer. Soviel kostet es nämlich eine N.I.E Nummer zu beantragen. Ohne diesen Zahlschein, den man bei einer Bank bar einzahlen muss, gibt es keine N.I.E. Fabelhaft, das hatte uns keiner gesagt. Ich fragte, den Beamten, ob wir das hier auf der Wache ausdrucken lassen konnten, aber das ging natürlich nicht. Ok, dann eben nicht. Ich erklärte ihm, dass wir im Wohnmobil leben, dieses 2,5 Kilometer weiter weg stehe und wir einen Drucker an Bord hätten und fragte ihn, ob wir bitte bitte mit besagtem Papier wiederkommen dürften und zwar heute. Seine Antwort war dann erstmal:“ Wie??? Ihr wohnt im Wohnmobil???? Hier steht, ihr wohnt in Westerstede!!! “ Ach du scheisse, sofort wurde mir mein Fehler bewusst und ich redete mich mit meinen schlechten Spanischkenntnissen raus. Ich wollte sagen: Viajemos, was übersetzt heißt: Wir reisen und nicht, wie ich gesagt hatte vivemos, was übersetzt heißt : Wir wohnen. Er schluckte es und ich atmetet auf. Bernd durfte daraufhin zum Wohnmobil zurücklaufen und den Zettel ausdrucken. Ich wartete derweil. Irgendwann sagte der Beamte, Bernd müsste 2 Zettel ausdrucken, denn jeder müßte 9,18Euro einzahlen. Oh ja, ob Bernd daran denken würde? Ich machte mich vorsichtshalber auf den Weg, um Bernd entgegen zu laufen. Der kam dann mit dem Fahrrad zurück. Jetzt hieß es erstmal wieder warten, bis wir hineingelassen wurden. Dort teilte uns der Beamte dann mit, dass es das falsche Formular war. Er hätte Bernd noch eine e-mail geschickt. Stimmt, hatte er, aber diese war erst eine Minute zuvor bei Bernd eingegangen. Also auf ein Neues.
Bernd wieder zurück zum Wohnmobil; das richtige Formular ausdrucken und zurück. Dieses mal hatte er auch den PC dabei. Nur für den Notfall. Das war aber nicht notwendig, denn jetzt endlich war alles in Ordnung. Nun mussten wir nur die beiden Zahlscheine bei einer x-beliebigen Bank einzahlen, erklärte uns der Beamte. Banken gäbe es hier jede Menge, teilte er uns freundlicherweise noch mit.

Wir liefen los. Nur 500 Meter weiter sahen wir schon eine Bank. Wir betraten sie, aber eine Dame hinter einem Schalter sagte uns, dass nur morgens bis 11 Uhr Publikumsverkehr erlaubt war. Danach nur auf Anmeldung. Alles nur wegen dem scheiß Corona. Und wir hatten ja leider keinen Termin. Alles Flehen nützte nichts, sie blieb hart. Auf zur nächsten Bank. Dort dasselbe Spiel. Bei der dritten hatten wir ebenfalls keinen Erfolg. Langsam lief uns die Zeit davon, denn die Polizeistation hatte nur bis 4 Uhr auf. Ich sagte Bernd, er solle alleine weitere Banken abklappern, denn er hatte ein Fahrrad und war so viel schneller. Inständig hoffte ich, dass er irgendwo eine finden würde, die ihn dies versammmte Geld einzahlen ließ. Und ebenso inständig hoffte ich, dass meine Unterschrift nirgendwo vonnöten wäre. Ich ging zurück zum Polizeigebäude, setzte mich davor und wartete. Und wartete und wartete. Ich wartete schon solange, dass ich mir allmählig Sorgen machte. Ich kann mr ja immer so unglaublich gut etwas einreden und mich fantastisch selbst in Panik bringen. Bestes Beispiel, wenn ich im Meer schwimme. Um so länger ich schwimme, um so blöder werden meine Gedanken und irgendwann kämpfe ich quasi um mein Leben, weil ich mir glaubhaft eingeredet habe, ein Killerhai ist direkt hinter mir. Ich schwimme wie eine besessene, schlucke Wasser, traue mich nicht, mich umzusehen und schaffe es immer irgendwie und mit letzter Kraft an den Strand. Jetzt ging es mir ähnlich. Zuerst dachte ich, ok, er findet keine andere Bank. Nächster Gedanke: Er klappert alle ab, aber bis jetzt will keine den Einzahlungschein entgegennehmen. Dann irgendwann, soviele Banken kann es hier gar nicht geben und zum Schluss bin ich mir absolut sicher, Bernd ist tödlich verunglückt, hatte einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnliches. Dann verspreche ich hoch und heilig , wenn er wider erwarten doch noch lebt, werde ich immer ganz lieb und nett zu ihm sein, denn er ist ein toller Kerl. Dann verfalle ich in tiefe Trauer, so ca, 20 Minuten und dann kommt die eigentliche Panik. Wie komme ich mit dem Wohnmobil aus der Strasse raus. Wie finde ich den Weg zurück. Wie fahre ich das Ding überhaupt und das ist dann der Zeitpunkt wo ich anfange zu beten. So auch diesmal.

Nach fast 1,5 Stunden sah ich endlich Bernd. Er hatte einen hochroten Kopf, war aber am Leben. Daaaaanke, lieber Gott!!!! Ich ging ihm entgegen. Er war fix und fertig, hatte es aber bei der „achten Bank“ endlich geschafft, dass Geld einzuzahlen. Hurra!!! Man war ich froh!!! Zu allererst, dass er noch am Leben war und natürlich auch, dass er die Qittungen für die Einzahlungen hatte.
Jetzt hieß es noch einmal warten, bis wir wieder in die Polizeistation hinein durften, dann endlich bekamen wir unsere Nummern.
Übrigens, wie wir später von unserem Bankmenschen erfuhren, hätte der Beamte besagtes Formular auch in der Schublade gehabt. Und weshalb hat er es uns dann nicht gegeben, werdet ihr euch vielleicht fragen? Der Grund ist einfach und heißt Corona.Er darf uns nichts aushändigen, bei dem wir uns anstecken könnten und ist die Wahrscheinlichkeit auch noch so gering. Egal! Wir waren froh, dass wir nach sechseinhalb Stunden endlich unsere Steuernummern hatten und gingen zurück zum Wohnmobil. Klasse, kein Strafzettel!!

Das war ein Tag!!! Euch liebe Leser einen schönen Tag und morgen geht es wirklich weiter. Danke, dass ihr immer soviel Geduld habt!!

Und im nächsten Blog-Artikel gibt es auch aktuelle Fotos unseres „nicht-mobilen“ Zweitheims 🙂

Womo

Mit dem Wohnmobil frei stehen? Unmöglich!!

Gestern sind wir mit dem Wohnmobil nach Chiclana gefahren. Wir hatten einen Termin dort bei der Bank, denn wir mussten unbedingt endlich ein Konto eröffnen. Wir kamen unbehelligt dort an und stellten uns auf den riesigen Parkplatz, der ca. 10 Minuten Fußmarsch von der Bank entfernt war. Netterweise machte uns ein Spanier, ebenfalls im Wohnmobil, darauf aufmerksam, dass wir so, wie wir standen, nicht stehen dürften, denn dann würde es eine Strafe geben. Also parkte Bernd unseren Saloon um und wir marschierten los.
Die Bank in Chiclana hatten wir deshalb gewählt, weil dort ein Deutscher arbeitete. In die Bank kam man nur mit vorheriger Anmeldung und da wir eine hatten, ließ man uns nach dem Klingeln an der Eingangstür hinein. Der Mitarbeiter, sein Name war Christian, nahm uns in Empfang. Um es kurz zu machen, es dauerte geschlagene 2 Stunden bis wir wieder draußen waren. Was für ein Prozedere. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wieviel Zeit wir dort verbracht hätten, wenn wir bei einem Spanier gelandet wären. Der Christian war aber echt nett und erklärte uns alles haargenau. Auch gab er uns noch wertvolle Tipps, bezüglich des Notartermins. Er hatte scheinbar alle Zeit dieser Welt und richtete uns zum Abschluss sogar unser Onlinebanking ein. Damit das Konto kostenfrei war, schlossen wir auch eine Gebäudeversicherung bei ihm ab. Am Ende unterschrieben wir jeder an die 20 Mal und konnten endlich raus. Die ganze Zeit hatten wir natürlich die blöden Masken auf und hinter meinen Ohren war alles wund.
Wir setzten uns erstmal vor ein Lokal und tranken Kaffee. Dafür durfte dann endlich mal die Maske ab. Danach setzten wir das Scheißding wieder auf und schlenderten zurück zum Auto. Irgendwie war es befremdlich, so viele Menschen unterwegs anzutreffen. Ja, soweit ist es nun schon.
Kurze Zeit später starteten wir unser Womo und machten uns auf den Weg zu einem Lidl. Der einzige, bei dem wir mit unserem Geschoss parken konnten, befand sich in einer Umbauphase und hatte geschlossen. Wir fuhren etwas unentschlossen weiter und fanden einen Aldi, den Bernd bei google rausgesucht hatte. Zum Glück konnten wir dort parken. Bernd und ich trennten uns, damit der Einkauf schneller ging. Ich stand gerade beim Fleisch, da haute mich ein Deutscher an. Dieser hatte unheimlich Redebedarf und mit einem schnellen Einkauf wurde es nichts. Er wusste zu berichten, dass man aus Vejer , Conil und Tarifa weder rein noch rausfahren durfte. Da erzählte er uns allerdings nichts Neues. Als er hörte, dass wir mit dem Womo unterwegs waren, warnte er uns. Sein Freund, ebenfalls mit einem Wohnmobil unterwegs, musste vor einigen Tagen 6000 Euro !!! Strafe zahlen. Auch das die Strafen so hoch ausfallen könnten, hatte ich bereits im Internet gelesen. Mittlerweile darf man hier ja auch nirgends mehr stehen. Unser Lieblingsplatz in Roche wurde schon vor 2 Wochen geräumt. Es war der letzte Platz im weiten Umkreis, wo man überhaupt noch stehen konnte. Ein Freud von Sarah, ebenfalls mit dem Camper unterwegs, hatte nur am Tag in El Palmar geparkt und musste ein Bußgeld von 200 Euro berappen. Tja, so macht es wirklich keinen Spass mehr, mit dem Wohnmobil zu reisen. In Portugal wurde letzte Woche ein neues Gesetz verabschiedet, dass das Freistehen jetzt grundsätzlich unter hohen Strafen gestellt wird. Wie gut, dass wir bald unser Haus haben. Achja, wir ziehen dort nicht am 17. März ein, wie zuvor geschrieben, sondern natürlich am 17.ten Februar. Das sind heute exakt noch 19 Tage. Juchhhuuu!! Jetzt haben wir auch schönere Bilder, die Bernd gleich noch hier in den Blockbeitrag reinsetzt.

Nachdem wir unseren Großeinkauf getätigt hatten, verstauten wir die Waren. Das klingt jetzt einfacher als es war, denn irgendwie passte gar nicht alles in den Kühlschrank, geschweige in das Gefrierfach. Ich stopfte trotzdem alles wild durcheinander hinein und warf mit Schwung die Türen zu. Die nächsten 3 Tage wird uns beim Öffnen der Türen jede Menge entgegenfallen. Echt nervig, aber jetzt haben wir erstmal 14 Tage Ruhe und genug Proviant an Bord.. Eigentlich wollten wir jetzt noch Möbel ansehen, aber das ließen wir lieber und machten uns so schnell wie möglich auf den Rückweg zur Finca. Wir hatten Glück, keiner hielt uns an.

Jetzt, wo ich dieses schreibe, ist es mittlerweile 6 Uhr geworden. Um 7 Uhr 40 muss ich bei Sarah sein und Kinder hüten. Sarahs Auto war kaputt und sie hatte vor 3 Tagen einen Mietwagen geholt, der vom ADAC gezahlt wurde. Den bringt sie heute wieder weg.

Ansonsten ist zu berichten, dass wir gestern tatsächlich 21 Grad bei strahlendem Sonnenschein hatten. Mittlerweile sind wir schon wieder etwas braun. Leider wird es ab Morgen wieder kühler. Ach, was solls, besser als in Deutschland allemal.

So, hier dann nochmal „schönere“ Fotos von unserem neuen Haus in Arcos de la Frontera:
(das Haus ist möbiliert, aber wir werden sicherlich noch ein paar persönliche Veränderungen vornehmen). Wir hoffen, die Fotos gefallen Euch !!
Und das Beste: Im Frühling/Sommer/Herbst könnt Ihr das Haus auch mieten!!

Garten mit Pool
spanischer Zierbrunnen
Blick von der Terasse in den Garten
Haupteingang (doppelflüglige Massivholztür) mit Blick in den Flur
Küche mit Esszimmer
Küche/Esszimmer mit Theke
Wohnzimmer
Wohnzimmer: Kaminseite
Schlafzimmer I
Bad 1 zum blauen Schlafzimmer
Schlafzimmer 2
Bad 2 vom Schlafzimmer 2
Womo

Spanien kämpft mit der dritten Welle

Seit heute ist auch die Region Vejer de la frontera, zu der auch wir gehören, abgeriegelt. Der Inzidenzwert liegt bei 1000 und die Krankenhäuser kommen an ihre Belastungsgrenzen. Die ganze Region von Cadiz ist schwer betroffen. Alles noch Auswirkungen vom 06.01. Das traditoinelle Datum für Familientreffen in Spanien. Für dieses Datum gab es, trotz Corona keine Auflagen, und so gab es große Treffen. Die Auswirkungen sind in ganz Spanien sichtbar. Neuinfektionen heute 44000!! Neuer Höchstand !! Bernd und ich verlassen die Finca allerhöchstens für einen kleinen Spaziergang und fühlen uns einigermaßen sicher. Morgen müssen wir aber nach Chiclana, um dort unser Konto zu errichten. Ohne Konto nämlich kein Haus. Dann müssen wir am 15. Februar nocheinmal los und unsere N.I.E Nummer beantragen.( Spanische Steuernummer), denn auch die wird zwingend zu einem Hauskauf benötigt. Am 17. Februar und nicht am 17.März, wie ich im vorigen Bericht geschrieben habe, haben wir dann unseren Notartermin. Dorthin fahren wir dann mit dem Saloon. Wenn alles unterschrieben- und in trockenen Tüchern ist, geht es direkt zu unserem Haus. Hach, was freuen wir uns darauf!! Wir sind so froh, dass wir unseren Ausstieg schon 3 Jahre eher als geplant hinbekommen haben, denn so konnten wir noch unbeschwert reisen. Es war eine tolle Zeit und wir lieben das Leben im Wohnmobil und hätten es auch weiter fortgesetzt, wenn dieses blöde Virus nicht dazwischen gekommen wäre. Hier in Andalusien sind alle Strände für Camper gesperrt und in ganz Portugal ist letzte Woche ein neues Gesetz rausgekommen, welches jegliche Übernachtungen von Wohnmobilen, außerhalb von Campingplätzen, untersagt. Da diese durchschnittlich 40 Euro kosten, uns das viel zu teuer ist und wir auch nicht die Campingplatzfritzen sind, sind wir momentan mit einem Haus besser bedient. In anderen Ländern sieht es auch nicht anders aus. Dazu müsste man ja auch erst mal über die Grenzen kommen, was momentan auch nicht mehr so einfach ist. Nicht desto trotz, wollen wir natürlich weiter reisen und unser Haus vermieten. Also Leute, kommt zu uns!!! Das Haus ist wirklich wunderschön und liegt nur 500 Meter von dem 15 Kilometer langen und 10 Kilometer breiten riesigen Stausee entfernt. Dort gibt es einen tollen Strandabschnitt. Man kann sich Boote leihen, angeln und schwimmen. Die Wohngegend dort heißt El Santiscal und liegt 5 Kilometer von Arcos entfernt. Arcos selber ist eine uralte Stadt, die von den Iberen erbaut worden ist und gehört zu den schönsten weißen Dörfern Andalusiens. Das Dorf schlängelt sich auf einen steilen Felsen hoch , dieser wurde zum Naturdenkmal erklärt und man muss einigermaßen gut zu Fuß sein, um ganz nach oben zu gelangen. Dort befindet sich die wunderschöne Altstadt mit vielen Kathedralen, zum Teil aus dem 14.ten Jahrhundert und einem Palast. Das denkmalgeschützte Rathaus aus dem 16.ten jahrhundert darf ebenso bestaunt werden, wie ein Krankenhaus aus dem 17.ten Jahrhundert. Von ganz oben hat man einen sensationellen Blick auf den Fluß Guatalete. Hier kann man wunderbar sitzen und dem andalusischen Treiben zusehen. Das ganze Gebiet liegt in einem Naturschutzgebiet und es gibt unzählige Wanderwege. Ronda, eine Stadt, die mich mal tief beeindruckt hat, liegt nur 17 Kilometer entfernt und ich freue mich schon, sie Bernd zu zeigen. In El Santiscal kann man auch mit Heißluftballons fahren. Also Leute, wenn ihr nicht gerade am Meer rumliegen wollt, welches 70 Kilometer entfernt ist, sondern Activurlaube bevorzugt,kommt zu uns!!! Unser Haus ist 150 qm2 groß, hat 2 Schlafzimmer mit 4 Betten und 2 Badezimmern. Falls nötig kann noch einer mehr auf einer Matratze schlafen. Es gibt eine volleingerichtete wunderschöne Wohnküche und ein riesiges Wohnzimmer mit großem Fernseher. Draußen finden wir eine große überdachte Terasse und einen wunderschönen Garten, Grillecke und einem kleinen Pool. Mitte März müssten wir mit der Renovierung fertig sein und ihr könnt buchen. Die Preise variieren je nach Saison, aber wenn ihr persönlich bucht und nicht über ein Buchungsportal, bei dem wir uns noch anmelden müssen, ist es 150 Euro die Woche billiger. Falls ihr nur ein Doppelzimmer mit Bad und Frühstück möchtet, ist auch das möglich. Also, ich freue mich auf eure Anrufe!!! Hier ist unsere Nummer 015114623223. So, Bernd ist endlich wach!!! Euch einen tollen Tag!!

Womo

Termine, Termine, Formulare Formulare 14.01.2021

Die Zwillinge waren super drauf, aber wir boten ihnen auch allerhand. Bernd spielte ihnen Gitarre vor, sie durften auf der Ukolele rumzupfen, es wurden Bücher vorgelesen, Tee getrunken, durchgekitzelt, rumgetobt und jede Menge gegessen. Als Sarah wiederkam, brauchten sie nur noch ins Bett gesteckt zu werden, denn sie waren totmüde. Auch wir gingen früh zu Bett.

Am nächsten Tag baten wir Sarah uns einen Termin wegen der Beantragung der N:I:E Nummer zu besorgen. Aber egal, wo und wann sie anrief, es war nie jemand zu erreichen. Zwar hatten wir noch über einen Monat Zeit bis zum Notartermin, wo die N.i.E Nummer zwingend notwendig war, aber wir wussten das die Wartezeit lang sein würde. Dem Entsprechend nervös war Bernd. Wir bekamen uns ganz schön in die Haare, mit dem Ergebnis, dass ich mich jetzt allein um alles kümmern sollte. Oh je!!!

Kurz nachgedacht, dann radebrechte ich der Maklerin per whats up eine Nachricht aufs Handy. Ich erklärte unser Dilemma und das die Gefahr bestand, dass wir womöglich keinen Vertrag abschließen konnten, weil wir nicht in der Lage waren, einen Termin zu bekommen. Ganz lieb fragte ich ( und alles auf spanisch), ob sie sich nicht drum kümmern konnte. Schließlich hatte sie ja 5300 Euro an uns verdient. Das sagte ich natürlich nicht. Es dauerte einen Tag, da hatte sie einen Termin für uns. Sie schickte uns gleich alle notwendigen Anträge mit. Die dürfen wir nun ausfüllen. Der Termin dort ist am 15. März, der Termin beim Notar am 17.März. Wenn alles klappt, könnte es also hinhauen. Die Fahrt zum Notar hatte ich auch schon organisiert. Ich hatte einfach bei der Hausbesichtigung die jetztigen Besitzer gefragt, ob sie uns abholen könnten, denn wir würden nie im Leben einen Parkplatz mit unserem Geschoss bekommen. Die hatten netterweise zugestimmt. Bernd kümmerte sich um den Termin mit der Bank. Das ist etwas einfacher, denn der für uns zuständige, ist ein Deutscher. Ein Konto brauchen wir unbedingt, denn hier ist es üblich, bei der Hausübergabe mit einem Cheque ( wird das so geschrieben??) zu bezahlen, der von einer spanischen Bank ausgestellt werden muss. Außerdem können die zukünftigen Nebenkosten, auch nur von einem spanischen Konto eingezogen werden. Wenn wir die Gebäudeversicherung ebenfalls bei der Bank abschließen, müssen wir keine Kontoführungsgebühren zahlen. Also, werden wir dies dort auch tun. Wir sind echt froh, wenn wir diesen ganzen Behördenkram hinter uns haben.

Ansonsten ist noch zu berichten, dass wir uns hier sauwohl fühlen und das Wetter fantastisch ist. Leider gehen aber auch hier in Spanien die Infektionzahlen gerade wieder sehr hoch. Die dritte Welle überrollt Spanien geradezu. In Conil und Tarifa liegen die Inzidenzzahlen bei über 500. Und ab heute ist Cinil gesperrt. Das heißt, keiner darf mehr rein und keiner raus. Bei Mißachtung droht eine Geldstrafe von 1600 Euro. Der Zeitpunkt konnte nicht schlechter sein, denn heute abend waren wir eigentlich alle zu Jürgs Geburtstag eingeladen. Den wollte er im Restaurant auf seinem Campingplatz feiern. Nun feiert er alleine mit 3 Schweizern, die ebenfalls auf dem Campingplatz sind. Wir acht von hier bleiben also hier. Sarahs Mutter hatte ihm einen Kuchen gebacken, den haben wir dann heute nachmittag ohne Jürg verputzt, aber wir haben schonmal auf ihn angestoßen. Hoffen wir, dass es bald endlich mal abwärts geht. Das wünsche ich mir für die ganze Welt. Leute, ich habe kein Bock mehr auf Corona und will bald mal unser altes Leben zurück!!! In diesem Sinne, bleibt alle schön gesund und haltet Abstand!

Womo

Wir sehen zum ersten Mal unser Haus 12.01.2021

Vordergarten-Eingang Haus

Endlich war es soweit, heute sollte unsere Hausbesichtigung stattfinden. Unser Freund Jürg hatte sich bereit erklärt uns zu fahren, denn noch wußten wir nicht, ob man mit unserem Wohnmobil dort parken konnte. Jürg erschien pünktlich morgens um 10 Uhr 30 und los gings. Von El Soto waren es 78 Kilometer und eine Stunde Fahrt musste man rechnen. Unser Termin war um 12 Uhr. Unterwegs waren wir mal wieder ganz verzückt von der Landschaft, waren wir doch diesmal auf der Hintour nach Spanien nur Autobahn gefahren. Schnell wurde es hügelig und weil es extrem viel geregnet hatte, “ Gott sei Dank“, bevor wir gekommen sind, war es extrem grün überall.

Die Landschaft hier im Landesinnere war traumhaft und ich konnte mich gar nicht sattsehen. Auch Jürg fand die Gegend hier viel schöner als in Chiclana, wo wir ursprünglich ein Haus kaufen wollten. Wir kamen gut voran, nur als letztes ging es in Arcos de la Frontera durch sehr enge Gassen und Bernd schwitzte allein bei der Vorstellung, hier mit unserem riesigen Wohnmobil rum zu gurken. Jürg beruhigte ihn und versicherte, es gäbe natürlich auch noch einen anderen Weg.
Weil wir gut in der Zeit lagen und uns einige Lebensmittel sowie Getränke fehlten, hielt Jürg kurzerhand beim Carefour (spanischer Einkaufsmarkt). Ich sprintete aus dem Wagen (jedenfalls in Gedanken) und versprach mich zu beeilen, denn allzu viel Zeit blieb uns nun nicht mehr bis 12 Uhr. Ich schnappte mir von draußen einen Einkaufswagen, setzte meine Maske auf und betrat den Laden. Sofort brach großes Chaos aus. Unter keuen Umständen durfte man mit einem Wagen von draußen in den Markt. Wußte ich ja nicht!! Sofort entrissen mir behandschuhte Hände den anscheinend coronaverseuchten Wagen und gaben mir einen frisch desinfizierten mit Banderole, zum Beweis. Uih uih uih, war der Markt groß. Wie sollte ich mich hier denn so schnell zurechtfinden? Allzuweit wollte ich mich auch nicht von den Kassen fortbewegen, denn dann würde ich hier wahrscheinlich nie wieder rausfinden und die Zeit drängte. Schließlich wollte ich nicht den Eindruck, bezüglich der deutschen Tugend „Pünktlichkeit“ bei den Spaniern zerstören. Ich kaufte also nur das Aller- notwendigste und bezahlte 11 Euro. Zum Glück war an der Kasse nichts los. Auf dem Parkplatz kam mir Bernd schon entgegen und rollte den Wagen die letzten Meter zu Jürgs Auto. Die Sachen wurden schnell unter die Plane seiner Ladefläche verstaut., einen normalen Kofferraum hat er nicht, denn er fährt einen großen, coolen Dodge Ram. Das muss er auch, denn sonst bekäme er seinen amerikanischen Trailer (Sattelauflieger), in dem er wohnt, nicht mit. Jetzt stand dieser aber auf dem fast leeren Campinplatz in Conil. Nun hatten wir noch 5 Minuten bis 12 Uhr und noch 7,4 Kilometer.

Ganz pünktlich schafften wir es nicht, aber mit 3 Minuten Verspätung parkten wir vor unserem Haus. Die Besitzer und die Maklerin waren schon da und aus einiger Entfernung zogen wir alle mal kurz unsere Masken nach unten, damit wir gegenseitig sehen konnten, wie wir aussahen. Dann begrüßten wir uns mit der mittlerweise üblichen Ghettofaust und betraten das Grundstück.

Ein paar Anmerkungen zu der schlechten Qualität der folgenden Fotos: Sie geben in keinster weise die Schönheit des Anwesens wieder. Wenn wir ab Ende Februar eingezoigen sind, der Garten gemacht ist, machen wir neue Fotos. 1. haben wir die unprofessionell in aller Eile bei der Besichtihgung gemacht; 2. im Haus war es etwas dunkel (wg. teils heruntergelassener Schalusien);
In der Hausanounce waren tolle professionelle Fotos aus dem Herbst, die ich leider von der Internetseite nicht auf meinen PC herunterladen konnte!

Vordergarten-Eingang Haus

Um es kurz zu machen, es gefiel uns super!!! Es traf zu 100 Prozent unseren Geschmack, denn wir stehen ja nicht so auf hypermodern. Die Küche hat einen Tresen und Bernd und Jürg setzten sich sofort auf die Barhocker und bestellten “ una cerveza“: So stellte ich mir eine Wohnküche vor. Traumhaft!!!

Küchentresen, dahinter die Einbauküche
Blick von der Küche/Esszimmer in den Garten

Es grenzte sogar ein kleiner Vorratsraum an ihr, worin auch die Waschmaschine untergeracht war. Davon war im Internet nichts zu sehen gewesen, aber war natürlich Gold wert! Weiter ging es zum Wohnzimmer. Dieses sah im Internet aus, wie ein riesiger Schlauch. In Natura aber überhaupt nicht und auch davon waren wir hin und weg.

Weiter ging es zu den beiden Schlafzimmern. Das Hauptschlafzimmer war irre groß und hatte Platz für zwei Kleiderschränke. Diese nehmen die Besitzer aber mit. Das war uns ganz recht, denn wie wir sahen, hatte das Zimmer zusätzlich einen tollen begehbaren Kleiderschrank. Zusätzlich gab es noch ein wunderschönes Bad „en suite“. In Gedanken verteilte ich schon die Plätze in dem schönen großen Bett. Ich natürlich auf der Seite des Bades, denn jede Nacht muss ich 2 mal raus. Bernd nie! Das andere Schlafzimmer war kleiner, aber auch echt schön und das eigene Bad ist auch gleich nebenan. Im ganzen Haus sind braune Naturfliesen und keine hatte auch nur annährend einen Sprung. Die Fliesen fand ich weltklasse und was wichtig ist, auch pflegeleicht. Das war bei meinem Putzfimmel eigentlich egal, aber gut zu wissen. Ah, ich freu mich wie blöde, bald mal wieder richtig putzen zu können. Das kann ich in unserem Saloon zwar auch, aber man ist ja leider immer so schnell fertig. Uns gefiel alles, sogar die Farbe der Wände, die konnten allerdings einen neuen Anstrich gebrauchen. Mal überschlagen, ob wir uns das überhaupt noch leisten können…..Sieht nicht so gut aus, aber egal, schick ich Bernd ein bißchen Gitarre spielen. Ach ja, ist ja Corona und keine Touristen da. Ach, so schlimm sehen die Wände nun auch wieder nicht aus;-)

Jetzt ging es in den Garten. Dieser war zwar nicht so riesig groß, aber genau so wollten wir es haben!! Man hat weniger Arbeit, denn Gartenarbeit gehört nicht gerade zu meinen allerliebsten Aufgaben.

Was wichtig war, das Haus hatte eine große überdachte Terasse, auf der wir mit Freunden gemütlich sitzen konnten, auch wenn es mal regnen sollte und natürlich zum scrabblen. Ja, das machen wir tatsächlich noch immer!! Es gab einen Orangenbaum, einen Pflaumen- und einen Mandelbaum. Klasse, oder?? Natürlich hat das Haus auch einen kleinen Pool, in dem man sich in den Sommermonaten schön abkühlen kann.

Und zum Schwimmen haben wir ja dann in 300 Meter Entfernung den riesigen See mit Strandabschnitt!!!

Herrlich, wir sind schon wieder im Paradies gelandet!!! Dann gab es noch zwei 12 qm2 Häuschen, eins für Gartengeräte und eins für Die Heizung mit dem Heizöltank. Achja, wir haben eine Ölheizung, mit der die Fußbodenheizung betrieben wird. Außerdem war an der Seite noch ein 15 Meter langes Carport, dass aber leider wahrscheinlich nicht hoch genug für unser Wohnmobil war (es fehlen nur ca. 120m zu unserer 3,4m-WoMO-Höhe). Egal, nehmen wir halt einfach das Dach ab, ist eh besser, dann werden jedenfalls die Solarpanele aufgefüllt. Da fällt mir ein, dass das Haus auch Solarthermie hat. So brauchen wir keinen Strom, um das Wasser zum Duschen zu erwärmen. Ein paar Beete gab es auch, aber es hielt sich in Grenzen,. Gott sei Dank! Wir hielten uns dort ziemlich lange auf und fragten die Vorbesitzer Löcher in den Bauch. Zum Glück konnte der Mann englisch. Beide waren irre nett und die Maklerin auch. Ach ja, irgendwann mussten wir das Haus aber doch verlassen und fuhren mit Jürg zurück.

Im Hintergrund das weisse Dorf (pueblo blanco) von Arcos dde la Frontera
Die Steilwand auf der Rückseite von Arcos de la Frontera

Unterwegs fanden wir ein nettes Lokal, in dem wir Jürg für seine Mühe zum Essen einluden. Lecker war es!!! Nun mussten wir uns sputen, denn wir hatten Sarah versprochen 3 Stunden auf die Zwillinge aufzupassen. Ach, war das alles aufregend!